21. Talent und Vorsehung

Das Spiel selbst gereichte zu einer mittleren Katastrophe. Die neuen Treiber der Mannschaft Slytherins waren Crabbe und Goyle. Eine wahrhaft peinliche Wahl, denn die beiden waren dämlich genug sich die Klatscher gegenseitig auf den Hals zu hetzen. Immerhin schien Malfoy trainiert zu haben und machte einen ganz guten Eindruck.

Das Gryffindor-Team schwächelte vor allem in hinteren Bereich. Ron versagte auf ganzer Linie. Er fing einfach keinen Ball. Er ließ sie alle durch und von den Rängen dröhnte ein spontangedichtetes Liedchen der Slytherin-Anhänger, die Ron zu ihrem besten Mann erklärten. Der arme Junge kämpfte da draußen mit den Tränen, aber er war selbst Schuld, dachte Suzette, er wollte es so, obwohl er wusste wie talentfrei er war. Spontan wurden Anstecker heraufbeschworen, die den Schriftzug „Weasley ist unser King!" trugen.

Suzette und Snape entsagten derart kindischen Albernheiten, trotzdem hockten sie von Kopf bis Fuß grün-silbrig gemustert auf den Rängen und applaudierten überschwänglich bei jedem Tor ihrer Jäger.

McGonagall beaufsichtigte wie immer, den üblicherweise etwas parteiischen Lee Jordan in seiner Kommentatorkabine und konnte so nicht einschreiten gegen eine derartige Diffamierung einer ihrer Schüler.

Dann ging plötzlich alles sehr schnell: Malfoy musste den Schnatz gesehen haben. Er stürzte sich ans Ende der Slytherin-Tore. Doch Potter bemerkte es rechtzeitig und jagte ihm nach. Beide hatten sehr gute Rennbesen, die besten im ganzen Spiel, doch Potters war offensichtlich einen Deut besser und er rauschte Schneller an den Tribünen vorbei und holte Malfoy ein. Endlich sah er offensichtlich auch den goldenen Schnatz und begann einen todesmutigen Sturzflug. Malfoy musste den kleinen Ball aus den Augen verloren haben, denn er folgte auf einmal Potter in die Tiefe. Dann schlug Harry im Sturzflug einen Haken, machte eine Rolle und schnappte den Schatz Malfoy, der die Hand schon ausgestreckt hatte, vor der Nase weg.

Das Spiel wurde abgepfiffen und Gryffindor konnte mit den 150 Extrapunkten gerade so gewinnen.

Das komplette Slytherin-Haus lag sich in den Armen und schluchzte.

Die Gryffindors hingegen stürmten das Spielfeld und ließen ihrer Freunde freien Lauf.

Keinem Slytherin gefiel es, dies mit an zu sehen und so konnte Suzette durchaus die Wut verstehen, die sich in Draco Malfoys Gesicht widerspiegelte, als er sehen musste, wie Potter an seiner Statt auf Händen getragen und umjubelt wurde. Sogar Weasley lachte.

Das war zu viel für den stolzen Blondschopf und er verlor die Beherrschung.

Suzette konnte nicht hören, was da wieder aus seinem Mund tropfte, es war einfach zu laut auf und um das Feld, doch einer der Zwillinge verlor die Fassung, wie es schien.

Mit wutverzerrtem Gesicht stürzte er sich auf den schmalen Slytherin um ihn zu verprügeln. Natürlich griffen Crabbe und Goyle sofort ein und zogen ihren Anführer auf der Situation und auch Potter schnappte sich den Zwilling, um ihn zurück zu halten. Doch auch Harry blieb nicht lange auf der Seite des Friedens. Malfoy machte eine weiter Bemerkung, reckte seine Nase in die Luft und lachte höhnisch, als Potter sich wie ein Wahnsinniger auf ihn stürzte.

Suzette glaubte ihren Augen nicht. Das schien sich eine Massenprügelei auszuwachsen, Ginny versuchte zu vermitteln, doch erst als Professor McGonagall herbeigeeilt kam, löste sich der hasserfüllte Klumpen Gryffindors und Slytherins, in dessen Kern sich Draco und Harry wanden.

„Potter! Malfoy! Was hat das zu bedeuten?", fragte McGonagall, als die Protagonisten des Kampfes, Harry, Fred, Draco, Crabbe und Goyle, dreckig und aus den Nasen blutend vor ihr standen und immer noch Hass und Abscheu in ihren Gesichtern zu lesen war.

