19. Laurel Lance


Zusätzliche Pairings: Spuren von Laurel/Tommy, etwas Laurel/Speed Force


Ich hätte Sara nicht gehen lassen sollen, dachte sich Laurel und betrachtete Barry, aus dem gerade die Speed Force hinausgezogen wurde, betrübt. Das hier war nicht gut. Ganz und gar nicht. Jede Alpha-Faser in ihrem Körper protestierte dagegen, dass ein Omega derart misshandelt wurde – Multiversum retten hin oder her. Und dann war da noch Sara, die verschwunden war, und von der Laurel nicht wusste, ob sie sie jemals wiedersehen würde oder nicht. Ja, ich hätte sie nicht aufhalten können, aber ich hätte es zumindest versuchen müssen.

Aber für Reue war es bereits zu spät, geschehen war geschehen, und Laurel selbst war die nächste Person, mit der etwas geschehen würde, die nächste, die losziehen würde um ein Motherbox auszusetzen. Sie wandte sich Kate zu. „Sorg dafür, dass wir nicht betrogen werden, und dass die anderen nach Hause kommen", sagte sie zu dem Omega, der ja auch ihr Teamkamerad war, „Nur du kennst dich hier wirklich aus, und nur du weißt, wie Darkseid, Granny, und die anderen hier wirklich ticken."

„Aber", protestierte Kate, doch Laurel hob gebieterisch die Hand. „Versprich es mir!", forderte sie. Kate nickte. „Ich verspreche es", meinte sie.

Laurel nickte zufrieden. Nun konnte sie mit einer Sorge weniger in die Speed Force gehen. Ich wünschte nur, ich hätte noch Gelegenheit dazu gehabt mich von Oliver zu verabschieden, fiel ihr ein, Von ihm und von Dad und von William. Dieses Mal würde sie vielleicht wirklich sterben, dieses Mal würde ihr Tod vielleicht wirklich von Dauer sein. Aber zumindest hätte er dieses Mal auch einen Sinn. Wenn sie starb um das Multiversum zu retten, dann war sie bereit so zu gehen, weil es das wert wäre.


PLOP.

Es war ähnlich und zugleich sehr anders als zuvor, als sie mit der Speed Force-Waffe von Darkseid angegriffen worden war. Damals hatte sie nicht gewusst, was passierte, nun wusste sie es, aber trotzdem erwischte es sie wieder kalt.

Doch sie fand sich nicht in einer Szene aus ihrer Vergangenheit wieder. Nicht wirklich. Sie saß mit Sara in ihrer alten Wohnung am Sofa, vor ihr stand ein Glas Wein, das popende Geräusch von fertig werdenden Popcorn war im Hintergrund zu hören.

„Das hier ist nie passiert", stellte Laurel fest.

„Ach?", erwiderte Sara, „Ist es das nicht?"

„Was soll das? Sollte hier nicht eine Reihe meiner schlimmsten Erinnerungen auf mich warten, die ich wieder und wieder durchleben muss?", wollte Laurel wissen. Sie erinnerte sich noch gut an der letzte Mal. Sara, die vor ihrem Krankenhausbett stand und sie aus ihrem Leben riss, wiederzukommen und festzustellen, dass sich die Welt weitergedreht hatte, sie aber nicht. Tommy sterben zu sehen, wieder und immer wieder.

„Wir verstehen, warum du die Speed Force als deinen Feind ansiehst, Laurel Lance, doch das sind wir nicht. Wir wurden von anderen benutzt, es war nie unsere Absicht dich zu quälen", erklärte Sara, die nicht Sara war.

„Nun ihr hättet mich täuschen können", erwiderte Laurel darauf nur, „Mir kam es fast so vor als wäre es eure Absicht gewesen." Ja, vielleicht war sie nachtragend, aber sie hatte in ihrem Leben schon genug Scheiße durchgemacht, sie brauchte nicht auch noch die Folter per Speed Force zu allem Überfluss dazu. Als Alkoholikerin folterte sie sich selbst genug. Fremde Hilfe war dazu nicht erforderlich.

„Wir sind im Chaos. Alles zerfällt, löst sich auf, wir versuchen den anderen zu helfen, deinen Verbündeten, aber bald können wir keinen von euch mehr helfen", verkündete Sara, „Dir steht eine komplizierte Reise bevor, bei der wir dich nicht unterstützen können."

