Heyho! Ich weiß, es hat länger gedauert, als versprochen. Doch ich hatte nach meinem Urlaub einige persönliche Probleme, die ich lösen musste. Aber besser spät als nie ;). Das nächste Mal dauert es nicht so lange. Versprochen!
Vielen Dank für die Reviews! Ich hoffe der Rest nimmt sich mal ein Beispiel daran ;)
erde & Kazuka: Danke fürs Lob.
Saralos: Keine Sorge ich lasse mich nicht drängen ;)
DarkAzrael: Ich könnte die Kapitel natürlich länger machen. Aber für doppelte Länge brauche ich auch die doppelte Zeit. Dann müsste ich euch ja jedes Mal noch länger warten lassen. ;)
Andy1991: Für Pettigrew habe ich mir immer den Tod des Selbstmords gewünscht. Ich finde das passt einfach zu seinem Charakter. Zu Harry und Ginny: Lies selbst. :P
Erneut muss ich zugeben, dass ich J.K. Rowling die Rechte an ihren Büchern immer noch nicht abgekauft habe und immer noch kein Geld damit verdiene. Aber man darf ja mal träumen dürfen...
Und nun Kapitel7. Ich hoffe, es gefällt euch.
Kapitel 7
Harry stand im Türrahmen des Wohnzimmers und war sich unsicher, was er tun sollte. Ginny saß auf dem Sofa, war aber scheinbar eingeschlafen. Sollte er sie wecken? Wahrscheinlich war sie sauer auf ihn, weil er ihren Geburtstag größtenteils verpasst hatte. Doch sie wäre bestimmt noch wütender, wenn er sie jetzt nicht wecken würde. Also ging er zum Sofa hinüber und versuchte, sie zu wecken. „Ginny?" Als sie nicht reagierte, schüttelte er sie leicht an der Schulter. Endlich wachte sie auf. Als sie Harry sah, sprang sie vom Sofa auf und umarmte ihn. „Ein Glück, dass du endlich da bist." „Entschuldigung, aber Professor Dumbledore hat mich bei etwas Wichtigem gebraucht." Ginny sah Harry an. Er war noch etwas blass und sie wollte ihn nicht dazu drängen, ihr zu erzählen, wo er gewesen war. Selbst wenn es ihr Geburtstag war. Erst jetzt merkte sie, dass er seine beiden Arme verschränkt hinter seinen Rücken hielt. Sie fing an zu grinsen und versuchte hinter seinen Rücken greifen, dorthin, wo sie sein Geschenk an sie vermutete. Doch Harry reagierte schnell und machte einen Schritt zurück. „Nicht so hastig, Gin. So verhält sich doch keine Dame." Er grinste sie schief an. Ginny ignorierte ihn lächelnd und versuchte erneut nach dem Gegenstand zu greifen, doch Harry war wieder schneller. „Na komm schon Harry. Bitte!" Sie lächelte ihn mit dem einem Lächeln an, von dem sie hoffte, dass er ihm nicht widerstehen könnte. Harry zögerte noch kurz, ehe er seine Arme nach vorne strecke und Ginny ein mühselig eingepacktes Geschenk entgegenstreckte. Ehe sie sich das Paket schnappen konnte zog er sie in eine Umarmung. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Gin." „Danke." Sie nahm das Geschenk und begutachtete es sorgfältig. „Ich habe versucht, es selbst einzupacken. Hat wohl nicht ganz geklappt." Beide fingen an zu lachen und Ginny belohnte Harrys Mühe mit einem süßen Lächeln. Dann packte sie das Geschenk vorsichtig aus. Es war eine kleine schwarze Box. Sie öffnete die Box und seufzte überrascht auf. Sie zog ein goldenes Halsband aus dem Paket heraus. Genau das hatte sie Harry in der Winkelgasse gezeigt. Sie hatte es aus Scherz gezeigt, doch Harry hatte das wohl nicht verstanden. Oder vielleicht hatte er es auch nicht verstehen wollen. „Harry, das ist ja wunderschön!" Er lächelte sie an. Sie drückte ihm die Kette in die Hand. „Es tut mir Leid, Harry, aber das Geschenk kann ich nicht annehmen. Es ist viel zu teuer!" „Und sie war jeden Knut wert, wenn ich sehe, wie sie ein strahlendes Lächeln auf deine Lippen zaubert. Und jetzt dreh dich um, damit ich sie dir anlegen kann." Ginny wollte widersprechen, doch sein Blick duldete keine Widerworte. Ginny drehte sich leicht widerwillig um. Harry legte ihr die Kette um küsste sie ganz sanft in den Nacken. Ein Schauer lief Ginny ihren Rücken hinunter. Sie drehte sich langsam wieder um und ihre haselnussbraunen Augen trafen auf seine smaragdgrünen. Erst jetzt merkte sie wie nahe sie beieinander standen. Beide brachen den Augenkontakt nicht und Harry beugte sich langsam zu ihr hinunter. Sie konnte seinen Atem schon auf ihren Lippen spüren. Endlich schloss Harry auch die letzten Millimeter zwischen ihnen und sie versanken in einen leidenschaftlichen Kuss, nach dem sich beide schon lange gesehnt hatten.
