14. J'onn J'onzz
Zusätzliche Warnings: Machtmissbrauch, Sklaverei
Manchmal wünschte ich, ich wäre noch immer ein Krieger. Doch vor Jahren hatte J'onn herausgefunden, dass sein lange tot geglaubter Vater M'yrnn noch am Leben war und diesen mit auf die Erde genommen. M'yrnn war der oberste Hüter des Glaubens der Grünen Marsianer gewesen und deswegen von den Weißen nicht getötet worden. Doch die überraschende Wiedervereinigung von Vater und Sohn hatte nicht lange gehalten, nicht einmal ein Jahr, bevor M'yrnns geistiger Verfall eingesetzt hatte. Um das Wissen seines Volkes und all der Hüter vor ihm zu bewahren, hatten die beiden J'onzz ein uraltes Ritual durchgeführt, im Zuge dessen M'yrnn seine Erinnerungen auf J'onn übertragen hatte. Und dann war er gestorben. Und J'onn war der neue Hüter des Glaubens geworden. Und in dieser neuen Rolle sah er sich gezwungen sein Leben zu überdenken und neu zu orientieren.
Es hatte Jahre gebraucht, doch letztlich war ihm klar geworden, dass er nicht ein Vertreter des Glaubens und der Chef des D.E:O.s gleichzeitig sein konnte, deswegen hatte er seinen Posten an Alex abgetreten, war auf den Mars zurückkehrt, und hatte M'gann geheiratet und auf dem Mars Frieden gepredigt.
Frieden auf dem Mars gab es immer noch nicht, doch der letzte grüne Marsianer war nun eben wie sein Vater vor ihm ein Mann des Glaubens und nicht mehr ein Mann des Kampfes. Obwohl er ein Omega war, war J'onn eigentlich ein starker Kämpfer, seine Kräfte machten ihn dazu – seine telepathischen Kräfte, seine gestaltenwandlerischen Fähigkeiten, durch die er sich unter anderem auch durch feste Gegenstände hindurch phasen konnte, die Tatsache, dass er fliegen konnte … Im Grunde war er einer der Wenigen, die es mit Supergirl aufnehmen konnten, und er brauchte keine gelbe Sonne um auf seine Fähigkeiten zugreifen zu können.
Doch Omegas war auf dem Mars anders als auf Krypton nicht der Pfad des Kampfes bestimmt, sondern der des Glaubens. J'onn hatte immer gewusst, dass er seinen Vater nachfolgen würde, doch als er diesen für tot hielt, genau wie alle anderen seines Volkes auch, war aus ihm ein Krieger geworden. Und dann, nachdem er doch noch sein Erbe angetreten hatte, hatte er diesen Pfad wieder aufgegeben.
Doch dann hatte er von Karas Plan Darkseid in Universum-1 gegenüberzutreten erfahren und hatte darauf bestanden sie zu begleiten. Und das brachte ihn nun hierher, nach Apokalips, in die Gladiatoren-Grube von Granny Goodness.
„Hier bilde mich meine Furies aus, meine Gruppe Omega-Elitekrieger", hatte das weibliche Wesen, das roch wie kein anderes, dem J'onn in seinem langen Leben jemals zuvor begegnet war, verkündet, „Und ihr beide seid meine neuesten Rekruten. Wenn ich mit euch fertig bin, dann seid ihr entweder Elitekrieger oder tot. Wenn ihr die Gladiatoren-Kämpfe überlebt, dann habt ihr die Chance ein Mitglied der Furies zu werden, oder sogar ein persönlicher Wächter von Darkseid."
Sie hatte es so gesagt, als ob es etwas Erstrebenswertes wäre. Dass J'onn und sein Mitgefangener Ray Palmer darauf hinwiesen, dass sie überhaupt keine Ambitionen dazu hatten das eine oder das andere zu werden, war ihr egal. Hier ging es nur darum, was sie wollte, nicht darum, was die anderen wollten.
Zu Beginn waren sie die einzigen beiden Gefangenen von der Erde gewesen, doch dann war Laurel Lance in den Schlafzellen der Arena aufgetaucht. Sie war allerdings nicht lange geblieben, vielleicht war es weil sie ein Alpha war, vielleicht hatte es mit ihrer bösen Doppelgängerin zu tun, oder es gab ganz andere Gründe, aber auf jeden Fall war sie zu Darkseid gebracht worden, und seitdem hatten sie sie nicht mehr gesehen.
