Das ist eine Übersetzung. Das englische Original stammt von kitcat234, die mir natürlich die Erlaubnis gegeben hat, ihre wundervolle FF zu Übersetzen. Hier habt ihr dann auch nochmal den Link: s/8950401/1/The-Prankster-s-Apprentice
2.
Hermine starrte ihn an. Sie rührte sich nicht. Stille. Plötzlich prustete sie und brach in Lachen aus.
„Du machst Witze, oder?", presste sie heraus, ehe sie wieder loslachte.
„Du willst, dass ich... hihihi... ich in deinem Scherzartikelladen arbeite. - Das ist wirklich gut, George.", sagte sie, immer noch kichernd und wischte sich die Lachtränen aus dem Gesicht.
„Ja. Ja genau, das will ich."
Ihr bisher amüsiertes Kichern verstummte. Hermine starrte ihn an: „Was?"
Er setzte sich zu ihr auf die Couch, und setzte sein aufrichtigstes Lächeln auf.
„Ich möchte, dass du mit mir arbeitest, Hermine. Komm schon, das ist eine fabelhafte Idee!"
Zu seiner Überraschung, entkam ihr ein sehr undamenhaftes Schnauben. Sie sah ihn so an, als ob er verrückt geworden wäre.
„Nein, ist es nicht.", erwiderte sie trocken.
„Warum nicht?"
„Warum nicht? George, ich bitte dich! Du bist George Weasley, der größte Scherzbold, den ich kenne. Der König aller Tunichtgute. Und ich? Ich bin Hermine, die als Schulsprecherin eure Artikel immer konfisziert und euch bei eurer Mutter verpetzt hat und die immer die Regeln befolgt. Du willst ernsthaft, dass ich bei dir anfange?"
„Du sprichst von der Vergangenheit! Hermine! Du bist unglaublich klug und brillant. Ich bin brillant in dem, was ich tue. Wenn wir beide, du und ich, zusammen arbeiten, kann uns nichts mehr aufhalten!"
-„Und bist sowas von eingebildet!"
-„Ja, und obendrein noch attraktiv!", grinste er spitzbübisch. „Also, gib dir 'nen Ruck, Hermine."
-"Ich hab schon einen Job-"
-".., der langweilig und furchtbar ist. Und den du hasst."
-„Ich hasse ihn ni-"
-„Hermine!"
Warum hatte er gedacht, dass das klappen könnte? Er hatte gleich gewusst sie würde sich sträuben.
Vor ein paar Stunden noch, wäre sie die letzte gewesen, die er jemals um Hilfe bitten würde. Sie hatte Recht. Wie oft hatte sie ihre Prototypen konfisziert oder ihnen eine Predigt über erwachsenes Verhalten gehalten?
Naja – besondere Umsände erforderten besondere Maßnahmen. Beim Merlin,er war wirklich verzweifelt!
Er wollte gerade etwas sagen, da kam ihm eine Idee. Ehrlichkeit. Er war sich zu achtzig Prozent sicher, dass es funktionieren würde. Vielleicht auch siebenundachtzig:
„Hermine,",begann er, „Ich brauche wirklich deine Hilfe. Da gibt es dieses eine Projekt, an dem Fred und ich gearbeitet haben, bevor... naja du weißt schon.."
Sie nickte.
„Es war seine Idee, und er war so begeistert davon. Wir hatten gerade erst damit begonnen, als-." Er schluckte. Er hasste es über Freds Tod zu sprechen.
„Und warum brauchst du meine Hilfe?", unterbrach sie die entstandene Stille.
„Der größte Teil, erfordert wirklich großes Wissen auf dem Gebiet der komplexen Verwandlung und Zauberkunst. Letzteres ist für mich kein Problem. Aber Verwandlung war immer Freds Spezialgebiet. Ich brauche jemanden, der richtig gut darin ist, um mir dabei zu helfen dieses Projekt, und alle anderen, die wir niemals fertigstellen konnten, zu beenden. Und ich weiß – du bist nicht nur gut. Du bist die Beste."
Er sah ihr zu, wie sie nachdenklich auf ihrer Lippe herumkaute. Sie musste ihm einfach helfen, ansonsten würde dieses Projekt niemals fertig.
