Heyho da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel :)
Mir gehört immer noch nix außer der Story. Der Rest gehört immer noch J.K. Rowling!
Danke für die Reviews :D
DarkAzrael: Danke! Ich versuche natürlich immer regelmäßig zu updaten, auch wenn das hin und wieder mal schwierig sein wird ;) Aber ich gebe mir Mühe! Die Chap-Länge hab ich versucht zu verlängern und ich denke es ist mir wenigstens einigermaßen gut gelungen ;) Ich denke auch, dass das politische System in der Zaubererwelt demokratisch ist und deshalb habe ich Harry auch keine politischen Titel vererbt.
Osiris Black: Danke für das Lob! Ich denke das mit den Paarings hast du ganz gut herausgefunden ;) Mit dem Erbe, nun ja lies selbst!
Nun aber zur Story. Das Kapitel ist was länger geworden :) Ich hoffe es gefällt euch!
Kapitel 3
Harry saß noch einige Minuten benommen auf dem Sofa im Wohnzimmer des Fuchsbaus, ehe er anfing, sich die Bücher anzugucken, die Professor McGonagall ihm gegeben hatte. Das erste war, wie Professor McGonagall schon erwähnt hatte, „Okklumentik für Anfänger und Fortgeschrittene" von Albus Dumbledore. Harry schaute nach den anderen Autoren der Bücher und ihm fiel schnell auf, dass alle Bücher von seinem Schulleiter und Mentor verfasst worden waren. Er war jedoch ein wenig überrascht, als er sich die restlichen Büchertitel durchlas. Denn die Bücher waren alle über stablose oder ungesagte Magie bis auf einem über Apparation. Er hatte zunächst gedacht, Professor McGonagall hätte ein wenig übertrieben, doch wenn Professor Dumbledore der Meinung war, er wäre zu stabloser Magie fähig, dann müsste das schon so stimmen. Schließlich hatte er bei den Dursleys auch stablose und ungesagte Magie angewendet, auch wenn es unterbewusst war. Doch momentan konnte er sich nur mit der Theorie beschäftigen.
Plötzliche hörte er ein lautes Krachen aus der Küche. Er hastete schnell in die Küche um zu sehen, ob etwas passiert war. Dort lag Mrs. Weasley auf dem Boden, scheinbar bewusstlos. Neben ihr lag die morgendliche Ausgabe des Tagespropheten und Harry hob sie auf. Unmittelbar nach Harry waren auch Ron und Ginny in die Küche gestürmt gekommen. Harry bekam das allerdings nicht mit, weil er den Hauptartikel des Tagespropheten erblickt hatte: „Harry Potter auf der Flucht vor dem Ministerium! Preisgeld für Festnahme oder für Informationen, die zur Ergreifung führen, ausgesetzt!" Darunter war ein großes Bild von ihm abgebildet. Kein Wunder, dass Mrs. Weasley in Ohnmacht gefallen war. Als er sich umdrehte, sah er Ron und Ginny in der Tür stehen. Ron sah ihn fragend an. „Was ist passiert? Warum liegt Mum ohnmächtig auf dem Boden?" Harry reichte ihm wortlos die Zeitung und flüchtete so schnell er konnte aus dem Haus. Jetzt brauchte er erstmal Zeit zum nachdenken.
Draußen angekommen setzte er sich beinahe automatisch unter seinen Lieblingsbaum. Hier hatte er schon im vorletzten Sommer öfters gesessen und über Sirius nachgedacht, nachdem dieser mit Seidenschnabel geflohen war. Sirius. Was der jetzt wohl von ihm denken würde? Harry auf der Flucht vor dem Gesetz. Womöglich hätte er es lustig gefunden. Denn schließlich war er auch drei Jahre lang auf der Flucht gewesen, ehe er im Ministerium getötet worden war. Und das unschuldig.
