Kapitel 29
Sie klopfte an die zugige, riesige Tür und Hagrid öffnete dieses mal ohne eine Bratpfanne in der Hand. Tagsüber schien er sie nicht zu brauchen, überlegte sie.
„Hallo Hag-" Aber weiter kam sie nicht, denn seine Augen hatten sich erfreut geweitet und er hatte sie übergangslos in die großen Arme geschlossen, so dass der Rest seines Namens gegen seinen Bauch unterging. Weiter reichte sie ihm nicht.
„Hermine! Wie schön, dich zu sehen? Alles in Ordnung? Wie geht es dir?", rief er glücklich.
„Glmpfl", sagte sie, einer Zerquetschung nahe.
„Was?", fragte Hagrid, ehe er erschrocken von ihr abließ. „Oh, Mensch, tut mir leid. Bin mal wieder unhöflich. Komm rein, komm rein!" Aber sie richtete ihre Uniform und schüttelte den Kopf.
„Vielleicht machst du mit mir einen Spaziergang? Zu Nessie?", fragte sie lächelnd, und Hagrid nickte begeistert.
„Ist sie nicht fantastisch?" Er war sofort aus der Hütte getreten und strahlte zu Hermine hinab.
„Ja, ist sie", bestätigte Hermine.
„Ich bin so froh, mich um so ein süßes Geschöpf kümmern zu können!", sagte er, als spräche er von einem winzigen Katzenbaby. Hermine runzelte die Stirn. Süß war Nessie nun wohl eher… nicht.
„Ich wollte mich bei ihr bedanken. Ich habe… ihr Kekse aus dem Honigtopf mitgebracht. Vielleicht… gefallen ihr die?" Hagrid lachte auf.
„Sie mag eher Seetang, aber probieren kannst du's ja!", riet er ihr. „Und wie geht's dir? Es tut mir alles so leid, Hermine!", sagte er bestimmt schon zum tausendsten Mal, aber sie schüttelte den Kopf.
„Ach, Hagrid. Es ist doch alles gut", versprach sie ihm. Sie wanderten über das Gelände, während Hagrid wohl wieder einmal in schweren Gedanken wegen der Entführung versunken war. Hermine hatte ein unangenehmes Gespräch mit ihrer Mutter über Floh führen müssen, in dem sie ihr erst mal hatte erklären müssen, wer diese Draco Malfoy war, von dem der Tagesprophet, den sie dummerweise ihren Eltern liefern ließ, sagte, er hätte all sein Gold für sie aufgegeben. Was ja nun auch nicht mehr stimmte.
Es war ein unangenehmes Gespräch. Wahrscheinlich fiel es in die Kategorie von Gespräch, wenn die Eltern einem eröffneten, sie kannten bereits den neuen Freund der Tochter, und wollten jetzt Details. Nicht, dass sie sagen würde, Draco wäre… ihr Freund.
Aber… vielleicht traf diese Beschreibung am ehesten auf ihn unter all den Jungen hier zu.
Es war unglaublich peinlich gewesen. Noch peinlicher, weil Ginny mit im Gemeinschaftsraum gewesen war und aus dem Grinsen gar nicht mehr rauskam seitdem. Sie hatte auch noch gegrinst, als Hermine ihr säuerlich erklärt hatte, sie ginge nun zu Hagrid.
Sie erreichten den See nach einer Weile. Das Wetter war wunderbar warm. Einige Schüler tummelten sich am anderen Ende des Sees, der Rest spazierte draußen über das Gelände.
Hagrid bückte sich, tauchte die Finger ins Wasser, wackelte mit ihnen, dass sich sanfte Wellen bildeten, und es war unglaublich, wie Tiere auf Hagrid reagierten, denn keine zehn Sekunden später, richtete sich die Riesenseeschlange erhaben aus dem Wasser auf. Wasser perlte ihren bunt glänzenden Leib hinab, und ihr Kopf blickte aus fünf Meter Höhe zu ihnen hinab.
Hermine überlegte dumpf, ob es mit Nessie im See nicht verdammt eng für den armen Kraken werden musste. Aber scheinbar vertrugen sie sich.
