Hier kommt das vierte Kapitel im Bunde, welches bisher auch das längste ist. Viel Spaß beim lesen.
Am nächsten morgen, war Otonashi als erstes wach, was nichts besonderes war. Seine Mutter schlief in der Früh öfter mal etwas länger. Das verübelte man ihr auch nicht. Schließlich ging sie Nachmittags Arbeiten und kam erst spät Abends wieder zurück. So lief er gerade durchs Haus, um seine beiden Schwestern und ihren Gast zu wecken. Es war das erste mal, das er sich erinnern konnte, das er noch jemanden außer seinen Schwestern wecken zu müssen. Denn was vor seinem Gedächtnisverlust war, hatten ihm seine Schwestern nicht wirklich viel erzählt. Aber musste er zugeben das es wohl besser war sich nicht erinnern zu müssen. Aber laut ihnen, hatte er sich auch dort hauptsächlich um sie gekümmert, da ihr Vater ja tot sei und ihre Mutter immer Nachmittags bis spät Abends arbeitet.
So kam er, nachdem er in der Küche den Wasserkocher eingeschaltet hatte, in einem der oberen Stockwerke an, wo er das Zimmer seiner kleinen Schwester ansteuerte. Dort öffnete er dann leise die Tür und trat vorsichtig ein. Wie nicht anders zu erwarten schlief das 14 jährige Mädchen noch. Damit trat er näher heran, wo er sich nun auf die Bettkante setzte und leicht an ihr rüttelte, „Hatsune." sprach er dabei sanft, „Aufwachen." diese rührte sich auf diese Worte zwar, doch drehte sie sich um und kehrte ihrem Bruder den Rücken zu. Dass das Mädchen kein wirkliches Interesse am Aufstehen hatte, bemerkte man, weshalb Yuzuru lächeln musste. Das war Typisch seine kleine Schwester. Doch aufstehen musste sie dennoch, auch wenn sie dies im Moment überhaupt nicht einsah. Aber hatte er schon einen weg sie zu wecken. So beugte er sich zu ihr und flüsterte in ihr Ohr, „Aufstehen, sonst verstecke ich deine Mangas." auf diese Worte, war das Mädchen dann hellwach und war aufgeschreckt, „Was?!" damit sah sie ihn an, „Nein Oni-chan! Bitte nicht!" er lächelte nun. Auf diese weise bekam er sie immer wieder wach. „War nur ein Scherz." damit streichelte er ihr über den Kopf, ehe er sich wieder von ihrem Bett erhob, „Nun steh auf." mit diesen Worten hatte er auch schon das Zimmer verlassen. Wenn auch widerwillig, stand das Mädchen dann auf.
So suchte er das Zimmer von Kanade auf. Wie bei Hatsune, schlief diese auch noch als er rein lugte. So trat er auch bei ihr vorsichtig näher, ehe er sich auf die Bettkante setzte und leicht an seiner Schwester rüttelte. Diese schlug kurz darauf sehr verschlafen ihre Augen auf. Nachdem sie ihren Kopf leicht drehte erkannte sie auch jemanden, wenn auch sie diese Person nicht gleich zuordnen konnte. „Aniki?" fragte sie dann, da er im Grunde derjenige war, der sie weckte. Daraufhin wuschelte ihr jene Person als Antwort durchs Haar, wodurch sie sich sicher sein konnte das es ihr Bruder ist. „Aufstehen Schlafmütze." damit erhob er sich wieder vom Bett und machte sich dran das Zimmer zu verlassen. Im Türrahmen stoppte er aber noch einmal und sah zu seiner Schwester, welche sich aufgerichtet hat und sich ihre Augen rieb, was ihn zum lächeln brachte. Als er sich dann wieder umdrehte, hörte er aber seine Schwester sprechen, „Vergiss nicht deine Freundin zu wecken." er nickte dazu und verließ das Zimmer. Wie Kanade darauf kam das Masami seine Freundin ist, wusste er nicht. Er führte das aber darauf zurück, das sie noch Müde war.
