Kapitel 28:

„Da sind sie ja.", begrüßte Madame Pomfrey Hermione und Draco, als sie den Krankenflügel betraten. Sie waren später wieder gekommen, als gedacht. Aber Madame Pomfrey hatte ihnen auch nicht mitgeteilt bis wann sie wieder da sein sollten. Sie wirkte keineswegs verärgert, weswegen sich die Beiden darum auch keine Gedanken machten. Sie kannten die Medi Hexe gut genug um zu wissen, dass sie ihnen schon mitteilen würde, wenn ihr etwas nicht passte.

„Haben Sie mehr in Erfahrung bringen können?", fragte sie, als die Beiden auch schon auf die Betten zu gingen, die schon für sie vorbereitet waren. Auf den Nachttischen standen auch schon einige Sachen bereit und Beide ahnten nur, dass die Nacht wenig erholsam werden würde.

„Etwas. Nicht viel genaues. Aber ich denke genug … um es etwas besser zu verstehen, oder?", antwortete Hermione und sah zu Draco herüber, der seine Hände anstarrte und lediglich mit den Schultern zuckte. Er hatte sich eben im Gemeinschaftsraum noch zusammen reißen können doch Hermione wusste, dass ihn die Sache nicht kalt ließ. Er fühlte sich wohl belogen und hintergangen – zumindest nahm sie es an, denn Madame Pomfrey hatte die Umstände hinter der Liebesgeschichte seiner Eltern gekannt. Er nicht. Hermione konnte nachvollziehen, dass es ihm nicht passte.

„Ich glaube, dass wir bei diesem Zauber alle noch am Anfang stehen. Aber vielleicht können Sie Beide uns ja helfen mehr herauszufinden. Es könnte ein großer Schritt für die Forschung sein ...", sprach die Medi Hexe schon beinahe enthusiastisch und während Hermione sie freundlich anlächelte, seufzte Draco nur lautstark. Es war ihm wohl zu viel und auch das konnte sie verstehen.

„Es war ein langer Tag für Sie, deswegen werde ich Sie gar nicht lange wach halten. Sie erhalten jetzt eine Spritze von mir und dann trinken Sie bitte diesen Trank hier.", sie zeigte den Beiden einen milchigen, hellrosa Trank, den sie in zwei Phiolen abfüllte.

„Danach sollten Sie gut und erholt schlafen können. Ich sage es Ihnen jetzt schon einmal – ich werde Sie heute Nacht zum Teil selbst beobachten und zum Teil beobachten lassen. Ich will natürlich einiges herausfinden, um gewisse Dinge anzupassen. Das Ziel ist natürlich Ihnen mit diesen Anpassungen besser helfen zu können."

Hermione hatte schon den Ärmel ihrer Bluse hochgekrempelt als sich die Spritze unter ihre Haut schob und eine klare Flüssigkeit in ihre Vene pumpte. Draco zuckte nicht einmal mit der Wimper, als das selbe bei ihm passierte und kurz darauf nahmen sie auch schon den Trank ein.

Danach zog sich Madame Pomfrey für einen Augenblick zurück, damit sie sich entkleiden konnten. Sie gab ihnen zumindest so viel Privatsphäre und Hermione war durchaus dankbar dafür. Sie schlüpfte schnell aus ihrem Rock und zog ihren BH unter der Bluse aus. Sie wollte schon so ins Bett gehen, als Draco ihr sein Hemd hinhielt. Sie sah zu ihm herüber und zog überrascht eine Augenbraue hoch.

„Ich schlafe sowieso in Shorts und das Hemd ist länger und weniger eng. Vielleicht fühlst du dich darin wohler.", sagte er und Hermione lächelte ihm leicht zu. Es war lieb von ihm, auch wenn lieb wohl das am wenigsten passende Wort für ihn war.

Sie wusste selbst nicht wieso sie ihm den Rücken zudrehte, als sie sich aus ihrer Bluse schälte und dann sein Hemd überwarf. Irgendwie erschien es ihr ziemlich lächerlich aber andererseits wusste sie auch nicht, ob es so gut war, wenn sie sich so öffentlich vor ihm auszog. Sie waren hier unter Beobachtung. Vielleicht sollten sie sich da etwas mehr unter Kontrolle haben.

Aber das schien auch nur sie so zu sehen, denn Draco schlang seine Arme um ihre Taille und küsste sanft ihren Nacken, was sie leise aufseufzen ließ. Sie ließ sich gegen seine Brust sinken, als seine Hände sanft über ihren Bauch streichelten.

„Ich will sie nicht zu sehr schocken, sonst hätte ich wahrscheinlich gesagt: in den Betten ist auch Platz für Zwei Leute, wenn man nur eng genug zusammen liegt."

Hermione grinste leicht, als er ihr diese Worte ins Ohr flüsterte.

