Heyho! Geschafft! Ein neues Kapitel ist fertig :)
Leider hatte ich die letzte Zeit eine Schreibblockade. Erst als das Kapitel schon fast fertig war, ist der Knoten endlich wieder geplatzt und ich habe gemerkt, dass fast das ganze Kapitel unbrauchbar war (auf gut Deutsch: Es war zum Kotzen!!). Also musste ich es größtenteils (also eigentlich komplett...) neu schreiben. Ich hoffe, das dadurch neu Entstandene ist besser geworden. Und wenn nicht: Schicksal.
Wieder Mal sage ich: Vielen Dank für eure Reviews!!
Andy1991: Mit Draco und Snape habe ich noch einiges vor. Wer weiß, auf welcher Seite sie letztendlich wirklich stehen? (ich gebe es zu ich weiß es :P)
elbarto: Auch wenn es mir manchmal schwer fällt, versuche ich, es nicht zu übertreiben Ich hoffe das gelingt mir auch bis zum Ende ;)
Danke auch an Angel of Death - Todesengel, Roya89, Shisai und prismo für eure Reviews!! Der Rest möge sich ein Beispiel an ihnen nehmen! Bitte! :)
Und jetzt Bühne frei für Kapitel 8! Mir gehört immer noch keiner der anwesenden Charaktere und Schauplätze und eigentlich gar nichts von dem ihr was ihr hier lest und sowieso nichts aus dem Harry-Potter-Universum (Oh Rowling du Glückliche!). Nur die Ideen sind von mir. Immerhin. ;)
Kapitel 8
Als Harry, Ginny, Ron und Hermine aus den Drei Besen hinaus ins Freie traten, konnten sie erkennen, wie am Bahnhof in diesem Moment der Hogwarts-Express einfuhr. Die Vier eilten schnell zum Bahnhof und schlossen sich der aus dem Zug strömenden Masse von Schülern an. Sie setzten sich gemeinsam in eine der von den Thestralen gezogenen Kutschen. Schweigend fuhren sie hoch bis zum Schloss. Zum ersten Mal seit seinem ersten Jahr war Harry nicht vollkommen vom Anblick von Hogwarts begeistert. Er hatte ein ungutes Gefühl, dass ihn nicht verlassen wollte. Er konnte sich sicher sein, dass Voldemort ihn auch dieses Jahr wieder nicht in Ruhe lassen würde. Doch da Harry seine Bestimmung nun endlich kannte, würde er sich vorbereiten können. Er hoffte, er würde siegen. Doch vielleicht war es für ihn das letzte Mal, dass er nach Hogwarts zurückkehrte? Vielleicht gab es für ihn kein nächstes Mal? Erst Ginnys Stimme riss ihn wieder aus seinen Gedanken. „Möchtest du hier etwa übernachten?" Harry schreckte hoch uns sah, dass sie Kutsche schon stand und Ron und Hermine nicht mehr da waren. Harry stieg aus der Kutsche und ging mit Ginny in die Große Halle. Am Gryffindortisch saßen bereits Ron und Hermine zusammen mit Neville. Harry und Ginny setzten sich zu ihnen und begrüßten Neville. Dieser sah bedrückt aus. Harry, der Neville mochte, besonders seit dem letzten Jahr, fragte nach. „Was ist los, Neville? Du guckst so traurig." Neville schwieg kurz, ehe er antwortete. „St. Mungos hat sich heute bei mir gemeldet. Der Zustand meiner Eltern verschlechtert sich langsam. Sie werden wahrscheinlich bald sterben." Neville rollten ein paar Tränen über die Wange. Harry konnte jedoch nicht mehr antworten, weil Professor McGonagall in diesem Moment die staunenden Erstklässler in die Große Halle führte und das Getuschel sofort verstummte. Kurz darauf wurden auch ein Stuhl und der sprechende Hut in die Große Halle getragen. Dieser sang wieder sein übliches Lied vor der Auswahlzeremonie. Die Häuser sollten sich vereinigen, denn nur gemeinsam seien sie stark. Nachdem die Schüler für den Hut applaudiert hatten, rief McGonagall wie gewohnt die Erstklässler in alphabetischer Reihenfolge auf. Harry fiel auf, dass es deutlich weniger Erstklässler als noch im letzten Jahr waren. Der Krieg zeigte ihre ersten Spuren. Eltern waren zu verängstigt, um ihre Kinder zur Schule zu schicken sondern unterrichteten sie lieber selber zu Hause. Angesichts der Tatsache, dass Dumbledore an Hogwarts Schulleiter war, war diese Handlung der Eltern, um ihre Kinder zu schützen, nach Harrys Ermessen lächerlich. Er blickte den Tisch hinauf und hinab und merkte, dass einige weitere Gryffindors fehlten. Er bemerkte, dass auch an den anderen Haustischen einige bekannte Gesichter fehlten, sogar am Slytherintisch.
