33. Schuld und Instinkt
Suzette hatte nicht das Gefühl tot zu sein, was darin begründet lag, dass sie überhaut etwas fühlte. Sie fühlte, dass sie auf dem Boden, auf dem Rücken lag und dass ihre Augen wohl schon seit Stunden die holzvertäfelte Decke des malfoyschen Salon anstarrten, ohne sie wirklich wahrzunehmen.
Langsam nahm sie Stimmen wahr, die sie aber nicht verstehen konnte: Viel zu leise, viel zu undeutlich drangen sie zu ihrem Gehirn durch.
Es ploppte. Jemand war disappariert.
Und sogleich verlagerte sich das Bild das ihre Augen sahen um ein paar Grad nach vorne.
Verschwommen erkannte sie die Umrissen von Snapes Gesicht, der sie jetzt hochhob und sie auf seinen Armen hielt. Narcissas Stimme drang zu Suzettes Ohr. Sie hallte ein weinig in ihrem Kopf wieder: „Oh Severus! Ich habe Angst! Der Dunkle Lord... er ist im Augenblick nicht gut auf Lucius zu sprechen. Du siehst ja, wozu er fähig ist, wenn er dir nicht mehr vertraut.".
„So schlimm wird es schon nicht kommen. Dein Mann war und ist dem Dunklen Lord immer treu gewesen. Er wird es heute Abend beweisen, da bin ich sicher.".
„Wieso ist er so plötzlich verschwunden? Es wird doch nichts schief gegangen sein?", Narcissa erzitterte.
„Ich weiß es nicht.", Snape seufzte, „Ich nehme an, du verstehst, wenn ich mich jetzt verabschieden muss. Ich glaube, ich benötige etwas Ruhe im Augenblick.".
„Aber natürlich, Severus! Du nimmst sie mit nach Hogwarts? Lucius könnte das recht leicht entsorgen, weißt du?", bot Mrs. Malfoy an, doch Severus schüttelte den Kopf: „Nein, ich halte es für angemessen, wenn sie ein ordnungsgemäßes Begräbnis bekommt. Ich denke, Dumbledore würde misstrauisch werden, wenn ich sie nicht zurückbringen würde.".
Noch immer rührte Suzette sich nicht. Sie wagte es nicht, auch nur einen Muskeln anzuspannen, sie wagte es ja kaum zu atmen, bis sie fühlte, dass sie am apparieren war.
Nur nach dem Bruchteil einer Sekunde begann Suzette in der nächtlichen Kälte des verbotenen Waldes zu frieren und konnte ihr Zittern nicht unterdrücken.
Severus nahm es gar nicht wahr. Er machte sich Sorgen. Hatte Dumbledore es geschafft, Harry auf der Mysteriumsabteilung zu retten? Hatte Malfoy die Prophezeiung?
Er hoffte nichts mehr, als dass diese Prophezeiung nicht noch mehr Unheil anrichten mochte. Als er erfahren hatte, was Voldemort im Ministerium in seinen Besitz bringen wollte, war Snape ein weiteres Mal das Herz gebrochen worden.
Und was würde jetzt aus Harry werden, wo er, er allein, Suzette umgebracht hatte?
Wer würde ihm in Hogwarts noch glauben? Wie sollte er Harry schützen, wenn er ihn für einen Mörder hielt? Wenn er herausfinden würde, was es mit der Prophezeiung auf sich hatte?
Er betrat das Schloss.
Alles war in tiefste Dunkelheit getaucht. Nicht das geringste Geräusch war auszumachen.
„Lumos!", sprach er und der Zauberstab, den er immer noch in der rechten Hand hielt gab ein schwaches Licht.
Er stieg die steilen Treppen in die Kerker hinunter und legte den leblosen Köper Suzettes auf sein Bett.
Er drehte sich um und machte sich auf den Weg zum Büro des Schulleiters.
Dumbledore war noch nicht zurück und so blieb er in dem engen Turmzimmer wartend und bangend im Dunkeln stehen.
Er lief ungeduldig hin und her und malte sich dabei aus, was passieren würde, wenn Dumbledore im Ministerium umkommen würde. Was, wenn Harry umgekommen war?
