Kapitel 7

Der Meister der Zaubertränke

Schade, dass ich sein Gesicht nicht sehen konnte, als er den Tagespropheten gelesen hat", kicherte Malfoy. Mehrere Slytherins lachten ebenfalls. „Ich wette, er hat ‚BWAH' gesagt", meinte er und schnitt eine Grimasse, die ziemlich gut zu ‚BWAH' passte.

„Zeig ihm, was es heißt, sich mit uns in unserem eigenen Klassenzimmer anzulegen", sagte Crabbe (oder Goyle).

„Das hat er davon, sich mit uns in unserem eigenen Klassenzimmer anzulegen", sagte Goyle (oder Crabbe).

„Und von der Sache im Zug", fügte Crabbe (wahrscheinlich) hinzu.

„Ja, die Sache im Hogwarts-Express", sagte Goyle.

„Ja, und davon, dass Potter dir das Erinnermich abgenommen hat", fuhr Crabbe fort.

„Ja, davon dass er dich bloßgestellt hat, weil er vor aller Augen auf seinem Besen Longbottoms Erinnermich zurückgeholt hat", erklärte Goyle.

„Und als er dann in die Quidditchmannschaft gekommen ist, obwohl Erstklässler das noch gar nicht dürfen."

„Ja, dafür, dass die Lehrer so beeindruckt davon waren, wie gut er fliegen kann, dass er der jüngste Sucher seit hundert Jahren geworden ist", sagte Goyle.

„Könntet ihr in Zukunft", sagte Malfoy in einem sehr kühlen Ton, „wenn ich einen Sieg einfahre, versuchen, nicht alle Gelegenheiten aufzuzählen, bei denen sie uns lächerlich gemacht haben?"

„Tschuldigung, Boss", sagte Crabbe. „Aber du weißt doch, die haben uns eben schon so oft lächerlich gemacht."

„Ja, Boss", sagte Goyle. „So oft, und man kann es sich gut merken, weil alle ständig darüber reden."

Malfoy seufzte. Er fragte sich, ob die Garantie bereits abgelaufen war oder ob er diese beiden nicht einfach zurücksenden und gegen zwei brandneue Grobiane eintauschen konnte.

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Ich werde das Gefühl nicht los, dass es da etwas gibt, das ich heute Morgen hätte tun sollen", sagte Milo, als durch den Wald zurück ins Schloss ging, „aber ich kann mich einfach nicht erinnern, was es war. Kann nicht sehr wichtig gewesen sein."

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Hermine war gezwungen, sich, wenn auch nur zögernd, einzugestehen, dass ihr todlangweilig war. Die drei Jungs waren zwar völlige Schwachköpfe, aber sie machten die Dinge interessant. Sie fragte sich, ob es einen Weg gab, sich ihren lächerlichen Plänen wieder anzuschließen, ohne sich dabei übertrieben zum Affen zu machen. Sie wandte ihren überragenden Intellekt auf das Problem an, spielte in Gedanken verschieden Szenarien durch und sagte dreißig Sekunden später:

„Nein."

Hermine seufzte. Der Standpunkt der Jungen war nicht einmal im Entferntesten überzeugend, es war nur so, dass es irgendwie auf eine finstere Art Spaß machte, sich vorzustellen, dass Du-weißt-schon-wer wirklich zurückkehrte und hinter dem Stein her war und dass Snape ein dunkler Zauberer war...

„Aber ich kann meine Meinung nicht ändern", erinnerte sie sich selbst. „Sonst stehe ich da wie ein Idiot."

„Ja, aber stell dir mal vor", sagte sie, „was, wenn es wahr ist? Was, wenn Snape versucht, den Stein für Du-weißt-schon-wen zu beschaffen? Sollte ich nicht helfen, ihn aufzuhalten?"

„Wenn es wahr wäre, wüsste Dumbledore davon und würde etwas tun. Er ist immerhin der einzige, den Du-weißt-schon-wer je gefürchtet hat."

„Aber Dumbledore ist nur eine einzige Person", argumentierte ihre andere Seite, „er könnte durch einen Überraschungsangriff überrumpelt oder weggerufen werden oder gerade schlafen oder abgelenkt sein oder egal was."

„Aber wenn schon Dumbledore nicht genug ist, wie könnte ich dann helfen? Ich bin gerade mal zwölf."

„Ist es das, was im letzten Krieg jeder gesagt hat?", fragte sie sich. „Haben sie einfach gesagt ‚ich bin nur eine Schneiderin, Dumbledore wird sich darum kümmern und außerdem waren meine Noten in Verteidigung gegen die dunklen Künste total schlecht' und keiner hat irgendetwas getan?"

„Das Gegenteil zu tun und jetzt eine Hexenjagd zu veranstalten, würde alles nur noch schlimmer machen", protestierte sie. „Man kann nicht wissen, wo das enden würde."

