Heyho! Ich hab es tatsächlich noch vor dem Urlaub geschafft:)
Vielen Dank für die Reviews, die mich angetrieben haben wenn ich grade mal wieder keine Motivation zum Schreiben gefunden habe!! ;)
Roya89: Ich weiß, dass meine Kapitel alle noch voll mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern stecken...aber ich bemühe mich alles ohne Fehler hochzuladen. Doch das schien mir besonders beim letzten Kapitel nicht wirklich gelungen zu sein. sorry :( Ich habe mir Mühe gegeben, dass es diesmal besser ist!
Saralos: Ich gebe mir Mühe! Das nächste Update kommt in knapp 10 Tagen...
DarkAzrael: Ich hab mir auch länger überlegt ob ich jetzt Dumbledore eher als gut oder als manipulativ hinstelle und ich habe mich für das erste entschieden. Sonst müsste ich es mit Harrys Entwicklung übertreiben. Meine Bemerkung war auf dem Dumbledore aus dem Halbblutprinzen bezogen. Ich denke Rowling hat gezeigt, dass Harry auch ohne dunkle Magie siegen kann (was meiner Meinung nach aber ziemlich langweilig ist!).
poseidon: Aller Zeitprobleme zum Trotz die sich mir bald stellen werden, werde ich dies hier zu Ende schreiben. Ich kenne auch das unbefriedigende Gefühl, wenn man eine FF liest und diese dann mitten in der Geschichte einfach nicht weiter geschrieben wird.
Baba: Die ‚Natürlichkeit' von Harrys Kräften darzustellen war ein Ziel von mir. Es freut mich zu hören, dass es mir scheinbar für wenigstens ein paar Personen gelungen ist ;)
Osiris Black: Dass ich das Geschenk von Mr. und Mrs. Weasley vergessen habe hast du (leider) gut gemerkt. Und ich habe gehofft es würde niemandem auffallen. (Verdammt!) ;) ;) Mir ist ehrlich gesagt nichts Gutes eingefallen, das nicht absolut klischeehaft ist (wie zum Beispiel ein Zeiger an der Weasley-Uhr. Die Idee ist ja fast so alt wie ich!). Wenn mir noch etwas Gutes einfällt (oder dir vielleicht??) werde ich es noch ergänzen. Für meinen Rechtschreibfehler entschuldige ich mich. Du hast ihn gefunden, du darfst ihn behalten. Herzlichen Glückwunsch! ;) ;)
Und noch einmal: Mir gehört nix. Schade. :( J.K. Rowling gehört das gesamte Harry-Potter-Universum. Die ist damit reich geworden...
Und nun endlich das nächste Kapitel. Viel Spaß damit!
Kapitel 6
Nach dem Mittagessen erhob sich Professor Dumbledore. „Ich denke es ist Zeit für Harry, Ginny, Ron, Hermine und mich, in die Winkelgasse aufzubrechen." Mrs. Weasley starrte ihn ganz entsetzt an. „Es tut mir Leid Molly, aber wenn wir mit zu vielen dort aufkreuzen, ist es zu auffällig. Aber sei beruhigt, wir werden vom Orden bewacht. Uns wird schon nichts passieren." Mrs. Weasley sah nicht beruhigt aus, verstand aber die Vorsichtsmaßnahmen Dumbledores. Außerdem war er ja persönlich dabei. Sie gab den vier Jugendlichen jeweils noch eine Umarmung. „Passt auf euch auf." Professor Dumbledore nahm eine Zeitung vom Tisch und murmelte ein paar unverständliche Worte. Harry, Ginny, Ron und Hermine fassten alle die Zeitung an. Zum dritten Mal an diesem Tage spürte Harry das Ziehen hinter dem Bauchnabel. Diesmal schaffte er es sogar, stehen zu bleiben und er fing gedankenschnell Ginny auf, die neben ihm zu Boden stolperte. Er schaute sich um und sah, dass sie mitten in der Eingangshalle von Gringotts standen. Professor Dumbledore ergriff das Wort. „Am besten trennen wir uns. Harry will wahrscheinlich alle seine Verliese kurz besichtigen. Wenn du uns deine Liste mit den nötigen Schulbüchern gibst, können wir schon mal alles besorgen und uns dann in einer Stunde wieder hier treffen." Harry nickte einverstanden, doch Ginny war von der Idee wenig begeistert. „Sie können ihn doch nicht alleine losschicken! Ich bleibe bei ihm." Professor Dumbledore sah kurz so aus als wollte er widersprechen doch er besann sich schnell wieder und nahm wissend lächelnd die Bücherlisten von Harry und Ginny entgegen. Ron, Hermine und Professor Dumbledore verabschiedeten sich und verließen Gringotts.
