9. Nate Heywood


Zusätzliche Warnings: Nachwirkungen eines Break Ups, erzwungene Aufgabe eines Kindes, Fanfic-Verwandschaftsverhältnisse, Erw. von Genozid


„Nathaniel." Sie klang wie sie immer geklungen hatte, wenn sie seinen Namen gesagt hatte. Und nun da sie ihn ansprach, blieb ihm keine andere Wahl als sie auch tatsächlich anzusehen, egal wie weh es tat. Nate hob seinen Kopf und blickte ihr ins Gesicht. Amaya sah aus wie immer … atemberaubend.

„Amaya", erwiderte er unter Mühe.

Sie standen in den Gängen des Hauptquartiers der Gerechtigkeitsliga und waren zum ersten Mal seit ihrem Wiedersehen allein miteinander. Keiner der anderen war zu sehen.

„Mir ist nicht entgangen, dass du versucht hast mir aus dem Weg zu gehen, seit ich wieder in eure Zeit geholt wurde", sagte Amaya, „Es ist nicht so, dass ich die Gründe dafür nicht verstehen würde, aber findest du nicht, dass es an der Zeit ist, dass wir uns irgendwie arrangieren? Wir waren Freunde, bevor wir ein Paar wurden, und ich hatte gehofft, dass wir das vielleicht wieder sein könnten."

Für sie war das leicht dahin gesagt, für Nate hingegen. … Als sie ihn das erste Mal verlassen hatte, hatte er das fast nicht überstanden und die Tatsache, dass er es eben doch überstanden hatte darauf zurückgeführt, dass sie kein wirkliches Gefährtenband verbinden musste und ihre Bindung daher nicht in Ordnung war. Nachdem sie wiedervereint worden waren, war er sich sicher gewesen, dass er es nicht überstehen würde sie noch einmal zu verlieren, und letztlich hatte er das nächste Mal nur überstanden, weil er nicht alleine gewesen war, weil er ein Kind gehabt hatte, das ihn brauchte. Für sie war er stark gewesen und hatte weiter gelebt so gut er konnte – für seine Tochter. Doch dann hatte ihm das Schicksal auch diese entrissen, hatte ihm sein Baby genommen, und seit dem …

Nun, es gab Gründe dafür, warum er immer wieder mal für Wochen aus dem Justice League Hauptquartier verschwand ohne zu sagen wohin. Er hatte so viel verloren, und er war sich nicht sicher, ob er überhaupt noch richtig funktionierte. Und nun war Amaya wieder da und wollte reden und … das alles war einfach sehr schwierig für Nate.

„Freunde", wiederholte Nate, „Ich hätte es gerne, dass wir Freunde sein könnten, aber …"

Nun, wenn diese Krise vorbei wäre, würde Amaya in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts in ihr Heimatdorf zurückkehren, und er würde sie niemals wieder sehen. Also konnte er genauso gut versuchen in der kurzen Zeitspanne, die ihnen zusammen blieb, zivilisiert mit ihr umzugehen. Auch wenn es ihm schwer fallen würde.

„Ich weiß, dass es schwer ist, aber wir müssen uns auf die vor uns liegende Aufgabe konzentrieren", erklärte Amaya, „Auf den Schutz der Erde und des Multiversums. Und dafür müssen wir dazu in der Lage sein einander in die Augen zu sehen."

Nate fand nicht, dass er es verdiente in ihre Augen zu blicken, doch er wusste, dass ihm keine Wahl blieb. Letztlich hatte er seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer denen seines Alphas untergeordnet, und das würde er jetzt wohl auch wieder tun. Also zwang er sich ihr in die Augen zu blicken.

„Sieh an, da bist du ja", stellte Amaya fest.

„Ich habe oft daran gedacht doch mit dir alt zu werden. Ins Jahr 1992 zu gehen, wenn ich ebenfalls alt bin, und mit dir gemeinsam noch älter zu werden", hörte Nate sich sagen, „Aber das alles wurde mit verwehrt, als wir das Zeitreisen aufgegeben haben."

Amaya neigte zustimmend ihren Kopf. „Du weißt, dass du mir immer willkommen wärst, Nathaniel. Ich könnte dich niemals vergessen", erklärte sie.

„Bist du denn glücklich? Hast du … ihn schon kennengelernt", fragte er dann, obwohl er die Antwort eigentlich gar nicht hören wollte.

„Ich habe jemanden kennengelernt, einen Beta, aber ich weiß nicht, ob er Esis Vater ist", gestand Amaya, „Aber da Mari hier ist, denke ich, dass wir auf den richtigen Weg sind."