„Ohne eine Hexenjagd wird man nie eine Hexe erwischen."

„Ich bin eine Hexe!"

„Du - äh ich - weißt, was ich meine."

„Ich warte einfach, bis es Beweise gibt", sagte sie, „und dann helfe ich, so gut ich kann. Das ist doch vernünftig."

„Denk nach, Hermine, denk nach. Du - äh ich - weißt genau, was das Problem ist."

Sie seufzte.

„Um überzeugende Beweise zu finden, brauche ich Harry und Ron", musste sie sich eingestehen.

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Professor", fragte Harry den Geist von Professor Binns höflich, „Ron und ich haben uns gefragt, ob Sie uns nicht bei einem kleinen Nachforschungsprojekt helfen könnten?"

„Nachforschungen - meine Hilfe - Projekt - ich bin begeistert!", sagte der Geist. „Man glaubt es kaum, aber in all meinen Jahren als Lehrer hat mich darum noch nie ein Schüler gebeten. Was wollt ihr denn wissen?"

„Nicolas Flamel", sagte Ron. „Er kommt mir vor wie ein... ein... äh, dynamischer und interessanter -"

„- historisch bedeutender -", fügte Harry hinzu.

„-ja genau, ein historisch bedeutender, dynamischer, interessanter, historischer, ähm, Charakter", beendete Ron den Satz etwas lahm.

„Und wir würden gerne alles hören, was Sie über ihn wissen", sagte Harry. Aus irgendeinem unvorstellbarem Grund schienen die meisten Bücher der Bibliothek bereits ausgeliehen zu sein (vielleicht wurde gerade umorganisiert?), also hatten sie beschlossen, tatsächlich einen Lehrer um Hilfe zu bitten. Irgendwie schien es Harry nicht richtig, zu einem Erwachsenen zu gehen, aber etwas anderes war ihnen nicht eingefallen.

Harry versuchte angestrengt, ja er versuchte es wirklich, alles, was Binns über Flamel sagte, genau anzuhören und dabei wach zu bleiben, aber die Maserung der Steine im Fußboden war einfach viel interessanter. Rons Blick wurde schon nach weniger als fünf Minuten ganz glasig (das heißt, glasiger als sonst), und nach drei Stunden war sich Harry nicht sicher, ob er selbst nicht mindestens genau so schlimm aussah.

„Ja", sagte er, nachdem sie (endlich) Binns Arbeitszimmer verlassen hatten, „das war, ähm, interessant."

„Es war interessant?", fragte Ron. „Freut mich zu hören."

„Ich denke", sagte Harry, „es könnte sein, dass wir Hermine brauchen."

„Ich hatte gehofft, dass du das nicht sagst", sagte Ron mit einem Seufzer. „Haben wir gerade wenigstens etwas Wichtiges erfahren?"

Harry zuckte die Schultern.

„Flamel ist ein großer, mächtiger Zauberer und Meisteralchemist, der herausgefunden hat, wie man einen Stein der Weisen herstellt - anscheinend kann es auch mehrere davon geben, aber er hat jedenfalls nur den einen gemacht -, und er kann Blei zu Gold machen und das Elixier des Lebens erzeugen. Früher hat er Dunkle Zauberer bekämpft, aber hat sich vor langer Zeit dazu entschlossen, sich zusammen mit seiner Frau zur Ruhe zu setzen. Seitdem ist er mehr oder weniger unparteiisch. Er geht nicht wirklich unter Leute."

„Also nichts, was wir nicht schon gewusst hätten", sagte Ron. „Großartig, wirklich großartig. Tja, das war's dann mit unserem Samstag, oder?"

„Schon", sagte Harry. „Ich hoffe, Milo hat im verbotenen Wald etwas Nützlicheres gefunden."

„Und ist nicht von Werwölfen gefressen worden", fügte Ron hinzu.

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Milo hatte ausnahmsweise einmal Glück und ihm gelang ein Lauschwurf. Er wünschte fast, das wäre nicht geschehen. Er hatte gehofft, den Wald ohne die obligatorische zufällige Begegnung verlassen zu können.

Unsichtbarkeit", sagte er und verschwand. Ich hoffe, es ist kein falscher Alarm, dachte er. Das war mein letzter 2.-Level-Zauber.

Das einzige, was er hörte, war eine Bewegung im Gebüsch und das konnte von allem Möglichem verursacht werden. Wirklich, letzten Endes hatte Milo nicht nur keine Ahnung, was für Wesen in diesem Wald wohnten, sondern auch nicht, welche es überhaupt in dieser Welt gab. Eulenbären? Schreckensbären? Riesenbären? Gestaltwandler-Druiden in Bärenform? Die Götter mochten ihm helfen, Grizzlybären?

Wie sich herausstellte, war es etwas viel Schlimmeres als irgendeine Art von Bär oder bärenähnlichem Ungetüm.

Es war Professor Snape.