So verließ er dann das Zimmer um ihren bezaubernden Gast du zu wecken. Das Zimmer war schnell gefunden. Dort öffnete er dann einfach die Tür und trat ohne zu zögern ein. Im inneren des Zimmers, sollte er aber eine Überraschung erleben. Das Mädchen war nicht nur wach, sondern war auch schon aufgestanden. Doch hatte sie sein Hemd, in der sie die Nacht verbrachte abgelegt und wollte sich nun gerade wieder ihre Sachen nehmen, als sie bemerkte das sie nicht mehr alleine war. So blickte sie zur Tür, wo sie ihren Klassenkameraden erblickte. Im selben Moment lief sie auch schon rot an, da sie ja nichts anhatte.
Er wurde aber ebenfalls rot, während er ihren Körper betrachtete. In diesem Moment wurde ihm erst so richtig klar, was für einen schönen Körper seine Klassenkameradin hatte. Umso weniger verstand er, warum er noch nichts von irgend welchen verheeren mitbekommen hat. Doch dann bemerkte er das die Situation nicht wirklich passte. Er kannte das Mädchen erst seit kurzem. Sie hatte bei ihm übernachtet und nun stand er in ihrem Zimmer, wobei das Mädchen, von der er zugeben musste das sie ihm wirklich gefiel und das nicht nur vom Körper her, sondern auch vom Charakter, nackt vor ihm stand.
Doch nun war es eigentlich an der Zeit das er sie alleine ließ, was auch angebracht war, so fanden beide. Denn drehte er sich dann schlagartig um. „E-Entschuldigung." stammelte er dann etwas unsicher, da er mit dieser Situation nicht umzugehen wusste. „Otonashi." sprach sie dann. Aus Instinkt drehte er seinen Kopf natürlich wieder in ihre Richtung, womit er wieder den heißesten Anblick bekam, an den er sich erinnern konnte. Sie wurde natürlich wieder hochrot, „Nicht schauen!" damit hatte sie ihm auch schon etwas ins Gesicht geworfen, womit er seinen Kopf, bei sofortigem Kontakt mit dem Seidenstoff, wieder wegdrehte. Mit der Sicherheit, das dies besser wäre, verließ er nun das Zimmer, wobei er die Türe hinter sich schloss. Anschließend lehnte er sich an diese und atmete erst einmal erleichtert aus. Er war den Umgang mit anderen Mädchen als seinen Schwester wirklich nicht gewöhnt. Es würde ihn auch nicht wundern, wenn ihre Freundschaft hiermit beendet wäre.
So lehnte er einige Minuten an der Tür, in denen sich das nackte Mädchen auf der anderen Seite anzog. Denn keiner der beiden wollte weitere, peinliche Unannehmlichkeiten. So entfernte er sich dann von der Wand und machte sich auf den Weg nach unten in die Küche. Doch blieb er nach wenigen Schritten noch einmal stehen, da er hörte wie sich die Tür öffnete. Als er sich umdrehte, erkannte er seine Klassenkameradin. Diese war in ihrer Schuluniform gerade auf den Flur getreten, wo sie kurz in die hocke gegangen war und etwas vom Boden aufhob, das sie anschließend in ihrer Schultasche verstaute. Was es war wusste er nicht. Doch blickte er dann wieder nach vorne und ging weiter.
Das Mädchen hatte sich zwar wieder aufgerichtet, doch hatte sie nach wie vor einen starken Rotschimmer als sie ihn ansah. Wieder kamen die Bilder von gerade in den Kopf. So etwas war ihr noch nie geschehen. Da übernachtete sie zum ersten Mal in ihrem leben bei einem Jungen und da musste so etwas geschehen. Es lief ja alles zu glatt. Da musste ja noch was passieren. Bisher hatte sie ja nur bei Hisako und Yuri übernachtet, von da her, gab es dort keine Probleme, sollte so etwas passieren. Doch hier was dies was anderes. Er war ein Junge und sie ein Mädchen. Obendrein waren sie beide 16 Jahre alt, also auch schon in einem gewissen Alter, in dem bestimmte Unfälle passieren können.
