Das ist eine Übersetzung. Das (wundervolle) englische Original stammt von kitcat234 . Hier habt ihr dann auch nochmal den Link: s/8950401/1/The-Prankster-s-Apprentice

Ich darf euch zum allerletzten Kapitel von The Prankster's Apprentice begrüßen.

Wie im Ganz zum Schluss möchte ich ein bisschen Werbung für meine neue Übersetzung "The Seven Deadly Sins" machen. Es ist eine HG/DM Story.

Viel Spaß und man liest sich!

22.

Einen Song der Schicksals Schwestern summend trat Lee aus den Flammen. Er war gespannt, ob George es tatsächlich endlich fertig gebracht hatte, mit Hermine auszugehen. Als er aus dem leeren Hinterzimmer in den ebenfalls leeren Laden trat, zog er verwundert die Augenbrauen hoch. 5 Minuten bevor der Laden öffnete und niemand war da? Das war definitiv nicht normal. Er hörte ein leises Poltern aus dem Lager. Aaah – George machte vermutlich Inventur. Er betrat den vollgestopften Raum.

„Hey Georgoooooh – ach du scheiße!"

Er riss die Augen erschrocken auf, nur um sich eine Sekunde später beide Hände davor du halten, in der Hoffnung, dass sich dieses Bild noch nicht in sein Gehirn gebrannt hatte. Hermine und George. Knutschend. Heftig Knutschend. Sie auf einem Tisch sitzend mit beiden Beinen um ihn, der vor ihr stand und sie Hände in ihren Haaren vergraben hatte, geschlungen.

„Verdammt, Lee!", rief George entsetzt.

„Ich konnte doch nicht wissen- Ich wollte das nicht sehen!"

Lee hörte wie Füße auf dem Boden aufkamen und hoffte, dass die Luft rein wäre. Vorsichtig lugte er zwischen seinen Fingern hervor, ehe er die Hände endgültig wegnahm.

„Lee! Ich hoffe du hast einen guten Grund hier in aller Herrgottsfrühe aufzuschlagen!", polterte George, allerdings mit leuchtend roten Ohren.
„Warum… warum zur Hölle tut ihr… tut ihr das?", er untermalte seine Worte, indem er erst zu Hermine dann zu George zeigte und anschließend wild mit seinen Händen herumgestikulierte.

Bevor George seinem besten Freund wieder etwas ziemlich unfreundliches erwidern konnte schritt Hermine ein.

„George! Nur weil er uns unterbrochen hat, heißt das nicht, dass du dich wie ein Troll verhalten darfst.", sie Band sich die reichlich zerwühlte Haarpracht zu einem Zopf und bedachte George mit einem Blick, der keinen Wiederspruch zuließ. Dieser Blickte betreten zu Boden, anstatt eine Antwort zu geben.

„Was hast du mit ihm gemacht, dass er sich so verhält?", fragte Lee begeistert. „Weil, egal was das ist, wir müssen es Verpacken und Verkaufen! Wir würden ein Vermögen damit machen!"

Hermine lachte und auch George musste sich ein Grinsen verkneifen.
Sie atmete einmal tief durch und klatschte in die Hände.

„Also noch mal von Anfang an: Guten Morgen, Lee! Ich entschuldige mich, für den Zustand.. in dem du uns gesehen hast."

„Ach wirklich, tust du das.", fragte George mit hochgezogener Braue.

Hermine errötete. „Naja.. Sagen wir, Ich entschuldige mich dafür, dass du uns so gesehen hast.", sie lächelte George an.

Lee sah, wie er das Lächeln glücklich erwiderte, ehe er sich an Lee wandte. „Also, was führt dich so früh, hier hin?"

„Eigentlich wollte ich nur sehen, ob du tatsächlich den Mumm hattest, das gestern endlich zu klären."

„Warum überrascht es mich nicht, dass du erstmal Lees Rat brauchtest, bevor du zu mir gekommen bist?"

„Ich musste das zuerst durchsprechen!", verteidigte sich George.

„Musstest du ihm dabei auch seine Hand halten?", fragte Hermine Lee.

„Na hör mal!", empörte sich George. Dann legte er sie Hände von Hinten um ihre Hüften und kitzelte sie. Sie drehte sich quietschend um und legte die Arme um seinen Nacken.

„Verschont mich!", rief Lee. „Ich will das wirklich nicht nochmal sehen! Aber ein will ich noch wissen: Was genau ist letzte Nacht passiert?"

Zur Antwort lächelten George und Hermine sich an.

„Ich meine… Ihr wart doch nicht miteinander im Be-"

„LEE!", unterbrach ihn Hermine kreischend.

„Sie hat mir die Türe quasi vor der Nase zugeschlagen und mich im Regen stehen lassen.", antwortete George und wischte sich eine imaginäre Träne vom Gesicht.

