Hallo ihr Lieben
Sodila, hier bin ich wieder mit neuem Chapter im Schlepptau. Hoffe es gefällt euch. Es ist das letzte dieser eher ruhigen Kapitel, danach wird's... anders. Also genießt es und vergesst danach das reviewen nicht...
Klasse war auch mal wieder meine Betaleserin Vampyre. Sry, ich hab keine Ahnung, was momentan mit mir los ist, dass diese Kapitel solche Trümmerhaufen sind. Aber du machst das ja immer subberlaolawelle!
Hab ich was vergessen? Nein? Dann viel Spass mit dem Chapter und wie gesagt: genießt es!
lg, Schoko
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Chapter 8
Ich fand Jessica, die vor meinem letzten Klassenzimmer wartete, vor dem Mittagessen. Sie sah genauso wie am Tag zuvor begierig danach aus, mit mir zu sprechen.
Ich seufzte und beschloss, ihr das Wort abzuschneiden, bevor sie mich wieder über Edward ausfragen konnte.
„Gehst du nach First Beach?", fragte ich, sobald sie in Hörreichweite war.
Sie schien leicht überrumpelt von meiner Frage. „Ja, und du?"
"Ich denke darüber nach."
"Das wird sicher lustig. Du solltest mitkommen." Sie begann mir zu erzählen, was sie alles zu vorhatten und wer alles mitkommen würde. Ich war nicht sonderlich begeistert, als ich hörte, dass Lauren mitkam, aber ich war zufrieden, sie erfolgreich abgelenkt zu haben
Die Stunde schien ewig zu dauern. Ich sprang nervös von meinem Platz auf, sobald die Glocke klingelte und lief aus dem Klassenzimmer. Ich lief gerade über die Türschwelle, als mein Zeh hängen blieb. Ich presste die Augen fest zusammen und bereitete mich darauf vor, auf den Boden zu knallen, als ich plötzlich spürte wie sich etwas Kaltes und Hartes um mich schlang. Ich sah auf und entdeckte Edward, der mich anlächelte. Ich lief rot an, als er mich zurück auf meine Füße stellte. Er griff nach meiner Tasche, die auf den Boden gefallen war, und schwang sie sich über die Schulter.
Er feixte.
„Danke", murmelte ich peinlich berührt.
"Sollen wir?", fragte er.
Ich nickte als Antwort und folgte ihm in die Cafeteria. Alle Augen lagen auf uns, als ich mich hinter ihm in der Schlange zur Essenausgabe anstellte. Ich hielt den Kopf gesenkt, um all den neugierigen Blicken auszuweichen, die die Leute uns zuwarfen. Ich protestierte nicht, als er nach einem Tablett griff und es mit Essen belud. Ich beobachtete, wie er zahlte und uns schweigend zu einem Tisch in einer Ecke führte.
"Iss!", befahl er, sobald ich Platz genommen hatte, und schob mir das Tablett zu.
"Willst du nichts essen?"
Er zuckte mit den Schultern. „Ich hatte ein großes Frühstück.
Stirnrunzelnd griff ich nach einem Heidelbeerbagel, von dem ich kleine Stücke abriss und sie langsam kaute. Ich wich seinem Blick aus. Er beobachtete mich aufmerksam beim Essen. Ich fühlte mich unwohl. Ich sah weg und entdeckte EdwardsFamilie, die am anderen Ende des Raumes saß. Die kleine, elfenhafte erkannte ich als Alice wieder. Sie sah mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen in unsere Richtung. Ich fragte mich, weshalb sie lächelte. Es war unglaublich, wie ihr Lächeln sie genau wie ihren Bruder noch schöner machte, wenn das überhaupt möglich war. Sie waren alle so schön – zu schön.
„Sag mir, was du denkst", verlangte Edward plötzlich.
Ich sah zurück und unsere Augen begegneten sich. Ich war so fasziniert von der Eindringlichkeit seines Blickes, dass ich das erste ausstieß, was mir durch den Kopf schoss. „Ich habe mich gefragt, was euch alle so schön macht."
Ich wurde augenblicklich rot und sah hinab auf den Tisch. Dummes Kind!
"Ich könnte dir die gleiche Frage stellen", antwortete er nach einigen Minuten. Ich konnte das Lächeln in seiner Stimme regelrecht hören.
Ich spürte, wie meine Wangen wärmer wurden und die Röte auf meinem Gesicht wurde bei seinen Worten nur noch dunkler. Ich verdrehte die Augen. Ich war nicht hässlich, aber weit davon entfernt schön zu sein. Ich beschloss ihn zu ignorieren und riss ein weiteres Stückchen von dem Bagel ab.
"Ich glaube, deine Freunde sind wütend auf mich, weil ich dich ihnen gestohlen habe." Er lächelte.
"Sie werden es überleben."
"Gehst du?"
Ich hob verwirrt die Augenbrauen. "Gehen?"
Er lachte leise. "Nach First Beach", stellte er klar.
"Ich bin mir nicht sicher." Ich zögerte kurz und fragte mich, ob ich mutig genug war, meine nächste Frage zu stellen. „Kommst du mit?" Wir waren nun Freunde, begründete ich innerlich. Freunde luden andere Freunde ein.