Und seitdem hatte auch ihre „Ausbildung" begonnen. Granny Goodness wollte, dass sie kämpften, ja, doch sie wollte nicht, dass sie Krieger waren, nein, sie erwartete sich Kampfmaschinen. Ray war sein Anzug weggenommen worden - technische Hilfsmittel waren hier nicht erlaubt. Und dann waren sie aufeinander gehetzt worden, als wären sie wilde Tiere, was natürlich nicht funktioniert hatte, da keiner der beiden Omegas einen Grund sah gegen den anderen zu kämpfen.
Also waren sie getrennt worden, und J'onn hatte Ray seit dem Kampf, den sie sich geweigert hatten auszutragen, nicht mehr gesehen. Seitdem hatte Granny ihm zugesetzt. Mit Gerüchen, Pheromonen, die er nicht kannte, telepathischen Angriffen…
„Ich kenne deine Leute, J'onn J'onzz", hatte sie verkündet, „In den meisten Universen seid ihr so gut wie ausgerottet, einen von euch nach so langer Zeit wieder hierzuhaben ist mir eine Ehre. Soviel Glück hätte ich mir nicht erwartet. Ich werde aus dir den Krieger machen, der du sein solltest, und dir jeden Gedanken an Pazifismus austreiben. Ich werde dich zu dem machen, was du sein sollst."
Und dann hatte sie ihn in die Grube geworfen und von alle ihren Furies angreifen lassen. J'onn war gezwungen gewesen sich zu wehren um zu Überleben – immerhin trug er das Wissen seines Volkes in sich und konnte nicht einfach Sterben ohne es weiterzugeben, und außerdem war er ein Band mit M'gann eingegangen, er schuldete es seiner Gefährtin zu ihr zurückzukehren, und natürlich war da immer noch seine ständige Sorge um Kara – doch das hatte Granny nicht gereicht.
„Ich will den wilden Omega in dir sehen!", hatte sie verkündet, und dann hatte er Dinge gerochen, die wiederum Dinge in ihm ausgelöst hatten, die er nicht wahr haben wollte. Jeder Gedanke an Frieden war wie weggeblasen, er konnte nur noch Wut spüren, dieselbe Wut, die er empfunden hatte, als sein Volk ausgerottet worden war, dieselbe Wut, mit der M'gann konfrontiert worden war, als er noch gedacht hatte, dass alle Weißen Marsianer gleich waren. Und diese Wut hatte ihn zu einem Wesen ohne Kontrolle gemacht.
„Ja, gut, ich will dein wahres Ich sehen", lobte Granny ihn, als er seine Hank Henshaw-Maske fallenließ und seine grüne Form annahm, „Hier musst du dich nicht verstecken, Kopfjäger vom Mars."
Er verlor nicht nur die Kontrolle über seine gestaltenwandlerischen Fähigkeiten, sondern auch die über seine Telepathie. So musste sich sein Vater gefühlt haben, als es ihm ähnlich erging. J'onn konnte spüren, wie er in die Köpfe die Furies eindrang und sie vor Schmerz schrien, bevor sie wütend wurden – so wütend wie er es war – und aufeinander losgingen.
Granny Goodness lachte, und J'onn fühlte sich schrecklich. Das alles war seine Schuld, und er wusste es. Und er hasste dieses Wissen.
Er hatte auch jedes Zeitgefühl verloren. Er wusste nicht, wie lange er schon hier in dieser Gladiatoren-Grube war – Stunden, Tage, Wochen, Monate - alles war möglich.
Er bekam zu Essen und zu Trinken, und obwohl er annahm, dass Beides mit Drogen versetzt war, nahm er es an, da er durstig und hungrig und erschöpft war. Nach dem Essen und Trinken wurde alles immer unklarer, verschwommener, und er immer wütender. Und immer wieder musste er sich neuen Gegnern stellen. Soldaten, Furies, anderen Auszubildenden – er wusste es nicht. Irgendwann könnte ihn wieder Ray Palmer gegenüberstehen, und er wusste nicht, ob er den anderen Omega überhaupt noch erkennen würde.