Harry trat mit Ginny an einen freien Schalter. Er hatte noch gar nichts gesagt, da hatte der Kobold ihn schon erkannt. „Mr. Potter! Welch eine Freude, Sie hier zu sehen! Ich nehme an, Sie wollen ihre Verliese besichtigen?" Harry schaute den Kobold überrascht an und erkannte ihn als Griphook, der Kobold, der ihm auch bei seinem ersten Besuch in Gringotts durch die Tiefen Londons gefahren hatte. „Guten Tag, Mr. Griphook." Plötzlich fiel Harry auf, dass er gar keinen Schlüssel bekommen hatte. „Tut mir Leid, aber ich habe leider keinen Schlüssel bekommen." „Natürlich. Die Hochsicherheitsverliese der Blacks und Potters sind auch mit Blutzaubern versiegelt. So können sie nur von Ihnen geöffnet werden. Folgen Sie mir, ich bringe Sie zu ihren Verliesen." Der Kobold führte Harry und Ginny durch einige Gänge, bis sie an einem Karren angekommen waren. Dieser war noch kleiner als die, in denen er bisher schon gesessen hatte. Griphook sah Harrys fragenden Blick und während Harry und Ginny sich auf die Bank im Karren quetschten, erklärte er: „Die Karren sind kleiner, aber dafür schneller. Die Hochsicherheitsverliese, zu denen sie wollen, gehören zu den tiefsten in Gringotts. Halten Sie sich besser fest, es wird eine zügige Fahrt." Sobald die Fahrt begann, wollte Harry gar nicht mehr anhalten und aussteigen. Einmal, weil die Geschwindigkeit sich beinahe wie fliegen anfühlte. Zweitens, weil sie an Drachen und anderen Wesen vorbeikamen, die extrem gefährlich aber auch sehr interessant aussahen. Und zuletzt, weil Ginny stark an ihn gepresst neben ihm saß. Er schaute zu ihr hinüber und ihr schien die Fahrt genauso gut gefallen wie ihm. Nach einiger Zeit, Harry hatte fast schon das Gefühl sie seien am anderen Ende der Welt angekommen, stoppte der Karren abrupt. Harry stieg aus dem Karren und half Ginny heraus, ehe er sich umsah. Harry, Ginny und Griphook standen vor einem großen Tor. Harry und Ginny waren von der Aussicht überwältig. Griphook brach die entstandene Stille. „Mr. Potter, ich brauche nun ihr Blut." Er nahm Harrys linken Zeigefinger, piekste einmal mit einer Nadel hinein und drückte den blutenden Finger gegen das Tor. Langsam öffnete sich das große Tor und gab den Eingang frei. Harry und Ginny staunten nicht schlecht, als hinter dem Tor ein großer Raum mit drei großen Türen sichtbar wurde. Harry und Ginny betraten den Raum. Griphook blieb zurück. „Ich werde hier auf sie warten, bis sie zurückkehren." Harry nickte kurz und fasste an die erste Tür, um sie zu öffnen. Das große Tor hinter ihm schloss sich wieder, ehe er die Klinke hinunter und die Tür aufdrückte.
