Hallo alle zusammen!
Ich muss ganz dringend etwas nachholen, was ich echt einfach mal wieder verpeilt hab. Danke an dieser Stelle JULiiNA, die mich erfolgreich daran erinnert hat: Dankeschön!
Also, die Sache mit dem Blut. Wie wir alle wissen „singt" Bellas Blut für Edward, aber in der Geschichte ist das ein bisschen anders. Ich übersetz' mal kurz.
„Edward wird von Bellas Blut nicht wie in Twilight angezogen, weil sie krank ist. Es riecht auf eine gute Weise anders für ihn, aber nicht annährend so mächtig, wie es sein könnte.
Ja, er riecht an ihrem Blut, dass sie krank ist und ja, er weiß, dass sie Leukämie hat, auch als sie es ihm noch nicht erzählt hatte, aber er will, dass sie es zugibt. Es wäre gruselig gewesen, wenn er plötzlich alles gewusst hätte. Er wird von ihr angezogen und fühlt eine seltsame Art von Verbindung zu ihr, die er nicht erklären kann. Sein Drang sie zu beschützen ist überwältigend."
Tja, und das hat vjd alles vor Chapter 9 geschrieben und ich hab schlicht nicht daran gedacht, es auch hinzuzufügen. Nicht sooo schlimm, aber ich glaub, es ist ganz nett, es zu jetzt wissen.
Dann tut es mir noch schrecklich leid, dass ich letzten Sonntag nicht gepostet hab. Ich hab's schlicht vergessen*schäm*
lg, Schoko
Chapter 15
Treu seinen Worten stand Edward früh am nächsten Morgen auf dem Treppenabsatz. In der Nacht zuvor war ich zu angespannt gewesen, um gut zu schlafen. Ich hatte mich die ganze Zeit hin und her geworfen, während ich versuchte hatte, all die Neuigkeiten zu verarbeiten, die ich erfahren hatte und gleichzeitig neugierig darauf war, mehr zu hören.
Sein Gesicht war ausdruckslos, als ich die Haustür aufmachte und ihn mit einem breiten Grinsen begrüßte. Seine Augen streiften über mein Gesicht und er blickte düster, als sie an den Ringen unter meinen Augen hängen blieben.
„Du siehst müde aus." Er streckte seine Hand aus und fuhr sanft die dunklen Stellen unter meinem rechten Auge nach.
Ich zuckte mit den Schultern. „Ich konnte nicht schlafen."
„Ich auch nicht." Er grinste und seine Augen glänzten.
Ich lachte. „Ich vermute, ich habe ein bisschen mehr geschlafen als du."
"Ja, ich würde wetten, das hast du." Er lachte.
Ich führte ihn durch den Flur in die Küche. Ich war gerade dabei nach dem Frühstück sauber zu machen. Ich spülte schnell meine Schale und trocknete sie ab. Als ich mich umdrehte, sah ich, wie er am Küchentisch saß und tief in Gedanken versunken aus dem Fenster starrte. Als ich mich neben ihn setzte, drehte er sich zu mir. Der Ausdruck in seinen Augen war unlesbar.
"Was wolltest du heute machen?"
"Nichts. Du musst dich ausruhen", antwortete er ernst.
"So müde bin ich nicht", widersprach ich.
Er kräuselte berechnend die Lippen. Seine Augen drifteten zu meine verschlissenen alten Ausgabe von Jane Austen – Sieben Roman, die ich gelesen und auf dem Tisch liegen gelassen hatte, und dann zurück zu mir. „Ich bin für einen Kompromiss bereit."
Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und wartete auf sein Angebot.
"Du gehst es den Rest des Tages heute ruhig an und am Wochenende machen wir einen Ausflug nach Seattle. Die haben dort ein paar wirklich gute Buchläden."
Ich biss mir auf die Lippe, während ich über diese Idee nachdachte. Es gab nichts, was ich an einem Samstag lieber tun wollte, als ihn mit Edward zu verbringen, aber ich wollte noch nicht nachgeben.
"Was machen wir also heute?"
Er grinste; und holte hinter seinem Rücken einen kleinen Stapel Papier hervor. Bei näherer Untersuchung stellte ich fest, dass es Schularbeit war. Ich runzelte die Stirn.
"Du darfst den Anschluss nicht verlieren, Bella", stellte er ernsthaft fest.
Ich sah nach unten. "Es ist sowieso nicht wichtig", murmelte ich so leise, dass ich mir sicher war, er könne es nicht hören.
"Natürlich ist es wichtig", fuhr er mich wütend an. Ich sah mit großen Augen, die mit Tränen gefüllt waren zu ihm hoch und zuckte zurück, als ich seine wütende Miene sah.
Er senkte den Kopf bei meinem Anblick und presste sich mit Zeigefinger und Daumen gegen die Nasenwurzel. Für einen Augenblick war es still.
"Es tut mir Leid, dass ich dich so angefahren habe, Bella. Bitte verzeih mir." Seine Stimme klang angespannt.
Ich nickte nur, unfähig Worte zu formen.
