15. Eobard Thawne
Zusätzliches Pairings: Eobard/Barry, Eobard/Kara, leichte Spoiler für Staffel 5 von „The Flash"
Zusätzliche Warnings: Character Death (sozusagen)
Jeder Speedster kannte die Speed-Force, da sie ein Teil von ihm war. Und auch nachdem sich die Speed Force gegen ihn gewandt hatte, hatte sie sich bisher niemals falsch für ihn angefühlt. Nicht so wie sie es jetzt tat. Es war, als wäre sie krank. Und Eobard hatte nicht gescherzt, als er darauf hingewiesen hatte, dass etwas nicht stimmen musste, weil sie damit aufgehört hatte ihn umbringen zu wollen; er hatte sich inzwischen daran gewöhnt, dass sie ihn umbringen wollte. Das Monster, das ihn einst verfolgt hatte, gab es nicht mehr, doch die Zeitphantome waren immer noch hinter ihm her. Und die Speed Force selbst versuchte zumeist alles und nützte jede seiner Erinnerungen gegen ihn um ihn daran zu hindern wieder in die normale Raumzeit zurückzukehren. Nun, da sie das nicht mehr tat, war offensichtlich, dass etwas nicht stimmte. Und noch dazu kam, dass sie sich eben irgendwie anders anfühlte als bisher – falsch.
Das hier war offensichtlich wirkliche das Ende. Und wenn Eobard eines war, dann ein Opportunist – er wollte leben, mehr als alles andere, das war sein letztes Ziel, nachdem er alle andere Pläne, die er jemals gehabt hatte, gezwungen gewesen war aufzugeben. Das Ende von Allem war also das Letzte, was er wollte. Es musste irgendwie aufgehalten werden, was der einzige Grund war, warum er mit Barry Allen zusammenarbeitete, egal was Barry dachte.
Doch konnten sie überhaupt noch irgendetwas unternehmen? Es war schwerer als jemals zuvor in der Speed Force zu navigieren. Wie sollten sie jemals dorthin gelangen, wo sie hinkommen wollten?
Schon mal daran gedacht einfach zuzulassen, dass sie ihn umbringt? Dann wären wir zumindest dieses Problem los?, fragte er Barry, während sie beide fasziniert dabei zusahen, wie Kara Zor-El sich ihren Weg durch die Gladiatoren-Grube von Apokalips kämpfte, und jeden ihrer Kämpfe gewann. Wie wunderbar sie ist, diese ungezähmte Gewalt, so sollte sie sein. Da war er sich sicher, es war nicht nur, weil sie ihn so an ihre verstorbene Doppelgängerin erinnerte.
Vergiss es. Wir haben vor alle zu retten, auch Kara, lautete Barrys vorhersehbare Antwort. Er würde niemals verstehen, dass Gewalt manchmal einfach sein musste. Er würde das Töten immer für überflüssig halten. Egal, was Eobard versucht hatte, Barry war nie bereit gewesen von sich aus den letzten Schritt zu machen; seine Gegner mochten sterben, doch nie weil der Flash sie tötete. Und auch das ist eine Verschwendung. Er könnte ein Gott sein, doch er entscheidet sich dafür eine Maus zu bleiben.
Barry Allen, mit ihm begann und endete Eobards persönliche Geschichte. Mit diesem jungen Omega, der irgendwie nach all der Zeit, nach all den verschwendeten Leben seiner Zeitfragmente, immer noch Macht über Eobard hatte.
Hier ist es! Eobard erkannte die Zeitperiode, in die sie mussten. Und den Ort, an den sie gelangen mussten. Er packte Barrys Handgelenk und zog ihn mit sich dorthin. Und dann … PLOP.
Mit einem Mal standen sie wieder auf den Straßen von Apokalips. Barry warf ihm einen eindeutig unzufriedenen Blick zu.
„Was? Du wolltest doch Supergirl retten, oder etwa nicht?", verteidigte sich Eobard gegen möglicherweise folgende Anschuldigungen.
Barry seufzte nur. Eobard fühlte Ärger in sich aufsteigen. Niemals war der Junge zufrieden mit ihm, wie es schien. Immer konnte er ihn nur kritisieren, und … Dann spürte er es einen anderen Speedster. Einen Speedster, der vor ihnen stehen blieb.
