Kapitel 31:

Der Schmerz, den sie verspürte, war ein so spitzer und stechender wie sie ihn noch nie verspürt hatte. Es ließ sie wimmern und ihre Nägel in seine Schultern vergraben. Ihre Augen kniffen sich automatisch zusammen und für eine Sekunde dachte sie wirklich es wäre ein großer Fehler gewesen.

Doch dann spürte sie wie sein Daumen über ihre Wange strich und seine Lippen ihre Stirn streiften. Sie seufzte leise und öffnete ihre Augen nur um ihn ansehen zu können und der Blick, den er ihr schenkte, ließ sie entspannen. Zumindest etwas.

„Verkrampf dich nicht. Lass locker. Es wird gleich besser. Ich verspreche es.", flüsterte er mit dieser unendlich samtigen Stimme, die immer wieder dafür sorgte, dass sie Schmetterlinge in ihrem Bauch flattern spüren konnte.

„Ist es …", setzte sie an und er nickte beinahe sofort, weswegen sie die Frage nicht einmal beendete. Es war normal. Es war der Schmerz, der vorkommen konnte, wenn das Häutchen riss. Sie hatte davon gehört und auch gelesen, doch sie hatte sich niemals vorstellen können, dass es ein solch unangenehmes Gefühl war.

Nicht, dass sie sich jetzt noch daran erinnern konnte. Er hatte all diese negativen Gefühle mit seinem Blick und seinen sanften Berührungen bei Seite geschoben.

Als sie sich schließlich wieder vollkommen unter ihm entspannte, fing er ihre Lippen mit seinen ein. Als seine Lippen ihre massierten und sie dazu zwangen sich für ihn zu öffnen, stöhnte sie wohlig in den Kuss hinein. Seine Zunge rieb über ihre und die Gryffindor erwiderte den Kuss mit Freuden. Sie ließ ihre Zunge um seine kreisen, während ihre rechte Hand sich von seiner Schulter löste und in seinem Nacken zum Ruhen kam. Sie zog ihn enger an sich, küsste ihn mit mehr Leidenschaft und Feuer und da spürte sie wie er begann sich zu bewegen. Ganz langsam begann er seine Hüften vor und zurück zu schieben, was sie dazu brachte in den Kuss zu keuchen. Sie versuchte sich auf das leidenschaftliche Zungenspiel zu konzentrieren, doch als seine Bewegungen etwas ausladender wurden und er sich beinahe vollkommen aus ihr zurück zog, nur um sich dann wieder komplett in ihr zu versenken, da gelang es ihr nicht mehr. Sie löste den Kuss und warf ihren Kopf in den Nacken. Sie biss sich auf ihre Unterlippe, um ihr Stöhnen zu unterdrücken, doch je kräftiger seine Stöße wurden umso unmöglicher wurde es für sie. Sie gab nach. Sie stöhnte und keuchte bei jeder seiner Bewegungen und bald bewegte sie ihre Hüften gegen seine. Sie fanden einen perfekten, gemeinsamen Rhythmus.

Ihre Finger gruben sich wieder in seine weiche, blasse Haut und sie konnte nur ahnen, dass sie rote Markierungen auf dieser hinterlassen würde. Aber sie konnte nichts daran ändern, es fühlte sich an als bräuchte sie diesen Halt oder sie würde innerlich vergehen. Sie konnte gar nicht beschreiben wie es sich anfühlte, wenn er sich so bewegte. Wenn er sich immer wieder in ihr versenkte. Es war unbeschreiblich gut aber auch kaum auszuhalten. Es war als würde ihr Körper mit jedem Stoß empfindlicher werden und ihr Innerstes drohte zu zerplatzen. Zu explodieren wie ein Feuerwerk an Silvester.

Seine Hände bewegten sich auf ihrer Haut, strichen über ihre Seiten und ließen sie immer wieder erzittern. Seine Lippen saugten an ihrem Hals, dann spielten sie mit ihrem Ohrläppchen, ehe er erregt in ihr Ohr stöhnte und sie damit wahnsinnig werden ließ.