Langsam bekam Harry Angst. Er konnte keinen Ausweg aus seiner Situation erkennen. Wie ironisch seine ganze Situation doch war: Der vermeintliche Retter der Welt auf der Flucht vor dem Gesetz. Er hatte immer geglaubt, Professor Dumbledore hätte für jedes Problem eine Lösung gehabt. Doch scheinbar konnte dieser ihm auch nicht mehr helfen. Aber was sollte er machen? In den Grimmauldplatz ziehen und dort leben, in der Hoffnung, dass Voldemort ihn nie finden würde? Er ging davon aus, dass Professor Dumbledore den Ordensmitgliedern klar gemacht hatte, dass er unschuldig ist. Sonst würde diese Alternative auch wegfallen. Und dorthin wollte er eh nie wieder zurückkehren. Er hatte dort viel zu viele Erinnerungen an Sirius. Das würde er nicht aushalten. Auf jeden Fall nicht in nächster Zeit.
Doch was würde passieren, wenn das Ministerium ihn festnehmen würde? Würde er dann auch nach Askaban geschickt, genauso wie sein Patenonkel? Ehe er den Gedanken weiterführen konnte, hörte er jemanden seinen Namen sagen. „Harry?" Er bemerkte, dass Ginny neben ihm saß und ihn eindringlich anstarrte. Diese merkte, dass sie nun seine Aufmerksamkeit bekam. „Du weißt doch, dass wir dich nie verraten würden." Sie machte eine kurze Pause und guckte ihm tief in die Augen, ehe sie ihm einen Brief in die Hand drückte. „Der hier ist eben für dich angekommen. Scheint wichtig zu sein, die Eule war ganz schön aufdringlich." Ehe Harry etwas erwidern konnte, war Ginny auch schon wieder im Haus verschwunden. Harry schaute ihr kurz hinterher, bevor er sich dem Brief zuwandte.
„Sehr geehrter Mr. Potter,
aufgrund einer Bitte von Albus Dumbledore wird die Verlesung des Testamentes von Mr. Sirius Black auf heute, 15.00 Uhr, vorgezogen. Da ich mir ihrer durchaus ernsten Lage bewusst bin, ist dieser Brief auch automatisch ein Portschlüssel, der Sie um Punkt 15:00 Uhr in mein Büro bringt. Seien Sie um ihre Sicherheit unbesorgt.
Hochachtungsvoll,
Ragnok
Geschäftsführer Gringotts"
Harry las den Brief mehrmals, ehe er beschloss, zur Verlesung des Testamentes von Sirius hinzugehen. Auch wenn er besorgt war, dass andere Menschen anwesend waren, fühlte er sich verpflichtet, Sirius letztem Willen nachzukommen. Außerdem hatte der Kobold ihm Sicherheit garantiert und kannte seine Lage. Er traute den Kobolden nicht zu, ihn in eine Falle für das Ministerium zu locken. Denn Kobolde waren neutral. Und letztendlich hatte Professor Dumbledore dies scheinbar alles veranlasst. Es würde schon nichts passieren.
Um weitere Konfrontationen zu verhindern, blieb er jedoch im Garten sitzen. Er wollte niemandem sagen, wo er hingeht, denn die Weasleys würden nur versuchen, es ihm auszureden.
HPHPHPHPHPHP
Um Punkt 15:00 Uhr fand sich Harry in einem recht großen, altmodisch eingerichteten Büro wieder. Der Kobold, der hinter dem Schreibtisch saß, erblickte ihn und hastete sofort zu ihm hinüber. „Guten Tag Mr. Potter, es ist großartig, dass sie erschienen sind. Setzten Sie sich doch!" Harry, von diesem überschwänglichen Besuch überrascht, setzte sich dem Kobold, der sich wieder gesetzt hatte, gegenüber auf einen Stuhl. „Sie sind hier wegen dem Testament von Mr. Sirius Black." Harry war leicht verwirrt. „Und wo sind die restlichen Erben?" „Mr. Black hat nur um Ihre Anwesenheit und die von Mr. Dumbledore gebeten. Doch dieser kann leider nicht erscheinen. Also müssen nur sie anwesend sein. Fangen wir doch an." Er öffnete einen scheinbar magisch verschlossenen Umschlag und zog ein Stück Pergament heraus. Dann fing er an, laut vorzulesen.
