Ferien bei den Malfoys:
„Aufstehen! Bei uns wird nicht so lange geschlafen!"
Amy saß sofort kerzengerade in ihrem Bett und sah sich erschrocken um. Sie lag in einem Himmelbett mit grünen Vorhängen, hinter den Vorhängen verbarg sich ein geräumiges Zimmer welches in schwarz und grün gehalten wurde.
Wo bin ich nur?, fragte sich das Mädchen. Ihr wurde ihre Situation schlagartig bewusst, als die gleiche Person von vorhin noch einmal „aufstehen" in ihr Zimmer brüllte.
Sie war bei den Malfoys und das jetzt schon ganze 4 Tage, sie hatte es sich eigentlich um einiges schlimmer vorgestellt. Narzissa schien einigermaßen okay zu sein, den alten Malfoy und seinen widerwärtigen besserwisserischen Sohn konnte sie zwar noch immer nicht Leiden, obwohl zumindest der alte sich große Mühe gab nett zu ihr zu sein, zu ihrem Glück war auch Pavo hier, der ihr das Leben hier um einiges angenehmer machte. In der nächsten Woche würde sie auch seinen kleinen Bruder kennen lernen, der dieses Jahr nach Hogwarts kommen sollte und bis jetzt bei einer seiner Freunden die Ferien verbracht hatte.
Keine 10 Sekunden nachdem Amy sich angezogen hatte klopfte es wieder an der Tür.
„Ich komme ja schon", antwortete Amy genervt und riss die Tür auf, doch statt Lucius den Amy erwartete hatte stand Pavo vor ihrer Tür.
„Auch einen schönen guten morgen, Kleine", lachte Pavo und sie warf ihm daraufhin einen bösen Blick zu, da er sie Kleine nannte. Was konnte sie dafür, dass er in den letzten fünf Wochen so in die Höhe geschossen ist und nun fast einen Kopf größer war als sie.
„Gehen wir jetzt frühstücken?", fragte die Kleine.
„Natürlich"
„Warum bist du hier hergekommen?"
„Weil ich Angst hatte das du dich verläufst, ich weiß doch wie es dir in Hogwarts ergangen ist", lachte Pavo.
„Hogwarts ist aber größer und du warst genauso dabei!", verteidigte sie sich, beide mussten bei dem Gedanken schmunzeln, „Also warum hast du mich wirklich abgeholt?"
„Hast du meine Geburtstagskarte gelesen?"
„Was hat das jetzt damit zu tun?", wollte Amy ausweichen, der schlagartig bewusst wurde das sie die noch immer nicht gelesen hatte.
„Alles."
Ein paarTage später, als sie endlich einmal alleine war, ohne Draco, Malfoy, Narzissa oder irgend einem anderen Hausbewohner, lag sie in ihrem Zimmer auf dem Bett und las Pavos Geburtstagskarte.
Hey :)
Alles Gute zu deinem Geburtstag und ich hoffe du feierst ihn schön :)
Ich hoffe dir gefällt das Geschenk, ich habe es selbst gezeichnet und dann mit einem Zauber wasserfest gemacht.
Ich habe noch immer nichts von Harry gehört, du mittlerweile? Ich hoffe, ich mache mir schon richtig sorgen um ihn.
Ich muss dich unbedingt warnen und sage es Snape auch, wäre vielleicht gar keine schlechte Idee, der alte Malfoy heckt irgendetwas aus und es hat mit dir zu tun. Ich habe zufällig mitbekommen wie er mit Draco davon geredet hat das er dir etwas unterjubeln will, pass auf und nimm nichts an was einer der beiden dir geben will, ich habe keine Ahnung nur das es schon älter ist und so alle Lebensmittel und andere nicht haltbare Gegenstände ausgeschlossen sind.
Gibt es zu Abwechslung einmal gute Neuigkeiten bei dir?
