5. Ray Palmer
Zusätzliche Warnings: Machtmissbrauch, Erpressung, implizierte Gehirnwäsche
Eigentlich hatte Ray Palmer ja Glück. Nach dem Verlust seiner Verlobten, hatte er lange Zeit gedacht, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmen musste, weil ihn keiner mehr wollte. Er war der Meinung gewesen ein schlechter Omega zu sein, der keinen Alpha verdient hatte. Ironischer Weise war sein Alpha Mick Rory genau von derselben Annahme über sich selbst ausgegangen, und deswegen hatten sie lange gebraucht um zusammen zu finden und noch länger um alle Missverständnisse auszuräumen und miteinander glücklich zu werden. Doch nun waren sie verheiratet und hatten Kinder, und das obwohl die Tatsache, dass Mick niemals Kinder in der Zukunft für sie gesehen hatte, fast dazu geführt hätte, dass sie sich trennten.
Doch nach ihrer Hochzeit waren sie, eher durch Zufall, letztlich doch noch an Kinder gekommen und waren zu deren Eltern geworden. Sie hatte zwei Waisenkinder adoptiert, weil diese sie brauchten, und weil sie festgestellt hatten, dass sie die Kinder ebenso brauchten.
Natürlich war es nicht leicht Superheld und Vater zugleich zu sein. Deswegen hatte Mick es nach der Auflösung der Legends auf sich genommen Hausmann zu werden, während Ray der Justice League beitrat und weiterhin als Held unterwegs war, mit Abstrichen natürlich, da er ein verantwortungsbewusster Omega war, seine Familie ging vor – vor alles andere.
Oliver, der selber Vater war, wusste und akzeptierte dies und alle anderen auch. Zumindest bisher.
Natürlich fehlte Ray sein Rudel, das Ende der Legends hatte ihn als Omega besonders hart getroffen, aber es war ja nicht so, dass er sie ganz verloren hätte. Mick war sein Ehemann, Sara, Nate, Kendra, und Laurel waren seine Teamkameraden, Rip war Saras bessere Hälfte, also sah er auch ihn weiterhin, und nach all den langem Jahren war seine persönliche Zeitlinie nun auch endlich wieder synchron mit der von Martin und Jax und ihren Familien, und beide lebten noch in Central City, wo sich das Hauptquartier der JLA befand.
Trotzdem war es eine harte Zeit der Umstellung für Ray gewesen auf die Legends verzichten zu müssen, auch wenn es schien, dass er gelernt hatte besser damit umzugehen als Sara oder Nate, die sich immer wieder mal längeren unangekündigten Urlaub von der Liga nahmen.
Aber Zari und Amaya wiederzusehen, und Ava und John, und auch Leonard, das brachte alte Erinnerungen und Gefühle zurück. Er hatte viel verloren, aber davor hatten sie alle viel verloren. Doch es blieb ihnen keine Zeit darüber nachzudenken, sie hatten einen Auftrag zu erledigen.
Sara hatte ihr Strike-Team aus Ray selbst, Barrys Tochter Nora, Mick, Amaya, Leonard, Ralph, sowie J'onn und Alex Danvers zusammengestellt. Während Olivers Gruppe Back Siren, Prometheus, und Per Degadon ablenken würde, würde ihre Gruppe in das Hauptquartier ihrer Feinde eindringen und diese Motherbox suchen.
„Mick ist jetzt also der Hausmann, ja? Derjenige, der die Kinder hütet, während du unterwegs bist und Held spielst?", fragte Leonard, bevor sie aufbrachen mit einem gewissen herablassenden Unterton, der Ray nicht behagte. Er hatte schon befürchtet, dass Leonard die Neuigkeiten darüber, dass sein ehemaliger Partner und dessen Omega eine Familie gegründet hatten, nicht besonders positiv aufnehmen würde, wenn er erst einmal davon erfuhr. Seit seiner Rückkehr von den Toten hatte Leonard Snart die verschiedensten Leben geführt, er war Zeitagent gewesen, Teilzeit-Legende, Dieb, und einiges dazwischen. Man wusste nie, wann und wo er auftauchen würde, aber Ray war nie das Gefühl losgeworden, dass er der Meinung war, dass Ray Palmer einfach nicht gut genug für Mick war. Und nun schien sich dieses Gefühl auch noch zu bestätigen.
„Nun … ja", meinte Ray zögerlich, „So ähnlich. Natürlich versuche ich so viel Zeit wie möglich bei meiner Familie zu verbringen."