„Nora!", rief Barry aus, als würde er den weiblichen Omega mit dem dünkleren Hautton kennen, der vor ihnen stehen geblieben war.
„Barry!", erwiderte sie, „Was machst du hier? Du bist doch verschwunden, mit…" Sie musterte Eobard mit einem abschätzigen Blick, „… mit ihm hier."
„Wir sind hier um das Multiversum zu retten", meinte Barry, ohne auf ihre Unterstellung einzugehen.
„Kennt ihr euch?", wollte Eobard mit scheinbaren Desinteresse wissen.
„Das ist Nora, die erwachsene Version meiner Tochter aus der Zukunft", erklärte Barry.
Natürlich. Warum auch nicht? Eobard seufzte. „Mit eurer Familie stimmt etwas ganz gewaltig nicht. Wann lernt ihr endlich, dass man nicht in der Zeitlinie herumpfuschen soll?", beschwerte er sich.
„Das sagst gerade du?", gab Barry zurück, „Und ganz abgesehen davon, gehörst du genau genommen zu dieser Familie, auf die du gerade schimpfst."
„Oh, nein, das tue ich nicht. Auf keinen Fall!", belehrte ihn Eobard wütend. Was für ein schauerdhafter Gedanke.
Barry musterte ihn. „Ach, deswegen hast du Eddie damals angelogen, als du ihm einreden wolltest, dass unsere beiden Familien niemals in irgendeiner Form miteinander verbunden waren", stellte er dann fest, „Weil du nicht zugeben willst, dass wir miteinander verbunden sind."
Eobard schnaubte. „Keine Thawne-Gene sind in dieser da vorhanden. Blutsverwandtschaft konstituiert Familie, nicht … Freundschaften der Woche", erklärte er bissig.
Barry schüttelte den Kopf. „Ja, ich hätte wissen müssen, dass du so denkst", meinte er nur, bevor er sich seine zukünftige Tochter wandte, „Was machst du hier?"
„Ich bin gekommen um zu helfen, weil du verschwunden warst. Sie brauchten einen Speedster. Und XS ist immer zur Stellen, wenn man sie braucht", erwiderte diese junge Frau.
„XS war für ein … dummer Codename", befand Eobard.
Barry warf ihm nur einen kurzen Blick mit verdrehten Augen zu, bevor er sich wieder an den anderen Omega wandte und diesen weiter befragte. Jetzt ignoriert er mich schon. Soweit ist es also gekommen mit uns beiden! Ich bin für ihn nur noch ein lästiges Ärgernis! Eine in der Hitze herumschwirrende Fliege, nicht einmal mehr ein Moskito! Vielleicht war das hier ja wirklich ihr letztes Treffen, vielleicht hatten sie einander einfach nichts mehr zu geben.
„Was sagst du dazu?", wandte sich Barry plötzlich an ihn.
„Mhm?", machte Eobard, der nicht zugehört hatte. Was vermutlich ein Fehler gewesen war. Egal was er von Barry und dessen Nachwuchs hielt, sie waren hier um gemeinsam das Multiversum zu retten, er sollte sich wirklich auf die Mission konzentrieren und sich nicht dauernd ablenken lassen. Es .liegt an diesem Ort hier, ich hasse diesen Planeten, oder was auch immer das hier eigentlich ist. Apokalips beherbergte Sigmas. Mit Gammas und Deltas kam er zurecht, als Prime Alpha war er ihnen überlegen, doch Sigmas, Sigmas waren ihm überlegen, und den Gedanken daran hasste er. Dass sie stärker waren als ein Prime Alpha und beherrschter, und dass sie mit ihren Pheromonen alle anderen Geschlechter kontrollieren konnten …. Er hasste diese Tatsache zutiefst.
„Thawne! Eobard, verdammt, hörst du mir nicht zu?!", herrschte ihn Barry an.
„Nein, das tue ich nicht", erwiderte Eobard ungerührt, „Immerhin hast du selten etwas Wichtiges oder gar Substanzielles zu sagen, und ich bezweifle, dass es bei dem Ergebnis deines Samens anders aussieht. Wie auch immer, wir haben immer noch alle Trümpfe in der Hand. Darkseid und seine Neuen Götter wissen nicht, dass wir hier sind, und was wir planen. Sie sind sehr mächtig, aber Speedster sind eine Spur mächtiger."