„Na?" flüsterte Hermine dem Tier zu, streckte ihre Hand aus, und langsam senkte Nessie den schuppigen Kopf, um ihre Finger zu beschnuppern, ehe sie sich bereitwillig von Hermine den nassen Kopf tätscheln ließ.
„Schade, dass sie nicht auch in meine Hütte passt", sagte Hagrid, aber Hermine beschloss seine Worte nicht zu kommentieren.
„Hier, schau mal", eröffnete sie der Seeschlange und holte ein paar Kekse aus ihrer Jackentasche und legte sie auf ihre Handfläche. Nessie schnupperte prüfend. Ihr gutes Auge blinzelte überrascht, ehe sie mit einem widerlichen Sauggeräusch, Hermines gesamte Hand in den Mund nahm. Kurz öffnete sich Hermines Mund panisch, aber Nessie saugte lediglich die Kekse von ihrer Handfläche und ließ Hermines nassgesabberte Hand unbeschadet zurück.
Angewidert blickte Hermine mit offenem Mund auf ihre schleimig nasse Hand, von der nun dickfadige Sabbertropfen hingen.
„Sie mag es!", rief Hagrid aus. Hermine nickte und verzog das Gesicht, als sie versuchte, die Seeschlangensabber abzuschütteln. Es half nichts, sie bückte sich und musste ihre Hand im See waschen. Nessie schlug ungeduldig mit der Schwanzspitze. Und Hermine beschloss, sich zu ekeln, wenn die Kekse leer wären. Sie griff sich die kleine Tüte aus der Tasche und verfütterte der Schlange noch drei Hände voller Kekse.
Hagrid schien es überhaupt nicht eklig zu finden, wie die Schlange aß. Hermine reinigte ihre Hände anschließend im See, während Nessie sie mit großen Augen anschaute, wie ein Hund, der bettelte.
„Ich hab nichts mehr", erklärte Hermine entschuldigend und hob zum Beweis ihre leeren Hände. „Alles alle", ergänzte sie. Die Schlange schnaubte unvermittelt durch die Nüstern, leckte sich mit der gespaltenen Zunge über das Gesicht, wohl um letzte Krümel zu finden, und Hermine freute sich, dass es ihr geschmeckt hatte.
„Ich glaube, du bekommst Besuch", sagte Hagrid neben ihr. Und Hermine wurde klar, er meinte sie, und nicht Nessie. Sie hob den Blick. An der Weide erkannte sie tatsächlich eine Gestalt. Sie lehnte lässig am Stamm und blickte zu ihr hinüber.
Ihr Herz machte einen leisen Satz. „Du hättest ihn ruhig mitbringen können", sagte Hagrid anschließend.
„Ich wusste nicht, dass er hier auftaucht", gestand sie wahrheitsgemäß.
„Na los", munterte Hagrid sie mit roten Wangen nickend auf. Hermine verdrehte die Augen, ehe ihre Wangen auch noch rot werden würden.
„Bis die Tage, Hagrid! Danke, dass du mitgekommen bist", sagte sie, während Hagrid eine wegwerfende Handbewegung macht und begann, Nessie wieder zu streicheln.
„Viel Spaß", rief er ihr nur nach, und Hermine schloss peinlich berührt die Augen, während sie, so gelassen wie möglich, den Weg zu ihm zurücklegte, denn, würde sie rennen, könnte sie sich anschließend auch gleich in seine Arme werfen, dachte sie, böse mit sich selbst.
Es war fast absurd und beschämend zugleich, dass sie so für ihn fühlte, wie noch nie zuvor in ihrem Leben.
Sie erreichte ihn relativ unbeeindruckt, so hoffte sie. Er stieß sich von dem breiten Stamm ab. Seine hellen Haare hatte sie auch vom anderen Rand des Ufers erkennen können.
Er trug die Hose seiner Uniform und das weiße Hemd. Die obersten Knöpfe hatte er geöffnet. Dennoch wirkte er immer irgendwie eleganter als sie. Bei ihm kam es ihr immer ungezwungen vor, wie er sprach und wie er sich bewegte.
