Heyho!!

Ich habe es geschafft! Kapitel 11 ist fertig :) Ich muss zugeben diese Kapitel gefällt mir persönlich sehr gut. Und auch wenn ich noch nicht zur alten Länge zurückgefunden habe, bin ich langsam wieder auf einem guten Weg, die Kapitel werden endlich wieder länger.

Vielen Dank für die Reviews von Roya89, elbarto und tung!! Es freut mich, dass ihr Spaß an meiner Geschichte habt.

Trotzdem werde ich Harry nicht zum Erben von einem der Gründer machen. Harry ist schließlich der Sohn von James Potter und Lily Evans, zwei extrem mächtigen Magiern. Durch Sirius Tod konnte er nun endlich diese Kraft abrufen, die schon seit Jahren verborgen in ihm steckt, damit er es dem bösen Onkel Voldi mal so richtig zeigen kann. ;) Ich denke die Erklärung ist besser als irgendeine Vererbung einer Blutlinie durch viele Generationen und Mischungen des Blutes hindurch.

Hier noch der übliche nötige Disclaimer: Habe ich täglich 10000 Worte hochgeladen? Nein? Dann bin ich leider immer noch die gleiche arme Socke wie vor einer Woche, die statt den ganzen Tag zu Hause am Pool zu liegen und zu schreiben in die Uni gehen muss, um sich in der fernen Zukunft Mal etwas leisten zu können. Ach und Geld fürs kaufen der Rechte von JK Rowling hatte ich auch nicht. Immer noch alles ihres. So ein Mist aber auch. Vielleicht nächstes mal?

Ein kleiner Klick für euch doch einen großes Review für den Autor. Bitte! :)

Kapitel 11

Hallo Remus!

Zunächst einmal möchte mich mich bei dir entschuldigen, dass ich dir nicht früher geschrieben habe, obwohl ich es versprochen hatte. Doch in den letzten Wochen hatte ich hier in Hogwarts viel Stress und ich habe kaum noch Freizeit. Ich weiß, es ist eine schwache Ausrede, doch eine andre habe ich nicht. Außerdem hättest du mir ruhig auch mal schreiben können. Ich mag dich auch trotz oder vielleicht wegen deines 'kleinen, pelzigen Problems'.

Du kannst unbesorgt sein, mir geht es hier gut und ich hoffe, dass es auch dir gut geht. Wenn ich es richtig sehe, war letzte Nacht jedoch die Nacht im Monat, die du am meisten fürchtest. Trotzdem hoffe ich, dass es dir gut geht.

Der Extraunterricht, den ich hier erhalte, ist zwar anstrengend aber interessant. Der normale Unterricht hingegen ist durch meine weiteren magischen Kenntnisse mittlerweile sehr einfach geworden und ich kann mich so voll auf die Zusatzstunden konzentrieren. Diese sind, wie schon gesagt, sehr interessant, besonders der Animagusunterricht. Ich würde dir gerne meine Animagusform verraten, aber ich habe Angst, dieser Brief könnte in falsche Hände geraten. Du wirst dich wohl noch ein wenig gedulden müssen.

Am meisten Spaß macht mir der Duellunterricht bei Professor Tugwood. Ich denke du kennst sie sehr gut. Sie arbeitet eigentlich beim Ministerium als Auror und sie bringt mir viele Tricks beim Duellieren bei. Ich denke es wäre lustig, wenn wir uns im Winter mal duellieren würden. Falls du Lust dazu hast. Man kann schließlich nie gegen genug Gegner üben.

Hier gehen, wie schon gewohnt, wieder einige sehr mysteriöse Dinge vor sich. Die beiden beneidenswertesten Haarschöpfe der Schule treffen sich regelmäßig und scheinbar grundlos in verwegenen Korroidoren. Ich denke, die beiden planen etwas, doch ich habe keine Ahhnung was es ein könnte.

Meine Lehrer behandeln mich wie immer. Besonders Professor Snape lobt mich wie üblich bis zum Himmel und ich freue mich über jedes Kompliment von diesem begnadeten Zaubertrankmischer.

