Das Übliche: Ich hab die Geschichte nur übersetzt. Das englische Original stammt von kitcat234 . Der Link: s/8950401/1/The-Prankster-s-Apprentice !
13.
Als Hermine an diesem Morgen aus den Flammen des Kamins im Hinterzimmer des Ladens stieg, wartete George bereits auf sie, was ungewöhnlich war, da George für gewöhnlich erst in der allerletzten Minute die Stufen zum Laden herunterpolterte.
„Ähm… Guten Morgen.", begrüßte sie ihn überrascht.
„Guten Morgen…", begann George zögerlich.
„Warum genau stehst du um 5 VOR 8 hier Hinterzimmer und wartest auf mich?", hackte Hermine gleich mal nach. Hoffentlich war ihm seit dem Gespräch gestern keine Laus über die Leber gelaufen.
„Ist das mit uns OK?", fragte er.
Hermine legte den Kopf schief. Davon war sie ausgegangen. „Natürlich, alles ist in Ordnung."
„Gott sei Dank! Ich war gestern ein totaler Vollidiot! Du hättest mich besser Schnecken spucken lassen sollen! Dann hätte ich nicht so viel Müll von mir gegeben!"
„Ich hab kurz darüber nachgedacht, dich so zu verhexen.", antwortete Hermine und hoffte George damit ein kleines Lächeln zu entlocken, doch der bleib ernst.
„Du hättest mir den Todesfluch aufhalsen müssen. Ich war sooo ein Trottel und-"
„George Fabian Weasley!", konnte er es nicht einfach auf sich beruhen lassen? „Hör jetzt auf damit! Du hast dich erklärt, und entschuldigt und ich hab dir verziehen. Außerdem ist meine liebe Nachbarin mit ihrer Regenschirmaktion eine viel bessere Rache, als jeder Fluch, den ich dir hätte anhexen können. Lee wird sich nicht mehr einkriegen vor Lachen – und ja ich werde ihm davon erzählen – und nein, niemandem sonst!"
Merlin, mittlerweile wusste sie schon, was er fragen würde, bevor er es fragte.
Zur Antwort nahm er sie einfach in den Arm. „Hermine, du bist einfach viel zu gut für mich."
„Bin ich nicht.", antwortete sie und löste sich aus seiner Umarmung. In Erwartung, dass er nun den Laden öffnete, drehte sie sich weg um ihren Mantel an die Garderobe zu hängen und murmelte: "Vielleicht wäre ich genau richtig für dich."
Der Schock traf sie, als sie sich zur Tür wandte. George hatte sich keinen Zentimeter bewegt. Er musste gehört haben, was sie gesagt hatte.
Verdammt. Sie spürte, wie ihr Gesicht rot wurde. Sie musste diese Situation dringend überspielen.
„Also, dann lass uns mal den Laden öffnen.", rief sie fröhlich, und stürmte an ihm vorbei in den Laden.
_
„Nein!"
„Doch."
„Nein."
„Es ist wahr."
„Nein. Das ist zu gut um wahr zu sein! Ich brauche einen Beweis!"
„Ich würde dir das Blut an meiner Haustüre zeigen, wenn ich es nicht bereits sauber gehext hätte."
Lee rollte nur mit den Augen und wandte um: „GEORGE! KOMM MAL HER!"
George entschuldigte sich noch schnell aber höflich von Mr. Weasley und Charlie, bevor er langsam quer durch den Garten zu den Gemüsebeeten schlenderte, neben denen sich Hermine und Lee niedergelassen hatten.
„Was gibt's?", wollte er fragen, als er Lees teuflisches Grinsen sah. Ihm war klar, was Lee wollte: „Oh Verdammt! Hermine!"
„Also stimmt es?", fragte Lee noch ein bisschen breiter grinsend.
„Halt einfach die Klappe!"
„Eine Hundertjährige hat dich windelweich geprügelt, Alter! Das ist Bitter!" Das Einzige, was noch fehlte war, das er durch den Garten rollte vor Lachen.
George blieb ernst. „Du nimmst das nicht genau genug, mein Freund! Sie war 107! Wenn schon, denn schon!"
"Das ist einfach unbezahlbar!", quietschte Lee vergnügt. "Ich. Liebe. Diese. Frau."
"Zu meiner Verteidigung! Die Alte hat als Treiber bei den-"
"DU HAST ES VERDIENT, DU IDIOT!", rief Lee laut.
