Kapitel 30:
„Wag es ja nicht etwas zu sagen."
„Was soll das bitte heißen?"
„Das du nicht mit mir sprechen sollst."
„Als ob du das aushältst … nicht zu sprechen."
„Nach dem gerade … kein Problem."
„Was ist eigentlich in dich gefahren Merlin verdammt?"
„Was in mich gefahren ist? Was ist in dich gefahren? Was glaubst du eigentlich wer du bist? Sie wollte uns doch nur helfen und die fährst sie an, als wäre sie Schuld an allem. Sie kann am allerwenigsten dafür und sie hilft uns am allermeisten. Lass deine Merlin verdammten Launen an wem anders aus. Zabini zum Beispiel."
„Und jetzt überspringen wir diesen Schwachsinn und du sagst mir was wirklich los ist. Ich kenn dich mittlerweile gut genug um zu wissen, dass es vielleicht Teil deines Problems ist … aber das da etwas größeres hinter steckt. Wie wäre es wenn du einmal deine verdammt große Klappe für etwas sinnvolles aufmachst und mich nicht immer im Dunkeln tappen lässt, sondern sagst was dich stört?"
„Du bist so ein Vollidiot. Was bildest du dir eigentlich ein … zu … zu sagen du würdest mich gut genug kennen? Du weißt nichts von mir. Gar nichts. Du interessierst dich auch nicht für mich. Alles was dich interessiert ist … das es dir selbst gut geht. Und soll ich dir was sagen – das wird mich demnächst auch nur noch interessieren. Das es mir gut geht. Ich kann auf dich verzichten."
Er weitete seine Augen bei ihrer kleinen Rede, die er nicht ganz nachvollziehen konnte. Er wusste nicht, was dazu geführt hatte, dass sie solche Dinge sagte.
Hatte er etwas falsches gesagt? Er war sich ziemlich sicher, dass er gestern Abend noch rechtzeitig abgebremst hatte, bevor er etwas falsches hatte sagen können. Oder etwa nicht? Er war sich eigentlich ziemlich sicher, dass er ausnahmsweise das einzig Richtige getan hatte. Warum war sie also so wütend?
Hermione verschränkte ihre Arme vor der Brust und schüttelte dann ihren wilden Lockenkopf und drehte sich von ihm weg. Er verstand sie nicht, weil er sie nicht kannte. Egal was er behauptete. Er kannte sie nicht und würde sie wohl auch nie gut genug kennen. Sie wusste das nun.
Sie hatten auf dem Weg zum Turm gestritten und mittlerweile waren sie angekommen. Sie vermutete, dass ihre Mitschüler schon alle im Unterricht saßen. Da wollte sie auch so bald es ging wieder hin. Sie hatte immer noch ein Ziel vor Augen und das würde sie sich von ihm doch nicht verderben lassen. Es war ihr gleich, was sie die letzten Tage über getan hatte – es würde aufhören. Sie musste sich wieder auf das konzentrieren, was sie wirklich wollte.
„Sieh mich gefälligst an … wir sind noch nicht fertig Granger."
„Oh doch sind wir."
Hermione spürte wie er ihre Schulter berührte und sie dazu zwang sich leicht zu ihm herum zu drehen. Doch ihr Blick, den sie ihm zuwarf, war absolut vernichtend. Nach seinem Blick zu urteilen, war es nicht das, was er erwartet hatte.
„Was ist los mit dir? Was hab ich dir getan? Gestern bist du mir noch um den Hals gefallen und heute? Was sind das für Stimmungsschwankungen?", fragte er offensichtlich schockiert und irritiert, doch das war ihr gleich.
Die Brünette verengte ihre Augen immer mehr zu Schlitzen, je länger er sprach. Es war zum verrückt werden, dass sie sich wieder stritten und eigentlich wollte sie es auch gar nicht aber … sie fühlte sich so dämlich.
Jetzt sah sie es ganz klar. Jetzt wo die Bindung ihre Gefühle nicht mehr beeinflusste – zumindest für eine Weile konnte sie klar sehen. Es wirkte auf jeden Fall so auf sie. Und das würde sie ihm jetzt auch zeigen. Das sie klar sehen konnte und das sie ihn nicht brauchte.
Sie brauchte ihn nicht, weil er sie nicht brauchte. Sie war besser als das. Sie verdiente mehr, als das alles hier. Und auch wenn sie sich gestern noch damit begnügt hätte irgendetwas für ihn zu sein, so war sie jetzt wieder zu Verstand gekommen. Sie war niemals die Art von Mädchen gewesen. Und sie würde es bestimmt nicht für ihn werden. Nicht für einen Malfoy.
„Das ist Geschichte. Ich werfe mich doch nicht dem Schulcasanova an den Hals. Ich habe besseres zu tun. Wir Beide werden von Heute an ein professionelles Verhältnis führen und uns auf die Schule konzentrieren. Verstanden?"
„Verdammt noch mal Granger.", dabei drückte Draco sie gegen die kalte Steinmauer neben dem Eingang zum Turm. Er wusste es könnte jederzeit jemand vorbei kommen, aber um ehrlich zu sein war es ihm so ziemlich egal. Er musste das hier aus der Welt schaffen. Sie machte ihn noch wahnsinnig mit ihren Stimmungsschwankungen.