Harry und Ginny hatten einen großen Haufen Gold erwartet. Doch das, was sie nun sahen, verschlug ihnen komplett die Sprache. Sie standen in einer riesigen Halle die komplett mit goldenen Galleonen gefüllt war. Ginny war die erste, die ihre Sprache wieder fand. „Das - Das - Das ist ja ... UNglaublich! Der Raum ist mindestens so groß wie die große Halle, alles gefüllt mit Gold!!" Harry schnappte sich einen Haufen Galleonen und steckte sie schnell in seinen Geldbeutel. Daraufhin zog er Ginny durch die offene Tür wieder aus dem Raum hinaus. Er mochte es nicht, dass er so viel Geld besaß und die Weasleys immer Second-Hand-Ware kaufen mussten. Doch die sturen Weasleys wollten auch kein Geld von ihm annehmen. Aber grade war keine Zeit für dieses Problem, damit konnte er sich später noch beschäftigen. Er hatte nur eine Stunde in Gringotts und deshalb musste er sich beeilen. Also öffnete er schnell die zweite Tür und betrat den Raum. Dieser war nicht ganz so groß. Soweit Harry sehen konnte, war er komplett mit Regalen voll gestellt, die alle vollständig mit Büchern gefüllt waren. Ginny, die ihm gefolgt war, fand erneut zuerst ihre Sprach wieder. „Die Bibliothek ist ja fast so groß wie die in Hogwarts!" Harry ging durch die Reihen und entdeckte, dass viele der Bücher sehr alt waren. Manche sahen so verstaubt aus, als würden sie aus der Zeit der Gründer oder Merlins stammen. Harry vermutete, dass Ginny Recht hatte. Es waren tatsächlich annähernd so viele Bücher wie in Hogwarts. allerdings mit dem Unterschied, dass diese Bücher hier wahrscheinliche alle deutlich älter und wertvoller waren. Er blickte kurz auf die Uhr. „Wir sollten weitergehen. Wir haben nicht mehr so viel Zeit." Harry und Ginny verließen den zweiten Raum und betraten den letzten. Der Raum war ähnlich groß wie der Zweite. Er war komplett gefüllt mit Gegenständen, von Porzellan bis zu Kerzenständern. Die meisten sahen nicht so aus, als könnte Harry sie jemals gebrauchen. Einige der Gegenstände konnte Harry jedoch auch nicht identifizieren. Er würde sich eine Liste anfertigen lassen, sowohl von allen Gegenständen als auch von allen Büchern. Es hatte keinen Sinn, sich angesichts der knappen Zeit hier weiter umzusehen. „Komm Ginny, lass uns gehen. Unsere Zeit wird langsam knapp und wir waren noch nicht im Verlies meiner Eltern." Harry und Ginny gingen zurück zu Griphook und nahmen erneut im Karren platz. Diesmal war die Fahrt sehr kürzer, die beiden Verliese schienen nahe beieinander zu liegen.
Erneut standen Harry, Ginny und Griphook vor einem Tor, welches kleiner als das vom Black-Verlies war, aber dennoch sehr groß. Griphook stach Harry erneut in den Finger um das Tor zu öffnen. Harry und Ginny offenbarte sich ein riesiger Raum, zur einen Hälfte gefüllt mit Gold, zur anderen Hälfte mit ähnlich nutzlosen Gegenständen wie im Verlies der Blacks. Die beiden staunten einige Minuten, ehe sie das Verlies betraten. Diesmal schloss sich das Tor hinter ihnen nicht. Harry ging mit großen Augen durch das Verlies. Ginny wollte ihn nicht stören und blieb deshalb am Eingang stehen und schaute sich dort um. Erst jetzt, da sie die beiden unvorstellbar großen Berge an Galleonen gesehen hatte, wurde ihr klar, wie reich Harry jetzt wirklich war. Es war einfach unglaublich. Sie schaute sich ein paar Gegenstände an, die am Boden herumlagen. Dann sah sie etwas direkt am Eingang zum Verlies auf einem kleinen Podest liegen, was sie bisher übersehen