Nach einer gefühlten Ewigkeit passierte endlich etwas: Aus dem Nichts erschien plötzlich der steinerne Kopf einer Zentauren-Staue, an der sich ein völlig aufgelöster Harry Potter festklammerte.
Der Junge weinte, er schrie, es schien wohl einiges schief gelaufen zu sein. „Ich bin Schuld!", schrie er, ohne Severus gesehen zu haben.
Als er den Slytherin-Hauslehrer aber schließlich erblickt und wahrgenommen hatte, griff er sich das erst beste, was ihm in die Finger kam, ein magisches Zauberinstrument auf Dumbledores Schreibtisch, und warf es voller Verzweiflung nach Snape: „Sie! Wo waren sie? Wieso haben sie nicht? Feigling! Sie wussten ganz genau... Sie sind im Orden! Feigling!".
Er warf noch einen Becher mit Schreibfedern nach Snape und ein Buch, die der Lehrer mit einer einfachen Handbewegung ablenkte, sodass die Geschosse ihn nicht trafen.
Es sagte nichts zu Harry, er würde schon noch hören, was genau geschehen war.
Endlich trat Albus Dumbledore durch die Tür und schaute ruhig auf das Schauspiel, das sie in seinen Räumlichkeiten gerade abspielte.
„Ah, Severus, gut, dass du auch schon hier bist. Könntest du dich vielleicht noch einen Augenblick gedulden, bis ich mit Harry hier fertig bin?", sprach er ruhig, aber dennoch mit einer gewissen Spannung in der Stimme.
„Natürlich, Albus. Nur ganz kurz: Suzette ist tot. Ich habe sie mit hierher gebracht.", sagte Snape wie gewohnt kalt und unbeteiligt.
Dumbledore legte die Stirn in Falten: „Damit habe ich nicht gerechnet, Severus. Das ist schrecklich!", aber es klang nicht, so als würde er es so meinen.
„Ich werde draußen warten, wenn es recht ist.", sprach Severus und verließ das enge Turmzimmer.
Suzette indes verstand immer noch nicht so ganz, was da überhaupt passiert war. Sie war ganz offensichtlich nicht tot! Langsam schaffte sie es sich aufzusetzen und einen klaren Blick zu bekommen. Snapes Schafzimmer war muffig und feucht-kalt. Ein Wunder, dass dieser Mann keine Schimmelvergiftung bekam!
An den kahlen, rohen und unverputzten Kerkerwänden hingen weder Bilder noch Regale. Hier und da türmte sich ein Stapel Bücher auf, lagen schwarze Umhänge, Reiseumhänge und Festumhänge im Raum verstreut. Snape war keine Mensch, der bei solchen Kleinigkeiten Ordnung pflegte. Er sah über das Chaos hinweg die wichtigen Dinge des Lebens.
Suzette versuchte nach Severus zu rufen, doch niemand schien in der Nähe zu sein, der sie hörn konnte.
Ob sie aufstehen sollte und im Schloss nach jemandem suchen sollte? Sie hielt es nicht aus, allein in diesem Raum zu sein. Sie hielt es nicht aus allein zu sein. Nicht jetzt!
Sie berührte ihren linken Arm. Er blutete, doch er schmerzte nicht, als hätte der Dunkle Lord sie aus dem Netzwerk der Todesser ausgeklinkt. Wie ein abgeklemmtes Telefon. Das Dunkle Mal hingegen war unter den Narben immer noch zu erkennen. Es sah aus wie eine misslungen Tätowierung.
Leicht wie auf Wolken schwebte Suzette fast durch die Kerker hinauf in die Eingangshalle.
Alles war stockfinster und totenstill. Gespenstig still. Wie gerne hätte sie jetzt Peeves getroffen und sich von ihm eine Wasserbombe auf den Kopf werfen lassen?!
Suzette tanzte förmlich die Treppen hinauf zum Wasserspeier, der Dumbledores Büro bewachte. Die schwere, brennende Angst hatte sie verlassen, jetzt wollte sie nichts weiter, als Gewissheit und Gesellschaft. Sie war angespannt, aber nicht derart angespannt, wie sie war, als sie vor ein paar Stunden Malfoy Manor betreten hatte.
