Kapitel 4: Guten Morgen, Sonnenschein!
Dienstag Morgen
Noch ein wenig verschlafen und nach einer großen Dosis Koffein lechzend, kam Cuddy frisch geduscht und in eins ihrer schicksten Outfits gehüllt aus ihrem Badezimmer und ging ihre Treppe hinunter zu ihrer Küche, als sie plötzlich merkwürdige Geräusche aus ihrem Wohnzimmer hörte...
Sie fand ihren Chefarzt der Diagnostik, ein medizinisches Genie, vor ihrem Fernseher, ein paar rote Gummibärchen in der einen Hand, die Fernbedienung in der anderen und seine nackten Füße vor sich auf ihren Wohnzimmertisch gelegt. Er trug eins seiner knuddeligen T-Shirts und eine alte Jeans. Sein Stock lehnte neben ihm an ihrem Sofa. „House?"
„Cuddy?" Er machte sich nicht mal die Mühe, vom Fernseher aufzuschauen, sondern konzentrierte seinen Blick voll und ganz auf den Road Runner, der gerade in einem irren Tempo über den Bildschirm hetzte, während hinter ihm Wile E. Coyote mit einem riesigen Knall explodierte... Er lachte leise bei diesem Anblick und warf sich gleich drei rote Gummibärchen in den Mund.
„Warum zum Teufel guckst du so früh morgens schon Comics?"
Jetzt sah er sie doch an. „Weil so früh morgens noch keine Pornos laufen?" Er aß zwei weitere rote Gummibärchen.
„Na dann verpasst du ja auch nichts. Hilf mir lieber Frühstück zu machen..." Cuddy beute sich zu ihm, nahm ihm die Fernbedienung ab und schaltete den Fernseher aus, wobei ihr Blick auf einen losen Haufen gelber, weißer, grüner und oranger Gummibärchen aus mindestens drei kleinen Tüten von dem Zeug neben den Plastikverpackungen auf ihrem Wohnzimmertisch. Das durfte doch nicht wahr sein! Warnend hob Cuddy eine Braue. „Und hör auf nur die roten Gummibärchen zu futtern." Sie drehte sich um und ging in die angrenzende Küche.
„Warum?" rief House ihr nach. „Fühlen sich die anderen Gummibärchen etwa vernachlässigt?"
„Nein, nur diskriminiert."
Grinsend schnappte House sich seinen Stock und folgte ihr. „Falls wir uns Rührei machen, hätt ich gern ein weißes und ein braunes Ei... Ich will ja nicht, das diese Diskriminierung Kreise zieht..."
Er war kaum in der Küche angekommen, da schellte Cuddys Telefon, welches direkt vor ihm auf der Küchenablage lag. Ohne darüber nachzudenken, streckte er seine freie Hand danach aus...
„House, was tust du da?", fragte Cuddy schneidend.
„Ähm... bei mir zu Hause nennt man das 'einen Anruf annehmen', ich weiß ja nicht, wie das bei-"
„Ich weiß, wie man telefoniert."
Er nahm das Telefon in die Hand. „Wieso fragst du dann?"
„Weil ich nicht will, dass du an mein Telefon gehst, darum."
„Aber das ist doch töricht." Er runzelte die Stirn. „Solltest du mir dann nicht lieber sagen, das ich nicht an dein Telefon gehen soll, statt zu fragen, was ich tue?"
„Schön." Cuddy rollte mit den Augen und streckte eine Hand nach ihrem Telefon aus. „House, bitte geh nicht an mein Telefon."
Er presste das laut klingelnde Gerät gegen seine Brust. „Wieso, hast du etwa Angst, ich würde dich blamieren?"
„Natürlich nicht. Ich weiß doch, wie ungern du andere in Verlegenheit bringst." Sie klimperte mit ihren Wimpern. „Aber der Anruf wird sowieso für mich sein, also..." Sie hielt ihm weiter ihre geöffnete Hand hin.
„Tsk, Cuddy. Es ist wahrscheinlich das Krankenhaus, und bei einem medizinischen Notfall würdest du danach sowieso sofort mich anrufen... Also kann ich auch sofort rangehen..." House drückte auf den Knopf mit dem kleinen grünen Telefon. „Sie sind verbunden mit Mister und Misses Cuddys Schloss der Liebe, Mister House am Apparat. Wie kann ich ihnen helfen?"