hatte. „Harry! Guck mal hier!" Harry kam zwischen den Bergen seiner Besitztümer hervorgeeilt. „Was ist los? Hast du etwas Besonderes gefunden?" Und dann sah er es auch. Sie stand in der Nähe von einem Podest, auf dem ein Umschlag lag. Er trat neben Ginny und las, in der Schrift seiner Mutter geschrieben „Für Harry". „E - Ein Brief von meinen Eltern!" Harry konnte es kaum glauben. Jahrelang hatte er sich gewünscht, eines Tages etwas Persönliches von seinen Eltern in den Händen halten zu können und jetzt war der Moment endlich gekommen. Er streckte seinen Arm aus, um nach dem Brief zu greifen, zuckte aber sofort wieder zurück. Was wäre, wenn er den Brief gar nicht lesen wollte? Wenn der Brief das Bild, das er sich von seinen Eltern gemacht hatte, zerstören würde? Doch er konnte den so offensichtlich an ihn adressierten Brief auch nicht einfach weitere Jahre hier liegen lassen. Ginny schien zu ahnen, was in ihm vorging. „Nimm ihn doch mit und öffne ihn, wenn du bereit dazu bist. Wir haben eh keine Zeit mehr, wir müssen zurück." Harry gefiel diese Idee. Er streckte erneut seinen Arm nach dem Umschlag aus und diesmal packte er zu. Er steckte den Brief vorsichtig in eine Tasche in seinem Umhang. „Dann lass uns mal gehen." Harry und Ginny kehrten zu Griphook zurück und setzten sich erneut in den Karren. Während der Fahrt gab Harry Griphook den Auftrag, alle seine Habseligkeiten aufzulisten. Einige Zeit, genau gesagt eine angenehme Fahrt und eine höfliche Verabschiedung von Griphook, später standen Harry und Ginny wieder im Foyer von Gringotts.
Sie warteten noch nicht einmal eine Minute, als Ron, Hermine und Professor Dumbledore zu ihnen geeilt kamen. Ron sah Harry fragend an. „Und wie war's?" Nicht Harry sondern Ginny antwortete. „Beeindruckend. Ich weiß jetzt, wie viel Geld der reichste Mensch Großbritanniens hat. Beinahe beängstigend." Harry wurde rot und versuchte, vom Thema abzulenken. „Und ihr? Habt ihr alles besorgt?" „Alles eingekauft. Jetzt müssen wir nur noch zum Laden von Fred und George." Also verließen die Fünf Gringotts und schlenderten langsam in die Richtung von dem Laden von Fred und George. Harry überlegte, was er mit dem ganzen Geld, das er besaß, machen sollte. Als erstes könnte er seinen Freunden allen ein Geschenk kaufen. Er überlegte, was seinen Freunden so gefallen könnte. Hermine ein Buch, das war einfach. Vielleicht würde er in seiner Bibliothek etwas finden, wenn Griphook ihm die Liste zuschicken würde. Für Ron, das war auch offensichtlich, etwas mit Qudditch. Er hatte am Grimmauldplatz noch einen aktuellen Katalog von einem Quidditch-Versandhaus. Da konnte er was bestellen. Fred und George hatte er schon den Gewinn vom Trimagischen Turnier geschenkt. Mehr würden sie nicht annehmen, besonders da ihr Scherzartikelladen sehr gut lief. Aber was konnte er Ginny schenken? Er musste ihr auch noch etwas zum Geburtstag besorgen, der war auch in etwas mehr als einer Woche. Er musste sich gleich Wohl oder Übel wegschleichen. Als die Fünf am Laden von Fred und George angekommen waren, war Harry zunächst überwältigt. Dieses Geld hatte er tatsächlich brillant angelegt. „Weasleys Zauberhafte Zauberscherze" stand in großen hellen Buchstaben über dem Laden geschrieben. In den Schaufenstern knallte es dauerhaft. Nachdem er den Laden kurz mit Begeisterung von innen besichtigt hatte, sprach er kurz mit Dumbledore. Dieser hatte keine Einwände, aber meinte, er solle sich beeilen.