Sucht er nach mir? Oder ist er derjenige, der die Einhörner umbringt, und ist gerade hinter einem her? Ich könnte ihm folgen, dachte Milo, aber Unsichtbarkeit hält nur für vier Minuten. Und wenn ich Probleme bekomme, habe ich auch keine Zauber mehr. Milo biss sich auf die Lippe. Ich habe das Gefühl, Harry Potter würde es auf jeden Fall tun, aber... naja... das ist eine Aufgabe für einen Schurken. Ich sollte nicht in einem Wald herumschleichen und Leute beschatten. Ich bin ein Magier, es sollte Leute geben, die das für mich übernehmen. Er runzelte die Stirn.

„Hey Mordy", flüsterte er, „es ist Zeit, deinen +10-Bonus im Leise Bewegen zu nutzen." Mordenkainen, der auf seiner Schulter gesessen hatte, nickte bedeutend (obwohl Milo es nicht sehen konnte, weil sein Vertrauter genauso unsichtbar war wie er) und huschte lautlos hinter dem Meister der Zaubertränke her.

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Du kommst spät", zischte Lucius. „Du hättest schon vor siebenundvierzig Sekunden hier sein sollen."

Snape sagte nichts.

„Du könntest mir einen Gefallen tun", sagte Lucius. „Es wäre gut für dich, einzuwilligen."

„Erzähl weiter", sagte Snape schulterzuckend.

„Es gibt da ein gewisses Individuum, das, so wurde es mir gesagt, die erste Klasse in Hogwarts besucht", sagte Lucius. „Er hat hier nichts verloren. Sorge dafür, dass er der Schule verwiesen wird."

„Der Potterjunge?", sagte Snape mit höhnischem Grinsen. Er hatte sich gefragt, wann Lucius etwas gegen den Todfeind des Dunklen Lords unternehmen würde. Glücklicherweise hatten er und Dumbledore für diesen Fall vorgesorgt.

„Nein, um Potter können wir uns später kümmern; ich spreche von einem gewissen Mr. ... Amastacia-Liadon", sagte Lucius. Er... nein, es weiß zu viel, was auch immer es ist, das wir da heraufbeschworen haben, dachte Lucius. „Wie auch immer du es anstellst, er muss diese Schule verlassen."

„Es soll so sein, wie du es verlangst", sagte Snape. Nun, das sind gute Neuigkeiten, dachte Snape. Es ist Zeit, es dem Jungen heimzuzahlen, dass er mein Haus beleidigt und meine Schüler angegriffen hat. Und anders als bei Potter bin ich nicht dazu verpflichtet, ihn zu schützen. Snape lächelte kurz, bevor sein Gesicht wieder ausdruckslos wurde. Ich muss Lucius ja nicht unbedingt wissen lassen, dass ich diesen Auftrag auch ohne Gegenleistung ausführen würde.

„Es dürfte dir nicht zu schwer fallen", sagte Lucius. „Er ist kein Zauberer." Ich bezweifele sogar, dass er menschlich ist. Es könnte sein, dass wir versehentlich eine Art... Homunkulus erschaffen haben. Einen künstlichen Menschen. Es lässt sich nicht sagen, was er tun könnte.

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Als Milo ins Schloss zurückkehrte, war es später Nachmittag. Er war froh, wieder in Sicherheit zu sein - nicht weil er dachte, nach seiner Entdeckung im Wald wirklich in Todesgefahr zu sein, sondern weil er ohne mächtige Zauber völlig nutzlos sein würde, wenn es eine neue Wendung in der Geschichte gab.

Er musste Harry finden. Er hatte ein Recht darauf, zu erfahren, was Milo entdeckt hatte - immerhin betraf es den Jungen, der überlebte, unmittelbar.

„M-M-Milo", hörte Milo eine vertraute Stimme hinter sich. „K-k-k-annn ich dich k-k-k-kurz sprechen?"

„Natürlich", sagte Milo. „Was gibt es denn, Professor?"

„Du g-genießt die Sonne, wie ich s-s-sehe?", fragte Quirrell.

„Draußen scheint die Sonne?", fragte Milo. Wo er herkam, schenkte nie jemand dem Wetter besondere Beachtung, außer es handelte sich um ein unheilverkündendes Gewitter. „Naja, wenn Sie es sagen, dann habe ich wohl die Sonne genossen. Und ich habe noch einmal nach diesem Spinnendingens geschaut, das ich letztens getötet habe."

„Oh, hast du", fragte Quirrell, „wozu denn?"

„Irgendetwas an der ganzen Sache stimmt nicht. Der Baum hätte nicht ausreichen dürfen, sie zu töten", sagte er.

„Für mich sah das aber nach einem ziemlich schweren Baum aus", sagte Quirrell. „Vielleicht war es ein besonders glücklicher Treffer?"

„Fallende Gegenstände können keine kritischen Treffer verursachen, weil sie keine Angriffswürfe machen", sagte Milo. „Anders wäre es, wenn ich ihn geworfen hätte."

