Das ist eine Übersetzung. Das englische Original stammt von kitcat234 . Hier habt ihr dann auch nochmal den Link: s/8950401/1/The-Prankster-s-Apprentice
5.
Hermine hatte erwartet, dass Ron und Harry lachten, wenn sie von ihrem neuen Job erfuhren. Im Nachhinein aber erschien ihr „Lachen" als eine totale Untertreibung.
„Du – in Georges Laden?", wieherte Ron „Das ist gut! Das ist so gut!"
Er bekam einen Lachkrampf, hielt sich den Bauch. Harry war seinerseits auch nicht viel besser, auch wenn er nach erstem Gelächter versuchte, sich zu beherrschen.
„So lustig ist das auch wieder nicht, ihr zwei!", seufzte Hermine frustriert.
„Nein, nein, du hast recht, dass ist überhaupt nicht lustig.", beeilte sich Harry zu sagen.
Er versuchte dabei ernst zu klingen. So erst, wie man es eben sein konnte, wenn man sich gleichzeitig darauf konzentrierte, nicht loszulachen.
„Ihr habt recht! Es ist nicht lustig! Es ist zum schreien komisch!", grölte Ron und verfiel erneut in Gelächter.
„Warum denn? Ich meine, mein letzter Job war einfach nur furchtbar. Und George hat mir das Angebot gemacht, weil ich gut in Verwandlung bin. Das macht doch Sinn."
„Hermine, Harry als Auror – das macht Sinn. Ich bei den Chudley Cannons- das macht auch Sinn. Aber du in Georges Laden? Das ist einfach nur ironisch."
„Ich bin begeistert, dass du überhaupt weißt, was 'ironisch' bedeutet.", schnappte Hermine. Es war aber auch fürchterlich. Sie hatte sich genau zurecht gelegt, was sie den beiden hatte sagen wollen. Und jetzt ging alles im Gelächter unter! Sie seufzte noch ein Mal und stand dann auf. „Wie auch immer, vielen Dank für eure Unterstützung, Jungs. Ich fühle mich jetzt so viel besser, weil ich weiß, wie sehr meine besten Freunde, meine neue Berufswahl unterstützen."
„Hermine, jetzt sei doch nicht so!", versuchte Harry sie zu beruhigen. „Das ist nur ein bisschen meine du kannst doch nicht erwarten, dass wir nicht überrascht sind, dass du bei Weasleys Zauberhafte Zauberscherze arbeitest. Das klingt einfach wie ein schlechter Scherz!"
Hermine verdrehte die Augen und durchquerte den Raum in Richtung Garderobe.
„Och, komm schon Hermine!", rief Harry, als er und Ron ihr hinterher eilten. „Wir haben es doch nicht so gemeint."
„Genau, es ist kein schlechter Scherz! Es ist einfach nur wirklich,wirklich lustig!", fügte Ron hinzu. Dabei entkamen ihm und Harry allerdings wieder ein kleines Lachen.
Hermine griff ihren Umhang.
„Ihr zwei seid manchmal totale Idioten, wusstet ihr das?"
Hermine hörte noch, wie sie anscheinend etwas erwidern wollten, aber da war sie auch schon mit einem 'plopp' verschwunden.
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Am selben Abend war das wöchentliche Weasley Familienessen, dem man besser nicht ohne guten Grund fernblieb, wenn man Molly nicht wütend machen wollte.
Ron griff das Thema „neuer Job" noch einmal auf, gerade als alle anfingen zu essen:
„Hermine hat mir und Harry erzählt, dass sie einen neuen Job hat."
Der Rest der Familie lächelte sie an. Hermine hingegen warf Ron quer über den Tisch vernichtende Blicke zu.
„Aber du bist nicht mehr beim Ministerium oder?, fragte Bill. „Es ist so eine Schande, dass dich jemand anderes bekommen hat, bevor ich dich zu einem Einstellungsgespräch zu Gringotts einladen konnte! Du wärst eine brillante Fluchbrecherin!"
„Das ist super, Hermine.", sagte Ginny vergnügt. „Jeder hier weiß, wie sehr du deine alte Arbeit gehasst hast."
„Also, was ist denn nun dein neuer Job?", fragte Mrs. Weasley.
Hermine sah in die Runde. Bedachte Harry und Ron mit noch einem bösen Blick und sah zuletzt hilfesuchend George an, der bis jetzt ungewöhnlich still gewesen war.
„Ich – ähm", begann sie.
„Hermine arbeitet für mich.", nahm George ihr vorweg. „Sie entwickelt neue Artikel."
Stille. Hermine war sich sicher, dass dies das erste Mal war, dass es im sonst so lauten Fuchsbau vollkommene Stille herrschte.
Erst sahen alle geschockt oder überrascht aus. Aber auch hier mussten sie sich danach bemühen, nicht zu Lachen.
Es war Ginny, die schlussendlich doch kichern musste, und damit den Damm brach. Die ganze Familie mit Ausnahme von Percy und George brach in schallendes Gelächter aus. Sogar Mr. Und Mrs. Weasley konnten sich nicht beherrschen. Als das Gelächter schließlich abflaute, ergriff Charlie das Wort.
„Haha, jetzt aber mal im Ernst, Hermine. Wo arbeitest du denn jetzt?"
Hermine war etwas verwirrt, bis sie begriff, dass sie alle dachten, dass George einen Witz gemacht hatte. Ernst antwortete sie: „Bei Weasleys Zauberhafte Zauberscherze. Mit George."
Das restliche Lachen endete. Und er herrschte eine unangenehme Stille.
