sooo Ich bin doch nicht verschollen, auch wenn eswohl den Anschein gehabt hat :D hier gibts also ein weiteres Kapitel!

Leider gehören die Charaktere in dieser Geschichte nicht mir sondern unserem allmächtigen Onkel Rick! ;)


200 Atemzüge

Doch plötzlich wurde der Orphiotaurus, der unmittelbar neben ihnen in einem Wasserbecken schwamm, unruhig und spritzte sie mit Wasser nass. Der größte Teil landete auf Percy. Jetzt triefte er vor Nässe. Alle starrten den Orphiotaurus an, als vollkommen unerwartet ein rasselndes Geräusch die angespannte Stille durchbrach, die zuvor geherrscht hatte. Es kam von Percy. Sein Gesicht war vor Schmerz verzogen doch er atmete. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Die Götter erhoben sich und starrten ihn an. Alle Blicke im Raum waren entweder auf Percys Gesicht oder seinen Brustkorb gerichtet. Annabeth war die erste, die sich von dem Schock erholte und zu ihm lief. Sie kniete sich neben ihn und legte eine Hand an seine Wange.
„Percy? Percy kannst du mich hören?" ihre Stimme war das einzige Geräusch und in dem großen Raum hörte es sich noch lauter an. Er stöhnte und öffnete seine Augen ein wenig.
„Wasser. Bitte. Ich brauche Wasser." Seine Stimme war heiser und sehr leise. Sofort nachdem er das gesagt hatte verlor er wieder das Bewusstsein. Annabeth sah verzweifelt auf. Die Gottheiten sahen sehr unschlüssig aus. Grover und Thalia waren immer noch wie erstarrt. Doch eine Person im Raum war absolut nicht überrascht. Es war Hades. Der Herrscher über das Totenreich.
Er stand auf, ging zu Percy, legte einen Finger auf dessen Brust und schloss einen Augenblick die Augen.
„Er hat noch ungefähr 200 Atemzüge. Dann ist es endgültig vorbei."
Annabeth sah ihn verwundert an. Hades drehte sich zu Poseidon um.
„Dein Sohn ist nicht so dumm wie ich dachte. Er weiß was er braucht. Nur Wasser und Nektar und Ambrosia können ihn noch retten."
Alle starrten ihn an. Annabeth war wieder die Erste, die sich rührte.
„Bitte! Bitte helft ihm!"
„Warum sollten wir das tun?", fragte Zeus „Er ist eine Gefahr für den Olymp und die Abendländische Zivilisation. Warum sollten wir ihn dann retten, wenn er uns sowieso schon die Arbeit abnimmt ihn zu …"
„Dad!", rief Thalia empört. „Wie kannst du nur so etwas sagen? Percy hat immer für den Olymp gekämpft. Wie könnte er da eine Gefahr sein? Ich kenne ihn zwar noch nicht so lange aber ich weiß, dass er sich niemals gegen euch stellen würde. Er kennt die Folgen, die das hätte und er würde seine Freunde nicht verraten. Genauso wenig, wie seine Familie." Während sie den letzten Satz sagte sah Thalia Poseidon mit einem eindringlichen Blick an. Dieser starrte aber nur seinen Sohn an, dessen Gesicht immer noch verzerrt war vor Schmerz. Doch plötzlich flackerte in seinem Blick, der zuvor unschlüssig gewesen war, etwas auf. Er atmete einmal tief durch und stellte sich dann vor Percy. So, dass er die Gottheiten ansah.
„Ich sage euch Thalia hat Recht. Ich habe sein ganzes Leben lang über Percy gewacht und ihn beobachtet. Er würde niemals seine Freunde verraten. Eher würde er sterben. Und wenn wir ihn jetzt sterben lassen nachdem er einen gefährlichen Feind für uns besiegt hat sind wir nicht besser als die Titanen."
Viele der Götter starrten ihn verwundert an. Doch Artemis nickte und stellte sich neben Poseidon.
„Er hat Recht. Und obwohl ich diesen Heros kaum kenne würde ich ihn niemals nur wegen einer eventuellen Bedrohung, die von ihm ausgehen könnte töten. Außerdem hat er mir geholfen. Das sollte nicht bestraft sondern belohnt werden."
Annabeth war erstaunt darüber, wie sich diese Götter für Percy einsetzten. Doch ihnen lief die Zeit davon. Hades hatte gesagt er hat nur noch 200 Atemzüge. Und das war immerhin schon eine Weile her. Zeus sah seinem Bruder nur in die Augen. Es fühlte sich an, wie eine Ewigkeit bis er schließlich entschieden hatte.
„Na schön, bringt ihn in Poseidons Tempel hier auf dem Olymp. Dort werdet ihr alles vorfinden, was der Junge braucht. Wie viel Zeit hat er noch Hades?"
„100 Atemzüge."
„Ihr solltet euch beeilen. Geh mit ihnen Bruder. Und zeige ihnen den Weg."
Poseidon nickte Zeus dankbar zu und schrumpfte auf Menschengröße. Er sah zu wie Thalia, Annabeth und Grover sich damit abmühten Percy auf Black Jack zu setzen und bedeutete ihnen danach zu folgen. Sie gingen zwar in einem zügigen Tempo durch die säulengesäumten Gänge aber Annabeth kam es vor wie eine Ewigkeit bis sie einen großen Pavillon erreicht hatten. Es floss Wasser vom Dach und zwischen den Säulen waren Aquarien angebracht in denen Fische in den unterschiedlichsten Farben schwammen. Als sie davor standen teilte sich das Aquarium auf und nun sah man deutlich, dass da gar kein Glas war. Das Wasser blieb von selbst in der Form. Poseidon führte sie in die Mitte des Pavillons durch die ein gut zwei Meter breiter Wasserlauf durchlief.
„Legt ihn hier hinein. Dann wird es ihm bald besser gehen. Dort hinten auf dem Tisch stehen Nektar und Ambrosia. Bitte gebt Percy etwas davon. Ich muss jetzt leider wieder zurück. Wenn es ihm besser geht kommt ihr bitte umgehend nach." Er nickte Black Jack einmal zu und verschwand mit schnellen Schritten hinter der nächsten Abbiegung.


Der Review Button tut euch nichts! ;)