Ihre Hüften kamen ihm immer wieder entgegen und ihre Beine schlangen sich enger um sein Becken, was ihn daran hinderte sich zu weit zurück zu ziehen. Er musste grinsen, weil sie ihn so an sich presste … sich regelrecht an ihn klammerte. Seine Stöße wurden deswegen fester und schneller, wobei er seine Hüfte immer wieder leicht rollen ließ. Es entlockte ihr immer höhere, erregtere Laute.

„Verdammt …", knurrte er gegen ihr Ohr und die Brünette hob dabei ihr Becken mehr an und rieb sich leicht an ihm, was nur dazu führte, dass sie Beide heiser aufstöhnten.

„Draco ...", wimmerte Hermione nach einigen weiteren festen Stößen.

„Mh?"

„So gut ...", brachte die Brünette atemlos hervor. Sie hatte das Gefühl, dass ihre Stimme sie bald verlassen würde. Es wunderte sie nicht wirklich, wenn man bedachte, was er sie für Töne produzieren ließ. Es war als würde sie die Kontrolle über alles verlieren und als würde es alles einfach passieren. Instinktiv.

„Mehr als gut. Verdammt 'Mione du fühlst dich so unglaublich gut an."

Alleine zu hören, wie er ihren Spitznamen benutzte war für sie ein Highlight, dass er dabei aber auch noch sagte, dass sie sich gut anfühlte und er sie dann das gleiche fühlen ließ … es war als würde alles in ihr heißer werden, intensiver, prickelnder.

Bis sie die Kontrolle ganz verlor, ihr Körper zu zittern begann und ihre Muskeln sich begannen anzuspannen. Es war als würde in ihr alles lichterloh Brennen und eine Welle der Lust nach der Anderen rollte über sie und ließ sie wieder und wieder seinen Namen wimmern.

Die Wellen nahmen sie immer noch mit sich, als er sich ganz tief in ihr versenkte und ihren Namen wisperte. Er fand einen so perfekten Winkel, so dass sie tatsächlich Sterne sehen konnte und ein hoher, spitzer Schrei entfleuchte ihren Lippen. Sie bäumte sich etwas auf und presste ihre Pobacken zusammen, was dafür sorgte, dass sie sich noch enger um ihn schlang. Ihr Körper zitterte mehr und mehr und jede seiner Berührungen, die er ihr währenddessen zuteil werden ließ, ließ das Mädchen buchstäblich zucken. Es war unbeschreiblich und wäre sie nicht komplett vor Lust vernebelt, wäre es ihr wohl sogar unangenehm, dass sie sich so gehen ließ.

Und dann ebbte das Hochgefühl langsam ab und sie ließ sich wieder in die Matratze sinken. Sie spürte wie er sich weniger auf seinen Armen abstützte und sein Gewicht mehr auf sie verlagerte und damit mehr Körperkontakt schaffte. Seine Finger glitten durch ihre verschwitzten Haare und strichen ihr einige Strähnen aus dem Gesicht, welches sich ganz heiß anfühlte. Ihr Körper zitterte noch immer, aber nun weil ihr selbst so heiß war und die Umgebung so kühl auf sie wirkte.

Ihr Kopf fiel leicht zur Seite und sie seufzte leise, als sie sich langsam von ihrem Höhepunkt erholte. Sie spürte zwar noch immer das Zucken ihrer Muskeln – sowohl in ihrem Bauch, als auch in ihren Oberschenkeln – aber es war ein angenehmes Gefühl. Ein befriedigendes.

