Disclaimer: Diese Story wurde von laventadorn geschrieben! Das einzige was ich gemacht habe ist es ins Deutsche zu übersetzen.

Petunia hatte Magie schon immer gehasst.

Es gehasst weil du es nicht haben kannst

Es war falsch, es war unnatürlich, es pervertierte - es pervertierte alles was es berührte. Blumen die wieder zum Leben kamen nachdem sie verblüht von ihrem Stängel gefallen waren. Menschen die frei durch die Luft flogen, als wären ihre Knochen so hohl wie die eines Kolibri. Dinge die ihre Form änderten, Menschen die sich im Herzen änderten, änderten was sie waren, wen sie liebten…

Als Mädchen hatte Petunia sich nicht entscheiden können was sie mehr hasste, Magie oder Severus Snape. Vielleicht hätte eines von beiden ihr nicht ihre Schwester nehmen können, oder vielleicht hätten sie es, sie würde es nie erfahren, aber beide zusammen… Selbst als Lily endlich eingesehen hatte was für ein Irrer Severus war, als sie ihn endlich ohne Reue aus ihrem Leben geschnitten hatte und Petunia seinen Namen benutz hatte um zu geniessen wie Lily´s Gesicht sich verzog, war sie nicht zurück gekommen. Da war immer noch die Kluft zwischen ihnen gewesen, aufgebrochen von Magie, von Snape. Da war keine Möglichkeit gewesen es wieder zusammen zu fügen.

alle Pferde des Königs, alle Männer des Königs

Petunia hatte ihn nicht mehr gesehen seit er ein dünner Junge von sechzehn -fünfzehn?- siebzehn?- gewesen war. Das letzte Mal hatten ihre Eltern sie gezwungen Lily auf dieser furchtbaren (wundervollen, atemberaubenden, erbärmlichen, verhassten) Plattform zu begrüßen. Lily und Snape hatten sich zu der Zeit gestritten, es hätte also den Sommer angefangen haben können, aber sie hatten immer gestritten. Sie waren immer am zanken und Lily würde die Tür zuschlagen, schreien und jedem erzählen das sie nie wieder mit ihm sprechen würde, nur um am Nächsten Tag vergnügt die Treppe hinunter zu sausen und auf dem weg zur Tür zu rufen Ich treffe mich mit Sev, wartet nicht auf mich.

Dann würde sie nach Zigaretten stinken zurück kommen, ihre Kleidung dreckig und staubig, ihr Gesicht gerötet und ihre Zunge geschärft und ihre Haare nach hinten werfend in dem Glauben sie wäre die Königin von Cokeworth.

Aber nach diesem Sommer, ausgenommen von einem flüchtigen entfernten Blick irgendwo - die Straße hoch vom Laden, vielleicht, oder am Rande des Parks in der Nähe von ihrem Haus- hatte Petunia ihn nie gesehen, weil Lily zum ersten Mal die Wahrheit gesagt und sich nicht mit ihm versöhnte hatte. Selbst wenn sie nie wieder Petunias Schwester sein würde wie sie einst war, hatte Petunia zumindest diesen Triumph bekommen: Lily gehörte nicht ihr, aber sie gehört auch nicht Snape.

Lily hatte sie vor ihm gewarnt. Er wird zu einem Todesser werden. Es ist schwer zu erklären - nein hör einfach zu, würdest du, Tuney? Todesser sind wie dieser Kult, dieser Todeskult, sie praktizieren schreckliche Magie - nicht wirklich wie Satanismus, aber stell es dir so vor wenn du willst - nein, nicht jetzt, aber es wird es, okay? Sie hassen Muggle wie dich und Mama und Papa und Muggle geborene Hexen wie mich. Also wenn du ihn siehst…pass auf.

Und da war er gewesen in Petunias Esszimmer, erwachsen. Jenseits von hässlich, jenseits von scheusslich, Furcht erregend, sein Gesicht weiss und verzerrt und seine schmutzigen, unebenen Zähne gebleckt.

Sein Zauberstab war aus schwarzem Holz.

Sie griff nach Dudley, seinen Zauberstab anstarrend, der Anblick brannte sich in ihre Netzhaut, wissend das sie nicht tun könnte aber es versuchen musste.

Und dann hatte er sie alle eingefroren und war einfach weggegangen. Hatte das Mädchen mitgenommen. Und sie war mit ihm mit gegangen.

Petunia wusste nicht was Vernon oder Dudley dachten; aber sie hatte gewusst das Snape sie hätte töten können wenn er gewollt hätte, und sie hätten nichts tun können außer zu sterben.

Sie hasste Magie, hasste sie, hasste sie.

Der Fernseher lief weiter. Die Uhr im Salon tickte. Der Wein den sie umgestossen hatte würde für immer Flecken auf dem Teppich hinterlassen. Ihre Muskeln schmerzten auf unnatürliche Weise. Sie konnte kaum atmen, geschweige den Blinzeln. Ihre Augen brannten als würden Ameisen darauf herumwandern. Schweiss lief Vernon´s Gesicht hinunter. Sie konnte Dudley´s nicht sehen. Ihre Hand war zu ihm ausgestreckt aber sie hatte Snape im Türeingang angesehen.

Er hatte sie mitgenommen. Gott allein wusste was er jetzt mit ihr anstellen würde, der kranke, widerliche, perverse Verrückte Schuft - nicht das es Petunia interessierte, es geschah ihr recht, aber es war trotzdem krank…

Die Uhr im Salon begann Mitternacht zu schlagen. Wieviele Stunden waren das gewesen (fünf)?

Als der letzte Gong in der Stille verhallte, war es still genug im Haus das sie die Eingangstür klicken hörte.

Ihr Herz begann zu rasen. Ihr ganzer Körper war mit dem Bedürfnis gefüllt sich zu bewegen, ihr Baby zu beschützen, nach Hilfe zu rufen, aber er konnte sich nicht bewegen, nicht einmal einen Zentimeter, nicht einmal ein Haar - ihr Hals füllte sich mit ihrem Atem ohne das sie ihn ausstoßen konnte mit ihrem Körper auf diese Weise eingefroren-

Der Einbrecher stieg die Treppe hinauf. Das schwache knarren war hörbar aber gedämpft, wie gelassene Schritte. In mitten ihrer Panik war Petunia verwirrt. War dieser Einbrecher auch für Lily´s Gör gekommen? Nun er würde sie nicht finden.