„Hey", begrüßte sie ihn, etwas atemlos.
„Hey", wiederholte er, und es war peinlich. Das letzte Mal, als sie sich gesehen hatten, war sie ziemlich schamlos unter seinem Kuss dahin geschmolzen. Die kühle Distanziertheit wirkte also… etwas Fehl am Platze. Sie sah sich probehalber um.
„Wo sind Harry und Ron?", fragte sie sofort. Seine Augenbraute hob sich spöttisch.
„Ich wusste nicht, dass ich sie mitbringen sollen", erwiderte er knapp. Sie atmete aus.
„Nein, aber sie… sind bestimmt hier draußen. Im Gemeinschafsraum waren sie nicht", erklärte sie, und sein eindeutiger Blick war zum Verrücktwerden.
„Ich hatte auch nicht vor, nackt mit dir schwimmen zu gehen, Granger", sagte er nur. Sie schloss kurz die Augen, bei diesem Gedanken. Sie wollte nicht diskutieren. Und sie wollte nicht noch röter werden.
„Woher wusstest du, wo ich war?", fragte sie ihn schließlich.
„Wieso glaubst du, dass ich nur hier für dich wäre?", erkundigte er sich mit einem wissenden Lächeln. Ihr Mund schloss sich. Merlin, natürlich musste er nicht hier sein, nur wegen ihr. Sie war nicht das erste Mädchen auf der Welt, dem er seine Aufmerksamkeit zuteilwerden ließ, dachte sie zornig.
„Ich… - vergiss es", schloss sie einfach kopfschüttelnd.
„Ich war am See und habe dich gesehen", erklärte er schließlich lächelnd. Es war immer noch seltsam, ihn lächeln zu sehen. Es war seltsam, ihn plötzlich zu mögen, anstatt ihn zu hassen. Sein seltsamer Stimmungsumschwung stand ihm auch noch ausgesprochen gut. Er wirkte attraktiver, wenn er gutgelaunt war. Und sie hatte ihn schon vorher attraktiv gefunden, als er ein widerlicher Mistkerl gewesen war.
„Warst du da allein?", fragte sie, um irgendetwas zu sagen, und nicht wie ein dummes Mädchen vor ihm zu stehen und ihn anzustarren. Gott, sie war wirklich so leicht zu lesen, wie ein blödes Buch. Er grinste breiter.
„Nein, Granger. Mein Harem wartet dort auf mich. Ich muss auch gleich wieder zurück, sonst weinen sie", sagte er ungerührt, und sie atmete entnervt aus.
„Malfoy, du bist so ein-"
„-ich war dort mit Pansy, Goyle und Blaise, Granger", unterbrach er sie belustigt. Sie fuhr sich durch die Locken und wollte einfach nichts mehr sagen. Nichts, was dazu führte, dass er noch überzeugter von sich war. Ihre Hände waren überall im Weg. Sie wusste nicht, wohin damit.
„Oh", erwiderte sie also nur, aber doch erleichtert. „Und… hast du ihnen gesagt, wo du hingehst?"
„Ist das ein Geheimnis?", fragte er sehr direkt. Direkter, als sie es dem König der Kompliziertheit zugetraut hätte, gestand sie sich ehrlich ein.
„Ich…", begann sie unschlüssig, und er nickte.
„Scheinbar schon", gab er sich selber grimmig die Antwort. „Meine Freunde sind also toleranter als deine Freunde", schloss er überrascht. Sie runzelte die Stirn. Was sollte das heißen?
„Deine Freunde habe ich bereits betrunken und nackt aus Gefahren errettet. Toleranz sollte ich wohl von ihnen verlangen können", schnappte sie unbewusst, denn sie fühlte sich schon wieder von ihm angegriffen.