Wie dem auch sei. Iwasawa war nicht dumm. Ihr war klar das sie mit ihm reden musste, da sonst ihre Freundschaft in Gefahr wäre zu zerbrechen und das war etwas, was sie nun wirklich nicht riskieren wollen. Dafür war ihr der große Bruder der Zwillinge einfach zu Sympathisch. Aber folgte sie ihm dann nach unten.
Dort fand Iwasawa ihn dann in der Küche. Dort angekommen, musste sie lächeln. Nichts deutete mehr darauf hin, wie es hier gestern aussah. Doch stand er dann dort in Schürze und machte etwas zum Frühstück. So stellte sie ihre Schultasche irgendwo an der Seite ab, ehe sie sich zu ihm gesellte, „Brauchst du Hilfe?" fragte sie freundlich. Er sah sie dabei nicht an, sondern kümmerte sich weiter um das Frühstück, „Nein danke. Ansonsten sieht die Küche gleich wieder wie ein Schlachtfeld aus. Aber du kannst den Tisch decken." sie nickte dazu, „Gern. Wie viele sind wir?" „4. Wir beide und meine kleinen Schwestern." erklärte er, ehe er sich um den Tee, für Kanade und den Kakao für Hatsune kümmerte.
Iwasawa tat dann zwar die er sagte und kümmerte sich um den Tisch, doch als sie die Teller aus dem Schrank holte, blickte sie zu ihm. Es war ihr klar, das er sie gerade auf Abstand hält und den Blickkontakt meidet. Doch hatte dies nachher Zeit. Für den Moment war es klar das sie hier nicht darüber reden konnten, da seine Schwestern ja jeden Augenblick kommen könnten. Und diese mussten von ihrem Missgeschick ja nichts mitbekommen.
So deckte das Mädchen dann den Esstisch. Als sie mit dem Tisch fertig war, kam auch schon Yuzuru herein, der das Frühstück auf den Tisch stellte. Anschließend kamen noch die Getränke. Kurz darauf erschienen auch schon die Zwillinge. So frühstückten die Teenager dann. Während sie aßen, fiel der 16 jährigen etwas auf, „Wo ist eigentlich eure Mutter? Frühstückt sie nicht mit uns?" „Nein." antwortete Kanade, nachdem sie heruntergeschluckt hatte, „Mama schläft noch. Sie frühstückt unter der Woche selten mit uns, da sie erst spät von der Arbeit kommt." damit aß das Mädchen dann aber weiter. „Ah ha." kam es verstehend von ihrem Gast, welche dann auch weiter aß.
Nach dem Frühstück, räumten Kanade und ihr Bruder den Tisch ab. Als alles im Geschirrspüler verstaut war, holten die Geschwister ihre Schultaschen, ehe Yuzuru jedem von ihnen etwas zum Essen mitgab. So verließen sie dann das Haus und machten sich auf den Weg in die Schule.
Unterwegs bemerkte Kanade, anders als ihre jüngere, naive Zwillingsschwester Hatsune, dass etwas zwischen ihrem Bruder und Iwasawa vorgefallen sein muss. Sie wusste zwar nicht genau was, doch konnte das Verantwortungsbewusste Mädchen erkennen, dass es sich um eine etwas Privatere Situation handeln muss. Denn ansonsten hätten die beiden diese Situation schon aufgeklärt. Da dies aber nicht der Fall zu seien scheint, bedeutet dies, das es später zu einem Gespräch der beiden kommen könnte. Als Kanade zu Iwasawa schielte, bemerkte sie das diese ihren Bruder immer wieder aus den Augenwinkeln aus ansah und dabei einen leichten Rotschimmer auf den Wangen hatte. Und Kanade wusste das es nicht die Art von Rotschimmer war, den ein verliebtes Mädchen aufhatte wenn sie ihren Schwarm oder ihr geliebten ansah. Denn hatte sie an ihrer alten Schule ein Mädchen neben sich sitzen, welches schwer verliebt war und ihren angebeteten stets mit diesem Blick und dem Rotschimmer ansah.
