Ehe ich es wieder vergesse:
Alle diese tollen Charaktere gehören der reichen J.K. Rowling. Schade :( Aber immerhin die Ideen für die Story gehören mir!
Heyho! Danke für die beiden Reviews! You made my day! ;)
Osiris Black: Danke für deine tollen Vorschläge! Auch wenn ich Harry keinen großen politischen Einfluss geben möchte (ich will es ja nicht übertreiben ;) aber vielleicht ja mal wann anders...) hast du mir eine Idee für eine gute Lösung für die Probleme mit dem Ministerium gegeben! Auf jeden Fall nochmals danke!
bane2007: Danke!
Aber nun zur Story. Hier das zweite Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch!
Kapitel 2
Weit entfernt saß Rubeus Hagrid grade in seiner Hütte beim Tee, als Albus Dumbledore hineingestürmt kam.
„Albus, was ist los?"
„Hagrid, ich brauche deine Hilfe! Keine Zeit für Erklärungen! Du musst Harry abholen. Hier sind zwei Portschlüssel. Einer führt dich zum Ligusterweg Nr. 4, der zweite führt dich und Harry zum Fuchsbau. Beeil dich, bevor Harry eine Dummheit begeht oder vom Ministerium geschnappt wird!"
Und schon war Dumbledore wieder aus seiner Hütte verschwunden. Hagrid war kurz erstarrt, ehe er den ersten Portschlüssel aktivierte.
HPHPHPHPHPHP
Als Harry grade seine letzten Habseligkeiten in seinen Koffer schmiss und ihn eilig zumachte, hörte er von außerhalb des Hauses mehrere ‚plops'. Er guckte aus seinem Fenster und sah, dass knapp ein halbes Dutzend Ministeriumsmitarbeiter bereits in den Ligusterweg appariert waren! Er musste schnell handeln. Doch zur stillen Flucht durch die Hintertür war es zu spät, er war schon am Fenster gesehen worden. „Schnappt ihn euch!" schrie einer der Älteren, der wie der Anführer der Truppe wirkte. „Stupor!" Ehe Harry dem Zauber ausweichen konnte, wurde er von einem starken Arm von hinten gepackt und spürte nur noch das altbekannte Ziehen hinter dem Bauchnabel.
HPHPHPHPHPHP
Langsam aber sicher öffnete Harry die Augen. Er war verwirrt. Wo war er? Was war passiert? Hatte das Ministerium ihn gefangen genommen? Er konnte sich nur noch an den Stupor-Zauber des Zauberers vom Ministerium erinnern und an einen Arm der ihn gepackt hatte. Langsam richtete er sich auf und tastete nach seiner Brille. Sie lag auf einem kleinen Tisch neben dem Sofa, auf dem er gelegen hatte. Unmittelbar registrierte er, wo er war: Im Wohnzimmer des Fuchsbaus. Erleichterung erfasste ihn. Nach einem misslungenen Versuch, sich aufzurichten, merkte er, dass es Nacht war. Deshalb war wahrscheinlich niemand in der Nähe. Er legte seine Brille wieder zurück auf den kleinen Tisch und fiel in den ersten ruhigen Schlaf seit Wochen. Denn er war wieder zu Hause.
Am nächsten Morgen wurde Harry von zwei bekannten Stimmen geweckt.
„Wie geht es ihm? Schläft er noch?"
„Er sieht gesund aus. Er sollte gleich aufwachen."
„Wann ist er denn angekommen?"
„Ich denke mal gestern Nacht. Ich hab ihn eben erst hier entdeckt."
Da Harry noch etwas benommen war, öffnete er die Augen und hob den Kopf leicht an, um zu sehen, wer dort war. Mit seinem verschwommenen Blick konnte er allerdings nur zwei rote Haarschöpfe erkennen. Er tastete nach seiner Brille und setzte sie auf. Vor ihm standen Ron und Ginny. Ron grinste ihn wie gewohnt an, während Ginny das Wort ergriff: „Harry du bist wach! Ich bin froh, dass es dir besser geht. Ich gehe eben Mum holen." Mit diesen Worten verschwand sie aus dem Zimmer. Sofort wurde er von Ron mit Fragen durchlöchert: „Hey Harry, was ist passiert? Geht's dir gut? Warum hast du nicht gesagt, dass du schon heute kommst?" Ehe Harry antworten konnte, kam allerdings Mrs. Weasley ins Zimmer gestürmt und zog ihn direkt in eine knochenbrechende Umarmung. „Harry! Schön dich wach zu sehen. Wie geht es dir? Du siehst dünn aus!" Mit den Worten zog sie Harry an zwei grinsenden Weasleys vorbei in die Küche.