Sie hatte ihre Augen geschlossen und versuchte ihre Atmung zu normalisieren, spürte aber natürlich, wie seine Augen auf ihr lagen. Sie spürte seine Finger auf ihren Wangen und seinen heißen Körper auf ihrem. Sie spürte auch wie er langsam aus ihr heraus glitt und etwas heißes, an ihren Oberschenkeln entlang floss. Es war ein seltsam intimer, privater Moment und sie war sich dessen bewusst. Und um ehrlich zu sein war sie sogar froh ihn mit ihm geteilt zu haben.

„Darf ich dich etwas fragen?"

Ihre Augen öffneten sich langsam und sie drehte ihren Kopf herum, so dass sie ihn ansehen konnte. Seine Augen waren noch immer so dunkel und verschlangen sie buchstäblich. Sie hatte sich noch nie in ihrem Leben so begehrt gefühlt. So sexy. Wenn man mit den Augen und mit Blicken Sex haben konnte – dann schlief er gerade wieder mit ihr.

„Was denn?"

„Wieso?"

Hermione biss sich auf ihre Unterlippe. Sie hatte eigentlich nicht darüber reden wollen. Sie hatte es dabei belassen wollen. Sie hätte sich vielleicht sogar vorstellen können es noch einmal zu tun. Sie hätte es aber langsamer angehen lassen. Sie hätte ihre Lippen über seinen Hals wandern lassen und über seine starken, breiten Schultern. Ihre Finger wären über seine Haut geglitten und irgendwann hätte er dann ihre Handgelenke zu fassen bekommen, sie über ihrem Kopf zusammen gehalten und dann …

Doch er wollte darüber reden. Er wollte es nicht einfach dabei belassen, dass sie ihm ihre Jungfräulichkeit geschenkt hatte. Auch wenn das so unglaublich dämlich klang. Irgendwie kitschig. Und das passte überhaupt nicht zu ihnen.

„Du hast wohl das Richtige gesagt, mich das Richtige fühlen lassen ...", sagte sie nach einer ziemlich langen Bedenkzeit.

„Granger ..."

„Ach … wir sind wieder bei Granger?", ihre Stimme klang frostig.

„Ja, aber nur weil …"

„Nein schon gut. Ich versteh es schon.", sagte sie sofort und klang dabei trotzig. Sie schob ihn von sich und sofort wurde ihr kalt. Ihr Körper lechzte nach seinem, doch sie ermahnte ihre Gedanken und ließ sie schweigen.

Draco hatte sich unterdessen aufgesetzt und sah sie mit ernstem Blick an, doch die Gryffindor hatte sich die Decke um ihren Oberkörper geschlungen und sich von ihm weg gedreht.

„Tu das nicht schon wieder.", flüsterte er in ihr Ohr, und drückte sich an ihren Rücken. Seine Arme schlangen sich um ihre Mitte und sie hasste es, wie verräterisch ihr Körper war. Er sehnte sich so nach ihm. Jetzt schon.

„Du hast angefangen."

„Ich wollte es nicht kaputt machen. Aber ich will auch nicht das du es bereust. Und du reagierst in letzter Zeit so oft über. Du machst aus Kleinigkeiten so oft eine riesige Sache. Und du distanzierst dich immer wieder von mir. So als würdest du kämpfen … als wäre ein Teil von dir nicht so begeistert von der Nähe zwischen uns."

Hermione war verstummt. Seine Worte trafen es wie die Faust das Auge traf. Es passte einfach. Es war als könnte er sie doch besser lesen, als sie es sich hatte vorstellen können.

„Wir hatten gesagt wir wollen nur Freunde sein. Ich hab es dir sogar versprochen. Ich will nicht, dass du denkst … ich halte mein Wort nicht. Ich kann aber nicht anders. Wenn du den ersten Schritt machst dann … Merlin verdammt Granger, wenn ich könnte ich würde dich ständig so anfassen. Dich küssen. Meine Finger in deinen Haaren vergraben. Ich würde dich wieder und wieder so zum zittern bringen und dich meinen Namen stöhnen lassen."