Mit Ginny läuft alles bestens. Stell dir vor, sie und Ron haben es als Jäger und Hüter in die Hausmannschaft geschafft! Was mich jedoch wundert ist, dass du Hogwarts diese Jahr noch keinen Besuch abgestattet hast, um Professor Tugwood zu besuchen. Ich dachte im Sommer, du hättest angefangen, sie zu mögen, aber scheinbar habe ich mich entweder geirrt oder du bist zu feige um es zuzugeben oder etwas zu unternehmen. Ich tippe wohl eher auf letzteres. Doch das nächste Hogsmeade-Wochenende ist leider erst im November. Du musst also schon hoch zum Schloss kommen, um Professor und mich zu besuchen.

Ich würde mich sehr freuen, dich schon bald wiederzusehen. Hoffentlich bis bald.

Harry

Remus musste lächeln, denn er war stolz auf Harry. Dieser hatte sich die beste Mühe gegeben, den Brief so zu verschlüsseln, dass kein Todesser etwas damit anfangen könnte. Besonders nur beim Gedanken der Beschreibung von Malfoy und Snape als „ die beiden beneidenswertesten Haarschöpfe der Schule" musste Remus laut anfangen zu lachen. Er war jedoch erstaunt, wie viel Harry trotz seiner scheinbaren Ahnungslosigkeit mitbekommen hatte. Vielleicht war es tatsächlich an der Zeit, Hogwarts zu besuchen. Aber erst in ein paar Tagen, wenn er sich wieder etwas besser fühlen würde.

HPHPHPHPHPHP

Harry schaute auf die Uhr und merkte, dass das momentane DA-Treffen in wenigen Minuten zu Ende war. Schnell ging er hinüber zu Ginny, Ron, Hermine, Neville und Luna, die zusammen in einer Ecke übten und dabei darauf achteten, dass keiner der anderen Schüler einen groben Fehler beging und dabei den halben Raum in die Luft sprengen konnte. „Sehr gut, Luna. Wenn du deinen Zauberstab jedoch noch etwas sanfter schwingst, wird dein Schild noch ein kleines bisschen stärker." Flüsternd setzte er hinzu. „Tut so, als würdet ihr weiter üben, wenn ich den Rest in die Gemeinschaftsräume schicke. Ich möchte mit euch reden." Die fünf nickten ihm zu und Harry ging seine letzte Runde durch die Masse der Schüler. Danach verabschiedete er sie und die Schüler verließen allmählich den Raum, bis nur noch Harry, Ginny, Ron, Hermine, Neville und Luna im Raum waren. Harry beobachtete sie kurz. Alle fünf waren nicht schlecht, doch für einen Kampf gegen Todesser waren sie immer noch nicht gut genug. Darüber hatte er den ganzen letzten Abend nachgedacht und einen Entschluss gefasst. Eine Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. „Was ist denn jetzt los, Harry?"

„Ich muss mit euch reden." Die Fünf sahen Harry nun gespannt an. „Ihr seid meine besten Freunde, oder sogar mehr." Er lächelte kurz Ginny an, bevor er fort fuhr. „Mir Nahe zu sein, hat den Preis, auf Voldemorts Liste der größten Ziele zu sein. Doch das wisst ihr, und ihr vertraut mir. Das ehrt mich, mindert aber nicht meine Sorgen, dass ihr wegen mir verletzt werdet." Ginny konnte es nicht glauben. Wollte Harry sie alle los werden? Sie wollte Harry gerade anbrüllen, doch er kam ihr zuvor. „Ihr denkt jetzt, ich will mich von euch zurückziehen, alleine kämpfen. Aber das ist nicht wahr. Ich habe mittlerweile begriffen, dass ihr in diesem Kampf wichtiger seid als ich selber. Ich brauche meine Freunde, um weiter zu kämpfen. Ihr seid mein Grund, zu Kämpfen. Ihr seid meine größte Stärke aber leider auch gleichzeitig meine größte Schwäche. Deshalb müsst ihr trainiert werden. Ihr müsst für den Moment gerüstet sein, wenn ich losziehe, um Voldemort zu töten. Denn ich weiß, dass ihr mitkommen werdet. Ihr würdet mir wenn nötig auch bis an das Ende der Welt folgen, und ich möchte nicht, dass dies dann die letzte Tat in eurem Leben wäre. Ich will schließlich jemanden haben, mit dem ich feiern kann, wenn der Krieg vorbei ist."

