Das Übliche: Ich hab die Geschichte nur übersetzt. Das englische Original stammt von kitcat234 . Der Link: s/8950401/1/The-Prankster-s-Apprentice !

14.

Hermine trat gerade aus dem Karmin, als eine Hand sie packte und in den Raum zog. Kurzerhand drückte man sie in ein Sofa.

„Was zur-?"

Hermine fand sich im Wohnzimmer des Grimmaldplaces wieder, Ron und Ginny auf der Couch ihr gegenüber. Baby Teddy lag auf einer Krabbeldecke auf dem Boden. Harry hatte sich in einem Sessel weiter hinten ganz klein gemacht. Hoffentlich hatte er nicht – das würde ein Verhör werden.

„Hallo ihr drei! Wie geht es?"

„DU BIST ALSO IN GEORGE VERLIEBT!", quiekte Ginny.

„HARRY! WIE KONNTEST DU!", rief Hermine! Teddy, dessen Augen sich schon bei Ginnys Ausruf vor Schreck geweitet hatten, fing nun an zu weinen. Hermine griff sich das Baby auf dem Boden und hob es auf ihren schon. „Ooh Teddy! Psscht! Tante Hermine tut es leid, dass sie dich erschreckt hat." Sie wog das Kleinkind sanft in ihren Armen. Als der Kleine endlich das Weinen aufgehört hatte kitzelte sie das kleine Bäuchlein. „Wer ist der süßeste, kleine Junge den ich kenne? Genau der kleine Teddy." Der Kleine strahlte an und begann unverständliches Zeug vor sich hin zu brabbeln.

Wesentlich ruhiger, vermutlich um das Baby nicht wieder zu eschrecken, legte Ginny nochmal los:
„Also bist du?"

„Harry!", wandte sich Hermine streng an Harry und ignorierte die Frage ihrer Freundin. „Wie lange hast du ausgehalten, bevor zu es ihr erzählt hast?"

„Zwei Wochen!", antwortete der Angesprochene kleinlaut.

„Und wie lange hast du gebraucht, bis du es Ron erzählt hast?", fragte Hermine dann, doch Ron kam Harry mit der Antwort zuvor:
„Zwei Wochen und einen Tag! Und ich bin immer noch beleidigt deswegen! Ich bin dein bester Freund!"

„Ja, aber ich schlafe mit ihm!", grinste Ginny.

Ron verzog angewidert das Gesicht. „Ich bitte euch! Ich hab euch beide wirklich gern, aber DAS will ich nicht wissen! Lasst uns das Thema wechseln!"

„Okay, dann also zurück zu Hermine, die mit George schläft!"

„GINNY!", riefen beide Jungen im Chor, während Hermine nur mit den Augen rollte.

„Offensichtlich hat Harry dich nicht umfassend informiert, liebe Ginny, davon abgesehen lässt deine Wortwahl zu wünschen übrig. Ich kann versichern - zumindest in der Sache George und mich betreffend: Da schläft niemand mit niemandem! Er hat keine Ahnung, dass ich.. ihn mag."

„Wirklich? Ich meine Harry braucht lange bis er sowas versteht.. Und er hat er verstanden.", stachelte Ginny und ignorierte Harrys „Ey!".

„Ach Ginny, selbst wenn er es bemerkt hätte, wäre das für ihn, wie wenn du oder Lee ihn mögen würden." Ein lauter Chor von „Iiih und Pfui!" schlug Hermine entgegen, die Gesichter ihrer Freunde waren vor Ekel verzogen. „Kommt schon! Ich wisst, wie ich das meine! Es sieht in mir eine Schwester oder sowas – nie würde er mich bemerken. Und ich will eigentlich nicht riskieren, es ihm irgendwie zu sagen, das würde alles nur so viel schwerer machen…"

„Bist du sicher, Hermine?", fragte Ron. „ Ich mein, so genau weiß ich das jetzt auch nicht, aber für mich sieht es so als als würde er zeitweise ziemlich heftig mit dir flirten."