Das dünnflüssige Blut, das zu Boden sickerte störte sie nicht, denn es schmerzte kein bisschen.
Als sie gerade sie breite Treppe hinauf in den ersten Stock hinauf stieg, hörte sie Schritte auf sie zu kommen. Sollte das etwa Dolores Umbridge sein? Oder Filch?
Es war eine kleine, dunkelgekleidete Gestalt, die keiner der beiden sein konnte.
„Potter!", rief Suzette, als er an ihr vorbeirennen wollte. Er hatte sie nicht gesehen, denn seine Augen standen voller Tränen.
„Potter, was ist mit ihnen?", fragte sie erneut und hielt den Jungen am Umhang fest. Er drehte sich zu ihr um und schluchzte, bevor er in Schreien überging: „Ihr! Ihr habt ihn getötet!".
„Wir? Haben wen getötet?", fragte Suzette.
„Sirius! Ihr habt Sirius... ermordet!", brüllte er außer sich.
„Aber was ist denn passiert? Potter, wo sind sie gewesen?".
„Du solltest auch tot sein!", rief Potter, „Professor Snape hat...", er wurde leiser und plötzlich nachdenklich, „Professor Snape hat gesagt du seiest tot.".
Suzette blickte an sich herunter und er kannte nichts, was darauf hinwies, dass sie gestorben war. Ihre Kleidung und ihre Haut hatten Farbe, sie stand mit den Füßen auf dem Boden und man konnte nicht durch sie durchlaufen. „Nein.", sagte sie knapp.
„Du bist auch eine von denen! Du wolltest uns nie helfen!", schrie Harry mit einem Mal wieder los.
„Potter, ich denke, sie sollten jetzt ins Bett gehen. Vielleicht können sie morgen etwas klarer denken.", sagte Suzette ruhig und lies die Kleider des Jungen los. Der hob kurzzeitig seinen Zauberstab gegen das Mädchen, ließ ihn aber sogleich wieder sinken. Er hätte ohnehin keine Chance gehabt.
Suzette trat vor den Wasserspeier und machte ihm schöne Augen, denn sie kannte das Passwort nicht. Doch ausnahmsweise blieb die Steinfigur seinem Wesen einmal entsprechend hart.
„Es ist dringend! Bitte, ich muss zum Schulleiter!", erklärte sie.
„Ich habe besondere Anweisung absolut niemanden ohne Passwort hinaufzulassen!", war die Antwort und so konnte Suzette sich nur auf den kalten Boden setzen und warten.
Droben im Büro des Schulleiters erzählte Snape Dumbledore, was passiert war, dass er es war, der Suzette hatte töten müssen, weil der Dunkle Lord misstrauisch geworden war.
Er verlor allerdings kein Wort darüber, dass Suzette das Blut des Lord gebraucht hatte, dass er sie angestiftet hatte. Er sagte nur: „Der Dunkle Lord hat sie zu sich gerufen, als seine Nichte. Er hat ihr unvorsichtigerweise einige seiner Geheimnisse verraten, bis er feststellen musste, dass sie ihn hinterging. Sie dachte, sie sei in einer guten Position für eine Spionin und hat schließlich zu hoch gepokert.".
„Und er hat gleichzeitig deine Loyalität getestet, indem er dich den Todesfluch aussprechen ließ.", bemerkte Dumbledore und lächelte milde.
Snape nickte: „Es war meine einzige Möglichkeit, dem Orden weiterhin zu dienen. Es war die einzige Möglichkeit...".
„Natürlich, Severus! Natürlich! Du hast alles richtig gemacht. Keine Angst.".
„Ich habe keine Angst!", sprach Severus.
„Aber Schuldgefühle, nicht wahr?".
„Ständig!".
„Du hast sie mit hierher gebracht?", fragte Dumbledore nach einer Pause.
„Der Dunkle Lord ist mit einem Mal disappariert und hat uns zurückgelassen. Ich konnte ihren Körper also einfach mitnehmen.".
„Und Narcissa?", erkundigte sich Dumbledore.