Harry machte eine Pause und lächelte seine Freunde leicht an. Er bemühte sich um Humor in dieser ernsten Lage, doch seine Freunde verzogen keine Mine. Ginny zog ihn hingegen in eine feste Umarmung und auch Ron und Hermine sahen eher beeindruckt und stolz als amüsiert aus. Neville und Luna hingegen sehen sehr verwirrt aus. „Warum willst du denn Voldemort jagen gehen?" Innerlich schlug Harry sich mit der falchen Hanf auf die Stirn. Neville und Luna wussten noch nichts von der Prophezeiung. Wie konnte er das nur vergessen haben? Schweren Herzens begann er, zu erklären. „Ihr erinnerst euch doch bestimmt noch an die Prophezeiung in der Mysteriumsabteilung, oder?" Harry wertete das leichte nicken von den beiden als 'ja'. „Ihr habt gesehen, wie sie kaputt gegangen ist. Doch Professor Dumbledore war dabei, als sie gemacht wurde, und konnte sie mir trotzdem noch zeigen. 'Der eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, naht heran ... jenen geboren, die ihm drei Mal die Stirn geboten haben, geboren, wenn der siebte Monat stirbt ... und der Dunkle Lord wird Ihn als sich Ebenbürtigen kennzeichnen, aber Er wird eine Macht besitzen, die der Dunkle Lord nicht kennt ... und der Eine muss von der Hand des Anderen sterben, denn keiner kann leben, während der Andere überlebt ... der Eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, wird geboren werden, wenn der siebte Monat stirbt ...'" Nun sahen Neville und Luna geschockt aus. „Und es gibt keine Zweifel, dass du es bist?" Harry überlegte kurz einen Moment, ob er Neville erzählen sollte, dass auch er hätte gemeint sein können. Doch er wollte Neville nicht noch mehr mit diesem Wissen belasten. „Nein." Harry zeigte auf seine Narbe. „Mit einem Jahr hat er mich als ebenbürtig gekennzeichnet. Damit hat er alle möglichen Zweifel vernichtet. Ich muss ihn töten, um zu überleben. Deshalb muss ich ihn jagen gehen, wenn ich bereit dazu bin. Und ich brauche eure Hilfe, denn ohne euch kann ich es nicht schaffen."

Einen kurzen Moment sprach niemand ein Wort, alle waren in ihren Gedanken verloren, ehe Harry wieder das Wort ergriff. „Ich habe mit Professor Dumbledore geredet. Doch er meinte nur: 'Sie können nicht mit dir trainieren, Harry. Sie haben nicht dein Potential, sie würden dich nur aufhalten.'" Wieder legte sich eine kurze Stille zwischen die sechs Freunde. Diesmal wurde sie von Hermine gebrochen. „Ich weiß du magst es nicht und deshalb sage ich es dir nicht gerne Harry, aber Professor Dumbledore hat Recht. Dein Potential ist viel größer als unseres. Du alleine könntest uns alle zusammen im Duell besiegen, und das ohne Probleme." Harry nickte leicht. „Ich weiß. Aber das bedeutet nicht, dass ihr im Duell gegen Todesser keine Chance habt. Professor Dumbledore würde euch alle einfach sterben lassen. 'Für das größere Ziel.' Wenn ihr mich fragt, ist das absoluter Schwachsinn. Er sagt die ganze Zeit, meine größte Macht wäre die Fähigkeit, zu lieben. Doch er hat nicht begriffen, was das bedeutet. Wie eben schon gesagt: Ihr macht mich stark. Deshalb habe ich mich entschlossen, euch zu trainieren und euch alles beizubringen, was ich kann. Es ist nicht so gut wie das Training, dass Dumbledore euch bieten könnte, wenn er nur wollte. Doch ich hoffe, dass es reichen wird. Ich werde Voldemort nicht mein Leben zerstören lassen."