Hermione spürte ihr Herz höher schlagen – aber nicht weil er so nah bei ihr stand und sie sich wie ein verliebtes kleines Schulmädchen benahm. Nein er hatte sie erschreckt und nun kam die Wut über seine Dreistigkeit dazu. Das alles brachte ihr Herz zum rasen. Zumindest sagte sie sich das. Es war immer einfacher sich solche Dinge einzureden.
„Was?"
„Soll ich auf den Knien vor dir rumrutschen oder was? Was willst du von mir hören? Was? Du benimmst dich wie eine verdammte Zicke wegen nichts und wieder nichts."
„Ich will gar nichts von dir hören. Ich will einfach, dass du mich in Ruhe lässt. Ich hab wegen dir schon zu viel Zeit verschwendet."
„Eine Reise zu den Sternen ist also vergeudete Zeit?"
Hermione spürte wie ihre Wangen zu glühen begannen, als er das erwähnte. Sie fühlte sich auf einmal nicht mehr so standhaft. Nicht weil sie mehr davon wollte, oder er einen empfindlichen Punkt getroffen hatte – nein natürlich nicht. Mehr weil sie das Gefühl hatte, dass er sie wie immer aus dem Konzept brachte indem er eine ihrer Schwachstellen ausnutzte. Ihre Verklemmtheit in diesem Fall. Sie wusste, dass er sie immer noch für verklemmt hielt – und manchmal stimmte sie ihm da wohl auch zu. Zumindest im Vergleich mit anderen Schülern ihres Alters war es wohl so.
Und er nutzte das gegen sie. Wie typisch.
„Sprich nicht davon.", zischte sie schließlich.
„Wieso nicht? Willst du sonst mehr? Wackeln dann deine sinnlos errichteten Mauern?"
„Nein … es ist einfach geschmacklos."
„Was ist daran geschmacklos? Ich erinnere dich an einen … schönen Nachmittag mit mir. Einen den du plötzlich nicht mehr wiederholen würdest, oder wie darf ich das verstehen? Und ich weiß nicht einmal wieso."
„Wenn ich jemanden gewollt hätte, der nur Sex von mir will hätte ich bei Ron bleiben können.", spie sie hervor und damit überraschte sie ihn wohl, denn er starrte sie nur an und wich tatsächlich ein klein wenig zurück, gab ihr damit etwas Luft.
Sie wusste, dass sie das niemals hätte sagen sollen, doch der Effekt, den dieser Satz auf ihn hatte, gefiel ihr. Sie konnte Abstand gewinnen.
„Was soll das denn bedeuten? Vergleichst du mich mit dem Wiesel?"
„Er hat einen Namen."
„Was hat er getan?"
„Geht dich nichts an."
„Du hast angefangen verdammt. Jetzt rede schon. Was hat er getan, dass du so etwas sagst."
Seine Stimme war eisig geworden und er schlug mit seiner Faust gegen die Mauer neben ihrem Kopf. Sie tat so, als würde es spurlos an ihr vorbei gehen, doch innerlich war sie tatsächlich erschrocken über seinen kleinen Ausbruch.
„Sich genauso verhalten wie die meisten Jungs in eurem Alter. Genauso wie du dich verhältst.", konterte sie schließlich, nur um ihn weiter zu reizen. Sie wusste, dass er es hasste mit Ron verglichen zu werden. Oder mit Harry. Eigentlich mit jedem anderen Jungen dieser Schule. Er hielt sich immerhin für ein Geschenk Gottes an die Frauen, oder so etwas in der Art.
„Hat er dich zu irgendetwas gezwungen?"
Hermione sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an, ehe sie ihren Kopf schüttelte und trocken lachte.
„Tu nicht so als würde es dich interessieren … und nein hat er nicht. Aber in dem Moment wo er nicht gekriegt hat was er wollte … war er wieder auf der Pirsch. Und jetzt sag mir nicht, dass würdest du nicht auch tun Mister-Ich-halte-keinen-Monat-ohne-Sex-aus.", entgegnete sie ihm kühl.
Was sie dann allerdings überraschte war sein Blick. Sie war völlig überzeugt gewesen, dass er lachen würde. Vielleicht sogar sagen würde, dass er es Ron niemals zugetraut hätte, aber das es bei Jungs eben so war.
Aber er reagierte nicht so. Er sah eher wütend aus. Und das machte sie stutzig.
Sein plötzlicher Stimmungswechsel sorgte dafür, dass ihre aufkochende Wut leicht abnahm und durch Verwirrung ersetzt wurde. Es änderte jedoch nichts an dem wütenden Blick mit dem er sie bedachte. Es änderte nichts daran, dass er sich wieder näher an sie drückte und sie sich schon beinahe bedroht fühlte, auch wenn etwas tief in ihr wusste, dass er ihr niemals körperlich schaden würde.
„Wirf mir so etwas nie wieder vor."
„Was?"
„Das ich ein Fremdgänger wäre … ich bin vieles, aber das bin ich bestimmt nicht."
„Ach nein?"
„Nein, deswegen bin ich auch nie in einer Beziehung gewesen, weil ich weiß, dass es Konsequenzen für mich hätte. Ich müsste treu sein. Weil es das einzig Richtige wäre."
„Spiel hier nicht den Moralapostel.", spöttelte sie, auch wenn es schwach in ihren Ohren klang.
„Den was?"