Harry machte sich auf den Weg durch die Winkelgasse. Was konnte er Ginny schenken? Der schaute sich um und merkte, dass er direkt vor einer der zahlreichen Tierhandlungen stand. Natürlich! Eine Eule! Sie hatte noch keine. Er betrat den Laden und schaute sich um. Er fand eine schöne Schneeeule, die Hedwig sehr ähnlich sah. Die würde Ginny bestimmt gefallen. Er bezahlte sie und ließ sie ‚zurückstellen'. Er würde sie später zu sich fliegen lassen, wenn es Zeit war. Er verließ den Laden. Jetzt brauchte er nur noch ein Geburtstagsgeschenk für sie. Er schlenderte ein wenig durch die Winkelgasse. Und dann sah er das perfekte Geschenk! Eben hatte sie noch staunend vor dem Schaufenster gestanden. Harry betat den Laden und kaufte das Geschenk schnell. Zu lange durfte er nicht fehlen, sonst würde es auffallen. Er ließ das Paket in seiner Hosentasche verschwinden und eilte zurück zu ‚Weasleys Zauberhafte Zauberscherze' zurück. Scheinbar hatte niemand sein Fehlen bemerkt. Professor Dumbledore erinnerte Harry, dass sie noch zu Ollivander's mussten. Also ließen sie Ginny, Ron und Hermine bei Fred und George zurück. Bei Ollivander angekommen, fertigte dieser schnell eine Zauberstabattrappe für Harry an. Es dauerte nicht lange. Ollivander gab ihm die Attrappe und Harry konnte den Unterschied direkt spüren. Harry bezahlte und Professor Dumbledore und er gingen zurück zu ‚Weasleys Zauberhafte Zauberscherze' um Ginny, Ron und Hermine abzuholen.
Den Rest des Tages genossen die vier Jugendlichen zusammen mit Professor Dumbledore bei einem Eis bei ‚Florean Fortescues Eissalon'. Als sie dort saßen, trafen sie auch einige Klassenkameraden. Zunächst kamen Dean und Seamus vorbei. Seamus begrüßte die fünf sehr überschwänglich, wurde aber von Dean schnell weiter gezogen. Dieser hatte beim Anblick Ginnys einen panischen Blick aufgesetzt und hatte scheinbar Angst, von Ginny verflucht zu werden. Kurz nachdem Seamus und Dean weg waren, kam Neville vorbei. Er zeigte den Fünfen stolz seinen neuen Zauberstab. Sie quatschten ein bisschen über dies und das bis Nevilles Großmutter vorbeikam und er sich wieder verabschieden musste. Nach einiger Zeit bezahlten Professor Dumbledore, Harry, Ginny, Ron und Hermine und verschwanden in eine dunkle Nebengasse. Dort hielt Professor Dumbledore erneut eine alte Zeitung hoch, die alle berührten und ein paar gemurmelte Worte später landeten sie wieder wohl behalten zurück in der Küche des Fuchsbaus.
HPHPHPHPHPHP
Am Abend des gleichen Tages saß Harry alleine auf dem Sofa im Wohnzimmer. In seinen Händen hielt er der Brief seine Eltern. Er war immer noch unschlüssig, ob er ihn öffnen sollte. Nach einigen Minuten, in denen Harry dort saß und überlegte, betrat Ginny das Zimmer. Sie sah Harry auf dem Sofa und setzte sich zu ihm. „Du überlegst immer noch, ob du den Brief öffnen sollst, oder?" „Ich möchte nicht enttäuscht werden. Vielleicht ist es nicht das, was ich erwarte." Ginny schloss die Lücke zwischen den beiden und berührte mir ihrer Hand leicht seinen Arm. „Das glaube ich nicht. Doch du kannst es nur herausfinden, wenn du den Brief öffnest." Harry versteifte kurz durch die Nähe Ginnys, entspannte sich dann aber wieder und schaute kritisch den Umschlag an. Doch er konnte ihn nicht ewig zulassen. Er konnte nicht ewig weglaufen. Vorsichtig öffnete er den Umschlag. Seine Hände zitterten. Er zog den Brief heraus und fing an zu lesen.
