Kapitel 20
Parents
„Mr Malfoy, können Sie mir die Antwort nennen?"
Sein Blick war aus dem Fenster geglitten. Der Platz neben ihm war leer. Es war ungewohnt, dass Goyle nicht hier war. Beim letzten Treffen.
„Mr Malfoy?"
Und wenn Goyle recht hatte? Er atmete langsam aus. Er hatte schlecht geschlafen. Wenn überhaupt. Seine Gedanken kreisten viel zu sehr. Alle Zeichen deuteten darauf hin, dass er mit diesem Leben nicht zufrieden war. Aber er war doch eigentlich zufrieden.
„Stehen Sie auf und kommen Sie nach vorne!"
Er würde niemals den Vertrag zerreißen. Niemals, das stand fest. Er begriff auch nicht, was Goyle an Pansy fand. Und soweit er es mitbekommen hatte, hatte Goyle seinen Plan entweder nicht verwirklicht, oder hatte versagt.
Pansy Hochzeit war nämlich nicht abgesagt worden. Es war kein Skandal an die Öffentlichkeit gedrungen.
„Draco", stieß ihn Blaise unsanft an.
„Auch endlich aufgewacht, Mr Malfoy? Also, die Antwort!", rief Duke van Dyle ärgerlich. Draco hob irritiert den Blick. Er sah sich knapp um. Alle Blicke der zukünftigen Anwärter waren gespannt auf ihn gerichtet. Er tat nicht mal so, als hätte er zugehört.
„Sagen Sie, warum ist der Vertrag der Reinblüter so wichtig?", hörte er sich sagen, und der Duke verlor jede Fassung.
„Was? Wovon sprechen Sie? Geht es Ihnen nicht gut? Lenken Sie nicht von meiner Frage ab. Sie werden Sie beantworten, denn dafür finden diese Stunden hier statt, Mr Malfoy!"
Er runzelte langsam die Stirn. Der Duke würde ihm keine Antwort geben können.
Und das störte ihn. Er würde sich nur etwas von Menschen beibringen lassen, die klüger waren als er.
Damit war die Entscheidung eigentlich schon gefallen. Er klappte seinen unberührten Ordner zu.
„Entschuldigen Sie mich", sagte er schließlich. Er sah Blaise nicht mehr an. Er erinnerte sich, dass er auch sauer auf ihn gewesen war.
„Mr Malfoy! Kommen Sie sofort zurück! Sie setzen sich sofort hin, oder Ihre Eltern erhalten eine Mahnung von mir! Mr Malfoy!", schrie er ihm nach, aber die Tür fiel hinter ins Schloss, und relativ unbeeindruckt verließ er den Club.
Wieder mal hatte er sich gegen den Unterricht gewährt. Er wusste nicht, wie viele Briefe er schon nach Hause geschickt bekommen hatte, aber es störte ihn nicht.
Frauen… Er war früher so gut in diesem Fach gewesen. Frauen….
Wie bekam man noch mal eine Frau? Wenn man dafür arbeiten musste? Über… ihre beste Freundin? Nein. Zu gefährlich.
Über… ihre Geschwister? Einzelkind. Über ihre Freunde? Nein. Dann könnte er sich eher gleich aufhängen.
Über… - er hatte es!
Er musste nur kurz eine Frage beantwortet bekommen. Und dafür müsste er einen Menschen finden, der klüger war als er. Und an diesem nüchternen Tag, da gestand er sich nur einen einzigen Menschen zu, dem er vielleicht unterstellte, klüger zu sein.
Er würde apparieren. Und er würde so wenig Würde wie möglich opfern, beschloss er. Denn eigentlich war er auch auf diese Person wütend.
Er stand draußen und apparierte eilig.
Er hatte gehofft, ihm würde keiner in die Quere kommen. Aber ehrlich gesagt, zählte er nie darauf, dass irgendetwas überhaupt nach Plan verlief, wenn er es so wollte.
Pansy kam ihm entgegen. Und er wunderte sich sehr, sie überhaupt hier zu sehen. Sehr.
Und er wollte sie auch nicht wirklich hier sehen. Nicht wirklich, nein.
„Hey, Draco", begrüßte sie ihn und sah sich knapp um, als könnten sie beobachtet werden.
„Pansy, war willst du hier?", erwiderte er nur.
„War… Goyle heute bei eurem Treffen?", wollte sie schließlich wissen, und er schüttelte den Kopf.
„Nein. Das Zerreißen des Vertrags hat ihn… hochkantig aus einigen Clubs geworfen. Und wieso fragst du das? Das sollte dir doch eigentlich klar sein."
„Ich… wollte nur wissen, wo er gerade ist. Ich meine..., er hat zwar gesagt, er wird-" Er unterbrach sie jetzt doch neugierig.