Hermione spürte wieder diesen Stich. Er wollte sie körperlich. Er wollte sie anfassen und küssen. Er wollte Sex mit ihr. Und auch wenn sie es genossen hatte und auch mehr wollte, dann wollten sie dennoch unterschiedliche Dinge. Sie war noch immer in der Lage es deutlich genug zu sehen. Das war der Grund warum sie sich distanzierte. Es war der Grund warum sie sich so aufführte.

„Ich hab mich … verliebt. In dich."

„Trace hattest du nicht gesagt sie wären wieder da?", fragte Blaise, als sie den Gemeinschaftsraum betraten.

Der Nachmittagsunterricht war mittlerweile um und es hatte sich rumgesprochen, dass Hermione und Draco wieder da wären. Nur zeigten sie sich nicht.

„Ja. Daph hat sie doch auch gesehen. Aber sie sind verschwunden. Naja nicht verschwunden … sie sind hoch auf ihr Zimmer. Irgendwie waren sie Beide sehr seltsam.", bestätigte die Blondine und der dunkelhäutige Slytherin zog seine Augenbrauen zusammen.

„Vielleicht wollen sie einfach nur allein sein.", gab Hannah grinsend von sich, als sie an den Beiden vorbei spazierte und sich in einen der Sessel warf. Sie stöhnte leicht auf, denn es war ein ziemlich gutes Gefühl zu wissen, dass sie heute nichts mehr erledigen musste. Sie konnte einfach faul in diesem Sessel sitzen und sich entspannen.

„Ich frage mich sowieso, warum ihr alle so stark auf die zwei fixiert seid.", gab Megan von sich und schob Hannah etwas bei Seite, damit sie auch noch Platz in dem Sessel fand. Manchmal war die Nähe, die die drei Hufflepuff Mädchen beieinander suchten auffällig. Zumindest hatte es schon häufig für verwunderte Blicke gesorgt.

„Seh ich auch so. Ihr seid so auf die Zwei fokussiert, als hättet ihr kein eigenes Leben mehr. Ganz schön arm."

„Wer hat dich gefragt McMillan?"

„Niemand. Und ich sag trotzdem meine Meinung, was dagegen Zabini?"

„Eine Menge."

„Kommt beruhigt euch Jungs.", beschwichtigte Tracey die Diskussion zwischen den zwei Jungs, die erst nach warnenden Blicken der Mädchen nachgaben. Sie ließen ihre Schultern sinken, die sie kämpferisch durchgedrückt hatten.

„Ich glaube es wird wieder Zeit, dass wir etwas zusammen machen. Es ist schon wieder viel zu viel Spannung im Raum. Am Besten wenn die Drei eingezogen sind … dann müssen wir wieder trinken, tanzen und spielen.", schlug die äußerst motivierte Hannah vor und setzte sich etwas aufrechter hin, wobei Megan sich mehr in ihre Seite kuschelte.

Es war auffällig wie die Blondine ihre Mitschülerin kraulte. Jeder sah wie Hannah ihre Finger über die Oberschenkel ihrer Mitschülerin fahren ließ und diese genüsslich die Augen geschlossen hatte. Doch sagen tat niemand etwas. Es war ja nicht verboten. Nur seltsam war es irgendwie schon.

„Klingt nach einem sehr guten Plan. Aber wisst ihr was ich noch für eine Idee hatte?", begann Tracey dann und sah dann in die kleine beschauliche Runde.

„Wir haben ja festgestellt, dass wir uns alle untereinander gar nicht wirklich kennen – also hab ich gedacht wir könnten daraus auch eine Art Spiel machen. Quasi … wer bin ich, oder sowas in der Art. Jeder schreibt eine Liste mit … einigen Fakten über sich. Manche Sachen müssen ganz trivial und belanglos sein und manche müssen richtig tief gehen und es sollten Dinge sein, die nicht jeder über einen weiß. Dann zieht jeder eine Liste und pro Tag wird magisch ein neuer Punkt auf dem Pergament erscheinen und am letzten Tag … kann dann jeder versuchen zu erraten von wem die Liste ist. So lernen wir einander unvoreingenommener kennen … weil wir Dinge erfahren, aber die Person dabei gar nicht wirklich sehen. Wir versuchen alles zusammen zu legen … wie ein Rätsel. Und am Ende haben wir vielleicht ein völlig neues Bild von der Person."