"Warum redest du so?", wollte er wissen. Obwohl er versuchte seinen Zorn zu verbergen, konnte ich ihn immer noch in seinen Augen sehen.
"Weil es nicht wichtig ist. In ein paar Monaten werde ich nicht mehr hier sein. Ich sterbe, Edward. Egal wie sehr ich mir wünsche es sei anders, es ist immer noch wahr."
"Also gibst du einfach auf?", wollte er wissen.
"Nein!", schoss ich harsch zurück. Ich atmete tief durch, um mich zu beruhigen. Ich wollte nicht grob zu ihm sein. Ich spürte die Tränen hinter meinen Augen brennen und tat mein Bestes, um sie zurückzuhalten. Ich wandte meinen Blick dem Tisch zu. „Ich habe mein Schicksal akzeptiert. Am Anfang war es schwierig. Ich war genauso wütend wie du gerade, aber das ändert nichts. Wütend oder nicht, ich sterbe immer noch. Glaubst du nicht, ich weiß, wie unfair das alles ist?", fragte ich mit lauter werdender Stimme. „Ich bin erst siebzehn und mir wird mein Leben gestohlen. Aber es gibt nichts, keine verdammte Sache, die ich dagegen tun kann. Also verzeih mir, wenn es so scheint, als würde ich aufgeben. Ich tue mein Bestes." Meine Stimme war am Ende bitter geworden, obwohl ich versuchte, sie während meines kleinen Ausbruchs ruhig zu halten. Ich wischte mir übers Gesicht, fest entschlossen, die Tränen zu stoppen.
"Es tut mir Leid, Bella. Ich hätte das nicht einfach annehmen sollen. Es war unverzeihlich, es zu tun." In jedem einzelnen Wort klang Aufrichtigkeit mit und es war schwierig, ihm nicht zu glauben.
Ich sah auf und fing seinen reuevollen Blick ein. Ich lächelte schwach. "Es ist ok."
Er lächelte mich warm an und brachte mich innerlich zum Schmelzen. „Wenn du heute keine Schularbeiten machen willst, was würdest du gerne tun?"
Ich machte eine Pause, bevor ich antwortete und atmete ein paar Mal tief durch um mich zu beruhigen.
"Ich bin bereit, dein Angebot anzunehmen. Wir können einfach sitzen bleiben und noch ein bisschen reden. Und ich verspreche, meine Hausaufgaben später zu machen. Danke, dass du meine Aufgaben für mich mitgenommen hast, das war rücksichtsvoll von dir."
Er lächelte verlegen und dann begann der Fragenansturm. Dieses Mal achtete er sorgfältig darauf sich von Fragen, die meine Krankheit betrafen, fernzuhalten. Er konzentrierte sich auf Dingen, die beinahe belanglos waren, und andere, die so provozierend waren, dass ich nicht wusste, wie ich antworten sollte.
"Mit was für einen Typ Junge bist du in Phoenix ausgegangen?"
Ich war von seiner Frage überrumpelt und lief augenblicklich tiefrot an. Seine Fragen waren so willkürlich; Ich wusste nie, was ich erwarten sollte und diese Frage hatte ich ganz sicher nicht erwartet.
"Das habe ich nicht", antwortete ich ehrlich.
Er sah überrascht aus. "Du hattest nie einen Freund?", fragte er ungläubig.
Ich schüttelte den Kopf. "Niemals."
"Warum nicht?", fragte er neugierig.
"Mich hat nie jemand gefragt."
Erneut huschte ein überraschter Ausdruck über seine Gesichtszüge. „Du hast niemals jemanden getroffen, den du wolltest?"
Das Rot auf meinem Gesicht vertiefte sich und ich sah weg, entschlossen so ehrlich wie möglich zu antworten. „Nicht in Phoenix."
Er hielt kurz inne und dachte über meine Antwort nach. Schließlich zog sich ein kleines Lächeln über sein Gesicht, bevor er mir die nächste Frage in entgegenwarf.
So machten wir den größten Teil des Nachmittags weiter. Ich fragte drei oder vier Fragen, dann war er an der Reihe. Ich hielt nichts zurück; er schien genauso ehrlich zu mir zu sein wie ich zu ihm. Es war unglaublich schön, so offen und ehrlich mit ihm zu sprechen.
"Warum kannst du nicht dort raus in die Sonne gehen, wo Menschen dich sehen können."
Er grinste. "Irgendwann zeige ich es dir."
Ich runzelte leicht verärgert die Stirn. Ich wollte nicht warten, dachte mir aber schnell eine andere Frage aus, die ich stellen konnte.
"Ok, was tust du in der Nacht? Du kannst nicht schlafen, also wie verbringst du deine Zeit?"
Ein ganz bestimmtes Gefühl zog sich über sein Gesicht, aber es war verschwunden, bevor ich wusste, was es gewesen war. Ich dachte, es könnte Verlegenheit gewesen sein, war mir aber nicht sicher.
"Will ich lieber nicht sagen."
Ich kräuselte die Lippen. "Ich habe alle deine Fragen beantwortet."
Ein durchtriebener Blick trat in seine Augen und ein leichtes Lächeln umspielte seine Mundwinkel. „Nicht alle meine Fragen."
