Das ist eine Übersetzung. Das englische Original stammt von kitcat234, die mir natürlich die Erlaubnis gegeben hat, ihre wundervolle FF zu Übersetzen. Hier habt ihr dann auch nochmal den Link: https: s/8950401/1/The-Prankster-s-Apprentice
3.
„Wie kann ich-", begann er und sah sich nach dem neuen Kunden um und brach dann ab, als er Hermine sah. „Hermine! Wie verschafft mir die Ehre..-"
„Ich mache es!", unterbrach sie ihn schnell, „Ich werde für dich arbeiten!"
„Du wirst was?", George starrte sie erstaunt an.
„Ich habe entschieden, dein Angebot anzunehmen. Also werde ich für dich arbeiten."
„Moment mal – Im Ernst?" Passierte das hier gerade wirklich? Er konnte es nicht glauben.
„Ja, wirklich."
„Darf ich fragen, wieso du dich doch so schnell entschieden hast?"
„Naja, Probleme im Ministerium – Ich hatte einen schlechten Tag, einen wirklich schlechten. Mein Chef ist wirklich ein Idiot. Und ich dachte, George kann nicht schlimmer sein.", lachte sie.
„Mh.", machte George. Er wusste nicht genau, was er dazu sagen sollte.
„Also, ist das Angebot gültig?", fragte Hermine nun.
George grinste. „Oh, es tut mir leid, aber diese Stelle haben wir leider schon besetzt. Aber ich verspreche, dass du die Erste bist, an die ich mich wende, wenn wieder – Auuuutsch!" George hielt sich den Arm da, wo Hermine ihn gerade getroffen hatte. Er lachte auf: „Natürlich gilt das Angebot noch. Und ich wäre nicht dein Chef, sondern einfach ein Arbeitskollege."
Sie sah ihn amüsiert an. „Also dann. Ich muss noch ein paar Dinge im Ministerium klären, aber dann gehör' ich ganz dir."
Ein spitzbübisches Grinsen stahl sich in sein Gesicht. Hermine verdrehte die Augen.
„Du weißt, wie ich das meine George!"
Er lachte und winkte ihr zum Abschied. Er sah ihr hinterher, bis sie die Tür erreicht hatte. Kurz vorher wurde sie von außen geöffnet. Eine Gruppe kichernder Teenagermädchen betrat den Laden und er richtete seine Aufmerksamkeit auf sie.
Hermine betrat ihr Büro. Sie nahm einen Bogen Pergament von ihrem Tisch. Mit einem Wink ihres Zauberstabes verwandelte sie es in eine große Box. Mit einem weiteren Wink, flogen ihre persönlichen Sachen quer durch den Raum und in die Box, verkleinerten sich wenn nötig ein bisschen. Sie setzte sich, nahm einen weiteren Bogen sowie ihre Feder und begann zu schreiben.
Sie atmete noch ein letztes Mal tief ein und aus, dann klopfte sie an die Bürotür ihres Chefs.
„Ja, bitte!", vernahm sie die Stimme ihres Chefs. Sie öffnete die Tür, trat ein.
„Ah, Hermine, was kann ich für Sie tun? Sie waren doch heute früh erst bei mir. Gibt es etwas Neues bezüglich der Meereswesen?"
„Nein, Sir!", sagte Hermine mit einem aufgesetzten Lächeln. „Ich bin hier um ihren das hier zu geben." Sie reichte ihm einen sehr offiziell aussehenden Umschlag.
„Und was ist das?", fragte er, während er den Umschlag öffnete.
„Meine Kündigung.", entgegnete Hermine kühl.
Er ließ den Brief sinken und starrte sie fassungslos an.
„W-Wie bi-bitte? Sie – Sie kündigen? Wieso? Sie sind meine beste Mitarbeiterin."
„Nun, leider haben Sie dies nie zum Ausdruck gebracht. Und nun habe ich ein Angebot bekommen. Ein Angebot von jemandem, der meine Fähigkeiten zu schätzen weiß. Und ich habe es angenommen."
Ihr Chef sagte nichts. Seine Augen sprangen zwischen ihrer Unterschrift am Ende des Dokumentes, das er mittlerweile aus dem Umschlag genommen hatte und ihrem Gesicht hin und her.
