23. Oliver Queen
Zusätzliche Pairings: Black Siren/Oliver, Olicity, Tommy-X/Black Siren
Zusätzliche Warnings: Character Death, Erwähnung eines nationalsozialistischen Regimes
Die Welt war nicht geendet, und nun war es an der Zeit sich den Konsequenzen zu stellen. Nachdem sie Brainiac-5 aus der Speed Force zurückgeholt hatten und ihre Teamkameraden, Freunde, und Verbündete in dieser zurückgelassen hatten, hatten sie sich darauf konzentriert zu verhindern, dass die Speed Force auch noch den Rest der Erde verschluckte und weiterhin nach einem Weg gesucht das Multiversum zu retten. Mit Lösungen für das Letztere hatten sie nicht aufwarten können – die Beben nahmen zu, und jede Sekunde, die verging, schien das unausweichliche Ende näher zu rücken.
Und Oliver konnte nicht anders als zu bemerken, dass er alleine war. Barry war weg, genau wie Laurel und selbst Black Siren. Cisco, Kendra, und Curtis waren in der Speed Force verloren. Er hatte keine Ahnung, wo Iris steckte, oder was aus Kate oder Kara geworden war. Ray war entführt, Sara auf der Suche nach ihm und wegen Olivers Auftrag an sie verschwunden.
Wer blieb ihm hier noch als Verbündete übrig? Ein Haufen Leute, die er nicht besonders gut kannte, und die alle ganz andere Sorgen hatten als sein Seelenheil, nun da die Welt kurz vor dem Untergang stand. Mari verbrachte ihre Zeit mit Amaya, Zari, und Nate – ihrer Familie, Martin Stein und Jax hatten einander, Mon-El und Brainiac-5 genauso, und sogar Ralph Dibney hatte Julian Albert und umgekehrt. Wells war ansprechbar, und Killer Frost war nicht gerade für ihre Wärme bekannt und sie bevorzugten eindeutig die Gegenwart des jeweils anderen über seine. Und Ava Sharpe war praktisch eine Fremde. Was wusste er schon über sie, außer, dass sie einmal mit Sara zusammen gewesen war?
In Zeiten wie diesen vermisse ich Team Arrow, dachte Oliver bekümmert. Vielleicht war an dem Vorwurf, dass dieses zum Großteil nicht hier vertreten war, doch mehr dran gewesen als gedacht, wenn auch aus anderen Gründen als den genannten.
Oliver versuchte William zu erreichen, doch die Telefonleitung war tot. Dann überlegte er einen Moment lang Prometheus-X aufzusuchen und es vor dem Ende zu Ende zu bringen. Ist es wirklich soweit mit mir gekommen, dass dies das Einzige ist, was mir vor dem Ende einfällt zu tun? Will ich so enden? Als ein Mörder?
Doch was sollte er sonst tun? Er konnte niemanden anrufen, und die anderen, die ihm am Nächsten standen, waren vollkommen außer Reichweite.
Er fand sich an der Central City Waterfront wieder und starrte nachdenklich auf das unruhige Wasser. Ein weiteres Beben erschüttere die Erde, und Oliver fragte sich, ob sein Ende ein Tsunami sein würde, als plötzlich … alles wieder ruhig wurde.
Okay. Interessant, aber … was hat es zu bedeuten?, fragte er sich noch, als mit einem Mal sein Handy läutete. Wells war am anderen Ende.
„Ich weiß nicht, wie sie es gemacht haben, oder was genau passiert ist, aber das Multiversum stabilisiert sich wieder", erklärte Wells, „Wie es aussieht, werden wir heute nicht sterben. Wir werden alle überleben."
Wie betäubt legte Oliver auf. Na sieh einer an, wie es scheint, gibt es doch eine Zukunft. Da kann ich mich wohl glücklich schätzen, dass ich nichts Drastisches unternommen habe. … Schätze ich.
Ein Tor von Apokalips öffnete sich, und Kara, Kate, Barry, Ray, J'onn, Rip, Alex, Mick, John, der eine bewusstlose Black Siren trug, Kendra, Cisco, Winn, James, Wally, Laurel, Sara, Curtis, und Nora kehrten durch es hindurch zur Erde zurück.
„Wir haben gewonnen", erklärte Wally, „Aber es war knapp, und es wird euch nicht gefallen zu hören, wem wir es zu verdanken haben."
