Hallou =)

Ohne viel Worte, weil ich ziemlich kaputt bin. Endlich das nächste Kapitel. Tut mir leid, dass es so ewig gedauert hat, aber ab jetzt sollten die Kapitel nicht mehr alle 3 Monate kommen, sondern wieder in etwas kürzeren Abständen. Freu mich auf Feedback und hoffe, euch gefällt das Kapitel =) Baba!


Review:

Mannequin: Halli Hallo =)

3 ½ Monate später komme ich endlich mit einem Kapitel ^^ Also ist dein Review immer noch viel schneller als meine Update Geschwindigkeit? XD

Danke =) Ich mag mein Job auch. Gut, die letzten Wochen mochte ich es nicht, weil es echt nur Stress Stress Stress war, aber vielleicht muss ich da auch erst ein System hinein bekommen. Seit März war ich neben der Arbeit, die ich sonst noch machen muss, ständig auf Weiterbildung und Schulung unterwegs. Mein Arbeitgeber schickt mich da nach überall hin nur nicht da, wo man leicht hinkäme. Dann hab ich auch noch tausend weitere Kunden bekommen – und letztens noch ne Schulung aufs Auge gedrückt bekommen, die ich vorbereiten und halten sollte =.= Ich hab mir danach geschworen: NIE WIEDER. Wenn das nächste Mal die Frage kommt, ob ich das mache, lautet meine Antwort definitiv: NEIN.

Hast recht. Überstunden nicht verfallen lassen. Hab jetzt noch 18 Tage Zeit, sie alle zu nehmen und das mache ich gerade auch frech XD. Keine Ahnung, ob ich alle abbauen kann, aber wenigstens werde ich nicht 50 Stunden verfallen lassen.

Och je, das mit deinem Opa tut mir leid =/ Du hattest ja erzählt, dass es ihm nicht so gut geht. Aber deiner Oma geht es noch gut? =) Vor Weihnachten ist es noch mal schlimmer... Aber es heißt ja – Nach jeder Dunkelheit, kommt auch wieder Sonne. Hoffe, dass es bei dir sonnig bleibt =)

Ach so, ja, da kann sie sich beschweren wie sie will. Das ist eh ein allgemeines Problem überall, dass Krippenplätze rar sind.

Lach XD Homeoffice als Kitaleiterin. Andererseits sind feste Arbeitszeiten ja auch schön. So muss man wenigstens im Winter nicht 50 Stunden Wochen schieben. Homeoffice ist schon was schönes XD Auch ein großes Plus bei meinem Arbeitgeber.

Hm... ja, das ist traurig. Das dachte ich mir irgendwo auch, dass so was nicht vom Kind kommt, sondern von seinen Eltern, die es ihm beibringen. =/ Was soll man da noch machen oder sich denken... Ändern kann man es nicht wirklich, oder? Das Kind hört ja eher auf seine Eltern als auf euch Erzieherinnen? Da finde ich es schön, wenn es Kinder gibt, die dennoch neutral und freundlich Fremd aussehenden gegenüber sind, trotz ihrer Eltern. Habt ihr eigentlich auch 1jährige Kinder oder unter 1jährige Kinder bei euch in der Kita?

Deine Katzen sind Mobber? XD Verletzt haben sie sich aber noch nie beim Raufen mit anderen Katzen oder?

Ein viertel Jahr später – Vodafone schon gekündigt? ^^

Jiah, Bei CofX muss ich die ganze FF noch mal lesen, bevor ich wirklich weiter schreibe. Die letzten 2 Kapiteln gehen vll. Auch ohne, aber wenn ich die FF zu Ende bringen will, sollte ich alles noch mal lesen, sonst bleibt noch was offen.

Wenn man bedenkt, wann ich das letzte Mal geschrieben habe, bin ich richtig erstaunt (und happy), dass ihr mir dennoch folgen könnt ^^ Aber yups, hast du alles richtig erkannt. Hoffe, das nächste Kapitel braucht nicht so lange. Der Stress ist ja jetzt erst mal vorbei.

Brian vor allem. Harry steht schon manchmal auf der Leitung aber Brian ist eben ein junger, schwarzhaariger Dumbledore XD James meinte in CofX mal, dass Dumbledore und Voldemort mit seinem Leben Schach spielen würden. Ich würde sagen, im Falle von Harry sind es jetzt Brian und Anna, die mit Voldemort und noch jemanden mit Harry's Leben Schach spielen.

Jilli ist gefährlich und sie hat auch große Angst vor sich selbst. Mehr aber, weil sie eben weiß, zu was sie fähig ist und es auch „mit eigenen Augen" miterlebt hat. Kennst du das, wenn du einen Alptraum hattest, aufwachst und es sich immer noch total real anfühlt? So war es eben bei Jilli. Und Brian's Geständnis, dass er bereits das letzte Black Heart ist, hat ihr das Gefühl des Alptraums wieder zurückgebracht, was sie bis dahin vergessen hatte. Ich denke aber (oder hoffe mehr), dass ich das ganze bei ihr in eine Richtung schreiben kann, mit der ich und ihr auch zufrieden sein werdet =)

Jetzt geht ohnehin einiges Schlag auf Schlag und vieles wird nach und nach gelüftet. Angepeilt waren ja etwa 75 Kapiteln (glaub ich?) und da kommen wir jetzt langsam hin. =)

Thx fürs liebe Review und fürs dran bleiben. Hoffe dir geht es gut und denke, du fährst im Sommer lange weg? ^^ Hast ja mal was erwähnt, dass die Kita dann etwas länger zumacht, so dass man einen längeren Urlaub hat? Hab leider in den Sommerferien nicht frei, aber da wird eh wenig los sein, so dass ich beschlossen habe, schon mal Minus Stunden aufzubauen, bevor ich im Winter haufen Plus Stunden aufbaue, die im Juni sonst wieder verfallen Öö Hab dafür dann Anfang September 2 Wochen frei und hab mir vorgenommen da kräftig mit den Kapiteln wieder aufzuholen ( XD )

Liebe Grüßle =)


Chapter 51 - A next step

Harry,

Ich hab euer Gespräch mitangehört. Ich werde nicht zulassen, dass so etwas passiert. Bitte such mich nicht. Ich werde untertauchen und mich verstecken. Das ist das Einzige, was ich tun kann, um euch alle zu schützen. Tut mir leid, dass ich dich als Schwester so enttäusche. Ich werde dich immer lieb haben. Danke, dass du mir Familie warst.

Jilli.

Worte auf dem Papier und doch konnte Harry nicht aufhören sie in Gedanken durchzugehen und immer wieder die Stimme seiner Schwester zu hören. Es war egal, ob er gerade im Unterricht saß und durch das Fenster ins Freie hinaus starrte, statt McGonagall zuzuhören. Oder unbeteiligt seinen Zauberstab anstarrte, statt Flitwick zu beobachten, wie dieser sein Zauberstab schwang. Ihm kam im Moment so vieles so sinnlos vor.

„Ich bin so überglücklich, dass mich Kingsley für die Ausbildung zum Auroren angenommen hat -" sagte Hermine irgendwann während sie sich alle zusammen auf den Weg zum nächsten Unterricht machten.

„Es beginnt dann alles im Juli direkt nach unserem Abschluss und zwar mit einem Einführungskurs, wo man alle anderen kennenlernt, die ebenfalls ihre Ausbildung beginnen... Natürlich nur... wenn wir den Krieg hier überleben..."

Sie hatte einen Seitenblick zu ihm geworfen, aber Harry war so in Gedanken vertieft – er hatte weder Hermine, noch jemand anderes aus der Runde beachtet. Stattdessen schritt er er ohne die Stille zu bemerken in das Klassenzimmer, hatte sich auf seinen Platz gesetzt, das Buch herausgeholt und sich weiter in seine Gedanken vertieft.

Ginny, Hermine und Ron tauschten besorgte Blicke aus, dann aber setzten sie sich zu ihm dazu. So verging die ganze Woche und es dauerte bis zum Wochenende, dass Harry mit etwas konfrontiert wurde, was ihm eventuell schon früher aufgefallen wäre, wenn er sich nicht in seine Gedanken eingegraben hätte. Ihm war das auch gar nicht bewusst geworden, wäre es nicht zufällig genauso passiert.

Als er auf dem Gang aufsah traf sein Blick zufälligerweise Professor White, welche gerade Richtung eigenem Büro schritt und als auch sie ihn erblickte – winkte sie außergewöhnlich heiter. Harry verzog nur misstrauisch die Augenbraue, passte das doch so überhaupt nicht zu der Schulleiterin, die er in diesem Jahr kennengelernt hatte. Nur eine Sekunde später schien sie zu begreifen, wie unpassend dies war, lächelte äußerst unangenehm und rannte schleunigst davon – wieder auf eine für sie sehr untypische Weise.

„Hat jemand eigentlich Sirius und Professor White in der letzten Zeit gesehen?" fragte er kurze Zeit später in die Runde auf dem Weg zu Verteidigung gegen die dunklen Künste. Als Antwort kam entweder ein Schulterzucken oder eine Grimasse. Die Wahrheit war, dass sie alle so beschäftigt mit Lernen waren, dass sie gar nicht darauf geachtet hatten.

„Ich hab Professor White glaub ich mal auf den Gang gesehen," überlegte Ron.

„Du glaubst?" wiederholte Ginny schnippisch. Ron zuckte kurz gleichgültig mit der Schulter.

„Na, als ich ihr zuwinkte, winkte sie ziemlich heftig zurück und grinste breit. Das tat sie noch nie!"