Ein paar Minuten und einige Küsse später war es für die beiden allerdings Zeit, in die Realität zurück zu kehren. Die beiden hörten ein lautes Räuspern. Sie trennten sich und sahen Hermine grinsend im Türrahmen stehen. Sie kam direkt auf beide zugestürmt. „Na endlich!" Sie zog Harry und Ginny in eine Gruppenumarmung. „Nun müsst ihr aber- -" Ginny hatte sich umgedreht und Hermine erstarrte mitten im Satz. „Was- -" Sie starrte kurz auf Ginnys neue Halskette. „Woher- -?" Dann traf sie die Erkenntnis und sie schaute Harry mit großen Augen an. Hermine fasste sich jedoch schnell wieder. „Nun müsst ihr aber hinunter. Alle sind gekommen! Selbst Bill und Charlie. Und Hagrid!" Sie grinste Harry an. „Viel Spaß mit Ginnys Brüdern. Das wird ja ein lustiger Abend." Und schon war Hermine wieder nach unten verschwunden. Harry hingegen war ein wenig blass geworden. „Sie mögen dich, dass weißt du. Das wird sich jetzt nicht plötzlich ändern."
HPHPHPHPHPHP
Abends lag Harry im Bett und dachte über den vergangenen Tag nach. Er fragte sich, welchen Befehl Wurmschwanz hatte ausführen sollen. Es schien so, als hätte Voldemort einen Plan. Eigentlich hätte Harry besorgt sein müssen, doch das konnte er nicht. Denn seine Gedanken wanderten zu Ginny. Hermine hatte ihm Angst gemacht, doch Ginny hatte Recht gehabt. Die Weasleys hatten alle positiv reagiert.
Flashback
Völlige Stille. Harry stand acht erstarrten Weasleys entgegen. Ron war der Erste, der sich aus seiner Starre löste. Er klopfte Harry auf die Schulter und umarmte Ginny kurz. Dabei grinste er die ganze Zeit Harry breit an. Dann drehte er sich zu seiner Familie um. „Wollt ihr diese großartige Nachricht nicht auch feiern?" Mrs. Weasley gab einen Laut von sich, der sehr nach dem Quieken einer Maus klang, ehe sie Harry und Ginny gemeinsam in eine ihrer Umarmungen zog. „Ich freue mich so für euch!" Schließlich fingen Ginnys restliche Brüder an, sich zu bewegen. Nacheinander klopften sie alle zunächst Harry auf die Schulter und umarmten danach Ginny. Zuletzt kam Mr. Weasley auf Harry zu. „Ich könnte mir keinen Besseren für meine Tochter vorstellen, Harry. Ich habe dich immer wie meinen eigenen Sohn gesehen. Und jetzt gehörst du sogar beinahe wirklich zur Familie." Ginny sah leicht entsetzt aus doch fing sich sofort wieder. Mr. Weasley streckte Harry seine Hand entgegen. Als dieser sie lächelnd ergriff zog Mr. Weasley ihn in eine Umarmung.
Flashback Ende
Harry war sehr erleichtert, dass die Weasleys ihn so herzlich akzeptiert hatten und besonders die Geste von Mr. Weasley bedeutete ihm viel. Seit dem Tod von Sirius konnte Harry jede Vaterfigur in seinem Leben gut gebrauchen und genau das schien Mr. Weasley zu ahnen. Glücklich schlief Harry ein, nicht ahnend, was sich zum gleichen Zeitpunkt, viele Kilometer vom Grimmauldplatz entfernt, abspielte.