Bitte Gott lass ihn nicht sauer werden weil er sie nicht finden kann und lass ihn einfach gehen.

Die Treppe knarrte als der ungeladene Gast wieder nach unten kam, ein paar minuten später, und ein Schatten an der Wand im Flur zeigte. Er näherte sich dem Esszimmer. Sie konnte nicht blinzeln, aber hätte sie das getan wenn sie es gekonnt hätte? Hätte sie ihre Augen nur für die kurze Zeit geschlossen?

Ein Mann tauchte im Türeingang auf, groß und lächerliche Zauberer (Irrer) Kleidung tragend in glitzerndem Lila, mit einem silbernen Bard und Haare die bis zu seiner Hüfte reichten. Petunia kannte ihn, sie erinnerte sich an ihn, von Lily´s Beerdigung, als er sie zu den Särgen geführt und ihre Hand gehalten hatte bis sie sie abschüttelte.

Sein Zauberstab war in seiner Hand, abscheuliches Ding, es machte sie krank. Er schwang es durch die Luft wie ein Kind ein unsichtbares Bild malte und sagte klar, „Finite Incantatum."

Sie fühlte wie Snapes Bann sich löste, wie Plastikfolie die sich von ihrer Haut löste, wie Elektrizität die über ihre Muskeln schoss. Sie, Vernon und Dudley keuchten, fielen in sich zusammen und umklammerten ihren Hals, während sie versuchten nicht von ihrem Stuhl auf den Fußboden zu fallen.

Dudley´s abgehackter und lauter Atem, zerrten an Petunia´s Herz und sie zwang ihren steifen Körper aus ihrem Stuhl um ihn sich an die Brust zu drücken. Er klammerte sich an sie und irgendwo tief im inneren ihrer Angst und ihrer Erleichterung und ihrem Hass (für Magie und Albus Dumbledore und Snape und Lily und ihrem Gör) flog ihr Herz, weil sie sich nicht mehr an das letzte Mal erinnern konnte als ihr Baby sich so nach ihrer Aufmerksamkeit gesehnt hatte.

Dudley wurde erwachsen, wurde ein Mann, und obwohl es sie mit Stolz erfüllte, vermisste sie die Jahre wo er sich nach ihre ausstreckte, echte oder gespielte Tränen weinte, weil er von ihr gehalten werden wollte und ihre Welt sich um ihn gedreht hatte. Das tat es noch immer obwohl es selten erlaubt war.

Aber jetzt hing er an ihr, elendig, verwirrt und verängstigt, wegen dieser Zauberer und sie fühlte ein Gefühl der Richtigkeit und der Scham.

„Du." Vernon´s Stimme war gedrosselt, gurgelnd. Er hatte sich auf seine Füße gestemmt, musste sich aber am Tisch anlehnen, um aufrecht stehen zu bleiben. Petunia konnte nicht anders als zu merken wie der alte Mann über ihm aufragte…aber es machte keinen Unterschied ob Dumbledore der größere Mann war oder ob er so klein war wie Snape, welchen Vernon leicht hätte fertig machen können würde es keine Zauberstäbe geben. Aber es gab Zauberstäbe und kein Wettbewerb würde je auf einem Level sein bei denen die welche besaßen und denen die es nicht taten.

„Verschwinde aus meinem Haus," krächzte Vernon, „bevor ich die Polizei rufe- ich werde sie einsperren lassen"

Dumbledore hatte seinen Hände in seine großen Glockenartigen Ärmel gesteckt und hörte Vernon mit höflichem Interesse zu. In diesem Moment verachtete Petunia ihn beinahe mehr als Snape.

„Ich bezweifle dieser Versuch würde den Schmerz lindern den sie heute Abend erlitten haben," sagte Dumbledore beinahe sanft. „Und sie müssten einsehen…das es nicht mehr als ein Versuch sein wird."

„Du" Vernon hatte seine Stimme zurück; Petunia konnte erkennen das er nur sprachlos war vor lauter Wut und die Erinnerung von dem was passiert war. „Du dreckiger alter…"

„Tyrannen." Petunia war überrascht ihre eigene Stimme zu hören, eine Peitsche aus Gift, die Dumbledore seine Aufmerksamkeit zu ihr wandte. „Feiglinge und Mörder- ihr kamt in unser Haus und ihr bedrohtet…"

„Ich habe keine Drohung ausgesprochen," sagte Dumbledore und sie hasst es wie ruhig er war. „Wenn Professor Snape irgendwelche ausgesprochen hat, dann könnt ihr sie jetzt als zurückgenommen betrachten."

Professor? Petunias Wut wich der Verwirrung und sie starrte ihn still an; Vernon genauso, Dudley schniefend aber zuhörend, beobachte ihn aus ihren Armen heraus.

„Ja," sagte Dumbledore als würde er jede unausgesprochen, zweifelnde Frage hören, „Professor Snape ist einer von Harriet´s, ihrer Nichte," seine Stimme wurde kühl, Petunia hörte es und sie hätte ihn töten können, „Lehrer und unter meinem Befehl. Ich habe ihn geschickt um nach Harriet zu sehen, nachdem ich alarmierende Informationen erhalten hatte, dass es ihr nicht erlaubt wurde einige natürliche Freiheiten zu besitzen."

Er legte seinen Kopf zur Seite um sie über die Ränder seiner Brille anzusehen. Sein Blick war weder Nett noch bedrohlich: es war der Blick eines Priesters, eines Mannes mit der Kraft Gottes um in deine Seele zu blicken, mit all den Flecken von Sünde und Schuld die sich über die Jahre angesammelt hatten. Und wie ein Priester in einem Beichtstuhl, machte er keine Verurteilung, aber er hörte dich durch die dünne Trennwand und wusste was tu getan hattest.

„Ich habe einen kleinen Wunsch," sagte er, „die Regierung mit einzubeziehen, würde sie Mr und Mrs. Dursley, in eine peinliche Lage mit dem Gesetz bringen, angesichts der Gegebenheiten von denen mir Professor Snape erzählte und von denen ich mich jetzt selbst bezeugt habe. Unfreiwillige Inhaftierung und aushungern sind Sachen die das Jugendamt nicht einfach dulden würden."

„Dann rufen Sie sie," flüsterte Petunia, ihre Stimme zischte mit bitterem Spott. „Rufen Sie sie oder verlassen sie mein Haus."