„Du hast also doch mit ihm gesprochen? Und du hast nein gesagt? Ich hab ihm nichts anderes prophezeit", bestätigte er nickend.
„Was?" Sie sah ihn an.
„Was was? Du hast mit ihm gesprochen, oder nicht?"
„Ja. Aber… was hast du ihm gesagt?" Er verdrehte die Augen und wollte endlich weiter gehen.
„Dass Gold für dich am wichtigsten ist. Das wusstest du doch schon."
„Was?"
„Wieso solltest du sonst Potters Onkel heiraten, oder wer auch immer er ist?" Pansy wirkte plötzlich sehr schuldbewusst. Draco wurde es zu bunt. „Pansy, wenn du mich entschuldigen würdest, mein Tag ist ziemlich voll."
„Draco!", hielt sie ihn ärgerlich auf. „Was soll das? Wieso redest du nicht mit mir? Und bist du nicht überhaupt etwas früh zurück?" Er mochte sie jetzt nicht mehr.
„Du scheinst ja jede Gelegenheit zu nutzen, aus deinem Haus zu fliehen, oder?"
„Wo ist Gregory?"
„Ich weiß es nicht!", wiederholte er.
„Hast du ihm kein Gold leihen können? Deswegen ist er doch zu mir gekommen. Ich finde es unfassbar, dass du ihm nicht geholfen hast." Er war wieder verwirrt.
„Pansy, was redest du? Goyle wollte kein Gold von mir!"
„Er… - was?"
„Hat er dir nicht…" Auf einmal begriff Draco. Goyle hatte einen Rückzieher gemacht. Er verdrehte erneut die Augen. Das war doch nicht zu fassen! „Pansy, Goyle ist zu mir gekommen, um mir zu erklären, dass er seinen Vertrag zerrissen hat, um aus seiner Hochzeit rauszukommen, weil der Idiot unsterblich in dich verliebt ist. Ich hab ihm gesagt, wie dumm es ist, aber er wollte nicht hören. Er wollte nur von dir hören, dass du ihn nicht willst, und anscheinend hast du ihm das irgendwie klar gemacht, ohne dass er großartig etwas tun musste."
Sie sah ihn mit offenem Mund an. „Er hat… er wollte nicht heiraten?", flüsterte sie jetzt.
„Nein. Er wollte arm und chancenlos ein Leben mit dir verbringen." Draco blickte an ihr vorbei. Er wollte weiter, denn er brauchte nicht noch ein dysfunktionales Beispiel, dass ihm vielleicht zeigte, wie dumm die Reinblüter Gesellschaft eigentlich war.
„Das hat er mir nicht gesagt!", flüsterte sie tonlos.
„Na ja, anscheinend ist es doch sowieso-"
„Ich muss los!", rief sie, ohne ihm weiter zuzuhören und apparierte. Er seufzte. Menschen waren ihm suspekt. Er war sich selber suspekt. Er mochte nicht, wenn ihn jemand unterbrach. Aber jetzt könnte er den Weg fortsetzen, der ihm auch Magenschmerzen bereitete. Er würde später überlegen, ob es ein Fehler war, Pansy die Wahrheit zu sagen, und ob er unterbewusste Gründe hatte, die ihm noch mehr Angst machen würden….
„Hast du keine Arbeit heute?" Sie wusste, sie könnte ihren Vater vielleicht täuschen, aber ihre Mutter nicht unbedingt.
„Ich habe heute weniger zu tun. Deswegen dachte ich, ich besuche euch einfach", erklärte sie erneut.
„Du hast uns seit bestimmt fünf Monaten nicht mehr hier besucht", erwiderte ihre Mutter streng.
„Mum, bitte. Lass mich einfach ein bisschen Muggelarbeit erledigen. Bitte?", wiederholte sie ärgerlich und wusste, ihre Mutter mochte das Wort nicht besonders. Rose Granger verzog den Mund.
„Schön, bitte. Sag mir nicht, was los ist. Du kannst die Termine neu abtippen, wenn dir das Erfüllung bringt. Unsere Sprechstundenhilfe hat sich krank gemeldet, und ich kann nicht alles tun." Hermine seufzte dankbar auf.
„Das war schon alles, was ich wollte." Sie hatte nämlich keine Ahnung, wie die Geschichte mit Harry und Ginny ausgegangen war. Aber da noch keine schlimmen Nachrichten im Propheten standen, musste sie annehmen, dass sich noch niemand den Kopf abgerissen hatte. Das war schon mal ein Gutes.
Sie spürte den Zauberstab in ihrer Tasche als sie sich hinter die Theke setzte. Der Computer blinkte und surrte leise. Die Neonröhren an der Decke liefen mit Strom. Nichts hier deutete auf nur einen Funken Magie hin.
Eigentlich nur sie. Und das gefiel ihr sehr gut.