„Und Mick? Hat er nichts auf der Seite laufen?", wollte Leonard wissen.
Ray blinzelte. „Was meinst du? Mick würde mich niemals betrügen!", erwiderte er.
„Ich meinte auch ein nicht ganz legales Business oder etwas in dieser Art", korrigierte ihn Snart.
„Oh, nein, so was tut er schon seit Jahren nicht mehr", erklärte Ray und konnte Leonard Snarts prüfenden Blick auf sich spüren und dessen Vorwürfe hören, auch wenn er sie nicht aussprach. Du hast ihn nicht nur weich gemacht, du hast sein Leben umgekrempelt, er ist ehrlich geworden, obwohl er gerne ein Dieb war, er hat Kinder, obwohl er niemals ein Vater sein wollte, er hütet Heim und Herd, obwohl du als Omega das eigentlich tun solltest…
„Hey, hört auf zu quatschen, dafür haben wir später immer noch Zeit!", unterbrach sie Sara an dieser Stelle, „Es geht los." Sie verstummte kurz und musterte beide misstrauisch. „Hör auf Ray aufzuregen, Leonard", mahnte sie dann, „Wir haben eine Mission."
Snart öffnete den Mund, als wollte er etwas sagen, schloss ihn dann aber wieder und nickte nur. Ray nickte ebenfalls. Sara schien zufrieden. „Dann kommt jetzt", meinte sie, „Ray schrumpf dich und setz dich auf Nora – ihr seid unsere Scouts."
Ray kam den Befehl nach und schrumpfte sich auf Actionfigurengröße und flog dann auf Nora West-Allen zu und setzte sich auf ihre Schulter. „Ich bin soweit", verkündete er.
„Halt dich lieber gut fest, Onkel Ray, gleich werden wir schnell!", warnte ihn Nora, und Ray fand es etwas irritierend von einer jungen Frau, die er kaum kannte, als Onkel bezeichnet zu werden, und noch mehr irritierte es ihn darüber nachzudenken, dass diese junge Frau eine erwachsene Version von Baby-Nora war.
Doch dann hatte er keine Zeit mehr weiterhin irritiert zu sein, da Nora losrannte. Ray konnte sich gerade noch festhalten, um nicht zurückzubleiben.
Nora erreichte das Hauptquartier ihrer Feinde bald darauf und überprüfte schnell die Umgebung. Nachdem sie damit fertig war, blieb sie einige Meter entfernt stehen und erstattete Sara und Oliver Meldung.
„Soll ich noch mal hin und Ray reinfliegen lassen?", wollte sie dann wissen.
„Ja, aber seid vorsichtig. Möglicherweise sind sie darauf vorbereitet. Wir bauen darauf, dass sie denken, wir hätten keinen Speedster mehr, aber sie wissen von the Atom", meinte Sara.
„Ich werde auf der Hut sein", versprach Ray. Das hier war nicht seine erste Aufklärungsmission. Die meisten ihrer Feinde kannten seine Fähigkeiten, doch nur die wenigsten rechneten tatsächlich damit, dass er in Miniaturform in ihr Gebiet eindringen würde. Und vielen war genau das zum Verhängnis geworden.
Black Siren und ihre Verbündeten schienen keine Atom-Fallen vorbereitet zu haben. Laurel Lance von Erde-2 hatte in den letzten Jahren viel Kontakt zu Oliver gehabt und war sogar Mitglied seines Regierungsteams gewesen, doch auf Ray hatte sie scheinbar niemals besonders geachtet, und Per Degadon schien ihren Fehler nicht bemerkt zu haben.
„Okay, ich bin drinnen", teilte Ray den anderen schließlich mit, nachdem er über die Köpfe einiger Wachen hinweg in das Hauptquartier ihrer Feinde hineingeflogen war. Unüberraschender Weise hatten diese ein leer stehendes Lagerhaus bezogen. Es gäbe viel weniger Schurken in dieser Stadt, wenn man dafür sorgen würde, dass all diese abgerissen werden würden.
Im Lagerhaus stand eine Art Trailer, der den Schurken wohl als mobiles Hauptquartier diente. Hinter dem Trailer war das Lagerhaus hauptsächlich vollgestopft mit Per Degadons Zukunftstechnologie. Na toll? Wie soll ich in diesem Chaos diese Motherbox finden?, wunderte sich Ray etwas verzweifelt und beobachtete dann wie Black Siren und Prometheus kurz mit Per Degadon sprachen, bevor dieser zu seinen Mitbringseln zurückkehrte.