Quirrell zögerte.

„Entschuldigung, aber was hast du gerade gesagt?"

„Schon gut. Ich werde es später herausfinden. Ihnen ist nichts Besonderes aufgefallen, oder?"

„Nein", sagte Quirrell. „Aber gerade vorhin habe ich den Meister der Zaubertränke in den Wald gehen sehen." Quirrell sah Milo direkt in die Augen, als ob er etwas erwartete.

„Oh, haben Sie?", sagte Milo. „Ich frage mich, was er vorhatte. Seltene Zaubertrankzutaten sammeln oder so. Wahrscheinlich. Ja, ganz bestimmt." Eine Natürliche Eins im Bluffen gewürfelt. Super. Wirklich super.

„Natürlich. Gut. Wir sehen uns dann Montag im Unterricht", sagte Quirrell.

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Kein Zauberer?, grübelte Snape. Was kann das denn bedeuten? Wie könnte er Hogwarts besuchen und kein Zauberer sein? Ich muss ihn im Unterricht genauer beobachten...

Er hielt kurz die Luft an. Wenn Lucius ein Interesse an dem Jungen hat, muss dessen Geschichte wahr sein, dachte er. Also ist er, so unmöglich es auch scheint, wirklich aus einer anderen Welt.

Snape befand sich in einem Dilemma. Wenn er sich weigerte, Lucius zu helfen, würde ihn das bei den Todessern auffliegen lassen, aber seine Position dort war notwendig, wenn erst einmal der nächste Krieg begann. Und obwohl er versuchte, sich bei seiner Entscheidung nicht davon beeinflussen zu lassen, wollte er sich an Milo dafür rächen, dass er ‚aus Versehen' seine Schüler geblendet hatte. Aber... Snape machte sich keine Illusionen darüber, was Lucius mit Milo anstellen würde, wenn der Junge erst einmal Hogwarts' Schutzkreis verlassen hatte und nicht mehr von Dumbledore geschützt werden konnte.

Der Snape, den jeder kannte, die Schachfigur von Lucius, würde die Aufgabe erfüllen. Wenn er es nicht tat, würde das Lucius' eventuelle Vermutungen, er sei ein Doppelagent, bestärken. Und außerdem war es Snapes Pflicht als Lehrer, sicherzugehen, dass Milo der Schule verwiesen wurde, wenn er wirklich kein Zauberer war. Außerdem war Milo niemand Wichtiges. Es war vielleicht bedauernswert, aber der Junge war zu einer Schachfigur geworden, die geopfert werden musste, um den König zu schützen.

Snape wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er mit dem Lehrer für Verteidigung zusammenstieß.

„E-e-e-entschuldige, Severus", stammelte Quirrell und hastete davon. Snape schüttelte den Kopf. Ich hätte diese Stelle bekommen sollen, dachte Snape. Quirrell wäre für seine alte Beschäftigung als Lehrer für Muggelkunde viel besser geeignet.

Warte, dachte Snape. Er konnte beinahe die Zahnräder in seinem Gehirn einrasten hören. Was hat Quirrell über Milo gesagt? Dass er beeindruckt ist von seinen magischen Fähigkeiten? Soweit Snape wusste, war Milo einer der am wenigsten begabten Schüler, die Hogwarts je besucht hatten, wenn man einmal von seinen gelegentlichen Ausbrüchen zauberstabloser Magie absah. Und nach diesem Acromantula-Angriff hatte Quirrell ziemlich verzweifelt versucht, den Jungen zu retten... sehr ungewöhnlich. Der Quirrell, den Snape kannte, fiel in Ohnmacht, wann immer er eine Spinne sah.

Tatsächlich sehr ungewöhnlich. Bei all dem, was sich bereits in Milos Umgebung ereignet hatte, beschloss Snape, dass am besten nichts als Zufall betrachtet werden sollte. Snape entschied, den Lehrer für Verteidigung genau im Auge zu behalten und nach einer Gelegenheit Ausschau zu halten, Milos fehlende Magiefähigkeiten nachzuweisen. Das dürfte nicht so schwer sein, dachte er. Ich muss einfach warten, bis die anderen Schüler etwas besser im Zaubern werden. Wenn das bei Milo nicht ebenfalls geschieht, sollte das Beweis genug sein.

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Manchmal bin ich so schlau, dass ich mich sogar selbst überliste, dachte Milo bitter. Wie zum Beispiel jetzt.

„Quiek quiek quiek quiek", sagte Mordy aufgeregt. „Quiek quiek QUIEK."

„Mordenkainen: Ich spreche kein Rattisch", sagte Milo mit einer Spur Frustration in der Stimme. Obwohl sie eine empathische Verbindung zueinander hatten, die sie jeweils die Laune und den allgemeinen Zustand des anderen spüren ließ, würden sie nicht wirklich miteinander sprechen können, bis Milo Level fünf erreichte.