Hannah klatschte aufgeregt in ihre Hände.

„Das klingt fantastisch. Ich bin voll dafür. Und ich meine, jeder entscheidet ja auch selbst was er drauf schreibt – so überschreiten wir keine Grenzen.", grinste die Blondine und sah zu ihrer Mitschülerin herüber, die nur gelangweilt mit den Schultern zuckte.

„Von mir aus.", murrte sie und sah zu Ernie herüber, der es ihr dann nachahmte.

„Wir sollten aber auch dafür Sorgen, dass wir keine Personen aus dem eigenen Haus ziehen können. Sonst wäre es ja viel zu … uninteressant.", grinste Hannah und Tracey nickte begeistert.

„Dann schlagen wir das beim Abendessen vor?"

„Auf jeden Fall."

„Ich versteh den Sinn dahinter nicht.", sagte Millie und zuckte mit ihren Schultern. Pansy neben ihr grinste nur.

„Trace und Abbott wollen einfach spielen, lassen wir ihnen doch den Spaß. Vielleicht hoffen sie ja ihren heimlichen Traumprinzen zu finden."

Millie und Pansy lachten Beide, doch weder Tracey noch Hannah ließen sich von ihrer Idee abbringen.

„Ihr seid albern. Es geht ums besser kennen lernen. Um das vorurteilsfreie Kennenlernen des Anderen. Vielleicht mehr über jemanden zu erfahren von dem man bisher gar nichts wusste.", erklärte Tracey und blickte zu ihrer Verbündeten herüber, die aufgeregt nickte.

„Wenn wir unseren Traumprinzen finden wollten, hätten wir was anderes vorgeschlagen … etwas mit weniger Substanz und dafür mehr Körperkontakt."

„Das klingt deutlich interessanter.", grinste Zabini die Blondine an, doch die verzog nur ihr Gesicht.

„Schmink es dir ab Zabini – wenn du etwas auf diesem Niveau spielen willst, dann tu das aber ohne mich."

„Das war ein Korb Zabini. Nicht das du noch aus allen Wolken fällst, weil nicht alle Mädchen ihre Höschen fallen lassen wenn sie dich sehen.", grinste ein äußerst amüsierter Seamus und Dean gluckste amüsiert.

„Sagt der, der noch nie an einem Höschen dran war."

„Also … ich würde ihn eher an meins dran lassen als dich Blaise.", begann Pansy dann und sorgte damit für Erstaunen, Erheiterung und blankes Entsetzen bei Blaise.

Man konnte sagen, dass die Stimmung ausgelassen war. Und das obwohl Tracey und Theodore sich gegenüber saßen und trotz dessen das Harry, Ron und Ginny ebenfalls anwesend waren. Noch anwesend waren.

„Danke Parkinson, ich werde es mir merken.", grinste Seamus schließlich als er es endlich geschafft hatte sich zu beruhigen. Er hatte einfach zu sehr lachen müssen.

„Gerne, du weißt ja wo du mich findest.", scherzte die Slytherin weiter und das führte letztlich dazu das Blaise schmollend die Arme vor seiner Brust verschränkte. Es war als hätten sich alle gegen ihn verbündet.

„Schmollen steht dir nicht.", grinste Ginny ihn schließlich an und stützte ihr Kinn dann auf ihrer Hand ab, sah ihn dabei direkt an.

„Mir scheint nichts zu stehen."

„Sie ziehen dich doch nur auf Zabini. Ich dachte das Ego eines Slytherin Frauenhelden hält mehr aus als solche Sticheleien.", grinste die Rothaarige und sah zu ihrem Freund herüber.