„Du sollst dich nicht so aufspielen und von Moral predigen …"
„Ich hab verdammt noch einmal Recht Granger, hör auf ihn zu verteidigen. Hör auf das alles runterzuspielen. Du lenkst vom eigentlichen Thema ab, weil du nicht drüber reden willst. Hör auf von ihm auf Andere zu schließen.", schrie er schon beinahe und sah sie dabei ernst an. „Er hat dich betrogen oder nicht? Sei froh, dass du den Dreckskerl los bist. Wenn er nicht wartet bis du soweit bist, dann hat er dich Merlin nochmal nicht verdient."
„Was interessiert dich das …. verdammt nochmal?", kreischte sie schon beinahe und Tränen waren mittlerweile in ihre Augen getreten. Sie war erst nur wütend auf ihn gewesen, doch nun stocherte er in einer tiefen Wunde, die sie seit Monaten ignoriert hatte. Sie hatte es ignoriert, dass er sie betrogen hatte. Sie hatte es ignoriert, dass ihr bester Freund gleichzeitig Liebe ihres Lebens – zumindest hatte sie immer gedacht er wäre es – ihr so übel mitgespielt hatte. Sie hatte mit dem Gedanken gespielt ihn aus ihrem Leben zu verbannen, doch dann hatte sie das wohl ungesündeste getan, was sie hätte tun können – sie begann es zu verdrängen. Sie tat so, als wäre nichts gewesen und jedem der fragte, sagte sie sie hätten sich im Guten getrennt.
Und nun war er da und sagte solche Dinge, die sie dazu trieben sich damit auseinander zu setzen. Die sie dazu trieben sich vorzustellen, wie sie ganz verliebt zu Hause auf ihn gewartet hatte, während er sich in den Laken mit einem anderen Mädchen gewälzt hatte.
Sie hatte nicht einmal nach ihrem Namen gefragt. Sie hatte es nicht gekonnt. Und nun stellte sie sich unzählige Fragen … nur wegen Malfoy.
Doch die wichtigste aller Fragen war wie ein Stich mitten in ihr Herz: Warum?
„Wir … sind doch Freunde.", sagte er plötzlich und hatte dabei ihr Kinn zwischen seine Finger genommen, so dass sie ihn ansehen musste. Er riss sie aus ihren düsteren, traurigen Gedanken und sie war tatsächlich dankbar dafür. Seine Stimme war sanft, weich … hatte beinahe etwas samtiges als er mit ihr sprach, um sie langsam zu beruhigen. Und während es einerseits gelang, brachte er sie nur weiter auf, denn seine Aussage verwirrte sie.
Er sah sie als Freunde?
„Freunde … tun so etwas nicht."
„Was genau?"
„Na alles. Wir … sind irgendetwas, aber Freunde … nein. Nein das sind wir wohl nicht."
„Du magst mich also nicht?"
„Das hab ich nicht gesagt.", brachte sie beinahe trotzig hervor, auch wenn es nur halb so viel Wirkung hatte, weil sie noch immer eine von Tränen erstickte Stimme hatte.
„Ich mag dich nämlich Granger. Ob mit diesem dummen Bindungszauber oder nicht. Und ich will nicht, dass du wegen diesem Typen weinst … meine Freunde bringt man nicht zum Weinen ..."
Ihr Herz schlug höher. Sie wusste, dass sie sich diesmal nicht einreden konnte, dass es nicht wegen ihm war. Es war nämlich nur wegen ihm. Er hatte sie zwar in die Freundeszone versetzt, aber er mochte sie. Und das allein war für sie kostbar.
Und da war sie wieder: Hermione Granger, dass dumme, verliebte Schulmädchen.
„Wenn es für dich zu schwer ist … das alles auseinander zu halten, dann lassen wir das. Also das mit den Sternen. Einfach alles."
Hermiones Augen weiteten sich noch mehr und sie hatte das Gefühl ihre Beine würden sie bald nicht mehr tragen. Er überraschte sie immer mehr. Aber sie fragte sich auch, ob sie nicht zu viel hinein interpretierte.
Machte sie sich nicht vielleicht doch zu viele Hoffnungen? Spielte er nicht nur mit ihr? Wieder einmal.
„Nur Freunde dann?", fragte sie schließlich und verdammte sich innerlich dafür, dass sie wieder nachgab. Ihm nachgab.
„Ja. Nur Freunde. Kein Küssen, kein Anfassen. Keine Orgasmen.", er grinste, als er das sagte, denn er sah sofort wie sie zusammen zuckte. Er hatte es gewusst, dass sie zusammen zucken würde. Er kannte sie in diesem Sinne wirklich gut. Und irgendwie gefiel es ihm, dass er sie so gut kannte.
„Keine Ablenkungen von der Schule ...", sagte sie schließlich und er nickte.
Sie nickt ebenso, zufrieden mit dem Ergebnis – zumindest fürs erste - und dann streckte sie ihm ihre Hand hin, um diese Abmachung zu besiegeln. Als er einschlug, spürte sie jedoch schon wieder diese verdammten Schmetterlinge in ihrem Bauch. Sie war hoffnungslos verloren … aber vielleicht konnte sie ihren Verstand, bis der Gegentrank fertig war, ja doch noch irgendwie erhalten. Sie hoffte es zumindest.
Hermione und Draco hatten im Gemeinschaftsraum Platz genommen einfach damit alle sofort sahen, dass sie wieder da waren. Das sie entlassen worden waren.