„Ich bin ganz gut darin ohne Hilfe zu Recht zu kommen", erwiderte Laurel, „Macht euch darüber keinen Kopf."

„Das tun wir aber", erwiderte Nicht-Sara, „Wir werden uns immer Sorgen um die machen, die wir als unsere Champions ausgewählt haben."

Laurel runzelte die Stirn. Vermutlich sprach die Speed Force von Barry. Und davon, dass nun Teile von Barrys Kräften durch ihren Körper flossen, denn immerhin war sie nicht von der Speed Force auserwählt worden, sondern eher von einer Kombination aus Darkseid, Black Siren, und dem Zufall. Ich hoffe nur sie tut Oliver und den anderen nichts an, während sie sich für mich ausgibt. Aber es brachte nichts an Black Siren zu denken. Sie musste sich auf ihre Aufgabe konzentrieren.

„Ich muss jetzt los", erklärte sie, „Diese Motherbox aussetzen. Ich habe keine Zeit mehr mit euch zu sprechen."

„Wir alle haben keine Zeit mehr, aber wir machen die Regeln nicht, nicht mehr", erwiderte Nicht-Sara.

„Wie auch immer…" Laurel stand auf und ging zur Wohnungstüre und schritt durch diese hindurch. Sie hatte wirklich keine Zeit mehr, sie musste diesen Ort verlassen, sie musste…

PLOP.

Nun, ich hätte mir gleich denken können, dass es nicht so einfach sein kann, nicht wahr?, stellte sie fest und seufzte. Sie befand sich nicht mehr in der Wohnung, in der sie zuvor gewesen war, doch es war offensichtlich, dass sie immer noch in der Speed Force gefangen war, da sie sich selbst in ihren Krankenhausbett liegend erblickte und Sara, die vor ihr stand und gekommen war um sie in die Zukunft zu holen.

Na toll, das schon wieder. Als hätte sie diese Szene in der letzten Zeit nicht schon oft genug wiederlebt.

„Ich verstehe zwar nicht, warum es notwendig sein sollte, aber du bist die Zeitreiseexpertin von uns beiden. Wenn du sagst, dass es so ablaufen muss, dann muss es eben so ablaufen", hörte sie sich selbst gerade sagen, „Ich meine, immerhin reden wir hier von Zeitreisen. Ich muss meinen Tod ja nicht besonders lange vortäuschen, nicht wahr? Nur ein paar Monate, und dann komme ich zurück und mache weiter als wäre nichts passiert. Natürlich müssen wir Dad und Ollie die Wahrheit sagen, aber…"

„Nein", wurde ihre jüngere Version von Sara unterbrochen, „Es muss glaubwürdig sein. Keiner darf es wissen. Nicht Ollie, nicht Dad, noch nicht einmal die jüngere Sara. Sie wird in einigen Wochen hier vorbeikommen und von Dad erfahren, dass du gestorben bist, und es ist essentiell, dass sie das auch glaubt. Dass es alle glauben. Es tut mir leid, ich weiß das klingt hart, aber es muss sein. Die Erfahrungen der letzten Zeit haben uns klar gemacht, dass man gewissen Dingen einfach nicht aus dem Weg gehen kann. Die Zeit bahnt sich ihren Weg, und der Versuch sich ihr in den Weg zu stellen, kann übel enden."

Und dann sagte die jüngere Laurel das Wort, das die aktuelle Laurel ihr Leben lang bereut hatte:„Einverstanden."

Und dann war sie dahin gegangen und hatte ihren eigenen Tod mithilfe des Krankenhauspersonals vorgetäuscht und Oliver und ihren Vater und all ihre Freunde wissentlich durch die Hölle geschickt, ohne zu ahnen, was die Konsequenzen für sie selbst und ihre Stadt sein würden, ohne zu ahnen, dass es neue Black Canarys und Laurel Lances geben würde, die alles auf den Kopf stellen würden, und die es ihr unmöglich machen würden ihr altes Leben einfach so wieder aufzunehmen.

Und Sara hatte das alles gewusst. Sie hatte ihre eigene Schwester wissentlich ins Messer laufen lassen – nur um die Zeitlinie zu schützen.