Aufstöhnend verbarg Cuddy ihr Gesicht in ihren Händen, bis House ihr plötzlich wortlos und ein wenig blass das Telefon reichte. Misstrauisch sah sie ihn, bevor sie das Telefon gegen ihr Ohr hielt. „Hallo?"
Verdammt.
Oh. Verdammt.
Erschrocken presste sie eine Hand gegen die Sprachmuschel. „Das ist meine Mutter!", flüsterte sie geschockt.
„Weiß ich auch.", entgegnete House trocken.
„Was soll ich ihr sagen?"
„Weiß ich nicht."
„Sehr hilfreich..." Cuddy bedachte ihn mit einem bösen Blick, atmete einmal tief durch und nahm dann ihre Hand von dem Hörer. „Hallo, Mom.... Ja, ähm... das gerade war House, ja...." Nervös trommelte sie mit ihren manikürten Fingernägeln auf ihrer Küchenplatte herum. Aufmerksam beobachtete House sie. „Ja, er sagte... ja Mom, genau das hat er gesagt... Eigentlich eine lustige Geschichte, weißt du...." Ihr Lachen hatte etwas hysterisches. „Ich hab geheiratet... Ja, House... ich hab Greg House geheiratet... In Vegas..."
Eine Weile schwieg Cuddy und lauschte nur, während sie ihre freie Hand gegen ihre mittlerweile schmerzende Stirn drückte. „Mutter, so hör doch... Es kam alles so plötzlich... Ja Mom, er..." Sie biss sich auf die Lippe und sah House in die Augen. „Er macht mich glücklich..."
House nahm ihr das Telefon ab. „Mrs. Cuddy?..." Flehend legte Cuddy eine Hand auf seine Brust, er nickte ihr beruhigend zu und lächelte dann sanft. „Ja, hier spricht der Mann ihrer Tochter..." In seiner Stimme schwang eine Zärtlichkeit mit, die Cuddy bisher nur sehr selten bei ihm wahrgenommen hatte. „Ich weiß, es kam alles recht plötzlich... Ich bin ganz ihrer Meinung, Ma'am." Sein Blick wich ihr aus. „Ihre Tochter ist echt das Beste, was einem Mann passieren kann..." Cuddys Herz krampfte bei seinen Worten, sie nahm ihre Hand von seinem Oberkörper. „Wir würden sehr gerne mal gemeinsam mit ihnen essen, Ma'am..." Aufgeregt fasste Cuddy ihn am Arm und schüttelte heftig ihren Kopf. „...nur im Moment sind wir beide recht beladen mit Arbeit... Ja... Ja, wir werden uns auf jeden Fall bei ihnen melden... Ja, auf Wiedersehen, Mrs. Cuddy." Er legte auf.
Einige Augenblicke schauten sie sich nur an. Versanken im Blau des jeweils anderen.
„House, das war..." Cuddy fehlten die Worte.
„Was denn?", fragte er kühl, alle Zärtlichkeit war verschwunden. Er hob zynisch eine Braue. „Nur weil ich meine eigene Mutter nicht belügen kann, heißt das nicht, dass ich es bei anderen Müttern nicht fertig bringe..." Er humpelte an ihr vorbei zu ihrer Kaffeemaschine.
Cuddy räusperte sich. „Wir sollten uns beeilen, sonst kommen wir noch zu spät zur Arbeit..."
House drehte sich wieder zu ihr um. „Wieso wir?"
„Weil unsere Schicht zur gleichen Zeit beginnt?"
„Ich wiederhole: Wieso wir?"
Sie rollte mit den Augen. „Und ich wiederhole: Weil unsere-"
„Ja, ja, ja...", unterbrach House sie unsanft. „Aber ich komme nie pünktlich, also warum sollte ich jetzt damit anfangen?"
„Nun, du bist jetzt mein Ehemann...", erklärte Cuddy. „Es würde wirklich meinem Image schaden, wenn mein eigener Mann-"
„Pfft, Cuddles.", fiel House ihr erneut ins Wort. „Willst du etwa allen weiß machen, nur ein paar Tage Ehe mit dir hätten mich zu einem besseren Mitarbeiter geläutert? Ich bitte dich, wir wollen doch realistisch bleiben..."
„Schön." antwortete Cuddy schnippisch. „Wie du meinst..."
Er lächelte zufrieden.
„...wenn du´s auf die harte Tour willst, werd ich wohl deine Mutter anrufen müssen..."
