10. Mon-El
Zusätzliche Warnings: Erw. von Genozid, Erw. von Selbstmord, Erw. von Mord, Timey-wimey, graphische Beschreibung eines Doomsday-Szenarios, dezitierte Spoiler für Staffel 4 von „The Flash" und Staffel 3 von „Supergirl"
„Wie kann er es wagen? Mich fragen, ob ich mich ihm anschließe? Nachdem er mein Volk - meine Mutter - niedergemetzelt hat! Nachdem er gerade erst noch einmal bewiesen hat, dass ihm alles egal ist, was nicht direkt mit ihm zusammenhängt!", empörte sich Kara und schritt wütend vor Mon-El auf und ab.
Sie hatten sich in die kleine Küche des JLA-Hauptquartiers zurückgezogen um Kara eine Chance zu geben sich wieder zu sammeln, während die anderen überlegten, was nun zu tun war. Kara würde sich aber nicht so bald sammeln, soviel war klar.
Es war nicht so, dass Mon-El sie nicht verstehen würde, im Gegenteil er hatte darauf bestanden nach Universum-1 mitzukommen, gerade weil er wusste, wie sehr allein der Gedanke an Darkseid seinem Omega zusetzte. Er war ein rotes Tuch für Kara, vielleicht das einzige, das es wirklich gab. Argo City und ihre Mutter wiederzufinden, nur um sie kurz darauf erneut zu verlieren, war ein harter Schlag für Kara gewesen. Der härteste vielleicht überhaupt.
Mon-El konnte durchaus nachvollziehen, was sie empfand. Immerhin hatte er auch angenommen sein Volk und seine Familie verloren zu haben, nur um dann festzustellen, dass seine Eltern überlebt hatten. Und obwohl er seinen Vater nicht so nahe gestanden war wie Kara ihrer Mutter, war die Nachricht über dessen Tod ein schwerer Schlag für Mon-El gewesen, der noch mehr weh getan hatte, weil seine Mutter behauptet hatte Lar-Gand hätte sich aus Kummer über Mon-Els Taten das Leben genommen, was ihr Sohn ihr naiv wie er gewesen war auch geglaubt hatte. Er hatte sich die Schuld daran gegeben und lange gebraucht um einzusehen, dass die Schuld in Wahrheit bei seiner Mutter lag. Und er wusste, dass Kara sich für den Tod ihrer Mutter und der anderen Bewohner von Argo City die Schuld gab, und das obwohl sie nichts hätte tun können um den Untergang der letzten Bastion Kryptons zu verhindern.
Durch ihr Gefährtenband konnte er dank der latenten Psi-Kräfte der Kryptonier Karas Gefühle spüren, also wusste er genau, was sie empfand, wenn es um dieses Thema ging. Er konnte den Schmerz, die Schuld, und die für Kara eher uncharakteristische Wut immer dann aufblitzen spüren, wenn auch nur der Name Darkseid erwähnt wurde.
Mon-El war damals dabei gewesen, er wusste, dass es nicht möglich gewesen wäre Argo City zu retten, doch Kara sah das anders. Und war keiner Argumentation zugänglich, die sie eines Besseren belehren wollte. Deswegen hatten er und die anderen ihre Versuche sie über das, was geschehen war, hinwegzutrösten irgendwann einfach aufgeben und hatten stattdessen der Zeit die Wundheilung überlassen. Und es hatte gut funktioniert, Kara hatte ihre Lebensgeister und ihre Optimismus wiedergewonnen, war Mutter geworden, und hatte mit Freude in ihre Zukunft geblickt, doch dann waren ihre Freunde von Erde-1 aufgetaucht und hatte mit einem simplen Namen alles zunichte gemacht.
Die Flashbacks und Panikattacken – sie waren zurück. Mon-El konnte sie spüren und manchmal sogar sehen und hören – Schreie von Sterbenden. Er hatte selbst einige Zeit in Argo City gelebt und die Stadt und ihre Bewohner gekannt und geschätzt. Ihr Untergang hatte auch ihn schwer getroffen. Aber als Alpha fiel es ihm nun mal leichter nach so einer Tragödie einfach weiter zu machen als einem Omega.