„Lieber Harry,
es ist der 22. Oktober und wir sind auf der Flucht. Doch wir wissen, dass es kein Entkommen gibt. Wir wissen nicht, wie lange wir uns noch verstecken können. Voldemort wird uns suchen, finden und töten. Wenn du dies hier liest, wirst du volljährig sein und wahrscheinlich wirst du deine Kindheit ohne deine Eltern verbracht haben. Das tut uns Leid. Nicht nur, dass du nicht bei uns aufwachsen kannst. Dass wir nicht deine erste Freundin kennen lernen werden oder Briefe von Professor Dumbledore erhalten werden, um uns erneut von einem deiner brillanten Streiche zu berichten. Sondern besonders, weil du ohne Eltern aufwächst, die dir helfen können, wenn es für dich schwierig wird. Die für dich da sind, um dir als Kleinkind die Welt zu erklären oder deine täglichen Probleme zu lösen. Die dir Tipps geben können und die dir beistehen. Wir hoffen, dass Sirius ein guter Ersatz für uns war. Wir hoffen, du hattest eine schöne Zeit in Hogwarts, hattest viele Freunde und eine hübsche (rothaarige?) Freundin. Doch im Angesicht der Prophezeiung haben wir ernsthafte Zweifel daran.
Wir wissen nicht, was passiert, wenn er versucht, dich zu töten. Wenn du der Auserwählte bist. Professor Dumbledore vermutet, dass er dich nicht töten kann. Schließlich heißt es in der Prophezeiung, dass er dich als ebenbürtig kennzeichnet. Und das kann nicht der Tod sein, denn der Tod ist das, was Voldemort am meisten fürchtet.
Wenn du dies hier liest, sollst du wissen, dass wir dich lieben und dass wir an dich glauben. Du kannst Voldemort besiegen! Wenn nicht du dann niemand.
In großer Liebe
Mum und Dad"
Harry hatte Tränen in den Augen. Seine Eltern hatten gewusst, dass sie sterben würden. Das war ihm noch nie so bewusst gewesen. Es musste eine schreckliche Zeit gewesen sein, so in Unwissenheit zu leben. Langsam bahnten sich seine Tränen ihren Weg über Harrys Gesicht. Schnell zog ihn Ginny in eine feste Umarmung. In diesem Moment wurde Harry klar, wie sehr er Ginny wirklich mochte. In letzter Zeit war sie immer für ihn da, wenn er jemanden brauchte, nur um ihn in den Arm zu nehmen und ihm zu versichern, dass alles gut war.
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Harry schlief grade friedlich, als er früh morgens heftig aus dem Schlaf geschüttelt wurde. Jemand setzte ihm seine Brille auf und er erkannte Professor Dumbledore. „Psssst Harry. Es tut mir Leid, aber ich muss dich leider mitnehmen. Es ist wirklich wichtig. Zieh dir schnell etwas an. Ich warte unten in der Küche auf dich." Harry war kurz erstarrt. Er hatte Angst, dass etwas Schreckliches passiert war. Er zog sich hastig an, darauf bedacht, nicht zu viel Lärm zu machen, um Ron nicht aufzuwecken. Er schlich die Treppen hinunter bis in die Küche. Dort stand Professor Dumbledore in der Tür und drückte ihm ein Sandwich in die Hand. Harry aß es schnell und schon schob Professor Dumbledore ihn zum nächsten Kamin. Harry sah seinen Schulleiter fragend an. Doch dieser warf etwas Floh-Pulver in den Kamin, murmelte für Harry unverständlich den Zielort und schubste Harry sanft in den Kamin.
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Weit entfernt saß ein Mann in einem Kerker. Er war blass und zitterte vor Angst. Was würde mit ihm passieren? Er wusste, dass der Tod für ihn jetzt womöglich der beste Ausweg wäre. Er hatte sein gesamtes Leben, seine Freunde, einfach alles, für Voldemort geopfert. Doch er hatte versagt. Er hatte die Chance seines Lebens bekommen, und er hatte versagt. Er wusste, dass er ein Feigling war. Es war nur der nächste Schritt für ihn. Er war sein ganzes Leben lang weggelaufen. Es war Zeit, sein Werk zu vollenden. Mit dem Feigesten, was das Leben zu bieten hat. Er guckte sich in seiner Zelle um und fand in einer Ecke eine Scherbe. Er krempelte die Ärmel hoch und erblickte zum letzten Mal in seinem Leben das Dunkle Mal auf seinem Arm. Er nahm die Scherbe in seine eine Hand und schnitt zu. Er wechselte schnell die Hand und beendete sein Werk auch am anderen Arm. Und so verblutete er. Ohne Reue.