Während Hermione mit ihrem Rücken an einem der großen Ohrensessel gelehnt auf dem Boden saß, hatte Draco sich in genau diesen gesetzt. Beide hatten ihre Nasen in Büchern vergraben.
„Da seid ihr ja.", flötete eine ziemlich fröhlich aussehende Tracey und überraschte damit sowohl Draco als auch Hermione. Beide warfen sich einen kurzen Blick zu, doch offenbar wussten sie Beide nichts darauf zu sagen. Sie zuckten lediglich mit ihren Schultern.
„Sieht so aus.", sagte der Slytherin schließlich und klappte sein Buch zu und offenbarte damit, dass er in einem Zaubertränkebuch gelesen hatte.
„Seid ihr nur wieder für den Tag entlassen, oder dürft ihr wieder ganz hier bleiben?"
„Wir dürfen ganz hier bleiben. Naja einmal die Woche dürfen wir zum Check up, aber das sollte ja nicht so tragisch sein.", erklärte er weiter und Tracey nickte und setzte sich auf die Armlehne des Sessels in dem Draco saß.
Etwas in Hermione begann zu brodeln. Sie wusste nicht wieso, aber sie spürte wieder diesen seltsamen Anflug von Eifersucht auch wenn sie wusste, dass sie auf Tracey nicht eifersüchtig sein musste. Sollte. Durfte. … sie fragte sich sowieso, wieso sie eifersüchtig wurde, denn immerhin wollte sie ja nichts von ihm. Nur ihr völlig benebeltes Selbst war so unfassbar doof sich in den Jungen zu verlieben. Ihr klares Selbst fokussierte sich lieber auf ihre Studien.
„Das finde ich super. Es hat etwas gefehlt. Auch wenn ihr nicht lange weg ward. Habt ihr denn etwas rausfinden können?"
„Nichts was für euch alle von Interesse wäre.", murmelte Hermione vor sich hin und vergrub ihr Gesicht noch tiefer in den Seiten.
Natürlich hatte Draco es dennoch gehört, Tracey jedoch verzog ihr Gesicht fragend. Sie hatte kein Wort verstanden und sah Draco mit bittendem Blick an. Er schüttelte aber nur den Kopf.
„Übrigens ...", grinste die Blondine dann nach einer ganzen Weile.
„Ich sag es euch, bevor es jemand Anderes tun kann. Es sind quasi die Neuigkeiten des Tages – brandaktuell und schon fast druckfertig hätten wir eine Schülerzeitung.", dabei gab sie ihrer Stimme einen geheimnistuerischen Unterton. Es sollte spannend auf die Beiden wirken und sie hoffte es gelang ihr einigermaßen. „Heute Morgen haben wir zwei Menschen schlafend beieinander vorgefunden. Ihr werdet es nicht glauben, aber Weasley und Daph haben die Nacht zusammen hier auf der Couch dort drüben verbracht. Ich meine … klingt nach nichts, aber sein Kopf war in ihrem Schoß verdammt. Und als sie wach geworden sind, haben sie nur vor sich hin gestammelt und von einem riesigen Missverständnis gebrabbelt. Unsinn wenn ihr mich fragt. Absoluter Unsinn."
Draco sah zu Hermione herüber, denn er hatte im Gefühl, dass diese Geschichte zum völlig falschen Zeitpunkt kam.
Hermione saß einfach nur da. Sie rührte sich nicht. Nun das war wahrscheinlich gelogen, denn sie versteifte sich merklich bei der Geschichte … doch bewegen tat sie sich nicht. Es war als wäre sie zur Salzsäule erstarrt. Oder als wäre sie wieder von diesem Basilisken versteinert worden.
Erst als weitere Stimmen zu hören waren … darunter war auch Daphnes, hob sie ihren Kopf und drehte diesen zu Draco herum.
„Lass uns hoch gehen.", sagte sie und ihre Worte waren dabei keine Bitte. Sie klangen eher wie ein Befehl und Draco wusste, dass er mit ihr hoch gehen musste. Sonst würde sie wohl etwas dummes tun. Er musste sie davor bewahren.
„Gut."
Sie waren gerade aufgestanden und gingen nun schon Richtung Wendeltreppe, als Daphne ihnen etwas zurief. Draco verstand es nicht recht, denn er konzentrierte sich so sehr auf Hermione, die ihre Hände zu Fäusten geballt hatte. Sie war stehen geblieben und ihr ganzer Körper zitterte.
„Geh weiter.", sagte er und kam ihr dabei näher. Er stand nun direkt hinter ihr, seine Hände hatten sich auf ihre Hüften gelegt und er beugte sich zu ihrem Ohr vor, nur damit sie niemand belauschen konnte.
„Geh einfach weiter. Ignorier sie. Ignorier alles.", sprach er weiter und langsam aber sicher ließ Hermione auch wieder locker. Sie entspannte sich etwas und war dann auch in der Lage weiter zu gehen. Sie ignorierte wie von ihm gefordert alles und jeden und als sie oben angekommen waren, schlossen sie die Tür mit einem Zauber und machten das Zimmer auf magische Weise schalldicht.
„Rede doch mit mir. Verdammt … wenn du weiter nur so aus dem Fenster starrst … dann werde ich wahnsinnig."
„Als ob das was Neues wäre."
„Verdammt noch einmal Granger. Ich verstehe dich nicht. Ich dachte du bist über ihn hinweg und es ginge dir am Arsch vorbei."