„Das passte auch gar nicht zu ihr," kommentierte Hermine. „So komisch wie sie danach weggerannt ist würde ich eher sagen – Das war jemand vom Orden, der sich als sie ausgab. Womöglich Kila."

„Ja, das würde passen," sagte Harry, denn das Verhalten passte für ihn auch eher zu Kila als zu Professor White selbst.

„Aber ist es denn komisch?" fragte Ron. „Dass die zwei mal nicht jeden Tag in der Schule sind, mein ich?"

„Eigentlich schon," sagte Hermine nachdenklich. „Sirius sollte immer im Schloss bleiben und Professor White tauchte normal auch immer wieder hier auf. Dass sie sich über eine Woche nicht hier blicken lassen ist schon ein Grund zum Nachdenken."

„Sprich doch Remus darauf an?" schlug Ginny vor, doch als sie in das Klassenzimmer traten, stoppten sie wie auch viele anderer ihrer Mitschüler überrascht mitten zwischen Tür und Angel. Remus saß nicht an seinem Schreibtisch, stattdessen befand sich da eine ihnen sehr bekannte andere Hexe. June Stone. Sie lächelte kurz als sie die junge Truppe sah, arbeitete dann aber weiter am Einrichten des Schreibtisches mit ihren Utensilien. Die meisten Schüler setzten sich schließlich an ihre Plätze, allein Harry machte einen kurzen Halt bei der jungen Aurorin.

„Hi?" grüßte er hörbar fragend und nach einer Erklärung fordernd.

„Hi, Harry," grüßte sie zurück – ohne auf seine Aufforderung eingegangen zu sein. „Wie geht's?"

„Wo ist Remus?" fragte er direkt drauf los, denn er hatte weder Geduld noch Zeit es langsam anzugehen. Sein Gegenüber gab ihm lediglich ein mildes Lächeln.

„Krank," war die sehr kurze und simple Antwort.

Es war kein Vollmond, aber Harry verkniff es sich das auszusprechen. Da June ihn nicht wieder ansah, setzte er sich zu seinen Freunden dazu und wartete den gesamten Unterricht ab.

Mittlerweile verstand Harry ein wenig, warum Jilli sie als „weiblichen" Hagrid beschrieb – es gab in der Tat die ein oder andere Kleinigkeit, die ein wenig an den großen Riesen erinnerte.

So unterschätzte June, und sie alle ebenfalls, ganz offensichtlich ihre Kraft. Sie sah nicht im geringsten so aus als ob sie dazu fähig wäre jemanden in den Boden zu rammen. Wenn jemand von ihnen etwas jedoch sehr gut machte, klopfte sie demjenigen wohlwollend auf die Schulter – und schlug ihn dadurch in die Knie... Von jemanden, der so zerbrechlich aussah, hatte es keiner von ihnen kommen sehen. Ron verzog eine Grimasse und war zum ersten Mal nicht froh darüber etwas gut gemeistert zu haben. Neville verpatzte es gar mit Absicht nachdem er sah wer alles vom Platz humpelte.

Zur Begrüßung hatte sie ihnen allen außerdem Kekse mitgebracht. Ingwerkekse – rochen gut, waren nur leider steinhart. Dean Thomas biss sich fluchend ein Zahn dran aus und so probierte Harry die Teile gar nicht erst. Er hatte immer noch genug von Hagrid's Backkünsten.

Am Ende hatten sie sich von der Stunde wesentlich mehr erhofft und hatten nicht das Gefühl wirklich etwas nützliches gelernt zu haben. June mag eine hervorragende Aurorin sein – Als Lehrerin aber war sie eine kleine Katastrophe und innerlich war Harry froh sich noch nicht für einen Auror als Trainer entschieden zu haben. Tria und Joe erschienen ihm auf einmal sehr viel verlockender.

Nach der Stunde verließ er als Letztes das Klassenzimmer. Ein Zeichen signalisierte seinen Freunden, dass sie vor ihm hinaus schreiten sollten und draußen aufpassten, so dass er mit June noch ungestört reden konnte.

„Remus ist nicht wirklich krank, nicht wahr?" sagte er geradeheraus als sie ihn überrascht ansah. Noch räumte sie ihre Tasche wieder ein als wüsste sie nicht, was so ungewöhnlich an dieser Tatsache sein sollte. „Es ist nämlich kein Vollmond."

„Kann er keine Erkältung haben?"

„Er hat aber keine Erkältung."

„Vielleicht hat er ja Vergißgitis?"

„Das gibt es nicht, June."

„Ich brauch eindeutig mehr Lehrerfahrung," brummte sie schmollend und dass dies ein kläglicher Versuch war ihn abzulenken musste nicht erst ausgesprochen werden.

„Geht es um Professor White? Ich habe weder sie, noch Sirius in der letzten Zeit hier gesehen."

„Nein," sagte June zu schnell für seinen Geschmack und auch viel zu gespielt gleichgültig.

„Raus mit der Sprache," sagte er entschieden. „Was ist hier los?"

„Ach Muggel," kam es von ihr schmollend. „Ich bin geübt darin andere aus der Spur zu bringen und abzulenken. Ich hab meine Ausbildung als einer der Besten meines Jahrgangs abgeschlossen! Weißt du, Harry, die Ausbildung zum Auror -"

„June!"

„Okay, okay," grummelte sie mit dem Anflug eines kleinen stolzen Lächelns. „Klappt bei dir nicht. Du wirst ein ausgezeichneter Auror, Harry."

Sein schiefer Blick sagte mehr aus als tausend Worte. Sie seufzte und warf einen kurzen Blick an ihm vorbei zur verschlossenen Tür.

„Deine Freunde gehen draußen sicher, dass uns keiner stört also kannst du es wohl auch jetzt erfahren."

„Es ist also tatsächlich etwas passiert?"

„Sirius und Professor White sind verschwunden."

„Verschwunden?" stieß er schockiert aus. „W-Was heißt verschwunden?!"

„Seit über einer Woche, um genau zu sein. Von ein auf dem anderen Tag waren beide nicht mehr auffindbar. Sie haben sich bei niemandem abgemeldet, noch weiß irgendjemand wo sie sich befinden oder warum sie weg sind."

„Voldemort hat sie?!"

„Das ist eher unwahrscheinlich, denn sonst wären hier längst Todesser eingefallen. Wir haben die Sicherheitsvorkehrungen sofort verschärft, weil wir ebenfalls befürchtet hatten, dass die Schule als erstes angegriffen wird. Du bist schließlich hier und jeder weiß, hinter wen unsere Feinde her sind.

Da dies bisher noch nicht passiert ist, nehmen wir an, dass die beiden aus eigenem Willen aufgebrochen sind und die Todesser nichts von ihrem Verschwinden wissen. Wir haben versucht die Beine still zu halten, um den Gegner nicht doch noch auf ihre Abwesenheit aufmerksam zu machen. Um keinen zu großen Verdacht zu schöpfen laufen abwechselnd Mitglieder des Ordens als Professor White im Schloss herum. Oder lassen sich im Zaubereiministerium blicken.

Scrimgeour ist ein zu guter Auror als dass wir ihn hätten hinters Licht führen können und so versuchen wir nach wie vor ein Treffen zwischen ihm und Professor White zu meiden."

„Aber... Irgendjemandem müssen sie doch bestimmt was gesagt haben?"

„Hätten wir alle auch erwartet.," sagte June leise und leider auch weiterhin viel zu ruhig. „Aber es weiß keiner was mit ihnen ist. Nicht Remus, nicht Kingsley, Mad-Eye, Doge... Brian ebenfalls nicht."

„Was ist mit Miss Yorick oder Kaylar Steward?"

„Steward ist ein Mitglied, das lediglich Professor White erreichte oder mit dem lediglich Professor White wirklich sprechen konnte. Uns anderen gegenüber ist sie sehr wortkarg. Brian scheint einen besseren Draht zu ihr zu haben. Sie sagte ihm, sie wisse gleichfalls von nichts und kann die beiden auch nicht erreichen. Professor White war einer der wenigen, die es schaffte Phowlyris abzuschirmen. Wenn Steward sie nicht aufspüren kann, hat sie sich absichtlich abgeschirmt und alles ist in Ordnung."

„Oder jemand anderes schirmt sie ab, der das ebenfalls kann!"

„Oder das -" stimmte sie ihm mit unangenehmer Miene zu. „So oder so ist das alles was wir von Steward erfahren konnten. Wenn sie mehr weiß, wird sie es kaum einen von uns sagen. Yorick konnte ebenfalls nicht mehr mitteilen und sie ist eine Wahrsagerin. Auch wenn sie stets on sich selbst behauptet das nicht zu sein und nur eine gute Intuition zu besitzen.

Normalerweise sehen Wahrsager stets mehr. Wir sind alle beunruhigt, aber keiner von uns kann zur Zeit etwas anderes tun als darauf zu vertrauen, dass Professor White wusste, was sie tut. Es sieht einfach tatsächlich aus als ob die beiden aus eigenem Willen verschwunden sind ohne irgendjemanden Bescheid zu geben."

„Könnte es mit Jilli zusammenhängen? Vielleicht haben sie sie gefunden?"

„Harry, das -" June hielt inne und sah ihn sehr mitfühlend, fast schon bemitleidend an. Sie zögerte und schien es nicht zu wagen das winzige an Hoffnung in ihm zunichte zu machen. So lächelte sie traurig.

„Ja, vielleicht," sagte sie leise und es brauchte keinen Hellseher, um zu sehen, dass sie selbst nicht daran glaubte.