„Ich, Sirius Black, momentan im Vollbesitz meiner magischen und geistigen Kräfte, setze Harry James Potter als meinen Alleinerben ein. Damit erbt er all mein Geld, alle meine Besitztümer aus meinen Verliesen, mein Haus am Grimmauldplatz und zuletzt auch mein Ferienhaus in Südspanien, dass ich leider nicht sonderlich oft besuchen konnte. Zusätzlich vererbe ich ihm meinen Titel als Lord Black. Jedoch bitte ich dich, Harry, mir drei letzte Gefallen tun. Erstens: Mein Haus soll dem Orden des Phönix solange als Hauptquartiert dienen, wie der Orden es verlangt. Zweitens: Der letzte lebende echte Rumtreiber, Remus Lupin, soll in meinem Haus wohnen und leben, natürlich mit neuen Umhängen die du ihm kaufen und unterjubeln wirst und soviel Geld, wie er benötigt. Drittens: Ich erwarte von dir, Harry, dass du meine gegründete Organisation zur weiteren Erforschung der Lykanthropie und des Wolfsbann-Trankes mit reichlich Geld unterstützt. Ich weiß, dass du, Harry, meinen letzen Willen achten und befolgen wirst. Ich habe dich im Leben geliebt, du warst für mich wie mein eigener Sohn. Ich hoffe, ich bin einen ehrenvollen und schmerzfreien Tod im Kampf gestorben. Trauere nicht zu viel um mich, sondern mach lieber dem armen Schniefelus das Leben zur Hölle! Ich weiß, dass du Voldemort besiegen kannst! Ich werde dich im Jenseits wieder sehen, genauso wie deine Eltern. Alles Liebe, dein Sirius."
Als Ragnok fertig war, das Testament vollständig vorzulesen, brach Harry in Tränen aus. Alle guten und schlechten Erinnerungen an und mit Sirius kamen nun wieder hoch und überwältigten Harry. Ragnok saß in seinem Sessel und beobachtete Harry. Er wusste, dass es schwierig für ihn war, hatte aber leider auch nicht den ganzen Tag Zeit. Deshalb wartete er einige Minuten, ehe er sich schließlich räusperte und Harry damit aus seinen Gedanken über Sirius holte. Dieser wischte sich beschämt die Augen trocken. „Es tut mir Leid, doch auch wenn es hart für sie ist müssen wir nun weitermachen. Nehmen Sie ihr Erbe unter den drei genannten Bedingungen an?" „Natürlich!" „Nun, ich denke, wie auch Mr. Black es gewusst hat, dass sie seine letzten drei Wünsche ehren und befolgen werden. Remus Lupin wird von uns von dem Inhalt des Testamentes in Kenntnis gesetzt, doch der Rest liegt bei Ihnen." Er machte eine kurze Pause, damit Harry alles mitbekam. „Jetzt aber zum wichtigen Teil. Mr. Black hat ihnen seinen Titel als Lord Black vererbt. Dies bedeutet, dass Sie ab dem Tod von Mr. Black ein vollbemächtigter Zauberer waren. Dies hat mehrere Konsequenzen. Die erste und für uns von Gringotts wichtigste ist, dass sie nun auch dass vollständige Erbe ihres Familienstammes, der Potters, annehmen können, da sie nun die vollen Rechte in der Welt der Zauberer besitzen. Dies bedeutet, dass Sie ab sofort nicht nur Lord Black, sondern auch Lord Potter sind. Außerdem ist ihnen Zugriff auf die restlichen Besitztümer ihrer Eltern sowie ihr Haus in Godric's Hollow erlaubt. Ich möchte ihnen gratulieren, Lord Potter. Durch das Erbe sind Sie nun der reichste Mensch Großbritanniens, sogar noch reicher als die Malfoys." Ragnok streckte Harry seine Hand entgegen, welche dieser ungläubig annahm. Denn Harry war vollkommen geschockt. Er dachte, er hörte nicht recht. Lord Black? Lord Potter? Weitere Besitztümer seiner Eltern? Noch mehr Geld? Reichster Mensch Großbritanniens? Er konnte es nicht fassen. Er sollte nun ein Zauberer mit allen Rechten sein? Dann durfte er doch sicherlich auch außerhalb der Ferien zaubern? Nun passte alles wie in einem Puzzle zusammen. Deshalb hatte Professor Dumbledore die Verlesung des Testamentes vorziehen wollen. Jetzt musste nur noch das Ministerium erfahren, dass er nichts unrechtes getan hatte, und er war wieder frei und konnte am Ersten September nach Hogwarts zurückkehren. Glück durchströmte ihn und er fing an zu grinsen. Ragnok, der das Grinsen gesehen hatte, ergriff nun wieder das Wort. „Es scheint, als hätten sie die zweite und für sie wahrscheinlich wesentlich wichtigere Konsequenz erfasst. Da sie nun als volljährig gelten, dürfen Sie auch zaubern. Deshalb habe ich einen Auror vom Ministerium eingeladen, mit dem Sie die Sache nun direkt klären können. Wenn Sie mir bitte folgen wollen."