PLOP.

„Wie konntest du mich nur anlügen?! Du wusstest, dass das geschehen würde!"

Wieder zeigte die Szene Laurel und Sara, doch sie waren nicht mehr im Krankenhaus sondern in Quentin Lances Wohnung. „Du wusstest, dass es Jahre sein würden, und du wusstest von Black Siren und von Dinah, und du hast mir nichts gesagt! Du hast mich in den Glauben gelassen, dass ich nur ein paar Monate weg sein würde, obwohl ich in Wahrheit Jahre meines Lebens verloren habe!" Laurel erkannte die knurrende Gestalt nur schwierig als sich selbst wieder. Sara versuchte ihre Schwester zu beschwichtigen.

„Das musste ich tun", erklärte sie, „Es war auch zu deinem eigenen Schutz. Es gibt da eine Gruppe Fanatiker, deren erklärtes Ziel es ist, die Zeitlinie rein zu halten und zu bewahren, und es gab einfach keinen früheren Zeitpunkt, an dem wir dich wieder in die Zeitlinie integrieren konnten ohne dich zu einem Ziel zu machen. Ich kann verstehen, dass du wütend bist, aber…."

„Wütend? Du denkst ich bin nur wütend?", erkundigte sich die andere Laurel ungläubig, „Ich werde dir zeigen, wie wütend ich bin!" Und dann stürzte sie sich knurrend und streitsuchend auf Sara und versuchte sie niederzuringen.

Was folgte war ein Alpha-Kampf, an den sich Laurel gut erinnern konnte, wenn sie ihn natürlich auch nicht aus der Perspektive erlebt hatte, aus der sie ihn jetzt betrachten konnte. Wie immer im Falle eines Alpha-Kampfs zwischen den Lance-Schwestern schenkten sich die beiden Gegnerinnen nichts.

Laurel sah beide Schwestern einander schlagen, treten, kratzen, beißen, und sich sogar an den Haaren reißen. Wie so oft in den Jahren ihrer Jugend, als sie als Teenager-Alphas ihre Aggressionen spielerisch aneinander ausgelassen hatten. Aber das, was sich gerade vor ihren Augen abspielte, hatte nichts mehr von einem Spiel – das hier war blutiger Ernst.

Und Laurel hatte keine Chance – Sara war eine Ex-Assassine und hatte Jahre ohne Laurel zugebracht, in denen sie ihre Fähigkeiten nur noch verbessern hatte können. Letztlich endete der Kampf damit, dass Sara Laurel zu Boden pinnte, auf ihren Becken saß, und ihre Hände an den Boden presste. „Ich musste es tun, Laurel", sagte Sara, „Mir ist keine andere Wahl geblieben."

Laurel spukte ihrer Schwester ins Gesicht. „Du hast mein Leben zerstört, Sara. Schon wieder! Warum nur kannst du nicht anders als immer nur mein Leben zerstören zu müssen?!", warf sie ihrer jüngeren Schwester vor, woraufhin deren Miene Betroffenheit zeigte.

Und seit dem war unsere Beziehung nie mehr so wie zuvor. Ich habe ihr niemals offiziell vergeben. Wir reden nie darüber und tun so, als wäre nichts passiert, aber das hier, dieser Moment, steht seit dem zwischen uns. Wir sind uns einmal sehr nahe gestanden, doch seit dem umarmen wir uns nicht mehr, reden nicht mehr wirklich miteinander, und gehen höflich anstatt herzlich miteinander um. So sollte es zwischen Schwestern nicht sein. Aber … ich bin mir nicht sicher, ob ich ihr jemals dafür vergeben habe, dass sie mich derartig betrogen hat und mir Jahre meines Lebens gestohlen hat. Vielleicht ist das kleinlich von mir, aber sie hätte mir von Anfang an die Wahrheit sagen müssen.

Natürlich hätte Laurel dann nicht bei der ganzen Sache mitgemacht, nicht wahr? Aber was wäre dann schon groß passiert?

Du wärst gestorben, wirklich gestorben. Tief in deinem Inneren weißt du, dass das passiert wäre. Dass Sara dir durch ihre Lügen das Leben gerettet hat.

Aber reichte dieses Wissen aus um ihr zu vergeben?

