A/N: Nun geht's in die Vollen! Wir sind mit dem Großteil der Episode durch, nun folgt der Showdown. Mal sehen, mit wem genau wir es zu tun haben, oder? Der Doctor wird noch staunen, glaubt mir.

Vielen Dank fürs Feedback und fürs Lesen :D
Viel Spaß!

**** |[T]| ****

And lease this confusion, I'll wander the concrete
Wonder if better now having survived
Jarring of judgement and reasons defeat
The sweet heat of her breath in my mouth I'm alive
[HOZIER · THE CODEINE SCENE]

"Das ist interessant", murmelte der Doctor mehr zu sich selbst, als er sich mit beiden Händen auf der Steuerkonsole abstützte und den Bildschirm mit zusammen gekniffenen Augen angestrengt musterte. Die Zeichen, die über den Monitor flatterten, sagten Rose nichts, der Planet in dessen Mitte erkannte sie aber sehr wohl.
Kaum, da sie mit Harriet Jones gesprochen hatten, waren sie in die TARDIS zurück gekehrt – für Brainstorming, wie der Doctor Rose amüsiert erörterte.
Er wollte wissen, wer auf die schwachsinnige Idee kam, einen Haufen fremder Parasiten wahllos auf die Menschheit los zu lassen. "Nicht auszudenken, was sonst alles hätte passieren können. Habe schon Aliens explodieren sehen, weil sie mit unbekannten Krankheiten befallen worden waren. Glaube mir, die müssen schon wissen, was sie tun – und einen guten Grund dafür haben. Parasiten durch Raum und Zeit zu schleusen ist nach der Schattenproklamation eigentlich strengstens verboten. Verursacht zu viel Chaos." Der Alien hatte nonchalant die Schultern gezuckt, sich das Ohr gerieben und mit einer steilen Falte die Arme vor der Brust verschränkt: "Wenn ich's nicht besser wüsste, würde ich sagen, wir haben es mit Gaunern zu tun."
"Gaunern?", wiederholte Rose und wunderte sich, was Aliens sich von Menschen zu stehlen erhofften, in dem sie kleines Getier in ihre Gehirne pflanzten. Sie fröstelte. "Klingt nach einem dieser schlechten Science-Fiction-Romane, wo Menschen von Aliens entführt werden, damit man Experimente an ihnen machen kann." Der Gallifreyan grinste: "Ich glaube, es ist viel einfacher als das."

Damit wandte sich die Aufmerksamkeit des Doctors wieder auf den Monitor und die Heiterkeit verschwand. Es war nicht das erste Mal, das Rose bemerkte wie vielschichtig die Empfindungen des TimeLords werden konnten – und wie schnell ihr Wechsel. Wo er im ersten Augenblick amüsiert und witzig klang, verwandelte er sich einen Atemzug später in einen Soldaten, einen Feldherren und einen Rächer. Es war eines der Dinge, die sie faszinierten; auch, wenn sie das weder ihm noch sich selbst jemals offen eingestanden hätte.
"Was ist los?", forderte die Blonde ihren Begleiter zu einer Erklärung auf, der indes wieder in seiner eigenen Welt versunken war. Manchmal schien er zu vergessen, dass es notwendig war seine Gedanken auch laut auszusprechen, damit andere ihm folgen konnten. Für jemanden wie ihn, der gut und gerne ständig quasselte, bedeutete das eindeutig Niederlage.
Seine Brust hob sich jetzt, als er tief einatmete und sich mit Daumen und Zeigefinger enerviert die Augenlider rieb.
"Was?" Rose bohrte tiefer und trat an seine Seite, damit sie sich auf die Zehenspitzen stellen und ihm über die Schulter linsen konnte.

"Ich finde das Schiff nicht."
Die Blondine furchte die Stirn, aber der Doctor tat ihr dieses Mal den Gefallen weiter zu sprechen: "Ich habe euren Orbit gescannt: nichts, als wären sie nicht da. Aber das ist unmöglich. Niemand platziert Parasiten auf einem fremden Planeten, nur um sich nicht in nächster Nähe daran zu ergötzen. Es sei denn natürlich … –" Der TimeLord änderte etwas an der Einstellung auf dem Bildschirm, die Erde darauf verschwand, beziehungsweise wurde deutlich kleiner und machte Platz für eine Karte, die verdächtig nach ihrem Sonnensystem aussah.
"Es sei denn, was?"
"Es sei denn, Rose, sie befinden sich gar nicht in der Nähe der Erde, sondern sind tatsächlich so unverschämt, sich das Treiben aus der Ferne anzusehen. Aber das wäre dämlich, findest du nicht? Wieso sollte man bei seiner eigenen Inszenierung nicht in der ersten Reihe sitzen wollen?" Das erneute Scanning der Karte flimmerte über den TARDIS-Monitor, doch wie auch Sekunden zuvor, blieb die Suche ergebnislos. Der Doctor seufzte.
"Also bleibt uns nichts anderes übrig, als zu warten bis sie von selbst aus ihrem Loch gekrochen kommen, weil wir ihnen ihr Spielzeug wegnehmen."

