„Alice wenn ich´s dir doch sag. Ein Leben ohne High Heels, das geht doch nicht! Okay wenn ich dick bin will ich auch keine mehr tragen, denn dicke Leute bekommen von High Heels Rückenschmerzen, aber doch noch nicht jetzt wo ich gerade mal um die fünf Wochen schwanger bin, das geht doch nicht. Ich meine nach der Geburt wird es ewig dauern meine alte Figur wiederzubekommen. Das bedeutet mindestens ein Jahr ohne High Heels und arrghh. Der kann mich mal das mach ich nicht mit!"
Alice nahm mich tröstend in den Arm.
„Ich versteh dich ja Bella. Glaub mir ich könnte das auch nicht, aber sich gegen Edward zu wehren ist wie wenn du mit einer Mauer redest. Es bringt einfach nichts, er wird sich nicht umstimmen lassen."
„Kinder kommt ihr?Essen ist fertig." rief Esme, Alice´s Mutter von unten. Ich saß bei Alice im Zimmer, da ich mich abreagieren musste.

„Ja Mum wir kommen gleich."

Edwards Eltern haben vor 2 Wochen über die Schwangerschaft erfahren. Zwar waren sie nicht erfreut das zu hören, aber dennoch wollten sie uns unterstützen.

„Hm duftet das lecker." Langsam zog ich den Duft von Spaghetti ein. Ich liebte Spaghetti über alles und Esme wusste das. Ich war ihr sehr dankbar deswegen. Sie versuchte mir vieles leichter zu machen.

Ich setzte mich neben Alice und Emmet, gegenüber von Edward.

Rosalie wollte ich lieber nicht erwähnen, wir hatten kein gutes Verhältnis.

„Lasst es euch schmecken." Esme stellte den Top mit Bolognese direkt neben der Spaghetti Schüssel hin und schon stürzte Emmet sich drauf. Das war so typisch für ihn.

Ich kicherte leise und blickte zu Edward. Er lächelte mich an.

Es war fast wie früher, als Edward und ich noch beste Freunde waren, aber damals waren wir 13 und das ist lange her.

Ich biss genüsslich in meine Spaghetti rein, aß auch fünf Minuten lang, bis mich plötzlich ein Brechreiz hochkam.

Ich würgte, meine Hand schnellte vor meinen Mund. Schnell stand ich auf – der Stuhl fiel um – und ich ran in Richtung Toilette.

Dort kotzte ich mir die Seele aus dem Leib. So fühlte man sich also wenn man schwanger ist. Na lecker, das konnte noch heiter werden.

Während ich weiter würgte und mich erbrach, spürte ich wie jemand mir sachte meine Haare aus dem Gesicht strich und zu einem Zopf band. Ich wusste nicht wer es war, aber es war mir reichlich egal, ich war gerade anderweitig beschäftigt.

20 Minuten später wurde es einen Tick besser. Ich nahm ein Stück Toilettenpapier und putzte mir den Mund ab. Dann lehnte ich mich gegen die Fliesenwand.

Qualvoll stöhnte ich. Mit tat alles weh und ich war erschöpft. Müde schlug ich die Augen auf und erkannte einen – mal wieder – besorgten Edward.

„Geht es dir besser?" flüsterte er mir leise zu.

„Ein wenig."

Und wieder. Er tat es schon wieder! Er streichelte mir wieder meine Wange. Und das Schlimme? - ich genoss es auch noch. Seine Hände waren so schön warm und beruhigten mich. Ich zitterte noch immer, bereit für den nächsten Würger.

„Es tut mir Leid"

„Was tut dir Leid Edward?"

„Dass du schwanger bist."
„Das muss dir nicht Leid tun..."
„Aber du hast doch gesagt, dass..."
„- ich weiß ich weiß. Aber das war einfach so ein dummes Gelaber von mir, tut mir Leid. Ich halte das einfach nicht aus."
„Ich weiß, und es wird auch nicht leichter, aber Bella. Ich werde für dich da sein!"

„Ich weiß, ich bin dir dafür auch dankbar." Zögernd lächelte ich ihn an.

Das Abendessen fiel an diesem Abend in den Eimer, aber die anderen waren mir nicht böse deswegen.

„Bella?" hörte ich Edward rufen.
„Oben!"

Schon hörte ich wie er geschwind die Treppe hoch lief und mir entgegenkam.

„Was ist denn?" fragt ich ihn.