„Also ist alles, was ihr ab jetzt an tut, abwarten und Tee trinken?"

June schien für einen Moment verletzt von seinem Angriff zu sein, akzeptierte seine Reaktion dann jedoch als das, was es war.

„Professor White leitete den Orden nach Dumbledore's Tod. Wäre sie nicht zurückgekommen, der Orden hätte sich aufgeteilt und die Mitglieder wären im Untergrund verschwunden. Es gibt kein anderes Mitglied, dem viele so Bedingungslos folgen, so wie sie es bei Dumbledore getan haben... Und bei Professor White jetzt. Und der einzige Grund, warum sie ihr folgen ist, weil Dumbledore das Vertrauen in sie hatte und sie auch früher schon bewiesen hat, dass sie es kann.

Jetzt aber ohne sie – Kingsley, Remus und Bill versuchen alles zusammenzuhalten, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis etwas falsch läuft. Das Vertrauen wird bröckeln. Wir vertrauen uns untereinander bereits weniger, nachdem Dumbledore starb, Snape uns verraten hatte und Hestia Jones ermordet wurde."

Sie blickte ihn traurig an.

„Wir können leider nichts tun außer abzuwarten und das zu tun, was sie auch vorher schon von uns verlangt hat. Auf dich aufpassen."


Doch rumsitzen und nichts tun hätte Harry niemals ertragen können. So jemand war er einfach nicht, also lief er in Professor White's Büro in der Hoffnung dort irgendetwas zu finden, das ihn weiter brachte. Ein Zeichen, eine Nachricht, irgendwas, was die anderen übersehen haben könnten.

„Harry!" begrüßte ihn Dumbledore heiter aus dem Porträt heraus.

„Hallo, Professor Dumbledore. Haben Sie kurz Zeit für mich?"

„Ich habe alle Zeit der Welt für dich, wenn du sie denn brauchst," antwortete der alte Zauberer verschmitzt. Harry lehnte sich mit nachdenklicher Miene am Schreibtisch der Schulleiterin an.

„Wissen Sie wirklich nicht, wohin Professor White und Sirius verschwunden sind oder durften Sie nur den anderen nichts erzählen? Ich weiß, dass die Schulleiter hier in den Porträts die Geheimnisse des jetzigen Schulleiters wahren müssen."

„Ein sehr kluger Verdacht," erwiderte sein Gegenüber anerkennend. „Aber leider nein. Dies ist nicht der Fall. Es ist nichts vorgefallen, was besonders erwähnenswert gewesen wäre. Professor White ging ihrer Arbeit nach, so wie immer und hat sich auch benommen, wie man es von ihr gewohnt war. Es gab kein Gespräch, in dem sie mich um etwas außergewöhnlichem gebeten hätte. Sie verließ das Büro - wie ich annahm, um zu Sirius zu gehen - aber sie kam seit dem nicht wieder ins Büro zurück."

Harry nickte und blickte sich suchend um. Wieso sollten die beiden einfach so abhauen? Was sollten sie für einen Grund gehabt haben? Vor allen Dingen Sirius. Auch wenn er Anna nicht besonders gut oder lang kannte, aber Sirius würde das nicht tun. Einfach ohne ein Wort von sich zu geben abhauen.

„Es tut mir leid, dass ich keine bessere Hilfe bin," seufzte Dumbledore leise. „Es war also in der Tat nur eine sehr kurze Zeit, die du von mir benötigt hast."

Er verabschiedete sich von seinem ehemaligen Mentor und machte sich auf in Sirius' Gästezimmer. Hoffend, dass er hier irgendeine Spur finden würde, stellte er sehr schnell fest, dass auch das vergebliche Mühe war. Natürlich hatten die anderen vom Orden das schon getan und so wie sie auch fand er kein Zeichen, das eine Erklärung für ihr Verschwinden lieferte. Wieso dachte er auch, dass es anders ausgehen könnte, wenn er noch mal nachsah?

Harry setzte sich auf Sirius' Bett und fiel in sich zusammen. Konnte es tatsächlich der Fall sein? Zuerst Jilli, jetzt Sirius und Anna? Anna... Er hatte gerade begonnen ihr wirklich zu vertrauen... Sie als das zu sehen, was seine Eltern wollten.

Er fuhr auf den Boden hinab, lehnte seinen Kopf zurück und schloss die Augen. Ob Steward ihm gegenüber wohl mehr preisgeben würde?

„Ich fürchte – nein."

Er sprang sofort auf als er ihre Stimme hörte. Steward stand tatsächlich auf einmal mitten im Raum.

„Was ich Brian gesagt habe ist alles, was ich weiß. Das war es doch, was du mich fragen wolltest?"

„Kannst du etwa Gedanken lesen?" sagte er misstrauisch. Steward's Augen blitzten ihn stark an.

„Um zu wissen, was du denkst, benötigt man die Fähigkeit Gedanken zu lesen nicht. Was du denkst, das kann man dir im Gesicht ablesen."

Harry schnaubte.

„Und nein," fuhr sie genauso überheblich fort. „Es gibt keine besondere Methode, die nur Phowlyris können, mit denen man Professor White aufspüren kann. Ähnlich wie Professor Dumbledore ist sie dazu im Stande sehr starke Zauber auszusprechen, um sich selbst für andere unauffindbar zu machen. Ganz gleich wie stark der Sucher auch sein mag. Diese Gabe erlaubte es ihr deine Eltern lange Zeit zu schützen."

Er hatte sie einen weiteren Moment sehr misstrauisch und unzufrieden angesehen, dann aber nahm er es so hin und wandte sich von ihr ab.

„Wieso bist du hier?" fragte er mehr beiläufig als ernsthaft interessiert.

„Um sicherzugehen, dass du unversehrt bist," kam es als Antwort, doch das brachte ihn nur dazu die Augen zu rollen. „Aber wie ich sehe, war es unnötig. Joe Baydon tut das bereits."

„Joe?" wiederholte Harry und wandte sich ihr überrascht zu. Steward lächelte wieder verschmitzt.

„Wenn du ihn nicht bemerkt hast, muss er ein außergewöhnlich guter Auror sein. Wie dem auch sei – Ich bin hier, um dir mitzuteilen, dass ich weggehen werde. Ich werde untertauchen."

„Untertauchen?" fragte er und konnte es auch nicht unterdrücken entsetzt über ihre Worte zu sein.

„Ich bin sehr weit oben auf Lord Voldemort's Abschussliste. Es ist gefährlich in deiner Nähe zu sein, ganz zu schweigen davon überhaupt außerhalb meiner eigenen Ebene zu verweilen. Meine Phowlyris Seite ist nicht so stark, wie sei einmal war. Die Zeit als Hexe hat mich geschwächt."

Sie lächelte kurz.

„Sollte Professor White nicht mehr auftauchen, ist das hier mein Abschied."

„Abschied? Wieso?"

„Du kannst mich ruhig für feige halten, aber ich möchte nie wieder zu dem zurückkehren, was in meiner Vergangenheit so lange stand hielt. Und wenn das heißt, euch im Stich zu lassen – So sei es. Ich werde mich verstecken, so wie es jeder andere tut, den Lord Voldemort tot sehen möchte. Vielleicht wäre es das Beste, wenn du dasselbe tust."

„Verstecken? Es gibt kein Versteck, dass Voldemort nicht findet!"

„In eurer Welt vielleicht nicht, in meiner schon."

„Er hat auch eine Phowlyris auf seiner Seite. Er kann auf deine Ebene kommen, und was dann?"

„Meine Ebene ist groß."

Er wollte noch mehr aufbringen, was sie davon abhielt, doch ihm wollte einfach nichts einfallen.

„Also willst du wirklich gehen?" fragte er ungläubig. Steward sah ihn sehr gefühlvoll an und nickte.

„Der Orden des Phönix ist zerrissen, Harry, uneins. Chaos regiert zur Zeit unter den Mitgliedern. So sind sie verwundbarer denn je. Es ist nur eine Frage der Zeit bis einer nach dem anderen von ihnen sein Leben verlieren wird... Ich half bis jetzt, weil ich eine Schuld begleichen wollte...

Jemand jedoch sagte zu mir, dass es niemand erwartet, eine Schuld zu begleichen, wenn es einem selbst das Leben kosten könnte. Dies wäre hier jetzt der Fall, wenn ich bliebe.

Ohne Anna White ist es hier gefährlicher geworden. Zu gefährlich. Es tut mir leid, Harry.

… Ich kann dir nur raten, dich ebenfalls zurückzuziehen und zu verstecken. Ich hoffe, du passt auf dich auf. Denke daran, Lord Voldemort verschont absolut niemanden."

Sie schritt zur Seite und ohne sich noch mal umzudrehen verschwand sie im Nichts. So verwirrt und aufgebracht er bis eben auch noch war, auf einmal fühlte er sich nur noch leer... Steward war also tatsächlich gegangen?

„Kaylar?"

Nichts. Ja... Sie war weg. Sie war weg... Jilli war weg... Sirius und Professor White waren weg... Dumbledore war tot, seine Eltern waren tot... War dies das Ende? War es soweit? Sollte er sich Voldemort jetzt stellen? Würde dies die letzte Konfrontation werden?


„Oh nein," sagte Hermine entsetzt als er seinen Freunden am Abend im Raum der Wünsche alles erzählte. „Das ist ja schrecklich!"

„Schrecklich weil wir alle jetzt Gefahr laufen demnächst abgeschlachtet zu werden oder schrecklich weil Steward den Schwanz einzieht und sich verkriecht?!" entgegnete Ron mit irrem Blick.