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A/N: Nun geht's in die Vollen! Wir sind mit dem Großteil der Episode durch, nun folgt der Showdown. Mal sehen, mit wem genau wir es zu tun haben, oder? Der Doctor wird noch staunen, glaubt mir.

Vielen Dank für euer Feedback und fürs Lesen :D
Viel Spaß!

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And lease this confusion, I'll wander the concrete
Wonder if better now having survived
Jarring of judgement and reasons defeat
The sweet heat of her breath in my mouth I'm alive
[HOZIER · THE CODEINE SCENE]

"Das ist interessant", murmelte der Doctor mehr zu sich selbst, als er sich mit beiden Händen auf der Steuerkonsole abstützte und den Bildschirm mit zusammen gekniffenen Augen angestrengt musterte. Die Zeichen, die über den Monitor flatterten, sagten Rose nichts, der Planet in dessen Mitte erkannte sie aber sehr wohl.
Kaum, da sie mit Harriet Jones gesprochen hatten, waren sie in die TARDIS zurück gekehrt – für Brainstorming, wie der Doctor Rose amüsiert erörterte.
Er wollte wissen, wer auf die schwachsinnige Idee kam, einen Haufen fremder Parasiten wahllos auf die Menschheit los zu lassen. "Nicht auszudenken, was sonst alles hätte passieren können. Habe schon Aliens explodieren sehen, weil sie mit unbekannten Krankheiten befallen worden waren. Glaube mir, die müssen schon wissen, was sie tun – und einen guten Grund dafür haben. Parasiten durch Raum und Zeit zu schleusen ist nach der Schattenproklamation eigentlich strengstens verboten. Verursacht zu viel Chaos." Der Alien hatte nonchalant die Schultern gezuckt, sich das Ohr gerieben und mit einer steilen Falte die Arme vor der Brust verschränkt: "Wenn ich's nicht besser wüsste, würde ich sagen, wir haben es mit Gaunern zu tun."
"Gaunern?", wiederholte Rose und wunderte sich, was Aliens sich von Menschen zu stehlen erhofften, in dem sie kleines Getier in ihre Gehirne pflanzten. Sie fröstelte. "Klingt nach einem dieser schlechten Science-Fiction-Romane, wo Menschen von Aliens entführt werden, damit man Experimente an ihnen machen kann." Der Gallifreyan grinste: "Ich glaube, es ist viel einfacher als das."

Damit wandte sich die Aufmerksamkeit des Doctors wieder auf den Monitor und die Heiterkeit verschwand. Es war nicht das erste Mal, das Rose bemerkte wie vielschichtig die Empfindungen des TimeLords werden konnten – und wie schnell ihr Wechsel. Wo er im ersten Augenblick amüsiert und witzig klang, verwandelte er sich einen Atemzug später in einen Soldaten, einen Feldherren und einen Rächer. Es war eines der Dinge, die sie faszinierten; auch, wenn sie das weder ihm noch sich selbst jemals offen eingestanden hätte.
"Was ist los?", forderte die Blonde ihren Begleiter zu einer Erklärung auf, der indes wieder in seiner eigenen Welt versunken war. Manchmal schien er zu vergessen, dass es notwendig war seine Gedanken auch laut auszusprechen, damit andere ihm folgen konnten. Für jemanden wie ihn, der gut und gerne ständig quasselte, bedeutete das eindeutig Niederlage.
Seine Brust hob sich jetzt, als er tief einatmete und sich mit Daumen und Zeigefinger enerviert die Augenlider rieb.
"Was?" Rose bohrte tiefer und trat an seine Seite, damit sie sich auf die Zehenspitzen stellen und ihm über die Schulter linsen konnte.