Harry hörte, dass die Auswahlzeremonie erst bei ‚O' war, und schaute sich weiter um. Am Slytherintisch konnte er Draco Malfoy erkennen. Dieser war gewohnt blass, hatte jedoch nicht den ansonsten bekannten schneidenden und arroganten Blick. Er sah eher traurig aus und schaute missmutig der Zeremonie zu. Am Ravenclawtisch konnte Harry Cho sehen. Er musste zugeben, dass sie außergewöhnlich hübsch aussah und dazu auch noch intelligent war. Trotzdem war Harrys ‚Beziehung' mit ihr im letzten Jahr ein Fiasko gewesen. Im Nachhinein konnte Harry nicht erkennen, was er in ihr gesehen hatte, besonders im Vergleich mit Ginny. Am Hufflepufftisch zwinkerte ihm Ernie Macmillan zu. Dies erinnerte Harry an die DA aus dem letzten Jahr. Dumbledore hatte ihn in den Ferien gebeten, die DA in diesem Jahr fort zu setzten, als offiziellen Schulclub. Sein Blick wanderte nun zum ersten Mal zum Lehrertisch. Die Lehrer waren die gleichen wie im letzten Jahr, außer dass Professor Umbridge fehlte und zwei Harry unbekannte Personen am Lehrertisch saßen. Die erste Person war ein Mann um die Fünfzig, mit vernarbtem Gesicht. Sein Profil war dem von Mad-Eye Moody ähnlich und Harry schätzte, dass der Mann Auror gewesen war. Die zweite Harry unbekannte Person war eine sehr junge, attraktive Frau, die sich in diesem Moment mit Professor Flitwick unterhielt. Harry schätzte sie auf Ende Zwanzig. Er war sich sicher, dass er sie noch nie gesehen hatte und trotzdem kam ihm etwas an dieser Frau bekannt vor. Soweit Harry es sehen konnte, war sie schlank gebaut und hatte ein hübsches Gesicht mit mittellangem, braunem Haar und blauen Augen. Während Harry sie musterte, schaute sie durch die Schülermenge. Als sie Harrys Blick bemerkte, zwinkerte sie ihm zu und wandte sich wieder Professor Flitwick zu. Kannte diese Frau ihn etwa? Harry war irritiert, konnte jedoch nicht weiter darüber nachdenken, weil sich in diesem Moment Professor Dumbledore erhob. Jedes Getuschel in der Großen Halle erstarb sofort.
„An alle neuen Schüler: Willkommen in Hogwarts. An alle Alten: Willkommen zurück! Und jetzt haut rein!" Unmittelbar nachdem Professor Dumbledore geendet hatte, füllten sich die Tische mit hunderten von Schüsseln mit den verschiedensten Speisen. Harry merkte erst jetzt, wie hungrig er war und fing freudig an, zu essen. Nachdem alle Schüler fertig gegessen hatten, verschwanden sämtliche Schüsseln und Teller von den Tischen und Professor Dumbledore erhob sich ein zweites Mal. „Jetzt, da ihr alle gut gegessen habt, will ich euch zunächst einen besonderen Gast des Abends vorstellen: Der neue Minister für Zaubererei, Rufus Scrimgeour!" Einzelne Schüler applaudierten, als sich der Minister erhob. Harry musterte den neuen Minister ein weiteres Mal eindringlich. Der neue Minister sah für den Job deutlich besser geeignet aus als der alte Minister Fudge, denn er sah eher wie ein Kämpfer als wie ein Feigling aus. Weitere Gedanken von Harry wurden unterbrochen, als der neue Minister seine Rede begann. „Liebe Schülerinnen und Schüler, herzlich Willkommen in Hogwarts! Ich bin heute hier, um Albus Dumbledore die volle Unterstützung des Ministeriums für die Sicherheit von Hogwarts zu gewährleisten." Wieder applaudierten einige wenige Schüler, die meisten jedoch warteten auf die Reaktion von ihrem Schulleiter. Dieser blieb ruhig sitzen und wartete, dass der Minister seine Rede fortfuhr. „Besonders am Herzen liegt mir natürlich die Sicherheit von Harry Potter, der die Hilfe des Ministeriums ausdrücklich und bei mir persönlich angefordert hat."