„Genau," sagte Vernon, seine Stimme so laut das Dudley erschrak. „Entweder Sie rufen die Regierung oder sie verschwinden aus meinem Haus bevor ich sie rufe, Sie pompöser alter Schwätzer…"

Dumbledore nahm seine Hand nach oben. Obwohl sein Zauberstab nicht darin war erstarrten sie alle. Er schaute sie traurig an, dachte Petunia.

Ein Messer für das Huhn lag auf dem Tisch, etwas Fleisch klebte an der Klinge. Sie konnte das phantom Gewicht der Klinge in ihrer Hand spüren, die Kälte des Rostfreien Stahls. Sie überlegte wie der Aufprall durch ihre Knochen ruckeln würde wenn es in Menschenfleisch sinken würde.

„Vor Elf Jahren," sprach Dumbledore leise. „Habe ich euch gebeten Harriet in euer Haus aufzunehmen und sie mit Liebe und Zuneigung zu versorgen. Den ersten Teil meiner Anfrage habt ihr erfüllt…wenn auch widerspenstig. Aber könnt ihr mir sagen das ihr den zweiten Teil erfüllt habt? Nachdem was ich oben gesehen habe, könnt ihr mir das sagen?"

Die Uhr schlug drei leichte Noten: eine Viertelstunde nach Mitternacht. Niemand sprach.

„Ich bereue was Professor Snape getan hat," sagte Dumbledore, immer noch ruhig aber ernst, immer noch auf die Art eines Priesters. „Aber ich bereu mehr was dem armen Kind angetan wurde das er mit sich genommen hat."

„Wir konnten ihn nicht aufhalten," sprach Vernon sofort. „Sollten nicht Sie, mit ihrer ganzen verdammten Magie in der Lage sein den Bastard zu finden, wenn sie so verdammt besorgt um das verdammte Mädchen sind? Nicht das sie freiwillig mit ihm gegangen wäre…"

„Mr. Dursley," sagte Dumbledore wie ein Professor der ruhig wieder Ordnung in sein Klassenzimmer brachte, nachdem ein Schüler etwas unanständiges oder rassistisches gesagt hatte, „Professor Snape brachte Harriet geradewegs nach Hogwarts. Ich bin sicher Sie sind erleichtert zu hören das Madam Pomfrey- unsere Ärztin so würdet ihr sie nennen, glaube ich?- imstande war Harriets Unterernährung zu heilen. Sie ist nun sehr sicher in der Geborgenheit ihrer Freunde."
„Gut," meinte Vernon. „Dann kann sie verdammt nochmal da bleiben. Wir werden den kleinen Freak nicht wieder zurück in unser Haus nehmen. Wir hatten mehr als genug Probleme mit euch…"

„Ich fürchte," sagte Dumbledore," das ihr Harriet zurück in euer Haus aufnehmen müsst."

Es gab keinerlei Veränderung in seinem Tonfall, in seiner Haltung oder seinem Gesichtsausdruck, aber Petunia dachte sie könnte unausgesprochen fühlen, das er das genauso wenig sagen wollte, wie sie es hören wollten. Sie wollte es ganz sicher nicht hören. Der blosse Gedanke war ihr Zuwider. Das Gör zurück in ihr Haus aufnehmen, würde sie in die Reichweite von Petunias geliebten Jungen bringen, wenn zu jederzeit diese verrückten Zauberer ihre Haus stürmen und sie alle umbringen könnten, mit einem schnippen ihrer Finger oder der Bewegung ihres Handgelenks? Wer dachte er das er sei, so etwas zu fragen, wer dachte er das er sei…

Sie merkte das sie all das laut Gekreischt hatte, Dumbledore anschreiend. Dudley hatte seinen Kopf eingezogen, zu ihrer Hüfte kauernd, weil sie aufgestanden war, nach dem Messer gegriffen hatte und es vor Dumbledore durch die Luft fuchtelte wie einen Zauberstab. Vernon sah entsetzt aus. Sein schlaffes Gesicht, seine geweiteten Augen sagten das er sie beruhigen wollte, sich aber nicht traute.

Sie war nicht einer von ihnen. Sie war keine Mörderin, kein Freak. Selbst wenn sie es verdienten.

Sie ließ das Messer fallen. Es prallte an der Ecke des Tisches ab und landete auf dem befleckten Teppich.

„Sehen Sie sich an zu was sie mich gebracht haben," flüsterte sie.

Die ganze Zeit hatte Dumbledore sie still beobachtet, aufmerksam als würde er einer Rede des Premie Ministers lauschen. Sie legte ihre Hand auf Dudleys Schulter und fühlte ihn vor Furcht Zittern, oder vielleicht auch von den Nachwirkungen fünf Stunden lang eingefroren zu sein, oder weil er mit ansehen musste wie seine Mutter schrie und ein Messer durch die Luft fuchtelte.

„Nein," sagte sie einfach mit zugeschnürter Kehle.

„Ich fürchte ihr müsst," sagte Dumbledore.

Ihre Wut brachte das Licht im Raum zum flackern. „Wie könnt ihr so etwas fragen…"

„Wie," erwiderte er, seine blassen Augen fixierten sie mit der Kraft eines Bannes, „könnt ihr das Kind eurer Schwester so behandeln?"

Willst du das wirklich wissen alter Mann willst du wirklich

„Nun warten Sie mal eine Minute…" fing Vernon an.

„Es gibt kein Verbrechen das ein Kind begehen könnte, das die Gefangennahme und Aushungerung rechtfertigen würde, die ihr ihr kürzlich zugefügt habt." Dumbledores Stimme schien die ausgeblichenen Schatten an der Wand zu verzerren, den Schein der Elektrizität zu dimmen, die stickige, panische Wärme ihres Hauses abzukühlen. „Noch die Vernachlässigung eines ganzen Lebens. Es schmerzt mich mehr als ich es ausdrücken kann keine Wahl zu haben als Harriet zu diesem Ort zurück kehren zu lassen." Sein Blick schweifte das Zimmer als wäre es das ranzigste Gefängnis, wie dieser Azkaban Ort von dem Snape dauernd erzählt hatte, mit diesen Kreaturen die deine Seele aussaugen konnten. „Aber ich habe keine Wahl. Und ich muss euch erinnern das Ihr keine Wahl habt als sie zu euch zu nehmen."

