Kapitel 2: Neue Erkenntnisse

Leo hatte eine Hand auf die Lehne des Stuhls vor sich gelegt und hörte gespannt zu, wie Piper ihm und ihren Schwestern von den Ereignissen des Abends berichtete. Phoebe, die den Abend mit Jason verbracht hatte, war deutlich ihre Bestürzung anzusehen, als ihr klar wurde, wie kurz sie davor gewesen war noch eine Schwester zu verlieren. Um sie zu beruhigen fügte Piper schnell

„Aber mir geht es wieder gut. Keine Sorge." hinzu, aber da war Phoebe schon vom Sofa aufgesprungen und hatte ihre Arme um ihre ältere Schwester geschlungen.

„Ooh, ich bin so froh, dass du noch lebst. Und dir", damit war nun ihr Ex-Schwager an der Reihe umarmt zu werden, „vielen, vielen Dank, dass du Piper gerettet hast."

„Schon okay, obwohl du eigentlich Chris danken solltest."

„Chris?" kam es ungläubig und wie aus einem Mund von den beiden jüngeren Hexen. Leicht genervt verdrehte Piper die Augen und gestikulierte Phoebe wieder zurück zur Couch.

„Dazu wollte ich gerade kommen, also wenn du dich bitte wieder auf deinen Allerwertesten setzten würdest,…' Als es endlich wieder ruhig war, erzählte Piper ihren beiden Schwestern was geschehen war, nachdem sie wieder zu Bewusstsein gekommen war, dass Chris sie gerettet und Leo gerufen haben musste und sie schilderte auch das seltsame Verhalten ihres Wächters des Lichts, inklusive der Tatsache, dass er seither verschwunden war.

„Und sonst hat er nichts gesagt?" Paige konnte nicht glauben, was sie soeben über den jungen Mann erfahren hatte. Nicht nur, dass er und Piper offensichtlich viel Spaß miteinander gehabt hatten, sondern darüber hinaus war irgendetwas Chris an diesem Abend auch noch so nahe gegangen, dass es seinen Zusammenbruch ausgelöst hatte. Piper und Wyatt ging es gut und auch Chris schien zumindest physisch nicht verletzt worden zu sein, also was war der Auslöser?

„Nein, nichts. Er hat sich einfach weg teleportiert und seitdem haben wir nichts mehr von ihm gehört." Leo war hin und her gerissen, einerseits wollte er sich auf die Suche nach Chris machen um sicherzugehen, dass es dem Jungen gut ging, aber auf der anderen Seite war ihr Verhältnis zu einander nicht gerade das Beste. Leo war sicherlich die letzte Person auf Erden der er sich anvertrauen würde.

„Er ist seit Stunden alleine dort draußen, und dass in diesem Zustand. Wir müssen ihn finden. Leo, kannst du spüren, wo er ist?" Phoebe sah den Ältesten erwartungsvoll an, aber dieser schüttelte traurig den Kopf.

„Nein, irgendwie verhindert er, dass ich ihn aufspüre, aber ich habe einen Verdacht, wo er sein könnte. Du hast Recht, ich werde versuchen ihn zu finden, aber für den Fall dass er doch nicht dort ist versucht ihr am Besten ihn auszupendeln."

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Die Lichter der Stadt unter ihm hatten schon immer eine seltsam beruhigende Wirkung auf Chris gehabt. Als Kind war er hier her gekommen, wenn er Probleme mit seinen Eltern gehabt oder sich mit Wyatt gestritten hatte. Oben auf der Golden Gate Bridge zu sitzen gab ihm immer das Gefühl, dass seine Probleme ihn nicht erreichen konnten, obwohl er nur zu gut wusste, dass dem sehr wohl der Fall war.

Sein Bruder war der Einzige gewesen, der in der Zukunft von diesem Platz gewusst hatte und Chris erschauderte jedes Mal, wenn er an den Tag dachte, als dieser ihm hier einen Besuch abgestattet hatte.