„Sie war froh, dass sie sich nicht darum kümmern musste.".
„Sie wird sich in Zukunft um ganz andere Dinge kümmern müssen.", sprach Dumbledore.
„Was ist passiert?", fragte Snape endlich.
„Harry hat seine Freunde in die Mysteriumsabteilung geführt. Er sagt, er hatte eine Vision von Sirius, wie er gefoltert wurde.".
Snapes Gesicht verfinsterte sich und er knurrte: „Ja, ich weiß. Er hat mir diese stümperhaft verschlüsselte Botschaft zukommen lassen, woraufhin ich dich ins Ministerium geschickt habe, aber was ist dort passiert?".
„Es war natürlich eine Falle. Der Hauself im Hauptquartier, hat seit einiger Zeit für Bellatrix Lestrange gearbeitet und geholfen Harry in die Mysteriumsabteilung zu locken, wo er für Voldemort die Prophezeiung aus dem Regal nehmen sollte.".
„Ja, er hat seine Todesser ins Ministerium geschickt, um sie ihm abzuholen. Er hat mir erst heute Abend anvertraut, was er an sich bringen möchte und so konnte ich niemanden mehr warnen.".
„Nun, natürlich sind die Kinder angegriffen worden.", erzählte Dumbledore weiter.
„Ich hoffe sie sind alle halbwegs wohlauf?", fragte Snape mehr aus Höflichkeit, denn aus Interesse.
„Oh, sie haben alle überlebt. Die Auroren sind gerade rechtzeitig angekommen, nachdem Sirius den armen Kreacher fast erwürgt hatte.", er machte eine Pause und sagte dann: „Sirius Black wurde von Bellatrix Lestrange getötet.".
Danach lag Stille im Raum.
„Was ist mit den Todessern?", fragte Snape schließlich.
„Alle, bis auf Bellatrix konnten festgenommen werde. Sie werden bis auf Weiteres nach Askaban gebracht.", antwortete der Schulleiter und sagte schließlich: „Nach all dem Schrecklichen, was diese Nacht mit sich gebracht hat, hat es doch ein gutes: Der Zaubereiminister glaubt uns endlich, dass Lord Voldemort zurückgekehrt ist. Und nun, lass uns nach unten gehen. Ich möchte nach Suzette sehen.".
Die beiden Zauberer stiegen die steile, steinerne Wendeltreppe hinab und standen schließlich an der Rückseite des Wasserspeiers. Dumbledore nannte das Passwort: „Säure Drops" und der Weg in den Flur wurde frei gemachte.
Als Severus Snape den Schatten der auf den Boden eingenickten Suzette erkannte, vergaß er sich für einen Augenblick, machte einen erschrockenen Satz zurück und zückte seinen Zauberstab. Er glaubte, er hatte es mit einem Inferi zu tun, doch der Schulleiter lächelte nur und führte Snapes Hand mit dem Zauberstab zurück von der Angriffsposition in eine entspannte Haltung: „Es ist so, wie ich dachte, Severus. Du hast wirklich alles richtig gemacht, mein lieber.".
Snape schaute den alten, erfahrenen Zauberer verwirrt an, während er skeptisch beobachtete, wie Suzette auf dem Boden aus ihrem leichten Schlaf schreckte und versuchte herauszufinden, wo sie sich befand: „Professor Dumbledore? Ähm... Severus?", sie richtete sich auf und blickte ihrem Mentor interessiert in die tiefen dunklen Augen, „Was... was genau ist passiert?".
Das wollte auch Snape wissen und gab den fragenden Blick an Dumbledore weiter, der wiederum triumphierend in sich hineinlächelte.
„Ich schlage vor, wir gehen wieder nach oben, wir wollen doch nicht Filch aus dem Schlaf reißen.".
Oben angekommen bot Dumbledore den beiden einen Stuhl vor seinem Schreibtisch an, doch Snape wollte lieber stehen bleiben. Er war viel zu aufgeregt, als dass er sich jetzt hätte setzten können: „Suzette, ich dachte, du wärst tot!", und dann an Dumbledore gewand: „Ich habe einen Todesfluch auf sie abgeschossen! Wie ist so etwas möglich?".