PLOP.

Wieder veränderte sich die Szene. Laurel erkannte nun sich selbst und Oliver beim Essen in einem Restaurant. Laurel erinnerte sich an das Kleid und an Olivers Anzug. Sie feierten ein Jubiläum, eines von dem scheinbar nur noch sie beide wussten, was ihnen aber beiden wichtig war. Es war Tommy Merlyns Geburtstag, und keiner auf dieser Welt, abgesehen von ihnen beiden, fand es mehr wichtig diesen Tag zu feiern, sie taten es trotzdem – zusammen.

„Ich kann nicht glauben, dass es einen anderen von seiner Art gibt, der heute ebenfalls Geburtstag hat. Sitzt er immer noch in ARGUS-Haft?", erkundigte sich Laurel.

Oliver nickte nachdenklich. „Soweit ich weiß schon. Lyla hätte es mir hoffentlich gesagt, wenn es anders wäre. Das letzte Mal, als er entkommen ist, hat er immerhin als Erstes versucht mich umzubringen", erklärte er und hob sein Glas, „Auf Tommy."

„Auf Tommy!", erwiderte Laurel, und sie stießen an. Laurels Glas beinhaltete nur Orangensaft, Olivers Sekt-Orange.

„Es war nett von Thea William heute zu nehmen. Dabei würde man meinen, dass sie mit ihren eigenen Kindern schon genug zu tun hat", meinte Oliver, „Vor allem mit Klein-Tommy." Thea hatte ihr neuestes Kind nach ihrem verstorbenen Halbbruder benannt. Was eine schöne Geste war, aber Laurel wusste, dass sie Oliver auch irgendwie traurig stimmte.

„Was ist heute mit dir los, Ollie?", erkundigte sie sich, „Irgendwas ist doch. Es ist doch nicht nur Tommy, der dir im Kopf rumgeistert, das kann ich sehen."

Oliver seufzte. „Du kennst mich zu gut", meinte er, „Nein, es ist nicht nur Tommy. Es ist vielmehr so, dass ich langsam nicht mehr abstreiten kann, dass John recht hatte, weißt du? Dieses Team … ich kann und will es nicht mehr führen. Ich will mehr aus meinem Leben machen als jedes Mal, wenn die Regierung sagt Spring! nur zu fragen: Wie hoch?"

Laurel betrachte ihn nachdenklich. „Mit diesen Gedanken quälst du dich schon länger, nicht wahr?", vermutete sie.

„Allerdings."

„Nun denn. Dann ist es an der Zeit etwas dagegen zu unternehmen. Vergiss nicht, ich bin immer noch Staatsanwältin. Ich kann dir helfen. Du wurdest mehr oder weniger dazu erpresst das zu tun, was die Regierung wollte. Und ich finde, dass du das lange genug getan hast. Zeit wieder dein eigenes Ding durchzuziehen", meinte sie.

Oliver schien darüber einige Momente nachzudenken. Dann meinte er: „Vielleicht hast du recht. Doch wenn ich es tue, dann möchte ich es nicht alleine tun. Dann brauche ich jemanden an meiner Seite, einen Partner, einen Co-Anführer."

„Ich bin sicher John ist liebend gerne dazu bereit", erwiderte Laurel.

„Eigentlich-", meinte Oliver, „Eigentlich habe ich dabei nicht an John gedacht."

PLOP.

„Ist das wirklich alles, was ihr wollt?", fragte Quentin, und sie fanden sich im Rathaus wieder, direkt im Büro des Bürgermeisters. Nach dem ganzen Skandal um die Green Arrow-Administration hatte es an ein Wunder gegrenzt, dass Quentin sich im Amt hatte halten können, das hatte er Laurel gegenüber zumindest immer wieder behauptet. Sie hegte jedoch die Vermutung, dass es in Wahrheit so war, dass kein anderer den Job haben wollte. Was kein Wunder war, wenn man die Sterblichkeitsrate der letzten paar Bürgermeister betrachtete.

Oliver und die andere Laurel saßen Quentin gegenüber vor dessen Schreibtisch.

„Es ist immer noch seltsam an dieser Seite des Schreibtisch zu sitzen", murmelte Oliver.