„Was machst du so?", fragte ihn Ron. Milo saß im Gemeinschaftsraum von Gryffindor und versuchte herauszufinden, was Mordy Snape hatte tun sehen. So weit er das beurteilen konnte, war eine ordentliche Portion Quieken daran beteiligt gewesen. Ron und Harry waren gerade hereingekommen und sahen ziemlich niedergeschlagen aus.

„Ich habe Snape im Wald herumschleichen sehen und habe ihn von Mordy beschatten lassen, aber wie man sieht, habe ich dabei nicht sehr weit gedacht. Kennst du einen Zauber, der einen mit Tieren sprechen lässt?"

„Nö", sagte Ron. „Außer natürlich Parselmünder."

„Parselmünder?", fragte Milo. „Was ist das?"

„Oh Mann!", rief Ron. „Jeder weiß über Parselmünder Bescheid."

Harry seufzte.

„Ron, ich dachte, ich hätte dich gebeten, damit aufzuhören?", sagte Potter. „Ich bin bei Muggeln aufgewachsen und Milo kommt von einem anderen Planeten oder so."

„Oh, stimmt. Tschuldigung."

„Wir wissen genau so viel über Parselmünder, wie wir über Quidditch wussten", fuhr Harry fort.

„Tschuldigung."

„Nämlich überhaupt nichts."

„Tschuldigung."

„Weil wir, anders als du, nicht im Magischen Großbritannien aufgewachsen sind."

„Entschuldigung."

„Ich mein ja nur."

„Ja."

Milo hustete.

„Parselmünder?", fragte er.

„Oh, richtig", sagte Ron. „Naja, das ist diese wirklich seltene Fähigkeit, die manche Leute haben und die sie zu Schlangen sprechen lässt", sagte Ron. „Es heißt, dass Slytherin einer war - also Salazar Slytherin - und Du-weißt-schon-wer. Es ist ganz sicher ein Zeichen von Dunklen Zauberern. Ich habe seit Du-weißt-schon-wem von keinem Parselmund gehört und es sind eh nur Schlangen, mit denen man dann sprechen könnte."

„Oh", sagte Milo. „Naja, das ist ziemlich nutzlos." Harry war jedoch kalkweiß geworden.

„Ich muss - also ich sollte wahrscheinlich - ich gehe jetzt mal. Äh. Tschüs", sagte Harry und floh aus dem Raum.

„Ok, das war seltsam", sagte Ron. „Ich frage mich, was das zu bedeuten hat."

„Etwas Wichtiges wahrscheinlich", sagte Milo. „Aber ich glaube, noch hat es nichts mit uns zu tun. Wir können ihn ja später fragen, aber jetzt muss ich herausfinden, wie ich mit dieser Ratte sprechen kann."

„Damit du herausfinden kannst, was für böse Dinge Snape im Wald vorhatte?", fragte Ron.

„Ja", sagte Milo. „Damit kannst du dann Hermine dazu bringen, uns herausfinden zu helfen, was mit dem Stein der Weisen los ist."

„Wieso meinst du, dass wir Hilfe brauchen?", fragte Ron. „So weit du weißt, haben wir heute alles erfahren, was wir wissen müssen."

„Oh? Habt ihr?"

„Vielleicht. Ehrlich gesagt habe ich nicht richtig zugehört", gab Ron zu.

„Und deshalb brauchen wir Hermine."

„Und deshalb musst du deine Ratte zum Sprechen bringen."

„Genau."

„Mist", sagte Ron. „Viel Glück."

Es gab einen Zauber, von dem Milo wusste, dass er helfen würde, nämlich Mit Tieren Sprechen. Benutzt werden konnte er dummerweise aber nur von Waldläufern, Druiden und Barden - und Milo würde eher sterben, als einer von denen zu werden. Wenn er irgendwie an einen Gnom gelangen könnte - einen richtigen Gnom, nicht einen von diesen Gartengnomen, über die Ron sich ständig beschwerte -, könnte der vielleicht helfen, weil Gnome in der Lage waren, ein paarmal pro Tag mit Tieren zu sprechen. Aber nur mit Bodenwühlern. Milo fragte sich, ob Ratten als Bodenwühler zählten, oder, wenn nicht, ob es zählen würde, wenn Mordy einfach einmal ein Loch buddeln würde. Rein technisch gesehen würde er damit ja „im Boden wühlen".

Milo seufzte. Er hatte keinen Gnom, er hatte keinen Waldläufer, er hatte keinen Druiden und er hatte keinen (noch wollte er wirklich einen) Barden.

„Quiek, quiek, quiek", fuhr Mordy ohne Pause fort.