In der Großen Halle war es nun totenstill, niemand wagte es zu klatschen. Einige Schüler warteten darauf, dass der Minister seine Rede fortsetzte, doch der größte Teil hatte sich Harry zugewandt. Die meisten Schüler, besonders Ginny, Ron und Hermine, schauten ihn fragend. Harry entschloss sich, dass er handeln musste. Er würde nicht als Vorzeigeobjekt, als Maskottchen, für das Ministerium hinhalten. Er begriff schnell, dass Rufus Scrimgeour kein bisschen besser war, als der ehemalige Minister Fudge. Minister Scrimgeour sah zwar bedrohlicher als Fudge und möglicherweise würde er auch aktiver gegen Voldemort kämpfen, doch genauso wie der alte Minister war der Neue auch nur auf die Meinung beim Volk fixiert. Egal, wie der Krieg ausging, solange man dabei gut aussah. Harry spürte, wie er wütend wurde. Er stand auf und ging langsam zum Lehrertisch, bis er nur noch weniger als einen Meter von Minister Scrimgeour entfernt stand. „Sie wollen behaupten, ich hätte SIE darum gebeten, mich zu beschützen? Das ist doch lächerlich." Er machte eine kurze Pause. Mittlerweile starrten alle Menschen in der Großen Halle Harry an. „In einem Punkt muss ich mit Ihnen übereinstimmen: Diese Schule muss geschützt werden. Doch ich denke nicht, dass das Ministerium dazu in der Lage ist. Ihr letzter Versuch, Hogwarts zu schützen, hat die Schüler terrorisiert und mit ihrem eigenen Blut schreiben lassen. Das ist nicht nur unglaublich ineffektiv im Kampf gegen Voldemort, sondern zusätzlich auch noch verboten." Erneut machte Harry eine kurze Pause und starrte Minister Scrimgeour wütend an. Dieser blickte ihn mit einem geschockten und ängstlichen Blick an. Dies machte Harry nur noch sicherer, dass er das Richtige tat. „Sie wissen selbst am besten, dass Professor Dumbledore ihnen besonders im Schutz der Schule aber auch in allen anderen magischen und nichtmagischen Belangen um ein Vielfaches überlegen ist. Ich brauche IHREN Schutz nicht, solange ich seinen habe. Ich denke, sie sind hier mehr als nur überflüssig. Und noch eines, Minister: Sie sind kein bisschen besser als ihr Vorgänger Fudge. Als ich Sie, einen scheinbar verbissenen alten Auror, eben das erste Mal gesehen hatte, hatte ich gehofft, dass sie als neuer Minister gegen Voldemort kämpfen würden, egal was es kostet. Doch sie verlieren lieber den Krieg, als die Fehler ihres Vorgängers einzugestehen. Sind sie denn wirklich SO feige?" Mit diesen Worten drehte Harry sich um und verließ mit erhobenem Haupt die Große Halle.