Eine gute Stunde später befanden sie sich bereits im Parkhaus des Princeton Plainsboro auf dem Weg zum Fahrstuhl, als sich einer der vielen jungen Ärzte der Notfallstation zu ihnen gesellte. House rollte bereits genervt mit den Augen, bevor der Arzt auch nur den Mund aufmachen konnte...
„Dr. Cuddy!", begrüßte der Arzt seine Chefin freudestrahlend.
„Guten Morgen, Dr. Loxley" Cuddy schenkte ihm ein freundliches Lächeln, welches House missmutig registrierte.
„Gut, das ich sie treffe...", setzte Dr. Loxley an. „Ich hätte da eine Frage zu-"
House hatte es ja geahnt. Kaum waren sie hier, wurden sie schon wieder von Stümpern belagert...
„Dr. Cuddy hat jetzt keine Zeit ihre Fragen zur Grippe-Behandlung zu beantworten...", unterbrach er den Arzt grob und zerrte Cuddy an ihrem Arm in den Fahrstuhl, dessen Türen sich soeben geöffnet hatten.
Der Arzt wollte zu ihnen in den Aufzug steigen, doch House versperrte ihm mit seinem Stock die Tür. „Hab gehört, Treppen steigen fördert das Denkvermögen...", erklärte er hochmütig. „ Probieren sie es aus und hoffen sie das Beste..."
Der junge Arzt schluckte trocken und warf einen unsicheren Seitenblick zu Cuddy, doch sie zeigte keinerlei Reaktion. Also beschloss er, sein Gespräch mit seiner hübschen Chefin bei einer anderen Gelegenheit, möglichst in Abwesenheit des grantigen Chefarzt der Diagnostik, fortzusetzen und trat den Rückzug an.
Fassungslos, die Hände in die Hüften gestemmt, wandte Cuddy sich an House, sobald Dr. Loxley außer Hörweite war. „Wow, bist du eifersüchtig..."
„Ich bin-"
„Ausnahmsweise pünktlich?" , fragte Wilson und schlüpfte in letzter Minute zu ihnen in den Fahrstuhl. „In der Tat, House.- Großartige Leistung, Cuddy!"
Cuddy grinste. „Danke! Aber er ist nicht nur pünktlich, sondern auch eifersüchtig..."
House verdrehte die Augen. „Ich. Bin. Nicht. Eifersüchtig."
„Ist er doch...." Cuddy wechselte einen amüsierten Blick mit Wilson.
House schnaubte. „Bild dir nur nichts ein... Ich bin nicht eifersüchtig. Ich bin besitzergreifend...
„Und besitzergreifend ist also nicht gleich eifersüchtig?" Zweifelnd sah Wilson ihn an.
„Neeein..." Wieder in der Gewissheit, das einzig anwesende intelligente Wesen zu sein, schüttelte House langsam seinen Kopf. „Eifersüchtig wäre ich, wenn es mich interessieren würde, ob du den Typen besser findest als mich... besitzergreifend bedeutet, ich will nur nicht, dass sich jemand mit meiner Frau befasst..."
„Deine Frau?" Cuddy hob eine Braue.
„Klar." House zuckte mit den Achseln. „So wie mein Ball, oder mein Gameboy... Ich kann es einfach nicht leiden, wenn jemand an meine Sachen geht..."
Der Fahrstuhl hielt. Schweigend stiegen Cuddy und Wilson aus.
„Was denn?" erkundigte sich House und beeilte sich, ihnen zu folgen. „Ich versuche mich nur meiner neuen Rolle entsprechend zu verhalten... Würde doch auffallen, wenn ich gegenüber einem einfachen Gameboy besitzergreifender wäre, als gegenüber meiner eigenen Frau..."
Cuddy schnaubte. „Dann bereitest du dich schon mindestens 2 Jahre auf diese Rolle vor..." Sie legte einen Schritt zu und lies Wilson und House zurück.
Wilson seufzte. „Ihr seit so süß zusammen!" Er klimperte ein wenig mit seinen Wimpern.
„Halt die Klappe..." , knurrte House, während Wilson kichernd neben ihm herging.
Angespannt richteten sich Cameron, Chase und Foreman in ihren Stühlen auf, als House schlecht gelaunt sein Büro betrat. „Was liegt an?"
„Sie sind verheiratet.", erwiderte Cameron und sah ihm offen ins Gesicht, ihr Kinn vorgestreckt. „Mit Cuddy."