„Alice hat mir gesagt ich soll die sagen, dass sie heute Abend mit Jasper ausgeht. Beziehungsweise sie ist eigentlich schon weg."
„Was? Ich schlaf doch bei ihr? Gut, dass sie mir sowas nicht sagt. Jetzt muss ich doch noch heimfahren." grummelte ich, da ich mich immer noch im Cullen Anwesen aufhielt.

„Kommt gar nicht in Frage, du schläfst bei mir!"
„Sicher nicht."
„Bella schau mal aus dem Fenster, es hagelt, draußen herrscht ein starker Sturm und es gab sogar Sicherheitswarnungen. Ich lasse dich bestimmt nicht nachts um zehn Uhr bei diesem Wetter raus. Das kannst du dir schön abschminken."
„Weißt du, dass du ziemlich besitzergreifend wirkst? Egal was ich sage, du ignorierst es, egal was ich dagegen vorbringe, nein nur Edward hat Recht, niemand sonst."

„Bella, ich mach mir nur Sorgen um dich!"
„Ich bin schwanger, nicht krank!"
„Ich hätte dich auch nicht rausgelassen, wenn du nicht schwanger wärst."

Ich stöhnte frustriert.

Widerwillig ging ich mit ihm auf sein Zimmer und setzte mich aufs Bett.

„Und jetzt?"
„Wie und jetzt?"

„Edward, mir ist langweilig."

„Du könntest schlafen."
„Um zehn Uhr abends. Verarsche? Ich geh doch jetzt noch nicht pennen. Ich bin kein kleines Kind Edward!"

„Warum benimmst du dich dann wie eins?" fragte er in mit einem Lächeln im Gesicht und ging in sein (eigenes) Badezimmer.

Ich lief trotzig zu seinem Kleiderschrank, schlug ihn auf und suchte mir eine schöne Boxershorts und ein gemütliches T-Shirt.

Danach legte ich mich in sein Bett, drehte mich aber Richtung Wand und schloss die Augen.

Fünf Minuten später hörte ich, wie er aus dem Bad kam, sich richtete und sich neben mich legte.

„Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich dir abnehme, dass du schon schläfst, oder?"

Ich tat als hätte ich nichts gehört.

Meine Augen schlugen auf und weiteten sich, denn ich spürte Edwards Hand an meinem Körper. Er strich mir über die Haare, streichelte mir über den Nacken, meine Hüfte entlang und wieder zurück.

Ein wohliger Schauer überlief mich und ich bekam Gänsehaut.

Ich drehte mich langsam zu ihm um.

„Edward, was soll das?" Ich fragte nicht wütend oder aufbrausend, sondern redete in einem ruhigen fast schon lieblichen Ton.

„Ich will nicht, dass das zwischen uns sich ändert, aber das tut es."
„Du willst, dass ich weiterhin mit dir schlafe?"

Er beobachtete mich ein paar Sekunden, sagte aber dann entschlossen.

„Wenn ich ehrlich bin: Ja. Ja, ich will, dass du wieder mit mir schläfst. Ich vermisse dich und deinen Körper. Und glaub mir, nicht eine dieser Schlampen an unserer Schule könnte die das Wasser reichen. Und ich hoffe du verstehst das was ich jetzt sage. Bella, egal was kommt, solange wir hier zusammen sind, bin ich für euch zwei verantwortlich und ich werde versuchen dich zu unterstützen, dir helfen, wann immer du meine Hilfe brauchst und Bella, ich werde dich nie betrügen. Auch wenn wir im Moment nicht zusammen sind, ich würde, dass dir und dem Kind nicht antun, ich will, dass du das verstehst." Eindringlich blickte er mich an.

In meinen Augen sammelten sich Tränen.

„Danke Edward. Danke"

Ich küsst ihn kurz und sanft auf den Mund und krallte mich anschließend an seine Brust. Ich wollte seine Nähe nie mehr missen.

Mit Ballerinas, wie ich Edward versprochen hatte, lief ich den Schulgang entlang zur Cafeteria.

Mein Bauch war mittlerweile unübersehbar, ich war immerhin im sechsten Monat schwanger. Ja, das konnte ich stolz von mir behaupten. Ich war glücklich mit Edward zusammen und hatte alles erreicht was ich wollte.

Als ich in die Cafeteria eintrat, sah ich mich um.

Verwundert zog ich eine Augenbraue hoch. Warum saß Lauren bitte an unserem Tisch? Sonst saßen nur Emmet, Rosalie,Edward,Alice,Jasper und ich dort. Ich lief auf den Tisch zu und wollte gerade fragen,was los sei, als Alice aufstand und mich unsanft wegzog.
„Was tust du hier?" zischte sie mir zu.