So weit Milo das beurteilen konnte, gab es nur zwei Möglichkeiten. Er konnte versuchen, die Regeln weiter zurechtzubiegen, als es eigentlich möglich war, und austesten, ob seine Fähigkeit zum Spontanen Erkenntniszauber Druidenzauber nachahmen konnte, oder er konnte warten, bis er Level fünf erreichte. Mit der ersten Möglichkeit riskierte er, Zorn von oben auf sich zu ziehen und für die zweite würde er Zeit und Monstertöten benötigen. Unglücklicherweise war Geduld eine Tugend und Milo war Echt Neutral.

Mit Tieren Sprechen", versuchte Milo zu zaubern und wollte damit Schutz Vor Bösem ersetzen. Davon abgesehen, dass der Zauber aus seiner auswendig gelernten Liste verschwand, geschah nichts - aber Milo spürte ein deutliches Gefühl von Verkehrtheit. Es war, als ob das Universum leicht zusammenzuckte, kurz überlegte und dann...

„Entschuldigung", sagte Lavender Brown, „Professor McGonagall meinte, ich soll dir sagen, dass Snape mit dir sprechen möchte, und zwar jetzt sofort."

„Ich bin mir sicher, dass das völliger Zufall ist", sagte Milo nervös und begann zu schwitzen. „Heh, heh. Hah. Zufall. OhihrGötterichwerdesterben." Lavender warf ihm einen mitfühlenden Blick zu, aber sagte nichts.

Milo vermutete, dass er einfach warten musste, bis er ein Level aufstieg, um herausfinden zu können, was Snape im verbotenen Wald tat. Und jetzt sieht man, dachte er, als er zu Snapes Verlies lief, warum man nicht versuchen sollte, die Regeln Wie Sie Aufgeschrieben Sind so zu verbiegen, dass sie mehr als eineinhalb mal so viel erlauben als Wie Sie Gemeint Sind, äh, wie sie gemeint sind.

Ich hoffe nur, dass ich noch lang genug am Leben bleibe, aus meinem Fehler zu lernen.

Milo klopfte an die massive Holztür von Snapes Arbeitszimmer, was ein erstaunlich lautes Echo verursachte.

„Herein", sagte eine ernste Stimmer von der anderen Seite der Tür. Milo ging noch einmal kurz durch, was für Zauber er vorrätig hatte, bevor er die Tür öffnete: ein paar Zaubertricks und Tanzende Lichter, einen Säurespritzer, einen Schutz Vor Bösem, ein Stilles Trugbild, einen Federfall und den Inhalt seines Gürtels der Versteckten Taschen.

Also nicht viel.

Milo öffnete vorsichtig die Tür und ging hinein. Snapes Arbeitszimmer war... sehr atmosphärisch. Es gab einen in einem Glas schwimmenden Augapfel und das war wahrscheinlich der am wenigsten gruselige Gegenstand hier.

„Ah, Mister Amastacia-Liadon", sagte Snape. „Ich habe dich erwartet."

Milo wimmerte leise. Auf Snapes Schreibtisch stand ein schimmerndes schwarzes Fläschchen mit silbernem Totenkopfmuster. Der Korken hatte die Form eines Totenkopfes mit roten Augen. Um das Bild zu vervollständigen, glühten die Augen schwach.

„Madam Pomfrey hat mich angewiesen, dir das hier zu geben", sagte er und zeigte auf das sehr, sehr böse Fläschchen. „Es enthält Acromantulagegengift für eine Woche", fuhr Snape fort. „Du musst jede Nacht einen Teelöffel davon einnehmen, am besten um Mitternacht, damit es richtig wirkt."

„W-warum Mitternacht?", stammelte Milo.

„Oh, nur damit dein Körper Zeit hat, es bis vor dem Frühstück zu verarbeiten."

„W-wozu die T-Totenköpfe?"

„Es ist das einzige Fläschchen in der richtigen Größe, das ich hatte."

„Oh." Das beantwortete natürlich nicht die Frage, warum er solch ein Fläschchen überhaupt besaß. Es sah aus, als wäre es eher dazu geeignet, darin das Blut geopferter Jungfrauen aufzubewahren als ein Heilmittel. Naja egal, Milo konnte einfach Gift Entdecken darauf anwenden, sobald er das Arbeitszimmer verlassen hatte, um zu testen, ob es gefährlich war.

„Oh, bevor du gehst, achte darauf, dass du nicht mehr als die verordnete Menge einnimmst", warnte Snape. „In größeren Mengen ist das nämlich ein starkes Gift." Tja, dachte Milo. Das war's dann mit dem Plan. Es würde, egal ob es ein Heilmittel ist, von meinem Zauber als Gift erkannt werden. Am sichersten ist es, wenn ich einfach jede Nacht einen Teelöffel davon in den Abguss schütte und auf das Beste hoffe.

„Und achte auch darauf, es keine Nacht zu vergessen", sagte Snape. „Sonst könnte das einen Rückfall verursachen und du würdest höchstwahrscheinlich sterben." Oh, auch das noch.