HPHPHPHPHPHP
Ginny saß wie erstarrt auf ihrem Stuhl. Kein Schüler und auch kein Lehrer wagte es, sich zu rühren. Ginny war froh, dass jemand dem Minister mal die Meinung gesagt hatte. Doch hatte es ausgerechnet Harry sein müssen? Sie hoffte, dass er jetzt nicht in allzu großen Schwierigkeiten steckte. Denn selbst Professor Dumbledore saß kurz geschockt auf seinem Stuhl, ehe er sich fasste. Er erhob sich und sprach zunächst in Richtung des Ministers. „Es sieht so aus, Minister, dass Harry ihnen seinen Standpunkt klar gemacht hat. Ich habe ihnen bereits vorher gesagt, dass sie Harry nicht für ihre Zwecke missbrauchen können. Falls sie kein weiteres Anliegen haben, muss ich sie leider Bitten, meine Schule zu verlassen." Minister Scrimgeour schnaubte einmal kurz auf, bevor er schnellen Schrittes aus der Halle hastete. Auf Professor Dumbledores Gesicht war kurz ein kleines Lächeln zu sehen, ehe er mit seiner normalen Willkommensrede fortfuhr, als sei nichts passiert. „Liebe Schülerinnen und Schüler, ich möchte euch die neue Lehrerin für das Fach ‚Verteidigung gegen die dunklen Künste' vorstellen: Professor Tugwood." Professor Tugwood stand kurz auf und neigte ihren Kopf leicht zu einem leichten Nicken. Die Schüler rissen sich nun endlich aus ihrer Starre und applaudierten lautstark, besonders der männliche Teil. Ginny musterte ihre neue Professorin eindringlich. Harry hatte sie vorher bei der Auswahlzeremonie eindringlich angesehen. Nicht so, wie es zum Beispiel Seamus in diesem Moment tat. Dieser Blick von Harry war für sie reserviert. Es war eher ein nachdenklicher Blick gewesen, als würde Harry diese Frau kennen. Doch Ginny war sich sicher, sie nie gesehen zu haben. Sie würde Harry einfach später danach fragen müssen. Professor Dumbledore hatte mittlerweile wieder angefangen, weiter zu reden. Er erinnerte wie jedes Jahr daran, dass der Verbotene Wald für die Schüler verboten war und zählte die Gegenstände auf, die Mr. Filch neu auf die Liste der verbotenen Gegenstände aufgenommen hatte. Es waren dieses Mal ziemlich viele, allesamt Produktionen von Fred und George. „Und nun, liebe Schüler, ab ins Bett mit euch. Auch wenn morgen Sonntag ist und deshalb noch kein Unterricht stattfindet, habt ihr einen anstrengenden Tag vor euch. Gute Nacht!"
Sobald Professor Dumbledore seine Rede beendet hatte, sprang Ginny von ihrem Stuhl auf und hastete in die Richtung des Gemeinschaftsraumes der Gryffindors. Sie hoffte, dort Harry noch anzutreffen, um mit ihm zu reden und ihn zu beruhigen. Zum Glück hatte Hermine ihr schon das Passwort gesagt und so betrat sie als zweiter Gryffindor an diesem Tag den Gemeinschaftsraum. Doch dieser war schon leer, Harry schien schon im Bett zu sein. Ginny überlegte kurz, noch auf Ron und Hermine zu warten, doch sie verwarf den Gedanken schnell und ging ins Bett, noch bevor ein anderer Schüler den Gemeinschaftsraum betrat.
HPHPHPHPHPHP
Harry lag schon Bett und rätselte über die neue Professorin. Sie kam ihn bekannt vor, doch nicht vom Aussehen her, sondern eher von ihrer Art her, von ihren Zügen her. Vielleicht war sie die Mutter einer Mitschülerin? Doch niemand anderes schien sie zu kennen und deshalb schien ihm diese Möglichkeit eher unwahrscheinlich. Nach einigen weiteren Minuten hatte Harry plötzlich eine Idee. Er zog die Karte des Rumtreibers aus seinem Koffer, um sich zu vergewissern. Er musste ein wenig suchen, bis er den Namen fand, den er suchte. Er jubelte leise auf und legte sich wieder ins Bett, sich schuldig fühlend, weil er nicht im Gemeinschaftsraum auf Ginny gewartet hatte.
