Disclaimer: Nichts an dieser Geschichte gehört mir. Es ist nicht nur so, dass das Original von der unübertroffenen Jane Austen stammt, sondern ich in diesem Fall auch nur die Übersetzerin der Geschichte bin. Das Copyright der Geschichte liegt bei der Autorin Kara, ich habe aber ihre Erlaubnis, diese Geschichte in der deutschen Übersetzung zu posten. Sollte Interesse bestehen, das Original, das unter dem Titel „Disenchanted" auf mehreren Plattformen erschienen ist, zu lesen (denn eine Übersetzung ist und bleibt ein Echo des Originals), möge man sich bitte bei mir melden. Leider erlaubt diese Seite nicht die Angabe eines Links, man kann ihn aber durch eine Mail an mich oder durch eine Frage im Review bei mir erhalten.

AN: Ich hatte es zu Beginn ganz vergessen, zu erwähnen: Mein Dank geht natürlich an FioratheFFAddict, die sich meiner Übersetzung annimmt und sie verbessert, wo sie nur kann. Alle übrigen Fehler bleiben meine eigenen.

Kapitel 2 – in dem es einen Knacks in der Verteidigung gibt

Mr. Darcys erste Überraschung bei dem Betreten von Hertfordshire war die Entdeckung, dass Netherfield Park mehr war, als es nach außen hin schien. Sein Schlafzimmer zeigte die merkwürdige Angewohnheit, zu verschwinden, nur um am anderen Ende des Hauses wieder aufzutauchen. Obwohl dies keine Art von fortgeschrittener Magie war, sorgte es doch für Belustigung bei Mr. Darcy, jedoch nicht bei seinem Kammerdiener. Mr. Bingley war hoch erfreut, eine besonders hässliche Kletterpflanze an einer Seite des Hauses zu finden. Wo es die letzten drei Generationen der Gärtner es nicht gelungen war, diese zu zähmen, schaffte er es innerhalb von einer Woche. Mr. Darcy verschwindendes Zimmer wurde es erlaubt ganze drei Tage aus dem Rahmen zu fallen, dann wurde es streng getadelt und an seinen richtigen Platz gebracht.

Da er an seine riesige und uralte Bibliothek in Pemberley gewöhnt war, war Darcy von der Bibliothek in Netherfield alles andere als beeindruckt. Er schaffte es immerhin, auf ein paar modrige Bücher aus dem 16. Jahrhundert zu stoßen und verbrachte einige lange Nachmittage damit, sie eingehend zu studieren. (Ob er irgendwelches Wissen aus diesen besagten Büchern erlangte oder er sie nur als eine Ausrede benutzte, um Miss Bingley zu entkommen, soll der Leser für sich entscheiden.) Leider konnte man Caroline aber nicht für längere Zeit aus dem Weg gehen und ebenso wenig den Nachbarn. Erstere wartete in Lauerstellung vor der Bibliothek, immer dann, wenn es wahrscheinlich war, dass Mr. Darcy auftauchen würde, und letztere erschienen in Herden noch bevor die zweite Woche auf Netherfield um war.

Auf irgendeine Weise hatte es sich herumgesprochen, dass ein wahrlich meisterhafter Zauberer das Haus gemietet hatte, mit Fähigkeiten, wie man sie seit 100 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Mr. Darcy machte die Zähmung der Kletterpflanze für diese Gerüchte verantwortlich, während Mr. Bingley bescheiden meinte, Darcys Ruhm habe sich herumgesprochen – und jetzt wolle natürlich jeder ihn treffen. Mr. Darcys Vermutung lag näher an der Wahrheit, was durch die Tatsache bewiesen wurde, dass ihr erster Besucher, ein Sir William Lucas, mit einem kränklichen Rosenbusch erschien. (Er befand sich seit vielen Jahren im Besitz der Familie und hatte sich von dem Frost des vergangenen Winters nie wirklich erholt.) Mr. Bingley war nur allzu glücklich, ihm einen Gefallen zu tun und so erblühte die welkende Pflanze bald mit Rosen in den verschiedenen Farbtönen. Sir William war fast sprachlos.

Der erste Besuch öffnete die Türen für eine ganze Flut von Gästen und keiner von ihnen war in den Augen von Mr. Darcy und Miss Bingley interessant oder gar etwas talentiert. In diesem Punkt waren sie sich vollkommen einig.

