Und hier ist nun schon das (voraussichtliche) Ende meiner Geschichte:
Nach einem weiteren Monat bemerkte sie, wie sich ihr Körper langsam veränderte. Nun sahen es bald auch die beiden Dienerinnen und verständigten den König.
Als Leopold die Nachricht hörte stürmte er in Reginas Gemächer.
„Wie kannst du es wagen...?" begann er, zornrot im Gesicht und außer Atem.
Regina sah ihn voller Furcht an. Sie wusste weswegen er gekommen war, so einen Gefühlsausbruch konnten nur bestimmte Botschaften auslösen und ihre Schwangerschaft war eine solche.
„Ich musste es gerade von meinen Dienstboten erfahren, dass meine Frau ein Kind bekommt!" Er kam drohend auf sie zu.
„Aber ich weiß, dass es nicht mein Kind ist sondern ein elendiglicher Bastard! Ich will, dass du es sofort loswirst!"
„Was?" Jetzt war Reginas Angst wie weggeblasen.
„Nein! Es ist mein Kind und ich werde es behalten!" Erwiderte sie mit einer Stärke die nur eine werdende Mutter haben konnte.
Leopold war erstaunt über ihren plötzlichen Ausbruch. Er wollte, dass sie ihm immer gefällig war. Deshalb musste er sich genau überlegen was er jetzt zu ihr sagte. Später konnte er sich immer noch darum kümmern diesen Bastard loszuwerden
„Nun gut du kannst es vorerst behalten, aber du bleibst hier drin, sodass niemand, absolut niemand von deinem Umstand erfährt. Selbst Snow darf dich nicht mehr besuchen"
Über die letzte Bedingung musste Regina fast lachen. Leopold ging wieder hinaus und schloss mit einem krachen die Türe hinter sich ab.
Regina strich über ihren leicht geschwollenen Bauch und sprach zu ihm.
„Hey mein Kleines! Ich beschütze dich mit allem was in meiner Macht liegt."
In den folgenden Monaten litt sie sehr unter dem Eingesperrt sein. Tag ein tagaus dasselbe, keinerlei Abwechslung in Sicht. Selbst Rumpelstilzchen ließ sich nicht mehr blicken. Nur der Blick von ihrem Balkon auf das Land hinaus verschaffte ihr ein wenig Ablenkung. Die Königin vermisste es draußen zu sein und auf ihrem Pferd Rosinante zu reiten und natürlich Robin. Immer wieder kam er ihr in den Sinn und sie weinte noch mehr Tränen. Aber sie zog auch große Kraft aus den Gedanken an ihn und an das Kind, das sie in ihrem Bauch heranwachsen spürte. Als es sich das erste Mal in ihr bewegte erfüllte es sie mit einer schier unbeschreiblichen Freude. An diesem Tag konnte sie nichts anderes als lachen.
Bald schon, beinahe zu bald kam die Zeit ihrer Niederkunft. Als sie eines Morgens mit den ersten Wehen aufwachte, überkam sie eine fürchterliche Vorahnung, dass diese ruhige Zeit nun vorbei war. Ihre Schmerzen wurden immer stärker und sie rief nach einer ihrer Dienerinnen.
Es war eine sehr lange und schmervolle Geburt. Als ihr Baby endlich auf der Welt war, verlor sie das Bewusstsein aufgrund des zu hohen Blutverlustes. Regina überlebte nur knapp und als sie wieder aufwachte war sie immer noch sehr geschwächt.
Sie bat dennoch darum ihr Kind halten zu dürfen. Da war sie nun, ihre kleine Prinzessin, Robins Geschenk. Regina küsste sie auf die Stirn als eine Wache des Königs in das Zimmer stürmte. Er kam auf sie zu und entriss der Königin ihr Baby.
„NEIN! LASST MIR MEIN KIND!" schrie sie aus letzten Kräften und versuchte auch ihre Magie einzusetzen aber sie war zu schwach.
Alles um sie herum wurde erneut schwarz.
Der König war zwar ein gütiger Mensch aber er hasste diesen Bastard, da es ein Zeichen der Untreue seiner Königin war und so etwas durfte er nicht dulden. Deshalb wies er die Dienerin, die bei der Geburt geholfen hatte, an einen Vergessenstrank in Reginas Wasser zu schütten, der alle Erinnerungen an das Kind sowie an Robin auslöschen sollte. Diesen Trank bekam er von einem Zauberer, bekannt als der Dunkle, im Tausch gegen das Kind. So dachte sich der König, dass er gleich zwei Probleme gelöst hätte. Er war das Kind los, seine Frau vergaß alles und war ihm wieder treu ergeben.
Aber jede Magie hat ihren Preis und auch wenn Regina ihre Erinnerungen verloren hatte – ihr Körper hatte das Kind nicht vergessen. Deshalb hegte sie seit diesen Tagen ein noch größeres Misstrauen gegenüber dem König und hatte eine innere Stärke gefunden, um ihm die Stirn zu bieten. So bezahlte der König den Trank später mit seinem Tod, ermordet durch seine Königin Regina.
Vielen Dank fürs Lesen! Falls hier Ideen habt, wie es weitergehen könnte oder sonstige Anmerkungen lasst ein Review da oder schreibt mir eine Nachricht.
Liebe Grüße Lyvianne