„Wir sollten sie wirklich nicht so schockieren.", stimmte Hermione zu und drehte sich schließlich in seinen Armen herum und ließ ihre Hände zu seinem Nacken gleiten. Sie sah zu ihm auf und lächelte ihn beinahe unschuldig an.

„Aber ich denke, dass wir morgen wieder auf unserem Zimmer schlafen können … dann können wir auch keinen mehr schockieren.", antwortete sie mindestens genauso sanft, wie er in ihr Ohr geflüstert hatte. Manchmal wunderte sie sich selber über solche Momente, denn es schien einfach nicht zu ihnen passen zu wollen. Nicht das sie sich darüber beschweren würde, denn eigentlich fand sie es schön, wenn er so sanft zu ihr war. Es brachte ihr Herz zum Rasen und in ihrem Bauch kribbelte es. Sie wollte es nicht, aber sie konnte es auch nicht mehr verhindern. Es war eben so und da konnte sie es auch einfach genießen, oder?

„Außer unsere Mitschüler natürlich, denn die neigen dazu immer dann aufzutauchen, wenn man ungestört sein will. Blaise und Theo zum Beispiel.", grinste der Platinblonde und das Mädchen verzog ihr Gesicht bei dieser Erinnerung. Ihnen war wirklich nie Ruhe vergönnt. So als ob sie Störungen anzogen.

„Apropos Theo...", brachte die Brünette dann hervor und sah ihm ernst in die Augen. Sie wusste, dass sie den Moment damit zerstörte, aber das nahm sie in Kauf. Die Sache ließ ihr einfach keine Ruhe.

Sie bemerkte wie er sich etwas versteifte, denn er schien zu ahnen was kommen würde. Sie wollte es dennoch wissen, auch wenn es ihm offensichtlich nicht gefiel. Sie wusste dabei nicht genau, was ihm daran nicht gefiel: Das Thema an sich oder der Themenwechsel. Aber das würde sie ihn nicht fragen.

„Meinst du … das mit Tracey und ihm wird wieder? Sie sah so unglaublich traurig aus."

Hermione biss auf ihre Unterlippe. Nie hätte sie gedacht, dass sie sich jemals solche Sorgen um die Slytherins machen würde, doch mittlerweile waren sie ihr tatsächlich ans Herz gewachsen – der Eine mehr und der Andere eben weniger. Und dennoch gehörten sie nun dazu und sie wollte nicht, dass es ihnen schlecht ging.

„Ich glaube das Theo ein absoluter Vollidiot ist, der gar nicht merkt, was er da manchmal kaputt macht. Aber ja ich glaube, dass es wieder wird. Tracey ist nie lange böse auf jemanden. Zumindest nicht, wenn sie die Person mag. Und ich wüsste nicht wie so jemand wie sie sonst so viel Zeit mit ihm verbringen würde. Sie muss ihn irgendwie mögen. Da besteht kein Zweifel dran."

Hermione verzog ihr Gesicht leicht amüsiert.

„Du meinst – er ist also genauso wie du."

Ihr Tonfall war dabei frech und neckisch – dennoch sah Draco sie mit hochgezogener Augenbraue an, ehe er sie in Richtung ihres Bettes schob und sie regelrecht darauf drückte, ehe seine Finger ihre Seiten fanden und sie begannen zu kitzeln. Das Mädchen war so überrascht, dass sie sich gar nicht erst wehren konnte. Sie lachte und gluckste, warf den Kopf zur Seite und begann sich richtig unter ihm zu winden um seinen Fingern zu entkommen. Doch es war vergebens. Er war stärker als sie und die Gryffindor musste es einsehen. Sie schnappte nach Luft zwischen den einzelnen Lachattacken und schon bald begann ihr Bauch vor Lachen zu schmerzen und ihre Augen zu tränen. Er ließ dennoch nicht locker, zumindest nicht bis sie es schaffte immer wieder abwechselnd seinen Namen zu wimmern und zu kichern.

„Nimmst du es zurück wenn ich aufhöre?", fragte er und hielt dabei ihre Handgelenke über ihrem Kopf fest, nur damit sie den Spieß nicht umdrehen konnte. Die Brünette konnte kaum sprechen so atemlos war sie von all dem.

„Niiiiemals.", sagte sie dann mutiger als sie wahrscheinlich in so einer Situation sein sollte und der Platinblonde knuffte sie in ihre Seite, was sie allerdings nur aufjapsen ließ.

„Ich bin also ein Vollidiot ja?"

„Manchmal...", quiekte sie und biss sich auf ihre Unterlippe um nicht noch mehr zu lachen. Sie wusste jetzt schon, dass sie einen Muskelkater vom vielen Lachen haben würde.