Doch dann blickte sie wieder nach vorne und ging einfach weiter. Denn etwas später erreichten sie schon die Schule. Dort trennten sich die Zwillinge dann von den anderen. „Bis später Aniki." „Bis später Oni-chan. Bis dann One-chan." mit diesen Worten begaben sich die Zwillinge zu ihrem Klassenzimmer, welches in einem anderen Teil der Schule lag, als das der beiden Oberschüler.
Masami und Yuzuru sahen ihnen dabei noch etwas nach. Yuzuru musste lächeln als er an die Worte seiner Schwester dachte. „Deine Schwester glaubt wohl wir wären ein Paar." er nickte dazu, „Ja. Typisch Hatsune." damit setzte er sich auch schon in Bewegung, „Wir sollten auch langsam machen das wir in unser Klassenzimmer kommen." sie wusste das er recht hat und folgte ihm deshalb. Doch sah sie unterwegs eine Uhr, an der sie sah das sie noch mehr als eine Halbe Stunde haben bis der Unterricht beginnt. Doch war sie auch fest entschlossen das Missverständnis um ihren kleinen Unfall in der Früh aufzuklären.
„Hey Otonashi." sprach sie dann. Er drehte daher seinen Kopf zu ihr, „Ja. Was gibt's?" wollte er wissen, da erlebte er dann auch schon die nächste Überraschung. Dass Mädchen griff ihn am Arm zu zog ihn nun in eine andere Richtung was ihn erschreckte, da er damit nun überhaupt nicht gerechnet hatte. „Wo willst du hin?" das war etwas, was ihn nun wirklich interessierte. Das Mädchen lächelte einfach, wenn auch sie nach wie vor entschlossen nach vorne blickte, „An einen Ort wo wir ungestört sind." kam es Antwort, als wenn diese offensichtlich wäre.
Wenig später kamen in bei einer Tür an, vor welcher sie anhielten. Der junge aber erschrak etwas, „Die Mädchentoilette?!" sie nickte dazu, „Ja. Und keine Sorge. Vor ein paar Wochen sind die Leitungen geplatzt, weshalb diese hier nicht mehr verwendet werden." erklärte sie. Damit ließ sie seinen Arm los und holte aus ihrer Schultasche etwas hervor, was Otonashi als eine Haarspange identifizierte. Mit dieser spielte sie kurz im Schloss herum, ehe sie die Türe öffnete. Dann zog sie ihn auch schon herein und schloss schnell, aber leise die Tür, damit niemand bemerkt wo die beiden sind.