„Oh. Ähm, danke", sagte Milo. „Ich, äh, gehe jetzt. Tschüs." Milo floh aus dem Raum und hörte nicht auf zu rennen, bis er vor der fetten Dame stand.

„Passwort?", fragte sie.

„Quiek", sagte Milo, woraufhin das Gemälde aufschwang und den Blick auf das Innere des Gryffindorturmes freigab.

Milo sah, dass Ron und Harry an einem Tisch saßen und Zauberschach spielten. Harry war anscheinend von seiner verrückten Flucht zurückgekehrt, aber sah immer noch ein bisschen mitgenommen aus. Milo war kein Schachexperte, aber Harrys zwei übrigen Figuren nach zu schließen war Ron am Gewinnen.

Milo ließ sich in einen dick gepolsterten Lehnstuhl fallen und knallte das verfluchte Fläschchen auf den Tisch.

Gift Entdecken, Magie Entdecken", begann er schnell zu zaubern.

„Boah, ich dreh durch", sagte Ron und starrte das Totenschädel-Fläschchen an. „Was ist da drin, die Tränen von Du-weißt-schon-wem?"

Identifizieren, Altes Wissen, Abschätzende Berührung", fuhr Milo ohne Unterbrechung mit dem Zaubern fort.

„Was murmelst du da?", sagte Harry. „Du schwitzt ja! Was ist passiert?"

„Es ist giftig und offenbar nicht magisch", murmelte Milo in sich hinein. „Aber dieser Besen damals schien auch nicht magisch zu sein. Eine Magische Aura könnte verhindern, dass man die Magie erkennt", sagte Milo, „oder etwas Mächtigeres. Davon abgesehen weiß ich überhaupt nichts darüber, was da drin ist... Und es könnte wirklich giftig sein und Snape hat nur‚in größeren Mengen ist es giftig' gesagt, damit ich das Ergebnis von Gift Entdecken ignoriere. Aber Snape konnte doch nicht wissen, dass ich dazu in der Lage bin, oder? Niemand hier weiß über meine Fähigkeiten Bescheid, oder? Vielleicht kann er Gedanken lesen... Nein. Auf Wille habe ich den stärksten Grundbonus, das würde nie funktionieren. Aber Gift Entdecken erkennt nur, wenn etwas buchstäblich ein Gift ist", fuhr er fort. „Ich würde nichts erkennen, wenn das hier sagen wir mal ein Trank des Fluchs wäre oder ein Trank des Verdorrens... Nein, Tränke funktionieren nur bis zu 3.-Level-Zaubern... schlimmstenfalls wäre es also vielleicht ein Trank des Verursachens Lebensgefährlicher Verletzungen, was immer noch mehr als ausreichen würde, mich umzubringen. Oder was auch immer in dieser Welt die Entsprechung dazu ist."

„Entschuldigung, was?", fragte Ron.

„Aber wenn Snape die Wahrheit sagt und ich es heute Nacht nicht trinke, werde ich sterben." Milo raufte sich die Haare. „Hat Snape mir wirklich ein Gegengift gegeben, das technisch gesehen giftig ist, um meinen Gift-Entdecken-Zauber zu überlisten? Und verwandelt es in einen tödlichen, aber rein technisch gesehen nicht giftigen Trank irgendeines furchtbaren Sofortiger-Tod-Zaubers, sobald ich auf den Gedanken gekommen bin, dass es nicht wirklich giftig ist, wenigstens nicht in kleinen Dosen, und deshalb sicher ist? Um so viele Ecken denkt doch bestimmt niemand..."

„Du schon", sagte Ron.

„Aber wenn ich davon sterben werde, warum hat er es dann in so ein übertriebenes Fläschchen gefüllt?", fragte Milo.

„Hm", sagte Harry. „Ich bin mir nicht ganz sicher, worüber du sprichst, aber vielleicht hat er dir dieses unheilverheißende Fläschchen nur gegeben, damit du denkst‚sicher würde niemand wirklich Gift in so ein Fläschchen füllen' und es dann trinkst."

„Aaah!", rief Milo. „Du könntest recht haben! Ich werde sterben ich hätte nie versuchen sollen mit dieser nutzlosen Ratte zu sprechen!"

Drüben auf der anderen Seite des Gemeinschaftsraums rollte Hermine mit den Augen, legte ihr Buch zur Seite und stand verärgert auf.

„Ich konnte nicht anders, als eure verzweifelten Ausbrüche von, äh, Verzweiflung mitzubekommen", sagte Hermine und kam zu ihnen herüber. „Und warum würde Snape dich mit etwas vergiften, von dem jeder weiß, dass er es dir gegeben hat?"

„Also glaubst du, dass Snape böse ist!", sagte Ron.

„Nein, Dummkopf", sagte Hermine und rollte wieder mit den Augen. „Ich habe zuerst ‚einmal angenommen, dass deine bescheuerte Theorie stimmt und Snape böse ist' gesagt. Erinnerst du dich?"

