Kapitel 6: ...Eltern
Sonntag Morgen
In alte Jeans und eins ihrer Lieblingssweatshirts, welches ihr fast bis zu den Knien ging, gehüllt, saß Cuddy mit House an ihrem Frühstückstisch und nippte zufrieden an ihrer ersten heißen Tasse starken schwarzen Kaffees, den House dankenswerter Weise bereits aufgesetzt hatte, als sie unter der Dusche war. Sie seufzte wollig, als ihr der heiße Kaffee die Kehle hinunterran. Wenigstens eins musste sie ihrem Göttergatten lassen, Kaffee kochen konnte er... House hingegen sah sie über die Schüssel seines Haferschleims, den Cuddy, die Schneekönigin und potenzielle Mörderin seiner noch verbliebenen Geschmackszellen, ihm zum Frühstück vorgesetzt hatte, strafend an. Mit finsterer Miene rührte er lustlos in der grauen, Alien-Ausscheidungen ähnlichen, aber nach Cuddys Worten durch und durch gesunden Matsch herum, den diese Frühstücksterroristin so großzügig als wertvollste Mahlzeit des Tages beschrieben hatte. „Wertvollste Mahlzeit des Tages..." brummte House leise. „Pha. Wahrscheinlich weil es die letzte Mahlzeit überhaupt sein könnte..."
Cuddy zwang sich, nicht zu grinsen, als sie House´s bösen Blick bemerkte. „Hast du was gesagt, mein Zuckerstück?" Sie klimperte mit ihren Wimpern.
„Deine Schmeicheleien werden diese Pampe auch nicht versüßen..." Er warf ihr noch einen finsteren Blick zu, bevor er nach der Zuckerdose griff und diese über seiner Schüssel beinahe ausleerte.
Eilig griff Cuddy über den Tisch nach der Dose und entriss sie ihm. „Was zum Teufel tust du da?"
„Ich versuche aus diesem Zeug ein annähernd genießbares Frühstück zu machen... „ Er rührte den Zucker in den Brei ein und probierte einen Löffel. „Jetzt fehlen nur noch die Marshmallows und wenn ich dann ganz fest dran glaub, schmeckt´s fast wie Lucky-Charms..."
Kopfschüttelnd stellte Cuddy die Zuckerdose in Sicherer Entfernung zu House zurück auf den Tisch. „Schon mal was von gesunder Ernährung gehört?"
„Natürlich... Aber das Wort 'Ernährung' impliziert doch, das etwas auch wirklich essbar ist... Und das Zeug hier war vorher von 'essbar' so weit entfernt wie Michael Jackson von 'menschlich'..." Er schob sich einen weiteren Löffel in den Mund und schielte auf die Zuckerdose.
Cuddy verdrehte die Augen. „Also heute gehen wir mit deinen Eltern essen, und gaukeln ihnen vor, wir wären glücklich verheiratet?", wechselte sie wenig geschickt das Thema.
„Ja." House fixierte die Zuckerdose mit seinen Blicken, so als könne er sie allein durch seine Willenskraft dazu bewegen zu ihm zu schweben...
Zur Sicherheit legte Cuddy eine Hand auf die Zuckerdose, während sie mit ihrer freien Hand ihren gesunden, zuckerfreien und zugegeben völlig geschmacksneutralen Haferschleim löffelte. „Ich dachte, du könntest deine Mutter nicht anlügen...?"
„Das ist ja das tolle in einer Ehe." Er verlor das Interesse an der Dose und betrachtete stattdessen eingehend den Ausschnitt von Cuddys Sweatshirt und beschloss, das es eindeutig nicht sein Lieblingsshirt war... der Ausschnitt war mickrig.. „Man teilt die Lasten!- In unserem Fall bedeutet das, wir gehen gemeinsam essen und DU lügst meine Mutter für mich an."
Cuddy schnaubte. „ICH lüg deine Mutter für dich an?"
„Is doch´n super Plan." Wahrscheinlich hätten ihre Brüste die gleiche versüßende Wirkung auf das Zeug, das Cuddy 'Essen' nannte, wie der Zucker, überlegte er. Bei dem Gedanken, das Zeug von ihren Brüsten zu lecken, bekam er nahezu Hunger... „Du kannst dich den ganzen Abend über an mich schmiegen und mich anhimmeln, so viel du nur willst..." Er riss seinen Blick von ihrem Dekolletee. „Bei mir wäre das unglaubwürdig. Meine Mutter weiß, dass ich nicht grad der gefühlsbetonte Mensch bin..."
„Pfft, wer ist denn letztens ausgerastet, weil das eine große Auto das andere große Auto platt gemacht hat?" Cuddy hob eine Braue und nippte an ihrem Orangensaft.