Hermione sah nur kurz zu ihm herüber, ehe sie wieder aus dem Fenster starrte. Es machte ihn umso wütender auf die Gryffindor, die sich mehr und mehr verschloss.
„Willst du ihn etwa doch wieder? Einen Typen, der dich so belogen hat?"
Hermione zuckte merklich zusammen immerhin sprach er das leidige Thema an. Das Thema, welches sie mied wie die Pest.
„Verflucht nochmal … jetzt sprich doch. Sag irgendetwas. Sag mir was das Problem ist. Sag mir wieso es dich stört, dass die Beiden … zusammen auf der Couch lagen."
Hermione merkte wie ihre Brust sich zusammen schnürte und sie kaum noch Luft bekam. Er schaffte es immer wieder die Punkte zu treffen, die Dinge in ihr auslösten. In diesem Fall war es Panik.
Sie schnappte nach Luft, beinahe automatisch schnellte ihre Hand zu ihrer Brust, da wo ihr Herz war, und die andere öffnete die oberen Knöpfe ihrer Bluse. Sie bekam keine Luft mehr. Sie fühlte sich, als müsste sie jeden Moment einfach aufhören zu atmen. Oder als würde ihr Herz in ihrer Brust aufhören zu schlagen … oder so schnell schlagen, dass es ihre Brust zerriss.
„Granger …", hörte sie Draco sagen, doch es war als wäre er meilenweit entfernt. Oder als wäre sie unter und er über Wasser. Es war undeutlich und kam kaum bei ihr an. Sie konnte sich nicht auf ihn konzentrieren. Sie fühlte lediglich die Panik und die Angst, die ihren Körper lahm legte…
...zumindest bis sie seine Hand auf ihrer Wange spürte.
Er hatte sie geohrfeigt.
Unter normalen Umständen hätte sie ihn dafür geschlagen, doch in diesem Moment war sie nicht einmal wütend. Es hatte sie zurück gebracht.
Sie spürte noch immer dieses beklemmende Gefühl in ihrer Brust, doch es ließ nach und sie konnte ihn wieder deutlich sehen. Sie konnte ihn auch hören.
„Merlin … mach das nie wieder. Ich dachte du ...", brachte er panisch hervor und dann zog er sie in seine Arme. Er wusste, dass er gesagt hatte, dass sie nur noch Freunde sein würden. Er wusste, dass sie eine Abmachung hatten – eine ziemlich frische, doch er konnte einfach nicht auf Abstand gehen, wenn er sie so sah.
Hermione spürte die Wärme, die sein Körper ausstrahlte und es machte die Panik nicht ungeschehen, es ließ sie auch nicht verschwinden … aber es machte es erträglicher.
Sie drückte sich an ihn, krallte ihre Finger in sein Hemd und vergrub ihr Gesicht an seiner Brust, während sie leise zu schluchzen begann.
Zum ersten Mal weinte sie wegen der Untreue ihres Ex Freundes. Sie weinte, weil sie nicht genug gewesen war. Sie weinte, weil sie es niemals sein würde. Sie weinte, weil eine Andere ihm gegeben hatte, was sie hätte ihm irgendwann geben sollen. Sie weinte, weil sie in jedem Mädchen, dass sich ihm näherte dieses Mädchen sah. Sie weinte, weil sie sich eingestand, dass sie sich einfach immer als weniger attraktiv und begehrenswert gesehen hatte und genau das hatte sie an jeder körperlichen Interaktion mit Ron gehindert. Sie weinte, weil sie wusste … dass sie Beide Schuld an dem Scheitern ihrer Beziehung hatten. Und sie weinte, weil Draco da war und sie einfach im Arm hielt wie ein Freund, obwohl sie mehr von ihm wollte, aber er nicht von ihr.
Draco hielt sie fest an sich gedrückt und es fühlte sich für ihn schon beinahe an wie eine Ewigkeit, als sie schließlich aufhörte zu weinen. Sie schniefte noch einige Male, ehe sie ihren Kopf langsam hob und seine Augen mit ihren einfing. Und da war es wieder … etwas was er selbst kaum beschreiben konnte. Sie hatte einfach etwas an sich, was ihn magisch anzog. Dieser unschuldige Blick, ihre vollen Lippen dabei … und die Art wie sie ihre Zähne in ihnen vergrub. Ihre vollen Wimpern und die leicht geröteten Wangen. Ihr wilder Lockenkopf und die leicht gebräunte Haut. Ihre Sommersprossen und dann war da ihre Körperwärme und dieser Duft, den sie an sich hatte. Warm und sinnlich und irgendwie mädchenhaft und frisch zugleich.
„Ich hab … ich hab es nie getan weil...", begann sie schließlich und Draco sah sie mit seinen eisblauen Augen an, die sie immer wieder hypnotisierten. Doch diesmal würde sie sich nicht von ihnen ablenken lassen. Sie musste es los werden. Sie musste einfach.