HPHPHPHPHPHP

Einige Tage später saß Harry mit seinen Freunden am Frühstückstisch, als eine auffällig große, braune Eule durch die große Halle flog und direkt auf Harrys Teller landete. Harry nahm ihr die zwei Briefe ab, die an den Bein der Eule gebunden waren. Es handelte sich um einen sehr dicken und einen sehr dünnen Brief. Auf beiden war in offiziell wirkender Schrift „Harry James Potter-Black" geschirben. Nachdem Harry der Eule etwas Wasser und Speck angeboten hatte, nahm er zunächst den dünnen Umschlag, brach das Gringotts-Siegel, holte den Brief aus dem Umschlag, entfaltete ihn und begann zu lesen.

Sehr geehrter Mr. Potter-Black,

ich habe Ihnen einige Listen sämtlicher Besitztümer, die in ihren Verliesen zu finden sind, beigelegt. Die Listen sind nach der Art der Gegenstände sortiert und sollten von ihnen an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, denn die meisten Gegenstände sind nicht für die Augen anderer Menschen geeignet. Niemand sollte von einigen ihrer Besitztümer erfahren. Es ist immer gut, einige Geheimnisse und Tricks in der Hinterhand zu haben.

Zudem entschuldige ich mich für die lange Wartezeit, doch die Anzahl der Gegenstände in ihren Verliesen war enorm und für einen einzelnen Goblin kaum zu bewältigen. Werten Sie dies jedoch nicht als Beschwerde meinerseits, denn es war mir eine Ehre, für sie diesen Auftrag auszufüllen und ich hoffe, es ist mir zu Ihrer Zufriedenheit gelungen.

Wenn Sie Gegenstände aus dem Verlies brauchen, schicken sie mir einfach eine Eule. Ich werde Ihnen dann die angeforderten Gegenstände zukommen lassen, natürlich unter den gewohnten Sicherheitsvorkehrungen wie dem unbrechbaren Gringotts-Siegel.

Hochachtungsvoll,

Griphook

(Mitarbeiter Gringotts)

Harry las den Brief zweimal durch, bevor er den großen Umschlag nahm und erneut das Gringotts-Siegel brach. Wie erwartet enthielt der Umschlag seitenweise Auflistungen von Gegenständen, die alle in Harrys Verliesen lagen. Harry entschloss sich, am Abend einen Brief darauf zu werfen. Vielleicht würden sich einige der Gegenstände als nützlich erweisen, man konnte ja nie wissen.

HPHPHPHPHPHP

Es war dunkelste Nacht, als eine kleinere, plumpe Frau lautlos vor ein großes Haus apparierte. Sie schaute sich einige Male nervös um, denn sie hatte das Gefühl beobachtet zu werden. Da sie jedoch niemanden sehen konnte, brach sie lautlos das Haus auf und betrat vorsichtig die Eingangshalle. Erneut hatte sie das Gefühl, beobachtet zu werden, doch die Bewohner sollten nach ihren Informationen alle schlafen. Leise schloss sie die Tür wieder hinter sich und tastete sich langsam vorwärts, darauf bedacht keinen Lärm zu machen. Doch ehe sie mit ihrem eher tölpelhaften Verhalten auf sich aufmerksam machen konnte, ging plötzlich das Licht an und eine große, schlanke Frau war am Ende des Flures zu erkennen. Sie hatte ihren Zauberstab auf die plumpe Frau gerichtet und ging mit langsamen Schritten auf sie zu. „Aaaah ich habe dich schon hier erwartet. Ich habe mir schon gedacht, dass du es bist. Doch handelst du unter dem Imperius. Ich bin mir nicht sicher, doch eine Anhörung wird das ganze sicherlich klären." Obwohl die dickliche Frau nicht danach aussah, zog sie blitzschnell ihren Zauberstab. „Avada Kedavra!" Die große, schlanke Frau war zu überrascht, um im engen Flur noch auszuweichen. Sie schmiss sich zur Seite, doch der grüne Blitz traf sie am rechten Arm, ehe ihr Körper auf dem Boden aufschlug. Die andere Frau lächelte leicht. .„Das wollen wir mal sehen, Amelia." Man hörte nur noch ein leises 'Plop'. Danach war es wieder totenstill.