„Truck, Cuddy. Das waren keine Autos sondern Trucks. Monster-Trucks.- Das ist was völlig anderes!"
„Monstertrucks, was auch immer..." Unberührt zuckte Cuddy mit den Schultern. „Warum hast du mich überhaupt dahin geschleift?"
„Weil Wilson ein Date hatte...", erklärte er ihr ungeduldig. „Und da ich im Gegensatz nicht mal die kleinste Chance auf Sex habe..."
„Völlig richtig!"
„...War das die bestmöglichste Alternative. Und weil du Zeit hattest und außerdem Schuld an meiner Sex-Misere bist, musstest du mich begleiten."
„Meinetwegen... Ausgerastet bist du trotzdem."
„Bin ich nicht... Ich war nur leicht erregt, weil dieser Penner Zeus zu dämlich war zu gewinnen... Und das obwohl sein 'Hammer des Todes' dem 'Arm des Zorns' weit überlegen war..."
„Ich weiß nicht worüber ich zuerst lachen soll..." Sie grinste. „Darüber das tatsächlich jemand ein Auto-"
„Truck!"
„Truck." Cuddy rollte mit den Augen, grinste aber immer noch. „'Hammer des Todes' nennt und sich selbst Zeus oder das DU tatsächlich Geld auf so einen Spinner gesetzt hast, oder darüber, dass du dich immer noch über die fünf verlorenen Piepen aufregst..." Sie kicherte verhalten.
„Dafür hast du ein lila Badezimmer!", verteidigte sich House.
„WAS?"
„Das ist es nun Mal, Cuddles... Schön reden kann man diese Tatsache leider nicht."
„Dir ist schon klar, dieser Themenwechsel völlig unsinnig war?"
„Warum denn? Ich möchte damit nur ausdrücken, dass eine Person, die derart labil ist, dass sie sich von einer vermutlich drogensüchtigen Innenarchitektin zu einem lila Badezimmer hat überreden lassen, meiner Meinung nach über keinerlei Kompetenzen verfügt andere Leute, wie sagen wir zum Beispiel mal Monster-Truck-Fans zu verurteilen..."
Bevor Cuddy ihm gebührend auf diese schwachsinnige Aussage antworten konnte, läutete es an der Tür. Zu ihrer Verblüffung erhob sich House und humpelte zur Tür, sowohl um diese zu öffnen, als auch Cuddy und diesen Pseudo-Frühstück zu entkommen... Er würde heute wohl wieder Pizza bestellen müssen...Und die dann mit Cuddys Geld bezahlen.... Tja, ein Mann musste eben tun, was ein Mann tun musste. Er grinste, spähte durch den Türspion. Und erstarrte.
Verdammt.
Oh. Verdammt.
Seine Eltern.
So schnell und so leise wie möglich humpelte House zurück in die Küche, wo Cuddy immer noch ihren Haferschleim aß.
„Schon wieder da? Hab gar nicht gehört, dass du die Tür geöffnet hättest..." Verwundert sah sie ihn an, irgendwas stimmte nicht, das sagten ihr seine Augen. Gott, vermutlich würde er ständig eine Sonnenbrille tragen, falls er wissen würde, wie viel seine Augen über ihn preisgaben...
„Das liegt daran, dass ich die Tür nie geöffnet habe...", erwiderte House finster.
„Wer war an der Tür?- Die Zeugen Jehovahs?"
„Schlimmer."
„Scientology?"
„Meine Eltern..."
„Was?" Geschockt lies Cuddy ihren Löffel sinken. „House, sag mir bitte, dass du nicht einfach deine Eltern vor der geschlossenen Tür hast stehen lassen."
Sein Gesichtsausdruck bekam etwas bockiges. „Du sagst doch immer, ich soll nicht lügen."
Fassungslos schüttelte Cuddy ihren Kopf. „Du kannst deine Eltern nicht einfach vor der Türe stehen lassen! Was willst du tun? Einfach warten, bis sie gehen?"
Er rollte mit den Augen. „Natürlich nicht... Ich will nur nicht aufmachen. Du machst das... Dann wissen sie auch gleich, dass ich dich nicht nur erfunden habe..."
„Das. Ist nicht. Dein Ernst." Ungläubig starrte sie ihn an. Die Türschelle machte sich erneut lautstark bemerkbar.
Er zuckte nahezu unbekümmert mit den Schulter, aber die Anspannung seines Körpers, die steife Haltung seiner Schultern und der feste Griff mit dem er seinen Stock umschlungen hielt, verrieten ihn. „Gut. Bleiben sie halt draußen... Sie sind eh viel zu früh..."