Als Vernon anfing zu stottern, fuhr Dumbledore fort, „Als ich euch vor elf Jahren, als Harriets Verwandte sagte, ihr seit gegen Voldemorts Machenschaften und die seiner Anhänger verwundbar. Aber wenn sie diesen Ort ihr Heim nennen kann, dann wird der Schutz von Lily´s Opfer auch euch zugute kommen. So lange ihr Lily´s Erinnerungen ehrt indem ihr Harriet ein Zuhause gebt, ist ihr Schutz auch eurer."

Petunia konnte es sich jetzt all zu gut vorstellen: Zauberer die in ihr Haus einbrachen, um ihrem kostbaren Baby etwas anzutun, alles nur wegen Lily…

Aber etwas stimmte nicht, etwas das er gesagt hatte war falsch, sehr falsch, wie eine ausgefranste Ecke die nicht passte. Sie brauchte nur einen moment um sie zu finden, während Vernon vor sich hin grummelte. „Wie kommt es dann das er hier rein konnte um sie mit zu nehmen?" forderte sie.

„Der Zauber beschützt Harriet - und euch - gegen jene die euch verletzen wollen," sagte Dumbledore unbeeindruckt. „Professor Snape handelte nach seiner Überzeugung, um ihr zu helfen. Aber wenn sie nicht mit ihm hätte gehen wollen, wäre er nicht in der Lage gewesen sie aus diesem Haus mit zu nehmen"

„Er hat uns verzaubert!"

„Er hat euch bewegungsunfähig gemacht. Es ist kein verletzender Zauber, und wurde aus einem Grund gewählt. Obwohl ich die psychologische Auswirkung unter diesen Umständen nicht in Frage stelle," er fuhr fort bevor sie etwas darauf erwidern konnten, „Die Natur der Magie erlaubt es. Aber Todesser - die Anhänger Lord Voldemorts - würden nicht so gütig sein."

„Er ist ein Todesser!" spuckte Petunia aus. „Sie hat es mir gesagt, vor all den Jahren."

„Todesser…?" wiederholte Vernon, sichtlich verwirrt.

„Bitte versteht das die Situation komplizierter ist als das ich sie kurz erklären könnte." sagte Dumbledore. Ohne auf eine Antwort zu warten sagte er, „Werdet ihr euch dem Schutz des Zaubers untergeben und Harriet erlauben zurück zu kehren?"

Petunia wollte nein sagen, bei Gott sie wollte. Sie wollte diese widerliche, unnatürliche Erzeugung eines Freaks nicht einmal in der Nähe ihres Babys (ob sie Snape oder das kleine Gör meinte war sie sich nicht sicher, sie könnte leicht beide meinen, da der eine den anderen nach sich zog). Aber…wenn es Dudley beschützen würde…wenn sie zurück zu lassen bedeutete das er sicher war…

„Okay," spuckte Petunia aus. Sie musste die Wörter aus dem Knoten von Hass in ihrem Herzen heraus zwingen, hinaus aus ihrem Hals der vor Verzweiflung zugeschnürt war, und Vernons Ausstoß des Unglaubens ignorieren. (Das letztere war der einfachste Part.) „Jetzt verschwinde."

Dumbledore neigte seinen Kopf. „Ich danke euch," sagte er. Dann ohne ein weiteres Wort verschwand er. Vielleicht wollte er keine weiteren Wörter äußern, wissend das sie nicht geholfen hätten. Petunia interessierte es nicht. Jetzt wo er weg war wären es zehn, fast elf Monate bevor sie wieder einen Zauberer sehen mussten.

Bis das Mädchen erwachsen wurde oder starb, war das alles vorauf wie hoffen konnte.

Narcissas Garten stand in voller Blüte, überwiegend Schwertlilien zu dieser Zeit des Jahres. Wiltshire war heute sonnig und der Duft von Grass flog durch die Luft.

Es gab Zeiten wo Severus der Beweis so deutlich traf, wie sein Leben sich von seinen Erwartungen unterschied, das er beinahe taumelte. Der Weg zum Gutshaus der Malfoys war wie eine Manifestation einer Erinnerung. Jedes mal wenn er den Weg zu den Vorderen Toren entlang lief, wurde er an Ambitionen erinnert die schon lange zu Staub zerfallen waren: keine von Reichtum und Einfluss zentriert ein einem großen Haus und weitläufigem Gelände, nicht unbedingt, aber von Macht und Status. Er war damals her gekommen um dies zu finden, an den Tagen, als die Präsenz des Dunklen Lords an seinem Esstisch noch eine Ehre war.

Das Haus selbst war dunkel, schwer und imposant. Es passte zu Lucius, obwohl es zu seinem Vater noch mehr gepasst hatte. Mit jeder Generation schien das Blut der Malfoys zu verwässern, was Nachkommen hervorbrachte die eher eingebildet als rücksichtslos waren. Er konnte sich nicht vorstellen das Draco Herr dieses Hauses wurde. Die Zierleisten in der Krankenstation hatten ihm Albträume beschert bis er neun war.

Der Geruch von Kies war am Eingang stark, und der Brunnen sprudelte kaltes, klares Wasser hervor. Die Skulptur ähnelte Berninis Apollo und Daphne so dermaßen, das Severus sich immer gefragt hatte, ob ein Vorfahre der Malfoys die Galerie Borghese bestohlen und eine Fälschung da gelassen hatte. Das war ein Reinblüter wie er im Buche stand: verachte Muggle und alles war mit ihnen zu tun hat, aber trink ihren Wein und stiehl ihre Kunst.

Der Hauself öffnete ihm die Vordertür, wie er es gehofft hatte.

Seine Erscheinung war so miserabel wie das Mädchen sie Dumbledore beschrieben hatte und da waren frische Striemen an seinen Ohren, die aussahen wie von einer Ofentür. Er krümmte sich auf eine erniedrigende Weise vor seinen Füßen, aber alles was er tun konnte war ihm zu sagen das er aufstehen und aufhören sollte auf dem Fußboden zu kauern.

Ein Blick verriet ihm das die Eingangshalle leer und das Haus um ihn herum still war. Er starrte runter zu dem Elf, der seine Hände wrang und auf Befehle wartete.

„Misses Potter sendet ihre Grüße," sagte er leise.

Der Elf erstarrte. Ein verängstigter, verwirrter Ausdruck huschte über sein Gesicht aber dann schloss er sofort die Augen.

„D-Dobby weiss n-nicht wo-wovon Profess-ssor Snape Sir-r spricht."