„GEORGE!", rief Hermine jetzt. „Das siehst aus wie ein Männergespräch! Ich gehe." Damit verließ sie den Raum.

George und Lee folgten ihr einige Augenblicke später – lachend!

„Aber jetzt im Ernst! Ihr habt doch nicht, oder? Ich hab nämlich Geld darauf gesetzt, dass nicht!"

„Ist das jetzt DEIN Ernst?", lachte George.

Lee konnte Hermines Kitzelfluch gerade noch so abwehren. „Hey lass das, Hexe!"

George stieß ihn mit dem Ellbogen an. „Ey, sprich nicht so mit meiner Freundin!"

Lee erstarrte, drehte sich dann zu George um. „Entschuldige. Sag das nochmal. Deine Freundin?"

George antwortete nicht, sondern lächelte nur.

„Gut gemacht! Du weißt wirklich wie du bekommst, was du willst!", grinste Lee an Hermine gewandt. „Jetzt guck nicht so! Ich weiß, dass du denkst, dass ich das nicht ernst meine! Aber wirklich: Gut gemacht!"

George murmelte irgendetwas unverständlichen und nahm die Treppe in die zweite Etage des Ladens.

„Ich weiß, dass George keine Ahnung hat, wie die letzten Monate für dich waren, aber ich weiß es. Und ich freue mich deshalb umso mehr für euch beide. Ihr verdient jemanden, der gut zu euch ist."

„Das tust du auch, Lee.", fiel Hermine ihm ins Wort, doch Lee sprach einfach weiter.

„Ich freu mich, dass das endlich alles gut ausgegangen ist. Ich weiß wir waren am Anfang keine Freunde, aber-"

„Lee, natürlich sind wir Freunde! Und wag es dich nicht, etwas anderes zu sagen!", fuhr ihm Hermine dazwischen.

„Freunde also?", lachte er.

„Absolut! Und ich weiß, dass du meinst das wir einen tollen Partner verdienen, aber du tust es auch, Lee. Du machst so viele Leute glücklich, du."

„Ugh!", machte Lee. „Erzählst du mir jetzt, dass auch ich mein märchenhaftes Happy End bekomme, und dass meine andere Hälfte irgendwo da draußen ist und nur darauf wartet mir zu begegnen und den ganzen Scheiß?"

„Warum sollte ich? Ich glaube nicht, dass jemand diesen Unsinn glauben würde. Lee, du brauchst niemanden. Und ich auch nicht. Wir sind beide vollständige Individuen. Aber ich glaube auch, dass es bestimmt jemanden gibt, den es glücklich machen würde, deine Freundin zu sein."

Lee dachte über ihre Worte nach, während er die ersten Kunden beobachtete, die den Laden betraten.

„Und nur um das klarzustellen – so ein perfekter Abend, war es auch nicht! Er hat vor dem Versammelten Restaurant eine Show abgezogen."

„Was?"

Hermine rollte mit den Augen. „Ja, aber das erzähl ich dir ein anderes Mal. Es war so peinlich."

Lee lachte. Ehe sie ihr Gespräch weiterführen konnten, betrat Seamus Finnegan den Laden und winkte Hermine zu. Noch bevor Hermine darauf reagieren konnte, tauchte George aus dem Nichts auf und stellte sich ihm in den Weg.

„Oh nein!", flüsterte Hermine Lee zu. „Er wird…"

„Hallo Seamus! Wie kann ich dir helfen?"

„Hey George.", antwortete Seamus. „Du gar nicht. Ich will einen Moment mit Hermine reden."

„Sie ist beschäftigt.", entgegnete er freundlich aber bestimmt.

_

Hermine und Lee verdrehten synchron die Augen. „Meinst du, er wird das jetzt immer machen?", frage Hermine.

„Er war schon schlimm, bevor ihr zusammengekommen seid."

„So beschäftigt sieht sie aber gar nicht aus.", bemerkte Seamus.

„George!", rief Hermine warnend.

„Sie ist vergeben, Seamus!", knurrte George.

„Oh", Seamus schien überrascht. „Gratulation Hermine, dir auch Lee! Ihr zwei gebt ein tolles Paar ab!"

Lee brach in schallendes Gelächter aus, Hermine wurde rot und kicherte, als sie Georges verkniffenes, rotes Gesicht bemerkte.

Seamus sah verwundert in die Runde. „Hab ich was verpasst?"

„SIE IST MEINE FREUNDIN!", schrie George.

„Im Ernst?", fragte der ehemalige Klassenkamerad.

„Was meinst du damit?", wollte George aggressiver wissen.

„Naja.. Es ist.. ein… naja … Ihr seid ein sehr… ungleiches Paar.", stammelte er, offensichtlich eingeschüchtert von George.