Auf ein Wiederschreiben Pavo :-)
Neuigkeiten wollte er sicher nicht von ihr wissen, die hatte sie ihm schon alle erzählt und es konnte sowieso nur eine Sache sein die er gemeint haben könnte, und zwar diese Sache die Malfoy ihr unterjubeln soll. Das dieses Etwas schwarzmagisch ist, bezweifelte sie gar nicht.
Pavo meinte das sie mehr aufpassen sollte, sie musste sofort mit ihm darüber reden.
Sie hüpfte aus ihrem Bett und machte sich auf den zu Pavo.
„Nein das werde ich sicherlich nicht!", schrie Pavo.
„Doch das wirst du, sonst werde ich ihr dein Geheimnis verraten!"
Amy stand vor Pavos Zimmertür und wollte eigentlich gerade anklopfen als sie die Stimmen wahrnahm.
„Aber das kann ich doch nicht machen!", meinte Pavo kleinlaut.
„Doch kannst du! Und du wirst es machen!", Amy kannte die Stimme nicht und wollte gerade umdrehen da sie keine privaten Gespräche von Pavo belauschen wollte als Pavo die Antwort gab.
„Nein ich kann Amy das nicht antuen! Ich werde das nicht machen!"
Amy blieb stehen, sie hatte schon vermutet das es um sie ging, doch sie wollte es nicht glauben und jetzt war es bewiesen.
„Bist du dir sicher, dass du es nicht machst? Es ist zu deiner eigenen Sicherheit", die Stimme wurde bedrohlich leise.
„Na gut, dann…", doch weiter hörte Amy nicht zu, sie rannt davon, Pavo hatte sie vertaten, ihm war seine eigene Sicherheit wichtiger als sie und er hatte ein Geheimnis vor ihr, wo sie ihm doch alles erzählt hatte. Sie rannte, rannte einfach fort, sie wusste nicht wohin sie rannte, irgendwohin in diesem riesigen Haus, weit weg von Pavo diesem Verräter.
Nach einer gefühlten Ewigkeit riss sie links neben sich die erst beste Tür auf und lief in diesen Raum, hinter sich warf sie die Tür ins Schloss, stemmte sich gegen die Tür, rutschte verzweifelt die Tür hinunter und fing jämmerlich an zu weinen.
Als sie am nächsten Tag aufwachte hatte sie keine Ahnung wo sie war, vor ihr stand ein kleines, dreckiges Lebewesen mit riesigen Augen und abstehenden Ohren. Sie hatte schon viele von ihnen in Hogwarts gesehen, sie arbeiteten in der Küche, wo sie mit Fred und George schon einige Male war und sich mit Köstlichkeiten vollstopfen ließen. Es war ein Hauself.
„Miss darf nicht weinen, ist alles okay, Miss sicher hungrig. Jobst zeigen ihr Küche, Miss mitkommen."
Amy wischte sich ihre Tränen weg, die über die Nacht getrocknet waren, stand auf und folgte dem Elf.
Die Küche war riesig und es arbeiteten 20 oder noch mehr Hauselfen fleißig in der Küche. Natürlich im Vergleich zu Hogwarts wo mehrere Hunderte Hauselfen kochten war dies nichts, doch in Hogwarts arbeiten sie auch für hunderte von Schüler und hier bedienten sie alle nur eine einzige Familie.
Sie brachten mir alles Mögliche zu Essen und stellten sich alle vor. Dinkey, Lala, Merce, Lia, Wolly, Solle, Molle, Lassi, Micky, Trickxy, Dobby, Ati, Marte, Mila…
Als sie satt war verabschiedete sie mich von jedem einzelnen und Jobs begleitete sie zu ihrem Zimmer, welches sie ohne ihn nie gefunden hätte.
Als sie am nächsten morgen zum Weg in die Küche war, tauchte Pavo auf einmal hinter ihr auf.
„Morgen Kleine, wo warst du gestern?", lachte er fröhlich.
Wie kann er mich einfach so hinterhältig hintergehen und dann einfach so tun als ob nichts passiert sei?, fragte sie sich und ignorierte ihn.