Innen drin war er etwas ratlos, „Warum sind wir hier?" wollte er dann wissen. Sie stellte ihre Tasche einfach ab und setzte sich schön auf die Platte, in welcher auch die Waschbecken sind, „Ich wollte in ruhe mit dir reden." er blickte das Mädchen damit an, „Worüber willst du mit mir reden?" sie blickte ihm nun tief in die Augen, „Nun... ich wollte das kleine Missverständnis wegen des Unfalls von heute Morgen aus der Welt schaffen." er lief auf diese Worte rot an, da ihm nun das Bild von heute morgen wieder in den Kopf kam. „Ähm ja..." damit kratze er sich verlegen am Hinterkopf und blicke zur Seite, „Ich wollte... ich wollte mich deswegen... auch noch bei dir entschuldigen. Ich hätte nicht einfach so herein platzen sollen. Ich bin es einfach nicht gewöhnt, das ich noch andere Personen als meine Schwestern wecken muss. Und diese sind normalerweise noch angezogen wenn ich in ihre Zimmer komme." erklärte er. Sie nickte dazu, „Das ist ja auch verständlich. Dennoch möchte ich dieses Missverständnis nun aus der Welt schaffen. Und sieh mich bitte an wenn ich mit dir rede." forderte sie. Es dauerte zwar einige Augenblicke, doch drehte er seinen Kopf dann wieder zu ihr. „Otonashi... ich bin dir deswegen auch nicht Böse. Wie du ja selbst bemerkt hast, war dies eine andere Situation und ein versehen. Zum Teil bin ich ja auch daran Schuld. Ich hätte mich im Bad umziehen oder die Tür abschließen können, habe es aber nicht getan." damit stieg sie wieder von der Platte, „Wir kennen uns zwar noch nicht lange, doch möchte ich unsere Freundschaft nicht wegen dieser Lappalie riskieren. Du hast mich nackt gesehen! Na und?" dabei lächelte sie ihn an. „Dennoch würde ich dich bitten niemanden zu sagen das du mich nackt gesehen hast. Das würde nur zu Gerüchten führen, die wir vermeiden sollten." er musste nun ebenfalls lächeln, „Da hast du recht." „Dann wäre ja alles geklärt." damit umarmte sie ihn. Er war zwar etwas irritiert, doch erwiderte er die Umarmung. „Bitte erzähl Yui auch nichts über den genauen Ablauf des gestrigen Tages. Das schließt den Kuss mit ein." er nickte dazu, „Kein Problem." damit lösten sie sich wieder von einander. „Dennoch glaube ich es wäre das beste wenn du fort an nicht mehr bei mir übernachten würdest." damit sah er sie eindringlich an und wartete auf die Antwort, welche aber anders ausfallen sollte, als er es sich gedacht hatte.
„Abgelehnt!" dabei sah sie Otonashi ernst und entschlossen in die Augen, „Ich habe es dir doch gerade gesagt. Es war nur ein versehen, an dem wir beide schuld haben. Zudem hast du mich ja bereits nackt gesehen. Außerdem hast du ja keine Hand angelegt, daher sehe ich dabei auch kein Problem. Doch etwas anderes. Kann es sein das du noch nie ein nacktes Mädchen gesehen hast?" damit sah sie ihn neugierig an. „Na ja..." damit drehte er sich um, „Zumindest nicht das ich mich erinnern könnte." damit wurde sie neugierig, „ Zumindest nicht das du dich erinnern könntest? Deine Schwester Kanade hatte schon einmal solche Andeutungen gemacht. Ist irgend etwas mit deinem Gedächtnis geschehen oder was genau meint ihr damit?" ihre neugierig konnte man darauf hören.
Doch herrschte erst einmal für einige Augenblicke lang eine stille, die nur durch ihr atmen gestört wurde. Dann aber sprach er wieder, „Nun... nach dem scharfen Anblick den du mir heute geboten hast und der Tatsache das du mir deswegen auch nicht böse bist, ist es nur gerechnet das ich dir die Wahrheit sage." das sie auf seine Worte rot wurde, bemerkte er nicht, da er sie nicht ansah. Wieso sie auf seine Worte so reagierte wusste sie nicht. Sie hatte schon oft Komplimente erhalten. Doch bei denen war sie nie rot geworden. Na ja... die Jungs, die ihr sonst Komplimente gemacht haben, waren auch anders als Otonashi. Den dieser hatte nicht nur den Vorteil, das er sich mit Yui vertrug, die alle anderen Verehrer davon jagte. Nein! War er auch der erste junge der sie nackt gesehen hatte. Den anderen hätte sie wahrscheinlich einmal richtig in die Weichteile getreten. Aber würde sie interessieren was genau er mit Wahrheit meinte. Doch würde sie das gleich erfahren.
