16. Durch London

Die fünf Gestalten, die trotz der Verrücktheit Camdens auffielen wie bunte Hunde schlenderten durch die belebten Straßen. Überall drehte man sich nach ihnen zu. Man blieb stehen, starrte ihren nach und tuschelte. Genau das hatte Suzette befürchtet, doch sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen und so natürlich wie möglich zu wirken.

Die Studentenwohnungen in Camden befanden sich alle nahe beieinander und so brauchten sie sich nicht sie Füße platt zu laufen. Zauberer waren das Laufen schließlich nicht gewohnt.

Als erstes kamen sie bei einem Haus an, das Suzette nur zu gut kannte, denn sie hatte selbst einige Jahre dort gewohnt. Hier befand sich im oberen Stockwerk und im Dachgeschoss Pennys Wohnung.

Es waren Weihnachtsferien und so war sie höchstwahrscheinlich zu Hause und nicht an der Uni.

Moody schob Suzette vor. Sie sollte klingeln und die Sache erklären, dafür war sie schließlich mitgekommen, doch Suzette zögerte ein wenig. Gerade mit Penny hatte sie besonders großen Streit.

„Ich glaube, es wäre eher kontraproduktiv, wenn ich...", begann sie, doch Shacklebolt hatte schon geklingelt und sich selbst hinter Suzette zurückgezogen.

So standen sie nun vor der Tür und warteten. Suzette vorne, dann Tonks, die versuchte freundlich und fröhlich zu wirken, was ihr leider nicht gelang, da sie ja offensichtlich ihre Metamorphmagusfähigkeit eingebüßt hatte, dahinter schließlich Mad-Eye, Shacklebolt und ganz hinten versteckt schließlich der räudig aussehende Remus Lupin.

Es dauerte etwas, bis endlich Fußgetrappel ankündigte, dass Penny die Treppe herunter gelaufen kam.

Sie öffnete die Tür und stand überrascht vor ihnen in einem zartrosa Morgenmantel und gleichfarbige Pantoffeln. Sie trug ein Handtuch auf ihrem Kopf, sie hatte sich offensichtlich gerade sie Haare gewaschen und keinen Besuch erwartet.

Sie starrte die seltsame Gruppe sprachlos an, doch als sie Suzette erkannte, verfinsterte sich ihr Blick: „Was machst du hier?", knurrte sie.

Suzette stotterte: „Professor Dumbledore hat dir eine Nachricht zukommen lassen?".

„Und?", keifte Penny.

„Wir kommen um dich abzuholen.", erklärte Suzette und Tonks nickte zustimmend.

„Du hast mir das eingebrockt!", schrie das dickliche, rosa Mädchen.

Suzette wusste nicht, was sie sagen sollte und wollte auch nichts dazu sagen.

Mad-Eye übernahm das Gespräch: „Darum geht es nicht. Ich denke, es ist in ihrem Sinne, mit uns zugehen. Wir können sie natürlich nicht zwingen. Professor Dumbledore hat ihnen sicher die genauen Umstände dargelegt?".

„Ja, hat er!", lautete die Antwort und Penny knallte die Tür zu.

„Was sollte das jetzt?", fragte Tonks.

„Sie geht sich fertig machen.", vermutete Shacklebolt.

Sie warteten vor der Tür.

Es schien ewig zu dauern und es wurde Suzette wie Lupin zunehmend unangenehm von allen Passanten beäugt zu werden.

Sie sprachen nicht, bis Penny im Wintermantel und einem großen Rollkoffer vor die Tür trat: „Man hätte vielleicht vorher Bescheid sagen können!", keifte sie in Suzettes Richtung.

Shacklebolt antwortete mit seiner ruhigen Stimme, er ging niemals auf Streitigkeiten ein: „Die Angelegenheit ist schlagartig sehr ernst geworden. Wir werden jetzt noch ihre Freunde abholen und uns auf den Weg in die Winkelgasse machen. Die Muggel unter euch benötigen Zauberutensilien, damit ihr nicht auffallt in der Schule. Im Augenblick sind Ferien in Hogwarts und es sind nicht viele Schüler anwesend. Es ist perfekt für euch, um euch einzuleben. Wir werden erklären, ihr seid Austauschschüler, also verhaltet euch bitte unauffällig! Näheres wird euch der Schulleiter wohl bei eurer Ankunft erklären.".