Harry stand auf und folgte dem Kobold aus seinem Büro hinaus durch zahlreiche verwirrende Gänge, die scheinbar auch unterhalb der Winkelgasse lagen. Vor einer Tür blieb Ragnok dann stehen und drehte sich um. „Hinter dieser Tür sitzt ein Auror des Ministeriums. Ich hoffe, mit ihm können Sie die Sache klären. Wenn sie nach Hause möchten, tippen sie ihren Brief nochmals an und sagen ‚portus'. Dann landen Sie wieder an ihrem Ausgangsort. Falls Sie noch Fragen haben, können Sie mich jederzeit anschreiben. Schließlich sind Sie nun unser größter Kunde." „Vielen Dank, Mr. Ragnok. Es war mir ein Vergnügen. Und nochmals vielen Dank für ihre Hilfe und ihre Mühe, die Sie sich gemacht haben." Mit diesen Worten verbeugte sich Harry kurz, klopfte an die Tür, öffnete sie und betrat das Zimmer.
Als er die Tür hinter sich geschlossen hatte, sah er sich in dem Raum um. Er war komplett leer, bis auf einem Tisch in der Mitte, an dem sich zwei Stühle gegenüber standen. Auf dem einen saß ein Mann, den Harry direkt als Kingsley Shacklebolt erkannte, einem Auror, der auch für den Orden arbeitete und mit dem er sicherlich keine Probleme haben sollte. Er atmete erleichtert auf und setzte sich auf den freien Stuhl. „Guten Tag, Mr. Shacklebolt. Was für eine angenehme Überraschung, Sie hier zu sehen." „Guten Tag, Mr. Potter. Oder eher Lord Potter." Er zwinkerte Harry kurz zu. „Mr. Ragnok hat mir von Ihrem Erbe berichtet. Herzlichen Glückwunsch!" „Danke." „Nun, wie damals auch bei Sirius Black bin ich in dem Fall ihrer Verfolgung der leitende Auror. Deshalb wird es für mich leicht sein, dem Leiter der Aurorenzentrale und dem Minister die letzten Verwicklungen darzulegen. Ich denke, dass morgen im Tagespropheten eine Richtigstellung erscheinen wird. Sie sind ab sofort wieder ein freier Mann, Mr. Potter, obwohl ich mich an ihrer Stelle erst morgen wieder in der Öffentlichkeit bewegen würde. Was ich ihnen jedoch noch raten würde, Mr. Potter, wäre möglichst schnell das apparieren zu erlernen und ihre Prüfung abzulegen. Ich denke, das würde sich ihnen in der Zukunft als nützlich erweisen." „Danke, Mr. Shacklebolt, für alles. Guten Tag." Mit diesen Worten verabschiedete sich Harry, zog den Brief aus seiner Tasche und aktivierte den Portschlüssel.