HPHPHPHPHPHP

Es war der nächste Montag, für Harry wieder Zeit für seine Stunde mit Professor Dumbledore. Er betrat nach kurzem Klopfen das Büro und setzte sich wie gewohnt gegenüber von seinem Professor auf einen Stuhl, bevor Professor Dumbledore das Wort ergriff. „Hallo Harry. Bevor wir heute mit Leglimentik anfangen, muss ich mit dir über eine sehr ernste Angelegenheit reden." Harrys Neugier war nun geweckt, und erwartungsvoll schaute er seinen Professor an. „Vor wenigen Tagen ist Amelia Bones in ihrem Hausflur ermordet worden. Wir haben keine Hinweise auf den Täter, doch wir haben Vermutungen." Harry schaute seinen Schulleiter ungläubig ein. Ihm kam plötzlich der Gedanke, wie traurig Susan, ein Hufflepuff-Mädchen aus seinem Jahrgang, in den letzten Tagen gewesen war. „Amelia Bones, die Leiterin für Magische Strafverfolgung? Die Tante von Susan Bones?" Professor Dumbledore nickte mit einem traurigem Gesicht. „Genau die. Eine gute Duellantin, muss ich dazu sagen. Es scheint, als sei sie überrascht worden. Doch ein Rätsel ist mir, warum sie im Hausflur stand. Ich vermute, dass sie ihren Angreifer kannte. Wahrscheinlich war es jemand aus dem Ministerium." „Das würde ja bedeuten, dass Voldemort schon stark an Macht im Ministerium gewinnt." Der Schulleiter schaute Harry ernst an. „Ich befürchte er ist schon weiter vorgedrungen, als wir vor dem Vorfall gedacht haben. Seit Percys Tod kann man nicht mehr sicher sein, wer im Ministerium unter dem Imperius steht und wer von den Mitarbeitern ein Todesser ist. Beinahe täglich verschwinden weiter Mitarbeiter, aber wir können nur Vermutungen anstellen, wer Voldemort freiwillig oder auch unfreiwillig loyal ist. Dies und die Tatsache, dass das Ministerium immer noch versucht, einen Krieg zu vermeiden, macht die Suche nach dem Täter extrem schwierig." Professor Dumbledore und auch Harry schwiegen eine kurze Zeit, ehe Harry seinen Professor fragend anschaute. „Denken sie, dass das Ministerium bald fällt?" „Ich weiß es nicht genau. Aber es kann sein, dass Voldemort das Ministerium noch vor den Weihnachtsferien übernommen hat. Momentan können wir in Hogwarts nur abwarten und hoffen, dass der neue Minister nun endlich etwas unternimmt." Es entstand eine bedrückte Stille. Harry bekam langsam Angst. Die Notwendigkeit, dass er bereit wurde, wurde immer größer. Leute starben. Und es wurden immer mehr. Doch tot brachte er der hellen Seite auch nichts. Alle mussten solange für ihn kämpfen, bis er für seinen finalen Kampf bereit war. Für seinen persönlichen Kampf mit dem Schicksal.