„Lüg mich nicht an," zischte Severus, er überprüfte ein weiters Mal ob die Eingangshalle leer war. „Wo ist Lucius?"

„Mmmmeister Malfoy und der Junge Herr Draco sind in der Winkelgasse," quiekte der Elf.

„Und Narcissa?"

„Auf der Süd Terrasse!"

Er sprang zu dem Regenschirmhalter, um sich zu bestrafen, wofür wusste Severus nicht, aber er packte ihn an einer seiner dünnen Ärmchen.

„Was kommt nach Hogwarts?" verlangte er.

„Dobby kann es nicht sagen!" quietschte er. „Dobby kann nicht! Dobby hat Harriet gesagt das sie fern bleiben soll um sicher zu sein! Dobby.." Er schloss seinen Mund und schüttelte seinen Kopf so heftig das seine Ohren gegen seinen Kopf schlugen.

Innerlich fluchte Severus. Leglimency funktionierte an Hauselfen nicht; Ihre Gehirne waren zu verschieden. Und direkte Befragung würde nichts bringen, dachte er als der Elf sich gegen seinen Griff wehrte.

Er war sich bewusst wer er war: wenn es helfen würde den Elfen zu foltern, würde er es tun. Aber er wusste genug über Hauselfen, um zu wissen das es nichts bewirken würde. Sie waren auf magische Weise an eine Familie gebunden bis sie durch Erlass oder Tod befreit wurden. Der Dienst war absolut. Die Meister mussten den Hauselfen nicht befehlen ihre Geheimnisse zu wahren; es war so tief in seinem Sein verwurzelt das der Elf sich selbst dafür bestraft hatte dafür, das er eine Warnung ausgesprochen hatte. Mehr als eine Warnung würde er nicht geben können.

Der Elf keuchte. „Dobby muss gehen!" Er verschwand unter Severus Hand.

Diesmal laut fluchend ging Severus zu der Süd Terrasse. Er wusste wie es ablaufen würde und trotzdem war er angeekelt und sauer.

Er überlegte einen von Lucius Damaskus Vorhängen in Brand zu setzen, entschied sich aber das es ihn sich weder schlechter noch besser fühlen lassen würde.

Als er nach draussen zur Süd Terrasse ging, nahm er all seine Gefühle der Frustration, des Ärgers und der Angst und liess sie unter seinem Mantel der üblichen Verachtung verschwinden. Obwohl er sich selbst auf die ein oder andere weise als subtil bezeichnen würde, war er sich bewusst das er nur zwei Möglichkeiten hatte, um an Informationen zu kommen: sie einschüchtern, oder schnüffeln. Die erste Technik hatte versagt, also blieb nur die zweite über.

Natürlich jeder der versuchte Narcissa Malfoy einzuschüchtern hatte sie offensichtlich noch nie getroffen.

Das Gutshaus der Malfoy passte zu Narcissa noch weniger wie zu ihrem Sohn. Es war keine Überraschung sie unter einem Sonnenschirm auf ihrer Terrasse sitzend zu finden, Limonade trinkend aus einem Kristall Goblin an einem weiss gestrichenen Eisentisch. Der lange Saum ihres silbernen Kleides wehte in der Brise. Narcissa erinnerte ihn immer an ein Watteau.

„Severus meine Taube", sagte sie und blickte auf als sein Schatten über den Tisch fiel. Ihr Mund lächelte nicht, weil sie keine Falten riskieren wollte, aber ihre Augen verrieten das sie zufrieden war. „Es tut gut dich zu sehen- du siehst mehr und mehr aus wie Dracula. Wie schaffst du das nur?"

„Ich lebe in einem Kerker," sagte er. Auch die Stühle waren weiss lackiert und aus Eisen, aber jemand hatte einen Kissenzauber darauf gewirkt und sie waren überhaupt nicht ungemütlich.

Narcissa seufzte, ein sanfter, wehmütiger beinahe sehnsüchtiger Laut. „Wünschtest du nicht auch der Sommer wäre länger?" fragte sie und blickte sich in ihrem Garten um, den der Hauself ohne Zweifel für sie pflegte. Wenn Narcissa jemals Dreck unter ihren Fingernägeln hatte, muss es das letzte mal gewesen sein als sie und ihre Schwester sich noch Schleifen ins Haar gebunden haben.

„Ich wünschte er wäre unbegrenzt," sagte er, während er an die langen Tage und Nächte dachte, wenn die Schüler wieder zurück kommen. Seine Slytherins hatten die Angewohnheit zu jeder Tages und Nachtzeit an seine Tür zu klopfen und ihm die unanständigsten Geschichten zu erzählen, welche meistens damit endeten das er vorschlug, dass sie sich über Verhütung und Vorsichtsmaßnahmen gegen Krankheiten schlau machten.

„Wenn es doch nur kein Internat wäre," meinte Narcissa. „Wenn Draco doch nur Abends nach Hause kommen könnte, dann würde das Haus sich nicht so jämmerlich leer anfühlen. Ich renoviere den leicht grünen Salon, nur um überhaupt etwas zu tun zu haben. Und Potentilla Parkinson hat viel zu viel Zeit, um zu pflegen und zu Hegen was sie unausstehlich macht, jetzt wo ihre letzte Tochter aus dem Haus ist."

„Ich bin geschockt das sie in irgendeiner Weise in das Leben dieses Mädchens verwickelt war," sagte Severus. Pansy Parkinson verlangte zu viel Aufmerksamkeit von jedem um etwas anderes zu vermuten. Sie hasste Lily´s Tochter besonders, weil sie ihr einen Teil davon entzog.

„Ich konnte es selbst kaum Glauben, aber was könnte sonst die Erklärung sein? Das erbärmliche, hässliche Mädchen ist zur selben Zeit wie Draco nach Hogwarts gekommen. Severus Darling, du wirst mich wissen lassen wenn Draco etwas schreckliches tut, wie zum Beispiel an zu fangen das schreckliche Ding zu mögen, oder? Junge Männer suchen sich immer die lächerlichsten und unpassendsten Mädchen aus…"

Es ist nicht Pansy Parkinson um die du dir sorgen machen musst, dachte Severus. Nein, wenn Dracos ständige Versuche Lily´s Tochter zu übertrumpfen und eingeschnappt zu sein wenn er es nicht schaffte, ein Hinweis waren, dann würde er Anfang des Jahres bald schrecklich verknallt sein. Wenn nicht sogar früher. Severus hoffte, das wenigstens das Mädchen einen besseren Geschmack hatte. Er mochte Draco sehr, aber es würde ihn mindestens fünfzehn Minuten kosten an einen Jungen zu denken der mehr von sich selbst eingenommen war…

Nein würde es doch nicht. „Du wirst nicht glauben wer der Nächste Lehrer für die Verteidigung gegen die Dunklen Künste sein wird."