HPHPHPHPHPHP
Percy Weasley saß spät nachts noch in seinem Büro und arbeitete an wichtigen Unterlagen, die am folgenden Tag fertig sein mussten. Als ihm seine Augen fast von alleine zufielen, schaute er kurz auf die Uhr. Es war schon nach 24 Uhr und er musste unbedingt ins Bett, um am nächsten Morgen pünktlich im Büro zu sein. Er räumte seine Unterlagen weg, griff seinen Umhang und verließ sein Büro in den schwach beleuchteten und natürlich menschenleeren Gang. Nachdem er einige Meter den Gang entlang gegangen war, hörte er hinter sich eine Tür knarren. Er wollte sich umdrehen, um nachzuschauen, ob dort noch jemand war, doch es war schon zu spät. Das letzte, was er wahrnahm, war ein leise geflüstertes „Imperio".
HPHPHPHPHPHP
Am nächsten Morgen stand Harry nur sehr widerwillig auf. Er war total müde und schaute sich um. Die anderen Betten waren leer. Ron war wahrscheinlich schon beim Frühstück. Harry duschte kurz und machte sich schnell fertig. Danach ging er die Treppe hinunter in den Gemeinschaftsraum, wo er von Ginny, die auf ihn gewartet hatte, mit einem Kuss begrüßt wurde. Einige Schülerinnen fingen bei diesem Anblick an zu kichern und fingen sofort an zu tuscheln. Harry war dies jedoch schon gewohnt und auch Ginny ließ sich davon nicht beeindrucken. Hand in Hand gingen sie zusammen zum Frühstück in die Große Halle. Dort saßen auch Ron und Hermine. Ron war mit dem Essen beschäftigt, während Hermine ihren Stundenplan studierte. Als Harry und Ginny sich gesetzt hatten, kam schon Professor McGonagall angehastet und gab Ginny ihren Stundenplan. Sie wollte grade weitergehen, als Harry sie erstaunt ansah. „Entschuldigen Sie, Professor, bekomme ich denn keinen Stundenplan?" McGonagall drehte sich überrascht um. „Hat Professor Dumbledore ihnen noch nicht Bescheid gesagt? Sie sollen ihn direkt nach dem Frühstück in seinem Büro aufsuchen. Das Passwort ist ‚Zitronendrop'" Damit eilte Professor McGonagall schon wieder davon, um den neu angekommenen Schülern ihre Stundenpläne auszuhändigen.
Nach dem Frühstück verabschiedete Harry sich von Ginny, Ron und Hermine und ging zum Büro des Schulleiters. Er gab dem Gargoyle das Passwort, erklomm die Stufen zum Büro und klopfte an die Tür. Professor Dumbledore bat ihn direkt hinein. Im Büro schaute Harry sich zunächst einmal um. Das Büro sah aus wie neu. Man konnte nicht erkennen, dass Harry noch vor knapp zwei bis drei Monaten so gut wie alle Gegenstände gegen die Wände geworfen hatte. Professor Dumbledore bemerkte seinen Blick. „Du musst dich nicht schuldig fühlen. Du warst zu Recht wütend und wie du siehst, konnte ich alles wieder reparieren. Ich kann nur froh sein, dass du mein Büro nicht wie das Portrait von der armen Mrs. Black behandelt hast." Dem Professor entfuhr ein leises Glucksen. Er deutete auf den Stuhl gegenüber von seinem. „Setzt sich doch bitte, Harry, wir haben einiges zu besprechen." Harry setzte sich hin und Professor Dumbledore lächelte ihn an. „Unseren neuen Minister hast du ja bereits kennen gelernt. Wie du wahrscheinlich richtig vermutet hast, war er vor seinem neuen Posten der Leiter der Aurorenzentrale. Es war jedoch töricht von ihm, zu denken, er könnte dich einfach so benutzen und manipulieren. Damit hat er direkt am Anfang seiner Amtszeit einen großen Fehler begangen: Er hat dich unterschätzt. Ich denke, dies wird er nicht noch einmal tun aber ich nehme auch an, dass es für ihn bereits schon zu spät ist. Der Schaden ist angerichtet." Erleichterung durchfloss Harry. Nicht nur er hielt es für richtig, was er getan hatte, sondern auch Professor Dumbledore. „Ich denke, da haben Sie Recht, Professor. Ich habe jedes Wort gemeint, was ich dem Minister gesagt habe und werde mich auch nicht dafür entschuldigen."