HPHPHPHPHPHP
Sekunden später stand Harry wieder im Garten des Fuchsbaus. Zum ersten Mal seit seiner Ankunft war er wieder wirklich froh, hier zu sein. Er guckte auf die Uhr. Wenn er Glück hätte, würden die Weasleys grade beim Abendessen sitzen. Und er hatte großen Hunger. Also ging er zur Gartentür und klopfte an. Mrs. Weasley riss die Tür auf und zog ihn wieder einmal in eine ihrer berühmt-berüchtigten Umarmungen. „Harry James Potter!!" Mrs. Weasley benutzte seinen kompletten Namen und er wusste, dass er in Schwierigkeiten steckte. Denn mit Mrs. Weasleys Temperament war nicht zu spaßen, selbst oder besonders wenn man kein Teil der Familie war. „Du hast uns einen riesigen Schrecken eingejagt! Erst stehst du als Flüchtling vor dem Ministerium auf der Titelseite vom Tagespropheten, dann läufst du einfach weg, verschwindest stundenlang--" Sein knurrender Magen rettete Harry jedoch vor Schlimmerem. Denn sofort sprang Mrs. Weasley wieder in den ‚Mutter-Modus' um. „Harry, du hast bestimmt seit Ewigkeiten nichts mehr gegessen! Los, setzt dich." Sie schob ihn in die Küche. Dort saßen Ron, Ginny, Fred, George und Mr. Weasley am Tisch und schauten erwartungsvoll Harry an. Der guckte peinlich berührt in die Runde: „Hey Ron, Ginny, Fred, George, Mr. Weasley. Wie geht's so?" Während Mrs. Weasley Harry auf einen leeren Stuhl neben Ron drückte und ihm etwas zu essen servierte, fing auch der Rest wieder an zu essen. Harry versuchte den peinlichen Moment zu überbrücken. „Hey Fred und George, was macht euer Scherzartikelladen?" „Ja super Harry, danke, wir haben schon einen Standort gefunden in der Winkelgasse. Bald eröffnen wir unsere erste Filiale.". Harry fing an zu essen, in dem Wissen, dass er den Weasleys nach dem Essen Rede und Antwort stehen musste. Trotzdem war er zufrieden, dass die Zwillinge sein Geld gut nutzten und auch Mrs. Weasley schien so zu denken.
Als alle mit dem Essen fertig waren, ergriff Mr. Weasley das Wort. „Harry, wir würden gerne mal mit dir reden. Über das, was passiert ist. Und wir interessieren uns alle dafür, wohin du heute einfach so verschwunden bist, ohne wenigstens Bescheid zu sagen. Am besten setzten wir uns alle ins Wohnzimmer." Die Weasleys standen alle auf und verließen die Küche. Mr. Weasleys Stimme zeigte Harry, dass er sehr enttäuscht war, und das schmerzte Harry sehr. Denn Mr. Weasley und auch der Rest der Weasleys waren für ihn seine neue Familie geworden. Dieser Sorgen zu bereiten war nicht seine Absicht gewesen. Aber was war, konnte er nicht mehr verändern. Also folgte Harry ihnen ins Wohnzimmer. Nachdem er sich hingesetzt hatte, starrten ihn die anwesenden Weasleys gespannt an und er fing an zu erzählen. Er erzählte ihnen, wie sein Onkel Sirius beleidigt hatte, wie er aus Versehen gezaubert hatte, von seiner versuchten Flucht, bei der er nicht wusste, was passiert war, wie er im Fuchsbau aufgewacht war, wie er dort Mrs. Weasley in der Küche gefunden und den Artikel im Tagespropheten gelesen hatte und wie Ginny ihm den Brief von Gringotts gegeben hatte. Dort machte er jedoch halt. Er wollte den Weasleys ja nicht die ganze Überraschung verderben. Deswegen fuhr er nur sehr vage fort. „In Gringotts bin ich dann von Ragnok empfangen worden und habe das Testament von Sirius gehört. Er hat mir alles vererbt was er hatte. Mit der Hilfe von Ragnok und einem Auror habe ich dann die Sache mit dem Ministerium geklärt. Ich denke, ihr werdet das wichtigste morgen aus dem Tagespropheten erfahren. Was ich jedoch noch gerne wissen würde, ist, wer mich hierher gebracht hat." Diese Frage hatte sich Harry seit seiner Ankunft am Fuchsbau immer wieder gestellt, konnte aber keine Antwort darauf finden. Mr. Weasley war derjenige, der ihm diese Frage beantworten konnte. „Hagrid hat dich hergebracht. Albus hatte ihm einen Portschlüssel gegeben, um dich herzubringen. Ich weiß allerdings nicht, warum er dich hierher geschickt hat anstatt zum Grimmauldplatz. Er dachte wohl, du brauchst etwas Gesellschaft." Harry gähnte. „Los Harry, nun musst du aber ins Bett. Es ist schon spät und du hattest einen anstrengenden Tag. Du kannst wie immer in Rons Zimmer schlafen. Gute Nacht!" Harry verabschiedete sich von allen ohne Widerrede mit einem „Gute Nacht!" und stieg die Treppen hinauf bis er in Rons Zimmer angekommen war. Ron war ihm gefolgt und machte grade den Mund auf, um Harry ein paar Fragen zu stellen, sah aber dessen Blick und verstummte.