HPHPHPHPHPHP
Voldemort stand auf einem kleinen Friedhof. Wenige Kilometer entfernt konnte man die letzten wenigen Lichter eines Dorfes erkennen, die um diese Zeit noch brannten. Vor ihm kniete eine in schwarz gehüllte Person und küsste den Saum seines Umhangs. „Du hast mich sehr enttäuscht!" Er schwieg kurz. „Crucio!" Die Person zuckte und verzog das verhüllte Gesicht, schrie aber nicht auf. „Ich habe dir zur Flucht verholfen, doch wie du dir denken kannst nicht ohne Bestrafung." Voldemort schwieg erneut. „Crucio!" Die Person am Boden zuckte erneut kurz auf und ihr entfuhr ein kurzer aber stechender Schrei. „Deine Bestrafung ist bereits durch Wurmschwanz ausgeführt worden. Du wirst es herausfinden, wenn du nach Hause zurückkehrst. Natürlich erwarte ich von dir zusätzlich auch noch eine Gegenleistung für meine großzügige Hilfe." Die kniende Person blickte auf. „Was ist es mein Lord? Ich werde alles tun, um meine Schuld wieder rein zu waschen." Voldemort schaute hinab. „Du wagst es, mir ins Gesicht zu sehen? Crucio!!" Diesmal schrie die gefolterte Person laut auf. „Ich werde dich morgen rufen. Du wirst dir deinen Sohn bringen." „Jawohl mein Lord." Die vermummte Person war intelligent genug, dieses Mal nicht aufzublicken oder gar zu widersprechen. „Du weißt, dass ich dich finden werde, wenn du nicht kommst. Leichter als Potter. Und dann werde ich dich töten. Genauso wie Potter."
HPHPHPHPHPHP
Am nächsten Tag saß Harry mit Ginny auf dem Sofa im Wohnzimmer und las in einem der Bücher, die er von Dumbledore erhalten hatte, über Leglimentik. Er hatte nun die Theorie komplett gelesen und wusste, wie er Leglimentik durchführen könnte. Er musste es nur noch praktisch üben. Zusätzlich hatte Harry auch schon fast alle anderen Bücher von Dumbledore durchgelesen. Er fragte sich, wie und vor allem wo er die ganzen Zauber mal ausprobieren könnte. Er konnte sie ja nicht einfach andere Personen verhexen oder im Kampf mit Todessern mal schauen, ob er sie auch wirklich konnte. Er brauchte jemanden, der ihm helfen konnte. Da fiel ihm jemand ein: Remus! Der würde ihm bestimmt helfen. Und außerdem war Remus schon mal Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste gewesen. Er würde ihn das nächste Mal, wenn er ihn sah, fragen. Dies half ihm jedoch nicht bei Leglimentik weiter. Er konnte nicht von Remus erwarten, dass dieser ihn einfach Leglimantik an ihm üben lassen würde.
Harry klappte sein Buch zu und legte es seufzend weg. Ginny schaute von ihrem Buch auf. „Was ist los?" „Es ist wegen Leglimentik. Ich weiß wie zwar theoretisch, wie es geht, doch ich weiß nicht, wie ich es praktisch üben kann." Ginny überlegte kurz. „Du brauchst also eine Person, die dich praktisch an ihr üben lässt?" „Richtig." „Jemand, der dir vertraut und auch nichts vor dir zu verbergen hat? Jemand, der sich freiwillig in seinen Geist eindringen lässt?" „Richtig. Genau so jemanden suche ich." Ginny schaute ihn kurz eindringlich ein. „Dann nimm mich. Ich vertraue deinen Fähigkeiten." Harry guckte Ginny kritisch an. Eigentlich wollte er sie nicht dazu benutzten, Leglimentik an ihr zu üben. Das war verantwortungslos denn er wusste nicht mal, ob alles richtig machte. Er wollte Ginny ja nicht verletzten oder ihrem Gehirn schaden. Doch auf der anderen Seite hatte sie Recht. Sie war die perfekte Person und vielleicht die einzige, die ihn Leglimentik an sich üben lassen würde. Er würde ihrem Vertrauen glauben müssen. „Okay, wir können es versuchen." Ginny legte ihr Buch auf den Tisch und wandte sich vollständig Harry zu. „Na dann, fang mal an. Ich bin bereit." Harry schaute sie kritisch an. „Jetzt sofort?" „Natürlich, wann denn sonst?" „Okay, ich werde es versuchen." Harry drehte sich Ginny zu. Er konzentrierte sich und stellte den nötigen Augenkontakt her. „Leglimens!"