Suzette kämpfte sich durch die Massen, denn sie sah, dass sich von der anderen Seite schon Umbridge näherte und gar kein freundliches Gesicht machte. Sie blickte, nein sie grinste, hämisch, als hätte sie nun endlich einen Grund gefunden Potter von der Schule zu weisen. Das musste Suzette um jeden Preis verhindern, denn nur an dieser Schule war der Junge sicher.

Bevor Suzette es verhindern konnte hagelte schon McGonagalls Strafpredigt auf Fred und Harry ein. Nachsitzen unter verschärften Bedingungen, als sie sich darüber aufregten, dass Malfoy mal wieder davon kam mit der Ausrede, er sei emotional aufgeladen gewesen.

Doch dann erhob Umbridge das Wort, zerrt ein Pergament aus der Tasche ihrer Umhangs und verkündete der Ausbildungserlass Nummer 25, der sie bemächtigte, Strafen anderer Lehrer nachzubessern, aufzuheben oder zu verschärfen.

Sie ließ McGonagall und Suzette auf dem Quiddich-Feld stehen und zerrte Potter und die Weasley-Zwillinge mit sich aufs Schloss, in ihr Büro, wo sie die Strafe „nachbessern" wollte.

Suzette hörte davon am nächsten Morgen, denn die Schüler sprachen beim Frühstück von nichts anderem: Fred und George Weasley, sowie Harry Potter hatten lebenslanges Quiddich-Verbot erhalten. Das fand sogar Suzette ungerecht.

Sie beschlagnahmte sogar ihrer Rennbesen und Suzette fragte sich, ob es ihr überhaupt erlaubt war, das Eigentum der Schüler an sich zu nehmen.

Sie tat allerdings nichts dagegen, denn es war ja nicht ihre Hausmannschaft, die da gerade zerschlagen worden war und ein bisschen ärgerte sie sich durchaus über die knappe Niederlage Slytherins.

In dieser Nacht kehrte endlich Hagrid zurück von seiner Expedition in die Bergen zu den Riesen in Osteuropa. Das erste, was er tat, war heimlich ins Schloss zu schleichen und in aller Ruhe mit Dumbledore die Ereignisse zu besprechen.

Dennoch konnte er sich nicht dem skeptischen Blick Snapes entziehen, der zur gleichen Zeit im Büro des Schulleiters wegen einer Besprechung saß.

Er berichtete Suzette später, dass der Wildhüter unglaublich schlecht ausgesehen habe. Überall hätte er Schrammen und blutige Wunden. Dennoch wollte er sich nicht helfen lassen.

Snape war nie ein guter Freund von Hagrid gewesen, sein warmherziges und offen emotionales Gemüt passte einfach nicht zu Snapes Ansicht, dass verborgene Gefühle die besten waren. Auch Suzette war der Halbriese unheimlich, vor allem wegen seines riesigen Saurüden Fang, der Suzette jedes Mal, wenn sie an der Hütte vorbeiging, gefährlich anknurrte. Er war einfach ein ganz anderer Menschenschlag als die beiden Rationalisten Snape und Suzette. Man mochte ihn als einfältig oder naiv bezeichnen, so plump und unüberlegt, wie er meist handelte.

„Es stimmte also, was der Dunkle Lord über die Riesen gesagt hat?", fragte Suzette, als Snape ihr berichtet hatte, dass Hagrid und Mme Maxim mit ihrer Mission gescheitert waren.

„McNair hatte die besseren Geschenke.", antwortete Snape kurz, „Diese Riesen sind von Natur aus eher leichtgläubig. Leichtgläubig und brutal! Das verträgt sich nicht. Da hat so ein schleimerischer Bluthund wie McNair natürlich bessere Karten, als zwei moralisierende Halbblüter.".

Suzette stimmte zu. Sie kannte McNair. Der verstand wirklich was von Überzeugungsarbeit. Er war kein Kriecher, aber dafür ein exzellenter Redner, der einen unentschlossenen Dummkopf schnell eingewickelt hatte.

Suzette und Severus beschlossen zu Bett zugehen, da es schon spät geworden war. Doch Suzette hatte sich gerade hingelegt und die Augen geschlossen, da begann das Dunkle Mal an ihrem linken Arm zu brennen.

Suzette erschrak, doch bei Weitem nicht mehr so stark wie noch zu Anfang. Sie hatte sich daran gewöhnt, ein wenig.