„Ja, tut er! Er umarmt dich ständig, ist immer in deiner Nähe, berührt dich oder wuschelt dir durchs Haar! Und du hasst es, wenn man dir durchs Haar wuschelt!", pflichtete Harry ihm bei.

„Oh ja! Davon kann ich ein Lied singen!", rief Ron und rieb sich den Handrücken in erinnerung an das erste und einzige Mal, dass er sich sowas gewagt hatte.

„Hermine? Darf ich dich etwas Verrücktes fragen?", wechselte Harry wieder das Thema.

„Ich habe ehrlich gesagt Angst davor, ja zu sagen, wenn ich daran bedenke, dass das letzte Mal, als du das getan hast, der Grund dafür ist, dass ich mich jetzt dieser… dieser Inquisition unterziehen muss!", schimpfte Hermine halbherzig. Ginny kicherte.

„Ist Lee in dich verknallt? Ihr hattet niemals wirklich viel Kontakt, aber jetzt scheint es, als seid ihr euch sehr Nahe.", wagte Harry es trotz allem zu fragen. Er strich sich allerdings dabei verlegen durchs Haar.

Hermine lachte nur. „Nein, Lee ist nicht in mich verknallt. Seit ich im Laden arbeite, sind wir gute Freunde geworden. Naja, eigentlich erst nachdem er mir einen Striech nach dem anderen gespielt hat, irgendwann hat es einfach gekracht, aber dann haben wir alles geklärt."

„War das damals, als du ihn geschlagen hast? Wegen dem rotwerden?", wollte Ron lachend wissen.

„Ja genau. Er hat damals gesagt, dass George und ich perfekt füreinander werden, aber ich glaube dass hat er nur gesagt, um mich ein bisschen aufzumuntern. Ich meine, wenn er es wüsste, würde er mich auf jeden Fall zurückweisen. Das wäre nicht gut."

„Mmh...", machte Ginny. „Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht wenn er es wüsste. Vielleicht würde er dich nicht zurückweisen."

„Und vielleicht würde er es tun, Ginny.", entgegnete Hermine. „Er ist mittlerweile ein wirklich guter Freund geworden. Das sind mir einfach ein bisschen zu viele Vielleichts. Wenn das nicht klappt, dann wäre das so richtig beschissen, vor allem auf der Arbeit, ich würde kündigen – und ich liebe es da zu arbeiten! Wohin sollte ich dann gehen? Zurück in Ministerium? Der Job da war echt die Hölle!"

Harry erhob sich von seinem Platz neben Ginny und nahm Hermine das mittlerweile schlafende Baby ab, um es seiner Freundin in die Arme zu legen. Dann zog er Hermine vom Sofa und in seine Arme. „Ich versprech dir, dass dein Geheimnis hier bei uns sicher ist! Wir werden kein Wort mehr darüber verlieren, in Gegenwart eines anderen." Hermine lachte ihn an. „Danke."

Als sie sich aus der Umarmung befreit hatte, stand da auch schon Ron, dr sie Ebenfalls in eine Umarmung zog. „Hermine, du weißt, ich bin nicht gut in solchen Sachen... Aber ich bin wirklich der Meinung, dass George und du wirklich gut zueinander passen würded. Und wenn er nicht so ein Idiot wäre, hätte er dich längst bemerkt."

„Danke Ron!"

„Ja, wirklich Hermine!", meinte auch Ginny. „Er mag dich! Er weiß es nur noch nicht! Das ist genauso, wie mit Harry und mir damals."

Hermine verzog das Gesicht. „In diesem Szenario wäre ich du... Das gefällt mir garnicht. Es bedeutet nämlich, dass ich ihn erst ein paar Jahre lang total anhimmeln muss, bevor er mich bemerkt. Ich weiß wirklich nicht, wie du das damals ausgehalten hast." „Jaaa! Weißt du noch das eine Mal als sie – hahaha!", wiehte Ron lachend.