Hermine und Ginny warfen ihm beide einen blöden Blick zu. Lyssa hingegen kicherte und fand ihn eigentlich sehr lustig.

„Kein Wunder, dass diese komische Stimmung im Orden herrscht," sagte Hermine mit banger Miene. „Kingsley merkt man nichts an, aber dem Rest irgendwie schon. Allen voran Kila."

„Bill, Charlie, Fred und George auch," stimmte Ginny der Freundin zu. „Mum und Dad wirkten auch entschieden merkwürdiger als sonst."

„Also wussten alle von Professor White's Verschwinden?!" fragte Harry und spürte erneut Wut in sich aufkeimen.

„Ich versteh das aber nicht," sagte Ginny leise. Hätte sie nicht gesprochen, er hätte womöglich begonnen Feuer zu speien. Stattdessen sah er sie verwirrt an.

„Sirius würde nicht einfach so verschwinden. Und Anna genauso wenig," fuhr sie überzeugt fort. „Nicht freiwillig jedenfalls. Und schon gar nicht würden sie alles tun, um sich abzuschirmen, nur um unterzutauchen."

„Und weswegen sollten sie das dann tun?" schmiss Ron genervt ein.

„Keine Ahnung!" warf Ginny gereizt zurück. „Aber wissen wir denn wirklich über alles Bescheid, was Anna tut?! Ich habe mit ihr gesprochen und es gab sehr vieles, von dem keiner eine Ahnung hatte und sie auch keinem mitgeteilt hat. Und ich weiß es nur, weil ich die richtigen Fragen stellte und sie mir nicht auswich."

„Wie jetzt?" fragte Ron verwirrt.

„Sie ist unsere Tante, du Doofdöddel."

„Ja und? Das ist doch nichts Neues?"

„Hast du noch nie bemerkt, dass sie sich uns gegenüber total anders verhält, wenn wir ihr Fragen stellen? Oder wie sie sich Bill und Charlie oder Fred und George gegenüber benimmt, wenn die sie was fragen? Oder wie sie mit Mum und Dad umgeht, wenn die beiden ihr eine Frage stellen? Tja, und ich hab das eben ausgenützt und aus ihr einiges herausbekommen."

„Zum Beispiel?" fragte Ron immer noch schwer von Begriff.

„Zum Beispiel, dass sie sich große Sorgen um Sirius machte. Hat wohl etwas mit dem Atem des Todes zu tun, dem er über ein Jahr ausgesetzt war. Und Sirius ist doch auch verschwunden? Vielleicht hat es etwas damit zu tun und deswegen sind beide auf einmal weg ohne, dass irgendjemand Bescheid weiß?"

„Und warum sollten sie sich dann vor Kaylar abschirmen? Warum sollten sie nicht gefunden werden wollen?" fragte Harry, auch wenn Ginny's Erklärung ihm zumindest etwas half sich nicht ganz so im Stich gelassen zu fühlen.

„Womöglich will sie euch damit schützen?" warf diesmal Hermine ein, da Ginny nicht aussah als ob sie mit einer Erklärung hätte aufkommen können. Harry wandte sich Hermine zu, welche sehr ernst und nachdenklich zurückblickte.

„Der Atem des Todes ist gefährlich. Dumbledore wusste es auch schon und vielleicht war eines der Gründe, warum er nie versucht hat Sirius zurückzuholen dieser eine, weswegen Professor White mit Sirius weggehen musste?

Ich hab auch bemerkt, dass mit Sirius etwas nicht stimmte. Die Kopfschmerzen, das zurückziehen und zum Mittag schlafen. Ich hab ihn ab und zu aufgesucht, um mir etwas erklären zu lassen und er hat Dinge teilweise vergessen, obwohl er sie mir eine Minute zuvor noch ganz klar erklären konnte."

Harry war im ersten Moment so überrumpelt von dieser Aussage, er reagierte ohne überhaupt nachzudenken.

„Hermine! Warum hast du nichts davon gesagt?!"

„Na weil -" Sie warf Ginny einen Hilfesuchenden Blick zu.

„Weil du in der letzten Zeit genug um die Ohren hattest und dich genug um Jilli gesorgt hast," sagte die Freundin. Es war ein verzweifelter Versuch seine Reaktion abzumildern, aber diesmal schaffte es nicht mal Ginny. Harry stand auf und schritt aufgebracht auf und ab.

„Toll! Wirklich toll!"

„Harry!" sagte Hermine fest. „Wir wollten doch nur nicht, dass du dir noch mehr Sorgen machst. Du hättest doch nichts tun können, selbst wenn ich dir davon erzählt hätte?... Außerdem... Ich hoffte doch auch, dass es nichts ernsthaftes wäre..."

Harry stimmte das immer noch nicht milder und so versuchte es auch Ginny noch einmal.

„Anna verhält sich anders, wenn es um Sirius geht. Remus sagte auch schon, dass sie dann unberechenbar ist und Mad-Eye meinte auch, dass es für alle gefährlicher geworden ist mit Sirius' Rückkehr, weil Anna Sirius an erster Stelle bei sich stellt. Selbst über den Orden. Wenn also etwas mit ihm nicht stimmt, ist es irgendwie logisch, dass sie tut ohne über andere nachzudenken."

„Logisch?" fragte Ron grinsend.

Ginny verzog eine schiefe Grimasse.

„Gut, nicht logisch. Aber... passt zu ihr. Und es ist doch etwas gutes? Anna ist sehr stark und sie kann Sirius bestimmt hefen."


Für Harry war die Diskussion damit beendet und er beschloss alles bei einem Allein Training auf dem Quidditchfeld zu ignorieren. Er wollte fliegen – und nicht mehr fühlen. Wenn er auf dem Besen flog, dann konnte er das tun. Gefährliche Manöver fliegen und sich nur auf den Schnatz konzentrieren. Nun fiel ihm auch auf, dass Joe ihn beobachtete, denn er konnte den Auror hier und da an einem Fleck erkennen, von dem aus er ihn im Blickfeld behielt. Harry beendete sein Einzeltraining erst als er wirklich erschöpft genug war. Als er schließlich vom Besen stieg und diesen schulterte, blieb er stehen und versank für einen Moment in dieser Ruhe. Wie lange würde es wohl noch so bleiben? Er kannte den richtigen Krieg nicht. Er hatte viele Abenteuer und Konfrontationen mit Voldemort hinter sich, aber... es gab immer Hoffnung. Selbst nach Dumbledore's Tod – Gut, es gab da diese kleine Lücke an Zeit, in der es düster war. Bevor er hörte, wer Anna war... Jetzt fühlte es sich fast wieder so an. Seine Gedanken schweiften ab zu jenem Abend...

Sie hatten gemeinsam trainiert und sie hatte ihn sehr stolz angesehen nachdem er in so kurzer Zeit einen so starken Zauber gemeistert hatte, was ihn selbst ebenfalls sehr überraschte. Er hatte in der Tat damit gerechnet länger dafür zu brauchen.

„Remus hatte Recht, du machst deinem Vater in der Tat Konkurrenz," sagte sie mit einem sehr sanften Lächeln. Er mochte diese Seite an ihr. Es machte sie wärmer, vertrauter. „Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob er tatsächlich länger brauchte oder mit Absicht so tat als ob, um mich auf die Palme zu bringen."

Da sie sehr verschmitzt das Gesicht verzog wusste Harry sofort, dass sie es amüsiert meinte und konnte daher ebenfalls grinsen. Hatte er sie vor Monaten noch mit Snape verglichen, bemerkte er in diesem Moment, dass sie absolut nichts gemein hatten. Sie mochten teilweise gleich handeln, ihre Ausführung und Absichten aber hätten unterschiedlicher nicht sein können.

„Ich finde es schön, dass du hier bist," sagte Harry ehrlich. „Es ist als ob Dumbledore doch noch hier wäre."

Sein Gegenüber blickte ihn einen Moment lang verschlossen an, dann aber bemerkte er wie betrübt sie war.

„Es ist sehr freundlich von dir, das zu sagen. Aber Harry, das Letzte, was ich bin, ist ein Ersatz für Albus Dumbledore."

„Du bist seine Urenkelin?"

„Was nicht heißt, dass ich dazu im Stande bin seinen Platz einzunehmen. Ich übernehme das, was ich kann. Aber ich handle nicht wie er. Es gibt Gründe, warum in der Vergangenheit vieles so anders geschehen ist. Ich bin hier, aber... Ich bin nicht Dumbledore."

„Die anderen im Orden glauben es aber."

„Nicht jeder," verbesserte sie ihn sanft. „Sie sind noch im Orden, weil sie hoffen und glauben wollen. Vielleicht auch, weil sie nicht woanders hin können. Snape kannte alle Mitglieder und viele von ihnen befürchten, dass sie außerhalb des Orden noch mehr in Gefahr wären. Ich denke, sie wollen daran glauben, dass ich Dumbledore's Stelle einnehmen kann. Aber tatsächlich glauben – das tun nur die wenigsten."

Er musste sehr verwirrt ausgesehen haben, denn Professor White lächelte zärtlich und klopfte ihm sehr bedacht auf die Schulter.

„Wir tun das, was in unserer Macht steht. Jeder von uns möchte den Krieg, der vor 20 Jahren herrschte, nicht noch einmal haben. Er ist zurückgekehrt, dies ist eine Tatsache und nicht zu verleugnen – auch wenn Fudge das noch so sehr versucht hatte vor 2 Jahren. Scrimgeour tut es nicht."

„Du vertraust ihm?"