Doch drehte er sich dann wieder zu ihr, da sie, wie sie es ihm ja vorhin klar gemacht hat, möchte das man sie anschaut wenn man mit ihr redet. „Also Iwasawa... es ist so. Bevor wie hierher gezogen sind, habe ich nämlich mein Gedächtnis verloren und habe somit keinerlei Erinnerungen an meine Kindheit und mein restliches Leben davor. Mama und meine Schwestern meinten aber, das ich mich nicht mit Versuchen quälen soll mein Gedächtnis wieder zu erlangen, sondern soll lieber einen Neuanfang starten, weshalb wir überhaupt erst hierher gezogen sind. Da Mama bei einer großen Firma Arbeitet die Computer Software herstellt und meine Mutter eine sehr wertvolle Mitarbeiterin für sie ist, ist es kein Problem wenn sie umzieht. Den Umzug, sowie das Haus, wurden von der Firma bezahlt. Die einzige Bedingung ist die, dass Mama weiterhin bei ihnen arbeitet. Allem Anschein nach wollen sie sie mit allen mitteln behalten." das erstaunte das Mädchen. „Nicht schlecht. Aber das mit deinem Gedächtnis... es tut mir leid." er lächelte daraufhin, „Macht nichts. Es ist ja nicht deine Schuld. Wie genau das passiert ist, weiß ich leider auch nicht. Doch wenn ich ehrlich bin... es interessiert mich auch nicht wirklich. Ich habe meine Mutter wie auch meine Schwestern. Also mache ich mir diesbezüglich keine Gedanken. Wozu den auch. Ändern kann ich es nicht." sie musste dem zustimmen, „Ja, da hast du recht. Doch in einer Sache muss ich dir wieder sprechen." das war etwas was er nicht ganz verstand. „Ach ja... und worin?" sie grinste nun, „Du hast nicht nur deine Familie. Ich bin ja auch noch da. Ebenso wie Yuri und Hisako. Glaubst du etwas wir lassen dich allein." nun musste er lächeln, „Yuri ist ziemlich Dickköpfig, oder? Das habe ich gestern im Unterricht bemerkt, als sie sich mit, keine Ahnung wie der hieß, stritt." dazu nickte das Mädchen, „Ja, das ist Yuri. Was wir alle gemeinsam haben, ist das wir zu unseren Freunden stehen wenn diese uns brauchen, wozu auch du gehörst." nun wurde es still, während sie sich gegenseitig in die Augen sahen.
So vergingen einige Minuten. Dann aber blickte er auf die Uhr, die an der Wand hing, was ihn etwas erschrak, „Wir sollten langsam ins Klassenzimmer. In wenigen Minuten beginnt der Unterricht." erklärte er. Sie damit damit ebenfalls auf die Uhr und erschrak, „Du hast recht. Gehen wir." damit nahm sie ihre Tasche ehe sie die Türe öffnete und wieder aus der Toilette heraus trat. Dort sah sie sich um ob auch niemand in der Nähe war. Als sie sich sicher war das sie alleine waren, zeigte sie Otonashi das er herauskommen kann. Nachdem auch er draußen war, schloss sie die Tür, welche sie mit ihrer Haarspange wieder verriegelte. So machten sie sich dann auf den Weg ins Klassenzimmer- Dort angekommen, wunderten sie sich wie wenige da waren. „Wo sind den alle?" bei diesen Worten sah sich Otonashi um. Sie sah damit auf die Uhr und musste kichern, „Wir haben noch Zeit. Die andere Uhr ist allem Anschein nach stehen geblieben." erklärte sie und zeigte auf die Uhr, welche über der Tür hing. Als er diese ansah lächelte er. „Ich dachte wirklich wir wären länger weggeblieben." sie nickte dazu, „Ja, ich auch." doch drehten sie sich dann um und wollten auf ihre Plätze gehen, als jemand von hinten kam und die Arme um ihre Hälse legte.