Penny seufzte, sagte aber nichts mehr.

Die Gruppe bewegte sich in Richtung des Hauses in dem Des zusammen mit ihrem Freund Daniel wohnte.

Auch hier musste Suzette vortreten und die Situation erklären. Daniel schaute etwas skeptisch, aber wie es schien, hatte er sich mit der Sache schon beschäftigt und eingesehen, dass es nur eine Lösung gab. Des keifte hingegen vor Wut darüber, das ausgerechnet Suzette vor der Tür stand, die von ihrem Freund geöffnet wurde.

Sie brauchten allerdings nicht ganz so lange wie Penny um ihre Sachen zu packen und so zogen sie weiter zur Wohnung von Natalie, die nur zwei Häuser weiter lag.

Nat öffnete verhuscht die Tür und erklärte sich sofort bereit mitzukommen. Sie brauchte von allen am wenigsten Zeit um sich fertig zu machen. Sie sah nicht gut aus, hatte abgenommen und Mad-Eye flüsterte zu Suzette: „Endlich eine, die ihre Situation einschätzen kann. Angst ist gut!".

Suzette schüttelte nur leicht mit dem Kopf um zu bedeuten, dass sie Nats Verhalten für nichts als Show hielt.

Die Gruppe bewegte sich weiter in eine Nebenstraße hinein, wo Suzette sich bei weitem besser fühlte, weil sie hier nicht ununterbrochen angestarrt wurden.

Michael kam die Treppe hinunter gestürzt, er hatte die Gruppe schon vom Fenster aus gesehen und bat sie zu warten, bis er seinen Koffer gepackt hatte.

Die seltsame Gruppe spazierte schließlich zu Fuß zurück zum Bahnhof und Lupin rückte ganz nahe an Tonks heran. Er sagte: „Wenigstens ging es recht schnell. Dumbledore kann mit seinen Briefen recht überzeugend sein, was?".

Tonks nickte verschüchtert.

Sie gingen zur nächsten U-Bahnhaltestelle und nahmen eine Bahn in die Innenstadt, wo sie in der Winkelgasse noch einige Utensilien besorgen mussten.

Des ergriff die Chance und fragte in die Runde: „Und? Wer seid ihr nun alle? Und wieso passiert das alles so plötzlich? Hätte man nicht vorher einen Brief schreiben können?".

„Eulen werden abgefangen und kontrolliert.", knurrte Moody und Lupin erklärte weiter: „Das ist Nymphadora Tonks – aber nennt sie niemals beim Vornamen – Alastor Moody und Kingsley Shacklebolt, allesamt Auroren im Dienste des Ordens des Phönix. Mein Name ist Remus Lupin und ich... na ja... Dumbledore hat noch was gut bei mir und ich dachte es ist meine Pflicht für das zu kämpfen, was ich glaube und dem zu helfen, der an mich geglaubt hat. Suzette kennt ihr ja, sie... nun sie war Harry Potters Leibwächterin und... sie...".

„Ich versorge Dumbledore mit Informationen zum Dunklen Lord!", erlöste Suzette Lupin von seinem Herumgedruckse.

Des rümpfte die Nase, es war offensichtlich, dass sie Suzette niemals einen solche Aufgabe zugeteilt hätte. Sie hielt nicht viel von Suzette und das versuchte sie gar nicht erst zu verstecken.

„Entschuldigung, was sind Auroren?", fragte Michael verdattert.

„Sie bekämpfen die dunklen Mächte. Da ist Körpereinsatz gefragt. Da geht nicht immer alles nach Plan!", erklärte Moody und zeigte stolz sein Holzbein, Tonks hingegen wandte gelangweilt den Blick ab.

Sie stiegen aus und Moody warnte: „Wir werden nicht lange in der Winkelgasse bleiben, also bleibt zusammen!".