Harry legte sich in sein Bett um zu schlafen. Doch der Schlaf wollte einfach nicht kommen. Seine Gedanken kreisten immer noch um Sirius und dessen Testament. Er war natürlich traurig, dass sein Patenonkel tot war, freute sich allerdings darüber, nun zaubern zu dürfen. So könnte er in aller Ruhe die Bücher von Professor Dumbledore durchgehen und üben. Dieser hatte ihn erneut aus einer brenzligen Situation gerettet und Harry wollte seinen Mentor nicht enttäuschen. Er erinnerte sich an die Notwendigkeit, Okklumentik zu meistern. Ron schnarchte schon in seinem Bett und Harry dachte, dass es nun eine gute Zeit war, mit Okklumentik anzufangen. Er konnte eh nicht einschlafen. Also schlich er sich nach unten ins Wohnzimmer, holte seine Bücher, schlich wieder hoch in sein Zimmer, machte sich Licht mit seinem Zauberstab und fing an in dem Buch über Okklumentik zu lesen. Die Tipps, die ihm das Buch gab unterschieden sich nicht viel von den Methoden, die Professor Snape versucht hatte, ihm beizubringen, mit dem kleinen Unterschied, dass das Buch ihm in Details beschrieb, wie er dies alles bewerkstelligen konnte. Mit der Hilfe des Buches schaffte Harry es schnell, seine Gedanken freizumachen und seinen Geist zu verschließen. So fiel Harry recht schnell in einen ruhigen Schlaf ohne Träumen und Visionen von Voldemort.
HPHPHPHPHPHP
Als Harry am nächsten morgen aufwachte, war Ron schon wach. Harry konnte es kaum glauben. Er stand auf und duschte, bevor er zum Frühstück nach unten ging. Dort saßen alle Weasleys am Tisch. Fred und George sprangen sofort auf, als er in die Küche kam, und versuchten ihm die Füße zu küssen. „Lord Potter, was können wir für Sie tun?" Mrs. Weasley fuhr sie entrüstet an und servierte Harry sein Frühstück. Ginny grinste ihn an. „Lord Black, ihre Zeitung." Harry lächelte zurück und nahm dankbar die Zeitung an. Es schien so, als hätte der Tagesprophet alles enthüllt. „Harry Potter reichster Mann Großbritanniens" war die Überschrift. Der Artikel deckte auf, dass er sein Erbe als Lord Black und Lord Potter angetreten hatte und alles was Ragnok ihm schon gesagt hatte. Zudem entschuldigte sich Minister Fudge in einer offiziellen Stellungnahme bei ihm. Harry bezweifelte jedoch, dass es ernst gemeint war. Wahrscheinlich war es nur ein erneuter Versuch von Fudge, Eindruck beim Volk zu schinden.
Nach einem ruhigen Frühstück holte Harry sein Buch über Okklumentik und setzte sich in den Garten in den Schatten seines Lieblingsbaumes. Es war heiß, doch das störte ihn nicht. Denn er war einfach nur erleichtert, dass seine Probleme mit dem Ministerium gelöst waren. Nun konnte er sich auf die Bücher konzentrieren, die Professor Dumbledore ihm gegeben hatte und seine restlichen Ferien zu genießen. Schließlich war es erst Mitte Juli. Und so fing er erneut mit den Übungen für Okklumentik an und merkte, dass es ihm wesentlich leichter viel als damals mit Professor Snape. Es schien, als hätte Professor McGonagall nicht übertrieben, denn als Harry von Mrs. Weasley zum Abendessen gerufen wurde, beherrschte Harry schon einiges von dem, was in dem Buch von Professor Dumbledore stand. Nun brauchte er nur noch jemanden, um seine Schilde auf die Probe zu stellen. Doch wahrscheinlich würde Voldemort das für ihn erledigen.