Wieder wurde er in die Arena gerufen, wieder musste er sich einem neuen Gegner stellen. Doch diesmal war sein Gegner … „Kara?!"
„J'onn. Ich hab dich also gefunden, es geht dir gut. Ein Glück!", verkündete die Kryptonierin.
J'onn blinzelte und betrachtete sie misstrauisch. Sie roch wie Kara, sah aus wie Kara, doch war sie wirklich Kara? An diesem Ort konnte er sich dessen nicht sicher sein.
„Bist du es wirklich?", wollte er wissen.
„Ja, ich bin es, J'onn", behauptete sie, „Und was nun kommt, tut mir wirklich leid, aber siehst du, man hat mir gesagt, dass ich das hier gewinnen muss, wenn ich Darkseid sehen will, also …." Sie zuckte die Schultern.
Kara wollte also gegen ihn kämpfen. Bedeutete das, dass sie es gar nicht war? War es eine Betrügerin?
„Ich …ich kämpfe nicht gegen dich, Kara", sagte er dann. Bei so viel Verstand war er noch. Dieses Mädchen hier liebte er wie seine eigene Tochter, niemals würde er ihr auch nur ein Haar krümmen.
„Ich kämpfe aber gegen dich!", rief sie aus und kam dann auf ihn zugefolgen, die Fäuste voran.
J'onn war einen Moment lang vor Verblüffung wie gelähmt, dann im letzten Moment fand er wieder zu sich und wich dem Angriff aus. „Kara!", keuchte er, „Was tust du nur?!"
„Was ich tun muss!", erklärte die Kryptonierin und flog wieder angriffsbereit auf ihn zu.
Diesmal tat er sein Bestes um ihren Schlag abzuwehren. Es musste hier eine gelbe Sonne geben, wurde ihm klar, da Kara ihre Kräfte hatte, doch das war nur ein nebensächlicher Gedanke. Wichtig war, dass sie ihn angriff, dass sie es ernst zu meinen schien.
Ich bin mitgekommen um sie zu retten und nun seht euch an, wie weit es mit uns beiden gekommen ist, dachte er verzweifelt, Aber ich kann nicht gegen sie kämpfen…
Doch dann spürte er ein Kitzeln zwischen seinen Schläfen und konnte ihre Stimme in seinen Kopf hören. J'onn, J'onn hörst du mich? Ich bin es Kara.
J'onn fragte sich, ob er verrückt wurde, oder das hier eine neue Art Falle war. Vielleicht war ja auch beides der Fall. Er wusste, dass Kryptonier ein gewisses Psi-Potenzial besaßen, das größer war als das der meisten anderen Spezies, doch es manifestierte sich normalerweise nur durch das Gefährtenband, das sie mit ihrem auserwählten Partner verband. Diesen konnten sie spüren und seine Gedanken lesen. Kara war keine Telepathin im eigentlichen Sinn. Sie und J'onn hatten noch niemals telepathisch kommuniziert, nicht wirklich. Unter einer gelben Sonne konnte er ihre Gedanken meistens nicht einmal lesen. Nur selten schnappte er etwas von ihr auf, wenn sie besonders wütend oder erregt war, oder wenn er sie durch Mon-El sozusagen ausspionierte. Aber andererseits hatten sie auch noch nie versucht durch diese Weise in Kontakt zu treten.
Bist das wirklich du?, fragte er sich.
Ja, ich bin es, und ich muss zu Darkseid gelangen. J'onn, du musst mich gewinnen lassen und dich K.O. stellen, hörte er ihre Stimme in seinem Kopf.
Ja, es roch nach Falle. Das hier war nichts, dem man trauen konnte. Jeder Instinkt warnte ihn davor auf diesen Vorschlag einzugehen, aber … wenn sie es wirklich war, dann wäre das der perfekte Weg einen Kampf mit ihr aus dem Weg zu gehen und ihr zu ermöglichen zu Darkseid vorzudringen. Aber bin ich nicht eigentlich hergekommen um sie davon abzuhalten sich Darkseid alleine stellen zu müssen?
Hör zu, J'onn, ich bin nicht alleine. Sara und Alex sind ebenfalls hier. Sie werden an meiner Seite sein, wenn es nötig sein sollte. Aber jetzt ist es vor allem nötig, dass ich diesen Kampf hier gewinne. Du bist der momentane Champion. Ich muss dich besiegen.