Nach nur einem kurzen Fußweg stand die seltsam aussehende Gruppe vor einem kleinen Pub, der so unscheinbar war, dass man ihn erst bemerkte, wenn man darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er existierte.

Daniel und Michael hätten geschworen, dass sie dort noch nie einem Kneipe gesehen hätten und es ihnen neu war, dass zwischen dem trendigen Plattenladen und dem kleinen Büchergeschäft überhaut noch ein Gebäude gab.

Des und Nat hingegen kannten den tropfenden Kessel und verabscheuten diese Art von Spielunke. „Müssen wir da wirklich durch?", fragte Nat schüchtern.

„Flohpulver ist zu gefährlich, die kontrollieren die Kamine, aber wenn ihr apparieren wollt...", sagte Moody und wartete gar keine Antwort ab, er betrat das Lokal.

Der Wirt grüßte freundlich, alle bis auf Suzette, die gesenkten Hauptes durch die düstere Kaschemme schlich. Auch hier hatte sie eigentlich Hausverbot.

„Neue Gesichter?", fragte er neugierig, „Darf's etwas sein?".

„Nein, wir müssen nur schnell in den Hinterhof.", meinte Kingsley und würgte damit jegliche Frage nach den unbekannten Gesichtern ab.

Michael und David besahen sich die uralte Inneneinrichtung des Tropfenden Kessels genau und voller Abneigung. Sie konnten dem rustikalen Stil nichts abgewinnen und den buckligen, alten Weibern, die in der Ecke hockten, Sherry tranken und irgendein verrücktes Zaubererkartenspiel spielten, erst recht nicht.

Des und Nat, sowie Suzette drängten zum Hinterausgang, während Tonks, die älteren Damen freundlich grüßte.

Im Hinterhof standen sie vor einer hohen Mauer und alle magischen Menschen unter ihnen wussten, was nun passieren würde. Mad-Eye hob seinen Zauberstab und tippte ein paar ausgesuchte Steine an der Mauer an. Diese begann sie zu ruckeln und zu bewegen und binnen ein paar Sekunden stand die kleine Gesellschaft vor einem Tor direkt in die Winkelgasse.

„Ihr beiden", Moody wies auf die beiden Jungs, „braucht Zauberstäbe! Und ihr Mädchen braucht neue Kleidung! Vergesst nicht zusammen zu bleiben. Man weiß nie, wer sich in der Winkelgasse herumtreibt. Erst vorgestern hieß es man hätte Antonin Rookwood bei Ollivander gesehen.".

„Wer?", fragten Daniel und Michael zugleich.

„Ein Todesser.", antwortete Suzette gelangweilt, die Jungs schienen zu verstehen. Dumbledore musste wirklich einen umfassenden Brief geschrieben haben.

Ollivanders schien seltsam unaufgeräumt und Ollivander selbst recht bleich und verschüchtert.

„Bitte sehr?", fragte er und Moody antwortete: „Die beiden Jungs benötigen neue Zauberstäbe, die in unseren Breiten zugelassen sind.".

Ollivander nickte verstehend und schaute sich jetzt erst die Gesichter seiner Kunden an: „Ach, Alastor Moody! Dass ich sie mal wieder hier treffe!".

„Mr. Ollivander wir sind in Eile!", knurrte er.

„Und dort! Remus Lupin! Als ich ihnen damals ihren ersten Zauberstab verkauft habe waren sie noch ein kleiner Junge. Und was aus ihnen geworden ist! Ich wusste immer, dass Dumbledore es nicht bereuen würde. Die Entscheidung sie nach Hogwarts gehen zu lassen. Es gab damals ja durchaus geteilte Meinungen.".

Lupin schaute etwas beschämt drein, doch Ollivander, der sich in seinem Leben für nichts als Zauberstäbe interessiert hatte, bemerkte es gar nicht.

„Ms. Nymphadora!", rief er, als befände er sich gerade auf einem Ehemaligentreffen, auf dem er allen seinen Kunden seine Einschätzungen mitteilen musste, „So grau heute? Sie haben ja schon damals und ohne Zauberstab die bemerkenswertesten Verwandlungen vollführt. Natürlich mussten sie einen so hochtragende Karriere, wie die eines Aurors anstreben!".