"Doch, das habe ich."
Ich verschränkte die Arme vor der Brust und funkelte ihn an. Ein rötlicher Hauch strich über mein Gesicht. Ich wäre niemals mutig genug, ihm zu sagen, was ich fühlte. Er hatte mich erwischt und das wusste er.
"Schön."
"Schön, du wirst mir antworten, oder schön, ich muss nicht antworten." Er grinste, seine Augen voller Schalk.
"Du musst nicht antworten", grummelte ich.
Er lächelte mich schief an und schmolz sofort all meinen Ärger weg. „Was für Bücher magst du?"
Ich biss mir auf die Lippe, während ich über seine Frage nachdachte. Wie sollte ich antworten? Ich sah, dass er ungeduldig wurde, so wie immer, wenn ich zu lange brauchte, um eine seiner Fragen zu beantworten.
"Ich liebe die Klassiker; alles von Shakespeare oder Jane Austen. Ich liebe unmögliche Liebesgeschichten. Ich bin mir nicht sicher, warum. Es ist irgendwas an dieser Unmöglichkeit, das mich gefangen nimmt. Wie zwei Menschen unter undenkbaren Umständen zusammen kommen können... Ich denke, das fasziniert mich."
Er war still, während er über meine Antwort nachdachte. „Welches Stück von Shakespeare magst du am liebsten?"
Ich zuckte mit den Schulten. „Ich glaube, ich habe die Geschichte von Romeo und Julia immer geliebt. Romeo ist einer meiner liebsten fiktionalen Charaktere", gab ich schüchtern zu und mein Gesicht lief leicht rötlich an.
Er zog eine Grimasse. "Romeo? Ich finde er ist zu… wankelmütig."
Ich zuckte ein bisschen beleidigt mit den Schulten. Ich hatte immer eine gewisse Schwäche für Romeo gehabt. „Jedem das Seine."
Er lächelte mich spöttisch an und ich beschloss, schnell das Thema zu wechseln, um auf ihn zurückzukommen.
"Du gehst nicht wirklich Campen, wenn du mit deiner Familie weggehst, oder?"
"Nein. Wir gehen jagen", sagte er locker, immer noch lächelnd und sich völlig darüber bewusst, was ich da gerade fragte.
"Jagen? Mit Waffen?" Ich war verwirrt.
Er schenkte mir ein strahlendes Lächeln, das mich nervös machte. „Nicht mit Waffen, die ein Mensch benutzen würde."
Ein Schauer lief mir den Rücken hinab, als ich begriff, was er da sagte. „Oh", antwortete ich lahm.
"Müsst ihr oft gehen? Jagen, meine ich."
Er zuckte mit den Schultern. „Einmal alle paar Wochen genügt mir im Allgemeinen. Meine Augen zeigen normalerweise, wenn ich gehen muss."
Meine Augen weiteten sich, als etwas in meinem Kopf klickte. „Ich wusste, dass irgendwas an deinen Augen anders war. Ich hab es nur niemals zusammen gebracht."
Er lächelte widerwillig über meine Miene. „Wenn ich... satt bin, sind meine Augen golden. Wenn ich hungrig oder eher durstig bin, werden sie schwarz."
"Und das Violett unter deinen Augen wird auch dunkler."
"Ja."
Ich bemerkte, dass es ihm nicht sonderlich angenehm war, über seine Essgewohnheiten zu sprechen, aber alles an seinem Leben machte mich neugierig und ich musste es wissen.
Wie auf Stichwort, knurrte mein Magen und signalisierte, dass es Zeit fürs Mittagessen war. Es war so lange her, seitdem mein Magen so ein Geräusch gemacht hatte, dass ich überrumpelt und verlegen war. Ich lief rot an, als ich meine Hand hob, um meinen Bauch zu bedecken.
"Tut mir leid. Ich glaube, ich habe Hunger."
Er grinste. "Ich lasse dich zum Essen allein."
"Du musst nicht gehen", entgegnete ich sehnsüchtig.
Er lächelte. "Doch, das muss ich." Er zwinkerte mir zu. "Ich muss auch Arbeit nachholen."
Ich nickte. Ich brachte ihn zur Tür und stand im Eingang, während er elegant zu seinem Auto lief.
"Ich hole dich morgen zur Schule ab." Er lächelte.
Ich nickte und winkte ihm zum Abschied, bevor ich die Tür schloss. Ich schien den ganzen Nachmittag über nicht in der Lage zu sein, das dämliche Grinsen, das auf mein Gesicht gepflastert war, abzulegen. Während ich meine Hausaufgaben machte, summte ich fröhlich und unmelodisch vor mich hin. Ich machte sogar ein ganz nettes Menü zum Abendessen. Es war ein guter Tag gewesen, aber ich war erschöpft. Ohne Nickerchen und weil ich letzte Nacht nicht gut geschlafen hatte, hatte ich keine Probleme zu schlafen.
Beinahe in dem Moment, in dem mein Kopf das Kissen berührte, hatte ich die Welt um mich herum vergessen.