Es tat mehr weh das zu hören, als sie ahnen konnte.

„Nathaniel, ich weiß, dass sich viel verändert hat, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Dass du inzwischen vielleicht ebenfalls jemand anderen gefunden hast, dass sie eine neue Mutter hat, aber … ich würde sie gerne sehen, solange ich hier bin. Ich würde gerne meine Tochter sehen", fuhr der Alpha dann fort.

Deswegen also redete sie mit ihm. Nicht damit sie Freunde wurden, oder weil sie ihn vermisst hatte, nein, weil sie ihr Kind sehen wollte. Er war für sie nur noch ein Mittel zum Zweck. Sie war über ihn hinweg, hatte ihr Leben weitergelebt, neue Bande geknüpft, und er war nur noch der Vater ihres Kindes für sie, der Ex, bei dem ihr Erstgeborenes lebte. Wenn sie nur wüsste, wie sehr sie sich irrte.

Natürlich war das einer der wichtigsten Gründe, warum Nate ihr aus dem Weg gegangen war. Weil er es ihr nicht sagen wollte. Weil er nicht wollte, dass sie wusste, wie sehr er als Vater und Omega versagt hatte.

Ihm war aufgefallen, dass Amaya genauso wenig wie er ihren Namen aussprach, vielleicht konnte sie es aus den gleichen Gründen nicht, vielleicht war es auch für sie zu schmerzhaft. „Du kannst sie nicht sehen, Amaya", gab Nate dann schließlich zu und verspürte bei diesen Worten den altbekannten Schmerz in seiner Brust, „Du kannst sie nicht sehen, weil sie nicht hier in dieser Zeit ist. Sie ist in einer anderen Zeit, wird von einem anderen Paar großgezogen. Aber keine Sorge, es geht ihr gut."

Amaya sah ihn sprachlos an. „Aber … unser Baby, wie … konntest du das tun?!", empörte sie sich.

„Es war nicht ganz freiwillig", erwiderte Nate resignierend. Er hatte gleich gewusst, dass sie ihm die Schuld daran geben würde, „Ich hatte immer vor sie zurückzuholen, aber … das ist nicht mehr möglich."

„Scheiß auf das Zeitreise-Embargo und das Ende des Multiversums!", schrie ihn Amaya an, „Wir sprechen hier von unserem Baby! Wir müssen es zurückholen!" Nate fiel auf, dass sie fluchte, und das obwohl sie schon seit Jahren keine Zeit mehr mit Mick verbracht hatte.

„Das geht nicht", erwiderte Nate. Er sah, wie Amayas Augen aufblitzten und sie einen bedrohlich wirkenden Schritt auf ihn zumachte und ihn sogar anknurrte. „Wo ist mein Baby?!", wollte sie mit furchteinflößender Stimme wissen. Nate fragte sich, ob sie ihn angreifen würde, alles in ihrer Körpersprache deutete darauf hin, und sie waren solange getrennt gewesen, und immerhin ging es hier um ihr Baby. Er machte vorsichtshalber einen Schritt zurück.

„Was ist hier los?" Beruhigender Beta-Geruch floss zwischen sie, als Zari zwischen sie beide trat. „Wir alle sollen in den Konferenzraum kommen, es gibt wohl Neuigkeiten", erklärte sie, „Streitet ihr beide euch etwa?"

Amaya schien nicht vorhaben sich beta-n zu lassen. „Er hat mein Baby verloren und weigert sich mich zu ihm zu bringen!", knurrte sie und funkelte Nate bei diesen Worten wütend an.

„Oh, das", meinte Zari nur.

„Ja, das", erwiderte Amaya knurrend, „Geh mir aus den Weg, Z, wenn du weißt, was gut für dich ist. Das hier geht dich nichts an."

„Nun, erstens waren wir mal ein Rudel oder sind es vielleicht sogar noch immer, also geht es mich alleine deswegen etwas an. Und zweitens geht es mich sehr wohl etwas an", meinte Zari ungerührt ohne sich zwischen den Beiden wegzubewegen.

Amaya blickte zwischen ihr und Nate hin und her. „Es mag sein, dass Nate jetzt dein Gefährte ist, und dass du ihre Stiefmutter warst, aber ich habe sie geboren. Sie ist mein Kind! Ich habe ein Recht darauf sie zu sehen!", zischte sie dann wütend.

Zari lachte, was alles nur noch schlimmer machte. „Oh, nein, du bist vollkommen auf den falschen Dampfer, Amaya", meinte sie, „Nate und ich – nein, das würde niemals passieren…."