„Ray, halt dich bereit, es geht los!", warnte ihn Sara vor, und er sah, wie Black Siren das Lagerhaus verließ. Olivers Gruppe schien wenig später anzukommen und lockte nacheinander die Androiden, biologischen Schläger, Prometheus, und Per Degadon in einer Abart des Atom-Anzugs nach draußen. Damit blieben nur noch ein paar Wachen hier drinnen zurück.
„Sara, es ist soweit, ihr könnt nun herein kommen!", meldete Ray und begann schon mal mit der Suche nach der Motherbox. Der Rest seines Teams würde mit Sicherheit in Kürze eintreffen.
Und tatsächlich, sie kamen. Zuerst wirkte es so, als würden Black Siren und Prometheus zurückkehren, was die Wachen verwirrte, doch spätestens als sich Prometheus' Arm unnatürlich verlängerte und die erste Wache K.O. schlug, wurde klar, dass es sich hier nicht um die beiden handelte, für die sie sich ausgaben. Die zweite Wache erschrak und wollte etwas unternehmen, doch sie wurde von Hinten von Sara, die aus dem Nichts erschien, niedergeschlagen.
„Okay, wir sind drin", meinte sie, „Seht euch nach der Motherbox um. J'onn, Ralph, ihr wisst, was ihr zu tun habt." Die beiden Gestaltenwandler wurden nun zu den beiden ohnmächtigen Wachen und nahmen ihren Platz näher an der Eingangstüre ein um hereinkommende Feinde begrüßen zu können.
„Ihr anderen sucht die Motherbox", wies Sara den Rest des Teams an. Nora zischte zwischen den diversen Maschinen hin und her und war bei Weitem die effektivste Sucherin, was die Geschwindigkeit anging, jedoch war Ray sich nicht sicher, ob sie wirklich wusste, wonach sie suchte, was sich dadurch bestätigte, dass sie immer wieder mit frisch gefundenen Teilen ankam und diese Alex Danvers unter die Nase hielt, die meistens nur sagte: „Nein, da ist keine Alien-Tech."
Amaya hatte ebenfalls eine gute Suchmethode entwickelt – Adleraugen waren offenbar eine gute Hilfe bei der Suche nach fremder Tech. Leonard und Mick hingegen schienen die Suche mehr so anzugehen, wie Diebe es nun mal taten, sie überlegten wo man etwas Wertvolles wohl am ehesten verstecken würde.
Sara, Alex und der immer noch geschrumpfte Ray, der kreuz und quer durch die Halle flog, mussten sich auf altmodische Suchmethoden verlassen. Nun zumindest Sara und Alex mussten das, da Ray immerhin nach außerirdischen Energiesignaturen scannen konnte.
Wenn wir nur etwas mehr über diese Motherbox wissen würden, dachte Ray bekümmert, als Nora mit einem Mal inne hielt und verkündete: „Ich werde gebraucht" und aus der Halle flitzte.
„Was?", wunderte sich Amaya, doch Sara meinte nur scharf: „Keine Zeit, sucht weiter."
„Ich denke ich habe es!", verkündete Snart in diesem Moment.
„Wirklich?" Sara kam mit fragendem Blick auf ihn zu, und Ray flog ebenfalls zu ihm.
„Zumindest ist es etwas Wertvolles und sieht mir nach überlegener Technik aus. Raymond, was hältst du davon?" Leonard hielt dem neben ihm landenden wachsenden Ray seinen Fund unter die Nase. Rays Anzug war schon dabei das Gerät zu scannen. Es sah nicht so aus, wie Ray erwartet hätte. Zum Ersten war es um einiges kleiner, quadratischer, und normaler als gedacht und passte in eine Menschenhand. Und zum Anderen wirkte es nicht besonders außerirdisch, wenn man von der Beschriftung absah. Im Grunde genommen war es ein Würfel mit glühenden Kreisen auf jeder Seite, die von außerirdischen Symbolen umgeben waren.
„Die Signatur stimmt. Das ist keine menschliche Technologie, nicht einmal zukünftige", befand Ray.
Alex trat hinter ihm und warf einen Blick auf das Gerät. „Ich glaube einiger dieser Symbole erkenne ich", meinte sie, „Das sieht mir sehr nach der allgemein gültigen intergalaktischen Sprache aus."
Damit wussten sie zumindest, dass es außerirdische Technologie war. Doch ob es die gesuchte Motherbox war oder etwas vollkommen anderes war natürlich weiterhin unklar.