HPHPHPHPHPHP
Die nächsten Tage vergingen für Harry wie im Flug. Schließlich war er mit Ron und Ginny und manchmal auch Fred und George am Fuchsbau. Da konnte einem nie langweilig werden. Besonders viel Zeit verbrachte Harry mit Ginny, zum Beispiel wenn sie auf ihren Besen über Quidditchfeld rasten. Sie war ein annähernd so guter Flieger wie er und wollte versuchen. im nächsten Schuljahr als Jäger für Gryffindor zu spielen. Schließlich durfte er nach seinem Verbot im letzten Jahr wieder spielen und würde so wieder den Platz des Suchers in der Mannschaft einnehmen. Zudem waren Harry und Ginny im Schach fast gleichgut und so spielte Harry wesentlich lieber gegen Ginny als gegen Ron, von dem er immer vernichtend geschlagen wurde. Gegen Ginny hatte er zur Abwechslung mal die Chance zu gewinnen, wenn er sich grade mal nicht von ihr ablenken ließ. Und auch sonst machten Ginny und Harry in diesen Tagen viel zusammen, besonders weil Ron sich immer wieder alleine in sein Zimmer zurückzog. Harry gefiel das Ganze und es schien auch so, dass weder Ron noch Fred oder George etwas dagegen hatten, dass er viel Zeit mit ihrer Schwester verbrachte. Immerhin ein Problem hatte sich damit gelöst. Doch da war immer noch das Problem, dass Ginny immer noch mit Dean zusammen war. Auch wenn sie nie darüber redete, fiel Harry auf, dass sie immer strahlte wenn sie aus ihrem Zimmer kam und grade einen Brief von Dean erhalten hatte.
Immer wieder versuchten Ron und besonders Ginny mit ihm über die Geschehnisse im Ministerium und Sirius zu reden, doch Harry schwieg eisern.
Flashback
Harry saß wieder einmal spät nachts vor dem brennenden Kamin der Weasleys auf dem Sofa im Wohnzimmer und dachte über Sirius nach. Er vermisste ihn schrecklich. Er hatte zwar mittlerweile begriffen, dass nicht er sondern niemand anderes als Bellatrix Lestrange und Voldemort an Sirius Tod Schuld hatten. Doch der Verlust seiner Vaterfigur traf einen tiefen Nerv bei Harry, da er vorher nie eine Vaterfigur besessen hatte. Onkel Vernon war ein Schläger und kein Vorbild gewesen. Ginny stand im Türrahmen und beobachtete ihn eine Weile, bevor sie zu ihm ging und sich neben ihn setzte. „Willst du darüber reden?" „Nein." „Du weißt, dass ich immer für dich da bin, wenn du mich brauchst. Wir alle sind immer für dich da." Danach saßen beide stumm nebeneinander und starrten ins Feuer, ehe sie beide ins Bett gingen. Doch Harry hatte die Nachricht verstanden: Die Weasleys waren seine Familie und wenn er Hilfe brauchte oder reden wollte, würden sie immer für ihn da sein. Nur das Ginny sich zunächst hinausgenommen hatte, kam ihm seltsam vor. Doch SO hatte sie es garantiert nicht gemeint. Dachte er.
Flashback Ende
Harry hatte Ron und Ginny noch nichts von der Prophezeiung erzählt und wollte es erst machen, wenn auch Hermine dabei wäre. Von der hatte Harry noch nicht viel gehört in diesem Sommer, obwohl sie sich in regem Briefkontakt mit Ron befand. Immer wenn Harry daran dachte, musste er grinsen. Denn Hermine schien der Grund dafür zu sein, dass Ron in diesem Sommer so viel Zeit alleine in seinem Zimmer verbrachte. Harry war froh, dass die Sache sich langsam entwickelte. Vielleicht würde er ja schon bald von den endlosen Streitereien zwischen Ron und Hermine verschont bleiben.
Natürlich hatte Harry sich auch mit den Büchern beschäftigt, die Professor McGonagall ihm gegeben hatte. Mit stabloser Magie hatte Harry zunächst keine Fortschritte machen können, doch nach einigen Tagen hatte er den Durchbruch.