„Es war ziemlich knapp", meinte Nora, „Ich hatte mich bereits aufgelöst, und dann war ich plötzlich wieder da, und es war alles bereits vorbei. Ich würde ja bei den Aufräumarbeiten helfen, aber ich sollte dringend in meine eigene Zeit zurückkehren." Sie schien es wirklich eilig zu haben nach Hause zurückzukehren und mied jeden Blickkontakt mit Barry, der überaus mitgenommen wirkte.
„Nun, ich danke dir für deine Hilfe", meinte Oliver zu ihr, „Auch wenn das wohl das letzte Mal war, dass du uns zu Hilfe eilst."
Nora wiegte nachdenklich den Kopf. „Ehm, nicht ganz, denke ich", meinte sie, „Sei nett zu meinem Dad, Oliver, er hat einen schweren Verlust erlitten." Dann nickte sie ihm noch einmal zu und war auch schon wieder verschwunden. Oliver sah ihr nachdenklich hinterher. Einen schweren Verlust? Meint sie Snart? Sonst fehlte niemand, aber irgendetwas anderes schien mit Barry nicht zu stimmen.
„Iris ist im Krankenhaus", erklärte er wie aufs Stichwort, „Ich muss zu ihr."
„Klar", meinte Oliver und fühlte sich vage schuldig, da ihm das bisher entgangen gewesen war.
„Ich bring dich hin", bot Wally an, und während sich Oliver noch fragte, warum Barry nicht einfach selber zum Krankenhaus rannte, waren die beiden auch schon verschwunden.
Als nächstes wandte Oliver sich den Verletzten zu. Curtis schien es besser zu gehen als zuvor. Julian nannte es ein Wunder, Laurel verwies auf die Speed Force. „Sie ist unsere Freundin, auch wenn uns das nicht immer klar ist", meinte sie kryptisch und lächelte in Saras Richtung.
Weniger gut ging es Black Siren. Caitlin, Julian, und Dr. Wells untersuchten sie ausgiebig und hatten keine guten Nachrichten. „Wie es aussieht, stirbt sie", meinte Julian, „Es ist als würde ihr Körper einfach so versagen. Ich habe keine Ahnung, warum das so ist, aber es ist so."
„Es war der Schrei", meinte John Constantine ernst und uncharakteristisch besorgt, „Thawne der Bastard hat es doch noch geschafft sie unter die Erde zu bringen, wie es scheint. Bin ich froh, dass wir den endlich los sind und nie wieder sehen werden. Sie hat ihr Leben aus sich hinausgeschrien um uns alle zu retten. Sie war eine Heldin, Oliver." Er schüttelte traurig seinen Kopf. „Ich kann nicht bis zum Ende bleiben, ich muss Raven suchen und einige Dinge mit ihr besprechen, die uns Wallace West in bester Absicht aber mit wenig Hirn eingebrockt hat. Wir sehen uns, Oliver", schloss er und stapfte dann mit wehendem Mantel davon.
Oliver sah ihm nachdenklich hinterher. Wieso nur habe ich das Gefühl alles was wirklich wichtig ist, verpasst zu haben?, wunderte er sich.
Dann trat er an Black Sirens Krankenbett. Er nahm an, dass sie einige letzte Worte an ihn richten wollte. Unweigerlich fühlte er sich an einen ähnlichen Moment Jahre zuvor erinnert, als er ebenfalls am Krankenbett einer sterbenden Laurel Lance gestanden hatte. Einen Moment der im Endeffekt anders gewesen war, als er damals gedacht hatte. Aber so wie es aussah, würde es diesmal keine wundersame Rückkehr geben.
„Ich weiß, dass du mir nicht verzeihen kannst, Oliver", hauchte Laurel Lance von Erde-2.
Oliver seufzte. „Mach dir darüber keine Gedanken", meinte er, „Ich verstehe, warum du getan hast, was du getan hast, auch wenn ich damit nicht einverstanden bin. Doch ich habe gehört, dass du uns alle gerettet hast, also hast du Wiedergutmachung geleistet, denke ich."
Laurel lächelte schwach. „Wiedergutmachung", murmelte sie, „Es gibt so vieles, das ich nie wieder gut machen kann."
Oliver nahm ihre Hand in seine und drückte sie. „Das musst du auch nicht. Du musst jetzt nichts mehr sagen, Laurel. Ich werde bei dir bleiben, bis es vorbei ist", versprach er.