„Ich denke, wir sind hier fertig. Einen schönen Tag noch, Sir.", damit wandte sie sich um und verließ schnellen Schritts das Büro.
Als sie die Tür geschlossen hatte, entkam ihr ein befreites Lachen. Das lachen endete abrupt, als sie einen älteren Angestellten bemerkte, der im Gang stehengeblieben war und sie anstarrte.
Hermine lächelte, zuckte mit den Schultern und beeilte sich, ihre Sachen zu holen und zu den Aufzügen zu kommen.
–
Als Hermine Weasleys Zauberhafte Zauberscherze wieder betrat, war George gerade dabei, ein Regal aufzufüllen.
„Hallo George!"
George sah sie an und runzelte dann die Stirn. „So nicht, nein! Geh nach Hause!"
„Wie bitte?", Hermine war verwirrt.
Er zeigte auf sie: „Geh nach Hause und zieh dich um. Arbeitsroben sind hier nicht erlaubt. Nur Freizeitkleidung!", damit packte er sie am Handgelenk und zog sie ins Hinterzimmer.
„Du kannst den Kamin hier benutzen. Sag später einfach, Wealseys Zauberhafte Zauberscherze, Arbeitszimmer. Also hopphopp, und nicht bummeln! Du hast großen Tag vor dir!, lachte er und ging wieder in den Verkaufsraum.
–
George musste sich zusammenreißen, um nicht in laut loszulachen! Ihr verwundertes Gesicht, der Blick, das war unbezahlbar. Und sie hatte nicht viel mehr als „Hallo" sagen können! Es amüsierte ihn, dass er sie so aus der Bahn hatte werfen können.
Sie hatte ihn schließlich auch sehr überrascht, als sie nach gerade mal einem Tag in den Laden gestürmt war und sein Angebot angenommen hatte.
Eigentlich hatte er nicht einmal damit gerechnet, dass sie es überhaupt annehmen würde. Nachdem sie „Ich muss darüber nachdenken" gesagt hatte, hatte er damit gerechnet, frühestens in einer Woche von ihr zu hören. Und dann auch noch eine Zusage. Alles in allem mehr, als er sich erhofft hatte.
Im Laden war es eher ruhig und er erinnerte sich, dass er vielleicht Lee darüber informieren sollte, dass sie eine neue Kollegin hatten. Er betrat das Hinterzimmer, und erwartete fast, dass die verwunderte Hermine immer noch da stand. Aber es war leer.
Er setzte sich an seinen Schreibtisch holte Stift und Pergament und schrieb:
Lee,
Ich glaube ich die Lösung für unser Nadel-Problem. Aber ich glaube, dass sie dir nicht gefallen wird. Oder dass du glaubst, dass das nicht funktionieren wird. Ich habe Hermine überzeugt, bei uns zu arbeiten.
Ja, Hermine Granger. Genau. DIE Hermine Granger.
Nein, ich mache keine Witze.
Nein, ich hab keine Drogen genommen.
Ja, ich denke, dass das eine gute Idee ist!
Warum? Weil sie die Beste in Verwandlung ist. Außerdem arbeite ich dann nicht mehr alleine.
Wie auch immer! Hör auf, meinen Brief mit deinen Zwischenrufen zu unterbrechen und lies bis zum Ende!
Ich hoffe wirklich, dass das gut funktionieren wird. Sie wird bald kommen und alles über unsere Produkte und den Laden lernen, bevor ich sie auf die Nadel loslasse.
Jaaaaahaaa, ich halte sich auf dem Laufenden.
Du kannst wirklich schlimm sein!
Hör auf zu lachen!
Und ja, ich wusste ganz genau, was du sagen würdest. Und jetzt zurück an die Arbeit, du Faulpelz, und hör auf zu lachen! Die Iren denken noch, dass du verrückt bist!
George
Er rief seine Eule Boreas zu sich, die kurz darauf, vor ihm landete. Er band ihr den Brief ans Bein. „Bring das zu Lee Jordan." Dann öffnete er ein Fenster, damit Boreas raus konnte.