Er wusste, dass es einen Teil von Kara gab, der immer noch dort lebte, in den Schlachtfeldern von Argo City, und von dort niemals zurückgekommen war. Kein anderer Zwischenfall hatte es geschafft Kara so tief zu verletzten wie dieser. Nicht einmal Lenas Zusammenarbeit mit Lex Luthor. Und nun kam das alles wieder hoch. Und Schlimmer noch: Nun war Darkseid vielleicht auch noch für das Ende von allen anderen ebenfalls verantwortliche. Bedrohten seine Taten doch nicht nur das Schicksal von Erde-1, sondern das des gesamten Multiversums, inklusiver Mon-Els und Karas Heimaterde.
Lura, Eliza, Jeremiah, Maggie, Ruby und Cathy – das, was von Karas Familie abgesehen von Alex und Mon-El noch übrig war – waren ebenfalls in Gefahr. Genau wie alle anderen auch, in jedem Universum. Und es schien nichts zu geben, das sie tun konnten, um sie zu retten. Natürlich musste das Kara zusetzen. Es setzte Mon-El schon genug zu, wenn er daran dachte, wie sehr viel mehr es ihr zusetzen musste….
Brainy hat die Zeitlinie verändert um die Zukunft zu retten, erinnerte er sich, Doch nun gibt es vielleicht keine Zukunft mehr, die wir retten können. War also alles umsonst?
Brainy hatte es einst auf sich genommen Mon-Els Schicksal zu ändern und dafür gesorgt, dass er Jahre früher als eigentlich vorhergesehen und bereits passiert in Karas Zeit zurückkehrte. Der Grund für seine Entscheidung war emotional begründet gewesen, was ungewöhnlich für Brainy war. Er hatte keinen anderen Weg mehr gewusst um zu verhindern, dass eine besonders düstere Zukunft eintreten würde, als Mon-El mit besonderen Instruktionen zurückzuschicken, doch da sein Mon-El zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben war, hatte er eine jüngere Version früher aus der Zeitlinie entfernt und diesen dann losgeschickt um alle zu retten. Doch vor Darkseid hatte er ihn nicht gewarnt und von dem hier auch nicht. Wenn das Multiversum hier endete, wie konnte es dann eine Zukunft geben, in der Mon-El ein Jahr lang gelebt hatte? Woher kam dann Brainy? Und woher Nora West-Allen?
Leider funktionierte Zeitreisen nicht logisch, denn ansonsten wäre ihre bloße Anwesenheit hier doch ein Hinweis darauf, dass alles gut werden würde. Aber so einfach war es leider nicht. Aber zumindest wissen wir, wenn sie sich vor unseren Augen auflösen, dass alles verloren ist. Noch war es aber nicht soweit. Noch gab es Hoffnung.
„Wie kann es ihm egal sein, was mit dem Multiversum passiert, solange es ihn nicht betrifft? Es betrifft ihn doch! Er will es doch regieren, wenn es nichts mehr gibt, das er regieren kann, sollte ihn das nicht zumindest verärgern?!", wollte Kara von ihm wissen und sah ihn verzweifelt-wütend an.
Mon-El wusste nicht, was er darauf erwidern sollte. Immerhin hatte er überhaupt keine Ahnung, was Darkseid dachte. „Er ist nicht wie wir, Kara", erinnerte er sie also, „Er denkt in anderen Bahnen. Für ihn sind wir alle nur … Insekten, nehme ich an."
Kara seufzte. „Es sollte nicht so sein. Er sollte besser sein als das. Sie alle sollten es", meinte sie bitter. Mon-El wusste, was sie damit meinte. Supergirl rettete Leute in mehr als nur einer Hinsicht, sie hatte auch viele von denen, die andere als Schurken bezeichnen würden, zurück auf die Seite des Lichts gebracht: Maxwell Lord, Livewire, Psi, Thomas Coville, Lena Luthor – und immer wollte sie von allen glauben, dass es möglich war sie zu retten, dass noch Gutes in ihnen war, nur leider hatte sie nicht immer recht, und das frustrierte sie zunehmend. Auch das war Mon-El nicht entgangen, seit Argo City wurde es schlimmer, wurde Kara frustrierter, schien sich das, was Mon-El immer für sie befürchtet hatte, zunehmend zu bewahrheiten. Sie verlor langsam ihren Glauben an das Gute.