„Verzeih, dass ich nie das Bedürfnis verspürt habe, Potter weder nackt noch betrunken zu erretten", wiederholte er spöttisch ihre Worte. Oh ha ha! Als ob sie dieses Bedürfnis verspürt hatte! Er war so ein Arsch! „Ich habe nur kein Problem damit, Pansy und Goyle das massive Geheimnis zu verraten, wohin ich gehe. Es ist offensichtlich." Wieder zuckte er völlig unbeteiligt die Achseln.
„Darum geht es überhaupt nicht", erwiderte sie schroff, denn er verstand gar nichts.
„Hermine, nicht schon wieder!", fuhr er sie an, aber ihr Herz hüpfte unpassenderweise, alleine, weil er ihren Vornamen gesagt hatte. „Ich will nicht wieder diskutieren, warum ich in Zaubertränke nicht neben Potter sitzen wollte!" Zwar ging es darum, dass er neben ihr hatte sitzen sollen – nicht neben Harry – aber sie ging nicht darauf ein.
„Ich habe mit meiner Mutter gesprochen", wechselte sie plötzlich das Thema, dass sich seine Stirn kurz in offener Verwirrung kräuselte.
„Über?", wagte er zu fragen, und sie sah ihn eindeutig an.
„Über dich?", antwortete sie, als läge es klar auf der Hand.
„Über mich?", wiederholte er perplex.
„Na ja, sie hat in der Zeitung gelesen, dass… dass du geholfen hast, mich zu retten. Und… sie kennt Harry und Ron. Und sie erwartet von Harry Ron, mir zu helfen, aber…" Verständnis trat in seinen Blick.
„Und? Was hast du ihr erzählt?" Er wirkte weit weniger schockiert, als sie erwartet hatte. Es war sehr beunruhigend, dass er noch nicht ausgerastet war.
„Nichts Schlimmes!", sagte sie sofort. Kurz zuckten seine Mundwinkel auf diese anrüchige Art und Weise.
„Also nicht, dass du meinen Namen stöhnst, wenn ich deinen Hals küsse?", erkundigte er sich so verflucht glatt, als wäre es eine Alltäglichkeit. Sie wurde wieder rot.
„Nein!", zischte sie. „Gott, nein!" Er lächelte wieder. „Ich… habe ihr gesagt, wir wären… Freunde", schloss sie mit dem sehr unwahrscheinlichen Wort, in Bezug auf sich und Draco Malfoy. So ähnlich sah er sie auch an.
„Hm, sind wir das?", fragte er, fast überrascht.
„Na ja, wir… - nicht?", entfuhr es ihr verwirrt, und er fuhr sich durch die dichten Haare, kämmte sie aus seiner Stirn, über seinen Kopf, und schien kurz nachzudenken.
„Dann wärst du auf derselben Stufe wie Pansy oder Goyle", sprach er laut aus, was er dachte.
„Nein, ich dachte, Pansy und Goyle wären eher deine Untergebenen, und ich bin nicht deine Untergebene, Malfoy", klärte sie ihn trocken auf.
„Was ich damit meine", schien er sie mit nachsichtiger Arroganz aufklären zu wollen, „ist, dass ich gedacht habe, du wärst mehr als Pansy oder Goyle. Für mich", ergänzte er knapp. Ihr Mund öffnete sich bei diesem überraschenden Geständnis. Er war unglaublich verwirrend. Woher kamen auf einmal all diese offenen, ehrlichen Worte? Es machte sie wahnsinnig.
„Pansy und Goyle sind deine besten Freunde!", entfuhr es ihr kopfschüttelnd, beinahe entrüstet, dass er bereit war, sie selber so hoch zu stellen. Höher noch! Er ruckte mit dem Kopf.
„Nicht wirklich. Sie sind… Freunde", sagte er achselzuckend. „Beste Freunde habe ich nicht", schloss er, und sie sah ihn an.
„Wie schrecklich", entfuhr es ihr voller Mitleid, ohne dass sie es verhindern könnte. Ein bitteres Lächeln zog sich über seine schönen Züge.
„Es gibt einfach nicht genügend Potters und Weasleys auf dieser Welt, nehme ich an. Obwohl… genügend Weasleys gäbe es schon", fuhr er nachdenklich fort. „Aber ich glaube, ich möchte nicht mit ihnen befreundet sein."