„Was, wenn es schlecht gewesen wäre? Was wenn er mich gesehen hätte und … einfach … naja wenn ich nicht seinen Vorstellungen entsprochen hätte. Lavender war so viel hübscher als ich. Und dieses Mädchen … sie war bestimmt auch ganz anders. Besser gebaut. Oder … wie diese Mädchen in den Magazinen unter seinem Bett.", sprach sie weiter und redete sich dabei alles von der Seele. Sie hatte es immer in sich verschlossen und es musste raus. Es musste einfach gesagt werden. „Ich ziehe mich nicht besonders hübsch an. Ich trage nicht einmal besondere Unterwäsche. Ich weiß von alldem doch nichts. Ich hatte Angst, dass er … mich verlässt, wenn wir es tun weil es nicht so ist wie er es gewollt hätte. Weißt du wie viele Beziehungen wegen schlechtem Sex scheitern? Weißt du wie viele Jungs denken, dass alles was sie in diesen Magazinen und Filmchen sehen … der Realität entspricht? Ich weiß es nämlich … ich hab es alles nachgelesen und ich … ich konnte es einfach nicht."
Hermione zitterte wieder und Draco strich ihr beruhigend über den Rücken, doch es half nicht. Sie war noch immer vollkommen aufgebracht.
„Und dann … endet meine Beziehung letztlich doch wegen Sex. Weil ich keinen wollte.", sagte sie schließlich und lachte leise unter Tränen. Sie fand es ironisch … es hätte lustig sein können, würde es ihr nicht das Herz brechen.
„Du bist … verängstigt.", begann er leise und Hermione schüttelte nur ihren Kopf, doch er legte seine Hände auf ihre Wangen und zwang sie hoch zu sehen. Zwang sie ihn anzusehen.
„Aber ich weiß nicht wieso. Vergleich dich nicht mit Brown … oder einem Mädchen, dass du nicht einmal kennst. Du bist schön Granger. Du bist mehr als schön.", sagte er in einem solch weichen Ton, dass es ihre Knie weich werden ließ. „Du hast diese großen, rehbraunen Augen, die vollen Wimpern, die sie umrahmen. Du hast so verdammt sinnliche Lippe, die einen schon beinahe zu unanständigen Knutschorgien einladen. Früher hattest du diesen buschigen Schopf, doch jetzt … deine Haare bringen einen dazu, in sie greifen zu wollen, während man dich an sich zieht und dich so küsst, dass es dir den Boden unter den Füßen wegzieht."
Sie wollte ihn stoppen, ihn daran erinnern, dass sie doch nur Freunde sein wollten. Doch etwas in ihr wollte mehr hören. Etwas in ihr wollte wissen, was er an ihr attraktiv fand. Was er an ihr mochte. Auch wenn es nur Äußerlichkeiten waren.
„Ich habe dich auch schon mit weniger Stoff gesehen … ich weiß, dass du unglaubliche Beine hast. Du hast einen tollen Körper. Du zeigst es nicht, weder in deinen alltäglichen Sachen, noch mit deiner Unterwäsche, dass stimmt. Da hast du Recht, aber verdammt … wenn interessiert es schon. Wen interessiert die schöne Verpackung?"
Hermione schüttelte ihren Kopf nur leicht und sah zur Seite.
„Offensichtlich viele … dich doch auch. Pansy … Daphne … alle Mädchen, die du schon hattest – sie sind alle so … viel besser verpackt. Schöner verpackt. Oder Zabini. Oder Nott. Selbst Dean oder … Seamus. Ihr alle scheint so … so auf die Verpackung fixiert zu sein."
„Ich werde dir jetzt nicht sagen, du brauchst es nicht ändern, denn ich würde es nicht schlecht finden, wenn du es tun würdest. So wie bei dem Ball damals. Du hast alle überrascht mit diesem Kleid. Aber ich werde dir auch nicht sagen, dass du es tun musst. Merlin Granger, ich will dich auch, wenn du in dieser verdammten Schuluniform vor mir stehst und du bist wohl die einzige Schülerin in unserem Jahrgang, die ihren Rock nicht magisch gekürzt hat."
Hermione blinzelte und sah zu ihm auf.
„Du willst mich?"
„Ist es nicht offensichtlich, dass ich das will. Dich will. Ich hab es dir doch wohl oft genug gezeigt und dich oft genug spüren lassen wie sehr ich dich will."
Sie wusste wie er es meinte. Körperlich. Er wollte Sex. Er wollte genau das was alle Jungs wollten. Was Ron gewollt hatte. Doch er hatte sie dabei anders behandelt. Er hatte nicht mit ihr gestritten, weil sie nicht mehr wollte als ein wenig knutschen. Er war nicht frustriert durch das Zimmer getigert und hatte ihr Vorträge darüber gehalten, dass es alle Anderen doch schon getan hätten und es langsam an der Zeit wäre. Ihn hatte sie nicht daraufhin mit einem dieser Magazine gefunden und wie er sich bei dem Anblick von den nackten Damen auf den Fotos stimulierte. Er hatte ihr danach nicht gesagt, dass es ihre eigene Schuld war, weil sie ihm eben nicht half wie es sich für eine gute Freundin gehörte.
Hermione küsste ihn. Sie küsste ihn mit einer solchen Leidenschaft, dass es sie schon fast schmerzte. Sie küsste ihn wie nie zuvor. Sie presste sich an ihn, ihre Arme hatten sich dabei um seinen Hals geschlungen. Zuerst war er überrascht … es dauerte bis er ihrem Kuss endlich nachgab. Doch dann küsste er sie zurück, ließ seine Zunge über ihre Unterlippe gleiten und als er diese in ihren Mundraum schob, stöhnte sie leise auf. Er konnte ihren Körper spüren, wie er sich seinem entgegen drückte und als er sie wieder auf die Fensterbank hob, teilte sie ihre Beine für ihn und er presste seine Hüften gegen ihre Mitte. Wieder stöhnte sie, als ihre Finger sich in seinem Haar vergruben. Seine Hände wanderten währenddessen. Über ihre Seiten hinab, bis die Eine auf ihrer Hüfte liegen blieb und die Andere über die Außenseite ihrer Schenkel strich, bis er auf ihre nackte Haut traf.