Laurel sah ihn durch müde Augen an. „Es ist schön, dass du mich wieder mit meinem Namen ansprichst", meinte sie, „Oliver, hör zu. Seit der Teilchenbeschleunigerexplosion war ich mit mir selbst und der Welt uneins. Ich habe mir nicht ausgesucht zum Alpha zu werden, es ist mir einfach passiert, und egal, was ich danach auch versucht habe, ich hatte nie mehr das Gefühl meinen Platz zu finden. Ich will nicht, dass du auch so endest. Es macht nichts, dass du nicht bist wie alle anderen. Anders zu sein heißt nicht schlechter oder besser, sondern einfach anders. Du musst keinen Omega zum Gefährten nehmen, nur weil du jetzt ein Alpha bist, und du musst keine Ehe führen, die der Beta-Oliver Queen gewollt hätte. Du kannst alles haben, was du willst, und musst dich für nichts schämen. Keiner kann dir ein Leben aufzwingen, das du nicht möchtest. Weder dein toter Vater, noch die Regierung, noch deine eigenen Schuldgefühle. Lebe das Leben, das du möchtest. Kannst du mir das versprechen? Dass du das auch tun wirst?"
Oliver zögerte einen Moment, bevor er nickte. „Ja, ich verspreche es dir", sagte er dann, „Ich werde das Leben führen, das ich führen möchte."
„Gut." Sie schenkte ihm noch einmal ein strahlendes Lächeln, und dann sanken ihre Augenlider nieder und sie schlief ein.
Oliver blieb noch einige Zeit lang neben ihr sitzen, so lange bis ihr Herz aufhörte zu schlagen und Julian den Herzmonitor abdrehte.
„Da sich das Multiversum stabilisiert hat, kehre ich nach Erde-2 zurück", verkündete Harrison Wells, „Anders als Supergirl und ihre Freunde kann ich nicht bei den Aufräumarbeiten helfen. Zeitreisen und Universenspringen würde ich auch weiterhin in nächster Zeit aussetzen, so weit es möglich ist. Es mag sein, dass Darkseid für die entstandenen Schäden die Hauptverantwortung trägt, aber nachdem wir gerade erst so knapp davon gekommen sind, sollten wir nach Möglichkeit nicht riskieren noch einmal in so eine Lage zu kommen."
Die anwesenden Mitglieder der JLA nickten zustimmend, und Cisco umarmte Wells zum Abschied. Oliver fühlte sich hauptsächlich müde. Laurel und die meisten anderen waren draußen und halfen beim Wiederaufbau der Stadt. Hier im Hauptquartier befanden sich zur Zeit neben Cisco und ihm nur Curtis, der zu schwach war um bereits wieder an die Arbeit zu gehen, und Ava Sharpe, die Wells Monitore in seiner Abwesenheit weiter überwachen würde.
„Bevor Sie gehen, eine Frage hätte ich noch: War es Zufall? Dass unser Universum genau mit Supergirls Welt und Erde-X kollidiert wäre, meine ich", wollte Oliver noch wissen.
„Nun, um ehrlich zu sein, nein, das glaube ich nicht", meinte Wells, „Zuerst dachte ich, es liegt daran, dass diese Erden diejenigen mit dem meisten Kontakt untereinander waren, aber in diesem Fall hätte meine Heimatwelt genauso betroffen sein müssen, und das war sie aber nicht. Nein, ich denke irgendjemand hat es so manipuliert, dass ausgerechnet diese Universen auf Kollisionskurs waren. Aber wer das war, und wie er es zustande gebracht hat, kann ich wirklich nicht sagen."
Doch Oliver konnte es.
Er fand Tommy Merlyn und Per Degadon mit der alleinigen Hilfe von Felicity. Nach allem, was passiert war, hatte sie sich dazu aufgerafft seinen Anruf doch entgegen zu nehmen. Sie hatten sich lange ausgesprochen („Ich bin immer noch der Meinung, dass du mir nie wirklich vertraut hast, und man darauf keine Partnerschaft aufbauen kann, Oliver, aber ich bin bereit zuzugeben, dass meine Reaktion auf deinen Deal mit Watson übertrieben war. Ich habe seit dem ein paar weitere gescheiterte Beziehungen hinter mich gebracht und kann jetzt sagen: Es lag nicht an dir, es lag an mir. Ich habe tiefsitzende Bindungsängste, die dazu führen, dass ich meine Beziehungen mit voller Absicht selbst sabotiere. Ich arbeite daran, und mein Therapeut meint ich mache Fortschritte. Ich hoffe du bist mit Laurel glücklich, Oliver. Ich habe hier inzwischen mein eigenes Superhelden-Ding am Laufen. Keine Sorge, nicht auf diese Art und Weise. Ich bin nach wie vor das Mädchen hinter dem Computer. Aber du hast vielleicht vom neuen Firestorm gehört, den Professor Stein vor einiger Zeit erschaffen hat, und lass dir gesagt sein, der Junge braucht dringend meine Hilfe. Er kann noch einiges von mir lernen. Aber ja, natürlich helfe ich dir um der alten Zeiten Willen gerne dabei Prometheus-X zu finden. Es dauert sicher nur einen Moment." Oliver hatte fast vergessen wie sehr Felicity dazu neigte drauf los zu plappern und nicht mehr aufzuhören.)