Zumindest konnte er das behaupten. Dass es nicht unbedingt wahr war, musste Barry ja nicht wissen. „Der Plan ist ganz einfach, wir bringen die Speed Force-Waffe wieder an uns. Damit sollten wir das Ende des Multiversums verhindern können", meinte Eobard.
„Welche Speed Force-Waffe?", wollte Nora wissen.
„Du wirst sie erkennen, wenn du sie siehst", meinte Eobard, „Folgt mir, aber vorsichtig." Und dann rannte er schon los, vorne weg. Ohne Pause rannte er zum Palast und dann in den Palast, direkt zum Thronsaal. Dort war Darskeid, der gerade dabei war Laurel Lance mit der Speed Force-Waffe zu bearbeiten.
„Du bist also immer noch uneinsichtig. Dann noch einmal", verkündete er und zielte mit der Waffe erneut auf Laurel Lance.
„Das ist sie, das ist die Waffe", erklärte Eobard gedämpft den beiden anderen Speedstern, „Holen wir sie uns."
„Schon dran", meinte der Allen-Nachwuchs und war schon weg.
„Sie ist schneller als ich", erklärte Barry.
„Nun, wer ist das nicht?", gab Eobard zurück, der sich unweigerlich fragte, ob sie auch schneller als er wäre, sich die Frage aber selbst mit „Nein" beantwortete. Sie konnte einfach nicht besser sein als er. Das war schlicht nicht möglich.
Sie kam wieder zu ihnen zurückgerannt, mit der Waffe in der Hand. „Hier ist sie", verkündete sie.
„Gut, dann sollten wir möglichst schnell von hier verschwinden, bevor er merkt, dass… zu spät, weg hier!", rief Eobard aus und ergriff die Flucht. Darkseid hatte sich bewegt, er hatte in ihre Richtung geblickt, obwohl sie sich alle drei in Flashtime befunden hatten. Wer wusste schon, was er als Nächstes tun würde?
Eobard blieb vor dem Palast stehen und blickte sich nach den beiden Omegas um. Hatte er sie schon verloren?
Barry blieb neben ihm stehen. „Könntest du vielleicht zumindest für einen Moment nicht enttäuschend sein?", wollte er von dem Prime Alpha wissen, als Nora ebenfalls bei ihnen stehen blieb. „Sie sind uns auf den Fersen. Trotz Flashtime. Ich weiß nicht, wie das möglich ist", berichtete sie.
Eobard starrte auf die Waffe in ihrer Hand. „Ich schon", meinte er, „Diese Konstruktion hier … sie entlässt die Speed Froce in die Freiheit. Sorgt dafür, dass sie hier nach Apokalips überschwappt. Das alles hier ist Flashtime. Darkseid lebt jetzt in Flashtime." Was ihn noch gefährlicher machte.
Barry funkelte ihn wütend an. „Und wessen Schuld ist das?", wollte er wissen.
Warum nur hatte er scheinbar niemals etwas anderes zu tun, als Eobard seine eigenen Fehler vorzuhalten? Dieser kannte sie selbst zur Genüge. „Wichtiger ist, was wir dagegen tun", meinte er, auch wenn er keine Ahnung hatte, was sie eben dagegen tun sollten.
„Leute, hört mal, das ist nicht der richtige Zeitpunkt zum strei-", begann Nora und versuchte sie beide zu beschwichtigen, doch sie brach mitten im Satz ab, und die Speed Force-Waffe fiel klappernd zu Boden. Und der weibliche Omega selbst war verschwunden, es fehlte jede Spur von ihr. Eobard hatte das auch schon einmal selbst erlebt – aus der Existenz geflackert, einfach so, von einem Moment zum anderen.
„Nora! Nein!", rief Barry aus, „Oh, Gott, Iris, Eddie, Joe und die anderen. Wir müssen sofort zur Erde, die Erde ist …."
„Reg dich ab!", fuhr ihn Eobard dazwischen, „Dass sie verschwunden ist, bedeutet nicht, dass ihrem Baby-Ich und der Erde irgendetwas zugestoßen ist. Nicht zwangsläufig. Die Zukunft hat sich einfach nur verändert. Die Zeitlinie, aus der sie stammt, existiert nicht mehr. Dafür könnte es tausende Gründe geben."
Barry starrte ihn ungläubig an. „Und das soll mich beruhigen?!", empörte er sich.