Ich blickte sie mit großen Augen an. Hatten wir etwa Streit?
„Ich gehe hier zur Schule?"

„Das weiß ich auch, aber schau dich an. Du hast doch gestern selbst zugegeben, dass das eine Zumutung ist."
„Was soll eine Zumutung sein?" Ich war verwirrt, um was ging es hier?
„Dein Bauch. Die Leute reden, es schadet unserem Ruf."
„Seit wann interessiert dich dein Ruf und bitte, die Leute reden schon seit Monaten darüber."
„Das ist mir egal, jetzt geh nach Hause Isabella und ruhe dich aus, du hast immerhin Edwards Kind in dir und somit auch mein Neffe/ Nichte, was auch immer es wird."
„Willst du mich jetzt verarschen? Was soll das Ganze hier und was macht Lauren auf meinem Platz? Soll sie mich etwa ersetzen oder was? Wo ist Edward ich will ihn sofort sprechen."
Solangsam wurde ich wütend.

„Er ist rausgegangen. Lauren ist gerade eben hinterher. Schau, sie sitzt nicht mehr an dem Tisch." Sie zeigte auf unseren Stammtisch und tatsächlich sie war weg.

Ich schnaufte und stampfte an Alice vorbei.

Wütend stieß ich alle Türen auf und rannte nach draußen in den strömenden Regen. Verdammt wo ist Edward?

Ich bog gerade um die Ecke, als ich stockte. Das durfte nicht war sein. Da stand er, unter einem Baum , knutschend mit Lauren.

Und genau in diesem Moment schaute er zu mir hinüber, doch ich machte kehrt und rannte zurück alle Gänge entlang.

Ich versuchte so schnell wie möglich der Situation zu entfliehen, rannte die Treppe schluchzend hoch und an oberster Stelle mit jemanden zusammen. Ich hatte vor lauter Aufregung nicht geschaut wo ich hinlief.

„Pass doch auf man!" schnauzte derjenige mich an und schubste mich weg von ihm.

Dabei stolperte ich eine Stufe nach unten und fiel. Ja ich fiel. Und zwar die ganze Treppe nach schrie auf.

Und dann lag ich da, am Ende der Treppe mit immensen Schmerzen. Meine Schulter fühlte sich wie ausgekugelt an, mein Bein wie gebrochen und mein Bauch als würden Tausende Nadeln einstechen. Ich schrie und weinte, doch der Junge von vorhin war weg und ich sah weit und breit keinen.
„Bitte hilft mir jemand. Ich bin doch schwanger." schrie ich verzweifelt. Ich hielt meinen Bauch fest, als würde es etwas bringen. Ich hatte furchtbare Schmerzen und vorallem Angst, das Baby könnte verletzt sein.

„Bella?"
Ich versuchte nach oben zu schauen und erkannte Edward mit Lauren.

„Lauren ich geh schnell zu den anderen Bescheid sagen, dass sie gestürzt ist. Bis gleich."

Was? Er will Alice und den anderen sagen ich sei nur gestürzt. Wollte er keine Hilfe holen? Und warum lies er mich mit Lauren allein?

„Ahhh." ich stöhnte. Mein Bauch tat immer mehr weh.

„Tja Isabella, das nenne ich dann mal Pech."
„Was willst du?"
„Was ich will? Ich will Edward, aber ich habe ihn ja schon. Hach, ich bin so gut. Alles ist perfekt. Jetzt müssen wir nur noch dich beseitigen." Böse grinste sie mich an.

„Und dieses Kind, falls es überleben sollte Isabella, wird meins sein. Für immer!"

Ich schrie laut und fuhr hoch. Schnell atmete ich tief ein und aus.

„Bella, Bella. Geht es dir gut?" Panisch sah ich mich um. Es war dunkel, dennoch konnte ich Edward neben mir erkennen.
Ich sah ihn einfach nur an und fing plötzlich an zu weinen.

„Bella!" Bestürzt drückte er mich zu sich und nahm mich in den Arm.

„Pst." Er strich mir über den Rücken.

„Hattest du einen Albtraum? Was ist passiert?"

Ich erzählte ihm die ganze Geschichte und erzählte wie schutzlos ich mich fühlte.

Er beruhigte mich immer wieder, dass er auf mich aufpassen werde und ich vertraute ihm.

Ich drückte mich an seine Brust, meine Hände kniffen sich an seinem Tshirt fest während seine Hand mich umhüllte.

Friedlich konnte ich wieder einschlafen.