„Oder was sagst du? Hättest du gedacht, dass er so schnell schmollt nur weil Pansy ihn nicht will?"

Womit sie nicht rechnete war, dass Harry seine Lippen zu einem Strich verzog. Er hatte vorhin auch nicht gelacht. Es war ihr erst jetzt aufgefallen. Sie wusste nur nicht warum. Selbst Ron hatte es geschafft zu schmunzeln.

„Naja … geht uns auch nichts an ob sie ihn will oder nicht, oder?", sagte er schließlich nur und das führte dazu, dass Ginny ihre Augenbraue verwirrt nach oben zog.

„Seh ich auch so.", sagte Neville dann um seinen freund zu unterstützen. Er hatte wie immer einfach nur dagesessen und sich das Gerede angehört. Er fand es durchaus schön, dass sie alle immer offener wurden, doch mit diesen ganzen Themen konnte er einfach immer noch nichts anfangen.

„Potter und Longbottom – wahre Gentlemen der alten Schule.", grinste Pansy schließlich nur, um die Stimmung wieder aufzulockern und zuckte mit ihren Schultern.

„Davon solltest du dir mal ein Scheibchen abschneiden Zabini, dann würdest du vielleicht nicht so schmollen.", ergänzte sie und knuffte ihren Mitschüler dann aber freundschaftlich in die Seite. Es entlockte ihm dann doch den Anflug eines Lächelns.

„Aber jetzt im Ernst – was sagt ihr zu der Idee?", fragte Hannah schließlich um das Thema wieder auf das Spiel zu lenken.

„Ich find es gut.", sagte Daphne und sah zu der Blondine herüber. Sie hatte nichts dagegen jemanden genauer kennen zu lernen und vielleicht hinter eine Fassade zu blicken, die sie sonst nie durchbrechen würde.

„Ich bin auch dabei.", sagte Lisa und natürlich stimmte dann auch Terry zu. Nach und nach stimmten letztlich alle ein, auch wenn einige von ihnen mehr oder weniger zu ihrem Glück gezwungen wurden – so wie Susan, die von Megan dazu gebracht wurde. Oder Neville, der nachgab, als Tracey ihm einen bittenden Blick zuwarf.

„Dann starten wir das Spiel beim nächsten Gruppenabend. Wir sollten die Listen bis dahin fertig haben und dann werfen wir sie in einen Sack und jeder zieht am Ende des Abends. Dann haben wir zwei Wochen Zeit herauszufinden, wer der Verfasser der Liste ist, die wir gezogen haben.", erklärte Tracey die Spielregeln und alle nickten.

„Ob Draco und Hermione mitmachen?"

„Bestimmt."

„Wo sind die Zwei eigentlich?"

„Im Bett und kuscheln sich aneinander ...", grinste eine äußerst gut gelaunte Tracey wohl wissend, dass manche Menschen das wohl nicht hören wollten. Auch wenn es wohl nicht stimmte.

„Ist doch auch egal wo sie sind und was sie machen. Geht uns nichts an.", überraschte Ron sie dann alle und kniff seine Lippen danach zusammen. Er musste sich selbst ermahnen, damit er nicht doch noch etwas falsches sagte.

„Uiuiui Daph, da hast du ihn aber schnell von ihr abgelenkt. Dabei hattet ihr doch noch alle Klamotten an.", trietzte Tracey und wurde daraufhin mit Weintrauben beworfen – sowohl von Daphne als auch von Ginny. Es machte ihr jedoch nichts aus … sie lachte nur. Und irgendwann stimmten sie alle in ihr Lachen ein.

„Wie kommt es eigentlich, dass du ihn so schnell losgelassen hast?"

„Das fragst du mich wirklich gerade jetzt?", fragte die Slytherin und blickte ihren Mitschüler mit hochgezogener Augenbraue an.

„Sorry."

„Es sollte dir auch Leid tun, dass du an Draco denkst während ich in deinem Merlin verdammten Schoß sitze."

