Ich hab die Geschichte nur übersetzt. Das englische Original stammt von kitcat234 . Der Link: s/8950401/1/The-Prankster-s-Apprentice !
16.
Oh man, ich kann morgen wirklich nicht zur Arbeit gehen. Ich würde das nicht packen!", stöhnte Hermine.
„Wegen dem vielen Alkoh-" Hermine hob nur die Augenbraue. „Wegen ihm. Ich versteh schon. Sag einfach, dass es dir nicht gut geht, dass du total krank bist."
„Wer ist total krank?"
Hermine und George zuckten zusammen, und drehten sich zu der Person um, die sie unterbrochen hatte.
Es war George.
„Verdammte scheiße.", maulte Lee.
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Das Blut schoss ihr ins Gesicht. Das letzte, was sie an diesem Abend brauchen könnte war George.
George, der in seinen dunklen Jeans, dem weißen Shirt und dem schwarzen Blazer einfach umwerfend aussah. Und hinter ihm eine junge Frau – vermutlich Seraphina. Offensichtlich wollten die beiden den Abend hier ausklingen lassen, es war ja auch schon relativ spät. Hermine gefiel diese Situation nicht. Ihr war schlecht und sie war ziemlich sicher, dass der Alkohol nicht der Grund dafür war.
„Also, wer ist krank?", fragte George nochmal und sah besorgt aus.
Hermine hätte ihn bei diesem Gesichtsausdruck einfach nicht anlügen können, doch zum Glück kam Lee ihr wieder einmal zuvor.
„Hermine sagte, dass sie dir morgen früh eine Eule schicken wird, um dich wissen zu lassen, dass es ihr nicht gut geht. Seit einer Stunde oder so fühlt sie sich schlecht, vielleicht hat sie einfach nur etwas Falsches gegessen oder so."
„Wirklich?" George hob seine Hand und legte sie an ihre Stirn. „Deine Stirn ist ziemlich warm."
Ein Räuspern hinter ihnen erinnerte alle daran, dass George nicht alleine in der Bar war. Er nahm seine Hand von Hermines Stirn und wandte sich der jungen Frau zu.
„Entschuldigt bitte, wie unhöflich von mir. Leute, das ist Seraphina. Seraphina, das sind meine besten Freunde Hermine und Lee. Sie arbeiten mit mir zusammen im Laden.
Seraphina trat näher und schüttelte mit einem schüchternen Lächeln beiden die Hand. „Freut mich" Hermine und Lee lächelten beide, wobei Hermines zumindest auf Lee verkniffen wirkte.
Da Georges Begleitung nun im Licht stand konnten Hermine und Lee sie betrachten: Sie war ein wenig größer als Hermine, hatte hohe Wangenknochen. Ihr Haar war haselnussbraun und sehr lockig, ihre Augen groß und ebenfalls braun. Sie trug ein wie Hermine fand schönes blaues Kleid und einen knielangen Mantel.
„Ich habe heute Abend schon so viel von euch beiden gehört.", sagte sie mit einer Stimme, die doch sehr an McGonagall erinnerte. „Es muss toll sein, so eng zusammenzuarbeiten."
Hermine war viel zu beschäftigt damit, in ihr Gesicht zu starren, als ihr zu antworten.
„Ja, das ist es.", antwortete Lee an ihrer statt in einem seltsamen Ton.
Hermine bemerkte es und blickte zu ihm. Auch er starrte Seraphinas Gesicht an und Hermine fragte sich, ob er wohl das gleiche dachte. Lee sah nun Hermine an und dann zurück zu Georges Date. Jetzt war Hermine sicher, dass in seinem Kopf genau das Gleiche vorging. Hermine und Seraphina sahen sich verdammt ähnlich. Natürlich, gab es einige Unterschiede, aber die Gemeinsamkeiten etwa bei Haar- und Augenfarbe, sowie bei der Statur, waren kaum von der Hand zu weisen. Offensichtlich begriff George nicht, dass er Hermine mochte, traf sich stattdessen mit dem gleichen Typ Frau.