Sie schlüpfte wieder in ihre schwarze Jeans, den schwarzen Pullover, zog sie den schwarzen Umhang über und schlich sich aus dem Schloss.

Ihr fielen seltsame Fußspuren im Schnee auf, die vom Schloss zu Hagrids Hütte führten und kombinierte, dass Potter und seine Freunde die Ankunft der Wildhüters schon bemerkt hatten. Sie gönnte ihnen das nächtliche Wiedersehen. Außerdem war morgen Sonntag und unterrichtsfrei. Zudem hatte sie gar keine Zeit, die drei sich jetzt vorzuknöpfen.

Gerade wollte sie sich in den Schatten den Schlosses begeben, das hörte sie auch von hinten schon eine bekannte, penetrante Frauenstimme: „Miss Smith, was machen sie denn um diese Zeit noch außerhalb des Schlosses?", fragte sie gespielt interessiert.

„Was tun sie denn?", fragte Suzette frech zurück.

„Ich folge diesen verdächtigen Fußspuren, Miss Smith. Haben sie vielleicht eine Ahnung, wem sie gehören können, wo sie doch schon mal hier sind?".

„Selbst wenn ich es wüsste, ich bin ihnen weder Rechenschaft noch sonstige Informationen schuldig.", sagte Suzette und wollte jetzt eigentlich den Weg in den verbotenen Wald einschlagen.

„Nun, es sollte in ihrem eigenen Interesse sein, wenn ich gleich Potter in der Hütte des Wildhüters finde.", machte Umbridge und machte überdeutlich, dass sie Suzette bei ihrem Überfall in Hagrids Hütte dabei haben wollte.

Die Todesserin, die eigentlich ziemlich in Eile war, seufzte und schritt auf die Ministeriumsangestellte zu, um mit ihr an der Tür der schäbigen kleinen Hütte zu klopfen.

Es dauerte ein Zeit, bis Hagrid öffnete und sie mit seinem unschuldigsten und deshalb einem offensichtlich unehrlichen Blick herein ließ.

Suzette hielt den knurrenden Fang im Auge und sagte gar nichts. Sie hatte genug damit zu tun, ihren linken Arm zu halten, der immer stärker blutete und immer schmerzhafter brannte. Er war ungeduldig.

Suzette konnte dem Gespräch kaum folgen und verschloss vorsichtshalber ihren Geist, nicht dass Voldemort noch auf die Idee kam, sie über ihre Gedanken zu orten. Außerdem hatte sie die Hoffung, dass über die Okklumentik auch die Schmerzen weniger würden. Umbridge begann mit den Fußspuren, erhielt keine Erklärung. Sie äußerte den Verdacht mit Potter und seinen Freunden und erhielt keine Erklärung. Schließlich begann sie Hagrid Unterrichtsinspektionen anzudrohen, als die Farben vor Suzettes Augen zu verschwimmen begannen und sie plötzlich nur noch schwarz sah.

Sie erwachte im Krankenflügel mit Snape an ihrer Seite, der ihr einen bitteren Trank reichte: „Was ist passiert?", knurrte er.

Suzette brauchte ein paar Augenblicke, um sich zu sammeln und erinnern: „Umbridge hat mich aufgehalten.", stammelte sie und wusste ganz genau, dass Snape es bereits wusste, er wollte es nur noch einmal aus ihrem Mund hören - warum auch immer.

„Sie hat das Dunkle Mal nicht gesehen.", sagte Snape kalt.

„Na wenigstens etwas!", meinte Suzette.

„Hagrid hat mich geholt.", erklärte Snape.

„Und der Dunkel Lord?", wollte Suzette wissen.

„Ich war bei ihm.", brummte der Tränkemeister missgelaunt, „Ich konnte ihm weiß machen, dass ein Lehrer dich aufgehalten hatte, aber er erwartet, dass du das nächste Mal bereit bist, wenn er dich ruft. Seine Geduld ist nicht unendlich dehnbar.".

Hagrid wurde nach einer katastrophalen Unterrichtsstunde in Pflege magischer Geschöpfe auf Bewährung gesetzt. Umbridge ließ sich gar öffentlich über den „Halbmenschen" Rubeus Hagrid aus, was den armen Kerl zutiefst demütigte, hatte er sich doch solche Mühe gegeben, seinen Schülern seine gezähmten Thestrale zu zeigen.