„Und Ms. Smith!", sprach er weniger vergnügt, „Ebenholz mit den Schuppen des grünen Flugdrachen im Kern! Ihr Zauberstab war der letzte, den ich von dieser Sorte hergestellt habe! Hervorragend für die Ausübung dunkler Künste geeignet. Ms. Bellatrix Black hat einen ganz ähnlichen damals bei ihrer Einschulung bekommen.".

„Interessant!", machte Suzette ein weinig genervt, als wollte sie das Gespräch abbrechen.

„Ich habe mich damals schon gewundert wie ein Kind aus einem Muggelfamilie für einen solchen schwarzmagischen Stab geschaffen sein konnte, aber jetzt hat sich ja heraus gestellt, woher diese Veranlagung kommt.".

Suzette blinzelte Böse. Wie konnte sich so etwas herumsprechen? Hatte Moody nicht gesagt Todesser verkehrten hier?

Suzette war sprachlos.

„Was ich mich aber eigentlich frage: Wieso sind sich noch am Leben Ms. Gaunt?", Ollivander klang plötzlich scharf und gar nicht mehr freundlich, vor allem als er ihren Nachnamen genannt hatte.

Suzette sagte nichts dazu und lief rot an.

Lupin zog sie beiseite: „Da siehst du, was passiert, wenn du dich nicht an die Abmachung hältst und dich in er Öffentlichkeit nicht unsichtbar machst! Mundungus hat dich gesehen in Hogsmeade.".

Suzette zuckte mit den Schultern.

Nach einer Pause erzählte Lupin weiter: „Und er hat es Stan Shunpike erzählt, dass du noch lebst. Dumm nur, dass Stan schon seit längerem unter einem Imperiusfluch von Bellatrix Lestrange stand!".

„Und das sagt ihr mir jetzt?", fauchte Suzette, während vorne am Tresen Zauberstäbe ausgesucht wurden, was sich als recht schwieriges Unterfangen herausstellte, da kein einziges Modell eine Reaktion zeigen wollte.

„Moody wollte es dir gar nicht sagen. Er wollte dich ins kalte Wasser werfen. So macht er das mit jungen Hüpfern, die nicht hören wollten. Aber glaub mir, sie werden nicht ewig an Mundungus' Aussage zweifeln können und schon gar nicht, wenn man dich in der Winkelgasse gesehen hat!".

Suzette war wütend. Wütend auf Mad-Eye und wütend auf Dumbledore und wütend auf Shacklebolt, dass sie ihr nichts gesagt hatten. Natürlich konnte sie das nicht offen zeigen, denn es war und blieb ihre Schuld, dass sie gesehen wurde, aber trotzdem empfand sie es als unnötig gefährdend.

„Mad-Eye ist ziemlich enttäuscht von dir.", meinte Lupin.

„Der soll sich mal nicht so aufspielen!", blaffte Suzette und wusste wohl, dass es ihre und nur ihre eigene Schuld war, dass sie überhaupt hier waren.

Ein schleichendes Gefühl der Nutzlosigkeit machte sich auf ihrem Herzen breit und erhob den Anschein, dass es sie nicht allzu schnell verlassen würde.

Sie hatte diese ganze Sache notwendig gemacht. Sie hatte sich selbst und ihre Freunde in Gefahr gebracht und nun mussten Mad-Eye und die anderen das wieder gerade biegen. Man konnte es Moody also nicht verübeln, dass er sauer war.

Nur hatte Suzette es sich gewünscht, dass man ein wenig offener mit ihr umging. Ihr schien es, als vertrauten sie ihr nicht.

Doch daran konnte sie nichts ändern. Sie seufzte und widmete sich dem Geschehen vorne am Tresen.

War es wirklich so eine gute Idee zu Ollivander zu gehen, wenn hier Todesser ein und aus gingen? Allerdings bekam man sonst nirgendwo Zauberstäbe und Ollivander war mit Nichten ein Rassist oder Sympathisant mit Voldemort. Ob man ihm aber vertrauen konnte, wussten sie nicht.