„Amy?", fragte er noch einmal nach und sein Lächeln war aus seinem Gesicht verschwunden als sie sich umdrehte und ihn finster anfunkelte.
„Willst du mir nicht sagen was du Vorgestern gemacht hast?"
„Amy was meinst du? Wovon sprichst du?", fragte er verzweifelt.
„Denk doch einfach mal darüber nach und dann sag mir ob du mir etwas zu sagen hast oder nicht!", sie drehte sich von ihm weg und rannte in die Küche wo die gesamte Familie am Frühstückstisch saß und auf Pavo und Amy wartete.
Die nächsten Wochen verliefen ruhig. Sie redete nicht mehr mit Pavo, der keine Ahnung hatte warum sie ihn ignorierte, zumindest tat er so.
Sie lernte Lorentz kenne, Pavos kleinen Bruder, den sie nicht leiden konnte, ein Grund könnte sein das er die Person war welche mit Pavo in seinem Zimmer gestritten hatte.
Der alte Malfoy hatte ein Tagebuch angefunden welches er ihr schenken wollte, sie aber hatte dankend abgelehnt, da sie an die Wahrung von Pavo dachte, obwohl er sie verraten hatte, glaubte sie seine Wahrung trotzdem. Er bot es mir immer wieder an, doch ich sagte ihm, dass ich bereits ein Tagebuch hätte und kein weiteres brauchen würde, was natürlich gelogen war.
Als wir zur Winkelgasse fuhren und unsere Bücher für dieses Jahr einkauften trafen wir Ron, Harry, Hermine und Rons Family im Flourish & Blotts, wo Gilderoy Lockhart Signierstunde hatte und bekannt gab, dass er dieses Jahr Verteidigung gegen die dunkeln Künste in Hogwarts Lehrern würde. Hermine, Mrs. Weasley und Ginny waren ganz hingerissen von diesem Lockhart mit seinem falschen Lächeln, doch Amy konnte ihn von anhieb nicht leiden. Als er Harry aus der Reihe holte und zahlreiche Fotos mit ihm vom Fotographen machen ließ und Harry noch als seinen größten Fan bezeichnete und ihm seine komplette Bücherreihe schenkte hätte sie ihm regelrecht dem Hals umdrehen können. Harry gab seine geschenkten Bücher Ginny da er sie nicht haben und sich für sein Schuljahr seine eigenen kaufen wollte.
Als die Familie Weasley hinaus gehen wollte kam ihnen der alte Malfoy entgegen und beleidigte zuerst Harry und als Ginny, Ron's kleine Schwester, ihn zur Hilfe kam höhnt er über die ganze Familie Weasly weil sie nicht so viel Geld hatten wie die Malfoys.
Der alte Malfoy und Mr. Weasley kamen so strak zu streiten das sie sich letzt endlich regelrecht prügelten, bis sie der Verkäufer von Flourish & Blotts aus dem Laden warf.
Die nächsten Tage bis sie mit dem Zug nach Hogwarts fahren konnten waren ziemlich angespannt. Der Obermalfoy regte sich bei jeder Gelegenheit über die Weasleys auf, machte Pavo hinunter, wo ich Pavo noch am Anfang meiner Ferien bei ihnen Tatkräftig geholfen hatte, doch jetzt sagte ich nichts mehr und sah nur mehr zu.
Als Malfoy das merkte hänselte er Pavo noch mehr, das er keine Freunde hatte, das er eine Schande für die Familie sei, weil er in Gryffindore sei und sich mit Schlammblüter angefreundet hatte. Früher hatte Pavo noch alle Muggelstämmigen und Gryffindores verteidigt, doch mittlerweile sah er mich nur mehr traurig an und ließ alle Beschimpfungen über sich ergehen.
Die Stimmung war niederschlagend und Amy war heilfroh als es endlich 1. September wurde und sie aus diesem Grauenhaften Haus durfte und zu ihrem geliebten Schloss zurückkehren durfte.
Und schon das zweite Kapitel ist fertig und Amy ist schon wieder fast aus ihren verhassten Ferien draußen.
Lg Das Problem