Pansy sah Blaise nicht einmal wirklich an. Sie wusste nicht wieso sie sich auf ihn einließ, immerhin hatte sie vorhin noch etwas anderes gesagt. Sie hatte es klingen lassen, als würde sie niemals etwas mit Blaise anfangen wollen, doch die Wahrheit war, dass sie es schon öfter getan hatten. Sie hatte Bedürfnisse und Draco hatte diese offensichtlich nie befriedigt. Sie hatte sich einen anderen Weg suchen müssen und letztlich hatte sie so einige gefunden. Blaise war einer davon.

„Ich wunder mich, dass du nicht an ihn denkst."

Pansy stöhnte frustriert auf und rutschte letztlich von Blaise Schoß und warf sich neben ihn auf das Bett. Sie sah genervt zur Decke hoch und hoffte, dass er erkannte was für ein Trottel er doch war.

„Pans, sei doch nicht gleich sauer."

„Ich bin nicht sauer Blaise. Ich bin frustriert. Ich bin mit in dein Zimmer gekommen weil ich Sex will – nicht weil ich reden will. Hätte ich das gewollt wäre ich zu Daphne gegangen. Oder zu Trace. Oder zu … Lisa. Aber doch nicht zu dir."

„Was ist mit Mil?"

Pansy verzog ihr Gesicht und setzte sich schließlich auf.

„Mit Mil rede ich nicht über sowas. Das weißt du. Das zwischen mir und ihr … ich muss es nicht unnötig komplizierter machen als es ist."

„Du weißt, dass sie auf dich steht und du willst dich nicht bei ihr ausheulen, weil du denkst sie könnte sich dann Hoffnungen machen."

„Sieh an wer mehr Grips in seiner Birne hat, als er es manchmal zeigt.", neckte sie ihn beinahe liebevoll und schüttelte dann ihren Kopf.

„Wir haben jetzt zwei Optionen, entweder du gibst mir jetzt das weswegen ich hier bin oder … ich geh rüber zu Finnigan, immerhin hab ich ihm das Angebot schon einmal gemacht."

„Ich glaub, der ist mehr an wem Anders interessiert."

„Moment … was? Weißt du was?", kreischte sie beinahe und sah ihn neugierig an. Es war so leicht ihr Interesse zu wecken. Sie liebte Klatsch und Tratsch.

„Das ist doch viel zu langweilig wenn ich es dir sagen würde. Ich hab eine Bessere Idee Pans. Was wenn wir unser eigenes Spielchen spielen, mh?"

Pansy zog eine Augenbraue hoch und beugte sich zu ihm vor.

„Und was für ein Spiel wäre das?"

„Ein weniger spießigeres … mit höherer Spaßgarantie."

„Klingt verlockend. Erzähl mir mehr davon."

„Du spielst im Team der Mädchen und ich im Team der Jungs. Wir stellen uns gegenseitig Aufgaben, die unser Team erfüllen muss … nur leider dürfen wir den Anderen nichts von den Aufgaben sagen. Wir müssen sie selbst dazu bringen es zu tun. Wer mehr Aufgaben bis zum Ende des anderen Spiels erfüllt … gewinnt."

„Und was gewinne ich dann?"

„Wir haben dann einen Wunsch beim Anderen frei – was sagst du?"

„Klingt ziemlich ziemlich gut.", grinste die Dunkelhaarige und rutschte wieder auf seinen Schoß, drückte sich dabei leicht an ihn.

„Und was für Aufgaben wären das, mh?"

„Oh du wirst schon sehen … es wird … prickelnd in den nächsten Tagen.", flüsterte er gegen ihren Hals und das Mädchen seufzte.

Das Spiel konnte beginnen.

Nun ja … noch nicht. Aber morgen würde es dann bestimmt beginnen. Morgen, wenn sie hoffentlich um einiges befriedigter und weniger frustriert war.