„Ooh," sagte Narcissa, begeistert von seinem Tonfall. „Jemand schreckliches, oder?"

„Wenn ich es nicht schaffe ein Geschwür zu entwickeln, werde ich wahrscheinlich noch vor Ostern einen Mord begehen."

„Oh das sagt mir überhaupt nichts. Du willst mindestens zwölf Leute jede Viertelstunde töten. Wer ist es dieses Mal?"

„Ich glaube du warst es dir mir erzählte ihn in Baudelaire´s Salon gesehen zu haben, wie er sich die Haare hat machen lassen."

„Nein - nicht Gilderoy Lockhart?" keuchte Narcissa. Als Severus eine Grimasse zog, viel sie in schallendes Gelächter. „Er soll Verteidigung gegen die Dunklen Künste lehren? Er kann seine Wimpern locken aber Verteidigung? Was denkt sich der absurde alte Mann?"

„Es waren nur zwei Bewerbungen auf den Posten und einer davon war ich," sagte Severus mit einem spöttischem Grinsen das alle Schichten seines Ekels zeigten.

„Na wenn das so ist," sagte Narcissa. „Nein, Severus, er hat Angst das du die kleinen Biester folterst - oder das der Fluch dich befällt. Komm mein Lamm," meinte sie als er schnaubte. „Es gibt nicht einen einzigen Lehrer der diese Position mehr als ein Jahr halten konnte, nicht seit wir Schüler waren…und wenn du es wagst mich daran zu erinnern wieviele Jahre das sind, dann werde ich dir ein Auge mit meinem Sonnenschirm ausstechen. Es muss verflucht sein."

„Gut es ist getan. Sie werden verdammt noch mal nichts lernen, außer wie man sich die Wimpern lockt."

„Er hat all diese Bücher geschrieben weisst du," sagte Narcissa nachdenklich. Sie lies ihren Sonnenschirm rotieren, so dass die Schatten auf ihren Armen wie ein Kaleidoskop tanzten. „Und der Großteil davon ist auf der Liste die diese schrecklichen McGonagall geschickt hat, um genau zu sein. Naja…das erklärt einiges."

„Ich bin mir sicher das er jedes Wort plagiiert hat," meinte Severus.

Ein klappern auf der Terrasse über ihm, lies ihn sich umsehen. Draco rannte in seinen Quidditch Klamotten raus, die den selben Schnitt und dieselbe Farbe hatten wie die Appleby Arrows, während er seinen Besen, den Lucius ihm gerade gekauft haben musste, mit sich trug; Alles war an seinem Platz und der Mahagoni Griff glänzte im Sonnenlicht. Kein zwölfjähriger Junge konnte etwas in so guter Kondition bewahren, das er mehr als einen Tag besaß.

„Mutter!" sagte er herrisch, als er die Stufen zu ihnen hinunter schritt. „Sieh dir den Besen an den Vater gerade für mich gekauft hat! Oh hallo, Professor," fügte er mit einer Nachlässigkeit hinzu die er seit einer Weile geübt haben muss; es war sehr gut. Anständig widerlich.

Narcissa gab dem Besen mehrere Komplimente, die selbst für Severus kritische Ohren klangen, als würde sie sie so meinen.

„Naja ich werde dann mal fliegen," sagte Draco und vergaß wegen seiner Freude sich wie der Nachkomme eines fürchterlichen Snobs zu benehmen. Er rannte die Steinstufen hinunter auf den glänzenden grünen Rasen und für einen Moment sah er wie ein ganz normaler zwölfjähriger Junge aus, nicht wie ein Kind das am Rande eines großen Schattens lebte…der vielleicht bald von seinem eigenen Vater geworfen wurde.

Severus beobachtete Narcissas Gesichtsausdruck, als sie ihren Sohn beobachtete. Es war ein weicher aber auch harte Ausdruck, Stolz gemischt mit Demut.

„Er ist glücklich in Hogwarts," erzählte er ihr.

„Ja." Ihre Augen leuchteten, aber er war sich sicher sollte er versuchen die Jahre zu zählen als Narcissa das letzte mal geweint hatte, würde sie ihm sein anderes Auge mit dem Sonnenschirm ausstechen. „Er hatte ein wunderbares erstes Jahr. Obwohl er sehr verstimmt war wegen der Sache mit dem Hauspokal am Ende des Jahres…"

Das. Severus hatte sich für sechsundzwanzig Tage geweigert mit Dumbledore zu reden. Sein Haus so vor allen anderen zu erniedrigen… Severus hatte über Dumbledores Haus Bevorzugung gewusst, aber dieser Auftritt war offensichtlicher gewesen, als alles wofür er von allen (meist Minerva) bezichtigt wurde.

„Es war zu erwarten," sagte Narcissa, ihre Lippen kräuselten sich, „von einer Schule die von Gryffindors geleitet wird."

„Eine Menge Grausamkeiten sind von diesem Quartier zu erwarten," schnarrte Lucius familiäre Stimme, so stink vornehm, das es Severus Zähne schmerzen lies wenn er ihm zuhörte.

„…Aber was ist es dieses Mal?" fragte er, als er neben dem Tisch zum stehen kam und an seiner geraden aristokratischen Nase entlang zu ihnen hinunter sah. Severus fühlte wie alte Gewohnheiten sich einschalteten, wie Lichter in einem Muggle Haus: verrate keinen neuen Gesichtsausdruck, achte auf die kleinen Anzeigen einer Lüge, oder Angst.

Lucius sah aus wie jemanden der etwas erzählen wollte, aber erst auf den richtigen Moment wartete.

„Lucius Schatz," begrüßte Narcissa ihn. „Oh Severus und ich erinnerten uns nur an diese kriminelle Angelegenheit mit dem Hauspokal."

„Ah." Wenn auch weniger weibliche hatte sein spöttisches Grinsen die gleiche Präzision wie das seiner Frau. „Natürlich. Draco hat und geschrieben und wir haben…"

„Muuutter!" Dracos Stimme kreiste über ihnen. „Hyyyyyaaaah!"