„Ich habe dich gewarnt, Charles", warf Caroline ihm mit einem aufgezwungenen Lächeln vor, als sie durch das Fenster ihren letzten wegfahrenden Gästen zuwinkte. „Solch ermüdende Gesellschaft. Ich weiß gar nicht, wie ich das überleben soll, bis Louisa eintrifft. Sie sind alle hinter deinem Geld hinterher! Jeder Gentleman war sehr darauf bedacht, eine Andeutung zu machen – und Sie werden meine reizende Tochter beim Ball am nächsten Samstag treffen – habe ich erwähnt, dass sie reizend ist? Und hübsch? Und überaus klug? Welch Unsinn!"

„Wir haben nicht alle Nachbarn getroffen, Caroline, nur die Väter", erinnerte sie Charles mit dem strengsten Blick, den er aufbringen konnte. „Ich bin mir sicher, die Töchter sind reizend. Ich habe noch kein Mädchen getroffen, dass es nicht war."

Caroline und Mr. Darcy waren nicht das geringste überzeugt. Ihre Vorstellung, was Töchter „reizend" machte, unterschied sich sehr von Charles'.

Spät am Abend ein paar Wochen nach ihrer Ankunft, als Darcy begonnen hatte zu hoffen, dass die Tage mit Vorstellungsbesuchen fast zu Ende sein würden, wurde ein Mr. Bennet von Longbourn ziemlich unvermittelt angekündigt. Dem armen Diener bliebt kaum genug Zeit, um die Tür zur Bibliothek zu öffnen und den Namen zu quietschen, als der Gentleman selbst schon eingetreten war und sich ohne Einladung in den bequemsten Stuhl von allen gesetzt hatte.

„Willkommen!", rief Bingley, der aufgestanden war, um seinen Gast zu begrüßen.

„Ja, wie geht es Ihnen? Bennet der Name – ich hoffe, Ihnen macht mein Fehlen an Förmlichkeit nichts aus. Es ist einfach zu lästig. Ich lasse es so oft wie möglich bleiben." Der Gentleman war klein und dünn, mit drahtigem weißem Haar, das vom Kopf abstand. Er trug eine rote Weste und holte ohne Umschweife seine Pfeife heraus.

„Bitte", rief Bingley, der seinen Stuhl neben den des Gastes stellte. „Ich kann mit einem ehrlichen Mann zu jedem Zeitpunkt auf Förmlichkeiten verzichten. Und mir geht es sehr gut, danke."

„Bennet?", hörte man Darcys Stimme von seiner Position bei dem Fenster. „Thomas Bennet, der Autor von 'Die Fragilität und anfällige Natur der magischen Fähigkeiten'?"

Mr. Bennet schaute überrascht. „Genau der. Aber ich habe diese Arbeit vor so langer Zeit in Oxford verfasst, dass ich mich selbst kaum daran erinnere. Und Sie sind...?"

„Darcy."

„Darcy, 'Schutzzauber und ihre vielen Möglichkeiten'-Darcy?"

„Nein", sagte Mr. Darcy ernst, während er sich nun auch hervorkam und sich auf einen Stuhl setzte, „das war mein Vater. Mein Vorname ist– nicht George."

„Natürlich, wie dumm von mir. Es wurde ja geschrieben, bevor Sie überhaupt in der Lage waren, zu lesen. Gute Prinzipien, aber zu idealistisch. Ich denke, es wird Ihnen schwer fallen, sie unter wirklichem Druck beizubehalten." Mr. Bennet schien Darcys dunklen Blick nicht zu bemerken. „Aber ich hoffe, Sie haben es in jedem Fall gelesen – Sie werden all Ihren Schutz brauchen, um der Wildnis von Hertfordshire die Stirn bieten zu können, so zahm und bedeutungslos sie Ihnen auch erscheinen mag!" Mr. Bennet stand mit einer kleinen Steifheit in den Knien von dem Stuhl auf und begann, die Bücherauswahl in der Bibliothek zu begutachten.

„Ich versichere Ihnen, ich habe mir große Mühe gegeben, das Werk meines Vaters ausführlich zu studieren", sagte Mr. Darcy hochmütig und stand auf, um zu seiner Position am Fenster zurückzukehren.