Gerade als er wieder in dein Laden wollte, stolperte Hermine aus dem Kamin. Sie trug jetzt Jeans, eine helle Strickjacke und Turnschuhe. Nur ihr Haar war immer noch zu einem strengen Zopf zusammengenommen.
„Aaah, schon viel besser, oder?", begrüßte er sie.
Sie lächelte: „Auf jeden Fall viel bequemer!", sie schien ein bisschen nervös.
„Nur noch eins." sagte er, und grinste.
Mit einem Mal lösten sich all die kleinen Klämmerchen, die ihre Haare zusammengehalten hatten und ihr langen Locken fielen locker über ihre Schultern. Hermine erschrak kurz, kicherte dann, griff eine Klammer und warf die in Georges Richtung.
„Ich hab die Hermine mit den wilden Locken eingestellt, nicht den geschniegelten Ministeriumsangestellten." Er wich einer der Klammern aus, die verdächtig nah an seinen Kopf 'ran gekommen war. „Das ist aber keine gute Art, den neuen Chef zu behandeln!", lachte er.
„Ich dachte, du hast gesagt du wärst nicht mein Chef!", entgegnete sie mit hochgezogener Augenbraue.
„Guter Einwand! Also, als dein neuer Kollege, denke ich, dass ich dir den Laden zeigen sollte."
„Was meinst du? Ich war doch ein oft hier, ich kenne den Laden.", antwortete sie.
Er kramte in einer Schublade, und drückte ihr anschließend ein zerschlissenes, altes aber dickes Buch in die Hand.
„Was genau ist das George?", fragte Hermine und betrachtete das Buch.
„Hier, meine liebe Hermine, ist unsere komplette Produktpalette aufgeführt, mit sämtlichen Details was das Produkt bewirkt, welche Sprüche, Tränke und andere Zutaten und so weiter verwendet wurden.", sagte er feierlich. „Dieses Buch wird dir bestimmt sehr hilfreich sein!", fügte er hinzu, als er Hermines überraschten Gesichtsausdruck bemerkte.
„Wie viele Produkte sind es denn?"
„Ach nicht allzu viele. Vielleicht tausend oder so.", antwortete er vage.
Jetzt sah sie eher geschockt aus. George lachte laut los.
„Ich seh' schon, wir werden eine Menge Spaß haben. Zur Beruhigung, es sind genau 152 Produkte in diesem Buch. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Ehrlich!"
Hermine öffnete das Buch und überflog eine Seite.
„Das ist fantastisch", murmelte sie und sprach damit mehr mit sich selbst als mit George.
„Also, warum hast du mir das gezeigt?", wandte sie sich dann ein bisschen lauter an ihn.
„Naja, du musst wissen, wie wir gearbeitet haben, damit du weißt, in welche Richtung unsere Arbeit gehen wird. , findest du nicht?"
„George, das klingt alles so logisch. Das hätte ich nie erwartet."
„Ich weiß nicht ob ich diesen überraschten Ton gut finden soll!, grummelte er.
Hermine lächelte: „Also dann, wo kann ich mich hinsetzen?"
George streckte seine Arme aus. „Such es dir aus! Hier hinten, im Verkaufsraum. Wo auch immer du möchtest. Mach es dir bequem. Das ist jetzt dein Zuhause, nicht mehr das unbequeme, enge Ministeriumsbüro.", verkündete George.
–
Hermine wandelte durch den Laden, besah sich alles ganz genau. Sie dachte über Georges Worte nach. Hier im Laden, war alles so fröhlich und bunt. Das komplette Gegenteil zum tristen und grauen Ambiente im Ministerium.
Hier war alles hell und chaotisch. Ein Labyrinth auf Erfindungen und Scherzartikeln. Sie besah sich Produkte, die sie noch nicht kannte und erkannte in dem ganzen Chaos nach und nach ein bisschen Ordnung. Schließlich ließ sie sich auf einem alten, grünen Sessel, in einer hinteren Ecke des Ladens nieder.
Sie schlug das Buch auf und begann zu lesen...
Du-scheißt-nie-mehr
Die Verstopfungssensation, die die ganze Nation erfasst!
Sie seufzte, das würde ein langer, aber durchaus interessanter Tag werden!