„Hey ihr beiden." wurde sie dann von einem gewissen Braunhaarigen Mädchen begrüßt. „Hisako." bemerkt Iwasawa ihre Freundin. „Und? Wie war die Nacht?" wollte diese mit einem grinsen wissen. „Was meinst du?" auf diese Gegenfrage wurde Hisakos grinsen nur noch breiter, „Was ich meine... na hör mal. Ich habe von Yui erfahren das du gestern bei Otonashi Übernachtet hast." damit sah sie zu ihm, „Was hast du alles mit unserer Schönheit hier angestellt?" er erinnerte sich noch an ihre Worte in denen sie ihn bat niemanden von dem genauen Ablauf wie auch ihrem Unfall zu erzählen. „Nun... ich habe ich das Kochen beigebracht. Und das es spät wurde, hat sie bei uns Übernachtet." erklärte er, „Was soll den deiner Meinung nach geschehen sein." fragte Iwasawa dann. „Na hör mal." sprach die Braunhaarige dann, „Ein hübscher Junge und ein, vor allem obenrum, gut gebautes Mädchen in gewissem Alter. Ihr hättet euch nach dem Kochen ja im Bett näher kenne lernen können." dabei wanderte ihr blick zwischen ihren beiden Freunden hin und her.
Otonashi und Iwasawa hingegen waren bei ihren Worten rot angelaufen, da sie zwangsläufig wieder an das kleine Treffen in der früh denken mussten und nicht, wie Hisako dachte, da diese sich ihre Worte praktisch vorstellen mussten.
Doch dann lösten sie sich voneinander und gingen auf ihre Plätze. Dort unterhielten sich die beiden Mädchen dann ausgiebig über das Thema Musik, was wegen Hisakos Wortwahl dann zum Thema Otonashi, Jungs und Sex überging.
Otonashi hingegen musste aus den Augenwinkeln immer wieder zu Iwasawa schauen. (Masami Iwasawa!) dachte er sich. Das Mädchen war wahrlich etwas besonderes. Nach dem was in der früh geschehen war, hätte er vermutet, das sie wie jedes andere Mädchen, ihn anders behandelt und ihn distanziert hätte. Nie hätte er gedacht das sie das Missverständnis, was es wirklich war, so schnell aufklären wollte. Doch die größte Überraschung für ihn war die, dass sie seinen Vorschlags das sie am besten nicht mehr bei ihm übernachten sollte um zu verhindern das sich so eine Situation wiederholt, ganz klar abgelehnt hat. Er weiß nicht wieso, aber ihm gefiel dieses Mädchen wirklich. Es stimmt und das hatte er ihr, wenn auch nicht ganz direkt, gesagt. Sie war schön. Doch hatte sie auch im Unterricht gezeigt das sie nicht dumm war. Zudem war sie zielstrebig und hatte einen guten Charakter, was er sowohl vorhin, als auch in den letzten Tagen gesehen hatte.
Das er bei seinem Gedanken gang von Hisako, als auch Yuri, die gerade auf ihren Platz ging, beobachtete wurde bemerkte er nicht, ebenso wenig wie das sanfte lächeln, das seine Lippen zierte. Auch bemerkte er nicht, wie Yuri ein Foto von ihm machte. Den fand die Klassensprecherin langsam ein neues Hobby, welches Otonashi in sehr naher Zukunft noch Probleme bereiten könnte.
So dauerte es nicht lange, bis auch der Lehrer kam und der Unterricht begann. Und zu Otonashis und Iwasawa Pech, fing der Unterricht an mit einer Stunde Biologie. Denn dieser erinnerte sie nur wieder an den Vorfall vom morgen, bei dem Otonashi den wohl heißesten Anblick bekam, an den er sich erinnern konnte. Zusätzlich, erfuhren sie das nächste Woche Projektwoche war, bei der in kleinen Gruppen zusammen gearbeitet wird.
Beiden wurde eines bewusst. Da haben sie noch etwas vor sich.
Das war es dann auch schon. Hoffe doch es hat euch gefallen. Bis zum nächsten Kapitel.