Draco sah auf sie herunter und ließ sie schließlich los. Er war noch immer über ihr und ihre Gesichter waren sich näher als sie sich sein sollten, wenn man bedachte, wo sie sich befanden. Madame Pomfrey könnte jederzeit zurück kommen und dann wären sie in Erklärungsnot. Doch irgendwie war es ihm auch egal, denn er wollte darauf eingehen, was Hermione gesagt hatte. Es war als müsste er es tun.

„Du meinst, wenn wir streiten?", fragte er dann etwas ernster und Hermione gelang es sich langsam zu beruhigen, so dass sie über diese Frage nachdenken konnte. Es war seltsam wie schnell sie von vollkommen ausgelassen zu ernst schwenken konnten. Auch wenn sie das Ausgelassene genossen hatte. Es war selten – um ehrlich zu sein war es vollkommen neu für sie – und es war schön gewesen. Anders eben.

„Ich meine, wenn du den Macho raushängen lässt. Oder Dinge sagst die … du nur sagst um wie einer zu wirken.", brachte sie dann nach einer ganzen Weile hervor und Draco sah sie mit zusammengezogenen Augenbrauen an. Es war als würde er wirklich wissen wollen was sie dachte. So als wolle er sie tatsächlich verstehen. Ebenfalls etwas was sie nicht gewohnt war. Aber es missfiel ihr nicht. Im Gegenteil.

„Ich weiß nicht, was du von mir erwartest."

„Ich glaube ähnliches wie Tracey von Theo."

„Vergleich uns doch nicht mit den Beiden."

„Ach ist es denn nicht zu vergleichen? Ich finde nämlich schon, dass es da Parallelen gibt."

„Nicht wirklich. Die zwei sind seit Kindertagen miteinander befreundet, und sie belasten die Freundschaft mit sehr viel Körperkontakt. Man muss ihnen wohl zu Gute halten, dass sie Beide nicht mehr voneinander wollen."

Nun war es an Hermione eine Augenbraue hochzuziehen.

„Und wie würdest du das beschreiben, was zwischen uns ist …", forderte sie ihn auf und damit machte sie wohl einen Fehler, denn sofort zog er sich zurück und wirkte abwesend. Beinahe distanziert.

„ich wollte nicht ...", begann sie und setzte sich ebenso auf, doch er schüttelte nur den Kopf und schob sie von sich, als sie sich an seine Seite gelehnt hatte. Hermione fühlte wie ihr ganz schlecht wurde. Sie hatte es verdorben. Sie hatte diesen ungewöhnlichen Moment mit zu vielen Worten kaputt gemacht und sie konnte die Distanz schmerzlich spüren, die sie zwischen ihnen geschaffen hatte.

„Wir sollten wohl besser schlafen. Wir werden noch drüber sprechen … aber nicht mehr heute. Ich glaube ich würde am Ende nur das Falsche sagen und dann hättest du Recht – dann wäre ich auch so ein Vollidiot wie Theo."

Hermione presste ihre Lippen fest gegeneinander, als er zu seinem Bett herüber huschte. Sie sah ihn nach lange aus dem Augenwinkel an – da lag er schon eine ganze Weile unter seiner Decke. Doch so richtig schlau wurde sie aus der Situation nicht. Sie würde es wohl nie werden, denn dafür dachten sie Beide einfach viel zu verschieden. Letzten Endes legte sie sich ebenfalls hin und zog die Decke über ihren Körper.

Als sie schon beinahe eingeschlafen war, hörte sie Schritte. Es musste Madame Pomfrey sein, die sich einen Stuhl zurecht zog. Sie blendete es aus und driftete dann langsam weg. Der Tag war lang gewesen und auch wenn sie bis eben noch aufgebracht und aufgewühlt gewesen war, tat der Trank jetzt sein übriges und ließ sie in Ruhe einschlafen.

Das Klopfen an der Tür ließ Tracey kalt. Sie sagte kein Wort. Sie hatte eine Decke um sich geschlungen, saß auf der Fensterbank und starrte in die Dunkelheit hinaus. Sie brauchte die Ruhe um nachdenken zu können und deswegen wollte sie auch niemanden sehen und hören, doch da hatte sie wohl kein Mitspracherecht, immerhin wurde die Tür dennoch langsam aufgeschoben.

Sie wollte schon gereizt und genervt reagieren. Sie wollte dem Störenfried alle möglichen Beleidigungen an den Kopf werfen, doch als ihre Augen auf den Besucher fielen, da wurde ihr Herz ganz schwer. Ihre Stimme versagte geradezu, als sie den Gryffindor in der Tür stehen sah.

„Ich wollte nur nach dir sehen. Ich … hab mir irgendwie Sorgen gemacht.", gab er zu und kratzte sich am Hinterkopf. Er hatte diese nervösen, schüchternen Ticks und das machte ihn wohl auch so liebenswert.