"Ich finde das Schiff nicht."
Die Blondine furchte die Stirn, aber der Doctor tat ihr dieses Mal den Gefallen weiter zu sprechen: "Ich habe euren Orbit gescannt: nichts, als wären sie nicht da. Aber das ist unmöglich. Niemand platziert Parasiten auf einem fremden Planeten, nur um sich nicht in nächster Nähe daran zu ergötzen. Es sei denn natürlich … –" Der TimeLord änderte etwas an der Einstellung auf dem Bildschirm, die Erde darauf verschwand, beziehungsweise wurde deutlich kleiner und machte Platz für eine Karte, die verdächtig nach ihrem Sonnensystem aussah.
"Es sei denn, was?"
"Es sei denn, Rose, sie befinden sich gar nicht in der Nähe der Erde, sondern sind tatsächlich so unverschämt, sich das Treiben aus der Ferne anzusehen. Aber das wäre dämlich, findest du nicht? Wieso sollte man bei seiner eigenen Inszenierung nicht in der ersten Reihe sitzen wollen?" Das erneute Scanning der Karte flimmerte über den TARDIS-Monitor, doch wie auch Sekunden zuvor, blieb die Suche ergebnislos. Der Doctor seufzte.
"Also bleibt uns nichts anderes übrig, als zu warten bis sie von selbst aus ihrem Loch gekrochen kommen, weil wir ihnen ihr Spielzeug wegnehmen."

**** |[T]| ****

Die Erntemaschine, die zwei Drittel des linken Flügels des Schiffes einnahm und kontinuierlich damit beschäftigt war, ihre Arbeit zu verrichten, stockte plötzlich ein wenig in ihrem Tun. Ihre Zahnräder ratterten knirschend aufeinander, der schwarze Dampf, der gerade noch gleichmäßig ausgestoßen worden war, wandelte sich in abnehmende Rauchwölkchen; schließlich blinkte eine Warnleuchte in einem grellen Gelb und wurde einen Atemzug später von einer schreienden Sirene begleitet, die das rege Treiben auf der Schiffsbrücke und zwischen den einzelnen Matrosen prompt unterbrach.

Zuerst standen sie beieinander gedrängt, wie vom Donner gerührt, ihre klauenhaften Hände in jeglicher Tätigkeit erstarrt. Dann tauschten sie irritierte Blicke untereinander aus, bevor sich einer aus seinem Schock loseisen konnte und, von kurzen Beinen getragen, zu der Maschine hin eilte, um den Alarm auszuschalten und die Werte zu kontrollieren, die das Signal ausgelöst hatten. Seine Kompagnons sammelten sich in einer Traube neugierig um das Problem, die ungeformten Münder geöffnet, verwirrt und annähernd panisch.
"Was ist hier los?", donnerte ein tiefer Bass, gedehnt langsam in seiner Grausamkeit, quer durch das Raumschiff. Die Aliens zuckten zusammen, einer rieb sich den Oberarm, ein anderer den Hinterkopf, aber keiner hatte den Mumm sich dem Ärger zu stellen, der gleich folgen würde.

Der Captain des Schiffes war niemand, mit dem man sich anlegen sollte: zu keiner Tageszeit. Das lag allein schon an seinem Auftreten, groß und schwer – eindeutig von Gier getrieben, fett. Seine Haut war von einem ungesunden Grün, das verdächtig an einen Frosch erinnerte. Gezwängt hatte er sich in Kriegsmontur und Mantel, der Schädel kahl und mit braunen Hautflecken übersät, die Zähne gefeilt und raubtierhaft, klafften messerscharf unter einem lippenlosen Mund hervor. Am fürchterlichsten, so fanden selbst seine Handlanger, waren jedoch seine Augen die aus zwei kalten Knöpfen bestanden, denen jeglicher Anflug von Gefühlsduselei fremd erschien.
Sie nannten ihn einfach nur Boss.

"Die Ernte wurde unterbrochen." Der Matrose ahnte, dass es seine letzten Worte sein würden, der Boss duldete nämlich keine Fehler – und schon gar keine Ausfälle. Ausfälle waren schlecht fürs Geschäft, sagte er immer. Einer seiner Kompagnons kam ihm jedoch zur Hilfe und stolperte hastig an die Steuerkonsolen, wo er das Signal des Areals überprüfte, das sie gepflanzt und gepflegt hatten.
"Und wieso ist das so?" Ihr Captain trat einige gefährliche, wabbelige Schritte näher, indes sich der kleine Alien an der Konsole die Pranken wund tippte. Er gefror in seiner Regung jäh, als er die Gegenwart seines Anführers in seinem Rücken spüren konnte. "Wissen … wissen… wissen wir noch nicht", quiekte er eine Oktave höher, ohne sich umzusehen. Er wurde noch kleiner, wie ohnehin und bereute seine Feigheit im selben Moment, wo sich die kräftige Hand des Captains um seinen Nacken schloss und zu drückte.
Die Wirbel knackten laut durch die gepresste Stille des Schiffes.