Jetzt fühlte sich Hermine wirklich krank. Sie schluckte hart und versuchte das Lächeln aufrecht zu erhalten.
Während Lee sich mit dem Mädchen unterhielt musterte George Hermine eindringlich.
„Hermine, du siehst überhaupt nicht gut aus. Du solltest nach Hause gehen."
„Ja ich weiß, ich fühl mich auch nicht gut."
Lee, wie immer ein Gentleman, unterbrach ihre Konversation. „Willst du, dass ich dich nach Hause bringe?"
„Nein, danke. Ich gehe all-", wollte Hermine antworten, als George sich zu seiner Begleiterin umdrehte.
„Es tut mir wirklich leid, Seraphina. Aber ich werde Hermine nach Hause bringen, sie ist krank. Lass uns unser Treffen beenden."
„George, bitte! Du musst doch nicht! Ich komm schon alleine klar!", warf Hermine ein.
Seraphina, die bei Georges Worten enttäuscht drein geblickt hatte, sah Hermine nun hoffnungsvoll an. „Meinst du denn wirklich, du schaffst es alleine?"
„Ja, natürlich. Ich."
„Hermine, ich halte es für sehr gefährlich, dass du alleine nach Hause gehst, wenn du krank bist.", tadelte Lee sie. „Lass George sich nach Hause bringen und dafür sorgen, dass alles in Ordnung ist bei dir." Dann fügte er leise, aber bestimmt, dass nur sie es hören konnte hinzu: „Na mach schon! Geh!"
George verabschiedete sich mit einem Handschlag von Lee und mit einer knappen Umarmung von seiner Verabredung, die das typische „Danke, für den tollen Abend." Von sich gab und anscheinend nun einen Kuss von George erwartete, der allerdings schon zu Hermine geeilt war um ihr in den Mantel zu helfen. Seraphina schien schwer enttäuscht.
Lee umarmte Hermine. „Keine Angst, ich glaube wir sind deinen Klon erfolgreich losgeworden. Viel Spaß mit Georgie.", flüsterte er zum Abschied.
„Danke für alles, Lee.", meinte Hermine mit einem ehrlichen Lachen.
„Dann mal ab nach Hause, Hermine.", rief George und sah sie abwartend an.
Er schob sie durch die Bar zur Tür, auf die Straße.
„Seit-an-seit?", fragte er. Hermine nickte nur.
George griff nach Ihrer Hand. Sie verschwanden und manifestierten sich nur Sekunden später vor Hermines Haustür. Anstatt sich vor der Tür von ihr zu verabschieden, folgte er Hermine in ihre Wohnung.
„George, lieb von dir, dass du mich nach Hause gebracht hast, aber den Rest schaff ich wirklich alleine."
„Hermine, du bist ein schrecklicher Patient."
„Was-"
„Merlin nochmal! Lass doch ein einziges Mal zu, dass sich jemand um dich kümmert, anstatt dass du jeden umsorgst! Ich finde deine Unabhängigkeit wirklich super, aber manchmal muss man die Hilfe anderer einfach annehmen!"
„Mmh, okay", brummte sie.
„Na also, ab ins Bad und zieh deinen Pyjama an! Ich mach in der Zwischenzeit einen Tee.", bestimmte George.
Hermine nickte und tat wie ihr befohlen. Sie fühlte sich ein bisschen in ihre Kindheit zurück versetzt, aber nicht negativen Sinne. Als sie im Bad fertig war, schlich sie zu George in die Küche, wurde aber auf dem Weg dahin abgefangen und sanft in ihr Schlafzimmer dirigiert. George zog die Tagesdecke vom Bett, schlug die Decken zurück, drückte Hermine aufs Bett und dreckte sie zu. Dann verließ er den Raum um kurze Zeit später mit einer großen Tasse zurückzukehren. Hermine konnte Aprikose und Vanille riechen.
„Den trink ich immer vor dem zu Bett gehen, woher wusstest du das?"
„Intuition.", gab ernst zurück. Sie sah ihn verwundert an. „Naja, vielleicht war der Name „süße Träume" auch ein guter Hinweis.", grinste er.