Ginny stand in der großen Halle, nicht weit entfernt von Professor McGonagall. „Ginevra Weasley" erklang Professor McGonagalls Stimme. Ginny trat hervor und setzte sich auf den Stuhl. Sie schaute sich schnell um und ihr Blick blieb an Harry hängen. Harry Potter! Doch dieser war scheinbar völlig desinteressiert an der Zeremonie und besonders ihr, denn er unterhielt sich angeregt mit Ron. Ginny war enttäuscht. Kurz darauf senkte sich der sprechende Hut über ihren Kopf und alles wurde schwarz.
Ginny saß im Gemeinschaftsraum und machte Hausaufgaben. Sie beendete ihren Aufsatz und packte ihre Sachen in ihre Tasche. Dann schaute sie sich um. Ihr Blick blieb an Harry hängen, der grade mit Ron Schach spielte. Sein Blick schweifte durch den Raum und für einen kurzen Moment sah er sie an. Sie lächelte ihm zu, doch er tat so, als hätte er nichts gesehen und drehte sich wieder Ron zu. Ginny war traurig. Sie schnappte sich ihre Sachen und eilte in ihren Schlafsaal. Dort holte sie ein Tagebuch aus ihrem Koffer und fing an zu schreiben. „Lieber Tom, ..."
Ginny stand im Badezimmer und blickte an sich hinunter. Sie war voller Blut und Federn. Was hatte sie getan? Sie konnte sich nicht erinnern. Sie wusste, dass sie Hilfe brauchte, doch sie wusste nicht wer und wie sie es erklären sollte.
Ginny saß auf ihrem Bett. Alles war dunkel, es war Nacht. Ihre Freundinnen schliefen schon alle, doch sie konnte nicht schlafen. Sie schlich zu ihrem Koffer und zog das Tagebuch heraus. „Lieber Tom, ich habe immer mehr Gedächtnislücken. Heute, als Hermine angegriffen wurde, weiß ich wieder nicht, wo ich war oder was ich getan habe. Bin ich es, die die Schüler angreift?"
Ginny stand im Gemeinschaftsraum. Sie sah Harry und Ron. Beide waren bedrückt, seit Hermine erstarrt war. Ginny fühlte sich schlecht. Sie war sich sicher, dass das Tagebuch Schuld alles war. Denn das beschwichtigte sie immer anstatt ihr wirklich zu helfen. Doch sie konnte es einfach nicht loswerden. Es war, als würde eine unbekannte Macht in ihr verhindern, dass sie das Tagebuch loswerden konnte. Sie brauchte Hilfe und hoffte auf ihren ‚Helden'. Harry Potter. Sie durchquerte den Gemeinschaftsraum zur Ecke hin, wo Harry saß, um ihm alles zu erzählen. Damit er ihr helfen könnte. Diesmal schien er sie zu beachten und sah besorgt aus. Doch Percy kam dazwischen und unterbrach sie. Wieder konnte sie ihre Sorgen nicht loswerden. Aber Harry hatte sie beachtet. Immerhin.
Ginny lag auf hartem Steinboden. „Wach auf Ginny, bitte." Sie öffnete ihre Augen. Harry war über sie gebeugt und blickte sie flehend an. Sie blickte sich um und ihr Blick fiel auf das Tagebuch. Es war von einem Basiliskenzahn durchbohrt. Dann sah sie den toten Basilisken. Sie war geschockt. Harry hatte ihr das Leben gerettet. Vor Tom Riddle. Er war nun wirklich ihr persönlicher ‚Held', ihr Lebensretter. Sie würde ihm für immer dankbar sein. Bis in alle Ewigkeit.