„Hast du?", sagte Ron stirnrunzelnd. „Eigentlich kann ich mich daran nicht erinnern."

„Dann versuch' doch vielleicht, beim nächsten Mal zuzuhören", sagte Hermine gereizt. „Jedenfalls", fuhr sie fort, als ob Ron nichts gesagt hätte, „würde jeder wissen, dass Snape es war, wenn du das trinkst und dann stirbst."

„Ich wäre trotzdem tot!", protestierte Milo.

„Was ich meine, ist, dass er das nicht tun würde, wenn es ihn verraten würde. Das ist doch offensichtlich."

„Nein, weil er ausdrücklich gesagt hat, dass es mich umbringen würde, wenn ich es nicht trinke oder wenn ich zu viel davon trinke", widersprach Milo in hastigem Ton. „Sagen wir also, ich trinke es und sterbe, dann könnte er einfach sagen ‚oh, dieser arme, dumme Junge, er muss aus Versehen zu viel davon eingenommen haben, was für ein Unglück, oh, es tut mir so Leid, er war so ein vielversprechender junger Zauberer, muhaha, was für ein Verlust für uns, dass er zu früh gestorben ist, was heißt das, ein Verlust nur für uns, nein, für die ganze Menschheit'."

„Dann frag Madam Pomfrey", sagte Hermine.

„Was soll ich sie fragen?", fragte Milo verblüfft.

„Ob das wirklich das Gegengift ist", sagte sie.

Milo blinzelte.

„Warum?"

„Weil sie es dir sagen kann. Sie ist Heilerin; sie weiß, was sie tut."

„Ich versteh's nicht", gab Milo zu. Einen Erwachsenen zu fragen war etwas, das er, ein Abenteurer, noch nie zuvor in Erwägung gezogen hatte.

„Ich versuche es einmal mit kurzen, einfachen Sätzen, sodass sogar du es verstehen müsstest", sagte Hermine spitzzüngig. „Nimm dieses Fläschchen. Geh in den Krankenflügel. Sag ‚Madam Pomfrey, könnten Sie mal schauen, ob das wirklich Acromantulagegengift ist? Ich mache mir Sorgen, dass Snape mir aus Versehen das falsche Fläschchen gegeben haben könnte'. Sie wird es sich ansehen und sagen ‚ja, das ist das Gegengift, es ist sehr gefährlich, also halte dich genau an die Anweisungen, die Snape dir gegeben hat' oder aber ‚nein, das ist destillierter Nachtschatten, eines der eher tödlichen unter den bekannten Giften'."

„Das ist... ein bisschen unkonventionell, aber es könnte funktionieren", gab Milo zu. „Aber wie kann ich wissen, dass ich Madam Pomfrey vertrauen kann? Und was ist eigentlich, wenn Snape damit gerechnet hat, dass ich Madam Pomfrey fragen würde, und dafür gesorgt hat, dass sein Todeselixir jeden Test besteht, der ihr einfallen könnte?", fragte er. „Er hat nämlich mit Sicherheit meinen überlistet."

„Nein", sagte Hermine. „Du hast dich selbst überlistet. Trink es einfach."

„Es hätte auch sein Gutes", sagte Ron. „Wenn du es trinkst und stirbst, beweist das, dass du recht hattest und Snape böse ist und Hermine wird uns helfen, ihn aufzuhalten! Das ist 'ne Win-win-Situation."

„...aber ich wäre tot", sagte Milo.

„Man kann nicht alles haben, Kumpel", sagte Ron schulterzuckend.

„Ich wurde überlistet", entschied Milo. „Was auch immer ich tue, ich falle wahrscheinlich auf Snapes bösen Plan rein. Ich werde einfach... ich werde eine Münze werfen. Imperator heißt ich trinke es; Hydra heißt ich trinke es nicht."

Er zog eine Kupfermünze aus seinem Gürtel und warf sie. Sie drehte sich viermal in der Luft und landete mit einem dumpfen Klonk auf dem Tisch.

Die vier starrten sie ungläubig an.

„Ich werd' verrückt", sagte Ron. „Ich... ich hätte nicht gedacht, dass das überhaupt möglich ist."

„Ohne Zweifel ist es sehr unwahrscheinlich", räumte Hermine ein.

Die Münze lag auf dem massiven Holztisch, perfekt ausbalanciert auf der Kante.

o-o-o-o

Snape lehnte sich in seinem Ledersessel zurück und lächelte. Er wusste, dass er Legilimentik nicht zu seiner Belustigung auf Schüler anwenden sollte, aber...

Selbst wenn sie mich dafür drankriegen, dachte er, das war es ohne Zweifel wert. Er konnte sich nur vorstellen, was sich für eine Quälerei und Unentschiedenheit in Milos Kopf breit gemacht hatte, nachdem er gegangen war.