„Dann geh mir aus dem Weg!", schrie Amaya und sprang dann los um auf Zari loszugehen. Nate versuchte sich zwischen den wütenden Alpha und den gleichgültigen Beta zu schieben, obwohl er ahnte, dass er nicht schnell genug sein würde. Doch dann sprang jemand anderer auf Amaya und drückte sie zu Boden. Sie brüllte frustriert.

„Zeit sich zu beruhigen, ´Maya", meinte Mick und drückte sie zu Boden, „Wenn du bei Sinnen wärst, dann würdest du niemals auf deinen Omega und deinen Beta losgehen."

Amaya schnaubte wütend. „Wenn es um deine Kinder gehen würde, dann würdest du es sein, der sie angreift!", behauptete sie.

„Nein, niemals meinen Omega, oder auch nur einen Omega", erklärte Mick kategorisch, „Genauso wenig wie du, Amaya. Das ist der Schönling. Es ist Nate, dein Nathaniel. Denkst du wirklich er würde ´Nida etwas antun? Oder dass Z. das tun würde?"

Nate konnte spüren, wie seine Worte wirkten. Amayas Pheromon-Ausdünstungen wurden weniger aggressiv und ihr Körper entspannte sich. „Es tut mir leid", murmelte sie, „Es ist nur … mein Baby, ich habe mein Baby verloren." Und dann weinte sie.

„Das hat Nate auch, und er ist ein Omega. Was denkst du, wie das für ihn sein muss?", erinnerte sie Mick, „Kann ich dich jetzt wieder loslassen? Bist du vernünftig?"

Amaya zögerte einen Moment, dann nickte sie. Mick erhob sich und ließ sie dann los. Sie blieb noch einen Moment lang liegen, und erhob sich dann gewohnt grazil vom Boden. Sie blickte zu Nate und Zari, die aneinander gepresst dastanden und sie mit nervösem Blick (in Nates Fall) und vollkommener Ruhe (in Zaris Fall) ansahen.

„Es tut mir leid", entschuldigte sich Amaya bei den Beiden, „Ich hatte nur so sehr gehofft … sie sehen zu können."

„Jetzt weiß ich wenigstens von wem ich mein Temperament habe", seufzte Zari.

Amaya wirkte verwirrt. „Was meinst du? Was ist … was ist mit Anida passiert?"

Sie ihren Namen sagen zu hören tat unfassbar weh. „Ich habe mich mit ihr in einer anderen Zeit bei dieser Familie versteckt. Zunächst ging alles gut, doch dann wurden wir getrennt. Ich wollte natürlich zu ihr zurück, sie zu mir holen, aber … es war schon zu spät, es war immer schon zu spät", erklärte Nate, „Das Schicksal gönnt mir nichts. Meinen Alpha nicht, mein Kind nicht…." Er verstummte.

„Ich verstehe nicht", gab Amaya zu.

„Wie denkst du denn, dass ein Totem von Zambesi in den Besitz meiner Familie kam?", wollte Zari wissen, „Wir sind Totemträger, weil wir von Zambesi abstammen."

„Die Familie, bei der ich mit ihr gelebt habe, bei der wir uns versteckt haben, war die Familie Tomaz", erklärte Nate, „Als wir getrennt wurden, haben sie das Kind gerettet und mit sich genommen und als ihre Tochter aufgezogen. Als Erkennungszeichen hat sie später diesen Namen beibehalten, die Tochter hat ihn an all ihre Kinder weitergegeben, bis zum letzten überlebenden Kind hin. … Anida ist Zaris Vorfahrin, Amaya, die erste Trägerin des Wind-Totems in der Tomaz-Familie."

Amaya schwieg und verarbeitete offensichtlich diese neue Information. „Als Nate von seinem Kind getrennt wurde und zu uns zurückkam, da habe ich es ihm gesagt", erklärte Zari, „Ich habe ihn erklärt, dass meine weitere Existenz, und die von meinem Bruder, meinem Vater und allen anderen in meiner Familie davon abhängt, dass er die Geschichte nicht verändert, dass es den Dingen ihren Lauf lässt und Anida Tomaz dort lässt, wo sie hingehört. Es ist ihr gut ergangen, sie hatte liebenden Eltern, ein gutes Leben, ein langes."

Amaya sah Zari an. „Du bist … unsere Nachfahrin?", vergewisserte sie sich dann.

Zari nickte lediglich.