Er öffnete seinen Mund um ihr zu antworten, doch er kam nicht dazu, weil Professor Wells in die Küche gestürmt kam. „Wir sind zurück. Notfallbesprechung, sofort!", forderte er und deutete ihnen beiden mit ihm zu kommen. Mon-El unterdrückte ein wütendes Knurren angesichts der herrischen Art des anderen Alphas. Niemand hatte das Recht seinen Omega herumzukommandieren, schon gar kein praktisch Fremder …. Doch er riss sich zusammen, sie alle standen unter Stress und mussten sich zusammenreißen. Er nickte also nur und führte Kara dann zurück in den Besprechungsraum.
„Wir haben zwei kollidierte Universen aufgesucht", erklärte Cisco gerade, als sie ankamen die zeitweilige Abwesenheit von ihm, Kendra, Nora und Dr. Wells, „Es ist … schlimm."
„Wie schlimm genau?", wollte Oliver wissen.
„Schlimm-schlimm", erwiderte Cisco, „Die Kollision dieser beiden Universen hat zu strukturellen Schäden geführt, die … Stell dir vor wie eine Atombomben-Explosion, nur ohne ersichtlichen Grund. Du gehst die Straße entlang, denkst an nichts Böses und plötzlich BUMM explodiert neben dir ein Gebäude, und dann noch eins, und noch eins, und noch eins. Und dann kommt ein Supermarkt aus dem Himmel gefallen und kracht auf eine Kirche und keiner weiß, wo er herkam. Flugzeuge konnten sich nicht mehr in der Luft halten und sind abgestürzt, Züge sind entgleist, Ampeln haben falsch geschalten …. Jedes mögliche Katastrophenszenario ist eingetreten. Keine Computerchips mehr, alle verschmort. Selbst analoge Uhren sind alle stehengeblieben, als würden sie spüren, dass es keine messbare Zeit im eigentlichen Sinne mehr gibt. Landesweite Blackouts, gebrochene Dämme, verrücktspielende Gezeiten, weil der Mond … nun weil es plötzlich zwei Monde sind. Manche Objekte sind körperlich sichtbar in dem, was aus den kollidierenden Universen entstand, aufeinander getroffen, andere eben unsichtbar. Und viel schlimmer noch … ganze Städte und Landstriche sind einfach verschwunden, andere sind an ihrer Stelle aufgetaucht, oder eben nicht. Die Zahl der Todesopfer ist unermesslich. Und dabei reden wir nur von denen, die aus Kollateralschäden entstanden sind." Er schüttelte den Kopf. „Und dort sind nur zwei Universen miteinander kollidiert, nicht drei."
Mon-El wechselte einen Blick mit Kara, die sehr besorgt wirkte.
„Aber sie sind nicht weg. Die beiden Universen, meine ich", wandte Oliver ein und versuchte wohl das Positive an dem Ganzen zu sehen, „Sie sind nur verschmolzen zu einem neuen. Das ist doch gut. Damit können wir arbeiten."
Seine Ehefrau warf ihm einen Blick zu, der andeutete, dass sie seinen Verstand zweifelte. „Damit können wir arbeiten? Wie gedenkst du uns auf einen Notfall dieser Größenordnung vorzubereiten? Die ganze Weltbevölkerung in Bunkern unterbringen und hoffen, dass nicht alle einfach verschwinden?", wunderte sie sich.
„Was ist mit den Leuten passiert?", mischte sich Iris an dieser Stelle ein, „Diejenigen, die nicht durch die Auswirkungen der Kollision umkamen, meine ich."
„Das ist etwas komplizierter", meinte Kendra, „Im Grunde wurden viele von ihnen in das neue vermischte Universum versetzt."
„Viele", wiederholte Sara ominös.
„Die Doppelgänger", sagte Laurel.
Dr. Wells nickte. „Ja, die Doppelgänger sind ein Problem. Diejenigen, die es nur in einem der beiden Universen in lebendiger Form gab, hatten kein Problem. Dann gab es noch die, deren Doppelgänger durch die Auswirkungen des Crash gestorben oder verschwunden sind, die sind in letzter Minute davon gekommen, wenn man so will", erklärte er, „Diejenigen jedoch, die es in beiden Universen zweimal gab und das bis zum endgültigen Verschmelzen der beiden Zeitlinien…" Er verstummte.
„Sagt schon, was uns erwartet!", forderte Mick Rory, der irgendwo ein Bier aufgetrieben hatte und daran nun nippte.
