Da Callen und Brian in ihrer Pause ein kleines Schäferstündchen einlegen, musste ich das Kapitel küzen ;) Das komplette Kapitel gibt es unter meinem Profil auf AOE unter dem Namen Mephysto.
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Stöhnend ließ sich Callen in den Fahrersitz fallen. Brian neben ihm schmollte ein wenig, weil er nicht fahren durfte, aber Callen brauchte jetzt dringend etwas, was ihn aufheiterte. Kurz überlegte er einfach eine rote Ampel zu überfahren oder falsch zu parken. Nur um es diesem Mr. Loobertz zu zeigen. Doch der würde davon nichts mitkriegen und Hettys missbilligenden Blick wollte er nicht noch einmal so schnell auf sich gerichtet sehen. Wer wusste schon, was sie sich dann für eine Gemeinheit einfallen ließ? Vielleicht schickte sie ihn dann in die Grundschule oder so. Nein, das wollte er nicht.
„Hey, G?", Brians Stimme riss ihn aus seinen depressiven Gedanken und Callen sah in funkelnde, blaue Augen.
„Lass uns doch mein Baby holen. Es liegt fast auf dem Weg und dauert nicht lang."
Callen sah auf die Uhr. Es war ja nicht so, als ob sie erwartet wurden. Viel an Befragungen lief heute auch nicht mehr. Eigentlich sollten Sam und Kensi sie beide nur auf den neusten Stand bringen und Brian wollte sich Yeoman Rushs Wagen ansehen. Und eine kleine Pause hatten er und Brian nach dieser Tortur bestimmt verdient.
„Wo geht's lang?", Callen startete den Wagen. Seine Laune besserte sich erheblich, als Brian ihn anstrahlte.
Sie wanden sich schnell durch den Verkehr. Brian dirigierte ihn an den Hauptstraßen vorbei, die in dieser Zeit der Rush Hour ein einziger Parkplatz waren. Callen lebte nun schon seit einigen Jahren in L.A., aber selbst er lernte jetzt ein paar neue Wege kennen.
„Ist das eine Garage wie Tejs?", fragte er in die angenehme Stille hinein.
Brian nickte: „Ein Freund von ihm. Die machen natürlich auch das normale Geschäft, aber hauptsächlich halten die sich durch die Street Racer über Wasser."
„Kann man denn damit wirklich Geld machen? Ich meine, in Miami sah es aus als boome das Geschäft, aber trotzdem-"
„Es kommt ein bisschen darauf an, wer deine Kunden sind. Harrys Garage, wo ich damals undercover war, lief ganz gut, weil allgemein bekannt war, dass Dom bei ihm einkaufte. Es kommt immer auf die Reputation an. Tejs lief gut, weil er die Rennen selbst veranstaltete und jeder wusste, dass er dich nicht übers Ohr haut."
„Und weil Bullitt bei ihm arbeitete."
Brian lachte: „Später war das vielleicht auch ein Faktor, aber Tej hat sich doch was gutes aufgebaut."
„Und er macht wirklich jeden Tag Party. Ich hab dir zuerst nicht geglaubt, aber jetzt wundere ich mich, wie er und seine Crew die ganze Arbeit schaffen."
„Tej ist nicht faul. Sie fangen früh an. Bis zum Nachmittag die Arbeit und danach das Vergnügen. Und du hast doch mitbekommen: Rennen gibt es auch nicht jeden Abend."
„Willst du denn hier auch Rennen fahren? Dir wieder einen Namen machen?"
Brian zögerte mit seiner Antwort und Callen sah zu ihm. Er musste schlucken, als er sah wie Brian seine Lippe bearbeitete.
„Ist vielleicht keine so gute Idee. Ich meine, jetzt wo ich wieder für das Gesetz arbeite und so. Außerdem mögen die mich in der Szene vielleicht nicht mehr so. Ich weiß nicht, wie viel nach Doms Flucht in die Szene gelangt ist. Ich weiß nicht, wie viel Vince denen gesagt hat."
„Vince lebt nicht mehr in L.A."
„Huh?"
„Ich habe mich über den Fall erkundigt, bevor ich nach Miami geflogen bin. Letty und Toretto sind immer noch verschwunden. Vince wohnt auch nicht mehr in L.A. Soll nach Brasilien ausgewandert sein. Leon arbeitet in einer kleinen Werkstatt hier in der Stadt und Mia Toretto wohnt immer noch in Echo Park."
Brian schwieg. Nach einer Weile sagte er: „Mir tut es leid, dass das Team jetzt auseinander gerissen ist. Sie waren gut. Sie haben gepasst."
„Aber Sie müssen die Konsequenzen tragen für das, was sie getan haben. So wie du."
Brian lächelte melancholisch: „Alles in allem bin ich doch ganz gut weggekommen."
„Nun", meinte Callen bemüht locker, „ich beschwere mich jedenfalls nicht. Wer weiß wo du gelandet wärest, wäre ich nicht nach Miami geflogen. Ganz bestimmt nicht hier in meinem Auto, wo du verdammt gut hinpasst."