Bei Ginnys Erinnerungen von der Kammer schaffte Harry es endlich, sich aus ihren Gedanken loszureißen. Er merkte jetzt schon, dass Leglimentik ein gefährlicher Zweig der Magie war. Es war ähnlich wie in den Büchern beschrieben, nur deutlich intensiver als er gedacht hatte. Das lag vielleicht auch daran, dass er der Mittelpunkt der Gedanken gewesen war. Harry merkte, dass er auf dem Boden lag. Er atmete schwer und schwitzte aus allen Poren. Er öffnete die Augen. Ginny lag neben ihm und schlug auch grade ihre Augen auf. Sie sah jedoch nicht so mitgenommen und erschöpft wie er aus. Sie setzte sich zunächst auf und wandte sich dann Harry zu. „Harry, bist du okay?" Er nickte schwach und versuchte, aufzustehen. Doch sein ganzer Körper zitterte und seine Beine brachen fast sofort unter seinem Gewicht zusammen. Beim zweiten Versuch stütze Ginny ihn so gut sie konnte und sie schafften es bis zum Sofa. Er ließ sich darauf fallen und Ginny setzte sich neben ihn. Beide schwiegen eine Zeit lang.
Ginny ergriff das Wort. „Was hast du genau gesehen? Bei mir war alles viel zu schnell. Außerdem war alles total undeutlich und verschwommen." Harry wollte ihr alles erzählen, was er gesehen hatte, doch er konnte nicht. Ginnys erstes Jahr war schlimmer gewesen, als er gedacht hatte. Erst jetzt begann er zu verstehen, was Ginny und ihn so stark verband. Ihr gemeinsames Erlebnis, ihr gemeinsamer Kampf gegen Tom Riddle alias Lord Voldemort. Langsam wurden Harrys Augenlider immer schwerer und nur ein paar Sekunden später war er eingeschlafen.
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Voldemort stand am gleichen Friedhof wie in der Nacht zuvor. Dieses Mal knieten ein Mann und ein Jugendlicher zu seinen Füßen und Severus Snape stand etwas abseits an einem Grabstein. Der Jugendliche zitterte am ganzen Körper. Der kniende Mann war der erste, der sprach. „Mein Lord, ich habe dir wie befohlen meinen Sohn gebracht." „Sehr gut. Wenigstens deinen letzten Befehl hast du zufrieden stellend ausführen können." Die Augen des Mannes weiteten sich. „Avada Kedavra." Lucius Malfoy fiel direkt vor Voldemorts Füßen tot zu Boden. Sein Sohn Draco fing, soweit das noch ging, noch stärker zu zittern an. „Willkommen in den Rängen von Lord Voldemort, junger Malfoy. Lass mir dir erklären, warum du hier bist."
Noch einige Stunden lang konnte man im nächsten Dorf Dracos Schreie leise hören.
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Am nächsten Morgen saß Harry früh morgens am Küchentisch und frühstückte, als Remus den Raum betrat. Er nahm sich etwas Frühstück und setzte sich Harry gegenüber an den Tisch. „Du, Remus, ich brauche deine Hilfe." Remus schaute Harry überrascht an. Er hatte bis jetzt immer wieder versucht, für Harry da zu sein, doch meist wandte der sich mit seinen Problemen an Ginny oder Hermine. „Wo drum geht es denn?" „Professor Dumbledore hatte mir einige Bücher über helle Magie gegeben und ich würde die Zauber, besonders einige bestimmte Flüche, gerne üben. Und zwar bevor ich nach Hogwarts zurückkehre. Kannst du mir vielleicht helfen?" Remus war überrascht, dass Harry außerhalb von Hogwarts lernte doch ihm fiel ein, wie oft er Harry in letzter Zeit lesen gesehen hatte. Es hatte sicherlich etwas mit Voldemort zu tun. Remus gefiel der Gedanke, dass Harry sich auf das nächste Zusammentreffen vorbereitete, besonders, da dieses garantiert bald kommen würde. Er hatte schon Einiges von Harrys Können gesehen und war sich sicher, dass Harry ihn selbst bereits im Duell besiegen könnte. „Natürlich helfe ich dir gerne. Am besten treffen wir uns heute Nachmittag und suchen dir einen Raum, in dem du üben kannst."