In der Küche drückte Mrs. Weasley ihn sanft auf einen Stuhl am Küchentisch und fing direkt damit, das Frühstück zu machen. Ginny setzte sich neben ihn an den Tisch, während Ron sich eine Entschuldigung nuschelnd nach oben verdrückte. Harry verstand nur die Worte ‚Brief' und ‚Hermine' und musste sofort anfangen zu grinsen. Er wusste, dass seine zwei besten Freunde schon länger Gefühle füreinander hatten und wartete nur noch auf den Tag, an dem die beiden ihre Sturheit überwinden und endlich zusammenkommen würden. Beide hatten sich schon oft genug bei ihm ‚ausgesprochen', und allmählich fing es Harry an zu nerven, dass sich Ron und Hermine ständig stritten, anstatt sich ihre Gefühle füreinander einzugestehen. Doch Harry wollte nicht das Vertrauen von einem von beiden brechen. Er konnte nur die ständige Streiterei ignorieren und hoffen, dass die beiden bald mal endlich zur Vernunft kommen würden.
Harry hatte gar nicht registriert, dass Mrs. Weasley die Küche verlassen hatte. Erst als sie wieder in die Küche kam und Harry und Ginny ihr Frühstück servierte, schreckte er von seinen Gedanken hoch und fing dankbar an zu frühstücken. Endlich nicht mehr diese ‚Diät-Kost' für Dudley sondern ein angemessenes Frühstück.
„Albus war grad am Kamin. Er schickt gleich Professor McGonagall vorbei, um mit dir zu sprechen, Harry. Aber jetzt iss erstmal auf." Die Freude des Wiedersehens mit den Weasleys war für Harry bei Mrs. Weasleys direkt gestorben. Er steckte in der Klemme und konnte nur hoffen, das Dumbledore das Ministerium zur Vernunft bringen konnte. Seine eingesetzte Magie war schließlich keine Absicht gewesen. Doch davor würde das Ministerium nicht zurückschrecken. Das wusste er. Die besorgten Gesichter der beiden anwesenden Weasleys ignorierend frühstückte er zu Ende, undzwar so ausgiebig, wie er es seit langem nicht mehr getan hatte.
HPHPHPHPHP
„Zitronenbonbon?"
Dumbledore saß hinter seinem Schreibtisch und lächelte McGonagall fordernd an.
„Na komm schon Minerva!"
„Nein danke, Albus. Was war denn so wichtig, dass du mich unbedingt sofort sprechen möchtest?"
„Es geht um Harry."
McGonagall lächelte Dumbledore verschmitzt an. Sie wusste, dass er eine Schwäche für den Jungen hatte, wusste allerdings auch, dass Harry am Ende des letzten Schuljahres Dumbledores Büro fast komplett zerstört hatte. Sie war neugierig zu erfahren, wobei es in diesem Streit gegangen war, doch Dumbledore hatte behauptet, dass Harry der Verlust seines Patenonkels sehr Nahe gegangen war. Trotzdem hatte sie das Gefühl, dass da mehr hinter steckte als Dumbledore zugab, wusste aber auch, dass sie es erfahren würde, wenn die Zeit dafür gekommen war. Denn das war genau Dumbledores Art.
„Was ist mit ihm? Ist er wieder in Schwierigkeiten?"
„Er hatte gestern einen Wutausbruch bei seinen Verwandten. Er hat das halbe Haus zerlegt. Versehentlich. Ich denke, dass er durch seine Wut und auch durch seine Trauer nach einem geliebten Menschen große Mengen magischer Energie freigesetzt hat, die vorher verborgen waren. Er muss nun lernen, diese zu kontrollieren, weil er sonst Menschen damit in Gefahr bringen könnte." Das Erstaunen war McGonagall scheinbar ins Gesicht geschrieben, denn Dumbledore gluckste ein wenig bevor er fortfuhr.
„Du bist die Hauslehrerin von Gryffindor. Deshalb denke ich, dass du die richtige bist, es ihm mitzuteilen. Du musst ihm erklären, dass er versuchen muss, seine Wut zu beherrschen. Er hat jetzt schon ernsthafte Probleme mit dem Ministerium, bei denen ich ihm nicht mehr helfen kann. Er gilt nun als Flüchtling, und ich weiß nicht, ob ich ihn zum nächsten Schuljahr nach Hogwarts lassen kann. Aber ich versuche mein bestes, ihm irgendwie wieder herauszuhelfen. Doch selbst einem Albus Dumbledore sind in einem korruptem Ministerium die Hände gebunden."