Hermione zitterte unter seinen Fingerkuppen und er grinste regelrecht in den Kuss hinein. Sie hatte das Ganze begonnen, auch wenn sie die Regeln vor einigen Stunden noch aufgestellt hatte. Neue Regeln, die sie sofort wieder über Bord warf und er würde sich nicht beschweren.
Die Brünette ließ von seinem Haar ab und als er bemerkte wie sie beinahe ungeduldig sein Hemd aufknöpfte, half er ihr. Sie seufzte zufrieden, als ihre Finger seine nackte Haut unter ihnen fühlten. Sie strich über seine Brust und als sie langsam über diese hinab strich, zog er scharf die Luft ein und löste damit den Kuss.
„Was …?"
„Diesmal stopp es nicht. Bitte. Ich will dich auch. Ich will dich in mir spüren Draco. Ich will das du mir zeigst, wie ...", sie leckte sich über ihre Lippen und ihr gelang es ihre Augen zu öffnen um ihn dabei anzusehen. „Wie es sich anfühlt, wenn wir gemeinsam zu den Sternen reisen. Bitte. Bitte zeig mir, dass das alles nicht nur Gerede war, damit ich nicht mehr traurig bin."
Seine Augen auf ihr, verunsicherten sie für einige Sekunden, doch als seine Augen dunkler wurden, wusste sie, dass sie gewonnen hatte. Sie konnte die Lust in ihnen erkennen. Sie konnte erkennen, dass er sie wollte. Sie hatte sich noch nie so begehrt gefühlt wie in diesem Moment – auch wenn er nur ihren Körper wollte. Es war in diesem Moment dennoch das allerbeste Gefühl, welches sie sich vorstellen konnte.
Seine Lippen legten sich auf ihren Hals und das Mädchen sog scharf die Luft ein, als er an diesem saugte. Wieder einmal. Sie reckte ihren Hals und schob sich ihm mehr entgegen, was ihn erregt knurren ließ. Seine Hand legte sich auf ihren Po, um sie noch mehr gegen sich zu drücken, während seine Andere langsam auf geschickte Art und Weise ihre Bluse aufknöpfte.
Die Gryffindor spürte, wie sie sich plötzlich doch wieder zu schämen begann. Er würde sie wieder sehen können. Unbekleidet. Er würde sie betrachten und es war ihr noch immer unangenehm, doch es gelang ihr diese Gedanken so gut es ging bei Seite zu schieben. Sie musste selbstbewusster werden. Er hatte ihr unendliche viele Gründe genannt, wieso sie es sein konnte. Sie wollte es nicht aussehen lassen, als wären seine Worte zwecklos gewesen. Sie waren es nämlich nicht.
Seine Finger schoben schließlich ihre Bluse von ihren Schultern, die auf die Fensterbank hinab glitt. Seine Fingerkuppen strichen über ihre Arme, dann über ihre Seiten und dann öffnete er ihren BH auf geübte Art und Weise. Sofort sprang er auf und er entfernte ihn von ihrem Körper, was sie frösteln ließ.
Aber nicht nur das ließ sie erzittern, auch der Blick, den er über ihren Körper wandern ließ. Erst als er hungrig zu knurren begann und seine Lippen um ihren Brustwarzen legte, warf sie ihren Kopf in den Nacken und stöhnte wohlig auf. Erst dann gelang es ihr sich von ihren Unsicherheiten zu lösen. Fürs erste.
Seine Zunge, seine Lippen und Zähne spielten mit ihren Brustwarzen bis sie das Gefühl hatte vor Lust zu vergehen. Sie streckte ihm ihren Körper buchstäblich entgegen und drückte ihren Mitte gegen seinen Schritt, was sie selbst und ihn ebenso aufstöhnen ließ. Sie hatte spüren können, wie hart er geworden war und allein das trieb sie dazu an ihm ihre Hüften noch mehr entgegen zu strecken. Sie drückte sie fest gegen ihn, während er zu ihrer anderen Brustwarze überging und diese quälend langsam mit seiner Zunge umkreiste.
„Draco … bitte …", wimmerte sie leise, was ihm ein zufriedenes Glucksen entlockte. Er schien es zu genießen, dass sie sich vor Lust quälte.
„Wir haben gerade erst angefangen, du musst dich noch gedulden.", flüsterte er, als er sich langsam wieder hoch küsste. Er grinste sie an und hinderte sie dann daran zu sprechen in dem er seine Lippen auf ihre presste. Er schlüpfte aus seinem Hemd, welches nur noch so über seinen Schultern gehangen hatte und schlang dann seine Arme um ihren nackten Oberkörper, so dass er seine nackte Haut auf ihre pressen konnte. Allein das schien sie wahnsinnig werden zu lassen, denn die Gryffindor reagierte mit einem tiefen Stöhner.
Seine Zähne neckten ihren Unterlippe, als sie an seinem Reisverschluss zu nesteln begann. Sie hatte seinen Gürtel schnell geöffnet bekommen, doch den Knopf seiner Hose schien sie so ungeduldig wie sie war nicht öffnen zu können. Er wollte ihr gerade helfen, als er spürte und auch hörte, wie sie an der Hose zerrte bis der Knopf abfiel. Es entlockte ihm ein leises Lachen und ihr ein ungeduldiges Murren.