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Albus Dumbledore saß in seinem Büro als Severus Snape sein Büro betrat. Er deutete auf den Stuhl der ihm gegenüber stand. „Severus, setz dich doch erstmal. Was führt dich zu mir?" Severus Snape setzte sich und fing an, sein Anliegen vorzutragen. „Nun Albus, du weißt sicherlich, dass der Dunkle Lord die Malfoys getötet hat." „Ja natürlich. Es ist mir ein Rätsel, warum er zunächst Lucius aus Askaban befreit, dann seine Frau tötet und schließlich ihn selbst. Hast du etwas in Erfahrung bringen können?" „Nein Albus, leider nicht. Ich habe Draco sofort zu mir nach Hause geholt, damit der Dunkle Lord ihn nicht finden kann." „Du bist sein Patenonkel, nicht wahr? Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ihn wieder zurück nach Hogwarts nehmen kann." „Warum sollte mein Patensohn nicht zurückkehren dürfen?" „Ich denke, Voldemort könnte ihm einen Auftrag erteilt haben. Er ist zwar nur ein Kind, doch vielleicht soll er ein Spion für ihn in Hogwarts sein." „Ich glaube, du machst dir zu viele Sorgen, Albus. Einmal, weil Voldemort denkt, er hätte schon einen Spion in Hogwarts. Und zwar mich. Außerdem war ich dabei, als Malfoy getötet wurde. Er hat ihn getötet, weil er versagt hat. Sobald es ging, habe ich Draco zu Hause bei ihm geschnappt und zu mir gebracht. Der Dunkle Lord kann nicht mit ihm gesprochen haben." „Wenn du dir sicher bist, Severus." Er klang immer noch sehr zweifelnd. „Denk doch mal nach, Albus. Hier in Hogwarts ist Draco sicher. Und wenn er länger als nötig bei mir bleibt, fliegt vielleicht sogar meine Tarnung auf. Das können wir nicht riskieren." Albus Dumbledore schwieg eine Zeit lang und starrte aus dem Fenster. In seinem Gesicht konnte man seinen Zwiespalt zwischen den beiden Optionen erkennen. Schließlich entschied er sich. „Nun gut Severus, ich glaube du, hast Recht. Der junge Malfoy soll nach Hogwarts zurückkehren. Damit setzen wir ein Zeichen im Krieg gegen Voldemort. Aber nun musst du mich entschuldigen. Ich habe noch viel zu tun." Sobald Severus Snape das Büro des Schulleiters verlassen hatte, kroch ein triumphales Lächeln auf sein Gesicht. Voldemorts Pläne würden dieses Mal triumphieren. Der alte gutgläubige Narr und dieser Potter hatten einfach keine Chance. Am Ende dieses Jahres würde Voldemort siegreich sein. Für immer.
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Am Nachmittag desselben Tages trafen sich Harry und Remus in der Küche. „Komm Harry, wir gehen in den Keller. Ich hab mich dort etwas umgeschaut." Harry wollte widersprechen, doch Remus strahlte selbstsicher. Es schien, als habe er einen Plan. Also folgte Harry ihm nach unten in den Keller. Sie gingen an einigen Türen vorbei bevor Remus eine Tür aufstieß und Harry hineinschubste. Harry schaute sich um. Der Raum war größer als es von außen aussah. Der Raum war komplett leer. Harry schaute Remus fragend an. „Ich würde gerne wissen, warum dich ein leerer Raum so strahlen lässt, Remus." Remus schaute Harry verwundert an. „Du spürst es nicht?" Harry wurde langsam ungeduldig. Er wollte eigentlich Zauber üben. „Was denn?" „Konzentriere dich, Harry. Leere deinen Geist." Harry schaute Remus kritisch an, doch der grinste so breit, dass Harry ihm nicht widersprechen konnte und anfing, seinen Geist zu leeren. Einige Sekunden später war Harry überrascht. Er spürte starke Zauber auf den Wänden liegen. „Kannst du es auch spüren?" „Nein, aber ich wusste, dass du es kannst." „Was ist es genau?" „Das musst du schon selbst herausfinden." Harry konzentrierte sich stark und plötzlich traf ihn eine Erkenntnis. Er war sich nicht sicher, woher er plötzlich wusste, was es war, doch er tat es. „Schutzzauber, die Schaden verhindern?" „Richtig! Es scheinen sogar ziemlich starke zu sein." Remus hob seinen Zauberstab und feuerte einen Zauber auf eine der Wände ab. Der Zauber bewegte sich schnell auf die Wand zu doch er erreichte sie nie. Er blieb einige Zentimeter von der Wand entfernt einfach in der Luft stehen und löste sich auf. Harry spürte ganz kurz ein leichtes Vibrieren, doch es war fast sofort wieder weg.