Ihr gefiel außerdem sehr gut, dass sie keinen Ring am Finger trug, dass sie nicht verlobt oder verheiratet war. Dass sie sich keine Sorgen darüber machen müsste, wo sie mit wem feierte und ob sie in einen Club aufgenommen werden würde.
Eigentlich, dachte sie, ging es ihr doch noch verhältnismäßig besser als anderen Menschen die sie kannte.
Einige Menschen kamen. Hermine brauchte nur wenige Minuten um sich im System der Praxis zurecht zu finden. Ihre Finger glitten mühelos über die Tasten und Technik kam ihr berechenbar und angenehm vor.
Sie würde nicht zugeben, dass ihr Muggelarbeit gefiel. Manchmal zumindest.
„Setzen Sie sich noch einen Moment, bitte, Mrs Wilkins", sagte sie freundlich. Die Dame nickte lächelnd.
„Ich kenne Sie seit Sie sehr klein waren, Hermine. Schade, dass ihre Eltern Sie auf diese Privatschule in Schottland gehen haben lassen. Aber überlegen Sie sich, ob Sie nicht hier in der Praxis anfangen könnten?" Hermine dachte darüber nach. Nein. Vollzeit Sprechstundenhilfe bei ihren Eltern? Das war nicht unbedingt ein Traum.
„Oh, ich habe schon einen Beruf. In der Stadt", erklärte sie vage. „Tut mir leid, Mrs Wilkins", fügte sie grinsend hinzu. Die Dame nickte erneut und verschwand im Wartezimmer.
„Das wäre doch mal was!", begrüßte ihr Vater sie, der aus einem der Behandlungszimmer gekommen war. „Meine Tochter als meine Sprechstundenhilfe", fuhr er fort, während er sie durch den Mundschutz auf den Haaransatz küsste. „Schön dich zu sehen. Deine Mutter ist ein wenig besorgt", merkte er an.
„Besorgt?", wiederholte Hermine, während sie für ihren Vater die Akte von Mrs Wilkins aus dem Schrank kramte.
„Ja. Sie sagt, du hast Probleme auf der Arbeit, weil du seit Monaten nicht mehr hier warst." Die dunklen Augen ihres Vaters durchleuchteten sie kurz.
„Ach, Unsinn. Ich habe nur…" Sie überlegte. Eigentlich wollte sie ihre magischen Probleme nicht hier mit hinnehmen. „Es ist nichts. Ich habe nur mal frei."
„Sie hat etwas von einem neuen Mann erzählt", fuhr er, scheinbar gelassen fort, während er durch die Akte blätterte. Hermine warf der Tür hinter der sie ihre Mutter vermutete einen bösen Blick zu. „Und wir wären nicht begeistert." An seiner Stimme hörte sie, dass er etwas amüsiert war. „Ich stehe natürlich immer auf der Seite deiner Mutter, Liebes", fügte er zwinkernd hinzu.
„Kein neuer Mann, Dad", sagte sie gepresst und schenkte ihm ein Lächeln. Mann… Als hätte sie einen neuen Mann. Das wäre mal etwas wirklich Neues.
„Ein… Reinblüter…", setzte er noch mit einem Augenbrauenwackeln hinzu, aber ehe Hermine den Mund zum Widerspruch geöffnet hatte, war er mit einem Schmunzeln in den Augen wieder verschwunden. Hermine lehnte sich über die Theke vor.
„Mrs Wilkins, Sie können in Behandlungszimmer drei kommen", rief sie, eine Spur ärgerlich. Wofür kam sie hierher, wenn sie ihren Problemen doch nicht entkam? Ihre Mutter war unmöglich!
Sie war einfach… -
Ihre Gedanken brachen irgendwo an dieser Stelle ab, denn gerade hatte sich die Tür erneut geöffnet. Sie hatte das ungute Gefühl, ihr Mund war so eben aufgeklappt.
Sperrangelweit auf.
„Du bist früh", merkte Lucius an, ohne aufzusehen.
„Ich bin gegangen", erwiderte Draco knapp.
„Dann bekomme ich wohl gleich eine Nachricht über Floh von dem geschätzten Duke?", Lucius hatte endlich den Blick gehoben, sowie eine skeptische Augenbraue. „Draco, was ist los?"
„Mum liebt dich?" Es sollte keine Frage sein. Es sollte eigentlich überhaupt kein Satz sein, den er an seinen Vater richtete.
„Was?" Sein Vater wirkte nicht interessiert.
„Du hast sie betrogen?", fuhr Dracos Stimme, ohne sein zutun fort.
„Wovon sprichst du?"
„Willst du es nicht sagen? Das musst du auch nicht", schloss Draco schließlich. Er schüttelte den Kopf, von sich selber verwirrt.
„Hast du wieder getrunken?", bemerkte sein Vater spöttisch, und Draco schenkte ihm ein kühles Lächeln.