„Was immer es ist, wir nehmen es", meinte Sara und nahm den Würfel an sich, „Wir können uns ja noch weiterhin umsehen um festzustellen, ob wir noch mehr finden, um…"
Sie wurde durch das Erbeben der Erde um sie herum unterbrochen. „Was zum … Moment, Cisco, ganz langsam, ich verstehe nur hysterisches Geschrei. Was ist los?", wandte sich Sara ihrem Com zu. Ray schaltete sich in das Gespräch ein um zu hören, was los war.
„Ihr müsst sofort weg von da!", ereiferte sich Cisco am Com, „Ein Raumschiff, und keines von der netten Sorte, ist über der Lagerhalle aufgetaucht!"
„So schnell!", wunderte sich Ray laut, was ihm einen strafenden Blick von Sara einbrachte.
„Okay, Missionsänderung, wir verschwinden von hier. Packt eure sieben Sachen, versucht unauffällig zu sein, und los geht es mit dem geordneten Rückzug. Wir machen es so wie besprochen", befahl Sara. Nur, dass Nora Teil der Besprechung gewesen war, und sie nun nicht mehr da war. Sara zögerte einen Moment. „Okay, Ray, schrumpf sie", meinte sie dann und hielt ihm die mutmaßliche Motherbox unter die Nase.
„Bist du sicher, dass das eine gute Idee ist? Wir wissen nicht, wie diese Technik auf meinen Verkleinerungsstrahl reagiert", gab Ray zu bedenken.
Leonard verdrehte die Augen. „Oh, beim Oculus, manche Dinge, ändern sich nie!", seufzte er, „Gebt mir das." Er nahm die Motherbox an sich und reichte sie dann in Richtung der beiden falschen Wachen. „Ralphie, schluck das, wenn du so gut bist", forderte er.
Alle sahen ihn ungläubig an. „Was? Fällt euch ein besseres Versteck ein?!", verlangte er zu erfahren, und da niemand eine Antwort zu bieten hatte, nahm ein zögernder Ralph Dibney sie an sich und schluckte sie dann zwar nicht, führte sie aber in seinen Körper auf eine Art und Weise ein, die Ray nicht so leicht wieder vergessen würde. Dann klopfte sich der Alpha auf den Bauch. „Sie ist gut verstaut", meinte er.
„Nun, das wollen wir hoffen", meinte Sara, „Los jetzt. Ralph, du musst als Erster verschwinden, dadurch muss J'onn alleine unseren Rückzug decken."
„Ich kann ihm ja zur Seite stehen", bot Ray an.
„Von mir aus. Los jetzt. Ich eskortiere den Elongated Man", meinte Sara und hatte es sichtbar eilig die Lagerhalle wieder zu verlassen. Der Rest des Rückzugs lief einiger Maßen geplant ab, bis nur noch Ray und J'onn in der Halle übrig waren und ebenfalls verschwinden wollten – J'onn wollte durch die Wand phasen und Ray wieder verkleinert davon fliegen, als sie Gesellschaft bekamen.
„Es ist Black Siren! Achtung!", rief Ray aus, doch sie hatte sie schon erspäht, genau wie die ohnmächtigen Wachen, und schrie ihnen auch schon einen Schallschrei entgegen. Sie waren zwar mit Ohrenstöpseln, die das Schlimmste verhindern sollten, ausgestattet, doch sie hatten nicht mit J'onns Reaktion auf ihren Schallschrei gerechnet. Der Marsianer nahm seine grüne Originalgestalt an (die Ray bisher so gut wie nie zu Gesicht bekommen hatte), presste seine Hände gegen den Kopf und sank ins sich zusammen.
„J'onn!" Ray packte den Außerirdischen und versuchte ihn wieder auf die Beine zu stellen, „Wir müssen hier weg. Du musst uns durch die Wand phasen." Doch J'onn war dazu eindeutig nicht in der Lage.
„Fun Fact: Meine Schallschrei beeinflusst auf einer gewissen Frequenz unter anderem auch neurologische Muster, die für telepathisches Potential verantwortlich sind", erklärte Black Siren. Offenbar hatte sie den einen oder anderen Trick dazu gelernt.
„Was ist nur mit dir passiert, Laurel? Du warst einmal eine von uns!", schleuderte Ray ihr anklagend entgegen.