„Was mein Freund sagt, ist also wahr", unterbrach sie Bingley, „und die Bevölkerung ist bereit und wartet nur darauf, uns mit Zaubern und Tränken zwölf Mal zugleich zu verheiraten? Mr. Bennet, ich kann es kaum glauben!"

„Oh, glauben Sie es ruhig", sagte Mr. Bennet und ließ seine Augen über die Bücher gleiten, um das Funkeln in ihnen zu verbergen.

„Sie ermutigen uns, die Wahrheit in diesen Gerüchten zu sehen?" Mr. Darcy hob zweifelnd eine Augenbraue.

Mr. Bennet drehte sich langsam um. „Sie sind alle wahr, das versichere ich Ihnen. Obwohl,… es gib eins über meine Frau und einen ungewöhnlich starken Liebestrank – glauben Sie davon kein Wort, was auch immer sie sagen mag."

Die beiden jungen Männer behaupteten sofort, niemals so ein Gerücht gehört zu haben, aber Mr. Bennet lachte und schritt in Richtung Tür.

„Ich werde Ihre Gastfreundschaft nicht länger überbeanspruchen, Mr. Bingley, Mr. Darcy und ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Mrs. Bennet wird mir nicht glauben, wenn ich ihr von meinem Besuch berichte."

Und so plötzlich wie er erschienen war, war Mr. Bennet auch wieder verschwunden. Die beiden Freunde schwiegen einen Moment, bevor sich Mr. Bingley umdrehte und gedankenvoll sagte: „Mr. Bennet, der Autor einer Vielzahl geachteter Artikel und Arbeiten, die alle von dem vielleicht größten Einblick in die Theorie der Magie unseres Jahrhunderts zeugen, und der seit seinem Kommen nach Hertfordshire vor 25 Jahren kein bisschen Magie mehr praktiziert hat?"

„Genau der", antwortete Mr. Darcy mit einem finsteren Blick. „Ich hatte erwartet, dass er exzentrisch sein würde, aber nicht so-"

„Formlos? Oder dass er es wagen würde, mit Verteidigungsprinzipien zu widersprechen? Ich habe immer gesagt, dass-"

„Bingley, müssen wir jetzt darüber diskutieren?"

„Oh nein." Charles sah etwas verlegen aus und fuhr nach einer Pause fort: „Ich habe nichts Magisches an ihm entdecken können. Du?"

„Rein gar nichts."

„Dann ist das wohl ein Studienobjekt für dich. Ich habe noch nie davon gehört, dass jemand seine magischen Fähigkeiten verloren hat, ohne dabei nicht doch die kleinste Spur davon zurück zu behalten."

„Hast du nicht?", antwortete Darcy ernst, während er sah, wie Mr. Bennets Kutsche geschwind die Straße hinunter rollte.


Charles' ältere Schwester Louisa und ihr Ehemann, ein Mr. Hurst, erschienen gerade noch rechtzeitig für den ersten Ball – ein Abend, der von allen außer dem unerschütterlichen Mr. Bingley gefürchtet wurde. Es kam gar nicht in Frage, nicht teilzunehmen, denn was sollte man auf dem Land sonst tun? Für Caroline war es keine große Überraschung, dass sich der Raum als viel zu klein für so eine große Gesellschaft erwies. Für Charles aber war dies der einzige Fehler auf dem Ball. Sobald er den Saal betreten hatte, befand er den Tanz überschwänglich, die Farben lebendig und die Frauen reizend. Ein Mann, der entschlossen war, alles und jeden zu mögen, wurde wahrscheinlich nicht enttäuscht – Hertfordshire war erpicht darauf, ihm zu gefallen.

Leider trifft das Sprichwort auch auf das Gegenteil zu – ein Mann, der entschlossen war, alles zu missbilligen, wird wahrscheinlich nichts Schönes oder Anspruchvolles finden, trotz der Anstrengungen der Bevölkerung. Mr. Darcy war kein Mann, der sich leicht in gute Stimmung versetzten ließ. Seine Ergebnisse erwiesen sich ziemlich gegensätzlich im zu denen seines Freund – die Frauen überhaupt gar nicht reizend, die Farben fade und der Tanz nicht der Rede wert. Die Luft war voll mit dem Geruch von Parfum und Perückenpuder und der ganze Raum schien mit primitiver Magie überschwemmt zu sein. Von Haarbefestigungen über Steigerung der Schönheit bis hin zu Sprüchen für die Verbesserung des Tanzes – Darcy entdeckte überall ganze Schwaden davon. Bald schon entwickelte er pochende Kopfschmerzen.