J'onn war gar nicht klar gewesen, dass er der Champion war. Er wusste nicht, was er mit diesem Wissen anfangen sollte. Er hatte wollte hier nicht kämpfen, und nun schien es so als hätte er bisher zu gut gekämpft.
Mein nächster Angriff kommt von links, täusche vor getroffen zu werden!, hallte es in seinem Kopf, und wie automatisch kam er dieser Anweisung nach und wich ihrem folgenden Schlag von links nicht vollständig aus, sondern nur genug um vortäuschen zu können, getroffen zu werden. Gut, und jetzt das Ganze noch einmal von der anderen Seite. Auch dieser Aufforderung kam er nach.
Vielleicht war einfach nicht klar genug im Kopf um vernünftig zu denken. Vielleicht war es wirklich das. Er kam ihren Anweisungen nach ohne groß darüber oder über die Konsequenzen nachzudenken. Immer wieder verriet sie ihm, was sie tun würde, und er wusste Bescheid und konnte sich treffen lassen oder nicht oder es nur vortäuschen. Manchmal befahl sie ihm auch zurückzuschlagen, damit der Kampf nicht zu eindeutig aussah, und das fiel ihm besonders schwer. Das erste Mal, als sie ihm sandte: Schlag mich, ich lasse meine Deckung fallen, wollte er sich automatisch verweigern, doch zu seiner eigenen Überraschung tat er es dann doch.
Granny Goodness hatte ein Wesen in ihm freigesetzt, das sich fügte, wie es schien, zumindest wenn die Befehle von Supergirl kamen.
Und nun der finale Angriff, ich werde dich frontal attackieren, und du kannst mich nur einmal abschmettern, danach erfolgen eine Attacken zu schnell, du musst vorgeben, dass ich dich treffe und zu Boden gehen und liegen bleiben, teilte sie ihm schließlich mit, nachdem sie ihren gemeinsamen Tanz schon lange Zeit ausgeführt hatten. Ihm erschien es, als hätten sie es schon stundenlang getan, doch vielleicht waren es auch erst Minuten.
Ihren ersten Angriff währte er ab, wie sie ihm befohlen hatte, doch dann schlug sie wieder nach ihm und wieder und wieder, und er stellte fest, dass es ihm zunehmend schwer fiel nur so zu tun als würde er getroffen werden; er musste sein Bestes tun um nicht tatsächlich getroffen zu werden.
Und dann traf ihn einer ihrer Schläge doch ins Gesicht, und er taumelte zurück, stolperte und ging zu Boden. Er hockte noch am Boden als ihre Faust mit einem telepathischen Befehl auszuweichen auf sein Gesicht zugeflogen kam, doch er war nicht schnell genug und landete mit dem Gesicht voran im Dreck der Gladiatoren-Arena.
Bleib liegen, erinnerte ihn Karas Stimme, Gib vor ohnmächtig zu sein.
Liegen bleiben wäre nicht das Problem, mit einem Schlag machte sich seine Müdigkeit bemerkbar, er könnte vermutlich nicht einmal aufstehen, wenn er es wollte. Doch dann hörte er wie jemand hinter ihn trat, und er konnte sie riechen. „Steh auf, J'onn!", forderte Granny Goodness von ihm, „Steh auf und kämpfe weiter!"
Ein Teil von ihm, der Teil, der Omega war, wollte aufspringen und dieser Anweisung nachkommen, egal wie müde er sich fühlte. Es war erstaunlich und beunruhigend, dass er, der sich in seinem Leben noch niemals einen Alpha untergeordnet hatte, sich diesem fremden Wesen ganz natürlich unterordnen wollte.
Aber er war immer noch J'onn J'onzz. Er wollte immer noch nicht gegen Kara kämpfen. Also blieb er liegen und tat so, als könnte er nicht aufstehen. „Nun, wie es scheint haben wir eine Gewinnerin", stellte Granny Goodness verächtlich fest, „Glückwunsch, Mädchen von Krypton. Dein Wunsch Darkseid zu sehen, wird dir erfüllt werden. Bringt sie weg."