Vertrauen... soweit es möglich ist. Er hat ein starkes Herz, weißt du. Sehr rechtschaffen und standhaft. Aber er ist... auch sehr engstirnig. Mit Fudge an der Spitze wäre es erheblich schwerer Voldemort Einhalt zu gebieten. Scrimgeour dagegen legt uns zumindest keine Steine in den Weg und wir können besser agieren. Wenn wir es richtig anstellen, kann er sogar sehr nützlich sein."

Der junge Schüler sah nicht sehr überzeugend aus. Professor White sah ihn traurig an.

„Harry, ich werde nicht immer an deiner Seite sein können, um dir im Kampf gegen Voldemort zu helfen. Du musst es alleine können, auch ohne einen von uns an deiner Seite.

Ich will damit nicht sagen, dass du alleine bist – aber du musst deinen Weg auch ein Stück alleine gehen. Dass du dazu im Stande bist steht für mich außer Frage."

„Wirklich?" fragte er mehr pessimistisch, aber der traurige Ausdruck im Gesicht der Schulleiterin machte einem sehr vertrauten und zuversichtlichen Lächeln platz.

„Wie ich sehe hast du das Selbstvertrauen deiner Mutter. Hier täte es dir in der Tat ganz gut etwas von James' Selbstsicherheit zu adaptieren."

„Er war sehr überheblich..." murmelte er finster. Anna aber lachte kurz herzhaft auf.

„Oh ja... und wie," sagte sie, was seine Verwirrtheit nur noch vergrößerte. „Manchmal ist etwas, was wir am anderen nicht leiden können, nur ein Schutzmechanismus, der den Menschen versteckt, den wir gern haben."

Er verzog das Gesicht, konnte er damit doch noch weniger anfangen.

„Jedenfalls... die Mitglieder des Ordens werden dir folgen und dich unterstützen, wenn du ihnen sagst, was sie tun sollen."

„Err – Vor 2 Jahren hielt man mich noch für irre und übergeschnappt?"

„Und heute bist du der Auserwählte. Nutze dies aus. Du hast viele Freunde, die dich bereits unterstützen und ich bin sehr stolz zu sehen, wie du ihre Hilfe auch annimmst. Hermine, Brian, du weißt wie klug die beiden sind und nimmst ihren Ratschlag an. Neville, Ron, Luna Lovegood, du unterstützt sie und bringst sie dazu Dinge zu erreichen, von denen sie vorher nur zu träumen gewagt hatten. Du stehst hinter ihnen so wie sie hinter dir stehen.

Viele wollen für das Richtige kämpfen. Ihnen ist sehr wohl bewusst, dass Voldemort's Ansichten falsch sind. Jemand, dem sie vertrauen, muss ihnen jedoch sagen wie. Und du bist so jemand, dem sie vertrauen."


Hatten sie das Gespräch mit Absicht geführt? War ihr Verschwinden Absicht, damit er die Führung übernimmt?

„Ich hatte doch keine Ahnung, was ich tat. Alles was bisher so erfolgreich ausging war pures Glück."

„Pures Glück? Oder Können?"

Er sah überrascht auf und erkannte Lyssa bei sich stehen. Sie lächelte sanft. Sanft... So wie er es von vielen kannte, die er gern hatte. Ginny, Hermine, Mrs Weasley, Jilli, seine Mutter... Professor White.

„Vielleicht unterschätzt du dich gerade einfach sehr stark? Meine Eltern haben sehr viel Vertrauen in dich, weißt du."

„So?" fragte er mehr beiläufig als sie wirklich ernst zu nehmen. Er schritt mit geschultertem Besen die Wiese hinauf ins Schloss und Lyssa folgte ihm.

„Und du weißt, dass meine Eltern beides Dhschoaras sind."

„..."

„Und Ich auch?"

„..."

„Wir sehen Dinge anders?"

„..."

„Anders?"

„..."

„Ander-"

„Komm zum Punkt!" warf Harry mit dem Anflug eines Grinsens zu ihr rüber. Er war nicht genervt oder gereizt, aber große Lust etwas zu hinterfragen hatte er in diesem Moment genauso wenig. Lyssa schien dennoch nicht zu wissen, wie er es gemeint hatte und war ziemlich klein geworden. Harry blieb stehen und sah sie immer noch grinsend an.

„Sag doch einfach, was du sagen willst? Warte nicht darauf, bis ich von selbst darauf komme, denn es ist glaub ich allgemein bekannt, dass ich unterschwellige Botschaften nicht deuten kann."

„Err – na gut," sagte sie etwas überrumpelt. „Meine Eltern wissen auch von Professor White's und Sirius' Verschwinden und wir haben gesprochen.

Harry, jemand in deiner Nähe handelt sehr selbstsüchtig. Und die Motive dieser Person sind nicht gut. Es fällt mir schwer daneben zu stehen und nur zuzusehen. Aber ich habe keine andere Wahl, weil die letzte Person, die es wagte einzugreifen, den Tod dafür erntete."

Er verstand, dass es tatsächlich etwas ernsteres war und so hatte auch er auf einmal ernst die Stirn gerunzelt und das Grinsen aus dem Gesicht gewischt.

„Und wann ist es eingreifen und wann noch nicht? In dem du mich vorwarnst, dass es da jemanden gibt, hast du doch schon eingegriffen? In dem du Professor White geheilt hast, hast du doch auch schon eingegriffen?"

„Nein, weil sich das, was passieren wird, nicht geändert hat. Erst in dem Moment, wo mein Handeln zu einer Änderung im Lauf der Geschehnisse führt ist es eingreifen."

„Hä?" machte er ehrlich verwirrt.

„Was ich damit sagen will ist..."

Wenn sie es doch nur besser erklären könnte ohne dass es sich sogar für sie selbst total konfus anhörte...

„Es ist... als ob man mehrere Wege zum gehen hat. Viele Wege führen zum selben Ziel, aber das Ziel, da treffen alle Wege ein. Oder eine Weggabelung, an der sich viele Wege kreuzen. Egal, welchen man nimmt, zwangsweise muss man an dieser Gabelung vorbei."

Harry sah nicht aus als ob er wirklich mehr verstand und schüttelte schließlich den Kopf.

„Egal, mit deinem Handeln hast du Professor White das Leben gerettet. Wenn du jetzt also noch mal ein Leben retten kannst, dann tu's doch einfach?"

Lyssa hatte ängstlich das Gesicht verzogen. Sie war innerlich hin und hergerissen und konnte sich auch nicht entscheiden, was sie nun tun wollte. Helfen oder nicht helfen? Was er nämlich sagte war schließlich auch die Wahrheit.

„Aber... wenn ich es tue, dann könnte es sich tatsächlich ändern... und... das ist nicht das, was sein sollte."

„Wenn ich mich recht erinnere, dann wollte dein Großvater nicht, dass es dich gibt. Aber du bist hier. Also ist doch schon etwas anders als es sein sollte? Und das ist doch auch gut so? Finde ich zumindest."

Überrascht hatte sie zu ihm aufgeblickt und auch wenn er nicht besonders gut darin war Gefühle oder Emotionen von Frauen zu deuten, irgendwie wusste er in diesem Moment, dass sie seine Worte freuten.

„Vielleicht bist du gerade deswegen hier, um das zu ändern? Wäre es da nicht doof, es nicht auch zu tun, nur weil diejenigen sagen, du sollst es nicht tun, die eigentlich auch nicht wollten, dass es dich gibt?!"

Er sah sie vielsagend an und nickte aufmunternd. Es wurde das ausgesprochen, was er auch dachte. Genug von Prophezeiungen, Geschichten und Wahrsagungen. Dumbledore hatte es auf den Punkt gebracht. Das alles waren doch nur Dinge, die andere von sich gaben. Wenn man es nicht kannte, wie hätte man denn dann gehandelt?

„Okay..." sagte Lyssa plötzlich und Harry sah sie überrascht an.

„Okay?"

„Aber... Du musst mir vertrauen, okay?"

„Err -"

Noch bevor er überhaupt geantwortet hatte, ergriff sie seine Hand und zog ihn mit sich ins Schloss hinein.

„Err – Lyssa? Wohin -"

„Vertrau mir bitte."

„So verrückt, wie du mir erscheinst?!"

Auch das kam heraus ohne, dass er richtig nachgedacht hatte. Ehe er sich versah – und er hatte durchaus bemerkt, dass Joe ihnen auch dahin gefolgt war – fand er sich im Gryffindor Gemeinschaftsraum wieder – wo Joe nicht nach kam – und die Treppen zum Mädchenschlafsaal rauf –

„Hey!"

Wo Harry nicht rauf kam und mit einem Schwups wieder halb runter kullerte – Lyssa direkt mit ihm hinab, denn sie hatte seine Hand nicht losgelassen und da er eindeutig der schwerere und stärkere von beiden war... Vielleicht war es nicht vorhersehbar, durchaus aber erwartbar, dass beide bei Ron und Neville's Füßen aufkamen.

„Harry?" fragte Ron verwirrt und während er ihm aufhalf und Neville Lyssa auf die Beine zog, stöhnte der Gryffindor Schüler, der gerade einen Sturzflug hinter sich hatte.

„Ent-schul-di-gung," sagte Lyssa leise, äußerst peinlich berührt und wurde für einen Moment rot wie eine Tomate. „Ich hab vergessen, dass Jungs da nicht herauf kommen."

„Ach ja?" ächzte Harry und stöhnte erneut. Er hatte schon einige Stürze hinter sich – irgendwie machte ihn dieser mehr aus als die anderen.

„Ähm – warte hier. Ich hol Ginny und Hermine."