Mit einer tapferen Entschlossenheit richtete Darcy sich auf und entschloss sich, wenn schon nicht freundlich, aber doch wenigstens gefällig für einen Teil des Abends zu sein. Die Vorstellungen waren auf irgendeine Weise verschwommen, weil es so viele gab. Später erinnerte er sich an die Familie von Mr. Bennet – seine Frau und seine scheinbar endlose Anzahl von Töchtern.

„Kitty und Lydia tanzen so gerne", sagte Mrs. Bennet. „Wie bestimmt auch Sie, Mr. Bingley! Und Sie, Mr. Darcy" Sie lachte angesichts ihrer eigenen Verwegenheit, während Darcy merkte, wie seine Entschlossenheit, gefällig zu sein, langsam dahin schwand, „tanzen Sie auch gerne?"

Sie war eine ziemlich kleine und plumpe Frau, die laut sprach, um über den Lärm hinweg gehört werden zu können. Die Frage schien an niemand insbesondere adressiert zu sein und so antworteten Bingley und Darcy gleichzeitg.

„Ja", mit Begeisterung.

„Nein", mit Verachtung.

Mrs. Bennet wusste nicht, wem sie zuerst antworten sollte, da sie sich nicht erinnern konnte, wer ihre Frage bejaht hatte. Das erwies sich jedoch nicht als folgenschwer, denn der angesehene und begehrte Mr. Bingley wandte sich an ihre älteste Tochter (deren Name Darcy nicht gehört hatte) und bat sie um den nächsten Tanz. Darcy war etwas angewidert und zog sich so schnell er konnte zurück, die Aussprüche „tanzt nicht gerne", „10.000 im Jahr" und „tatsächlich ein Zauberer" folgten ihm durch den Raum.

Es war nicht Mr. Darcys bewusste Absicht, abgesehen von seiner eigenen Gesellschaft jeden anderen im Raum zu kränken – aber sicherlich deutete keine seiner Handlungen darauf hin. Mit der Ausnahme von einer paar kurzen Worten, die er mit einer Mrs. Long wechselte und die aus „nein, danke", „niemals" und „auf gar keinen Fall" bestanden, sprach er mit niemand anderem als mit den Bingleys und den Hursts. Stattdessen verbrauchte er seine Energie, indem er in dem Saal auf und ab ging bis er schließlich in einer Ecke kam und er merkte, dass er dort frei atmen konnte. Mr. Darcy war verwundert. Er war den ganzen Raum mehrfach entlang gegangen und hatte ihn nirgends (auch nicht in dieser Ecke) frei von verwirrten Emotionen und achtlos dahin geworfener Magie gefunden. Jetzt war es, als wäre ein Vorhang gelüftet worden. Mr. Darcy war dankbar, nahm ein paar tiefe Atemzüge und blieb in der Ecke.

Es dauerte nicht lange, dass sein Geist (nun, da er von diesem drückenden Pochen befreit war) erpicht darauf war, eine Erklärung für diese Ecke zu finden, wo Magie sich aufzulösen schien. Sorgsam untersuchte er die Umgebung und fand heraus, dass der Raum etwa drei Fuß groß war. Aber er war gerade zu dem Schluss gekommen, dass alles eine Erfindung seiner angestrengten Vorstellungskraft sein musste, als Bingley auftauchte, atemlos und ziemlich aufgeregt.

„Da bist du ja, Darcy, ich hatte nicht die Zeit, auch nur eine Sekunde lang zu pausieren. Ist das hier nicht eine herrlich Gesellschaft?"

„Oh ja, ziemlich. Hör zu, Bingley, fällt dir an dieser Ecke etwas besonderes auf?"

Bingley nahm sich einen Moment, um sich umzublicken. „Meinst du den frischen Luftzug von dem Fenster? Das ist sehr erfrischend."