Durch sein Geschrei zog er die Aufmerksamkeit der restlichen Weasleys, sowie Harry auf sich, die das Dreiergespann interessiert beobachteten. Hermine wusste, dass gerade Harry, Ginny und Ron sie bestimmt später ausquetschen würden. Sie hoffte, dass sie wenigstens vom bisherigen Verlauf des Gesprächs nichts mitbekommen hatten. Sie schubste Lee an der Schulter und machte mit einem Seitenblick auf den Rest der Familie 'psst!'.
"Du hast es verdient!", sprach Lee leiser, aber mit einem breiten Grinsen. "Die alte Dame mit ihrem Regenschirm war eine viel bessere Strafe, als alles was Hermine oder ich dir hätten antun können, nachdem du behauptet hast, dass wir beide - Hahaha!".
"Ernsthaft Hermine! Musstest du ihm wirklich alles erzählen? Ich meine sogar das mit dem Regenschirm?!"
"Sei froh, dass das meine einzige Rache ist.", grinste diese.
"Lass es dir eine Lehre sein, Kumpel. Immer wenn du gemein zu mir oder unserem Herminchen bist, kommt jemandes Oma und prügelt dir mit ihrem Besen oder Schirm die Seele aus dem Laib!"
„Warum sollte eine Oma immer einen Besen bei sich tragen, Lee?", fragte Hermine.
„Mmmh, ja. Guter Einwand, dann eben ihren Gehstock! Ist doch egal, Hauptsache ist, dass sie George damit schlägt!" Lee sah von Hermine zu George und wieder zurück. „Wie ist das mit euch beiden eigentlich ausgegangen? Habt ihr über alles geredet?"
Georges Augen trafen auf Hermines. Keiner von beiden hatte das Bedürfnis Lee in allen Details zu erzählen, was genau passiert war, nachdem Mrs. Edgeworth ihre Tür geschlossen hatte.
„Wir haben über alles geredet.", antwortete George dann, mit einem Lächeln, jedoch ohne den Blickkontakt mit Hermine zu unterbrechen. Auch auf Hermines Gesicht zeichnete sich bei seinen Worten ein sanftes Lächeln ab.
„Was ist das denn? Da war was! So ein Blick! Das bedeutet doch irgendwas!", deutete Lee zwischen den beiden anderen hin und her, die ihn nur fragend ansahen. „Seid ihr beiden miteinander ins Bett gegangen?"
Hermine war sich sicher, dass in diesem Moment nicht nur ihr Gesicht, sondern ihr ganzer Körper puterrot sein musste. Nur am Rande nahm sie wahr, dass George so rot war, wie es normalerweise nur Ron werden konnte.
„LEE!", schrie sie und George im gleichen Moment: „Bitte was?!"
„Ich weiß doch auch nicht", stammelte Lee. „Ihr habt euch so angesehen und ich weiß nicht was das zu bedeuten hat, ich dachte..."
„Bitte hör einfach auf zu sprechen! Bitte!", bat Hermine.
„Ach ihr zwei! Seht euch doch an, ihr passt so gut-"
Hermine hatte schon die die Hände vors Gesicht geschlagen und betete, dass der Boden sich endlich auftäte, als Lee von Mrs. Weasley unterbrochen und sie und George erlöst wurden.
„Essen ist fertig, Kinder! Alle reinkommen!", rief diese.
Erleichtert seufzte Hermine auf, ohne sich nochmal zu den anderen beiden rumzudrehen lief sie in Richtung Fuchsbau und schloss sie Harry, Ron und Ginny an.
„Will ich wissen, was da gerade los war?", fragte Harry nur.
„Nein, ich denke nicht."
„Aber ich will's wissen!", riefen Ron und Ginny im Chor.
Hermine nahm die Beine in die Hand und eilte an allen vorbei ins Bad, um sich die Hände zu waschen. Sie trat gerade aus der Tür hinaus, als George und auch Lee das haus betraten. Lee flüsterte George irgendwas zu, was Hermine nicht hören konnte. Was auch immer es war, brachte George dazu Lee gegen die Brust zu schlagen. Lee gab ein lautes „Aau!" von sich, taumelte zurück, ehe er George schubste, der geradewegs in Hermine stolperte, die wiederum die Balance verlor und ins Esszimmer strauchelte und nur deshalb nicht auf ihrem Hintern landete, weil George sie gerade noch halten konnte.
„Was genau treibt ihr da?", kam es spitz von Mrs. Weasley, die die drei mit hochgezogenen Augenbrauen, streng musterte.
„Nichts!" antworteten die drei gleichzeitig, was sämtlichen Weasleys ein kichern entlockte.
„Hermine, ich glaube die zwei färben ab.", stichelte Charlie.
Hermine quittierte das mit einem kleinen Lächeln und zwängte sich auf einen Platz zwischen Lee und Harry.