HPHPHPHPHPHP

Nach einigen Tagen kam Harry endlich dazu, die ganzen Listen, die er von Griphook zugeschickt bekommen hatte, durch zu sehen. Als er nur noch einige wenige Listen übrig hatte, kam Ginny in den Gesellschaftsraum, begrüßte ihn mit einem Kuss und setzte sich zu Harry auf die Couch. „Hey Schatz! Wie war dein Unterricht mit Professor McGonagall?" Harry legte die Listen auf den Tisch, lehnte sich zurück und zog Ginny zu sich hinüber. „Es war wie immer. Ich habe etliche Bücher durchsucht und nichts gefunden. Ich glaube, ich habe mittlerweile alle Bücher über magische Geschöpfe, die Hogwarts zu bieten hat, durchgelesen. Ich habe keine Ahnung, wo ich weiter suchen kann." Ginny schaute Harry mit einem nachdenklichen Gesicht an, sich sicher, dass sie irgendwas übersehen hatten. „Überleg doch mal, wo du noch Bücher finden könntest. Irgendetwas müssen wir doch übersehen haben" Plötzlich traf Harry die Erkenntnis. Es war so einfach, es hatte stundenlang wörtlich vor seiner Nase gelegen. „Ich habs!" Ginny sah ihn fragend an. „Wo denn? Am Grimauldplatz?" „Nein. Ich denke, dort werde ich wohl nur schwarz-magische Bücher finden." Er löste sich von Ginny und zog die übrigen Pergamente vom Tisch, die er an diesem Tag noch nicht durchgegangen war. „Die Listen mit den Büchern für mein Verlies! Wie konnte ich die nur übersehen?" Er überflog sie kurz und fing an zu grinsen. „Das sieht doch vielversprechend aus. Warum bin ich nur vorher nicht darauf gekommen? So viele Bücher liegen bereit, um von mir gelesen zu werden." Aufgeregt nahm er ein unbeschriebenes Stück Pergament, Feder und Tinte und die Bücherlisten von seinem Verlies zur Hand und fing an zu schreiben. Nach einiger Zeit sah er zufrieden aus. Er küsste Ginny schnell. „Ich muss kurz diesen Brief hier abschicken. Dann stehe ich zu deiner freien Verfügung." Er zwinkerte ihr zu und schon war er durch das Portraitloch in Richtung Eulerei verschwunden.

HPHPHPHPHPHP

Die nächsten Tage war Harry sehr ungeduldig. Jeden Morgen beim Frühstück wartete er darauf, dass eine Eule von Gringotts ihm die angeforderten Bücher zuschicken würde.

Auch das Training beschäftigte Harry in der letzten Zeit sehr stark, jedoch eher körperlich als geistig. Bei Professor McGonagall und Professor Flitwick hatte er nun endlich alle UTZ-Zauber gemeistert und beide Lehrerinnen fingen nun an, ihm weiteren, zusätzlichen Stoff beizubringen. Während Professor Flitwick angefangen hatte, ihm das fortgeschrittene Herbeizaubern von Gegenständen zu lehren, hatte Professor McGonagall damit angefangen, ihm zu zeigen, wie er die Verwandlungen von Gegenständen im Duell benutzten konnte. Dies erinnerte Harry an den Kampf von Dumbledore mit Voldemort im Ministerium am Ende seines letzten Schuljahres. Zudem erkannte Harry, warum Professor McGonagall vom Schulleiter so geschätzt wurde: Sie war nicht nur ein guter Mensch und eine gute Lehrerin, sondern auch eine ausgezeichnete Duellantin, die ihre Kräfte perfekt beherrschen und gezielt einsetzten konnte.

Zusätzlich zu seinem normalen Duelltraining begann Tonks nun auch damit, die Techniken, die Professor McGonagall ihm beibrachte, in ihre Duelle mit einzubeziehen. Tonks brachte Harry nun immer weiter fortgeschrittene Duelltechniken bei und Harry begriff schnell, dass das, was er am Schuljahresanfang von ihrem Können gesehen hatte, nur ein kleiner Teil von dem war, was Tonks tatsächlich konnte. Ihm wurde bewusst, warum Tonks trotz ihrer tölpelhaften Art von den anderen Auroren und Ordensmitgliedern so sehr geschätzt wurde. Harry hatte noch einen langen Weg vor sich, um so gut zu werden.