„Ja, Daddy, wir haben es uns gut überlegt, und es ist das, was wir wollen", erklärte die andere Laurel, „Du hast die Geschichten darüber, wie es auf Superheldenhochzeiten zugeht, doch auch zur Genüge gehört. Wir brauchen nur einander und unseren Trauschein. Und dich. Du sollst unser Zeuge sein."

„Aber was ist mit dem Rest der Familie? Wollt ihr nicht, dass Thea, Roy, und die Kinder mit dabei sind? Und Sara natürlich?", wollte Quentin von ihnen wissen.

„Thea und ihre Familie sind auf Urlaub. Und William ist gerade im Sommercamp", erklärte Oliver.

„Und Sara?" Quentin sah zwischen den beiden hin und her. „Du kannst mir doch nicht einreden wollen, dass du immer noch wütend auf deine Schwester bist, Laurel, oder?", wollte er dann wissen.

„Ich liebe Sara, Daddy", belehrte ihn Laurel, „Aber ich möchte sie nicht auf meiner Hochzeit haben."

PLOP.

„Wo steckt Sara eigentlich?", wollte Ray von Laurel im Hauptquartier der Justice League wissen.

„Sie und Rip machen Urlaub", meinte Laurel nur, „Lass sie doch. Wir brauchen sie hier nicht. Wir kommen auch ohne sie klar. Black Siren und Prometheus … die schaffen wir auch allein."

In Wahrheit hatte sie sie alleine schaffen wollen. In Wahrheit hatte sie Sara nicht hier haben wollen. Genau so wenig wie auf ihrer Hochzeit. Und nun, nun wünschte sie sich nichts mehr, als dass Sara hier bei ihr wäre, damit sie ihr sagen konnte wie sehr sie alles, was zwischen ihnen gelaufen war, bereute.

PLOP.

Star City. Das Büro des Bürgermeisters. Es war verlassen, alle Lichter waren abgedreht, Laurel nahm nicht an, dass noch irgendwo ein Nachtwächter war, der gerade Dienst tat. Nicht angesichts der aktuellen „Krise auf Erden"-Plakate, die auf dem Schreibtisch ihres Vaters lagen.

Laurel überprüfte ihr Navigations-Padd und postierte die Motherbox dann am Schreibtisch des Bürgermeisters und aktivierte sie.

Das war der dritte Streich. … Hoffentlich. Wenn Sara und Kara Erfolg hatten. Sara. Was habe ich ihr eigentlich immer so übel genommen? Dass sie mein Leben gerettet hat? Dass sie mir ermöglicht hat die Liebe meines Lebens zu heiraten? Dass sie mich auf ein verrücktes Abenteuer durch Raum und Zeit mitgenommen hat und aus mir eine bessere Heldin gemacht hat als jemals zuvor?

Sie wusste es nicht mehr. Ja, es gab diese Momente, in denen sie jemand, den sie nicht kannte, ansprach und so tat als würden sie sich ewig kennen, weil er Black Siren gekannt hatte, als sie ihre Identität übernommen gehabt hatte, aber war das wirklich ein Grund wütend auf Sara zu sein?

Nein war es nicht. Sobald diese Krise vorbei war, wäre das Erste, was sie tun sollte, mit ihrer Schwester zu sprechen und ihr zu vergeben. Laurel hatte das Gefühl, dass Sara das im Moment dringend gebrauchen konnte. Und im Endeffekt war sie nicht die Einzige, wie dieser Ausflug gezeigt hatte. Vielleicht hatte die Speed Force recht gehabt und sie war doch nicht ihr Feind. Vielleicht.

Allerdings war Darkseid in Wahrheit mit Sicherheit ihr Feind. Dem sie sich stellen würde müsste, sobald sie wieder auf Apokalips war. Sofern es noch ein Apokalips gab, auf das sie zurückkehren konnte.


A/N: Somit ist also die Rückkehr von Laurel Lance erklärt. Das hier ist meine Variante, und dieses Kapitel hat auch ein wenig die Konsequenzen davon erforscht und zeigt gemeinsam mit dem Arrow-Prolog und einigen Seitenkommentaren in dieser Fic und den Black Siren-Kapitel wie es mit den Charakteren in diesem Verse nach dem etwas anderen Ende der 6. Staffel (Quentin) weiterging.

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