„Wir sind noch hier, darauf kommt es an. Noch können wir das Multiversum retten", meinte Eobard. Sofern mir ein Weg einfällt, das zu erreichen.
„Nein, das ist…", begann Barry, doch dann waren sie schon da – Darkseids Wachen.
„Achtung! Sie sind Teil der Flashtime, so wie wir auch, vergiss das nicht!", warnte Eobard den jüngeren Speedster noch, bevor er nach der Speed Force-Waffe griff und dann einem Schuss aus einer der Waffen der Wachen ausweichen musste. Das Gerät, ich muss es zerstören, erinnerte er sich, Wenn ich uns retten will, dann muss ich das tun! Nur wie?
Barry im Stich zu lassen wäre einfach. Doch wohin sollte er gehen? Wo wäre er sicher, und wie könnte er dort dieses Gerät, das Per Degadon gebaut hatte und das ihnen allen den Untergang bringen würde, vernichten ohne alles noch schlimmer zu machen?
Habe ich es diesmal wirklich geschafft uns alle zum Untergang zu verdammen? Nein, das konnte nicht sein, es musste einen Ausweg geben. Nora West-Allen ist deswegen verschwunden, weil es keine Zukunft für die Erde-1-Zeitlinie mehr gibt, nicht wahr? Es ist bereits entschieden, dass wir keine Möglichkeit haben das hier zu gewinnen.
Was also blieb ihm noch zu tun, außer: Er hob seine Hände, inklusiver der einen, in der er das Speed Force-Gerät hielt, hoch und verkündete: „Ich ergebe mich und unterwerfe mich der Gnade der Neuen Götter!" Er konnte Barrys entsetzten Blick mehr spüren als sehen, da er die Wächter, die sie umstellten im Auge behielt. „Das hier ist ein Missverständnis. Es war … ein Test, um zu sehen, wie schnell ihr auf einen Diebstahl reagiert." Er warf einen kurzen Blick auf den Omega-Speedster, der nur den Kopf schüttelte, aber ebenfalls die Hände hoch gehoben hatte.
Zumindest hatten die Wachen dadurch damit aufgehört auf sie zu schießen. „Kommt mit!", verkündete eine der Wachen rüde. Eobard nickte unterwürfig und versicherte: „Aber natürlich." Er trat vor den nächstbesten Wächter, bereit loszugehen in Richtung Palast. Und dann wirbelte er herum und schoss auf den Wächter, der hinter ihm stand, mit der Speed Force-Waffe. Dann tauchte er rechts weg und schoss auf den nächsten Wächter und den dritten, während er sah, dass Barry unterdessen die zwei restlichen Wachen niedergerungen hatten.
Eobard nickte dem Omega zufrieden zu. „Es freut mich zu sehen, dass du verstanden hast, was ich vorhatte." Barry seufzte nur. „Hatte ich nicht wirklich, bei dir bin ich nur prinzipiell immer auf alles gefasst", erwiderte er. Vermutlich sollte das eine Beleidigung sein, aber Eobard nahm es stattdessen als Kompliment.
„Die nächsten sind vermutlich schon auf den Weg hierher", meinte er dann, „Wir müssen in Bewegung bleiben." Barry nickte nur zustimmend.
Sie rannten los und hielten erst nach einigen weiteren Metern wieder an. „Hier rein", beschloss Eobard und führte den anderen Speedster in ein verlassenes Gebäude. Es handelte sich um eine ehemaliges Labor; wenn er an irgendeinem Ort auf diesem verfluchten Planeten einen Weg finden wollte Per Degadons Teufelsgerät zu zerstören, dann hier.
„Gut, dann los", murmelte er und verschaffte sich einen kurzen Überblick über die vorhandenen Geräte. Es würde nicht leicht werden hier erfolgreich zu sein, aber auch nicht unmöglich. Dann sah er, dass Barry schon einige Geräte vorbereitet hatte.
„Was?", verteidigte sich der Omega auf Eobards Blick hin, „Auch ich bin Wissenschaftler. Und habe die letzten Jahre in der Gegenwart der Klügsten der Klügsten zugebracht und mir dabei das eine oder andere abgeschaut." Er hat also von mir gelernt. Gut so.