„Sensationeller Flug mein Schatz," rief Narcissa ihm hinterher, aber er war bereits nur noch ein kleiner Punkt in der Ferne. „Noch ein Besen, Lucius?"

„Ich habe welche für das ganze Slytherin Quidditch Team besorgt, ich musste ihm auch einen kaufen." sagte Lucius gereizt.

„Das ganze Team? Wofür in Merlins Königreich nochmal?"

„Um Draco seinen Weg zu erkaufen natürlich," sagte Lucius als wäre es offensichtlich, aber er war trotz allem stolz auf sich. „Was denkst du Severus?"

Severus wäre schrecklich enttäuscht wenn das alles war worüber Lucius mit ihm hatte reden wollen. „Welche Position?"

„Sucher," meinte Lucius mit einer subtilen Grimasse, die Severus auf Dracos Besessenheit zu dem Mädchen schliessen lies.

„Ich dachte Draco bevorzugt Jäger," sagte Narcissa, was Severus verriet das sie die Stellen von Dracos Brief die mit Quidditch zu tun hatten, übersprungen hatte.

„Alles was ich weiss ist das Sucher war was er wollte," sagte Lucius. „Es könnte schon Morgen Treiber sein bei allem was ich weiss."

„Whoohoo - hooo- oooh!" kommentierte Draco als er über ihre Köpfe hinweg schoss.

„Sieben Nimbus 2001s" erzählte Lucius Severus verschmitzt. Er musste gute Laune haben um das Bestechungsspiel bis zum Ende zu spielen.

„Was ihnen natürlich einen Vorteil gegenüber dem ganzen Gryffindor Team gibt," sagte Severus gerade heraus, „dessen bester Besen ein Nimbus 2000 ist." Und der des Mädchens.

„Ich habe vollstes Vertrauen in Slytherins Fähigkeiten diese Schlammblüter und Holzköpfe von Gryffindor zu übertrumpfen," sagte Lucius aalglatt. „Aber es schadet nicht auf einmal sicher zu gehen oder?"

„Auf keinen fall," meinte Narcissa herzlich, während Severus seine Hand zwang die Fäuste zu öffnen. Seine Haut tat weh wo seine Nägel in die Haut gestochen hatten. „Draco wird so glücklich sein im Team zu sein, Severus, er hat letztes Jahr gar nicht mehr aufgehört davon zu reden." Also hatte sie doch etwas davon gelesen.

„Ich lasse es den Kapitän wissen," sagte Severus. Seine Stimme klang genauso normal und subtil selbstgefällig wie Lucius´, wie er zufrieden feststellte. Natürlich war das nur ein kleiner Test seiner Fähigkeiten, zu täuschen und zu verbergen, aber für einen Moment war es auf natürliche Weise zu ihm zurück gekehrt wie Atmen. Und er war als Spion hier.

Er hatte gedacht er würde es bereuen, obwohl er keinerlei Spur dieses Gefühls finden konnte. Diese Leute waren seit Jahren mit ihm befreundet. Draco hatte sich häufiger auf ihn übergeben als er zählen konnte (immer wenn ihn jemand aus dem Augenwinkel angesehen hatte).

Aber er erinnerte sich an die Haut des Mädchens als er sie von Quirell weggezogen hatte: so kalt wie Marmor und heiss wie Trockeneis, grau mit etwas grün und nur das weisse ihrer Augen sichtbar. Wenn Lucius etwas in Hogwarts plante das sie gefährdete, dann hatte er eine Linie überschritten.

Er würde Lily nicht noch einmal enttäuschen.

„Dobby," sagte Lucius kalt.

Mit einem knistern erschien der Hauself auf der Terrasse und sah genauso miserabel aus wie zuvor. Seine Verbeugung sah dieses mal aus wie ein Versuch sich selbst zu einem Knoten zu wickeln.

Währen Lucius seinen Elfen beschimpfte ihm Wein zu bringen murmelte Narcissa, „Oh nein. Draco hat den Formschnitt geköpft."

Ein paar Momente später, trappelte Draco zum Tisch während er seinen Besen hinter sich her schleifte. Sein weissblondes Haar stand zu allen Seiten wie ein Heuballen mit abgebrochenen Ästen und Blättern.

„Der Besen ist brillant." erklärte er, während er sich in einen Stuhl neben dem seiner Mutter warf. Die begann ihm die Äste und Blätter aus dem Haar zu nehmen. Sie hätte einen Zauber benutzen können aber das tat sie nicht.

„Ich werde diese Gryffindors im Staub zurück lassen," meinte er begeistert. „Werd ich nicht, Sir?" Letzteres war an Severus gerichtet. Ohne auf eine Erwiderung zu warten sprach er weiter, „Selbst Potter wird nicht mit mir mithalten können."

„Das Potter Mädchen spielt Quidditch?" fragte Narcissa und wenn sie keine beleidigenden Beiworts benutzte lag das nur daran das sie in ihren Tonfall integriert waren.

„Mutter," sagte Draco verletzt, „das hab ich dir schon eine Billionen Mal gesagt."

„Spricht man so mit seiner Mutter?" fragte Lucius kalt und Draco wurde rot.

„Es tut mir leid Mutter," sagte er steif und förmlich. Er war erst erleichtert als sein Vater ihm zustimmend zunickte.

Der Hauself erschien mit einem krachen, während er eine Karaffe trug die so zart war, das der Wein dunkel rot durch das Behältnis schien.

„Es tut mir furchtbar leid mein Schatz," sagte Narcissa zu ihrem Sohn, während sie sein Haar glatt strich. „Es muss mir entfallen sein. Ich sehe es nicht als gerade Damenhaft. Aber selbst als ich zur Schule ging spielten einige Gryffindor Mädchen im Team…." Ihr Gesichtsausdruck verriet ihre genauen Gedanken gegenüber dieser Mädchen und ihre tiefe Zufriedenheit nicht dazu gehört zu haben.

