Das ist eine Übersetzung. Das (wundervolle) englische Original stammt von kitcat234 . Hier habt ihr dann auch nochmal den Link: s/8950401/1/The-Prankster-s-Apprentice
21.
Sie brauchten lange zum Restaurant. Länger als jeder andere gebraucht hätte, aber das störte George überhaupt nicht. Nicht im geringsten.
„George!", Hermine versuchte sich lachend aus seinem Griff zu entwinden. „Hör auf! Wir kommen niemals an!"
„Und?"
„Und!", wiederholte sie und machte sich endlich frei. „Ich bin Hungrig! Außerdem musste ich so lange darauf warten, dass du endlich alles verstehst! Ich bestehe auf ein anständiges erstes Date!"
„Du wirst mir das noch ewig vorhalten, richtig?"- „Natürlich! Es war offensichtlich! Sogar Ron wusste es! Ich meine, du gehst mit einem Mädchen nach dem anderen aus. Und die sahen auch noch alle so aus wie ich."
„Aber sie waren nicht du. Du bist unvergleichlich!"
„Deine Schmeicheleien bringen dir wenig, Freundchen!"
Sie gingen ein paar Schritte weiter. Dann blieb George wieder stehen und drehte sie wieder zu sich herum. „Hermine, es tut mir leid. Alles. Dass ich das nicht begriffen ha. Dass ich dir vorgeworden hab, dass du mit Lee ausgehst, dass ich mit all diesen Mädchen ausgegangen bin, anstatt mit dir. Und dass ich dir wehgetan hab."
Sie lächelte. „Ich weiß George, und es ist vergeben und vergessen."
„Aber, das war so eine lange Zeit, in der ich nichts wusste und dir wegeta-"
Sie legte einen Finger an seine Lippen und ließ ihn so verstummen.
„Stopp! Es ist okay, George. Alles ist okay."
Er schüttelte den Kopf. „Wie kann das so einfach sein?"
„Ich hab's dir schon mal gesagt: Es ist einfach dir zu vergeben. Du bedeutest mir zu viel, als dass ich dir lange böse sein könnte."
Er küsste sie. „Du bist viel zu gut für mich. Ich verdiene dich nicht."
„Vermutlich nicht.", entgegnete sie keck und er küsste sie noch einmal. „Außerdem, bist du derjenige den ich will."
„Glücklicherweise."
Hermine nahm ihn bei der Hand und zog ihn weiter. „Jetzt komm schon. Wir sind fast da."
Hand in Hand gingen sie den restlichen Weg, du einem kleinen Lokal. In einer Ecke fanden sie einen gemütlichen Tisch. Sie bestellten, dann nahm George das Gespräch wieder auf.
„Ähm.. wir haben ein Dilemma, glaube ich."
„Wirklich? Und welches?"
„Naja, worüber reden wir bei unserem ersten Date? Wir können nicht diesen „Kennenlern-Small-Talk" führen. Du weißt schon. Arbeit, Interessen, Hobbies und so. Wir wissen das alles schon."
„Und warum ist das ein Dilemma? Ich habe diesen Teil des Abends immer gehasst. Man fühlt sich wie in einem Verhör und die Pausen sind unangenehm."
„Aber erste Dates sind doch immer so.. so.. seltsam."
„Sagt wer?"
„Ich weiß nicht. Vielleicht ist es in irgendeinem Date-Ratgeber aufgeschrieben. Vielleicht ist es eine Date-Regel oder sowas."
Hermine lachte, der Kellner kam und brachte ihre Getränke.
„Seit wann befolgst du denn Regeln? Wenn du alle Dating-Regeln befolgen willst, dann ist unser Date schon verdorben."
„Was? Wieso?", George riss die Augen auf.
„Man küsst nicht beim ersten Date – und du hast mich schon VOR dem ersten Date geküsst. Sie es ein George, wir werden kein normales Paar – ", Hermine stockte, ihr Lachen verschwand und sie wurde rot. „Ich meine, nicht das wir – Ich.. ich wollte damit nicht sagen dass… Ach, also…", Hermine verstummte und betrachtete die Tischplatte.
George musste lachen. Gerade sie hängte sich an so einem blöden Wort wie ‚Paar' auf. Es wurde Zeit sie ein bisschen zu ärgern. Er griff über den Tisch hinweg nach ihrer Hand. „Hermine?"
„Ja?", sie sah ihn schüchtern an.
„Ich glaube du bist einer der wundervollsten Menschen, die ich kennengelernt habe. Du bist intelligent, aber auch lustig und mitfühlend. Und du hast dir all das von mir gefallen lassen und willst mich trotzdem noch, was ziemlich schockierend ist."