Flashback:

Einen wirklich schönen Ort hast du dir hier ausgesucht, Bruderherz." Chris versuchte ruhig zu bleiben und seine Überraschung über Wyatts plötzliches Auftauchen nicht zu zeigen.

Ja, nicht wahr?" Betont gelassen beobachtete er weiterhin die Autos die unter ihnen entlang fuhren und machte sich nicht die Mühe seinen Bruder auch nur eines Blickes zu würdigen. Ihnen beiden war klar, dass er dem blonden jungen Mann in keinerlei Hinsicht ebenbürtig war und dennoch konnte dieser es nicht ertragen, wenn jemand ihn ignorierte, besonders nicht jemand aus seiner eigenen Familie.

Sieh mich gefälligst an, wenn ich mit dir rede." Mit einem Ruck hatte Wyatt den jungen Mann vor sich auf die Füße gezogen und hielt ihn nun wenige Zentimeter vor seinem Gesicht an der Vorderseite seines T-Shirts fest.

Für einige Sekunden sahen sich die beiden ungleichen Brüder in die Augen, aber als keiner zuerst nachgeben und den Blickkontakt brechen wollte, verlor Wyatt die Beherrschung und warf seinen Gegenüber zu Boden.

Als Chris sich wieder aufrichtete hatte er einen metallischen Geschmack auf seiner Zunge und so berührte er vorsichtig seinen Lippen. Die roten Blutstropfen auf seinen Fingern bewiesen, dass er sich die die Oberlippe aufgeschlagen hatte.

Hattest du nicht gesagt, du würdest nie jemanden aus der Familie verletzen?" Verächtlich spuckte er auf den Boden und sah dann wieder in das Gesicht seines Bruders.

Langsam beschritt Wyatt einen Halbkreis um ihn herum, ihn niemals aus den Augen lassend.

So etwas nennst du eine Verletzung? Das ist ja erbärmlich. Ich werde dir wirkliche Verletzungen zeigen."

Mit diesen Worten ging er zum Rand der Plattform hinüber, während sich in seiner Hand ein Energieball formte, der immer größer wurde.

Wyatt, was hast du vor? Was immer du tun willst, lass es." Auch wenn Chris versuchte ruhig zu wirken, so gelang es ihm doch nicht, die in ihm aufsteigende Panik aus seiner Stimme heraus zu halten. Das Grinsen, das sich auf dem Gesicht seines Bruders zeigte, als dieser sich noch einmal zu ihm umdrehte, war genug um sein Herz für einen Schlag aussetzen zu lassen. Etwas Schreckliches würde geschehen.

Nein!", schrie Chris voller Verzweiflung, aber seine Stimme wurde schnell vom Lärm einer Explosion übertönt, der in diesem Moment von der Fahrbahn der Brücke her zu ihnen hinauf schallte. Chris war neben seinem Bruder und starrte in die Tiefe, bevor er überhaupt begriffen hatte, was geschehen war.

Trümmer flogen umher, und wo vor wenigen Sekunden noch Autos gefahren waren, klaffte nun ein meterbreites Loch und gab den Blick aufs Wasser frei. Auch einige der Stahlseile waren gerissen und all das hatte die Stabilität der Brücke soweit beschädigt, das diese nun drohte zusammen zu brechen.

Immer mehr Teile der Straße stürzten hinab und panische Schrei ertönten, während die Menschen versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Aber von hier oben war es nur all zu deutlich, dass für diejenigen im mittleren Teil der Brücke nicht mehr genug Zeit blieb.

Ich muss ihnen helfen." Chris wollte sich bereits zu den Opfern unten auf der Brücke teleportieren, als er spürte wie etwas, oder besser gesagt jemand, nach ihm griff und ihn wieder zurück riss.

Du wirst nirgendwo hingehen." Wyatt hatte diese Worte in sein Ohr geflüstert und obwohl er es weiter versuchte, musste Chris sich eingestehen, dass der Griff seines Bruders einfach zu fest war, als dass er ihm hätte entkommen können.