„Aber sie und Lee macht Sinn, verstehe ich dich richtig?"

„Seamus hat halt Geschmack!", rettete Lee sie Situation. „Seamus, das war super! Such dir was aus – das geht heute aufs Haus!"

„Sorry, George." Seamus klopfte George auf die Schulter. „Hermine, kann ich dich jetzt für einen Moment sprechen?"

„Natürlich.", grinste sie und folgte ihm.

Lee grinste George an. „Das wird noch lustig."

„George du musst damit aufhören!"

„Wovon sprichst du?"

„Du verhältst dich.. ein wenig seltsam.", bemerkte Lee. „Und du musst aufhören jeden männlichen Kunden, der mit ihr spricht, von ihr fernhalten zu wollen."

„Ich versuc-"

„George du tust so, als würde man mich im nächsten Moment entführen. Ich muss mit den Leuten reden George. Das ist mein Job."

„Ich mag es nicht, wenn sie nach dir verlangen."

„Mal ehrlich, Kumpel: Wenn du alle Leute, die Hermines Hilfe wollen, vergraulst, dann verlierst du die Hälfte der Kunden!"

„Aber."

„George, das muss aufhören. Es ist Unsinn! Du musst mir vertrauen!"

„Ich vertrau dir! Ich traue denen nicht. Und wie Seamus nach dir gefragt hat! Das war widerlich."

„Er wollte, dass ich mit ihm nach einem Geschenk für Dean suche.", höhnte Hermine.

George murmelte etwas unverständliches, Hermine und Lee meinten die Worte „Entschuldigung", „Sorge" und „Unfug" heraushören zu können.
Hermine umarmte ihn. „George, ich gehe nirgendwo hin."

Er gab ihr einen Kuss. „Aber das endet jetzt nicht so wie vorhin, oder? Ihr wisst schon, das im Lager. Das Bild was sich auf ewig in mein Hirn gebrannt hat. Ich brauch das nicht nochmal!", lachte Lee.

„Entschuldigung?", fragte eine warme Stimme hinter ihm.

Lee drehte sich herum. Vor ihm stand eine echte Schönheit: Dunkle Haut, lange schwarze Haare und eine tolle Figur. Hohe Wangenknochen, volle Lippe und leuchtend grüne Augen. Lee war baff. Erst spät bemerkte er ihren fragenden Blick.

„Ähm.. Hallo, wie kann ich Ihnen helfen?"

„Entschuldigung, dass ich störe, aber sind Sie Lee Jordan?"

„Der bin ich. Was kann ich für Sie tun?"

„Naja… ähm.. das kling vielleicht ein bisschen verrückt.. aber ich hab mir geschworen, Sie anzusprechen, wenn ich Ihnen jemals begegne."

„Sind sie nicht die DJane auf Kanal 1 beim Zaubererradio1? Ich freue mich Sie kennenzulernen!", fragte Lee, dem jetzt endlich einfiel, woher er diese angenehme Stimme kannte.

„Ja, genau!", sie lächelte ihn verlegen an. Dann wandte sie sich um und wollte anscheinend wieder gehen. Die Klingel an der Tür riss Lee aus einer Art Trance. Er kannte ja nicht mal Ihren Namen! Nur ihren Spitznamen, aus dem Radio.

Er ließ Hermine und George stehen und rannte ihr hinterher. Sie war bereits ein Stück weitergegangen, doch er konnte sie noch aufhalten und berührte sie an der Schulter. Sie drehte sich erstaunt herum und sah ihn überrascht, aber auch glücklich an.

„Mir ist aufgefallen, dass du zwar meinen Namen kennst, aber ich deinen nicht!", versuchte er ein normales Gespräch aufzunehmen.

Sie wich seinem Blick aus. „Du wirst lachen."

„Warum sollte ich?" Sie antwortete nicht, es schien ihr peinlich zu sein. „Ich verspreche nicht zu lachen."

Sie sah ihn noch einen Moment prüfend an und sagte dann. „Ich heiße River."

Lee, ganz der Gentleman, lächelte lieb. „Ich freue mich dich kennenzulernen, River." Er fühlte sein Herz schnell in seiner Brust schlagen.

Seltsam. „Ähm.. Darf ich dir vielleicht eine Eule schicken?"

Sie blinzelte ein paar Mal. „Natürlich, ich würde mich freuen."

_

Nachdem Lee noch eine Weile mit River gesprochen hatte und Kontaktdetails mit ihr ausgetauscht hatte, ging er zurück zum Laden. Als er eintrat, erkannte er Hermine an der Kasse, die ihn interessiert beobachtete. George sah er nicht.

„Was genau war das vorhin?", fragte Hermine.

Lee lächelte und hielt wortlos das Papier mit Rivers Adresse hoch.

Hermine lächelte. „Gut gemacht, Lee!"