„Noch nicht, aber der Tag ist jung", erklärte er. „Ich habe eine Frage", fuhr er fort. Lucius schien immer verwirrter zu sein. Das passte auch zu Dracos Gemütszustand.
„Eine Frage? Eine Fangfrage? Eine Frage, wo und wann ich Narzissa betrogen habe? Oder fragst du mich nach härterem Alkohol?" Lucius schien mit ihm genauso wenig sprechen zu wollen, wie mit seiner Frau. Draco atmete langsam aus. Er war genervt. Von seinem Vater, von sich selbst. Von allen Reinblütern im Moment.
„Wofür steht die Abkürzung ?", fragte er nur.
„Was?" Er schien seinen Vater heute an die Grenzen seiner Geduld zu bringen. „Draco, wovon-"
„Ich habe es auf einer Uniform gesehen. Ich dachte mir, du weißt, was es bedeutet, nachdem du doch so viele Muggel gefoltert und umgebracht hast." Es war ein heikles Thema. Höflichkeit war nicht Dracos Stärke, also versuchte er es nicht mal. Lucius Blick wurde kühl.
„Wieso willst du das wissen? Bist du krank?"
„Was?" Nun war Draco derjenige, der Fragen stellte.
„Ich würde ja behaupten, es geht mich nichts an, aber bedauerlicherweise bin ich immer noch derjenige mit der Macht über dein Vermögen. Und ich möchte wissen, weshalb du solche Fragen stellst, und nicht oben bist, um mit deiner zukünftigen Frau den Ballsaal betrachtest, in dem du in ein paar Tagen deine Hochzeit halten wirst." Seine Stimme ließ kaum einen Widerspruch zu.
„Sag mir, was es bedeutet, Lucius", forderte er nur.
„Ich hoffe, du denkst nicht, du seist besser als ich, Draco", fuhr Lucius fort. „Denn von hier, wo ich stehe, sieht es so aus, als ob du selber einen großen Fehler machen möchtest."
„Dann komme ich ja ganz nach dir, nicht wahr?", knurrte Draco. „Sagst du es mir, oder muss ich wildfremde Muggel in London ansprechen?" Zuerst dachte er, Lucius würde nicht antworten, würde den Kopf senken und über seinen Notizen verschwinden.
Dann aber sprach er doch.
„Es ist ein Titel. Für einen Heiler der Muggel. Doktor der Medizin", erklärte er kalt.
„Doktor…", widerholte Draco langsam. „Doktor für…" Dann schloss sein Gehirn die Lücke. Er wusste, für was sie Doktoren waren! Er hob den Blick, und seine Mundwinkel zuckten.
„Danke", sagte er nur.
„Wo gehst du hin?"
„London, Innenstadt", gab Draco zurück.
„Du solltest nicht gehen."
„Ich sollte vieles nicht tun. Du kannst meiner Mutter sagen, es tut mir leid", fügte er hinzu, bevor ihn ein Lächeln aufhielt. „Aber… nein. Das kannst du ja nicht. Du sprichst ja nicht mit ihr. Dann… sag einfach gar nichts."
„Dein Vermögen wird nicht-" Aber Draco wollte es zum ersten Mal nicht hören.
„Scheiß auf mein Vermögen", sagte er mit einem glatten Lächeln und verschwand mit erhobener Hand aus dem Arbeitszimmer. Er wusste nicht, ob Lucius ihm nachsah. Er wusste nicht, ob er gerade den Kardinalfehler begangen hatte, der ihn aus der Familie warf.
Aber… jetzt gerade? Jetzt gerade interessierte es ihn erschreckend wenig. Niemand kreuzte seinen Weg. Niemand hielt ihn auf. Seine Entscheidungsmacht lag in seiner Hand. Aber… viel zu entscheiden gab es nicht. Er wusste ziemlich genau, was er jetzt gerade wollte.
Und er wusste, sie wollte es auch.
Nach dem er appariert war, nachdem er sich durchgefragt hatte und in einer der roten Telefonzellen – die nicht alle hinab ins Ministerium führten – eines der schmierigen Bücher durchblättert hatte, war er zur richtigen Adresse appariert.
Sein Herz schlug normal, aber seine Atmung ging eine Spur schneller.
Und es gehörte zwar nicht unbedingt zum Plan, aber, dass ausgerechnet sie hinter der Theke saß, tat dem Ganzen nun keinen Abbruch.
Wie gelangte man in das Herz einer Frau? In Grangers Fall, wahrscheinlich über ihre Familie. Und da er keine Chancen bei ihrer Wahl-Familie Weasley-Potter hatte, beschloss er, es über ihre richtige Familie zu versuchen. Sie starrte ihn an, wie einen bösen Dämon.
Aber er beschloss, so zu sein, wie immer.
„Hey, Granger. Zweiter Job?"