Suzette war sehr gut darin, Dinge zu verdrängen und so schaltete sie einfach ihre Gedanken aus, um sich nicht mehr ärgern oder grübeln zu müssen.

Mad-Eye würde schon einen Plan haben.

„Sagen sie, wieso eskortieren sie denn diese Austauschschüler?", fragte Ollivander und ob er mit dieser Frage einen Hintergedanken verfolgte, war nicht auszumachen.

„Dumbledore hat uns nur geschickt sie abzuholen, sie kennen sich hier überhaupt nicht aus, benutzen in ihrem Land ganz andere Zauberstäbe und Gerätschaften. Sie brauchen alles neu und deshalb sind wir hier, um ihnen ein bisschen unter die Arme zu greifen.", erklärte Kingsley mit einem Lächeln.

„Aber gleich drei Auroren, eine ehemalige Spionin,", das Wort schnitt in Suzettes Ohr und ließ sie zusammenzucken, „und ein Werwolf?", auch dieses Wort schnitt sich in die Ohren, „Für vier Austauschschüler? Von denen zwei zumindest ihre ersten Stäbe bereits bei mir bekommen haben?", er schielte zu Nat und Des, die sich verschämt in einer Ecke rumdrückten. Sie waren schon ewig nicht mehr in einem Zaubereigeschäft gewesen.

„Sie sollten doch selbst wissen, Ollivander, dass die Zeiten in diesem Land dunkler geworden sind. Menschen die Fragen stellen, sind die ersten, Menschen, die zu viel wissen, die zweiten!", knurrte Moody jetzt sichtlich genervt.

„Oh, ich will sie keinesfalls ausfragen, aber...".

„Es kommt einem aber langsam so vor!", bemerkte Tonks scharf und schaute böse zum Zauberstabverkäufer hinüber.

„Sie verlangen von mir, dass ich schweige? Nichts leichter als das!", meinte Ollivander beleidigt und kramte nach weiteren Stäben, „Diese Jungen scheinen mir wirklich eine seltsame Art von Stab in ihrer Heimat zu verwenden, von meinen will nicht einer reagieren.".

„Ist nicht so schlimm.", entgegnete Tonks, „Sie werden eh nicht lange auf Hogwarts sein. Da tut es auch ein Stab, der nicht so ganz passt.".

Diese Aussage hatte das Verkaufsgespräch ein weites Stück vorangetrieben, denn Michael und Daniel, die bis eben stumm und staunend in dem Laden gestanden, hier und da einen Zauberstab gegriffen und geschwungen hatten, ergingen sich plötzlich in einem Nicken und schon waren recht bald zwei schicke Stäbe für die beiden ausgesucht.

„Ihr dürft sie niemals verwenden!", riet ihnen Shacklebolt, „Sie haben bereits gemerkt, dass ihr keine Zauberer seit und werden sich wehren in eurem Dienste zu stehen. Jeden Zauber den ihr probiert, wird entweder gar nicht funktionieren oder sich gegen euch selbst richten. Die Stäbe suchen sich die Zauberer und ihr habt diese beiden gerade um den passenden für sie gebracht. Sie werden rebellieren, wenn ihr sie benutzt!".

Michael und Daniel fühlten sich, als würde ihnen bei all den Informationen und Eindrücken jeden Moment der Kopf platzen, doch sie nickten nur müde und zogen ihren Koffer hier sich her durch dir Winkelgasse.

Suzette tapste wie ein begossener Pudel noch hinter Lupin ihnen nach. Sollte sie sich jetzt als Zeichen des guten Willens unsichtbar machen? Oder als Zeichen den Trotzes sichtbar bleiben?

Sie fühlte sich nicht wohl. Sie fühlte sich noch unwohler als vorhin im Muggel-London. Was, wenn hinter der nächsten Ecke ein Todesser einkaufte? Was, wenn jemand sie sah und verriet? Zum ersten Mal dachte sie vernünftig über die Sache nach. Snape hatte recht gehabt! Jeder hier konnte ein Sympathisant sein. Man sah es den Leuten schließlich nicht an.

Oh leichtsinnige Suzette, dachte sie wieder niedergeschlagen, wie kommst du da wieder raus?