"Ich glaube nicht, dass ich eingeladen wurde." Seine Lippen zuckten, als er dagegen ankämpfte zu lächeln. „Aber ich gehe sowieso mit meinen Brüdern raus aus der Stadt."
"Oh", sagte ich und versuchte meine Enttäuschung zu verbergen. „Wo geht ihr hin?"
"Campen. Wir campen gerne."
"Na ja, dann viel Spass."
"Wir werden es versuchen." Er lächelte mit einem Funkeln im Auge. Ich fühlte mich, als hätte ich etwas verpasst – vielleicht eine Art Insiderwitz oder so was, ich war mir nicht sicher.
Ich nahm einen Schluck Apfelsaft und ein paar Bissen Bagel. Ich versuchte, ein Gähnen zu verstecken, aber ich sah, wie Edward mich düster ansah. Es holte mich ein, dass ich schlecht geschlafen hatte. Ich brauchte ein Nickerchen. Müde rieb ich mir die Augen und versuchte mich wach zu halten.
"Du siehst erschöpft aus", stellte er fest. In seiner Stimme lag keine Frage.
Ich lächelte. "Ich bin ok. Es sind nur noch zwei Stunden. Das halte ich aus."
Er hob ungläubig die Augenbrauen. „Bella, du musst dich mehr ausruhen und auf dich aufpassen."
"Das tue ich", beharrte ich.
Er hob skeptisch die Augenbrauen. "Sie testen Blutgruppen inBiologie und während Sport lernst du nur. Ich denke, du kannst es dir leisten, früher nach Hause zu gehen."
Moment mal, woher wusste er, was ich während Sport machte? „Woher weißt du..." Ich schüttelte den Kopf und beschloss, wann anders danach zu fragen. Er hatte recht: Ich würde nicht viel verpassen. Der Geruch von Blut machte mich krank und Charlie würde es nichts ausmachen, mich abzuholen...
„Schön. Ich gehe nach dem Mittagessen nach Hause."
Er grinste siegessicher, stand auf und kam an meine Seite.
"Was tust du da?", fragte ich perplex.
"Ich bringe dich nach Hause", murmelte er, als sei das offensichtlich. „Ich fahre dich, erinnerst du dich?"
"Nein. Du kannst nicht schwänzen. Ich rufe Charlie an. Es wird ihm nichts ausmachen."
Er schüttelte den Kopf, bevor ich auch nur aufgehört hatte zu sprechen. „Ich hatte sowieso vor zu schwänzen. Du hast mir nur ein stichhaltiges Argument geliefert." Er lächelte dieses schräge Lächeln, das ich so liebte, das mir den Atem raubte und mich sprachlos machte.
Er leerte schnell mein Essenstablett und ich folgte ihm nach draußen. Während er sein Auto holte, entschuldigte ich mich im Sekretariat.
Die Krankenschwester kannte meinen Zustand und es gab keine Probleme, mir freizugeben. Ich gähnte erneut, während ich zu seinem Auto lief. Ein bisschen Schlaf würde mir definitiv gut tun, obwohl ich es hasste, dass er immer recht zu haben schien.
Sobald ich mich angeschnallt hatte, fuhr er los. Ich schloss die Augen und lehnte meinen Kopf an den Sitz. Es lief klassische Musik, die ich nicht kannte. Ich entspannt mich noch mehr, sobald sie durch das gesamte Auto floss.
Ich musste eingeschlafen sein, denn das nächste, an das ich mich erinnere, ist, dass ich mich schwerelos fühlte. Ich öffnete die Augen und sah mich um. Ich lag in Edwards Armen, der mich die Treppe hoch in mein Schlafzimmer trug. Ich wurde rot und wand mich in dem Versuch, mich von seinem Griff freizubekommen, aber er verstärkte ihn nur.
Er legte mich behutsam aufs Bett und lächelte. „Du bist eingeschlafen und ich wollte dich nicht wecken", erklärte er. Seine Augen waren wie flüssiges Gold und sanft. „Du hast so friedlich ausgesehen", murmelte er, streckte die Hand aus und ließ seinen Daumen vorsichtig meine Wange entlang wandern. Obwohl seine Haut eiskalt war, brannte meine, wo er mich berührt hatte. Ich spürte meinen Herzschlag beschleunigen, als er mir tief in die Augen sah.
"Ich sollte gehen", erklärte er und trat von meinem Bett zurück.
Ich runzelte die Stirn. Ich wollte, dass er blieb. Ich wollte noch mit ihm reden. Ich öffnete den Mund, um zu protestieren, aber er hob eine Hand, am Sprechen zu hindern.
"Du brauchst Ruhe", beharrte er. „Ich hole dich morgen wieder ab, wenn das in Ordnung ist."
"Das ist gut", bestätigte ich und lief leicht rosa an.
Er grinste. "Schlaf gut, Bella. Bis morgen."
Ich beobachte, wie er sich umdrehte und die Tür hinter sich schloss, als er mein Zimmer verließ. Ich ließ mich zurück aufs Bett sinken und atmete ein paar Mal tief durch. Ich wusste nicht, wie lange er mich zur Schule abholen würde, aber ich wollte, dass es nie aufhörte. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht legte ich mich auf die Seite und schloss die Augen.