Tracey wusste eigentlich selbst nicht so genau, was sie an ihm fand – sie wusste einfach nur, dass sie ihn gerne kennen lernen würde. Aber sie hatte die Hoffnung eigentlich schon wieder aufgegeben, denn die Umstände mit Theo hatten sie auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht. Was war schon besonderes an ihr? Er hatte Recht, wenn er sagte sie wäre leicht zu ersetzen. Und Neville Longbottom musste sie nicht einmal ersetzen, denn er wusste ja auch nicht, dass sie ihn mochte. Und wenn er es wüsste … nun sie konnte sich vorstellen, dass er jemanden wie Megan oder Susan ihr vorziehen würde.

Sie sagte nichts und das machte Neville wohl nervös, denn er begann unsicher auf seinen Füßen zu wippen, während er sich in ihrem Zimmer umsah.

Natürlich bemerkte er dabei, dass sie es etwas umdekoriert hatte. Er konnte persönliche Details sehen – einige eigene Kissen, die ihr Bett zierten, Bilderrahmen und zwei große Vasen mit Blumensträußen. Es hatte einen persönlichen Touch von ihr erhalten und das fand er sowohl ungewöhnlich als auch schön.

Natürlich fiel ihm aber bald auf, dass er sich viel zu lang umgesehen hatte und das war ihm peinlich, weswegen sein Blick wieder zu Tracey glitt. Er wurde ganz rot um die Nase und das wiederum fand Tracey ziemlich süß. Aber das würde sie ihm nicht sagen. Irgendwie sagte sie ihm so vieles nicht, was sie anderen Menschen ganz offen ins Gesicht sagen würde.

„Ich will dich auch nicht weiter stören – ich wollte nur nach dir sehen. Ich geh dann auch wieder … ich wünsche dir eine gute Nacht.", stotterte er vor sich hin.

„Wieso machst du dir überhaupt Sorgen um mich?", fragte sie ihn dann aber und hielt ihn damit auf. Und da kam er doch noch ins Zimmer herein und schloss die Tür hinter sich. Sie brauchten niemanden, der sie belauschte. Zumindest nicht in seinen Augen. Es wurde sowieso schon zu viel Getratscht und es kursierten viel zu viele Gerüchte in diesem Turm. Da mussten sie nun wirklich nicht auch noch nachhelfen indem sie für mehr Gesprächsstoff sorgten.

„Du scheinst dir auch immer Sorgen zu machen. Da ist es doch nur richtig, dass sich auch jemand um dich Gedanken macht. Außerdem … warst du bisher immer nett zu mir. Also … naja ...", stammelte er wieder vor sich hin. Er hatte stark begonnen und dann hatte er auch wieder stark nachgelassen. Es war als würde ihn der Mut nach einigen Worten wieder verlassen. Oder als würde die Nervosität ihn übermannen. Auch wenn Tracey nicht ganz verstand woran es lag. War sie etwa so einschüchternd?

„Ich wüsste nicht wieso ich nicht nett zu dir sein sollte. Du hast mir nie etwas getan.", entgegnete sie schließlich und ließ ihre Beine vom Fensterbrett gleiten. Sie legte die Decke bei Seite und rutschte schließlich vom Fensterbrett runter – blieb aber an dieses gelehnt stehen. „Danke … das du dir Sorgen machst. Aber es wird schon wieder. Selbst, wenn es sich zwischen Theo und mir nicht einrenken sollte."

Ihre Stimme klang traurig und sie wusste es auch. Aber das war wohl normal, wenn man sich mit einem guten Freund stritt. Slytherins waren eben doch nicht so kalt wie alle immer dachten. Und sie wusste, dass alle genau das dachten. Sie würde am liebsten behaupten, sie wüsste nicht wieso es so war, aber das wäre gelogen. Sie alle neigten dazu ihre Gefühle zurück zu halten und nur das negative nach Außen hin zu zeigen. Es war wohl ein antrainierter Schutzmechanismus, den sie bis heute nicht verstand. Vor allem verstand sie nicht, wieso die anderen Schüler ihn nicht hatten.

„Du magst ihn sehr oder?"

„Als Freund … schon, ja. Aber nicht so wie ihr alle denkt. Ich … will nichts von Theo.", sagte sie sofort und dann schüttelte sie ihren Kopf betreten. Warum rechtfertigte sie sich hier. Es war ihm wahrscheinlich sowieso egal. Sie musste ihm nicht so deutlich zu verstehen geben, dass sie frei und ungebunden war. Es war ihm doch sowieso gleich.

„Warum eigentlich nicht? Er ist doch … naja ziemlich gut aussehend soweit ich das beurteilen kann."

Tracey zog eine Augenbraue hoch und schüttelte dann aber ihren Kopf. Sie verstand den Zusammenhang nicht ganz. Was hatte Theos Aussehen mit alldem zu tun?