Es dauerte nur wenige Minuten bis auch der Pfeiler nachgab, auf dem sie standen, aber für den jüngeren der beiden Brüder fühlte es sich an wie eine Ewigkeit, in der er gezwungen war, dem Sterben der Menschen unter sich tatenlos zuzusehen.

Erst in letzter Sekunde teleportierte Wyatt sie in Sicherheit, in das alte Haus ihrer Familie, Halliwell Manor. Kaum, dass er wieder festen Boden unter den Füßen hatte und Wyatt seinen Arm losließ, musste sich Chris auf eines der Sofas hinsetzen, um seinen Körper wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Seine Hände hatten angefangen zu zittern und um sich wieder zu beruhigen, versuchte er eine der vielen guten Erinnerungen wach zu rufen, die er mit diesem Ort verband. Hier auf dem Dachboden hatte er oft ihrer Mutter geholfen etwas im Buch der Schatten nachzuschlagen oder Elixiere zu brauen, aber diese Tage waren schon lange vorbei.

Die Realität kam in Form von Wyatt zurück, der sich drohend vor ihm aufgebaut hatte.

Weißt du, warum all diese Menschen heute sterben mussten?" Genau diese Frage hatte sich Chris in den letzten Minuten selbst Dutzende Male gestellt, aber er wusste keine logische Antwort darauf und Wyatt schien ohnehin keine zu erwarten.

Schon zum zweiten Mal heute packte sein Bruder ihn am T-Shirt und zog ihn zu sich hoch, so dass Chris ihm in die Augen sah.

Deinetwegen. All diese Unschuldigen sind nur deinetwegen gestorben, damit du endlich lernst, dass du mit mir keine Spielchen spielen kannst. Du hast Recht, ich werde dich nicht töten oder verletzen, aber ich kenne dich. Es gibt genug andere Wege dir Schmerzen zuzufügen, also provozier mich besser nicht. Du tust was ich dir sage, wenn ich es dir sage, denn es gibt noch genug andere Brücken dort draußen und du willst doch nicht, dass noch jemand wegen dir leiden muss, oder? Also vergiss besser niemals, du gehörst mir."

Flashback Ende

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Leo war vor etwa einer Minute verschwunden um Chris zu suchen und Paige saß bereits vor dem ausgebreiteten Stadtplan, den Kristall in der Hand, bereit ihren Wächter des Lichts auszupendeln.

„So, jetzt brauchen wir nur noch etwas Persönliches von ihm." Betretenes Schweigen folgte dieser Bemerkung und die Schwestern sahen sich an, jede mit demselben Gedanken.

„Wir haben doch etwas Persönliches von ihm, oder?" Es war Piper die die Stille gebrochen hatte, aber weder Phoebe noch Paige wollten ihrem fragenden Blick begegnen.

„Chris ist seit mehreren Monaten unser Wächter des Lichts und wir haben nichts im Haus, das ihm gehört? Das ist doch nicht möglich!"

„Vielleicht ist etwas im Club. Ich könnte mich in das Hinterzimmer teleportieren und nachsehen.", bot Paige an.

Während Piper noch über dieses Angebot nachdachte, ließ Phoebe ihren Blick durchs Zimmer wandern, auf der Suche nach irgendetwas, das dem dunkelhaarigen jungen Mann gehören könnte.

Plötzlich fiel ihr etwas in der Ecke des Zimmers ins Auge. Sie ging hinüber um es aufzuheben und als sie näher kam erkannte sie es als den Dolch mit dem erst vor kurzem ihre Schwester niedergestochen worden war. Sogar Pipers Blut klebte noch daran.

In dem Moment als ihre Finger das Metall berührten, zuckte die junge Frau zusammen und die Bilder einer Vision schossen durch ihren Kopf. Sie sah einen dunkelhaarigen Dämon, der sich an einer Felswand abstützte. Eine Wunde an seiner rechten Seite blutete stark und sie konnte sehen, dass sein Gesicht schmerzverzerrt war. Das bemerkenswerteste an ihm waren jedoch seine Augen, die trotz des wenig vorhandenen Lichts hell erleuchtet waren.