"Findet die Ursache – und findet sie schnell! Infiltriert diesen hässlichen Planeten mit seinen Affen, wenn nötig und bringt mir die Kanallie, die uns entdeckt hat.", bellte der Boss, schleuderte die Leiche des Matrosen vor die Füße der anderen fügte mit dem Anflug eines grausamen Lächelns hinzu: "Oder es ergeht euch wie ihm."

**** |[T]| ****

Rose und der Doctor standen gemeinsam am Ende der Downing Street und gafften, wie der Rest der Menschen auf der Straße, in den Himmel. Die Sonne war inzwischen aufgegangen, der TimeLord hatte es sich nicht nehmen lassen Rose diesen Anblick vom All und der TARDIS aus zu zeigen, bis sie sich dazu entschlossen zu Harriet Jones zurück zu kehren, damit sie die Lage checken und besser überwachen konnten. So sehr der Doctor Harriet Jones auch mochte, vertraute er ihrem Können nicht so sehr, wie sie vielleicht annahm – aber das hatte eher was mit seiner ganz eigenen Art von Arroganz zu tun, fand Rose.
"Sieht aus, wie ganz gewöhnlicher Nebel über London, wäre er nicht …"
"… schwarz", beendete der Doctor ihren Satz nachdenklich, die Stirn so tief gefurcht, dass sich seine Augenbrauen auf der Stirn berührten. "Schwarzer Nebel, der von den Straßen aus nach oben steigt. War der gestern schon da?"
"Wäre mir nicht aufgefallen", Rose stopfte die Hände in die Taschen. Es war kalt um diese frühe Stunde, der Tau klebte an den Straßenlaternen und Postkästen, an den Autos und den Ampelanlagen, sie fröstelte leicht. "Könnte was mit unserem Wurm zu tun haben, eh?"
"Ziemlich wahrscheinlich sogar. Ich weiß nur noch nicht, was."

Die Blondine sah zu ihrem Gefährten um, der gehüllt in seiner Lederjacke einer Fledermaus alle Konkurrenz bieten konnte. Ihre Mundwinkel zuckten in ein amüsiertes Lächeln; kaum zu glauben, dass er gestern um diese Zeit noch im Bett gelegen hatte und sie knapp eine Woche zuvor Angst haben musste, ihn zu verlieren.
Rose hakte sich automatisch bei dem TimeLord unter und rutschte etwas näher an seine Mitte wie nötig – auch, wenn es keinen Unterschied zu ihrer Umgebung machte und wärmte, nachdem Gallifreyans deutlich kühlere Körpertemperaturen ausstrahlten, wie Menschen.
"Lass uns Harriet Jones über die Schultern gucken. Sie erwähnte mir etwas von einem Torchwood-Team; ich habe allerdings kein Interesse hinter ihr aufzuräumen, wenn sie vor Schreck irgendwelche Knöpfe drückt, oder Befehle gibt, die euren Planeten in Schutt und Asche verwandeln." Der Dunkelhaarige grinste feixend zu ihr herab und machte auf den Fersen kehrt. Sie schlenderten die Downing Street entlang in Richtung der schwarzen Limousine, die vor dem Premierminister-Haus geparkt worden war.

"Glaubst du, sie werden kommen?", fragte Rose nach einer Weile mit einer Mischung aus Besorgnis und Neugierde. Besorgnis, weil sie wusste, dass Jackie mit Mickey alleine zu Hause war und sie das Abenteuer mit den Slitheen deutlich in Erinnerung hatte. Neugierde, weil sie wissen wollte, wer hinter dem ganzen Chaos steckte.
Der Doctor holte tief Luft, krümmte nachdenklich die Augenbrauen und nickte langsam: "Sie wären dumm, es nicht zu tun. Es kann nicht lange dauern, bis sie bemerken, dass etwas nicht stimmt, jetzt wo die Menschen erkannt haben, was vor sich geht. Von einer Reaktion kannst du auf jeden Fall ausgehen."
"Wie viele, denkst du, werden es sein?"
Der Doctor lachte und löste sich von Rose, damit er seinen Arm um ihre Schulter legen konnte. "Du stellst die richtigen Fragen, Rose Tyler", sein Grinsen verschluckte beinahe sein Gesicht. "Nachdem bisher nur England betroffen zu sein scheint, bin ich der Meinung, dass es nicht viele sein können. Ein Dutzend Schiffe, das sich im Orbit verstecken kann, nur um ein Paar Ohrwürmer zu säen? Nein, das ergibt keinen Sinn. Scheint mir eher eine Gaunertruppe zu sein. Irgendjemand, der Geschäfte macht. So wie die Slitheen." Er drückte sie etwas mehr in seine Seite. "So oder so, wir sollten sie gebührend empfangen, meinst du nicht auch?"