„Es geht doch nicht nur ums Aussehen. Ich dachte gerade du wüsstest das. Es wirkte nie so auf mich, als wärst du oberflächlich."

„Bin ich ja auch nicht.", bestätigte er ihr sofort und seine Wangen wurden rot dabei. „Ich dachte halt nur … das es wichtig sein könnte."

„Für mich meinst du? Du denkst also ich wäre oberflächlich?"

„Das hab ich so nicht gemeint."

„Sondern?"

Ihre Stimme war kühl geworden und er wusste, dass er alles falsch gemacht hatte. Er hatte sich Sorgen gemacht und nun verärgerte er sie nur erneut. Er war ein Trottel und er wusste es auch. Er war einfach nicht gut im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht. Er wünschte er wäre es, aber es war eben nicht so. Er tat und sagte immer das Falsche und bereute es hinterher. Es zu wissen half ihm da leider auch nicht weiter, denn es gelang ihm einfach nicht etwas zu ändern.

„Ihr versteht euch gut und er sieht eben gut aus. Er ist auch ein Slytherin. Ihr kennt euch lange. Ich dachte eben, dass das alles was bedeutet. Wenn ich … ein Mädchen wäre und so … aussehen würde wie du, dann würde ich wohl auch etwas wählerischer sein."

Tracey war überrascht um es gelinde auszudrücken. Er hatte ihr unterschwellig ein Kompliment gemacht. Er hatte ihr ziemlich versteckt zu verstehen gegeben, dass er sie hübsch fand. Und das wiederum tat ihrem zerstörten Ego ziemlich gut. Vor allem da es von ihm kam.

„Also hältst du mich nicht für oberflächlich sondern für wählerisch – ich glaube damit kann ich allerdings leben.", sagte sie schließlich und lächelte leicht. Sie wollte ihn nicht weiter quälen und sie hatte sich ja über das Kompliment gefreut. Auch wenn es so versteckt gewesen war. Vielleicht war es deshalb nur umso besonderer.

„Ich halte dich einfach für … dich. Tracey Davis."

„Und ist das etwas schlechtes oder gutes?"

„Gut. Ich meine … du bist du und du scheinst da keine Angst vor zu haben. Ich beneide dich da richtig drum. Ich bin manchmal immer noch so ein Angsthase – ich weiß gar nicht wie ich ein Gryffindor geworden bin."

Tracey war erstaunt wie offen er ihr gegenüber war und das machte sie ziemlich froh. Nicht nur weil er es war, sondern weil er sich offenbar wohl genug fühlte um ihr das zu sagen. Und das man sich in ihrer Gegenwart wohl genug fühlte, um etwas ernstes zu teilen … das war ein Kompliment, welches sie nicht häufig erhielt.

„Weil du Mut beweist, wenn es darauf ankommt. Ich kenne dich nicht gut – auch wenn ich nichts dagegen hätte es zu ändern – aber ich weiß genug um dir das zu sagen. Ich glaube viele Menschen verwechseln Mut mit Dummheit. Es ist nicht immer mutig etwas einfach zu tun … manchmal ist es auch ein Zeichen von Mut erst einmal darüber nachzudenken was man tut und dann zu handeln. Manchmal ist es auch mutig Nein zu sagen. Und ich glaube du hast über die Jahre hinweg so viel Mut bewiesen … ohne das es dir überhaupt bewusst war. Einfach nur weil du eine falsche Vorstellung von Mut hast."

„Warum … bist du eigentlich so nett zu mir? Das wollte ich dich schon die ganze Zeit fragen.", fragte er sie schließlich ganz mutig und Tracey sah zu ihren Füßen hinunter. Es war eine Chance und sie könnte sie verstreichen lassen … oder sie könnte sich ein Beispiel an ihm nehmen und mutig sein.

„Wir haben uns mehr oder weniger wegen dir gestritten. Theo und ich. Ich hab ihm gesagt, dass ich für ihn da sein möchte – aber nicht immer nur auf diese körperliche Art und Weise. Natürlich weil es ihm nicht weiter hilft, aber auch weil ich es nicht mehr möchte. Ich … hab ihm gesagt, dass ich nicht ewig nur das für ihn sein kann – eine Ablenkung. Das ich vielleicht irgendwann einmal mehr sein möchte – nicht für ihn … aber für wen anders eben. Was ich ihm nicht gesagt habe ist, dass es jemanden gibt, den ich gerne kennen lernen möchte."

„...was hat das mit mir zu tun?", fragte der Gryffindor irritiert und als sie ihn nicht ansah, er aber deutlich sehen konnte wie sie ganz nervös mit ihrer Krawatte spielte, weiteten sich seine Augen. Er begann zu verstehen. Zumindest glaubte er es.

„Deswegen bist du nett zu mir?"