„Wie die Universen an sich sind auch die Personen verschmolzen", erklärte Nora, „Das kann verschiedenste Ausmaße annehmen … vier Arme statt zwei, Gliedmaßen, die aus dem Brustkorb wachsen, neue siamesische Zwillinge, die sich ein Herz teilen, obwohl es eigentlich zwei Personen sind … Und dann gibt es noch die, die körperlich Glück hatten, aber die nun zwei Persönlichkeiten in einem Körper beherbergen."
„Nun, das klingt zwar nicht ideal, aber es ist die beste Variante, oder?", meinte Alex dazu, „Ich meine, vorausgesetzt, es kommt nicht zu…"
„Kognitiver Überlastung, doch leider schon", schloss Wells, „Zwei Gedächtnisse und Persönlichkeiten in einem Hirn, nein, das wird auf Dauer nichts. Sie sterben daran, entweder das oder sie löschen eine der Persönlichkeiten, falls sie dazu in der Lage sind, und auf dieser Welt war es keiner, hier allerdings wäre es wohl möglich, sofern es nicht zu beiden Kollisionen gleichzeitig kommt, denn dann hätte man es mit drei Persönlichkeiten auf einmal zu tun, was innerhalb von Minuten zum Tod führen sollte. Und selbst wenn, wie entscheidet man, welche Persönlichkeit leben darf und welche nicht?"
„Das heißt, dass ich vor Jahren versucht habe Leo genau dieses Schicksal zu ersparen, nur damit er es jetzt doch erleiden muss", schnarrte Leonard Snart, „Das ist nicht akzeptabel. Ich bin nicht ins Leben zurückgekommen um so zu enden."
Iris atmete laut aus und ein. „Damit ist wohl klar, dass wir es nicht zulassen dürfen. Es gibt keine Möglichkeit alle Doppelgänger aus allen drei Universen in ein- und dasselbe zu evakuieren, und selbst wenn wir das tun könnten, dann sind da immer noch die strukturellen Schäden, die wir nicht verhindern können", meinte sie langsam, „Also müssen wir die Kollision verhindern. … Vorschläge?"
„Ich arbeite daran, aber bisher sehe ich keinen Weg", gab Brainy zu, was so viel bedeute, wie dass sie alle tot waren.
„Speed Force-Manipulation", meinte Wells dann, „Ich sehe sonst keinen anderen Ausweg."
„Das ist mit Abstand die dümmste Idee, die du hattest, seit du entgegen deinem Versprechen dunkle Materie mittels der Denkerkappe in dein Gehirn geleitet hast und dir dabei selbst einen Gehirnschaden verpasst hast!", fuhr Cisco ihn an.
„Außerdem ist es zu gefährlich", mischte sich Nora ein, „Dadurch könnten wir alles noch schlimmer machen."
„Wir müssen trotzdem immer noch J'onn und Ray retten", erinnerte Alex alle Anwesenden.
„Und Darkseid aufhalten", fügte Kara hinzu, „Er ist es doch, der für das alles verantwortlich ist. Er hat den Kollaps des Multiversums irgendwie ausgelöst. Wenn er nicht mehr im Spiel ist, dann wird es sich vielleicht wieder erholen."
Mon-El warf ihr einen misstrauischen Seitenblick zu. Sie wirkte viel zu leidenschaftlich und überzeugt um ihn denken zu lassen, dass sie nicht mit folgenden Worten fortfahren würde: „Ich werde es tun." Kara, was tust du?, wollte Mon-El über ihr Band von ihr wissen und versuchte die Frage zu projizieren, doch entweder hörte sie es nicht, oder sie ignorierte ihn.
„Ich werde es tun", sagte sie, „Ihr habt es gehört, Darkseid will mich auf seiner Seite. Ich gebe vor sein Angebot anzunehmen und begebe mich nach Apokalips. Dort suche ich J'onn und Ray, und neutralisiere Darkseid."
„Und wenn du neutralisieren sagst, dann meinst du….?", wollte Oliver wissen und warf ihr einen scharfen Blick zu.
„Nun zuerst werde ich versuchen mit ihm zu reden und ihn dazu zu bringen, das, was er dem Multiversum angetan hat und noch antut, rückgängig zu machen, und wenn das fehlschlagen sollte, nun … dann werde ich ihn töten", erklärte Kara ernst.
Mon-El hatte das schon befürchtet. „Was? Nein!", protestierte Alex, fast zeitgleich beschwerten sich Winn und James, dass sie das nicht tun könne („Supergirl tötet nicht!"), Iris hatte Einwände („Das bist nicht du!") und selbst Nora meinte „Absolut nicht!".