Neben seinem Unterricht und der DA, die wie von Professor Dumbledore vorausgesehen sehr gut lief, versuchte Harry das Wissen, dass er nun zusätzlich zum normalen Unterricht erlangte, an seine fünf besten Freunde weiterzugeben. Er merkte schnell, dass seine Freunde nicht so begabt wie er waren (auch wenn er es nicht zugeben wollte), aber versuchte dennoch, ihnen so viel wie möglich von dem beizubringen, was er bei Tonks über Duelle lernte. Harry war guter Dinge, dass sich die Fünf am Ende des Schuljahres gut gegen Todesser zur Wehr setzten könnten und das war zunächst einmal das Wichtigste.

Durch die Bücher aus seinem Verlies hoffte Harry nun auch endlich in seinem Animagustraining so große Fortschritte zu machen, so wie er es im restlichen Extraunterricht auch tat.

Einige Tage später, es war mittlerweile schon Mitte Oktobers, kam endlich das von Harry so sehnsüchtig erwartete Paket von Gringotts. Als er Abends alleine mit seinen Freunden vor einem Kamin im Raum der Wünsche saß, packte er die Bücher endlich aus. Sie waren sehr alt und Harry erkannte, dass sie nur noch durch Magie zusammen gehalten wurden. Er war optimistisch, dass er in diesen Büchern nützliche Informationen finden würde. An diesem Abend konnte Harry das erste Mal seit Tagen endlich wieder beruhigt schlafen.

HPHPHPHPHPHP

Am nächsten Morgen wachte Harry sehr früh auf. Er hatte keinen Albtraum aber an Schlaf war trotzdem nicht mehr zu denken. Er entschloss sich, zunächst sein standardmäßiges Training vor dem Frühstück zu absolvieren. Nach mehreren Runden um den großen See und noch bevor die Sonne aufging saß Harry geduscht im Gemeinschaftsraum der Gryffindors und betrachtete durch ein Fenster wie die Sonne am Horizont erschien und sich ihren Weg gen Himmel bahnte. Nach einigen Minuten fing er an, sich komplett zu entspannen um seinen Geist von den ganzen Gedanken zu befreien, die in letzter Zeit immer in seinem Kopf umher rasten und ihn nicht mehr zur Ruhe kommen ließen. Langsam aber sicher entglitt er in einen Zustand der Gedankenlosigkeit und spürte allmählich, wie die Magie der Schutzzauber Hogwarts durch seine Adern strömten. Nach einiger Zeit war er wie elektrisiert von der Magie die ihn durchfloss. Doch zum ersten Mal seitdem er diese Übungen machte spürte etwas anderes. Er spürte viele kleine und größere Mengen Magie, die teilweise sehr nah aber teilweise auch weit entfernt von ihm zu liegen schienen. Zu Harrys eigener Überraschung zeichneten sich vor seinen geschlossenen Augen viele kleinere und größere Punkte ab und nach einiger Zeit konnte er die verschiedenen Punkte erkennen. Die Punkte begannen sich, vor seinen Augen zu bewegen und er spürte, wie einer der magischen Konzentrationen ihm hinter seinem Rücken immer näher kam. Doch bevor sie ihn erreicht hatte, erkannte Harry das Profil der Magie und verstand. Die vielen Konzentrationen von Magie waren die vielen magischen Kerne aller Personen in seiner Umgebung. Vollkommen entspannt und mit einem Lächeln auf seinen Lippen öffnete er seine Augen. „Guten morgen, Liebes" Er stand auf, drehte sich um und sah Ginny vor ihm stehen. Diese starrte ihn jedoch verwundert an. „Woher wusstest du, dass ich hinter dir war? War ich so laut?" Anstatt ihre Frage zu beantworten gab Harry ihr nur einen Kuss und grinste sie schief an. „Kann ich dir leider nicht verraten. Betriebsgeheimnis."

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Danke, dafür das ihr das hier gelesen habt. Noch dankbarer wäre ich euch noch nach einem Review. Ob kurz, ob lang. Ob nett oder kritisch. Alles ist erwünscht. Danke. :)