Allerdings nicht gut genug. „Unbrauchbar. Unbrauchbar. Barry, du behinderst mich mit deinen Versuchen zu helfen, du raubst mir meine Zeit!", rügte Eobard ihn. Barry schnaubte. „Dann sag mir eben, was ich tun soll", gab er zurück, „Dann behindere ich dich nicht mehr!"
Er will sich ablenken, wurde Eobard klar, Das Verschwinden seiner Tochter nagt an ihm. Er kann an nichts anderes mehr denken, aber er hat verstanden, dass er keine Zeit dazu hat sich darüber Sorgen zu machen, nicht, wenn er brauchbar bleiben will. Vielleicht hört er mir ja doch manchmal zu.
Fast gegen seinen Willen verspürte Eobard einen gewissen Anflug von Stolz, wie es immer passierte, wenn Barry etwas richtig machte, immer seit Eobard Harrison Wells gewesen war. Er verdrängte das Gefühl, doch auch er durfte sich nicht ablenken lassen. „Nun gut, versuch herauszufinden, ob es hier eine brauchbare Stromquelle gibt", wies er den Omega an, nicht aus Mitgefühl, sondern weil er ihn brauchbar brauchte. Barry nickte und rannte los. Eobard dachte unterdessen über seinen nächsten Schritt nach – er wusste, dass sie keine Chance hatten die Waffe zu zerstören, dass sie bereits verloren hatten, warum also gab er nicht auf? Weil mich nicht einmal die Tatsache, dass ich aus der Zeitlinie gelöscht wurde, aufhalten konnte. Ich gebe nicht auf und bin ein Überlebenskünstler. Ich werde auch das hier überstehen. Irgendwie.
Die Frage war nur, ob er nur sich alleine retten sollte. Nein, er würde dieses Speed Force-Gerät nicht zerstören, er würde es umbauen um sich zu retten. Aber vielleicht, nur vielleicht, könnte er Barry ja auch retten. Immerhin war ein Omega für ab und zu eine ganz angenehme Gesellschaft. Und Eobard war immerhin ein Alpha, er hatte Bedürfnisse. Und er brauchte intellektuelle Stimulation. Jemand bei sich zu haben, der nicht gerade dumm war, wäre von Vorteil. Und ja, letztlich war er auch bereit zuzugeben, dass er auch nur ein Mensch war, und Menschen waren Rudeltiere, sie waren nicht für die Einsamkeit gemacht. Barry an seiner Seite wäre nicht gerade die Hölle, nein das wäre es wirklich nicht.
Natürlich würde der Omega niemals wissentlich kooperieren. Er wollte seine Freunde retten, seine Familie, und das Multiversum. Einfach so aufzugeben war nicht seine Art. Also würde Eobard ihn täuschen müssen – schon wieder. Ihn an der Nase herumführen und hoffen müssen, dass ihn der andere dieses Mal nicht auf die Schlicke kommen würde, bevor er seine Pläne umsetzen konnte. Und bei all dem lief ihm auch noch die Zeit davon. Weitere Wachen konnten jeden Moment hier auftauchen, oder sogar Darkseid selbst. Und das Multiversum könnte kollabieren, bevor er mit seinem Umbau des Geräts fertig wäre, und dann gäbe es keine Speed Force mehr und damit keine Rettung, für keinen von ihnen.
Er konnte spüren, dass Barry seine Suche unterbrochen hatte und ihn stattdessen nun anstarrte.
„Was?!", wollte er gereizt wissen.
„Ich weiß es zu schätzen, weißt du?", erklärte Barry, „Dass du, obwohl es die naheliegende Lösung war, nicht zu Darkseid übergelaufen bist."
Eobard schwieg einen Moment. Dann meinte er: „Nun, vergiss nicht, dass ich ein Genie bin, ich kann richtig und falsch sehr wohl voneinander unterscheiden."
Barry nickte. „Ja, ich weiß, aber meistens entscheidest du dich trotzdem für das Falsche. Ich bin einfach nur froh, dass du das diesmal nicht auch getan hast."
Wenn der Junge nur wüsste. Eobard nickte nur und hatte definitiv kein schlechtes Gewissen. Immerhin war er gerade dabei sie beide zu retten. Wenn alles vorbei war, dann würde Barry ihm dankbar sein. Ja, das würde er.
A/N: Nein, ich habe keine Entschuldigung für dieses Kapitel, es wollte einfach geschrieben werden.
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