Tommy-X und Per Degadon waren in einer geschlossenen Fabrik und gerade dabei zusammenzupacken und zu verschwinden. Oliver zielte mit seinen Pfeilen auf die beiden. „Habt ihr wirklich gedacht, ich hätte auch euch vergessen?", wollte er wissen.
„Nein, aber wir haben gehofft, du hättest alle Hände voll damit zu tun das Chaos des Beinahe-Weltuntergangs zu beseitigen", erwiderte Tommy-X.
„Laurel Lance von Erde-2 ist tot. Sie starb, als sie uns alle gerettet hat. Sie ist als Heldin gestorben", berichtete Oliver, „Sie wollte das alles nicht. Sie wurde benutzt. Von Thawne, von Darkseid und seinen Leuten, und wie sich herausstellt von euch beiden. Sie hat gedacht, sie hätte euch für Darkseid rekrutiert, aber das ist nicht das, was passiert ist, nicht wahr?"
Per Degadon lachte. „Bei meiner historischen Recherche bin ich auf den Darkseid-Zwischenfall gestoßen und habe beschlossen da mitmischen zu wollen. Tommy hier war nur zu bereit mir zu helfen, allerdings hatte er eine Bedingung", berichtete er.
„Erde-X", erwiderte Oliver wissend, „Er wollte, dass du die Bahnen des Multiversums so veränderst, dass unser Universum statt mit Universum-2 und Universum-38 mit Universum-X und Universum-38 kollidieren würde."
Per Degadon nickte. „Das war nicht leicht, das kannst du mir glauben, aber irgendwie ist es mir gelungen. Zu schade, dass nicht besonders viel dabei rausgekommen ist. Die ganze Arbeit für Nichts", seufzte er.
Oliver wandte sich an Tommy. „Das war es, was du wolltest: Der Widerstand sollte vernichtet werden, und durch die Zeitanomalien würden der Führer und der General zurückkehren und gemeinsam könntet ihr mich und Kara töten", vermutete er.
„Ja, das war der Plan. Zu schade, dass er nicht aufgegangen ist", meinte Tommy, „Laurel hatte keine Ahnung. War besessen davon Darkseid zu dienen und hat das große Ganze einfach nicht erkannt. Sie war gut um Bett, aber mehr hatte sie nicht zu bieten."
Oliver hätte seine beiden Pfeile beinahe losgelassen und in seine Kehle fliegen lassen. Doch er hielt sich zurück. „Ihr seid beide verhaftet. Und diesmal endgültig", erklärte er, „Ich war so kurz davor das Ende der Welt damit zuzubringen dich aufzuspüren und zu töten, weil du Tommys Andenken beschmutzt. Aber dann ist mir klar geworden, dass das mehr über mich als über dich aussagt. Dein Plan war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wir alle –die Justice League, Team Supergirl, die Legends, Team Flash, die Titans, Team Arrow – wir sind zusammengestanden und haben das Multiversum gerettet. So wie jedes Mal, wenn es darauf ankommt. Es ist an der Zeit, dass die Öffentlichkeit die Wahrheit erfährt – darüber, dass es andere Welten dort draußen gibt – über uns und neben uns, und dass es auch auf diesen Welten Helden gibt, die dabei geholfen haben uns zu retten. Aber von euch beiden wird niemand erfahren, und ihr werdet niemanden mehr Ärger machen."
Tommy-X lachte. „Oh, Oliver", meinte er, „Sollte dir inzwischen nicht klar sein, dass das System nicht funktioniert? Wenn du mich jetzt nicht tötest, dann bin ich spätestens in ein paar Jahren wieder frei!"