„Ich war nie einverstanden mit eurer Arbeit. Auch wenn ich nicht leugnen kann, dass dass was ihr beide geschafft habt, wirklich beeindruckend ist. Und ein Teil von mir will dir wirklich helfen, vor allem um Freds Willen... Aber ich weiß nicht, George. Das kann doch keine gute Idee sein. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was ihr zwei gemacht habt. Ich kann mich doch nicht einfach blind hinein stürzen und teil eures Teams werden. Du und Lee, ihr seid-"
„Lee ist weg.", unterbrach George sie.
„Was?Wie?"
„Nein, also nicht weg im Sinne von wir hatten Streit oder sowas,",stellte George schnell klar. „Wir haben einen zweiten Laden eröffnet. In Irland. Und er leitet die Dinge dort. Also sehen wir uns nicht mehr oft, geschweige denn kommen wir dazu, zusammen an Dingen zu arbeiten."
Sie seufzte: „Kann ich darüber nachdenken?"
Verdammt. Damit hatte er nicht gerechnet. 'Ich denk' drüber nach!" - der universelle Code für 'Eigentlich will ich nein sagen, aber ich weiß nicht wie.' Und nach einer Weile, wenn sich die Wogen erst einmal wieder geglättet haben, würde sie vermutlich ganz nebenbei 'Nein' sagen. Enttäuschung machte sich in ihm breit. Er hatte damit gerechnet, dass sie ihn auslachte und ihm vielleicht auch sagte, dass er verschwinden sollte. Aber damit- wie auch immer- es half alles nichts.
„Natürlich", antwortete er ihr und hoffte, dass sie seine Enttäuschung nicht bemerken würde.
„Ich brauch einfach ein bisschen Zeit"
„Klar, natürlich. Das ist okay.", sagte er schnell. Er stand auf. „Also dann, ich will dich nicht weiter stören bei deinem gemütlichen Abend. Melde dich einfach, alles klar?", damit ging er Richtung Eingangstür.
„George, ich-" - „Denk einfach drüber nach, ja?", verabschiedete er sich und verschwand durch die Tür, die er schnell hinter sich schloss.
Hermine hörte, wie sich seine Schritte im Treppenhaus entfernten. Sie wollte eigentlich gerade nicht weiter darüber nachdenken, was gerade passiert war. Sie griff nach ihrem Tee, aber der war kalt. Was soll's – Ihre war ohnehin nicht mehr nach Teetrinken zumute. Sie versuchte sich auf ihr Buch zu konzentrieren, aber ihre Gedanken drifteten immer wieder zu George und seinem merkwürdigen Angebot.
Warum sollte er wollen, dass sie bei Weasleys Zauberhafte Zauberscherze arbeitete? Und zwar als Entwicklerin! Irrsinn! All die Jahre hatte er sie damit aufgezogen, dass sie zu versteift war und sich peinlich genau an jede Regel hielt. Und sie hatte ihn für unreif und nicht verantwortungsbewusst gehalten. Natürlich, war dass was er und Fred erreicht hatten bewundernswert. Aber Bewunderung und Zustimmung waren nunmal zwei verschiedene Dinge.
Sie sollte diesen Job nicht annehmen. Das war doch irrwitzig. Sie in einem Scherzartikelladen? Das war ein Scherz für sich.
Aber zurück zu ihrem Buch. Ein Krimi. Das Rätsel um einen Ermordeten Künstler. Und gleich drei seiner Familienmitglieder kamen als Mörder in Fr-
Moment mal- George hatte über Fred gesprochen.
Sie legte das Buch aus der Hand. Nach dem Krieg war George ein Wrack gewesen. Erst fast ein halbes Jahr später, hatten die Dinge angefangen sich ein bisschen zu bessern. Erst hatte er wieder angefangen, an Projekten für den Laden zu arbeiten. Nach und nach hatte er angefangen mehr zu reden, ab und an zu lachen. Die tiefen Ränder unter seinen Augen waren mit der Zeit verschwunden. Stück für Stück waren Teile vom alten George zurückgekehrt. Aber er hatte nie über Fred gesprochen. Wenn sein Name in Gesprächen viel, bleib George still oder wechselte das Thema. Und diese Tatsache erinnerte sie daran, dass egal, wie normal und vergnügt George manchmal schien, George nie wieder der Alte sein könnte.