„Harry und Ron-!", brauste sie auf, aber er hob die Hand.
„-nicht schon wieder!", ermahnte er sie streng, und sie schwieg. „Wenn du diese Raster brauchst, in denen du denkst, dann – ok", sagte er. „Dann… bist du mein bester Freund, Granger", ergänzte er achselzuckend. Ihre Augen wurden groß.
„Ich… bin dein bester Freund?", wisperte sie, fast den Tränen nahe, aber er sah das nicht. Denn seine Gedanken schienen weiter gewandert zu sein.
„Ja. Seltsam, dass dich das schockiert", bemerkte er kälter. „Aber… ich verstehe, warum es dich schockiert. Ich bin nicht mehr für dich, als Potter oder Weasley, richtig?", fragte er so ernst, dass sie blinzeln musste. Was?! „Ich… bin weniger als das", schloss er, als wäre er nun zu diesem Schluss gekommen.
„Das… das kann man nicht… vergleichen", sagte sie tonlos.
„Ich kann das", sagte er.
„Du bist ja auch ein Slytherin", sagte sie, und bereute es noch in exakt derselben Sekunde, als sein Blick verschlossener wurde. „Das habe ich nicht so-!", begann sie sofort, aber er nickte harsch.
„Schon gut", entfuhr es ihm bitter. „Beste Freunde sind ehrlich", schloss er kühl. „Woher sollte ich so etwas zwar wissen, aber ich verstehe schon, Granger. Vielleicht solltest du den Rest deines Tages mit deinen besten Freunden verbringen? Ich denke, das wäre für uns alle besser."
Und keine Sekunde später hatte er sie stehen gelassen, hatte sich vom Baum abgestoßen, und war mit weiten Schritten über die Wiese verschwunden, während sie noch nicht begriffen hatte, was gerade passiert war.
Was hatte sie gesagt? Wieso war er jetzt weg? Wieso ging es immer um Harry und Ron? Sie war wütend auf ihn! Er verstand es nicht. Und sie verstand es nicht! Er sollte ihr mehr bedeuten als ihre Freunde? Das war doch überhaupt nicht möglich! Harry und Ron waren ihre Familie! Ihre besten Freunde! Und sie hassten Malfoy! Was sollte sie bitteschön tun? Nicht mehr mit Harry und Ron Zeit verbringen, damit er sich besser fühlte?
Sie sollte ihm sagen, dass er… dass er ihr bester Freund war?
Aber das war er nicht! Ja, sie konnte verstehen, warum er es sagte. Sie hatte ihn schließlich schon hundert Mal gerettet, nicht bei Snape verraten, und sie war ein loyaler Schulsprecher gewesen.
Und überhaupt zu sagen, sie wären Freunde, war… gelogen. Sie waren keine Freunde. Sie… wusste nicht, was sie waren. Sie wusste, ihre Knie wurden zu Pudding, wenn sie ihm zu nahe kam, sie wusste keine Worte mehr zu sagen, wenn er vor ihr stand. Ihr wurde heiß und kalt gleichzeitig, wann immer sie mit ihm stritt. Und wenn er… näher kam – wenn er… sie berührte, dann… war ihr die Welt egal.
Aber… das hieß nicht, dass er ihr bester Freund war! Sie wusste nicht, was es hieß. Unglücklich wanderte ihr Blick über den See. Weiter hinten erkannte sie Pansy und Blaise, wie sie Händchenhaltend spazieren gingen.
Sie runzelte die Stirn. Würde sie jemals so mit Malfoy spazieren gehen?
Wahrscheinlich nicht. Sie glaubte auch nicht, dass er jemals ihre Hand halten würde! Er wollte ja nicht mal neben ihr in Zaubertränke sitzen!
Sie hatte kein Verständnis für seine Launen oder Beweggründe!
Er hatte ja auch kein Verständnis für ihre!
Ihre Hände hatten sich zu Fäusten geballt. Gott, sie hasste ihn einfach, diesen blöden Slytherin-Idioten!