„Ich weiß es ist total verrückt. Ich meine sonst spreche ich jeden einfach an, aber bei dir hatte ich Hemmungen. Deswegen hab ich erst einmal versucht nur nett zu dir zu sein und damit eine Art Grundlage zu schaffen …", Tracey zuckte nur mit ihren Schultern. „Ich kann es verstehen, wenn du mich für wahnsinnig hältst."

„Tu ich auch.", sagte er trocken und Tracey spürte wie ihr Magen sich verkrampfte.

„Aber nur weil ich nicht verstehe wieso du gerade mich kennen lernen möchtest."

Sie sah zu ihm herüber – überrascht von dem was er da sagte. Sie hatte angenommen, dass er sie für verrückt halten würde, weil sie sich Hoffnungen machte oder gemacht hatte. Nicht weil er nicht verstehen konnte, warum er für sie interessant sein könnte. Sie schienen Beide nicht viel von sich selbst, aber umso mehr vom Anderen zu halten. Allein das amüsierte sie schon fast wieder.

„Du musst es mir nicht erklären, ich glaube das ginge auch gar nicht. Aber vielleicht kannst du mir darauf eine Antwort geben – was würdest du davon halten, wenn wir spontan einen Nachmittag nach Hogsmeade gehen? Dann … können wir reden. Uns anfreunden.", schlug er vor und Tracey strahlte förmlich. Sie wusste nicht einmal wieso es sie so glücklich machte, dass er ihr das vorschlug.

„Ja, das klingt sehr … nett.", sie wollte nicht zu überschwänglich klingen, also hatte sie nett gesagt obwohl sie hatte etwas anderes sagen wollen. Aber auch das klang irgendwie falsch. Aber er schien es nicht einmal wirklich zu bemerken wie dämlich sie sich angehört hatte.

„Dann lass ich dich jetzt mal alleine. Ich glaube du könntest etwas Ruhe gebrauchen.", sagte Neville schließlich und Tracey nickte ihm zu. Sie wirkte schon deutlich weniger traurig und das freute den Gryffindor ungemein.

„Danke … das du dir Sorgen gemacht hast."

„Danke, dass du so ehrlich warst. Wir sehen uns morgen früh."

Tracey nickte noch einmal, als er schon zur Tür verschwunden war.

„Er wird schon wieder auftauchen Gin.", sagte Harry an seine Freundin gerichtet und kreuzte seine Finger mit ihren. Sie hatten die Erlaubnis von Professor McGonagall erhalten die Nacht zu bleiben, da sie am nächsten Morgen noch einmal nach Hermione sehen wollten. Dann würden sie den Rest der Woche außerhalb von Hogwarts verbringen und ihre Angelegenheiten regeln. Ginny würde jeden Abend wiederkommen müssen nur um die Tests zu absolvieren und dann würden sie nächste Woche hier einziehen. Das Zimmer, welches Malfoy zu Beginn bezogen hatte, würde dann von Ginny bezogen werden und die Lehrerin hatte ihnen versprochen sich noch um zwei weitere Schlafzimmer für Harry und Ron zu kümmern. Mit Magie sollte sich ja alles relativ simpel machen lassen.

„Ich mach mir einfach nur Sorgen Harry. Ich meine ich verstehe warum Hermione und er auseinander gegangen sind. Ich würde es ihr gleich tun, wenn jemand so etwas mit mir machen würde. Ich hab da auch kein Mitleid mit ihm. Kein bisschen – Hermione ist meine Freundin.", erklärte sie ihm überzeugend und Harry nickte nur um zu signalisieren, dass er ihr noch immer zuhörte.

„Aber er liebt sie trotzdem noch immer. Auch wenn ich nicht verstehen kann – wie er so etwas tun konnte, wenn er sie doch angeblich liebt.", murrte sie und schloss ihre Augen. Vielleicht urteilte sie auch zu hart. Vielleicht musste sie erst einmal selbst in einer solchen Lage sein um es verstehen zu können? Andererseits wollte sie es gar nicht verstehen, denn er hatte Hermione weh getan und das war unverzeihlich. Es war zum verrückt werden, wenn man so zwischen den Stühlen saß.

„Und zu sehen das Malfoy und Hermione sich so nahe stehen, muss wirklich schwer für ihn sein. Gerade Malfoy, den er doch absolut nicht ausstehen kann."

„Vor allem denkt er ja aber wohl, dass Hermione zu gut für ihn ist. Aber das haben nicht wir und auch nicht er zu entscheiden. Das ist ihre Sache. Das muss er aber erst einmal verstehen lernen. Ich denke, er braucht dafür einfach etwas Ruhe … und Zeit.", sagte Harry schließlich und Ginny zuckte nur mit ihren Schultern.