„Was hast du gesehen?"

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„Ich dachte mir schon, dass ich dich hier finden würde." Leo sah besorgt zu dem jungen Mann vor sich, der auf das hell erleuchtete San Fransisco hinab sah. Er saß zusammen gekauert da, genauso wie er es im Haus der Halliwells getan hatte.

„Soll ich dir jetzt zu deinem Scharfsinn gratulieren, oder was?" Nun, zumindest hatte er seine vorlauten Bemerkungen noch nicht aufgegeben. Das war wohl ein gutes Zeichen, vermutete Leo.

„Nein, ich will, dass du wieder mit nach Hause kommst. Die anderen machen sich Sorgen um dich."

„Du hast es doch selbst mal gesagt, ich gehöre nicht zu eurer Familie. Also ist das auch nicht mein zu Hause."

Leo war überrascht von der Stärke der Emotionen die in dieser simplen Aussage steckten, aber er schüttelte den Kopf, da er Chris' Antwort einfach nicht mehr zustimmen konnte.

„Du hast heute Piper das Leben gerettet, damit gehörst du für mich zur Familie." In diesem Moment sah der junge Wächter des Lichts zu ihm auf, in seinen Augen ein Blick, der nur allzu deutlich seinen Unglauben, aber auch seine Hoffnung widerspiegelte.

Aber mit einem Mal verschwand all das wieder, und Chris wirkte wieder so verschlossen wie zuvor.

„Nein, ich hab' sie nicht gerettet, ich konnte gegen diesen Dämon rein gar nichts ausrichten, er war einfach zu stark für mich. Ich weiß nicht wer…"

Seine Stimme versagte, als ihn die Erkenntnis traf, wer seine Mutter gerettet haben musste.

„…Wyatt! Er…er hat un.., äh, seine mum beschützt und dieses Arschloch verwundet." Mit einer fließenden Bewegung war Chris auf den Beinen und lief nun vor einem äußerst überraschten Leo auf und ab.

„Ich fass' es nicht, er ist noch ein Baby und trotzdem ist er stärker als ich. Wenn ich es in der Zukunft nicht mit ihm aufnehmen kann, meinetwegen, aber hier? Das ist nicht fair!" Mit einer letzten Drehung stand er nun Leo gegenüber und sah diesen mit einem so verärgerten und vorwurfsvollen Blick an, dass der Älteste sich unwillkürlich fragte, inwiefern das seine Schuld sei.

„Aber du hast getan, was du konntest und wenn du nicht gewesen wärst, wenn du mich nicht gerufen hättest, wäre Piper trotzdem gestorben." Leo war sich nicht sicher, seit wann er sich so um das Wohl des jungen Mannes sorgte, aber diesen jetzt so voller Selbstzweifel zu sehen, war ihm unerträglich.

„Um Hilfe rufen, ja, das kann ich ganz toll." Chris hatte den Kopf gesenkt und murmelte diese Worte mehr zu sich selbst als zu Leo.

„Was hast du gesagt?"

„Nichts." Für einige Augenblicke herrschte Stille, während Chris überlegte, was er nun tun sollte. Er hatte immer noch eine Aufgabe zu erledigen und konnte nicht einfach so verschwinden. Früher oder später musste er ohnehin zu den Halliwells zurückkehren.

Dann wurde ihm plötzlich erstmals bewusst, dass seine Kleidung noch immer mit Pipers Blut getränkt war und ihm drehte sich fast der Magen um. Nun, vielleicht war es doch keine so schlechte Idee sofort zurückzukommen…

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Chris hatte Leo nicht geglaubt, was er über die Hexen gesagt hatte, aber sie hatten sich eindeutig wirklich Sorgen um ihn gemacht. Piper hatte ihn umarmt und ihm für ihre Rettung gedankt, aber zähneknirschend hatte er auch ihr gestehen müssen, dass nicht er, sondern der kleine Wyatt den Dämon vertrieben hatte.