„Nun gut Harry, so sehr ich diese Diskussion auch genieße müssen wir nun zum Wesentlichen kommen, dem, weswegen ich dieses Treffen mit dir veranlasst habe. Wie ich dir bereits schon in den Ferien mitgeteilt habe, wirst du nachmittags, während der Rest der Schüler in den Nebenfächern unterrichtet wird, Extraunterricht von Professor McGonagall, Professor Flitwick, Professor Tugwood und mir erhalten. Hier ist dein Stundenplan." Professor Dumbledore überreichte Harry dessen neuen Stundenplan und Harry schaute ihn sich neugierig an. Er belegte nun nur noch die Fächer Zaubertränke, Kräuterkunde, Zauberkunst, Verwandlung und Verteidigung gegen die Dunkeln Künste. Zusätzlich hatte er den erwähnten Sonderunterricht, jeden Nachmittag etwas anderes. Harry war erstaunt, wie viel Freizeit er hatte, obwohl er dieses Schuljahr deutlich effektiver trainieren würde als im letzten Jahr. „Wie wir in den Ferien schon besprochen hatten, möchte ich, dass du die DA als offiziellen Schulclub weiter führst. Ich werde morgen die Liste in allen Gemeinschaftsräumen aufhängen lassen. Ich denke, ihr solltet euch jeden Donnerstagabend treffen, ab übernächster Woche. Die genauen Daten werde ich dann aushängen." Harry nickte kurz, um Professor Dumbledore zu zeigen, dass er verstanden hatte. „Hast du sonst noch Fragen?" „Ja, Sir. Warum darf ich Zaubertränke belegen, obwohl ich keinen ‚Ohnegleichen'-ZAG erreicht habe?" „Ich habe Professor Snape darum gebeten, denn Zaubertränke sind sehr wichtig im Kampf gegen die dunklen Künste. Ich erwarte jedoch von dir, dass du dir Mühe in Zaubertränke gibst, denn sonst wird dich Professor Snape mit Freuden aus seinem Kurs werfen." Harry war nicht glücklich darüber, weiterhin Unterricht bei Professor Snape zu nehmen. Doch Professor Dumbledore hatte Recht und Harry nahm sich vor, sich in Zaubertränke dieses Jahr besonders anzustrengen, um Professor Snape keinen Grund zu geben, ihm Punkte abzuziehen oder ihn sogar aus dem Kurs hinauszuwerfen. Harry bedankte sich schnell bei Professor Dumbledore, verabschiedete sich und verließ das Büro.
HPHPHPHPHPHP
Einige Zeit später saß Harry im Gemeinschaftsraum und starrte ins Feuer. „Hey Harry!" Harry drehte sich zur Stimme hin und sah Katie Bell direkt vor ihm stehen. „Hey Katie, wie waren deine Ferien?" „Großartig! Du wirst nicht glauben, was passiert ist!" Harry musste grinsen, denn es war offensichtlich, warum Katie so fröhlich war. „Lass mich raten: Du bist Kapitän der Hausmannschaft?" „Genau! Unfassbar, oder?" „Nicht wirklich, wenn man betrachtet, dass du die Alteste aus dem Team bist und die meiste Erfahrung von allen Teammitgliedern hast." Sie schaute Harry eindringlich an. „Du darfst dieses Jahr doch wieder spielen, oder? Wir brauchen nämlich einen guten Sucher und ich habe gehört, dass Ginny dieses Jahr Jäger spielen möchte." Harry nickte. „Mein Verbot wurde wieder aufgehoben. Ich spiele wieder, vorausgesetzt, dass ich es wieder ins Team schaffe." Katie schaute ihn entsetzt an. „Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass du dich bei den Auswahlspielen beweisen musst, oder? Du bist wieder im Team. Meinen Glückwunsch! Ich muss jetzt weg. Bis dann!" Und ehe Harry ihr widersprechen konnte, war sie schon wieder aus dem Gemeinschaftsraum verschwunden.