„Ich wünschte ja ich wäre da so optimistisch aber das bin ich nicht. Ich hab einfach Angst, dass es nie wieder so wird wie es einmal war. Ich will nicht, dass wir als Freunde auseinander gehen nur weil … Ron und Hermione sich getrennt haben und wir dann dazwischen stehen."

„Es wird nicht passieren Gin. Es wird alles gut werden."

„Ich hoffe es.", grummelte das Mädchen. Sie wusste nicht woher Harry diesen Optimismus nehmen konnte. Es war doch so offensichtlich, dass es eben nicht gut war und sie weit entfernt von gut waren. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass es in naher Zukunft werden würde. Aber vielleicht malte sie auch alles schwarz und irrte sich damit. Man konnte nie so genau wissen was kommen könnte.

„Ginny … komm einfach hoch, klopf nicht an oder so. Komm einfach rein und leg dich dann hin ja? Ich hab etwas Kopfweh und wollte deswegen schon ins Bett.", unterbrach Hannah das Gespräch zwischen Harry und Ginny. Sie hatte Ginny angeboten bei ihr zu schlafen. Harry und Ron würden bei Seamus im Zimmer übernachten, der diese Nacht bei Dean verbringen würde.

„Ja, danke noch mal Han. Ich werde nicht mehr lange bleiben … und ich versuch auch leise zu sein.", versprach die Rothaarige und die Blondine lächelte sie freundlich an, ehe sie wieder die Wendeltreppe nahm und in ihrem Zimmer verschwand.

„Geh ruhig schon … ich werde auch ins Bad gehen und dann zu Seamus verschwinden. Wenn Ron nicht auftauchen sollte, dann geh ich ihn noch suchen. Versprochen. Mach dir keinen Kopf. Es renkt sich alles wieder ein. Du wirst schon sehen."

„Ich versuche es. Ich will dir da wirklich gerne glauben Harry.", schmunzelte das Mädchen dann schließlich doch und gab ihrem Freund einen sanften Kuss, ehe sie hoch zu ihrer Mitbewohnerin für diesen Abend ging.

Die Gänge waren dunkel und nur der Mondschein, der durch die Fenster hinein kam, ermöglichte es ihm den Weg zu finden. Er hätte auch zaubern können, aber warum Anstrengungen auf sich nehmen, wenn es auch so ging?

Er blieb schließlich vor der schweren Holztür stehen und seufzte als er sich gegen die steinerne Wand hinter ihm lehnte und zu Boden sank. Er wusste, dass auch hier bald jemand vorbei kommen würde. Lehrer, Vertrauensschüler … sie würden ihre Kontrollgänge machen, doch ihm war es gleich. Er war noch kein Schüler dieser Schule. Noch konnte er hier herumspazieren wie er lustig war. Da konnte ihm auch keiner etwas zu sagen. Erst nächste Woche würde er sich den Regeln der Schule wieder unterordnen müssen. Solange würde er seinen eigenen Regeln folgen.

Seine Beine hatten ihn zuerst nach draußen wandern lassen, doch auch die frische Luft hatte ihn nicht beruhigen können. Und nun saß er hier vor der großen Holztür zum Krankenflügel und starrte Löcher in die Luft.

Hinter der Tür lag Hermione und schlief hoffentlich. Aber nicht nur sie war dort … auch er war da.

Ron spürte wie Wut in ihm hochkochte, als er nur an das platinblonde Frettchen dachte. Es war ihm ein Rätsel wie jemand so schlaues wie Hermione auf so einen Frauenhelden wie Malfoy reinfallen konnte. Denn seine Befürchtungen schienen sich immerhin bewahrheitet zu haben. Die Abdrücke auf ihrem Hals waren eindeutig und nicht misszuverstehen. Da war etwas zwischen ihnen und offensichtlich lebten sie es auch aus. Und so wie alle auf sie reagiert hatten – schien es schon länger so zu sein. Er wollte sich am liebsten übergeben allein bei diesem Gedanken. Aber die Gedanken abstellen konnte er eben auch nicht. Es war ein Teufelskreis aus dem er nichts ausbrechen konnte.

Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen und seufzte frustriert aus, als er darüber nachdachte was für ein Volltrottel er doch gewesen war. Er hatte es sich mit Hermione selbst verdorben und nun bereute er es mehr, als er es jemals für möglich gehalten hätte.

Er wusste, dass Ginny Recht hatte … sie hatte ihm schon so oft gesagt, dass er von ihr ablassen musste. Er musste weiter machen und sie vergessen – zumindest auf romantische Art und Weise – und ihr alles Gute wünschen. Aber war Malfoy wirklich alles Gute? Konnte er sie glücklich machen? Glücklicher als er es getan hatte? War sie überhaupt jemals glücklich mit ihm gewesen?

Sein Kopf explodierte beinahe und er ließ seinen Hinterkopf gegen die Mauer fallen – es tat weh, aber es lenkte ihn auch ab. Der Schmerz lenkte ihm von seinem Problem ab. Von seinen Gedanken und wie sie Kreise um ein und das Selbe Thema zogen.