Fast schien es, als sei so etwas wie Eintönigkeit im Schloss eingekehrt. Suzette amüsierte sich über die lächerlichen Geschichten aus dem letzten DA-Treffen, die Pip zu erzählen wusste. Sie hatten doch tatsächlich Schockzauber gelernt.

Außerdem trainierten die Quiddich-Mannschaften fleißig für die kommenden Spiele. Die Gryffindors hatte neue Spieler gefunden und Potter und die Zwillinge waren ersetzt.

Die Ereignisse flogen an Suzette vorbei, als hätten sie nichts mit ihr zu tun. Sie tangierten ihr Sinne nur ganz weit am Rande. In Hogwarts hatte sie keine Aufgabe mehr!

Dennoch machte sie sich Sorgen um das wohl unmittelbar anstehende Treffen mit dem Dunklen Lord, das allerdings noch tagelang auf sich warten ließ.

Die Ferien begannen und das Schloss leerte sich beträchtlich. Viele Schüler fuhren nach Hause zu ihren Familien. Die Stimmung wurde ruhig und besinnlich und in einer Nacht, in der Suzette es fast schon vergessen hatte, rief der Dunkle Lord nach ihr.

Sie rannte und apparierte auf ein steiles Kliff an einer Steilküste. Eine Höhle führte ins Innere der Seilwand. Sie trat ein paar Schritte vom Abgrund zurück. Der Wind und die Gischt schlugen ihr ins Gesicht und es spritze eisiges, salziges Wasser in ihr Gesicht. Der Himmel hing bewölkt und bedrohlich über der Szene.

Voldemort erschien nicht.

Suzette sah sich hilfesuchend um. War sie hier falsch? Sie trat noch ein paar Schritte weiter in die Dunkelheit der Höhle, doch auch dort entdeckte sie nichts.

Ihr Dunkles Mal brannte immer noch, was ungewöhnlich war, denn normalerweise erlosch es, wenn sie den Ort ihrer Bestimmung erreicht hatte.

Sie wartete fast eine Stunde in eisiger Kälte und tiefste Dunkelheit, denn sie wagte es nicht ein Licht zu entzünden. Wer wusste, was sie in dieser Höhle gesehen hätte? Nichts ist beruhigender als vollkommene Blindheit!

Sie zitterte vor Kälte und mit zunehmendem Fortschreiten der Zeit auch vor Angst, als es endlich ploppte und das Gesicht des Dunklen Lords von draußen herein schimmerte.

Er trat auf sie zu: „Es tut mir Leid, ich hatte noch etwas zu erledigen.", entschuldigte er sich.

„Wo sind wir?", fragte Suzette völlig verfroren und kaum fähig zu denken.

„Am Ort meines geistigen Erwachens!", lautete die Antwort, „Es bedarf enormen Talents eine solche Festung zu errichten.".

Der Talent-Horkurx also, dache Suzette.

„Dieser Horkrux wird dich interessieren, Suzette!", sprach er erhaben und wischte sich ein wenig Blut von seinen Lippen, was Suzette über die Maße anekelte.

„Ein Sommerausflug, Suzette. Kannst du dir diesen Ort im Sommer vorstellen?".

Suzette überlegte: Ja, im Sonnenschein, am Tag, wenn es etwas wärmer war, ein Sonnenauf- oder –untergang wäre mit Sicherheit sehr malerisch gewesen.

„Niemand kann hier hinauf kommen, wenn er nicht apparieren kann!", fiel Suzette ein.

Voldemort machte ein dümmliches Gesicht: „Wir können apparieren! Du musst dich von der Vorstellung lösen, alles aus der Sicht eines Muggels zu sehen! Nicht der Schwache setzt die Standards!".

Suzette nickte.

„Ein Sommerausflug. Sie nahmen uns mit auf einen Nachmittag am Meer. Doch niemand ahnte, dass ich bereits viel weiter dachte, als ihre kleinen, schäbigen Gehirne zu denken in der Lage waren!", bellte Voldemort amüsiert und leckte einen Spritzer Blut von deinen Vorderzähnen.

„Seit wann kannst du apparieren?", fragte er schließlich.

„Seit ich fünf bin.", antwortete Suzette.

„Sehr gut!", grinste der Dunkle Lord, „Ich wurde mir meines Talents ebenso früh bewusst und wusste es einzusetzen. An jenem Sommernachmittag brachte ich zwei junge Mädchen aus dem Waisenhaus in diese Höhle per Seit-an-Seit-Apparieren.".