Sie war also überrascht, dass er von sich aus Fred erwähnt hatte. Er war wichtig. Er hatte Schwäche gezeigt und gleichzeitig um Hilfe gebeten. Irgendwie fühlte sie sich schuldig. Sie sollte ihm helfen. Aber es kam ihr einfach nicht richtig vor. Im Ministerium, wusste sie was zu tun war. Aber einfach einen Job anzunehmen, ohne eine Ahnung zu haben, was genau sie erwarten würde. Das war wie diese furchtbaren Flugstunden oder der Wahrsagekurs zusammen – furchteinflößend und offensichtlich eine dumme Entscheidung.
Sie würde es nicht tun.
Sie konnte es nicht.
Ruhig Hermine. Sie musste ruhig bleiben. Alles war in Ordnung.
Der Vorschlag, den sie zur Gesetzesänderung für die Rechte der Hauselfen eingereicht hatte, war zur Prüfung an die nächst höhere Instanz gesendet worden.
Aber ihren Bericht über die Beziehungen zwischen Kobolden und Zauberern in Frankreich hatte man regelrecht auseinandergenommen und ihr quasi die Wörter im Mund herum gedreht. Wie konnten sie es wagen!
Ruhig Hermine. Sie musste ruhig bleiben. Es war nur ein schlechter Tag gewesen.
Sie stand auf und streckte sich kurz. Dann glättete sie ihre Roben und machte sich mit den Unterlagen auf den Weg ins Büro ihres Chefs um ihm von der Besprechung über Meereswesen zu erzählen, zu der er sie geschickt hatte.
Gerade als sie ihr Büro verlassen hatte, wurde sie angerempelt. Heißer Kaffee ergoss sich über sie und den Boden. Die Unterlagen wirbelten durch die Luft, ehe sie in eben jener Brühe auf dem Boden landeten. Der Mann, der sie angerempelt hatte, Dobson – glaubte Hermine zumindest – sah sie nur verdutzt an. Sie zog ihren Zauberstab, und reinigte binnen Sekunden sich, den Boden und ihre Unterlagen, die sie zugleich ordnete. Dobson, oder wie auch immer er nun hieß, sah sich kurz um, nickte ihr dann zu und ging seiner Wege.
„Man könnte sich ja entschuldigen, Sie Troll", rief Hermine ihm noch nach, und beeilte sich nun zu Ihrem Chef zu kommen. Argh. Nicht einmal die Mannieren sich zu entschuldigen oder ihr bei der Beseitigung zu helfen hatte dieser Trottel.
Als sie das Büro erreicht hatte. Klopfte sie an, atmete noch einmal tief durch und zwang sich ein lächeln aufzusetzen.
Wütend stapfte sie zurück in ihr Büro. Sie konnte das nicht mehr. Immer diese Frustration.
Niemand in dieser verfluchten Abteilung konnte mit Menschen und geschweige denn mit magischen Kreaturen umgehen! Wie konnte man nur so wenig Einfühlungsvermögen besitzen?
Niemand schätze ihre Arbeit wert, niemand scherte sich um ein gutes Arbeitsklima und niemanden kümmerte sie Qualität der abgelieferten arbeiten.
Ihr Chef hatte sie und ihren Bericht, für den sie mehrere Wochen hart gearbeitet hatte, kaum eines Blickes gewürdigt, und sie mit einem „Gut gemacht!", abgefertigt.
In ihrem Büro, in dem mittlerweile eine ganze Menge Papierkugeln um den Papierkorb herum lagen, angekommen, beschloß sie sich später um das Chaos hier zu kümmern.
Sie nahm ihre Tasche, fuhr mit dem Lift in die Eingangshalle und eilte zum Apperierpunkt, wo sie mit einem 'plopp' verschwand.
–
George hörte das leise klingeln der Glocke an der Vordertür des Ladens, das ihm einen neuen Kunden ankündigte.
„Einen Moment, ich bin sofort für Sie da.", rief er in die Richtung.
Er verpackte gerade Juckpulver, für ein kleines Mädchen, dass sie gekauft hatte um einen Fiesling in der Schule zu vertreiben, der sie sonst immer ärgerte. Er packte eine Extra-Dose in die Tüte als kleines Geschenk für sie, falls dieser gemeine Kerl es noch einmal wagen würde sie zu ärgern.
Mit einem breiten Lächeln bedankte das Mädchen sich und verließ den Laden.
„Wie kann ich-", begann er und sah sich nach dem neuen Kunden um und brach dann ab, als er Hermine sah. „Hermine! Wie verschafft mir die Ehre..-"
„Ich mache es!", unterbrach sie ihn schnell, „Ich werde für dich arbeiten!"