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Ginny wachte an diesem Morgen völlig euphorisch auf. Heute war ihr Geburtstag! Sie sprang aus ihrem Bett und registrierte, dass Hermines Bett schon gemacht war. Nach einer kurzen Dusche zog sie sich an und sprintete die Treppen hinunter in die Küche. Alle Anwesenden sprangen direkt auf. „Happy Birthday!!" Ginny grinste in die Runde und alle hasteten zu ihr hinüber und umarmten und beglückwünschten sie. Doch ihr fiel auf, dass jemand fehlte. Harry.
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Als Harry im Ministerium angekommen war, war er erstmal durch einige Gänge geführt worden. Niemand hatte ihm jedoch erzählen wollen, wo drum es ging. Irgendwann waren Professor Dumbledore und Harry dann in einem Zimmer stehen geblieben. Es sah aus wie ein Verhörzimmer aus den Polizeifilmen, die Dudley früher immer gesehen hatte. Harry hatte langsam Angst bekommen. Was war passiert? Hatte er etwas verbrochen? Durfte er doch nicht zaubern, wie Ragnok es gesagt hatte und er sollte bestraft werden? Doch wenigstens eine Hälfte seines Gehirns hatte noch rational gedacht. Hätte er etwas verbrochen, hätte Dumbledore ihn nicht ungewarnt hierher geführt. Grade als Professor Dumbledore sich Harry zugewandt hatte, um ihm zu erzählen, warum er hier war, hatte Kingsley Shacklebolt den Raum betreten. Er hatte Harry kurz zum Gruß zugenickt und war dann zu Professor Dumbledore gegangen. Er hatte ihm etwas ins Ohr geflüstert. Professor Dumbledore hatte kurz erstaunt aufgeblickt und hatte dann Harry angeschaut. „Es tut mir Leid, du musst hier warten. Ich bin so schnell es geht zurück." Professor Dumbledore und Kingsley Shacklebolt hatten den Raum verlassen und Harry seinen Gedanken überlassen. Das war nun allerdings schon fast zwei Stunden her gewesen. Wie lange er wohl noch hier warten musste?
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Ginny öffnete ihre Geschenke langsam und dankte allen grinsend. Nach dem sie ein Buch von Hermine auspackte, wandte sie sich kurz den Geschenken ab und starrte in Richtung Tür. So gut gelaunt wie sie vorgab war sie gar nicht. Sie machte sich Sorgen. Wo war Harry bloß? Niemand wusste wirklich Bescheid. Ihre Mum wusste nur, dass Professor Dumbledore ihn früh morgens abgeholt hatte. Es schien wirklich wichtig zu sein. Ginny hoffte, dass Harry bald zurück kam und wandte sich wieder den restlichen noch nicht geöffneten Geschenken zu.
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Harry guckte auf die Uhr. Er hatte nun schon über fünf Stunden in diesem Raum gesessen, als Professor Dumbledore endlich den Raum wieder betrat. Er schwieg einen Moment lang, bevor er Harry eindringlich anstarrte. Dieser blickte nur fragend zurück. Endlich fing Professor Dumbledore an zu sprechen. „Harry. Ich wollte dir heute eigentlich jemanden vorführen, den wir letzte Nacht gefasst haben. Doch-" Er stockte kurz. „Komm am besten mit und sieh selbst." Professor Dumbledore zeigte auf die Tür, durch die er gekommen war. Harry ging hindurch und danach einen Gang entlang, bis er an einer Zelle ankam. Was er dort sah, ließ das Blut in seinen Adern gefrieren.