Innerlich konnte er immer noch nicht begreifen, wie es möglich war, von einem Baby übertroffen zu werden. Kein Wunder, dass er einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber seinem Bruder hatte.

Phoebe erzählte nun ihrerseits von ihrer Vision und Chris war nicht überrascht zu hören, dass der Dämon aus ihrer Beschreibung derselbe war, der fast seine Existenz ausgelöscht hätte. Die Schwestern hatten ihn auch bereits im Buch der Schatten entdeckt und einen Vernichtungsspruch geschrieben.

Die Zeit, in der die Anderen nun auf Dämonenjagd gingen, würde er auf jeden Fall nutzen, um eine sehr heiße Dusche zu nehmen. Ein Teil von ihm befürchtete, dass sich das Blut nie wieder abwaschen lassen würde.

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Der Tunnel in dem die Mächtigen Drei gelandet waren, war dunkel und feucht, aber in der Richtung in die sie gingen erleuchteten einige Fackeln die Umgebung. Mit dem Dolch zur Hand war es leicht gewesen den Dämon auszupendeln, aber dort wo Paige sie hin gebracht hatte war nur eine Blutspur zu erkennen gewesen, der sie nun folgten.

Alle drei waren angespannt, darauf gefasst, dass hinter jeder Ecke ein Dämon lauerte, aber bis jetzt waren sie noch auf keinen gestoßen. Während ihre beiden Schwestern mit ihren aktiven Kräften angreifen würden, hielt Phoebe den Zettel mit dem Spruch bereit, mit dem sie Pipers Angreifer vernichten würden.

Etwa zwanzig Meter vor ihnen bemerkten sie plötzlich eine Gestalt am Boden. Der männliche Dämon lehnte mit dem Rücken an der Wand, aber es war nicht zu erkennen, ob er noch am Leben war, oder nicht. Vorsichtig näherten sich ihm die Hexen, aber egal ob tot oder lebendig, von ihm schien keine Bedrohung mehr auszugehen. An der rechten Seite des Dämons hatte sich eine Blutlache gebildet und auch als er die Schwestern bemerkte, sah er sie nur aus halb geöffneten Augen an.

„Du! Ich dachte, ich hätte dich getötet." Seine Stimme war nur noch ein heiseres Flüstern, aber als er Piper erkannte, schien wieder etwas Leben in ihn zu kommen.

„Versuch ja nichts Dummes, okay?" Die Älteste der Schwestern hatte sich vor ihm aufgebaut und sah nun drohend auf ihn hinab.

„Ich will wissen, warum du mich töten wolltest. War es nur, weil ich eine der Mächtigen Drei bin, oder steckte mehr dahinter?"

„Wieso sollte ich euch irgendetwas sagen. Ich sterbe ohnehin, und selbst wenn nicht, würdet ihr mich nicht gehen lassen." Mit dieser Beobachtung hatte der Dämon sicher Recht, aber er hatte dabei nicht mit Piper Halliwell gerechnet, die sich nun langsam zu ihm hinunter beugte.

„Du wirst mir sagen, was ich wissen will, weil ich dich sonst erstarren lasse, damit du mir nicht wegstirbst und dir dann jedes deiner Körperteile einzeln wegsprenge."

Für einen Moment hing diese Drohung in der Luft, während der Dämon zu überlegen schien, ob die Hexe es ernst meinte, dann schien er jedoch beschlossen zu haben, ihr zu glauben.

„Es gibt eine Prophezeiung über dich. Irgendetwas mit einem Kind. Ich kenn sie nicht genau, dafür geht ihr am besten zur Seherin. Vielleicht wird sie mit euch reden. Ich weiß nur, dass es darauf hinaus lief, dass es besser für uns alle wäre, wenn du stirbst. Das ist alles."

Das waren die letzten Worte des Dämons und während sich Piper, Paige und Phoebe verwirrte Blicke zuwarfen, konnte die Älteste von ihnen nur an einen Teil dieser Aussage denken: ‚Uns alle'?

tbc