„Siehst du, Raymond, genau das ist das Problem: Das war ich niemals wirklich. Ich war immer nur die Platzhalterin für die andere Laurel. Bis das nicht mehr nötig war, und selbst davor … denkst du wirklich, ich war freiwillig in Olivers fröhlicher Regierungsteam-Bande? Die Angst vor Diaz und die Tatsache, dass Watson mich erpresst hat, haben dazu geführt, dass ich dort gelandet bin. Aber nie wieder: Ich werde nie wieder jemandes Sklave sein, und nie mehr Angst haben, ich kann endlich ich selbst sein und mein volles Potential ausschöpfen. Das hat mich meine neueste Lehrerin gelehrt. Und sie kann auch dir und deinem telepathischen Freund einiges beibringen. Ist das nicht wahr, Granny?"
Hinter Black Siren betrat ein Wesen die Lagerhalle, das Ray noch niemals gesehen hatte. Es verströmte einen verwirrend-betäubenden Geruch, und es war sehr sehr alt, denn so sah es auch aus. Es besaß ein faltiges Gesicht, und Ray erkannte unter der eindrucksvollen Körperpanzerung nur schwer, dass es sich offenbar um eine außerirdische Frau handelte. Ihr sekundäres Geschlecht konnte Ray nicht bestimmen, so etwas hatte er noch nie gerochen, es war fast so als wäre sie … etwas anderes, jenseits der drei bekannten sowie ihrer jeweiligen Mischgeschlechter.
„Oh, wie süß. Omegas", stellte die Außerirdische mit rauer Stimme fest.
Ray fand, dass es höchste Zeit war abzuhauen. Er wollte J'onn nehmen und davon fliegen, doch es war als würden sich seine Finger weigern die Antriebsdüsen zu aktivieren. Er schien sich überhaupt nicht bewegen zu können.
„Was?!", wunderte er sich.
„Oh, das. Das geht vorbei", meinte Black Siren, „Dein Körper braucht nur etwas um sich an die Gegenwart eines Neuen Gottes zu gewöhnen. Und an die eines Sigmas."
Sigmas? Nun, eigentlich war es nur logisch, nicht wahr? Warum sollten außerirdische Völker über dieselben Geschlechter verfügen wie menschliche?
„Die neuen Götter, unsere Herren, sind uns in jederlei Hinsicht überlegen, Raymond. Sie besitzen nicht nur drei sekundäre Hauptgeschlechter, nein, sie besitzen sechs. Alpha, Beta, Omega, Gamma, Delta, und Sigma – und alles dazwischen. Im ersten Moment ist es verwirrend und überwältigend sie zu riechen, aber schnell wir dir klar werden, was für ein Privileg ihre Gegenwart ist. Wir können so viel von ihnen lernen, und wenn unser Meister Darkseid erst über diese Erde herrscht, dann wird allen hier klar werden, was genau das ist", fuhr Black Siren fort, „Und bis er ankommt … Diese beiden hier sind unser Geschenk an dich, Granny. Ich hoffe, du hast deinen Spaß mit ihnen. Du weißt, was ich mir im Gegenzug wünsche …."
„Ja, Laurel, meine Liebste. Du willst deine Doppelgängerin, und du kannst sie haben. Sie ist dein. Und du kannst nun losgehen und den Platz einnehmen, der dir zusteht. Du weißt, was du zu tun hast. Ich habe es dir beigebracht. Diesmal wird dich keiner erkennen, bevor es zu spät ist. Nicht einmal dein geliebter Ehemann", erwiderte die Alien-Frau, „Du wirst unser Spion in ihrer Mitte sein, und sie werden es nicht bemerken."
Black Siren strahlte voll Freude, und Ray konnte erkennen wie Prometheus den ohnmächtigen Körper von Laurel – Black Canary, Erde-1 Laurel – in die Lagerhalle zerrte. Laurel ist nicht Laurel. Ich muss die anderen warnen, dachte Ray noch, doch dann sah er wie die Außerirdische – Granny – ihn ansah und sagte: „Schlaf", und wie auch Kommando fielen ihm auf der Stelle die Augen zu.
A/N: Ich wollte ursprünglich, dass die Motherbox so aussieht wie in einer der Cartoon-Serien, habe mich dann aber doch für das Comic/Justice League-Design entschieden, da es das am Leichtesten wiederzuerkennende ist.
Ja, neue sekundäre Geschlechter. Why not? Es sind Außerirdische.
Plus: Granny. Habt ihr etwa gedacht, ich würde Steppenwolf nehmen? Aber nein, Granny und die Furies gehören zu Darkseid, wo bleibt sonst der Spaß?
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