Aber das Mädchen flog als wäre es in ihrem Blut, mit einer Geschwindigkeit und Gespür das Minerva sich an Severus Arm geklammert hatte und Flitwick quietschte Gnädige Rowena! Meine Güte! Severus hatte zu gesehen wie sie wie ein Stein Richtung Boden gefallen war, sein eigener Magen war ihm in die Kehle gerutscht und er hatte nicht verstehen können wie sie sich abfangen wollte - und dann hatte sie leicht das Gras berührt und den Schnatz in ihre Hände gespuckt. Er erinnerte sich an Dumbledores begeistertes Lachen und den Ton reines verzücken. Das strahlende Gesicht des Mädchens als sie den Schnatz hochhielt und das ganze Stadium jubelte, tat Severus weh in dem Wissen das seine Entscheidungen Lily´s Chance darauf das mit zu erleben ruiniert hatte. Er hatte es später ihrem Foto erzählt. Er fühlte sich dabei rührselig und dämlich aber das Foto hatte ihm zugelächelt.

Es lächelte immer wenn er über das Mädchen redete. Es war kein Lächeln für ihn, das wusste er. Es war ein Lächeln für ihre Tochter, das Spiegelbild von Narcissa wenn sie ihren Sohn ansah.

Severus schaute zu Lucius, der Draco zuhörte wie er über Quidditch sprach, mit einem Gesichtsausdruck der nur als gelangweilt nachgeben, bezeichnet werden konnte. Von all den schrecklichen Sachen die Severus über diesen Mann wusste, konnte er sich nicht vorstellen das er etwas tun würde das seinem Sohn schaden zufügen könnte.

„Ich erwarte das du mich dieses Jahr stolz machst Draco," sagte Lucius als das gerede über Quidditch zuneige ging. „Ich akzeptiere nicht das deine Noten wieder von einem Mädchen übertrumpft werden die keine Zauberfamilie oder dergleichen besitzt."

Dracos Wangen loderten rot auf, während Narcissa Lucius einen kalten Blick zuwarf; den er nicht bemerkte weil er damit beschäftigt war seinen Wein zu testen.

„Jawohl, Sir," sagte Draco immer noch rot. Dann wurde sein Gesichtsausdruck dunkler und Severus wurde daran erinnert das er erwachsen wurde. Viele Dinge kamen mit dem Erwachsen sein. „Ich hätte wenigstens den Hauspokal bekommen wenn dieses miese alte Wasserhuhn von einem Schulleiter ihn uns nicht gestohlen hätte um ihn Potter und Weasly und dem Schlammblut Granger zu geben."

Severus fragte sich ob er Draco davon überzeugen konnte das, wenn er Punkte für das Wort abziehen würde, er das tat weil es einen Mangel an Slytherin Scharfsinn zeigte.

„Wir haben sie heute in der Winkelgasse getroffen," fuhr Draco fort, seine blassen Augen schimmerten. „die ganzen dummen Weasly´s und Potter bedeckt mit Ruß, keine Ahnung was sie …"

Der Hauself lies die Karaffe fallen. Bevor das Echo das brechenden Porzellans verschallt war, hatte Lucius Dobby bereits seinen Gehstock über den Kopf gezogen.

„Idiotischer Elf!" schnaubte er, während er Dobby schlug. „Das war die 47! Es sind nur noch fünf Flaschen davon im Keller über!"

„Es tut Dobby leid Meister!" quietschte der Elf. „Dobby wird es nicht noch einmal tun!"

„Es ist kein Wunder das er nichts richtig machen kann, wenn du ihn immer auf den Kopf schlägst," observierte Severus. „Sein Gehirn muss verdummt sein vom vielen hin und her schlagen in seinem Schädel."

„Er war schon immer nutzlos," meinte Lucius angewidert. „Das war besser nicht der Rest des Weines den du fallen gelassen hast," sagte er zu Dobby mit einem bedrohlichen knurren. „Hol den Rest! Und wenn er ruiniert ist…" Er lies die Drohung unausgesprochen in der Luft hängen.

„Danke Meister Malfoy Sir, Danke," Dobby keuchte und verschwand.

„Der Hauself ist so dumm," sagte Draco. „Er kann nichts richtig machen."

„Es ist die Persönlichkeit," sagte Narcissa. „Meine Tante Walburga hatte eine entzückende Kreatur - furchtbar hässlich natürlich aber so ergeben. Ich frage mich was mit ihm passiert ist? Ich frage mich manchmal ob Regulus Tod ihn nicht davon getrieben hat…"

Sowohl Lucius als auch Draco waren sichtlich nicht interessiert an dem Tod von Menschen die sie nie gemocht hatten und letzterer nie kennen gelernt hatte. Also lies sie es dabei und schaute nur kurz in Severus Richtung. Er neigte seinen Kopf knapp um es anzuerkennen. Walburga Black sagte ihm nichts, aber er kannte Regulus. Sie wussten noch immer nicht was mit ihm passiert war. Wenn der Dunkle Lord ihn getötet hätte, hätte sie es gehört; Der Dunkle Lord hatte nie über seine Tötungen geschwiegen. Severus hatte immer vermutet das Regulus Mörder Sirius Black war, weshalb es für ihn keine Überraschung war als er - nach seinem eigenen Bruder -

Der Hauself kehrte zurück, Gott sei dank. Er wünschte beinahe er würde nochmal etwas dummes tun; das verprügeln würde ihn davon ablenken seine Gedanken …

„Oh!" sagte Draco hüpfend. „Und dieser Zuhälter Gilderoy Lockhart wird unser Verteidigungslehrer! Was für ein Müll. Er wird uns wahrscheinlich beibringen wie wir unsere Haare locken. Obwohl Granger das nicht nötig hat," sagte er kichernd.

„Verteidigung gegen die Dunklen Künste," sagte Lucius sanft. „Wenn der alte Muggle liebende Dumbledore wirklich wünschte diesen Kindern Verteidigung gegen die Dunkelheit beizubringen, dann versagt er auf ganzer Länge. Nun ja." Sein spöttisches Grinsen wurde zu einem Lächeln aber nicht zu einem das weniger unangenehm war. „Nach diesem Jahr wird er es seine Fahrlässigkeit vielleicht bereuen."

Severus Aufmerksamkeit schärfte sich zu einem Messer, kalt und hart. Nagelte sich an das Elend des Hauselfen, der subtile Triumph in Lucius Gesicht und das flackern von Argwohn in Narcissas blassen Augen.

„Warum?" fragte Draco aufgeregt. „Was ist so besonders an diesem Jahr?"

„Nun Draco," meinte Lucius zu ihm. Seine grauen Augen leuchteten. „Die Guten Dinge kommen zu denen die warten."