„Wer es in seine eigene Hand nimmt über Leben und Tod zu entscheiden, der hilft dem System dabei zu versagen anstatt es zu unterstützen. Diese Tage liegen hinter mir. Endgültig. Und nebenbei: Du bist es nicht wert mir die Hände schmutzig zu machen. Ich habe immer gedacht, dass du Tommy ähnelst, aber in Wahrheit siehst du nur aus wie er. Und ich weiß jetzt endlich, warum der Führer nicht bereit war dich zu befreien: Er wusste, dass du im Grunde unfähig bist", erklärte Oliver und sah wie Tommys selbstgefällige Miene verfiel und dieser verbale Schlag ihn härter traf als jeder Pfeil. Und wenige Momente später wurden er und Per Degadon von Betäubungspfeilen zu Boden geworfen.
Als es an der Zeit war, kehrten Supergirl, ihre Schwester, ihr Gefährte, und ihre Freunde auf ihre eigene Erde zurück. Und die Legends brachen alle zusammen auf um Zari und Amaya in ihre jeweiligen eigenen Zeiten zurückzubringen.
Und Oliver musste endlich mit Laurel sprechen. „Ich habe dich enttäuscht", stellte er fest.
Sie schüttelte den Kopf. „Aber nicht doch", meinte sie, „Ich habe nicht erwartet, dass du extra nach Apokalips kommst um mich zu retten."
„Mick und Rip sind deswegen extra nach Apokalips gegangen", merkte Oliver an.
„Ja, aber ich kann auf mich selber aufpassen, und das weißt du auch", erwiderte sie.
„Trotzdem würde es mich nicht wundern, wenn du Schluss machen willst", gab Oliver zu.
Laurel seufzte. „Oliver, nicht jede Krise bedeutet gleich das Ende – ich bin nicht Felicity – und abgesehen davon haben wir keine Krise. Zumindest keine, die ich sehen kann", meinte sie, „Ich weiß, dass wir nicht gerade eine konventionelle Ehe führen. Wir sind beide Alphas, haben viel durchgemacht um an diesen Punkt zu kommen, und Herzaugen sind nicht gerade unser Ding. Manchmal funktionieren wir besser als Freunde als als Liebespaar, und dann gehen wir auf Abstand zueinander, aber das ist auch gut so. Du bist die Liebe meines Lebens, und dass ich nicht deine bin, nun damit habe ich vor Jahren abgefunden. Mir reicht, was du mir geben kannst. Ich weiß, dass du mich nicht geheiratet hättest, wenn du mich nicht lieben würdest, und das reicht mir. Ich weiß, dass ein Teil von dir immer Felicity lieben wird, genauso wie ich weiß, dass ein Teil von dir die andere Laurel geliebt hat. Und nein, versuch gar nicht erst das abzustreiten, denn es ist wahr. Und ich weiß auch, dass du dich nach einem Omega sehnst. Und das ist in Ordnung. Vielleicht finden wir eines Tages einen, der zu uns beiden passt. Vielleicht auch nicht. Aber auch das wäre in Ordnung. Eine Ehe besteht aus Kompromissen, so ist es nun einmal, und uns ständig mit anderen zu vergleichen und festzustellen, dass wir so anders als sie sind, bringt auch nichts, denn deren Beziehungen sind nicht besser als unsere, sie sind nur anders."
Oliver sah sie überrascht an. Manche Dinge sahen offenbar alle Laurel Lances im Multiversum gleich.
„Ich liebe dich, Laurel", erklärt er ernsthaft, „Ich habe dich immer geliebt. Nicht so, wie du es verdienst, aber ich versuche mich zu verbessern. Du bist in mein Leben zurückgekehrt, als ich die Liebe aufgegeben hatte und mich damit abgefunden habe ewig alleine zu sein. Doch das bin ich nicht – ich habe dich zu meiner Partnerin gewählt, weil ich weiß, dass ich immer auf dich zählen kann. Und so hoffentlich auch jetzt, denn es gibt noch etwas, das ich mit dir besprechen möchte…" Und dann sagte er es ihr.
A/N: Es folgt der Epilog, in dem die letzten offenen Fäden aufgenommen und hoffentlich zufriedenstellend vernäht werden.
Ja, mir ist selbst aufgefallen, dass der „Arrow"-Anteil in dieser Fic an Black Siren und Laurel ging, also habe ich versucht Oliver noch einmal wichtiger zu beachten, was aber nichts daran ändert, dass er in dieser Fic etwas außen vorgelassen wurde, fürchte ich.
Aber das war keine Absicht, sondern ist einfach der Tatsache geschuldet, dass er in den Folgen, die ich zuletzt gesehen habe, eher eine Rück- als eine Weiterentwicklung durchgemacht hat und ansonsten irgendwie fertiger ist als die anderen mit seinen Handlungssträngen (er ist ja auch schon viel länger im Dienst).
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