„Oh, das ist toll für dich!", versuchte Mrs. Weasley zu retten, was zu retten war. „Das.. Das ist wundervoll! Es ist bestimmt ein toller Job, nicht wahr Arthur?"
„Oh, ja natürlich! Wirklich Wundervoll!", fügte Mr. Weasley hinzu.
„Es ist als ob Percy da arbeiten würde!", beendete Ginny alle Versuche, das Gespräch zu kippen. „Es ist einfach so gegensätzlich!"
Percy würdigte sie nicht mal eines Blickes. Er wandte sich an George. „Ich glaube, dass das eine wirklich clevere Entscheidung von George war. -"
„Entschuldigt mich bitte," murmelte Hermine und verließ den Raum.
George beeilte sich ihr hinterher zu kommen. Mit einem „wirklich super gemacht ihr alle!", verschwand auch er aus dem Sichtfeld der anderen.
Er fand Hermine auf den Stufen der Treppe beim Hinterausgang sitzend. Er ließ sich neben sie nieder.
„Hör nicht auf sie, Hermine.", begann er und sah, wie Hermine versuchte unbemerkt ein paar Tränen wegzuwischen.
„Ich meine es erst, lass dir von denen nicht reinreden. Glaubst du ich wäre da, wo ich heute bin oder auch nur in der Nähe davon, wenn ich auf Mom und das was sie über einen Scherzartikelladen denkt, gehört hätte?"
Er sah wie Hermine leicht lächelte und fuhr fort: „Nein! Du musst sie alle ignorieren. Ich glaube, du warst verdammt mutig, einen Job anzunehmen, der anders ist als alles, was du dir ausgemalt hast."
„Aber du profitierst auch davon, dass ich für dich arbeite. Du bist parteiisch."
„Ich bin nicht parteiisch. Ich bin glücklich.", antwortete er, und fügte dann, weil Hermine ihn fragend ansah hinzu: „Ich bin glücklich darüber, dass du mir und dem Laden eine Chance gegeben hast."
„Aber ich habe noch nie etwas entwickelt. Was ist, wenn ich schlecht darin bin, Sachen zu erfinden? Was, wenn – Was ist, wenn sie recht haben?", murmelte sie und sah George aus großen, mit Tränen gefüllten Augen an. „Was ist, wenn ich immer die regeltreue und rechhaberische -"
„Du glaubst ihnen doch nicht, oder?", entgegnete George. „Mal im Ernst, glaubst du du kannst Artikel entwerfen und erfinden?"
„Ja", sagte sie leise.
„Hermine Granger. Wenn es eine Sache gibt, die ich über dich weiß, dann dass du niemals aufgibst. Wenn also ein Raum voller Trottel behauptet, du kannst etwas nicht, dann würde ich all mein Geld in meinem Gringottsverlies darauf verwetten, dass du loslegst und denen beweist, dass sie falsch liegen."
Hermine lächelte ihn an. „Hast du gerade deine Mutter einen Trottel genannt?"
„Mmh, sie muss es ja nicht erfahren, oder?", grinste er.
Hermine lachte und lehnte sich gegen George. Eine Weile lang saßen sie still da. Hermines Kopf auf seiner Schulter.
„George?", sagte sie irgendwann, ohne ihren Kopf zu heben. Er brummte.
„Seit wann bist du eigentlich nicht mehr so kindisch?"
Er seufzte. Es dauerte einen Moment, bis er antwortete.
„Vielleicht seitdem du begonnen hast zu begreifen, dass erwachsenes Verhalten manchmal überbewertet wird."
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Hermine rannte, wie von einer Tarantel gestochen aus dem Hinterzimmer in Richtung George, der im Verkaufsraum Produkte einsortierte.
„George, du Vollidiot!"
George grinste und drehte sich in freudiger Erwartung um. Er konnte sehen wie Hermine auf ihn zu STÜRTME – und innerlich musste er über diese Wortwahl lachen, denn über ihrem Kopf hing eine große, schwarze Sturmwolke, aus der kleine Blitze herausbrachen und die auf Hermine hinunter regnete.
„Hermine, nicht so stürmisch! Ist alles okay bei dir? Du siehst ganz schön durch den Wind aus!", prustete er.
„WAS. ZUR. HÖLLE. IST. DAS?", sie bemühte sich nicht laut zu schreien.
„Ach, ich teste nur ein neues Produkt. Weasleys Wasserreiches Wetter. Wusstest du nicht, dass die Erfinder immer auch die ersten Tester sind?"
„Mach das weg!"
„Nein."
„George, MACH. DAS. WEG!"
„Nein."
„George!"
„Ich kann nicht."
„Was?"
Bei jedem von Hermines Ausrufen, hatte sich ein Blitz gelöst. George beobachtete es mir Faszination: „Mh, das ist ein interessanter Nebeneffekt."
„Ich geb dir gleich einen interessanten Nebeneffekt." rief sie und stapfte zurück ins Hinterzimmer.
„Ach und sei so gut und mach das hier sauber. Du tropfst." rief er ihr noch hinterher. George hatte sich das einfach nicht verkneifen können.
Lachend wollte er sich gerade wieder seinen Produkten zuwenden, als ihn ein Fluch traf. Er fühlte, wie seine Vorderzähne immer länger wurden. Er betastete das ganze vorsichtig. Seine Zähne reichten ihm fast bin zum Kinn. Jetzt war er es der mit einem unverständlichem: „Uh, Luw bluh, Humuhnee!" hinter ihr herstürmte.
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