Hermine lachte. George zog seine Schuhe aus und ließ sich auf der anderen Seite des Bettes sinken.
„Also sag schon: Wie geht's dir?"
„Ein bisschen besser.", lächelte Hermine. „Es tut mir leid, dass ich dein Date ruiniert habe.", entschuldigte sie sich, meinte es im Grunde genommen aber nicht wirklich ernst.
„Ach, vergiss es. Es war eh kein so tolles Date.", meinte George.
Hermine legte den Kopf schied. „Oh. Das tut mir leid. Was ist denn passiert?"
„Nichts Konkretes. Sie war nett und schön, aber sie ist nicht… Ach, ich weiß auch nicht… Da hat einfach was gefehlt, weißt du? Ich weiß wirklich nicht was, aber sie war so anders. Ich glaube, sie hat nicht mal meine Witze oder Sarkasmus verstanden."
„Ich liebe solche Leute.", bemerkte Hermine.
„Siehst du!", grinste George. „Sarkasmus ist sowas wie eine zweite Sprache für uns, gerade im Laden. Ich hab während dem Essen einen Witz gemacht – das essen war übrigens richtig, richtig gut, da müssen wir irgendwann wirklich mal hingehen, die Pasta – ein Traum! – und sie hat gedacht, ich würde das total ernst meinen und eine Diskussion angefangen. Ich weiß nicht mal mehr worüber, ich hab nicht zugehört."
„George! Das ist gemein! So redet man nicht über ein Date!", kicherte Hermine und schlug ihm spielerisch auf den Oberschenkel.
„Sie war langweilig. Aber das Essen war wirklich gut! Ich bereue also nichts!"
Beide lachten und lehnten sich entspannt zurück.
„Glaubst du, ich war ein Trottel?"
Hermine rollte mit den Augen. „Weißt du, das ist schwer zu sagen! So oft wie du dich wie ein Trottel verhältst."
„Na!", George stieß lachend gegen die Schulter. Ihr Tee, der immer noch heiß war, ergoss sich über ihre Decken und auch über ihre Hand. Hermine sog scharf die Luft ein.
„Verdammt!" George zog seinen Stab, säuberte und trocknete die Decken und zauberte die Tasse in die Küche. Dann nahm er ihre Hand und begutachtete sie. „Scheiße! Es tut mir leid, ich wollte nur helfen!"
Hermine lächelte nur. „Ist doch alles halb so schlimm. Du hast mir doch geholfen."
„Nun gut.. Du wist jetzt gesund, hörst du? Ich will dich morgen nicht auf der Arbeit sehen! Das einzige woran du arbeiten musst ist daran, dass du dich wieder gut fühlst!"
„Alles klar!"
George umarmte Hermine, die es plötzlich unfassbar peinlich fand, vor ihm im Pyjama zu sitzen. Mist! Warum musste sie immer in seiner Nähe rot werden – trotzdem würde sie niemals etwas tun, um eine dieser perfekten Umarmungen zu verkürzen. Als sie sich voneinander lösten, strich er zärtlich mit dem Daumen über ihre Wange.
„Du siehst rot aus, jetzt krieg bloß kein Fieber!"
Puh! Er schob es auf die „Krankheit". „Ich glaub nicht, dass ich Kontrolle darüber habe."
George sah sie gespielt entrüstet an. „Du bist Hermine Granger! Du hast Kontrolle über alles!" Er grinste sie an und gab ihr einen schnellen Kuss auf die Wange, dann schwang er seinen Stab und eine neue Tasse Tee schwebte herein. „Jetzt werd' gesund! Und trink seinen Tee! Das war harte Arbeit den zuzubereiten!"
„Klar, ein stummer Zauber, der Wasser aufkocht und in eine Tasse über einen Beutel gießt ist eine total anspruchsvolle Aufgabe!", lachte Hermine.
George zog sich seine Schuhe an und wuschelte ihr durch die Haare. „Gute Nacht, Hermine."
„Gute Nacht, George.", murmelte sie und kuschelte sich in die Decken.
Und was sagt ihr?