Er war so mit sich selbst beschäftigt, dass er gar nicht bemerkte, wie sich jemand zu ihm gesetzt hatte. Erst als die Person ihre Beine ausstreckte, bemerkte er die Bewegung neben sich und er drehte seinen Kopf herum.

Er erkannte sie sofort, weswegen er seine Augenbrauen überrascht in die Höhe zog. Mit ihr hatte er nun wirklich nicht gerechnet.

„Ich glaube du machst deiner Schwester ganz schön Sorgen."

„Und was interessiert dich das?"

„Tut es gar nicht. Nicht wirklich. Aber es sollte dich interessieren. Ich bin nur hier um sicher zu gehen, dass du keinen Unsinn baust."

„Du glaubst ich stürme dort rein und verhexe ihn?"

„Das nicht – ich glaube eher du stürmst dort rein, stolperst über deine eigenen Füße und schiebst es ihm dann in die Schuhe. Du machst damit Hermione wütend, amüsierst ihn umso mehr, was in einem lauten Streit endet. Und dann bekommst du am Ende noch ein Verbot den Krankenflügel zu betreten. So in etwa stelle ich mir es vor."

Ihr Meinung von ihm war nicht besonders hoch und das hörte und spürte er. Nicht das ihm das etwas ausmachte.

Aber sie war ihm an sich ein absolutes Rätsel. Er wusste einfach nicht genau, was er von dem Mädchen halten sollte. Sie war einerseits fürsorglich – das konnte er ganz eindeutig spüren und sehen – aber andererseits sprach sie so abfällig mit ihm und war enorm schnell wütend. Natürlich verstand er es irgendwie, denn immerhin schadete er einem ihrer Freunde, aber das würde er ihr wohl nicht zeigen. Am Ende würde sie ihm sowieso nur wieder sagen, dass er sich besser fühlen wollte und wie erbärmlich er war.

„Sympathisch wie viel du von mir hältst."

„Du hast dich in keinem wirklich vorteilhaftem Licht präsentiert, also fang gar nicht erst an deswegen zu schmollen Weasley. Da bist du selbst Schuld.", kommentierte sie und kreuzte ihre Knöchel, lehnte sich dabei etwas mehr zurück, so dass auch ihr Hinterkopf die Wand berührte.

„Warum liegt dir etwas an ihr?"

„Komische Fragen stellst du. Ich mag sie eben. Sie bemüht sich – sie hat uns alle von Anfang an weniger kritisch angesehen. Es war als wäre sie schon einige Schritte in unsere Richtung gegangen … klar die Anderen sind ihr gefolgt, aber es wirkte auf mich so, als wäre sie am Unvoreingenommsten von allen gewesen. Außerdem mag ich ihre aufbrausende Art. Ist manchmal ganz schön unterhaltsam, wenn sie den Jungs den Kopf gewaschen hat – meistens war es ja Draco, der ihre Ausbrüche über sich ergehen lassen musste.", Daphne grinste leicht vor sich hin und Ron kam nicht drumherum fest zu stellen, dass es ihr viel besser stand als der angriffslustige, wütende Gesichtsausdruck, den er sehr häufig zu verantworten hatte.

„Wird er ihr weh tun?"

Daphne sah überrascht zu ihm herüber und es dauerte einen Moment bis sie begriffen hatte, dass er es wirklich wissen wollte. Das er gerade sie danach fragte, empfand sie als ungewöhnlich, aber vielleicht war es auch nur seine Art und Weise damit abschließen zu wollen. Vielleicht konnte sie ihm ja tatsächlich helfen eine Tür zu schließen, die schon lange nicht mehr geöffnet war.

„Ich glaube, wenn er es wirklich wagen sollte, dann tut sie ihm noch mehr weh. Aber nein … ich glaube nicht, dass er ihr weh tun wird. Ich kenne Draco schon ein Weilchen und ich habe ihn noch nie so erlebt. Er weiß es vielleicht noch nicht, aber ich glaube er hat in ihr jemanden gefunden, der ihn ergänzt, der ihn herausfordert und ihn unterstützt. Es wird dauern, denn er ist begriffsstutzig und ein Vollidiot – so wie Theo und Blaise … und von Greg wollen wir nicht anfangen – aber ich glaube, dass du dir keine Sorgen machen musst."

Ron sah sie nicht einmal an. Er nickte nur und da bemerkte sie wie ihm tatsächlich Tränen über die Wangen liefen. Sie kannte das nicht. Keiner der Jungs aus ihrem Haus weinte jemals. Sie hatte es noch nie gesehen. Es überforderte sie um ehrlich zu sein.

„Dann ist er vielleicht wirklich besser für sie als ich es je war..."