Flashback
Harry saß in Rons Zimmer und las noch mal ein Kapitel in einem von Professor Dumbledores Büchern durch. Er wollte stablose Magie nun endlich schaffen! Er legte die Feder, die er sich von Mrs. Weasley geborgt hatte, auf den Tisch und konzentrierte sich. „Wingardium Leviosa!" Nichts bewegte sich. „Wingardium Leviosa!" Wieder nichts. „WINGARDIUM LEVIOSA!!" Immer noch nichts. Irgendwas musste er anders machen. Da kam Harry eine Idee. Für stablose Magie musste man die eigene Magie durch Konzentration bündeln. Dafür war sonst immer der Zauberstab da. Doch ohne Zauberstab ging keine Energie sinnlos verloren. Stablose Magie war deshalb wesentlich wirkungsvoller als Magie mit dem Zauberstab und wenn man es einmal konnte war es auch nicht so Kräfte zehrend. Außerdem hatte sie den Vorteil, dass man immer kämpfen konnte. Außer mit verbundenen Armen. Als Harry darüber nachdachte, fielen ihm die Parallelen zur Okklumentik auf. Dabei musste man auch seine magische Energie bündeln, mit dem einzigen Unterschied, dass man sie in seinem Körper behielt um sich selbst zu schützen. Also fing Harry an, seinen Geist zu leeren und einige andere Techniken anzuwenden, die bei der Okklumentik halfen, seine Energie zu bündeln. Danach wandte er sich wieder der Feder zu. „Wingardium Leviosa!" Die Feder hob sofort ab und schoss durch das Zimmer nach oben bis die Decke den Flug der Feder schlagartig beendete. Harry war begeistert. Er hatte stablose Magie geschafft! Nun musste er nur noch lernen, sie zu beherrschen.
Flashback Ende
Die folgenden Tage versuchte Harry immer wieder, Sachen stablos zum schweben zu bringen, auch wenn er die Weasley damit auch manchmal zu Weißglut brachte. Besonders, als er einmal versucht hatte, seinen Teller beim Essen zum Schweben zu bringen. Es hatte funktioniert. Leider zu gut. Der Teller war gegen die Decke geknallt und es hatte Porzellansplitter und Tomatensuppe geregnet. Seitdem übte Harry nur noch alleine in Rons Zimmer, nachdem er minutenlang von Mrs. Weasley ausgeschimpft worden war. Mittlerweile hatte er die einfachen Zauber aus den ersten Jahren gemeistert und übte sich nun an den schwereren Zaubern wie ‚Stupor' und ‚Protego', die er auch im Kampf brauchen konnte. Doch das wollte ihm bis jetzt noch nicht recht gelingen.
Auch bei der ungesagten Magie hatte Harry einige Fortschritte erzielen können. Beides zusammen hatte er bis jetzt jedoch noch nicht geschafft. Doch er wusste nun, dass er es schaffen konnte. Professor McGonagall hatte scheinbar nicht grundlos behauptet, er könne große Dinge vollbringen.
Zudem hatte Harry Kingsley Shacklebolt's Tipp zu Herzen genommen und sich mit der Apparation beschäftigt. Zunächst hatte er sich Professor Dumbledores Buch durchgelesen und die Theorie gelernt. Danach hatte er angefangen, Apparation unter der Aufsicht von Mr. oder Mrs. Weasley zu üben. Dies zu lernen fiel ihm sehr leicht und nach wenigen Tagen konnte er es perfekt. Nun musste er nur noch ins Ministerium fahren, um seine Prüfung abzulegen.
Auch Okklumentik hatte Harry so gut es ging gemeistert. In den letzten Tagen hatte er keine Träume und Visionen mehr, in denen Voldemort vorkam, die Albträume über Sirius verfolgten ihn allerdings immer noch. Nun war es also Zeit, Professor Dumbledore zu schreiben.
Als Harry an diesem Abend im Bett lag, machte er sich trotz seiner Fortschritte große Sorgen. Er hatte lange nichts mehr von Voldemort in der Zeitung gelesen. Hatte Voldemort einen Plan? War der momentane Frieden vielleicht nur die Ruhe vor dem Sturm?
HPHPHPHPHPHP
So das wars. Ich hoffe ihr lasst mir ein Review da! Danke :D