„George, was wird das?"
„Ich kenn dich schon so lange, aber du überraschst mich jeden Tag aufs Neue."
„George hör auf damit.", Hermine hatte sich verlegen umgesehen und die neugierigen Blicke einiger anderer Gäste bemerkt, denn George sprach ein wenig lauter als sonst. „George! Die Leute gucken schon! Hör auf damit."
„Wie du schon sagtest, ich bin niemand der irgendwelche Regeln befolgt! Und es ist mir egal, dass das unser erstes Date ist. Hermine, bitte sei meine Freundin!"
Hermines Antwort war ein schallendes Lachen. Sie hätte wohl nicht so empfindlich reagieren sollen, als sie das Wort ‚Paar' benutzt hatte.
„Du Blödmann! Dass du auch aus allem einen Spaß machen musst.", lachte sie.
„Immerhin der Blödmann, mit dem du ausgehst und der dein Freund ist.", grinste er.
„Ja.. Ja das bist du."
_
Der weitere Abend verlief prima. Keiner der beiden sorgte sich um irgendeine Étiquettr, die sie zu befolgen hatten. Ehe sie sich versahen, waren die Teller geleert und plauderten bei einem Glas Wein über den Laden, Freunde, Familie und Ideen für neue Artikel. Es war schon spät, als der alte Ladeninhaber sie freundlich lächelnd darauf hinwies, dass das Lokal nun schloss. Hand in Hand traten schlenderten sie durch die Winkelgasse.
„Das war ein tolles erstes Date, George. Auch es ziemlich peinlich war, dass du so laut gesprochen hast."
„Ach Hermine, ich hätte es auch in die Welt hinaus schreien können.", lachte er und breitete Gestikulierend seine Arme weit aus.
„Es war peinlich!" - „Aber das war es allemal wert!"
„Du bist ein Trottel!" „Es ist alles so schön einfach mit dir!"
_
Arm in Arm apperierten sie zu ihrer Wohnung. Sie kamen vor dem Apartmentkomplex, in dem sie wohnte, aus. Nicht zum ersten Mal an diesem Abend fanden sich ihre Lippen. Als sie sich lösten grinste Hermine: „Ich sollte hochgehen. Ich muss nämlich morgen arbeiten und mein Chef heißt es bestimmt nicht gut, wenn ich müde zur Arbeit komme."
„Dein Boss, wie du ihn nennst, klingt ziemlich blöd."
„Manchmal ist er das, aber er ist so süß, das gleicht sich aus."
„Dann lass uns besser mal dafür sorgen, dass du in deine Wohnung kommst."
Auch durch das Treppenhaus kamen die beiden nicht ohne Unterbrechungen. Als sie an der Tür der alten Mrs. Edgeworth vorbeikamen, öffnete sich auch schon die Tür.
„Ach Hermine, Sie sind heute aber spät! Ich hatte schon Sorge u- Oh, wie ich sehe sind Sie nicht allein! Das ist gut! Wirklich gut!", sie lächelte freundlich an. Dann wandte sie sich mit grimmigem Gesichtsausdruck an George. „Und Sie junger Mann! Sie behandeln meine werte Nachbarin gefälligst gut, ansonsten machen sie Bekanntschaft mit meiner alten Treiberausrüstung. Haben wir uns verstanden?"
„Ja, Ma'am.", antwortete George schnell.
Die alte Dame nickte und ging zurück in Ihre Wohnung. Hermine und George nahmen die letzten Treppen. Kaum war die Tür offen, machte George Anstalten, die Wohnung zu betreten, doch Hermine hielt ihn zurück. „Ich musste so lange auf dich warten, jetzt bist du mal dran!"
„Was? Du bist grausam Hermine!", rief George gespielt entsetzt.
„Ich weiß.", sie küsste ihn, doch er riss sich mit einem Mal los.
„Merlin. Hermine Granger ist meine Freundin! Mom wird total aus dem Häuschen sein!"
„Ach das, Sie weiß es schon. Deine Eltern haben mir neulich in der Küche eröffnet, dass sie es schön fänden, wenn wir ein paar werden."
„Oh nein! Ich bin wirklich spät dran!", grinste er.
Hermine lächelte. „Ja, aber immerhin hast du's jetzt verstanden."
Er küsste sie. „Bist du sicher, dass ich nicht mit reinkommen kann?"
Zur Antwort bekam er einen kurzen Kuss. Ehe er sich versah, war sie in Ihrer Wohnung verschwunden und hatte die Türe geschlossen. „Gute Nacht George, träum schön!", rief sie durch die Tür.
„Gute Nacht, Hermine"
_