Gelinde gesagt war McGonagall erstaunt, dass Dumbledore das Gespräch mit Harry nicht selbst in die Hand nahm. Doch was sie mehr schockierte, war die Tatsache, dass Harry vom Ministerium geflohen war und nun wie ein Verbrecher gesucht wurde. Einen Moment später brach Dumbledore wieder das Schweigen. „Du fragst dich sicherlich warum ich nicht selbst mit ihm rede? Sagen wir es so: Ich möchte seine Wut nicht unnötig auf die Probe stellen." Er legte eine kurze Pause ein und fuhr dann seufzend fort. „Er hält sich momentan im Fuchsbau auf. Doch du musst wissen: Diese Information ist streng vertraulich! Du darfst mit niemandem über die Sache reden."
McGonagall stand auf und wollte grade das Büro von Dumbledore verlassen, als dieser aufstand und ihr noch ein paar Bücher überreichte. „Hier nimm diese Bücher und gib sie bitte Harry. Besonders wichtig ist das über Okklumentik. Es ist wichtig, dass er es meistert. Denn dann kann er auch seine Wut kontrollieren. Bis dahin kann ich ihm nicht gefahrlos helfen. Er soll mir bitte schreiben, wenn er Okklumentik beherrscht."
HPHPHPHPHPHP
Ron und Harry waren grade in eine Partie Schach vertieft, als es an der Tür klopfte. Ginny, die den beiden zugeschaut hatte, öffnete sofort die Tür.
„Hallo Professor. Kommen sie doch herein."
„Danke, Miss Weasley. Ich würde gerne mit Mr. Potter sprechen. Alleine."
Ron und Ginny verließen missmutig den Raum und schlossen sie Tür hinter sich, während Harry McGonagall erwartend anguckte.
„Guten Tag, Mr. Potter. Ich bin hier im Auftrag von Schulleiter Dumbledore, um Sie über ihre derzeitige Situation aufzuklären."
„Guten Tag, Professor. Setzen sie sich doch." McGonagall setzte sich und fuhr unmittelbar fort. „Ihre Situation ist sehr Ernst. Das Ministerium sucht sie und vielleicht können sie nächstes Jahr nicht nach Hogwarts zurückkehren." Bei diesem Satz entgleisten Harry die Gesichtszüge. Nie wieder nach Hogwarts zurückkehren? Das konnte und wollte er sich nicht vorstellen.
McGonagall gab ihm einen Moment, um die Information sacken zu lassen, ehe sie fortfuhr: „Der Schulleiter ist sehr besorgt um Sie. Er hat mir von Ihrem Wutausbruch berichtet. Es scheint, als hätten Sie durch ihre Wut und ihre Trauer eine große verborgene magische Kraft in ihnen freigesetzt. Sie müssen lernen, ihre Emotionen, insbesondere ihre Wut, zu beherrschen, bis Sie die neue Kraft vollständig kontrollieren. Wenn Sie das geschafft haben, ist von ihnen Großes zu erwarten, Mr. Potter." Harry sah seine Professorin fassungslos an, schwieg aber weiterhin. „Der Schulleiter möchte, dass sie die Okklumentik perfektionieren. Denn wenn sie dies geschafft haben, wird es Ihnen auch möglich sein, ihre Emotionen zu kontrollieren." Sie sah Harrys fragenden Blick, doch leider wusste sie selbst auch nicht mehr. „Für sonstige Fragen müssen sie sich an Professor Dumbledore richten"
Sie drehte sich um und wollte grade den Fuchsbau verlassen, als ihr die Bücher einfielen. „Und noch etwas, Mr. Potter. Professor Dumbledore hat mir ihnen ein paar Bücher mitgegeben. Sie sollten mit dem Buch über Okklumentik anfangen, damit der Schulleiter sich danach um sie kümmern kann. Schreiben Sie ihm, wenn sie es gemeistert haben. Doch denken Sie daran: Wenn sie zaubern, weiß das Ministerium bescheid. Also seien sie gewarnt!" Mit diesen Worten verließ sie das Haus und disapparierte. Im Wohnzimmer des Fuchsbaus ließ sie einen völlig verzweifelten und verwirrten Harry zurück. Wie sollte es jetzt weitergehen?
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Über Reviews, ob Kritik oder Lob, würde ich mich sehr freuen ;) Danke!