J'onn konnte hören, dass Kara abgeführt wurde. „Und was dich angeht", fuhr Granny dann fort und rammte J'onn einen ihrer spitzen Schuhe, mit denen er in der letzten Zeit schon öfter Bekanntschaft gemacht hatte, in den Rücken, „Du bist eine Enttäuschung, Kopfjäger vom Mars." Und dann trat sie so richtig zu, und noch einmal, und noch einmal, und noch einmal.
J'onn kam unter Schmerzen wieder zu sich. Zumindest war er nicht mehr draußen in der Arena, sondern in den Schlafzellen. Er fuhr erschrocken hoch, als ihn eine Hand berührte.
„Ganz ruhig, ich bin's nur!" J'onn erkannte den dunkelhaarigen männlichen Omega von Erde-1. „Ray", stellte er fest, „Ich war nicht sicher, ob…"
„… ich noch lebe? Nun, ich bin zäher als ich aussehe", gab Ray mit einem schiefen Lächeln zurück, „Und ich habe in den Jahren bei den Legends einiges dazu gelernt, was den Nahkampf angeht. Das und … mein Ehemann ist ein großer Freund von Selbstverteidigungskursen."
„Kara", erinnerte sich J'onn, „Ich habe sie gesehen."
„Ja, es scheint sie ist hier. Und sie ist nicht die Einzige", erwiderte Ray und deutete auf einem menschlichen Omega, der hinter ihm stand, und den J'onn erst jetzt bemerkte, „Das hier ist Rip. Einer von uns Legends, du erinnerst dich vielleicht."
Im Moment fiel es J'onn schwer sich an seinen eigenen Namen zu erinnern, also lautete die Antwort darauf nein, aber das teilte er den beiden nicht mit. „Alex soll auch hier sein. Und Sara", murmelte er.
„Ja", sagte der Rip-Omega, „Und Leonard und Rory. Und Nora West-Allen rennt hier irgendwo immer noch frei herum, wenn wir Glück haben."
„Mehr nicht?", wollte J'onn wissen, der sich eigentlich Alle zum finalen Angriff erhofft hätte.
„Es ist sozusagen ein Mehrfrontenkrieg geworden", erklärte Rip, „Ohne zu sehr ins Detail zu gehen … unsere beiden Universen, so wie das gesamte Multiversum, stehen kurz vor ihrer Zerstörung. Darkseid als Person ist im Moment unser kleineres Problem."
„Oh." Mehr fiel J'onn dazu nicht ein. Und dabei hatte er eigentlich gedacht, dass sie bereits genug Probleme hatten, „Was also ist der Plan?"
„Wir verschwinden aus dieser intergalaktischen Spartacus-Verfilmung, das ist der Plan", meinte Ray, „Wir suchen unsere Freunde und verschwinden von diesem Planeten."
J'onn hatte nicht das Gefühl, dass Rip unbedingt der gleichen Meinung war.
„Was ist mit Kara?", wollte er wissen, „Und Darkseid?"
„Kara kommt natürlich mit. Und mit Darkseid werden wir alle zusammen schon fertig", meinte Ray.
Aber sie will gar nicht, dass wir zusammen mit ihm fertig werden. Deswegen hat sie ja darauf bestanden mich zu besiegen, weil sie sich ihm alleine stellen wollte. Alex und Sara sind wer-weiß-wo, aber nicht hier in der Arena, weil sie keine Omegas sind. Sie hat die beiden nur erwähnt um mich zu beruhigen, um mir zu zeigen, dass sie nicht alleine ist, obwohl sie allein sein will, wurde J'onn klar.
„Wir müssen sie finden und davon abhalten sich alleine Darkseid entgegen zu stellen", erklärte er.
„Nun, hier ist sie nicht mehr", meinte Rip, „Und wir wissen auch nicht, wo die anderen sind."
Das waren allerdings keine guten Aussichten.
„Wie also gehen wir vor?", wollte J'onn noch einmal wissen.
„Wie Legenden", erwiderte Ray, „Wir improvisieren so gut wir können und hoffen, dass dabei was Brauchbares rauskommt."
Nun das klang zwar nicht sehr vielversprechend, aber vermutlich war es das Einzige, das sie im Moment tun konnten. „Nun dann, lasst uns von hier verschwinden", meinte J'onn.
A/N: Oh, Kara, was tust du nur?
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