„Was soll das jetzt sein? Eine Krankheit oder eine Diagnose?"
„Das ist eine Tatsache..."
„Oh mein Gott!", rief House aus, blickte erst auf den Ehering an seiner linken Hand dann zu Cameron. „Sie haben recht!- Cameron, sie sind ein Genie."
Kühl schob sie ihm ein hübsch verpacktes Geschenk, welches die ganze Zeit vor ihr auf dem großem Glastisch gelegen hatte, zu House hinüber. „Hier.", sagte sie. „Von uns..."
„Wow, ein Genie, das Geschenke verteilt!- Gefällt mir." Grinsend nahm er das Paket entgegen und riss ungeduldig das Papier auf, bevor er beim Anblick des Inhaltes fragend eine Braue hob. „Ein Erste-Hilfe-Koffer?"
Ungerührt zuckte Foreman mit den Schultern. „Zuerst wollten wir ihnen ja eine Tahiti-Reise schenken, aber dann dachten wir dass sie von dem Koffer sicherlich mehr hätten..."
„Wieso haben sie Cuddy geheiratet?", platzte es plötzlich aus Cameron heraus.
„Wir waren in Vegas, wir waren betrunken und Elvis bot uns einen Rabat auf die Trauung... Wir waren das tausendste Pärchen, das er getraut hat, daher..."
Pikiert starrte Cameron ihn an. „Ist das ihr Ernst?"
„Natürlich nicht." Spöttisch verdrehte House die Augen. „Wir saßen abends zusammen, sahen uns tief in die Augen, zitierten Liebesgedichte und schworen uns ewige Liebe, bevor wir beschlossen zu heiraten..."
„Ja klar... Sie haben sich zuvor ja nicht mal geküsst...", warf Cameron ein.
House hob eine Braue. „Woher wollen sie das wissen? Vielleicht neige ich einfach nicht dazu, mit meinen Mitarbeitern während der Arbeitszeit rumzumachen, wie gewisse andere Personen hier..."
Unsicher räusperte Cameron sich und schielte hilfesuchend zu Chase, welcher sich urplötzlich brennend für die Fingerabdrücke auf dem vor ihm Glastisch interessierte...
House schnaubte. „So gern ich mit euch auch Kaffee-klatsch halte, meine Damen- Und damit meine ich euch alle drei.- Aber da wir anscheinend keinen neuen Fall haben, werde ich jetzt gehen und mich um wichtigere Dinge kümmern. Ich habe noch Orte aufzusuchen, Leben zu retten und Verpflichtungen zu erfüllen..."
„Annullierung beantragen?"
„Witzig Foreman, wirklich witzig... Aber nein, keine Annullierung..." House grinste und humpelte zur Tür. „Wir haben fast das ganze Wochenende im Bett verbracht, deswegen werd ich mir jetzt ´n paar Pornos zur Inspiration ansehen, damit uns heute Nacht nicht langweilig wird..." Mit diesen Worten lies House sie wieder allein in seinem Büro.
Cameron verschränkte ihre Arme vor die Brust. „Also ich glaub nicht, dass die noch lange verheiratet bleiben..."
„Warum nicht?" Fragend blinzelte Chase sie an. „Die benehmen sich doch schon seit Jahren wie ein altes Ehepaar..."
Dienstag Abend
House saß in Cuddys Büro vor ihrem Schreibtisch und spielte gelangweilt mit einem Kuli, den er zwischen seinen Fingern drehte, während er ungeduldig darauf wartete, dass Cuddy mit ihrem Papierkram fertig wurde, damit sie endlich gehen konnten. Aus seinem Augenwinkel heraus eine Bewegung vor Cuddys Büro ausmachte... Einen Moment unaufmerksam geworden, lies er den Stift fallen, welcher mit einem dumpfen 'Plop' auf einem Stapel Papiere auf Cuddys Schreibtisch aufschlug.
„Lass den Mist, House.", knurrte Cuddy genervt und nahm sich ohne auch nur hochzusehen den nächsten Stapel Papiere vor.
„Sobald du mit deinem Mist fertig bist und wir gehen können..."
„Dieser 'Mist' sorgt dafür das du bezahlt wirst, House." Sie zog die Brauen zusammen. „Außerdem könnte ich schneller arbeiten, wenn ich nicht ständig durch fallende Stifte abgelenkt werden würde..."