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Voldemort stand in einer dunklen Hütte, die nur durch ein Feuer erhellt wurde. Neben ihm standen ein paar wenige Todesser. Stille lag in der sticken Luft des Raumes. Ohne Vorwarnung drehte Voldemort sich um. „CRUCIO!!" Einer der Todesser ging zu Boden und schrie vor Schmerz. „Was heißt hier ‚Er wurde vom Ministerium gefasst'?? Dieser Versager!! Zwei Aufträge habe ich ihm gegeben! Zwei einfache Aufträge! Und er lässt sich dabei von Auroren schnappen!! Crucio!!" Ein weiterer Todesser ging zu Boden und fing an zu schreien und zu zucken. „Hat er wenigstens den ersten Auftrag ausführen können?" „Ja mein Lord." „Wenigstens für Mord ist er nicht zu dumm. Aber was ist, wenn er meine Pläne belauscht hat? Hoffentlich gefährdet er sie nicht. Hogwarts gehört mir!!" Voldemort fing an zu lachen. „Crucio!!" Ein dritter Todesser ging zu Boden, krümmte sich kurz und fing dann an zu wimmern.
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Harrys Hände zitterten. Vor ihm lag ein Mann. Seine beiden Arme waren aufgeschlitzt und er lag in einer mittlerweile getrockneten Blutlache. Harry schaute trotz des Grauens genauer hin. Der Mann hielt eine Scherbe in der Hand. Doch die Hand hatte nur vier Finger. Erstaunt blickte er dem Mann ins Gesicht. Er war es wirklich! Peter Pettigrew. Zu feige zum Leben. Harry blickte noch ein letztes Mal verachtend auf Wurmschwanz hinab und drehte sich weg.
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Voldemort saß in einem Sessel am Feuer, als er ein leises ‚Plop' hinter sich hörte. Er drehte sich nicht um. „Nun Severus, hast du neue Informationen?" „Ja mein Lord. Der Feigling hat sich umgebracht. Egal, was er wusste, das Problem ist gelöst. Ihr Plan ist nicht in Gefahr, mein Lord." Voldemort war nun deutlich ruhiger als einige Minuten vorher, als Wurmschwanz Versagen ihn erreicht hatte. „Danke Severus. Mein eigentlicher Plan ist leider durch Wurmschwanz' Scheitern nicht mehr umsetzbar. Doch ich habe immer einen alternativen Plan in der Hinterhand. Ich werde dich kontaktieren, sobald ich deine Hilfe benötige. Severus, du bist ein treuer Diener." Nach einem erneuten ‚Plop' war es wieder Still.
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Harry saß wieder mit Dumbledore in dem Zimmer, in dem er am Morgen stundenlang gewartet hatte. Professor Dumbledore sah ihn ernst an. „Es tut mir Leid, dass du dir das ansehen musstest. Ich hoffe, mit seiner Leiche können wir Sirius Namen im Nachhinein noch reinwaschen. Doch ich befürchte, dass das Ministerium versuchen wird, alles zu vertuschen." Er machte eine kurze Pause. Harry dachte, dass er fast traurig aussah. Das hatte er bei seinem Schulleiter noch nie gesehen. „Da wir die Befragung nicht mehr wie ursprünglich durchführen können, kehrst du am besten wieder zum Grimmauldplatz zurück." Harry seufzte erleichtert auf. „Vorher möchte Shacklebolt dir allerdings trotzdem noch ein paar Fragen zu Pettigrew stellen. Wenn du nichts dagegen hast natürlich."
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Ginny saß auf dem Sofa im Wohnzimmer des Grimmauldplatzes. Die anderen bereiteten grade ihre Party vor. Ginny freute sich über ihre Geschenke. Trotzdem war sie traurig, denn Harry war immer noch nicht aufgetaucht. Wo hatte Dumbledore ihn nur hingebracht? Hoffentlich war es nicht gefährlich. Und hoffentlich war er gesund und kam bald nach Hause. Sie schloss ihre Augen und entglitt langsam in die Welt der wunderbaren Träume von einem Jungen mit schwarzen, verstrubbelten Haaren und smaragdgrünen Augen.
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Ich hoffe das Kapitel hat euch gefallen! Ob ‚ja' oder ‚nein', bitte schreibt mir ein Review. Das wäre toll. Denn dann weiß ich, was ihr von meiner Story haltet. Danke:) :) :)
Das nächste Kapitel lade ich hoch, wenn mein Urlaub vorbei ist. Außer ich breche mir ein Bein. Oder habe einfach keine Zeit. ;)