„Habt ihr sie ermordet?", fragte Suzette und versuchte gefasst und nicht beängstig zu klingen.

„Nein, doch ich lernte die Freuden der Macht, indem ich an ihnen kleine Zauber probierte. Ich lernte den Cruciatus im Alter von neun Jahren, allein, allein aus meiner Seele heraus, aus meinem Blut heraus. Lass uns hineingehen!", befahl er schließlich und deutet auf die massive Felswand vor ihnen.

Suzette blickte ihn fragend an und er zog seine rechte Hand aus seinem Umhang. Sie war blutverschmiert. Er presste sie gegen die Wand, die sich daraufhin öffnete. „War dieser Weasley, doch noch zu etwas nutze.", grinste er und Suzette erschrak. „Weasley?", rief sie.

„Arthur Weasley! Der Blutsverräter! Ich habe ihn heute Nacht beseitigt!".

Suzette wurde schlecht, als sie durch die Öffnung in der Wand traten. Sie standen nur auf einem schmalen Stück Fels, vor ihnen lag ein schwarzer See, in dessen Mitte es auf einer kleinen Insel verdächtig grün leuchtete.

„Dort ist er?", fragte Suzette und würgte, als sie sich an die noch finstere Dunkelheit gewöhnt hatte und hunderte von Inferi in dem See treiben sah.

„Ganz Recht, Suzette! Dort in der Schale befindet sich mein wertvollstes Erbstück: Ein Medaillon von Salazar Slytherin persönlich.", sprach er nicht ganz ohne Ehrfurcht in der Stimme, „Es ist geschützt durch eine Armee von Inferi, wie du vielleicht bemerkt hast, sowie einen speziellen Zaubertrank, um den Snape mich beneiden würde. Er ist tückisch, weiß du. Du kannst das Medaillon nicht erreichen ohne den Becher auszutrinken und du kannst den Becher nicht austrinken, ohne dass dein Körper nach Wasser verlangt und sobald du das Wasser aus dem See berührst, erwachen die Inferi. Suzette, dies ist mein wertvollster und bestgeschützter Horkrux. Er symbolisiert das Talent, das auch in dir schlummert. Es symbolisiert unsere Überlegenheit.", er drehte sich um und disapparierte, ohne dass sie den See überquert und näher heran gekommen waren.

Suzette fragte, sich, ob das alles gewesen sein sollte und erinnerte sich schlagartig an Arthur Weasley.

Sie disapparierte auf der Stelle und rannte so schnell sie konnte zurück ins Schloss zu Dumbledore, ohne daran zu denken, dass sie vor dem Schulleiter keine Erklärung dafür hatte, woher sie wusste, dass Weasley ermordet worden war.

Sie hetzte die Treppe nach oben in der Turm des Direktor und riss die Tür auf. Sie wollte gerade ansetzten außer Atem etwas zu keuchen, da verschluckte sie sich an der eigenen Atemluft: Da standen Potter, McGonagall, Dumbledore, Ron, die Zwillinge, Ginny um den Schreibtisch den Schulleiters.

Suzette verstummte, als ihr bewusst wurde, dass man hier schon Bescheid wusste, und sie ihre Tarnung nicht mehr verwerfen musste: „Ich... ähm... haben Schritte und Stimmen auf dem Flur gehört...", log sie, um ihr plötzliches Hereinplatzen zu erklären.

„Nun, es trifft sich gut, dass sie hier sind.", meinte Dumbledore, „Arthur Weasley ist angegriffen worden und befindet sich auf dem Weg ins St. Mungo. Ich möchte sie bitten, Harry dorthin zu begleiten.", erklärte Dumbledore und verzauberte einen Trinkbecher zu einem Portschlüssel.

Suzette betrachtete Potter, der ziemlich bleich und mitgenommen aussah. Der musste ihren Blick bemerkt haben und blickte auf zu ihr. Im selben Augenblick durchfuhr Suzette ein blitzartiger Stick im Herzen, Harry schlug sich mit der Hand gegen die Stirn.

„Woher...?", begann Suzette verwirrt, bevor Potter ihr gereizt ins Wort fiel: „Ich habe es gesehen! Es ist passiert! Ich weiß es, verdammt!", und er schloss die Augen, als wolle er sich konzentrieren. Er atmete flach und geräuschvoll, bis der Portschlüssel sie davon zerrte.