„So richtig schlimm ist es erst, seitdem man die Namen immer zusammen ausspricht!", fügte Bill hinzu. „Es heißt immer Hermine-und-George. Das ist fast schon wie Fred-und-George!"
Auch Bill hatte die Lacher auf seiner Seite. Mrs. Weasley lächelte Hermine warm an. Hermine schielte zu George, um zu sehen, wie er Bills Worte auffasste. Sie sah, wie er und Lee Bills Worte immer wieder wiederholten und dabei vor sich hin kicherten. Ihre blicke trafen sich und George grinste sie breit an. Wie seine kleine Schwester, sang eine Stimme in ihrem Kopf bitter.
Lees Haare kitzelten sie an ihrer Wange als er sich zu ihr lehnte um in ihr Ohr zu flüstern: „Ich bin sicher eines Tages fällt es ihm wie Tomaten von den Augen und er erkennt, was für alle offensichtlich ist."
„Lee, mach mir nicht solche Hoffnungen! Das ist grausam!", flüsterte Hermine mit einem traurigen Lächeln zurück.
Als Lee ihr tröstend auf die Schulter klopfte, bemerkte er, dass Georges Augen verwirrt zwischen ihm und Hermine hin und her sprangen. Bevor er weiter nachdenken konnte, wurde er von der großen Schüssel mit Bratkartoffeln abgelenkt, die Charlie ihm reichte.
_
Es war später Abend. Mr. Und Mrs. Weasley waren bereits zu Bett gegangen, während die andern im Wohnzimmer saßen und sich in gemütlicher Runde unterhielten. Hermine saß neben Harry auf der Couch, der sich mit Ron unterhielt während Ginny an seine Schulter gelehnt leise schnarchte.
Sie war ganz froh, dass sie mit niemanden sprechen musste und begnügte sich damit George und Lee zu beobachten, die mit Charlie und Bill Zauberschnippschnapp spielten. Von Zeit zu Zeit drehte sich einer der beiden mit einem Lächeln zu ihr um.
Irgendwann höre sie wie Harry neben ihr ihren Namen wisperte.
„Hermine", wisperte er da schon wieder.
„Mh?", sie sah ihn fragend an.
„Kann ich dich was Verrücktes fragen?"
Harry errötete ein bisschen, anscheinend war ihm unangenehm, was er jetzt loswerden wollte.
„Was ist, Harry?"
„Bist... Bist du... Bist du in George verknallt?", fragte er immer noch flüsternd.
Hermine brauchte nicht zu antworten. Selbst wenn sie ihn hätte anlügen wollen, hätte ihr feuerrotes Gesicht sie verraten.
„Es ist nur… Ich weiß du arbeitest bei ihm und so... aber irgendwie ist es anders…", stammelte Harry verlegen.
Zur Antwort entließ Hermine einen tiefen Seufzer.
„Und er ist nicht…?"
„Gewusst oder geraten? Kommt aber hin."
„Tut mir Leid... Das ist hart."
„Es ist furchtbar.", flüsterte sie und versuchte nicht mal mehr zu lachen. „Kannst du das bitte niemandem erzählen? Ich will nicht, das irgendwer aus seiner Familie davon erfährt."
„Du meinst, du willst nicht, dass Molly das irgendwann rauskriegt, weil sie sonst die Kupplerin spielt?"
„Das und all diese mitleidigen Blicke, die die anderen für mich übrig hätten. Das will ich einfach nicht."
Bevor Harry darauf antworten konnte, endete das Spiel der vier anderen. George stand auf, streckte sich und kam auf Hermine zu um sich dann auf die Lehne des Sofas, gleich neben sie zu setzen.
„Also Herminchen, was haben du und Lee beim Abendessen denn alles geflüstert?", begann er grinsend.
„Mr. Neugier, dass geht dich nichts an.", lachte Hermine.
„Ihr beiden seid meine besten Freunde, natürlich geht mich das was an!"
„Ich sag's dir trotzdem nicht."
George versuchte ein verärgertes Gesicht zu machen, was ihm allerdings nicht gelang. Er beugte sich vor, sodass seine Nase fast die ihre berührte.
„Ich werde das rausfinden, Hermine!", flüsterte er bevor er sich erhob und in Richtung der anderen schlenderte.
„Hoffen wir's.", murmelte Hermine. Mit einem Blick auf Harry, stellte sie fest, dass er ihr genau diesen mitleidigen Blick zuwarf, den sie einfach nicht sehen wollte. „Sag, jetzt nichts, Harry. Sag. Einfach. Nichts!" Hoffentlich war es kein Fehler ihn eingeweiht zu haben.
_