„Davon wollen wir jetzt nicht anfangen! Ich versuche gerade Hermine zu helfen, du Idiot!" Ginny griff nach einem Kissen und versuchte ihren Bruder damit zu treffen.
„Was ist sagen wollte ist das: Hermine, du darfst dich nicht zu sehr auf ihn fixieren! Geh aus, hab Spaß und wenn dir danach ist, triff andere Jungs. Du wirst schon sehen: Das wird ihm garnicht gefallen. Harry mochte das damals auch überhaupt nicht.", grinste Ginny.

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Es war schon fast sechs Uhr am nächsten Freitag. Die restliche Woche, nach dem Gespräch, war angenehm ruhig verlaufen.

„Sag mal Hermine, kannst du heute den Laden dicht machen? Ich muss ein bisschen früher weg."

„Ja sicher. Wohin gehst du denn?"

„Ich bin verabredet.", sagte George grinsend, wurde dabei aber ein bisschen rot.

Hermine fühlte sich, als hätte ihr gerade jemand in den Magen geschlagen. „Wirklich?"

„Ja. Ihr Name ist Seraphina. Ein cooler Name oder?"

„Ja, total", bestätigte Hermine tonlos.

„Also dann!", verkündete George mit einem letzten Blick durch den Laden. „Danke, Hermine! Du bist wirklich die Beste. Ich bin wirklich froh, dich zu haben!" Dann polterte er fröhlich pfeifend die Treppe zu seiner Wohnung hinauf und Hermine war allein.

Wenn sie hätte beschreiben müssen, wie sie sich gerade fühlte, hätte Hermine Granger wohl zum ersten Mal in ihrem Leben keine Antwort gehabt. Wie sollte man sich schon fühlen? Ihr war nicht wohl dabei zu wissen, dass George, ihr George mit jemand anderem ausging. Es tat schon fast weh, wie sehr sich wünschte diese Person zu sein. Jetzt konnte sie wirklich entgültig die Hoffnung aufgeben, dass George doch noch irgendwie etwas für die übrig hätte. Er war weg, und hatte ihr Herz mitgenommen. Hermine fühlte sich leer.

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Lee hatte gerade den Laden geschlossen, als der ihm sehr bekannte Otter sich materialisierte.

"Lee. Du wirst es nicht glauben, was gerade passiert ist. George lässt mich heute den Laden schließen. Weil er ein Date hat. Mit irgendeiner blöden Kuh namens Seraphina."

Nach einer kleinen Pause ging es weiter:
„Vielleicht ist sie nicht wirklich eine blöde Kuh. Vielleicht ist sie ja wirklich nett. Und für ihren blöden Namen kann sie schließlich nichts. Vermutlich ist sie groß und wunderschön, außerdem fantastisch und absolut perfekt für ihn. Ich halts nicht mehr aus Lee, so eine Scheiße!"

Da war eine weitere, diesmal deutlich längere Pause. Lee hatte erst geglaubt, dass die Nachricht vorbei war, doch dann konnte er ihr schniefen hören. Ihr musste es wirklich mies gehen. Als sie weitersprach, konnte er hören, dass sie geweint hatte, es vermutlich immer noch tat.
„Es tut mir leid, dass ich dir das geschickt hab. Ich weiß auch nicht warum ichs getan hab. Ich kann einfach mit niemandem sonst darüber reden. Ich meine Harry, Ginny und Ron wissen es mittlerweile auch, aber mit denen will ich gerade wirklich nicht sprechen."

Sie schniefte noch einmal.
„Es tut mir leid. Ich sollte dich damit wirklich nicht belästigen. Heute ist ein wirklich, wirklich furchtbarer Tag. Ich brauch nen Drink, vielleicht auch sieben oder acht. Wie auch immer Es tut mir leid. Ignorier das einfach."

Damit verschwand der Otter. Lee legte den Kopf schief und starrte noch einige Momente in die Luft. Wenn jemand wusste, wie es sich anfühlte in jemanden verliebt zu sein, und zu wissen, dass dieser jemand ein Date mit jemand anderem hatte, dann er. Hermine hatte recht, sie brauchte einen Drink.

Mit einem 'plopp' war Lee verschwunden.
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