„Ich bin normalerweise immer die Erste, die dagegen ist einen Gegner zu töten, aber ich sehe in diesem Fall keine andere Lösung!", verteidigte sich Kara, „Das Multiversum steht auf dem Spiel!"
Mon-El seufzte. Er hasste sich selbst für das, was er jetzt sagen würde, aber er musste es sagen, da es sonst keiner sagen würde: „Die Bewohner von Argo City würden nicht wollen, dass du das tust. Alura würde nicht wollen, dass du das tust. Barry würde nicht wollen, dass du das tust."
Kara warf ihm einen wütenden Blick zu. „Nun, sie sind alle nicht hier, nicht wahr?", gab sie dann zurück, „Barry ist nicht hier. Er hat immer gedacht, dass es einen anderen Weg geben muss. Er hat den Reverse-Flash immer wieder verschont, und was hat ihm das gebracht? Darkseid ist kein Mensch, oder Kryptonier, oder Daxamit, oder Marsianer, nicht einmal ein Dominator oder sonst jemand, der uns auf irgendeine Art und Weise ähnelt. Du hast es selbst gesagt, er denkt in anderen Bahnen als wir. Für ihn sind wir nur Insekten. Also sollten wir ihn nicht als einen der Unsrigen sehen, sondern als Gärtner mit einer Giftflasche, deren Inhalt er auf uns sprayen will. Um uns zu retten müssen wir bereit sein den Gärtner totzustechen."
Jetzt dreht sie mir auch noch einen Strick aus meinen eigenen Worten! Mon-El hatte ja gleich gewusst, dass es besser gewesen wäre sich nicht zum Thema Darkseid zu äußern.
„Karas Plan ist der einzige, den wir im Moment haben", meinte Oliver dann langsam, „Vom Prinzip her stimme ich ihm zu, nicht aber den Details. Jemand muss nach Apokalips gehen, unsere Freunde retten, und Darkseid dazu zwingen uns dabei zu helfen das Multiversum zu retten. Soviel ist klar. Wir haben eine Motherbox, also sollten wir dorthin kommen können. Und Kara wurde eingeladen. Sie oder jemand der aussieht wie sie müsste also ohne Probleme dorthin gelangen können…"
Mon-El spürten heißen Zorn aufflammen, der aber nicht vom ihm selbst stammte. Es war Kara, deren Wut er spürte. Sie funkelte Oliver an. „Können wir uns kurz unter vier Augen unterhalten, Oliver?", fragte seine Gefährtin dann.
Oliver war einen kurzen Blick auf Mon-El und dann einen auf Laurel. Dann meinte er: „Nun gut." Er deutete Kara mit ihm vor die Türe zu kommen, alle anderen sahen den beiden hinterher.
„Ich könnte schon so tun, als wäre ich sie", meinte Ralph, „Oder wir nehmen Hologramme."
Alex, Winn, James, und Mon-El seufzten zeitgleich. „Nein", meinte Alex, „sie wird nicht zulassen, dass jemand anderer als sie selbst geht." Mon-El nickte. „Kara wird nach Apokalips gehen, und nichts, was wir sagen, wird sie dazu bringen ihre Meinung zu ändern", erklärte er düster. Aber wenn sie dorthin geht, dann werde ich sie verlieren, auf die eine oder andere Art, dachte er bekümmert, Und leider gibt es auch nichts, was ich dagegen unternehmen kann. Rein gar nichts.
Darkseid würde Kara Zor-Els Familie ein zweites Mal zerstören, aber wenn sie das Multiversum retten wollten, dann war das wohl der Preis, den sie dafür bezahlen mussten.
A/N: Nun habe ich meine Flashforwards zu Beginn der nummerierten Kapitel fast eingeholt. Nächstes Kapitel wieder Barry, und im Kapitel danach sind wir wieder mit allen in Synch.
Ich habe übrigens zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Kapitels die vierte Staffel von „Flash" noch nicht fertig gesehen und weiß daher nicht, wie Harrys Hirnschäden-Subplot im Canon ausgeht, bei mir wurde aber auf jeden Fall ein Weg gefunden einen vollkommenen neuronalen Verfall zu verhindern, und es geht ihn zum Zeitpunkt dieser Fic, wie ihr bemerkt habt, wieder gut.
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