Darcy guckte nach rechts und dachte über das Fenster nach. „Natürlich, das erklärt einiges – und ich dachte für einen Moment, ich hätte einen Ort gefunden, an dem-"

„-an dem was, Darcy? Ich habe nicht zugehört." Bingley schien von einer jungen Frau, die in der Menge tanzte, abgelenkt worden zu sein.

„Ach, es ist nicht wichtig." Darcy folgte dem Blick seines Freundes. „Ist das die junge Dame, mit der du eben getanzt hast?"

Bingley drehte sich begeistert zu ihm um. „Erinnerst du dich nicht? Ja, das ist Miss Bennet, sie ist die schönste Frau, die ich je gesehen habe!"

Darcy hob seine Augenbrauen hoch. „Bingley, ich gebe zu, sie ist sehr hübsch, aber vergiss nicht, dass dieser Saal geflutet ist mit-"

„Ja, ja", unterbrach ihn Bingley unbeduldig. „Aber sie benutzt keinerlei Zauber dafür."

Darcy blinzelte ungläubig. „Keinen einzigen? Ich habe gehört, ihre magischen Fähigkeiten gehören zu den besten der Grafschaft, obwohl das wahrscheinlich nichts bedeutet, wenn man bedenkt, dass-"

„Keinen einzigen!", antwortete Bingley fröhlich. „Komm, Darcy, ich finde, du musst tanzen. Ich kann es nicht leiden, wenn du so albern allein herumstehst. Du solltest wirklich lieber tanzen."

„Auf gar keinen Fall. Du weißt ja, wie schrecklich ich es finde, wenn ich meine Partnerin nicht gut kenne. Und auf so einem Fest, mit solchen Leuten und diesen lächerlichen Zaubern, die fast jede Person hier benutzt, wäre es ganz unerträglich."

„Sei doch bloß nicht so wählerisch!", rief Bingley. „Noch nie in meinem Leben habe ich so viele nette Mädchen getroffen wie heute Abend. Nein, das ist nicht alles so wegen der Zauberei – die Magie ist nicht wirklich so schlecht, wie du unterstellt hast. Da ist eine von Miss Bennets Schwestern, die sehr hübsch ist - ganz ohne Zauber- und obendrein sehr nett. Komm, meine Partnerin kann dich ihr vorstellen."

„Welche meinst du?" Er drehte sich um und sein Blick fiel auf eine junge Frau, die er als Miss Elizabeth Bennet erkannte. Ihre Blicke begegneten sich kurz, bis er sich kühl wieder abwandte und sagte: „Sie ist ganz passabel, aber nicht hübsch genug, um mich zu reizen. Im Übrigen habe ich keine Lust, mit Mädchen ohne magische Fähigkeiten zu tanzen, die andere Männer haben sitzen gelassen. Gehe lieber zurück zu deiner Partnerin und erfreue dich an ihrem Lächeln. Mit mir verschwendest du deine Zeit."

Bingley folgte seinem Rat. Mr. Darcy versuchte, davon zu gehen, wurde davon aber abgehalten, als verschiedene Dinge schnell aufeinander gefolgt eintraten. Zuerst stolperte er über seine eigenen Füße, als er lief und und stieß beinahe mit Miss Elizabeth zusammen, die von ihrem Stuhl aufgestanden war. Dann, durch einen schrecklichen Schicksalsschlag, sah er sich gezwungen, ihren Arm zu greifen, um sich festzuhalten, sonst wäre er in den Punsch gefallen.

Darcy war zutiefst beschämt. „Es tut mir leid – ich bitte Sie, meine Entschuldigung anzunehmen – ich hatte nicht die Absicht-"

Sie brachte ihn mit einem Blick zum Schweigen, der leichteste Anflug eines Lächelns umspielte ihre Lippen. „Es ist nichts, Mr. Darcy. Wir alle sind manchmal etwas ungeschickt."

Er richtete sich auf. „Ich versichere Ihnen, Madam, ich bin niemals ungeschickt." Er hätte sich würdevoller gefühlt, wäre ihm nicht ständig eine Haarlocke in die Augen gefallen, sodass er sie andauernd zur Seite streichen musste.

„Niemals?", lachte sie. „Was macht denn dann heute Abend zu einer Ausnahme?"

Und während sie sich durch die Menge von ihm entfernte, ließ sie ihn erstaunt und verwundert zurück.