HPHPHPHPHPHP
„Hallo, Sir." Nach dem Mittagessen des nächsten Tages saß Harry wieder im Büro von Professor Dumbledore, diesmal zu seiner ersten Stunde bei ihm. „Guten Tag, Harry. Ich denke, ehe wir mit dem praktischen Teil des Unterrichtes anfangen, solltest du zunächst erfahren, was seit dem Ende des letzten Schuljahres an der Front mit Voldemort passiert ist." Harry schaute seinen Professor erwartungsvoll an und dieser zählte einige wichtige Ereignisse auf, die sich seit dem Anfang der Sommerferien zugetragen hatten. Die Wichtigsten davon waren die Bekennung der Dementoren zu Voldemort und der damit verbundene Massenausbruch alter Todesser und der Angriff auf den Fuchsbau mit der späteren Zerstörung von Ottery St. Catchpole. Danach zählte Professor Dumbledore die Erfolge des Ordens auf. Der Größte war die Festnahme von Peter Pettigrew alias Wurmschwanz, als dieser versucht hatte, Professor Tugwood zu verfluchen. „Nun aber genug davon. Ich denke, es ist Zeit, mit dem praktischen Unterricht anzufangen. Ich schlage vor, wir fangen mit Okklumentik und Leglimentik an." Professor Dumbledore schaute Harry eindringlich an. „Du hast die Okklumentik mittlerweile gemeistert, oder?" „Ich glaube schon, Sir." Professor Dumbledore stand auf. „Darf ich es einmal probieren?" „Selbstverständlich, Professor."
Harry stand auf und die beiden stellten sich in den leeren Raum des Büros. Professor Dumbledore schaute Harry tief in die Augen. „Leglimens." Harry spürte ein starkes Drücken auf seine Okklumentikschilde. Doch sie brachen nicht. Er konzentrierte sich auf den Druck und schaffte es innerhalb weniger Sekunden, den Angreifer aus seinem Kopf zu werfen. Professor Dumbledore strauchelte einige Schritte nach Hinten, ehe er sich wieder fing. „Sehr beeindruckend, Harry." Professor Dumbledore probierte noch einige Male, in Harrys Gedanken einzudringen, doch egal wie stark er sich konzentrierte, Harrys Schilde hielten stand. Nach vielen Versuchen gab er es auf. „Ich muss zugeben, du hast die Okklumentik wahrhaftig gemeistert. Nicht einmal ein Meister der Leglimentik wird noch fähig sein, in deine Gedanken einzudringen." Er machte eine kurze Pause. „Jedenfalls, wenn du auf einen Angriff vorbereitet bist. Leglimens!" Harry hatte den Angriff wie von Dumbledore geplant nicht erwartet. Seine Schilde hielten nur wenige Sekunden, ehe sie zusammenbrachen und Professor Dumbledore in seine Gedanken eindringen konnte.
Harry saß in seinem Schrank im Dunklen und weinte. Jemand schlug einige Male an der Tür, ehe sie aufging und sein Onkel im Rahmen erschien. Ohne ein Wort zu sagen zog dieser Harry an seinem Ohr aus dem Schrank bis ins Wohnzimmer. Dort stand Dudley mit einem Feuerwehrauto in der Hand und weinte. Vernon schrie Harry an. „DU HAST SEIN AUTO KAPUTT GEMACHT! WAS HABE ICH DIR GESAGT? DU SOLLST DUDDYS SPIELSACHEN NICHT ANFASSEN!!" Vernon schlug Harry mit der flachen Hand ins Gesicht und Harry fiel zu Boden. Er weinte immer stärker. „DU HAST KEIN SPIELZEUG VERDIENT! DU FREAK!!" Vernon versetzte Harry einen Tritt mit seinem Fuß. „HÖR ENDLICH AUF ZU WEINEN SONST GIBT ES SCHLÄGE!" Sofort hörte Harry auf zu weinen. Doch Vernon schlug ihn trotzdem. Mehrere Male. Nach einem letzten Tritt zog er Harry in seinen Schrank und schloss ihn ein. Dann wurde Harry endlich durch die Ohnmacht von seinen Schmerzen erlöst.