Dumbledore begann ruhig zu erklären: „Severus, du hast niemals einen Todesfluch auf Suzette abgeschossen. Davon bin ich überzeugt, denn sie sitzt schließlich hier bei uns.".
„Doch hat er, er hat...", sprach Suzette dazwischen und Dumbledore beendete den Satz: „mit dem Zauberstab auf dich gedeutet und Avada Kedavra gesagt.".
Suzette nickte, Snape ging ungeduldig hin und her.
„Der Mensch ist des einzige Wesen, auf Erden, in dessen Natur es liegt, der eigenen Spezies Leid zuzufügen.", fuhr Dumbledore fort, „Doch sie besitzen neben dieser Eigenschaft außerdem die Gabe des Verstandes. Der Verstand gebietet uns Dinge zu tun, oder nicht zu tun. Er formt unseren Willen und schließlich unsere Entscheidungen. Unser Verstand ist unser Gewissen. Dennoch gibt es Mord und Folterung. Was also treibt einen Menschen dazu?".
Suzette wusste die Antwort: „Seine Entscheidung!".
„Ganz genau! Ihr Verstand sagt es ihnen! Ihr Gewissen ist verwirrt, wenn man so will. Die drei unverzeihlichen Flüche sind sehr alte Zauber. Sie wurden von Zauberern entwickelt – und es konnten keine dummen gewesen sein – die töten und foltern und andere Menschen kontrollieren WOLLTEN. Dem entsprechend funktionieren Flüche, auch diese Flüche, nur dann wenn, derjenige der sie ausspricht, es auch wirklich WILL. Ich glaube Severus wollte sie ganz gewiss nicht umbringen, Suzette, und deshalb war das, was sie da getroffen hat, alles, nur kein Todesfluch. Zauberei ist eine Kunst des Instinkts. Unser Instinkt beeinflusst unsere Entscheidungen, manchmal auch unbewusst. Der Instinkt ist ein sehr ursprünglicher Teil unseres Verstandes und dieser Instinkt hat Severus Todesfluch zu einem Erstarrungsfluch umformiert, damit Voldemort denken würde, sie wären tatsächlich tot, vermute ich.", den letzten Satz flüsterte er Suzette zu, „Der Tod, Suzette, ist eine starke Kraft. Es gibt nur eine einzige, die noch stärker ist...".
Endlich setzte sich auch Snape auf seinen Stuhl und machte ein kritisches Gesicht, auf das Dumbledore sofort zu antworten wusste: „Zaubersprüche und Zauberstabgeschwinge sind nicht die Dinge, die Magie ausmachen. Es ist unsere Seele, die uns Dinge geschehen lassen lässt, Severus.".
Die drei erhoben sich von ihren Plätzen und Severus konnte nicht anders als Suzette vor lauter Erleichterung auf seine unbeholfene Art kurz in den Arm zu nehmen.
Als sie gerade durch die Tür des Büros gehen wollte, rief der Schulleiter das Mädchen jedoch noch einmal zurück: „Suzette, ich habe hier noch etwas für sie.".
Sie drehte sich um und trat zurück zum Schreibtisch Dumbledores.
„Sehen sie, nachdem ich Lord Voldemort aus dem Ministerium vertrieben hatte, war Fudge mir noch einen kleinen Gefallen schuldig.".
Suzette blickte den alten Zauberer fragend an.
„Ich habe die hier für sie ausfüllen lassen.", er reichte Suzette ein wertvoll aufgemachtes Pergament. Als sie es öffnete, erkannte sie, dass es sich um eine Geburtsurkunde handelte, die sie als „Suzette Gaunt" auswies.
„Ich glaube in der näheren Zukunft ist dieser Name eher von Vorteil.", sagte Dumbledore und das Mädchen blickte ihren Namen mit feuchtwerdenden Augen an, bevor sie dem Schulleiter zum Dank die Hand reichte.
„Schon gut, schon gut!", sprach Dumbledore, „Aber jetzt sehen sie zu, dass Professor Snape ihnen ihr Gegengift braut!", er grinst und Suzette drehte den Kopf beschämt zur Seite.