„Ständig?" House schnaubte. „Ich bitte dich, das war grad das erste Mal."
„Jep, und wenn du ihn liegen lässt, wird es auch das einzige Mal bleiben..."
„Du bist so eine-" Er hatte eigentlich 'Klugscheißerin' sagen wollen, vergaß jedoch seinen Satz zu Ende zu führen, als er plötzlich durch die halb geschlossenen Jalousien von Cuddys Büro hindurch Cameron erblickte, welche direkt auf Cuddys Bürotür zusteuerte... „Ich werde dich jetzt küssen.", sagte er stattdessen zu Cuddy und stand auf.
„Bestimmt nicht." Jetzt sah Cuddy doch auf und beobachtete misstrauisch, wie er um ihren Schreibtisch zu ihr herum humpelte.
„Bestimmt doch.", murmelte House, umfasste mit seiner linken Hand ihren Nacken und beugte sich zu ihr hinunter.
Gerade als sich seine Lippen unerwartet sanft auf ihre legten, hörte Cuddy, wie jemand ihre Bürotüre öffnete, um sich dann geräuschvoll zu räuspern. Erschrocken, aber auch ein wenig erleichtert, weil sie sich nun nicht damit auseinander setzten musste, wie gerne sie ihren nervtötenden Ehemann eigentlich geküsst hätte, zog Cuddy sich eilig von House zurück, welcher sich grinsend wieder aufrichtete, bevor er sich zu Cameron wandte, welche mit einer Hand voll Akten in Cuddys Büro stand.
„Ich dachte sie würden auf der Arbeit nicht mit ihren Mitarbeitern rummachen...", sagte Cameron, blickte House fest in die Augen und ging zu Cuddys Schreibtisch, um ihre Akten auf den bereits vorhandenen Stapel zu legen.
House grinste nur noch mehr, während Cuddy angesichts dieses merkwürdigen Kommentars irritiert die Stirn runzelte.
„Ich habe nicht mit einer Mitarbeiterin rumgemacht, sondern meine Frau geküsst.", erklärte House amüsiert. „Das ist ein Unterschied." Seine linke Hand ruhte nun auf Cuddys Schulter und Cuddy traf die Erkenntnis, das House die ganze Zeit über gewusst hatte, dass Cameron ihr Büro betreten würde, dass er sie nur zur Tarnung geküsst hatte...
„Wollen sie etwas bestimmtes, Cameron?", fragte Cuddy also und legte ihre Hand sachte auf Houses. Verdammt sei er und ihre Scheinehe und die Tatsache, das sie das Gefühl seiner warmen Hand unter ihren genoss... „Ansonsten wären mein Mann und ich gerne wieder allein..." Ihre Stimme klang schneidend.
„Oho,", meinte House glucksend zu Cameron. „Sie mag es überhaupt nicht, wenn man sie beim Vorspiel stört..." Beinahe wäre ihm sein Lächeln vergangen, als Cuddy ihre Fingernägel schmerzhaft fest in seinen Handrücken drückte, aber wirklich nur beinahe. Die ganze Sache machte ihm einfach zu viel Spaß...
Cameron errötete leicht. „Ich wollte ihnen nur diese Berichte hier geben..." Sie deutete mit einer Hand auf den eben von ihr abgelegten Stapel Papiere. „Entschuldigen sie die Störung..." Eilig verließ sie das Büro.
„Und weiter geht's..." Wieder beugte House sich zu ihr, um sie zu küssen...
„Nicht so schnell, Don Juan.", warf Cuddy ein und legte ihre rechte Hand auf seinen Mund, welche nun ein unüberwindliches Hindernis zwischen ihren Lippen darstellte. „Die Show ist vorbei, also beruhig dich wieder, setz dich brav auf deinen Platz und lass mich fertig arbeiten..."
Schmollend richtete House sich auf. „Du bist echt kalt wie Eis..."
Cuddy hob eine Braue. „Als Schneekönigin habe ich immerhin einen Ruf zu verlieren..."
Hoffe es hat euch gefallen... Bitte schreibt mir doch, ob ihr´s mochtet und ob ich die Geschichte fortsetzen soll... Zum letzten Kapitel hatte keiner eine Meinung, das hat mich ein wenig verunsichert (Ja, ja.... Künstler-Seelen sind wirklich höchst sensibel ^-^)... Danke schon mal im Vorraus für euer Feedback.