„Wieso?!" rief ihr Harry hinterher, aber Lyssa war ohne anzuhalten hochgelaufen.

„Was ist mit der?" fragte Ron verwirrt, aber Harry wusste nicht darauf zu antworten. Stattdessen kam die Mitschülerin mit Hermine und Ginny an jeweils einer Hand gezogen wieder zu ihnen hinab.

„Wir müssen gehen," sagte Lyssa beim vorbeigehen und noch bevor Harry überhaupt fragen konnte, wohin, wurde er von Ginny mitgezogen. Hermine hatte sich bei Ron eingehakt, so dass auch er keine andere Wahl hatte als mitzukommen. Neville dagegen folgte ihnen nach einem kurzen unsicheren Blick gleichfalls ohne, dass ihn jemand mitzog. Sie liefen in den Raum der Wünsche, der sich in denselben Raum verwandelte, in dem sie immer waren, wenn die Gruppe unter sich sein wollte.

„Lyssa?" fragte Harry. Statt zu antworten holte diese etwas aus dem Regal und stellte es in die Mitte.

„Ein Portschlüssel," erklärte sie kurz. „Schnell!"

Und noch bevor einer von ihnen überhaupt reagieren konnte, hatte Lyssa Harry mit der einen Hand ergriffen und den Portschlüssel mit der anderen.

Der Sog hatte ihn auf der Stelle ergriffen und wie erwartet umhergewirbelt. Es dauerte nicht lange und er fand sich mitten auf der Straßen in einem Dorf wieder.

„Was zum Henker sollte das?!" rief er mehr oder weniger laut der Mitschülerin zu, auch wenn diese ihn sehr zu seinem Leidwesen gar nicht wahrnahm. Stattdessen schritt sie hibbelig auf und ab als ob sie sie jemanden suchte. „Lyssa, was -"

Schwups!

Ron, Hermine, Ginny und Neville waren ebenfalls aus dem Portschlüssel herausgeschleudert worden. Krachten im Gegensatz zu Harry jedoch gegen einen dicken Baumstamm, der unweit vom Portschlüssel entfernt war.

„Harry!" rief Hermine und strich sich kurz die rechte Schulter mit der sie gegen den Baum gestoßen war. Ron hatte es schlimmer erwischt, denn er kam nicht nur wie sie mit der Schulter gegen den Baum an, sondern mit dem ganzen Gesicht. „Was -"

„Ich hab keine Ahnung!" fiel er ihr wirsch ins Wort. „Frag Lyssa! Sie ist diejenige, die uns bei Nacht und Nebel hier her gezerrt hat."

Die Mitschülerin seufzte auf einmal verzweifelt auf und wandte sich endlich der Gruppe zu.

„Harry, du sagtest doch, ich soll handeln und den Lauf verändern? Das ist es, was ich jetzt tue."

Er zuckte mit schiefem Blick zurück.

„Ja, damit meinte ich mir sagen, wer der Verräter im Orden ist. Nicht, dass du uns gleich alle mitten im Nirgendwo absetzt um den Verräter direkt zu konfrontieren. Wo sind wir hier überhaupt?"

„Ich wollte keine Zeit verschwenden! Es könnte sonst zu spät sein -" Sie stoppte und atmete erleichtert aus. „Ein Glück. Wir sind nicht zu spät."

Harry und die anderen wandten sich in die Richtung, in die Lyssa gestarrt hatte und er sah in der Ferne eine Hexe den Weg entlang aus dem Dorf schreiten. Eine Hexe, die er heute bereits getroffen hatte.

„June Stone?" sagte er irritiert. „June ist die Verräterin? Ich dachte sie wäre bereits ausgeschlossen?!"

„Kommt mit," sagte Lyssa und lief der Hexe hinterher. Sie war sehr weit von ihnen entfernt und dennoch rannte die junge Hexe, um aufzuholen. Diesmal hatte sie niemanden mitgezogen, aber Harry und die anderen zögerten nicht lange, sondern liefen ihr nach.

„Lyssa!" rief Harry, da sie ungewöhnlich schnell lief und Neville schon fast abgehängt wurde. Wieso überraschte es ihn ausgerechnet jetzt festzustellen, dass sie so flink war?

„Harry, schneller!" rief sie ihm zurück.

„Warum?!" entgegnete er laut. Sie liefen und liefen, aber June war längst aus ihrer Sicht verschwunden. „Lyssa -"

„Schneller! Bevor es zu spät ist!"

„Bevor was zu spät ist?!"

Die Entfernung zwischen ihnen allen wurde immer größer und Harry war der Einzige, der ansatzweise mit Lyssa's Geschwindigkeit mithalten konnte. Sie waren längst in einem sehr dichten Wald verschwunden und wäre er alleine gewesen, er hätte nicht gewusst in welche Richtung er hätte gehen sollen, um June zu finden.

Lyssa blieb plötzlich stehen und das war ein Glück. Harry war sich nicht sicher, ob er ihr noch hätte länger hinterherlaufen können ohne dass ihn vorher die Puste ausging.

„Was zum Henker soll das?" keuchte er nach Luft schnappend. „Könntest du uns mal erklären, was du da treibst?!"

Lyssa ignorierte ihn und blickte erneut suchend in sämtliche Richtungen.

„Na endlich!" rief Hermine, die nach gefühlt einer halben Stunde endlich mit Ron und Ginny aufgeholt hatte.

„Sollte das etwa ein Wettrennen werden?!" warf Ron dämlich ein und schnaufte hörbar ein und aus. Dann aber gab es eine laute Explosion und sie alle zuckten zusammen.

„Was war das?!" sagte Hermine entsetzt.

„Da!" rief Ginny und zeigte nach oben. Dunkle Wolken stiegen aus einer Gegend unweit von ihnen entfernt auf.

„Schnell! Bevor es zu spät ist!" rief Lyssa und wieder war sie weggerannt. Neville schaffte es erst jetzt aufzuholen, da rannten sie erneut los und zwar alle Lyssa hinterher. Man hörte laute Flüche durch die Gegend brüllen. Es waren Stimmen von Männern und die von einer Frau, von June Stone. Schreie ertönten. Schreckliche Schreie und Harry spürte wie sein Herz stehen blieb. Es war definitiv June Stone, die schrie. Als sie ankamen war sie bereits verletzt und umzingelt von 5 Todessern. 5 Zauberstäbe waren gegen sie gerichtet und binnen einer Sekunde waren die Flüche gesprochen und hatten die junge Hexe auch genauso schnell getroffen. Ihr Körper wirbelte einmal im Halbkreis bevor er zu Boden ging und liegen blieb.

Harry, Ron, Hermine und Ginny zogen auf der Stelle ihre Zauberstäbe und jeder von ihnen hatte mit einem Fluch angegriffen. Harry konnte einen Todesser sofort mit dem Ganzkörperklammerfluch ausschalten. Die anderen 3 Todesser wurden von den restlichen Flüchen zwar getroffen und zu Fall gebracht, verloren jedoch nicht ihre Zauberstäbe und setzten zu einem weiteren Angriff an. Der 5. Todesser, den keiner von ihnen getroffen hatte, wandte sich ihnen als erstes zu und obwohl er eine Maske trug und seine Haare von der Kutte bedeckt waren, Harry hätte ihn überall erkannt. Snape.

Er richtete seinen Zauberstab gegen Harry und nun fand er sich mit dem Todesser in einem Duell wieder. Auge um Auge.

Neville hatte aufgeholt und mit seiner Hilfe duellierten sich die anderen mit den restlichen 3 Todessern. So stark und gewaltig wie Snape's Angriffe kamen, genauso schlugen ihm auch Harry's Flüche entgegen. Er nahm jeden Fluch, den er von Professor White gelernt hatte. Alles neue, was sie ihm beibrachte – Denn was er jetzt wollte, war ihn zur Rechenschaft ziehen. Denjenigen bluten lassen, der für den Tod seiner Eltern verantwortlich war.

„Kläglicher Versuch, Potter!" brüllte Snape und schaffte es auch diesen Angriff abzuwehren. Wenn auch – und das stellte Harry mit Genugtuung fest – mit sehr viel Mühe und Kraft. Aus den Augenwinkeln sahen beide, dass sich jemand neues unter sie gemischt hatte und den jungen Schülern half. Joe Baydon schaffte es in kürzester Zeit die restlichen drei Todesser in die Knie zu zwingen.

Harry hatte nur eine Sekunde zu lange gezögert, da reagierte sein Gegner als erstes - und disapparierte.

„NEIN!" schrie der Schüler aufgebracht. Das war seine Chance gewesen! Er war so nah dran! Er hätte -

„Harry!" rief Ginny laut und holte ihn damit aus der Starre, in die er verfallen war. Er sah zu ihr rüber, dann in die Richtung, die sie ihm mit ihrem entsetzen Blick deutete. Lyssa und Joe knieten bei June Stone und als die Mitschülerin aufsah und sich ihre beiden Blicke trafen, schüttelte sie traurig den Kopf. Harry schluckte hart. Er fühlte sich wie in Trance als er zu ihnen rüber schritt und sich ebenfalls zu der Hexe am Boden niederließ. Joe hatte ihm Platz gemacht. June's Augen waren geschlossen. Es wirkte fast als ob sie nur schlafen würde – allein dass sich ihre Brust nicht mehr auf und ab bewegte zeigte das, was ihm Lyssa mit ihrem Kopfschütteln angedeutet hatte.

„Sie war es nicht... nicht wahr?" fragte Harry kalt. Er wollte es nicht fühlen. Nicht jetzt. „Der Verräter."