Harry war beeindruckt. Remus hatte den perfekten Ort zum Üben gefunden. „Remus, du bist genial! Das ist perfekt!" Harry umarmte ihn kurz. „Einfach brillant. Danke!" Remus grinste Harry an. „Es scheint, als wäre ich hier jetzt überflüssig. Ich lasse dich dann jetzt mal in Ruhe üben." Harry schaute ihn enttäuscht an. „Willst du mir nicht helfen? Mir ein paar Tipps geben? Bitte." Remus war froh, dass Harry seine Hilfe wollte. „Natürlich. Gerne. Soweit ich das überhaupt noch kann." „Danke."
Die nächsten Tage gingen Remus und Harry jeden Nachmittag in den Übungsraum und übten Zauber. Harry beherrschte schnell die meisten, die er in den Büchern von Professor Dumbledore finden konnte. Außerdem hatte Harry sich mit kräftiger Hilfe von Mr. Weasley ein Laufband besorgt, mit dem er Dudley einmal hatte trainieren sehen. Scheinbar benutzten Muggel diese Geräte, um ihre Ausdauer zu trainieren. Harry fand es ein wenig langweilig, die ganze Zeit nur auf einer Stelle zu laufen, doch meistens leisteten Remus, Ginny, Ron oder Hermine ihm Gesellschaft. Langsam aber sicher merkte Harry, wie seine Ausdauer sich verbesserte. Harry hoffte, dass dies seinen Einstieg in den Duellierunterricht in Hogwarts deutlich erleichtern würde.
Zwischen Training und Zeit mit seinen Freunden und besonders Ginny bemerkte Harry gar nicht, wie schnell die Zeit verflog. Plötzlich war der Tag, nach dem sich Harry am Anfang der Ferien so sehr gesehnt hatte, fast gekommen: Der Erste September. Er freute sich natürlich, alle seine Freunde wieder zu sehen. Doch seine Freude war geschmälert, weil sein Training für den Kampf gegen Voldemort, seine Schulaufgaben und Quidditch seine Freizeit, besonders die, die er mit Ginny verbringen konnte, deutlich eingrenzen würden. Doch das würde er hinbekommen.
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Am Ersten September erwachte Harry früh und war auf einen Schlag sofort wach. Endlich würde er wieder nach Hogwarts zurückkehren! Nach einer kurzen, kalten Dusche ging er in die Küche, um zu frühstücken. Dort wartete bereits Professor Dumbledore auf ihn. Harry war überrascht. Was wollte der Schulleiter hier am Ersten September? „Guten Morgen, Professor." „Guten Morgen, Harry. Ich nehme an du bist überrascht, mich hier zu sehen?" Es war kaum zu überhören, dass er über Harrys Verwirrung amüsiert war. „Es tut mir Leid, dir jetzt eine schlechte Nachricht überbringen zu müssen, aber leider können deine Freunde und du dieses Jahr leider nicht mit dem Hogwarts-Express fahren. Es ist zu gefährlich für dich. Ihr werdet mit Floh-Pulver direkt nach Hogsmeade gebracht." Harry war enttäuscht. Auf die Zugfahrt hatte er sich besonders gefreut, sie war immer etwas Besonderes gewesen. Doch es gab Schlimmeres als eine verpasste Zugfahrt.
Einige Stunden später standen Harry, Ginny, Ron und Hermine vor dem Kamin im Grimmauldplatz. Professor Dumbledores Kopf erschien im Kamin. „Es ist Zeit." Sofort war er wieder verschwunden. Ron nahm als Erstes eine Hand voll Flohpulver, warf sie in die Flammen und verschwand mit einem lauten „Hogsmeade." Direkt hinter ihm folgte Hermine. Als sie weg war, drehte Ginny sich noch einmal zu Harry um. „Mach dir keine Sorgen. Alles wird gut, keine Angst." Sie küsste ihn kurz auf den Mund, nahm eine handvoll Pulver und verschwand im Feuer des Kamins. Harry stand kurz erstarrt vor dem Feuer und dachte über ihre Worte nach. Dann nahm auch er etwas Flohpulver und warf sie in die Flammen, die sich sofort grün färbten. Er stellte sich ins Feuer, ließ sich einige Sekunden kitzeln und rief dann laut „Hogsmeade." Sofort begann seine Reise und einige Sekunden später wurde er in den „Drei Besen" von Ginny aufgefangen. Das Schuljahr konnte beginnen.
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Endlich sind wir in Hogwarts angekommen! Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen. Und noch mehr hoffe ich, dass ihr mir ein wenigstens kurzes Review dalasst. Bitte! :)