Harry öffnete seine Augen und merkte, dass er auf dem Boden lag. Er setzte sich auf und sah Professor Dumbledore neben ihm stehen. Dieser war total bleich von dem, was er grade gesehen hatte. Er hatte zwar gewusst, dass die Dursleys nicht die Freundlichsten waren und Harry nicht unbedingt fair behandelt hatten. Er hatte auch schon öfters gehört, dass Harry behauptete, von ihnen geschlagen worden zu sein. Doch der weise Dumbledore hatte nicht gedacht, dass es so schlimm gewesen war. Harry war mittlerweile aufgestanden und hatte schon eine Hand an der Türklinke. „Es tut mir Leid, Harry. Ich wusste wirklich nicht, dass es so schrecklich war. Bitte, warte doch." Harry jedoch verließ das Büro von Professor Dumbledore ohne sich noch einmal umzudrehen.
HPHPHPHPHPHP
Ginny war besorgt. Seit dem Mittagessen hatte sie Harry nicht mehr gesehen, obwohl er ihr beim Essen versprochen hatte, sich mit ihr direkt nach dem Unterricht im Gemeinschaftsraum zu treffen. Sie wartete nun im Gemeinschaftsraum, seitdem sie frei hatte, doch Harry war bisher nicht gekommen. Langsam war es Zeit fürs Abendessen und ihr war Hunger größer als ihre Sorgen. Sie ging zum Abendessen, in der Hoffnung, dass Harry dort auftauchen würde oder dass Ron und Hermine wusste, wo Harry war. In der Großen Halle angekommen setzte sie sich zu Ron und Hermine. „Sagt mal, habt ihr beiden Harry heute Nachmittag irgendwo gesehen?" Hermine schaute Ginny erstaunt an. „Wir dachten, er ist mit dir unterwegs." Ginny wurde blass, doch genau in diesem Moment betrat Harry die Große Halle. Sein Blick wanderte kurz zu Professor Dumbledore, der ihn besorgt ansah, bevor er zu Ginny hinüber ging und sich zu ihr setzte. Ginny starrte ihn wütend an. „Wo warst du? Wir wollten uns treffen und du kommst einfach nicht! Was denkst du dir eigentlich, ich habe mir tierische Sorgen ge- - -" Plötzlich sah sie, wie blass und schwach er aussah. Er schaute sie entschuldigend an, ergriff ihre Hand und fing mit der anderen an, sich Essen auf den Teller zu schaufeln. Ginny wollte wissen, was los war, doch Harry sah nicht so aus, als würde er ihr erzählen, was los war. Also beließ sie es dabei und begann wieder, weiter zu essen.
Als Harry und Ginny mit dem Essen fertig waren, gingen sie Hand in Hand zum Ausgang der Großen Halle. Dort trafen sie auf Draco Malfoy. Harry war verwundert, dass dieser alleine war. Seitdem er Draco das erste Mal getroffen hatte, war dieser nie alleine gewesen. Außerdem fiel Harry auf, dass Draco wie auch beim Willkommensfest besonders blass war. Das Seltsamste war jedoch, dass Draco wortlos, ohne einen abfälligen Kommentar zu machen, an Harry und Ginny vorbei die Große Halle verließ. Harry sah Ginny fragend an. Draco verhielt sich äußerst ungewöhnlich und Harry entschloss sich, ihn ein wenig im Auge zu behalten. Schließlich war Dracos Vater ein Todesser und vielleicht war Draco auch schon auf dem Weg, einer zu werden.
HPHPHPHPHPHP
Habt ihr einen Rechtschreibfehler gefunden? Herzlichen Glückwunsch! Ihr gewinnt ein imaginäres Auto oder Eis (wie ihr wollt)! Und das Beste daran: Ihr dürft ihn behalten!! Oder ihn mir zurückgeben. Wieder wie ihr wollt.
Ach und bitte lasst mir doch noch ein (kurzes - oder besser noch, ein langes!) Review da. Das gibt mir das Gefühl, dass nicht alle Menschen dieser Welt meine Schreibfähigkeiten grausam finden (so wie einst meine Deutschlehrer(innen))! Bitte :) Danke!!
Leider fängt jetzt der Uni-Stress wieder an. Das grenzt meine Zeit zum Schreiben leider noch weiter ein. Ich hoffe, ich schaffe es trotzdem, jede Woche mindestens ein Kapitel fertig zu stellen. Wenn nicht, verzeiht mir bitte. Ich gebe mein Bestes.