„Nein," flüsterte Lyssa mit erstickter Stimme. „Sie war es nicht."

Wut... Es erfüllte sein Innerstes wie so oft in der letzten Zeit. Er stemmte seine Hände zu Fäusten und unterdrückte jegliches Gefühl was sonst noch aufgekeimt wäre.

„Wieso das hier? Wieso hast du uns hier hergeholt?! Wieso erst jetzt? Wieso uns?! Wieso nicht die anderen vom Orden? Wieso nicht schon früher?!"

Lyssa schüttelte mit schuldiger Miene den Kopf und machte sich klein.

„Ich... Ich habe es versucht, Harry. Wirklich. Aber... Sie war schon tot bevor ich bei ihr ankam. Ich - Ich kann keine Toten mehr heilen."

„Wieso hast du nicht schon früher gehandelt? Wenn du davon wusstest, warum nicht schon vorher? Du hättest das hier doch verhindern können?!"

„Ich... Ich..."

Es machte alles nicht besser. Dass sie sich nicht wehrte, sondern unter seinen Worten einfiel machte es sogar schlimmer.

„Und du?! Warum hast du nicht etwas getan?!"

Er wandte sich an Baydon und wollte ihn anbrüllen! Seinen unsagbaren Zorn und Ärger an ihn auslasen! Aber Baydon's Blick – Harry dachte, wenn er zumindest die Wut an jemanden ausließ... Aber es machte es nicht besser...


Es gab keine Beerdigung und keine Gedenkfeier. June wollte anonym im Iargrove Heart beerdigt werden und diesen Wunsch erfüllte das Zaubereiministerium der Aurorin auch. Ginny erklärte Harry, dass besonders Zauberer und Hexen, die keine Familie mehr hatten, so beerdigt werden wollten. Der Körper wurde dann durch ein Zauber dem Fluss übergeben und der schloss einem dann in sich für die Ewigkeit ein.

Richtig, dachte Harry. June Stone hatte keine Familie mehr... Er und Jilli waren nicht direkt mit ihr verwandt...

Sie sahen endlich auch Kingsley und Remus wieder, doch hatte Harry neulich noch das Bedürfnis die beiden zur Rede zu stellen, war das nun vergangen. Sie suchten ihn diesmal im Schloss auf.

„Alles okay bei dir?" fragte Remus als erstes. Harry nickte abwesend. Die kleine Gruppe war auf den Ländereien. Die Mitschüler waren weit genug entfernt, so dass sie frei unter sich sprechen konnten.

„Das mit June tut uns leid," fuhr Kingsley fort, da Remus von der abweisenden Haltung des Jungen getroffen war und in sich erstarrte. „Ihr Tod ist ein schwerer Verlust für uns alle. Sie war ein wichtiges und tüchtiges Mitglied, sowohl im Orden wie auch im Zaubereiministerium."

Wieder abwesendes nicken. Was sollte er auch groß sagen? Er kannte sie nicht lang genug, um das beurteilen zu können...

„Wir sind hier, um dir etwas von ihr zu geben. Sie wollte, dass du es bekommst. Eigentlich war es für Jilli oder dich bestimmt, aber da deine Schwester immer noch verschwunden ist, dachten wir uns, wir übergeben es dir."

Er reichte ihm das Handflächengroße Säckchen und Harry nahm es an ohne einen Blick hinein zu werfen. Das war es, was er jetzt brauchte. Erbstücke.

„Leider fehlt nach wie vor jede Spur von Professor White und Sirius... und leider auch von Jilli."

Nicken. Kingsley und Remus tauschten einen kurzen, sehr besorgten Blick miteinander aus, dann nickte Kingsley ihm aufmunternd zu und Remus nickte verstehend zurück.

„Harry," begann der Freund vorsichtig und fuhr auch erst fort als sein junger Freund ihn endlich ansah. „Einige Wochen bevor sie verschwand, hat Anna mit einigen von uns geredet. Es ging nicht präzise darum, was wir tun, wenn sie fallen sollte. Aber – und vielleicht war es ihre Absicht, es nur beiläufig zu erwähnen – es ging durchaus darum, was wir alle tun sollten, um dich zu unterstützen. Sie war der Meinung, dass du weißt, was du tun musst und dass wir dir helfen sollen, so gut es geht. Egal, was passiert."

Auch für Harry hörte es sich so an, als ob Anna bereits damit geplant hatte verschwinden zu müssen...

„Wenn du also etwas brauchst, zögere nicht uns zu kontaktieren. Es werden weiterhin Auroren und Mitglieder vom Orden im Schloss sein, um die Stellung zu halten. Kingsley und Ich werden uns um eine andere Sachen zusätzlich kümmern und daher nicht sofort erscheinen, wenn du uns brauchst. Aber Joe Baydon wird immer im Schloss sein. Wir kommen sobald es uns möglich ist."

Harry nickte. Er hatte nicht das Gefühl, als ob er in der Lage war etwas anderes zu tun.

„Harry? Gibt es wirklich nichts, was wir im Moment für dich tun können?"

Remus sah ihn weiterhin tief besorgt an, aber der junge Gryffindor schüttelte den Kopf.

„Nein, alles okay, Remus... Viel Glück euch beiden."

Und ohne sich noch mal umzudrehen, schritt er wieder ins Schloss hinein und in den leeren Jungenschlafsaal hinauf. Ob die beiden noch mit seinen Freunden sprachen, war ihm eigentlich egal geworden. Er legte sich in sein Bett und starrte die Decke über sich an.


Es geschah im Bruchteil einer Sekunde, dass sich seine Augen schlossen und als er sie wieder öffnete, befand er sich nicht mehr in seinem Bett. Er war auf dem zerstörten Anwesen seiner Großeltern... umgeben von dem Gefühl, das er die letzten Wochen über vermisst hatte.

„Jilli?"

Er drehte sich um und sah sie tatsächlich in der Nähe stehen. Sie lächelte vorsichtig und gerade weil er ihr die Unsicherheit im Gesicht ansah, zögerte er keine Sekunde, schritt auf sie zu und hatte sie sofort so fest er konnte umarmt. Jilli legte ihre Hände auf seinen Rücken und drückte zurück.

„Harry," flüsterte sie gefühlvoll. Er ließ sie wieder los, um endlich mit ihr reden zu können, aber Jilli hatte zuerst gesprochen.

„Es tut mir leid, dass ich nicht früher kommen konnte. Ich weiß, dass du mich gerufen hast."

„Warum? Warum bist du nicht gekommen? Warum bist du überhaupt gegangen?! Geht es dir gut? Wo bist du?"

„Harry, Ich -"

„Anna hat mir gezeigt, wovor du dich fürchtest," fiel er ihr jedoch ins Wort. Es brannte in ihm drin und er musste es aussprechen bevor sie doch wieder verschwand. „Es ist mir egal!"

„Harry -"

„Ich habe keine Angst vor dir! Mum und Dad auch nicht. Das wird nicht eintreffen! Das kann doch gar nicht mehr eintreffen! Nicht so. Du hast kein Grund dich zu verstecken! Und wenn du drohst zu diesem dunklen Ponester zu werden bin ich zur Stelle und hol dich wieder zurück!"

„..."

„So wie wir es bei Sirius gemacht haben. Du darfst nicht einfach abhauen und sagen, dass wir uns vielleicht nie wieder sehen!"

Wäre ihm mehr eingefallen, er hätte es ausgesprochen, was ihm auf dem Herzen lag. In diesem Moment kam jedoch nur das raus und angesichts dessen wie gerührt sie ihn ansah wusste er, dass es richtig war.

„Komm her, du," sagte sie liebevoll und hatte ihn erneut so fest umarmt, wie er sie vorher in die Arme geschlossen hatte. Diesmal ließ sie ihn wieder los und ihr warmherziger Blick hatte sich nicht verändert. Es war irgendwie anders als Harry es erwartet hatte.

„Danke, dass du das sagst, aber das war nur einer der Gründe, warum ich mich so lange nicht bei dir gemeldet habe."

Häh? Das musste auch sein Gesicht ausgesagt haben, denn Jilli lachte kurz auf.

„Ich bin gegangen, um dich zu schützen und ich wollte mich verstecken aber – Ich weiß jetzt, dass es falsch war. Und nichts zu tun liegt uns Potter's ohnehin nicht im Blut, richtig?"

Sie lächelte spitz.

„Das heißt... Was tust du im Moment dann?" fragte er verwirrt. „Und wieso hast du nicht reagiert als ich dich gerufen habe?"

„Es ist zu lang, um es jetzt zu erklären. Vertrau mir, ja? Ich werde dich niemals im Stich zu lassen. Ich werde Mum und Dad stolz machen und an deiner Seite sein, wenn du Voldemort endlich ein Ende bereitest."

Er hatte nicht mit diesen Worten gerechnet und fühlte sich insofern auch ein wenig überfordert. Worte waren gerade das letzte, was er formen konnte.

„Vertrau mir einfach ja? Ich werde dir alles zur gegebener Zeit erklären."

Er nickte sofort. Wenn es um Jilli ging, dann konnte er gar nicht anders als ihr zu vertrauen. Es gab und hatte auch nie einen Zweifel daran für ihn gegeben. Sie lächelte dankbar.

„Ich bin nur gekommen, weil... Juny... Ich konnte nicht mehr nicht reagieren. Auch es gefährlich ist, aber... dieses Risiko wollte ich dennoch eingehen."