„Ich habe immer … ich habe immer dieser Verbindung zwischen uns gespürt, diesen Mutterinstinkt, was dich angeht", überlegte Amaya laut, „Aber ich hätte nie gedacht … dass das Schicksal von mir verlangt auch noch mein Kind aufzugeben."

Aber immerhin würde sie ein neues haben. Mit diesen Beta, den sie kennengelernt hatte, während Nate alleine und einsam verenden würde, getrennt von seinem Alpha, seinem Kind, selbst seiner Zari, da sie genau wie auch Amaya in ihre eigene Zeit zurückkehren würde.

„Jetzt weißt du also, was Sache ist", brummte Mick, „Wir müssen los. Der Grüne will uns alle sehen."

Nate war ihm dankbar für die Unterbrechung. Das alles hier war sehr emotional anstrengend für ihn. Es riss mehr alte Wunden auf, als ihm lieb war.

Amaya nickte und ließ sich dann von Zari wie betäubt fortführen.

„Komm, Schönling", meinte Mick erstaunlich sanft, „Lass uns hören wie Blondie, Scharlachs Alpha, der Grüne, und der Rock planen meinen Ehemann zu retten."

Nate nickte. Ja, Ray retten. Das war ein guter Gedanke, das war zumindest jemand, der ihm bleiben würde, der ihm nicht vom Schicksal geraubt werden würde, so wie die meisten anderen. Zumindest nicht solange Nate dazu in der Lage war es zu verhindern.


Nun möglicherweise muss ich mich damit abfinden, dass es niemanden gibt, den ich retten kann, wurde ihm wenig später klar, nachdem alle der Anwesenden mit Ausnahme von Curtis, der immer noch ohne Bewusstsein auf der Krankenstation lag, über die Lage informiert worden waren. Offenbar stand das gesamte Multiversum kurz vor seinem Ende, und ihr Universum würde es möglicherweise früher erwischen als den Rest, da es dabei war mit Supergirls Universum und Universum-X zu kollidieren.

Nate warf prüfende Blicke zu denjenigen, die ihm am meisten am Herzen lagen. Amaya wirkte erschüttert aber still, wer sie nicht kannte würde nicht erkennen, dass sie aufgewühlt war. Zari hingegen hatte noch nie versucht ihre Gefühle zu verbergen und würde damit wohl jetzt auch nicht anfangen, sie war bleich und offensichtlich wütend. Mick sah finster drein, finsterer als sonst, und wie Nate ihn kannte, brachte die Neuigkeit über ihr bevorstehendes Schicksal ihn nicht davon ab Ray retten zu wollen. Sara hatte schon gewusst, was vor sich ging, und war entsprechend gelassen-optimistisch – ihr typisches Alpha-Gesicht, das wie Nate wusste, eine Lüge war. Rip sah müde aus, fast so als wäre er nach all den Jahren endlich an den Punkt angekommen, an dem er zu müde zum weiterkämpfen war. Jax wirkte unglücklich und besorgt, genau wie Martin – ihre Trennung hatte seltsamerweise eher bewirkt, dass sie sich ähnlicher anstatt unähnlicher geworden waren, irgendwie waren sie auch ohne Kräfte immer noch Firestorm. John war John, seine einzige Reaktion auf die Neuigkeit bestand darin sich eine Zigarette anzuzünden. Ava hatte ihr ernstes Gesicht Nr. 5 aufgesetzt, was sie für wirklich ernste Situationen reserviert hatte. Leonard Snarts Miene hingegen war seltsam leer, sie verriet so gut wie gar nichts über seine Gedanken. Mari sah schockiert aus, aber wie Amaya rang sie um Beherrschung. Und was Laurel anging, sie wirkte so als könnte sie nicht glauben, was vor sich ging. Das ging genügend der Anderen vermutlich genauso.

Ray war allerdings nicht der Einzige von Nates engerem Kreis, der fehlte. „Wo sind Cisco, Kendra, Nora, und Dr. Wells?", erkundigte sich Nate.

„Sie überprüfen etwas", erklärte Oliver nur vage. Nate empfand diese Erklärung als überhauptnichtzufriedenstellend.

„Was unternehmen wir jetzt?", wollte Alex wissen, die gerade Curtis Überwachungsdienst schob und über Videokonferenz von der Krankenstation zugeschalten war.

„Wir sind noch dabei die Möglichkeiten zu untersuchen", erklärte Iris ruhig, „Aber fürs Erste wollen wir versuchen mit Darkseid zu reden. Das Ende von allem kann nicht in seinem Sinn sein. Über wen soll er herrschen, wenn alle tot sind?"