Er schlüpfte aus seiner Hose und sie hob bereitwillig ihr Becken an, so dass er ihren Rock zu Boden werfen konnte, während sie sich weiterhin küssten.
Draco musste zugeben, dass er noch nie ein Mädchen so gerne geküsst hatte wie sie. Er hatte schon einige Mädchen geküsst und er hatte mit so einigen geschlafen, doch er hatte noch nie ein Mädchen so häufig geküsst wie sie. Er hatte auch nie so häufig daran gedacht ein Mädchen zu küssen wie sie. Er bekam einfach nicht aus dem Kopf, wie sie sich an ihn schmiegte, wie sie anfangs noch unschuldig zurück küsste, bevor sie ihr Gryffindor Temperament überkam und ihn regelrecht verschlang. Sie hatte so viel Leidenschaft, die sie ausstrahlte und genau deswegen küsste er sie gerne. Genau deswegen glaubte er auch, dass der Sex genauso gut werden würde. Er konnte nur ahnen, wozu dieses Mädchen im Stande war, wenn sie einmal Gefallen an etwas fand. Sie war die Art von Mädchen … nein Frau, die alles mit so viel Feuer tat, was sie mochte. Er kannte es aus dem Unterricht. Er kannte es von ihren Küssen. Er konnte nur vermuten wie es enden würde, wenn sie Sex tatsächlich mochte.
Erst als die Gryffindor begann seine Boxershort hinabzuschieben, stoppte er kurz. Er entzog ihr seine Lippen aber nicht, er legte lediglich seine Stirn an ihre und nahm den Turbogang raus. Er wusste, dass sie nachfragen würde, weswegen er sich entschied einfach zu handeln. Er legte seine Hände an ihre Schenkel und zwang sie dazu ihre Beine um seine Hüfte zu schlingen, so dass er sie anheben konnte. Hermione stöhnte als ihre Mitte sich gegen ihn presste und sich bei jedem Schritt, den er machte, an ihm rieb.
Sie stöhnte ungeduldig auf, als er den Kuss löste um sie auf das Bett zu legen und sich Zeit zu nehmen sie genau zu betrachten. Dennoch blieb sie ruhig liegen, als seine Augen über ihren Körper wanderten. Sie drehte lediglich ihren Kopf zur Seite, weil es ihr unangenehm wurde, dass seine Augen sie so genau musterten.
„Sieh mich an."
„Aber ..."
„Komm schon, sieh mich an. Sieh mich an, wenn du mich schon ganz ausziehen willst. Ich will, dass du siehst was du tust.", sagte er leise, aber bestimmt und Hermione schluckte bei dem Gedanken. Sie hatte ihn gefühlt. Sie hatte ihn wohl auch schon einmal … oder auch mehrmals gesehen, aber nie wirklich darauf geachtet. Sie hatte schnell ihre Augen weggedreht. Sie hatte es einfach immer als peinlich und falsch betrachtet. Doch jetzt wo sie sich aufsetzte und ihm in die Augen sah, wusste sie, dass sie ihn sehen wollte. Auch wenn es ihr noch immer unangenehm war.
Ihre Finger ließen den Stoff um seine Hüften tiefer gleiten, bis sie seine Shorts zu Boden fallen hörte. Ihre Augen jedoch blieben noch immer auf seinen und ihre Zähne vergruben sich in ihrer Unterlippe.
Erst als er seinen Daumen auf ihre Unterlippe legte und sie von ihren Zähnen befreite, ließ sie ihren Blick nach unten gleiten und während ein Teil in ihr vor Angst aufkeuchte – immerhin konnte sie sich nicht vorstellen, dass das jemals passen würde – stöhnte ein anderer Teil in ihr erregt auf.
Seine Hand legte sich dann auch schon in ihren Nacken und er küsste sie gierig, leidenschaftlich … hungrig nach mehr, während er sie in die Matratze drückte und ihren Slip langsam hinab schob. Es trennte sie nichts mehr und das machte sie ungeduldiger aber auch ängstlicher zugleich.
Erst als seine Finger zwischen ihre Beine glitten, konnte sie sich von ihren Ängsten distanzieren und sich auf die Lust konzentrieren, die ihren Körper beherrschte. Schon nach wenigen geschickten Bewegungen seiner Finger fühlte sie sich wieder so leicht … so als ob sie die Sterne bald berühren könnte, doch da hört er auf. Hermione öffnete ihre Augen, nur um zu sehen, wie er sie betrachtete. Er hatte sie wohl die ganze Zeit angesehen und die Brünette spürte wie heiß ihre Wangen bei der Vorstellung wurden.
„Willst du das wirklich?", fragte er schließlich und Hermione war kurz davor zu nicken, doch plötzlich durchfuhr sie etwas. Sie schlang ihre Beine um seine Hüfte und hob ihr Becken etwas an. Sie stöhnte auf als sie fühlte wie er an ihrem Schritt entlang strich, und dann stöhnte sie noch einmal auf, weil es ihm einen tiefen, lustvollen Laut entlockt hatte.
Und dann spürte sie nur noch wie er eine Hüftbewegung machte, die sie entzwei riss und ihr die Tränen in die Augen trieb.