Harry sah den tiefen Schmerz in ihren Augen und ahnte, dass es ihr näher ging als ihm. Vielleicht war sie auch zu einem Teil gekommen, weil sie jemanden brauchte, nicht er. Es war in Ordnung für ihn, denn er wollte auch für sie da sein.

„Sie hatte niemand anderen mehr als uns, weißt du. Ich meine... sie hatte viele Freunde und so, aber Familie... Niemand mehr. Sie weiß ohnehin nicht, wer ihre richtigen Eltern waren – glaub ich jedenfalls."

„Glaubst du?"

„Wir haben uns nicht so oft gesehen, wie du vielleicht annimmst. Auch wenn Frankreich und Deutschland näher lagen. Sie war ja nur gering älter als ich und... der Fluch Magie zu entziehen war nicht nur bei dir eine Gefahr... bei ihr genauso."

Er hatte recht... Seine Schwester stand June Stone sogar sehr viel näher als er.

„Es würde aber zu Juny passen, dass sie versucht hat herauszufinden, woher sie wirklich kommt. Als ich sie vor einigen Jahren jedoch darauf ansprach meinte sie nur, dass es keine Rolle spiele. Wichtig sei nur das jetzt. Wir waren alles, was sie als Familie ansah."

Es machte das Gefühl in ihm nicht besser, eher schlimmer. Wenn er das nur fühlen würde, was Jilli gerade fühlte. Aber er tat es nicht. June Stone's Tod tat ihm leid, aber er glaubte nicht, dass er das fühlte, was er fühlen sollte oder was Jilli dachte, dass er fühlen sollte. Was er im Moment fühlte... war Schuld.

„June hat uns das da gelassen."

Harry nahm das Säckchen aus seinem Umhang und reichte es seiner Schwester. Er wollte nicht, dass sie noch fragte, wie es ihm ging oder etwas sagen müssen, was er nicht sagen konnte, weil er es nicht empfand.

Jilli öffnete es und zog einen weißen, glänzenden Armreif heraus. Ihr Blick war sehr überrascht und Harry verstand, dass es doch kein einfaches Erbstück gewesen war.

„Juny..." hauchte sie traurig, dann aber legte sie den Reif zurück in Harry's Hand und umschloss den Reif mit seiner Hand, so dass es fest in seinem Griff war.

„Er war für dich bestimmt."

„Remus und Kingsley sagten, sie wollte, dass du oder ich es bekommen."

„Sie wollte, dass du es bekommst," sagte Jilli jedoch entschieden.

„Das ist ein Armreif?!" fragte Harry und zog eine schiefe Grimasse. Er war doch wohl eindeutig ein Kerl? Und der Armreif war Schmuck? Wieder lächelte Jilli mild.

„Es ist ein Geschenk. Und... Geschenke von Menschen, die einen lieben, sollte man in Ehren halten. Wir verlieren sie manchmal viel zu schnell..." Sie hatte mit ihrer Hand ihre Halskette erfasst und gedrückt. „Abgesehen davon ist es kein normaler Armeif. Das ist einer der Ketten von Xerchia."

Ketten von Xerchia?" wiederholte Harry Stirnrunzelnd. Es war für ihn so überhaupt keine Erklärung, da er weder wusste, was das bedeutete, noch was es überhaupt war. Er kannte den Namen, das war alles.

„Behalte den Armreif und achte gut darauf. Es ist sehr wertvoll. Ich wusste nicht, dass Juny es all die Jahre hatte. Aber es ist wirklich wichtig, dass du sie bei dir behältst. Voldemort darf nicht wissen, dass du sie hast."

„Jilli, was hat es mit mit den Ketten von Xerchia auf sich? Hat es etwas damit zu tun, dass Anna und Sirius verschwunden sind?"

„Anna und Sirius sind verschwunden?!" sagte sie verblüfft. Harry nickte. Sie wusste also gar nichts davon. Jilli brauchte einen Moment, um sich zusammenzureißen und sich wieder zu fangen. Diese Nachricht hatte sie sichtlich aus der Fassung geworfen.

„Nein, hat es nicht," sagte sie beunruhigt. „Zumindest glaub ich das nicht. Was meinst du mit die beiden sind verschwunden? Was heißt verschwunden? Hat Voldemort sie gefangen?"

„Nein, ich glaub nicht. Sie sind von heute auf morgen plötzlich weg gewesen. Keiner im Orden weiß wo sie stecken. Sie haben niemanden etwas hinterlassen. Kaylar kann sie nicht erreichen. Sie haben sich gut abgeschirmt. Du wusstest also wirklich nichts davon?"

Sie schüttelte vollkommen entsetzt den Kopf und schluckte hart.

„Harry... Es tut mir so leid. Du musst dich so im Stich gelassen von uns allen fühlen."

Jaaaaaah und wie! Das wollte er am liebsten sagen, aber nachdem er sah wie die Schuld sie bereits erdrückte und angesichts der Tatsache, dass mehr hinter ihrer Handlung steckte, brachte er es nicht über sich es auszusprechen.

„Es tut mir wirklich leid. Ich erkläre dir alles, wenn ich hier fertig bin, ja?"

„Dauert das noch lange?"

„Ich weiß es nicht," sagte sie betrübt.

„Ist das... Ist das gefährlich was du tust?"

Auf einmal hatte die Sorge wieder Überhand gewonnen und er wünschte sich, dass sie sich doch lieber versteckt hätte.

„Ich pass auf mich auf," sagte sie beruhigend.

„Versprochen?"

„Versprochen."

Sie drückte ihm Mutmachend die Schulter.

„Ich komme zurück sobald ich kann. Du hältst den Kopf aufrecht, ja? Und Anna und Sirius... Ihnen wird bestimmt nichts passiert sein. Sie kehren womöglich schon bald mit einer Erklärung zurück und alles klärt sich auf... Ganz bestimmt."

Jilli lächelte ihn erneut an, hoffend, dass er dies genauso sah wie sie. Ihm fiel in diesem Moment die Kette auf, die sie an ihrem Hals trug. Der Stein darin... war das ein Alexandrit?

„Wenn du Zeit hast..." sagte sie traurig. „Dann geh nach Iargrove zum Iargrove Heart. Ich glaube, dass Juny dort auf dich warten wird... Aber geh nicht alleine, ja? Du bist alleine viel größer in Gefahr. Pass auf dich auf, Harry. Wir werden uns wiedersehen... Ganz bestimmt."

Das Bild verschwamm vor seinen Augen und wurde tiefschwarz. Als Harry seine Augen wieder öffnete war er zurück auf seinem Bett und starrte die kahle Decke vor sich an. Er zog sich auf und blickte zu der rechten Hand, in die Jilli den weißen glänzenden Reif gelegt hatte. Keine Einbildung... Kein Wunschtraum und er kam nicht umhin doch ein kleines Lächeln zu verziehen. Zumindest standen sie wieder in Verbindung... Sie hatte ihn nicht im Stich gelassen.


„June Stone war nicht der Verräter," sagte Harry zu Lyssa als sie sich an jenem Abend im Raum der Wünsche trafen. Er hatte nur sie mit sich hinein geholt. Sehr wohl in dem Wissen, dass sie mehr sprach, wenn sie sich nicht eingeschüchtert von zu vielen Mithörern fühlte.

„Nein, war sie nicht," sagte Lyssa traurig. „Aber sie war in Gefahr. Und ihr Tod wäre umsonst gewesen, wenn du nicht dort gewesen wärst."

„Ich? Wieso Ich?"

„Die Ketten von Xerchia."

„Du kennst dich damit aus?"

„Nein, nicht wirklich. Nur das, was alle anderen auch kennen. Aber ich weiß, dass es wichtig war, dass du in ihrer Nähe warst als sie starb."

„Wieso das?"

„Ich kann es dir nicht genau erklären, wie diese Gabe funktioniert. Ich weiß nur, dass es wichtig war, dass du dich bei ihr befandest."

„Und das ist nun... etwas tun, was du nicht tun sollst... richtig?"

Lyssa lächelte traurig.

„Ja... ist es."

„... Tut mir leid, dass ich dich angeschrien habe."

„Hm... ich vergebe dir?"

„... Danke..."

Harry grinste, doch Lyssa konnte nicht anders und begann richtig zu lachen. Er würde es für diesen Moment so hinnehmen.

Anna und Sirius waren also verschwunden, aber nicht von Voldemort entführt worden und sie schirmten sich ab.

Und Jilli führte etwas aus, was wichtig war, aber keiner von ihnen wusste, sie ihm aber später noch erklären würde. Damit konnte er leben. Er würde nun ebenfalls nicht tatenlos da sitzen und in seine Schulbücher starren.

Iargrove Heart... June Stone... Sie muss ein Echo von sich hinterlassen haben, wenn Jilli ihn dorthin schickt. Harry beschloss zu gehen – Er würde nach Iargrove gehen und sie anhören.

Der letzte Horkrux – ihn gab es auch noch. Es war seine Aufgabe ihn zu zerstören... der Alexandrit... Alexandrit? Es fiel ihm auf einmal wieder ein! Jilli's Halskette. Der Spur, der sie damals gefolgt waren – Sie kamen auf wo Jilli war. Harry runzelte die Stirn. Der Alexandrit... Horkrux... Konnte es sein? Trug sie den letzten Horkrux von Voldemort etwa die ganze Zeit mit sich?!

„Harry?" fragte Lyssa verwirrt. „Was hast du -"

„Ich muss weg," sagte er jedoch eilig und rannte aus dem Raum der Wünsche. Brian! Er musste ihn sofort sprechen. Wenn seine Vermutung richtig war – dann waren sie ihrem Ziel näher als sie alle dachten!