Nate hielt diesen Plan für nicht besonders solide, nach allem, was er über diesen Darkseid-Typ wusste, würde er nicht ausschließen, dass ihm das Ende des Multiversums ziemlich egal war. Er konnte sehen, dass zumindest Mick seiner Meinung war. Einige andere wohl ebenfalls. Killer Frost wirkte nicht wie jemand, den man als zufrieden bezeichnen konnte, genauso wenig wie Julian Albert. Kara schüttelte nur ihren Kopf, ohne etwas zu sagen, sie schien ein Gespräch mit Darkseid für Zeitverschwendung zu halten.

Oliver stellte die Motherbox auf den Konferenztisch. „Black Siren und ihre Verbündeten haben mit diesem Gerät mit Darkseid kommuniziert, also können wir das auch", erklärte er, „Und es ist ganz einfach…."

Er beugte sich vor und drückte einen Knopf auf den Würfel, der daraufhin zum Leben erwachte und zu Leuchten begann, und dann … erschien ein holographisches Abbild eines offensichtlich außerirdischen Wesen über den Konferenztisch.

„Mir war klar, dass ihr euch früher oder später melden würdet", sagte das Abbild, „Wer von euch spricht für die Erde?"

Oliver tauschte einen Blick mit Iris und Sara und verkündete dann: „Fürs Erste: Ich. Mein Name ist Oliver Queen, und ich bin…."

„Ich weiß, wer du bist", unterbrach ihn das Wesen, „Ich werde Darkseid genannt und bin euer Neuer Gott. Ich werde die Erde unterwerfen und rate dir und allen Behörden und Ländern, mit denen du in Verbindung stehst, euch zu ergeben, wenn ihr ein größeres Blutvergießen vermeiden wollt."

„Das wird nicht passieren", erwiderte Oliver, „Aber deswegen haben wir uns nicht gemeldet. Wir haben festgestellt, dass eure jüngsten Aktivitäten enorme Schäden in der Struktur des Multiversums ausgelöst haben. Nach unseren Berechnungen steht der vollkommene Kollaps unmittelbar bevor. Wenn ihr also nicht sofort mit dem, was ihr tut, aufhört, dann ist das das Ende von allem."

Das holographische Abbild des Wesens schwieg kurz. Dann verkündete es: „Interessant, aber bedeutungslos. Hier auf Apokolips sind wir geschützt, und was den Rest angeht …. Irgendetwas wird nachher noch übrig sein. Und über dieses Übriggeblieben werde ich herrschen."

„Ist das wirklich dein Ernst?", wunderte sich Oliver entsetzt.

„Ich beliebe nicht zu scherzen", erwiderte das Wesen.

„Nein, du beliebst zu zerstören!", entfuhr es Kara, und sie baute sich vor dem Hologramm auf, „Zerstörung ist alles, was du kennst. Du hättest Argo City nicht vernichten müssen, aber du hast es trotzdem getan. Natürlich ist dir das Schicksal des Multiversums egal, solange es dich nicht selber betrifft!"

Der Außerirdische schien Kara zu mustern. „Ja, ich erkenne dich wieder", meinte er dann, „Wir sind uns schon einmal begegnet, auf den Schlachtfeld von Argo City. Du bist die Omega-Kriegerin. Von deinem gesamten Volk warst nur du eine würdige Gegnerin. Du und vielleicht dein Cousin. Du, du interessierst mich. Gegen diese Menschen um dich herum bist du eine Göttin. Warum verschwendest du deine Zeit mit ihnen? Warum kommst du nicht an einen Ort, an dem du besser passt? Komm zu mir. Komm zu mir nach Apokolips und schließ dich meiner Leibgarde an."

Nate war sich ziemlich sicher, dass dieser Kerl ein wirklich großes Ego haben musste, wenn er der Meinung war, dass Kara sich ihm anschließen würde, obwohl er ihr Volk massakriert hatte. Kara lachte bitter. „Nach allem, was du getan hast, denkst du wirklich ich würde mich dir anschließen?", fragte sie ungläubig, „Das wird niemals passieren!"

Der Außerirdische legte den Kopf nachdenklich schief und meinte dann nur: „Wir werden sehen." Und dann erlosch die Verbindung zu ihm, und das Hologramm verschwand.

Stille legte sie über den Raum.

„Nun", meinte Ralph Dibney nach einiger Zeit, „So viel zur Idee mit ihm zu reden."


A/N: Keine Sorge, auf die Frage, warum Amaya in ihre Zeit zurückgegangen ist, und warum Nate sich samt Kind verstecken musste und von diesem getrennt wurde, wird noch näher eingegangen werden.

Reviews?