„Ist nicht eine deiner besten Sprüche, was? Was wolltest du denn damit erreichen?"
Callen hielt an einer roten Ampel. Er betrachtete Brian von Kopf bis Fuß und leckte sich die Lippen: „Vielleicht wollte ich dich verführen?"
Brian stützte seinen Kopf in seine Hand und sah mit halbgeschlossenen Lidern zurück: „Und du meinst das klappt so einfach?"
„Warum nicht?", Callen streckte eine Hand aus und streichelte Brians Knie. Seine Finger krochen langsam hinauf bis zu Brians Hüfte. Er sah ihm ins Gesicht. Brians Augen glitzerten und seine Lippen waren leicht geöffnet.
Widerwillig nahm Callen seine Hand zurück und sah nach vorn. Die Ampel schaltete um und er startete den Wagen.
„Ich sollte das wohl nicht während der Fahrt machen. Könnte sonst unangenehm werden."
„Wenn man mit dem Platz zurechtkommt, ist das ganz in Ordnung."
„Es ist verdammt eng hier. Da müssten wir schon sehr wendig sein, um uns dabei nicht den Kopf anzuschlagen."
Callen schaltete. Er wollte seine Hand wieder vom Knüppel nehmen, aber Brian legte seine Hand einfach darüber: „Hattest du schon mal Sex im Auto?"
„High-School, auf der Rückbank. Und ich kann dir sagen, es war verdammt unangenehm. Ich hab mir beinah den Nacken verstaucht."
Brian entwich ein Schnauben und ein schneller Blick sagte Callen, dass die Schultern des Blonden bebten.
„Ja, ja. Mach dich nur lustig. Ich wette, deine Erfahrungen, wenn du sie hattest, waren auch nicht besser. Ich bin der Meinung, Sex im Auto wird überbewertet."
Brians Finger wanderten Callens Unterarm entlang und ein Schauer fuhr durch seinen Körper. Brians Stimme sorgte für ein Feuer zwischen seinen Beinen: „Ich hab's schon im Auto gemacht. War auch ein Aston. Ein Vantage. Von Null auf Hundert in 4,8 Sekunden. In Cherry Rogue."
Brian nahm seine Hand weg, doch bevor sie auf dem Schoß des Blonden landen konnte, fing Callen sie ein. Er verschränkte ihre Finger ineinander und sagte grinsend: „Klingt fasst als hätte dich das Auto mehr angemacht als der Mann."
„Sagen wir so: ein schnelles Auto kann mich auf Touren bringen."
Callen stöhnte und sah wieder auf die Straße: „Du solltest aufhören so etwas zu sagen."
Er spreizte seine Beine ein wenig weiter. Mittlerweile war es in seiner Hose eng geworden und die Bilder, die Brian in seinem Kopf verursachte, waren nicht hilfreich!
„Fahr dort vorn links rein. Das ist eine Lagerhalle, da sind wir ungestört."
Überrascht, gemischt mit ein bisschen Schock, sah Callen zu Brian: „Ist nicht dein Ernst! Mitten am Tag?"
„Nur wenn du willst", Brian nahm seine Hand weg und sah aus dem Fenster. Er zog die Schultern hoch und wirkte verunsichert. Kein Bild, dass Callen sehen wollte. Er warf einen schnellen Blick auf die Uhr. Zeit hatten sie noch!
Er bog links ab und fuhr in besagte Lagerhalle. Sie sah schon sehr heruntergekommen aus. Ein Tor hatte sie nicht, die Fenster waren kaputt und es befand sich nichts in ihr. Perfekt für ein kleines Schäferstündchen.
Callen schaltete den Motor aus und sah fragend zu Brian: „Und wie geht es jetzt weiter? Ich kenn's nur auf dem Rücksitz."
Brian lehnte mit seinem Rücken gegen das Fenster: „Bist du dir sicher?"
„Oh nein! Du stopfst nicht erst diese Bilder in mein Hirn und dann machst du einen Rückzieher? Ich kann in diesem Zustand nicht mehr fahren!"
Er deutete auf die deutliche Beule in seiner Jeans. Brians Augen hefteten sich daran und er leckte sich über die Lippe.
„Steigen wir aus."
„Aber ich dachte, wir machen es im Auto."
„Wir müssen die Plätze tauschen. Ich habe echt kein Bock auf ein Lenkrad in meinem Rücken, während ich dich reite."
Woah, was diese Worte mit seiner Vorstellung anstellten! So schnell wie selten sprang Callen aus dem Auto. Er hörte Brian lachen und schon stand der Blonde neben dem Wagen. Sie gingen beide um den Aston herum und Callen folgte dem Drang und gab Brian einen Klaps auf dessen Hintern. Dann saß er auf dem Beifahrersitz.
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Schnell atmend beugte er sich vor und küsste Callen hart. Dann meinte er: „Wir sollten los. Unsere Pause ist vorbei."
Callen lachte: „Ich glaube, die haben wir schon überzogen."