Misstrauisch betrachtete Cuddy ihn, versuchte einzuschätzen, ob er nur ein weiteres Machtspiel inszenierte, oder ob doch etwas anderes,ernsteres hinter seinem Seltsamen Verhalten steckte... Aber das lies sich ja zum Glück leicht herausfinden. Arrogant hob sie eine Braue, testete ihn. „Das kostet dich aber was..."
„Entschuldige bitte?"
„Quid pro quo, mein Lieber." Lässig grinsend lehnte sie sich auf ihrem Stuhl zurück.
„Eben..." Er hob eine Braue. „Vor zwei Wochen waren wir mit deinen Eltern aus, und ich habe mich VORBILDLICH benommen."
„Pfft, was interessieren mich deine Gefallen von Gestern." Sie grinste noch mehr. „In der Zukunft steckt die Kraft."
„Jetzt begründet sie ihr unfaires Verhalten mit Plattitüden." , murmelte er, wie zu sich selbst. „Und sowas soll ne Führungskraft sein..." Das abermalige Klingeln der Tür hallte dumpf in seinen Ohren. Anscheinend wurden seine Eltern langsam ungeduldig...
„Ich kann dich hören, House."
„Das war nicht ich, das war dein Gewissen."
„Mein Gewissen?"
„Ja..." Nun grinste er. „Findest du es nicht bedenklich, dass dein Moralischer Kompass plötzlich wie ich klingt?"
Cuddy musste sich ein Lachen verbeißen. Nur keine Schwäche zeigen, jetzt. Arrogant hob sie eine Braue. „Ein Wohltätigkeits-Dinner, House. Nächste Woche, du, ich und ein Smoking."
„Und du gehst nackt?- Oder trägst du den Smoking und ich geh nackt?"
Leise lächelnd ignorierte sie seinen Kommentar. „Entweder du spielst den liebenden Ehemann und begleitest mich zu diesem Dinner, oder du darfst die Tür selbst aufmachen, während ich mir noch mal die Haare wasche..."
Seine Augen wurden schmal. „Das würdest du nicht wagen..."
„Sei dir da nicht so sicher..." Cuddy spielte mit ihren Locken. „Ich glaub, ich hab vorhin vergessen eine Spülung zu machen... Hm, das sollte ich lieber nachholen, findest du nicht?"
Wieder läutete es an der Tür, diesmal deutlich nachdrücklicher, als zuvor. House seufzte. „In Ordnung..." Resignierend nickte er leicht mit dem Kopf. „Aber keine Krawatte... Und jetzt geh die Tür öffnen, du Erpresserin."
Zufrieden erhob sich Cuddy von ihrem Stuhl. „Geht doch." Sie grinste und begann gelassen ihre Jeans aufzuknöpfen. „Los, zieh dein Hemd aus..."
„Was?" Fassungslos, wenn auch fasziniert sah er ihr beim Ausziehen zu.
Cuddy rollte mit den Augen. „Du sollst dein Hemd ausziehen, House..."
Erneutes Türläuten.
Er runzelte die Stirn, fing jedoch gehorsam an sein Hemd aufzuknöpfen. „So sehr mir das hier auch gefällt, Cuddles... Aber für´n Quickie haben wir jetzt echt keine Zeit. Wir sollten das mit dem Nackt-sein echt auf das Wohltätigkeits-Dinner verschieben.." Sein Hemd segelte zu Boden, während Cuddy aus ihrer Jeans stieg.
„Ich raub dir ja ungern deine Illusionen..." Barfuss und nur noch mit ihrem Sweatshirt bekleidet ging sie in Richtung Tür. „Aber ich zieh mich nicht für dich aus, sondern für deine Eltern..."
„Was?" Verständnislosigkeit spiegelte sich in seinem Gesicht, während er ihr in den Hausflur folgte.
„Na irgendwie müssen wir ja erklären..." Es läutete erneut an der Tür. „...warum wir so lange brauchen, um zu öffnen, oder?" Sie streckte ihre Hand nach der Klinke aus.
Erkenntnis durchzuckte ihn. „Cuddy, du ausgekochtes Biest!" Anerkennend grinste er sie an.
„Tja." Sie warf ihm noch einen kurzen Blick über ihre Schulter zu. „Deshalb bin ich der Boss und du mein Untergebener..." Mit diesen Worten öffnete sie die Tür und schnitt ihm so das Wort ab. Freundlich, und gekonnt überrascht begrüßte sie seine Eltern: „Mr. und Mrs. House!" Sie schaffte es sogar verschämt zu erröten. „So früh hatten wir sie gar nicht erwartet..."
„Ich dachte, ihr wolltet erst Nachmittags kommen...", brummte House, welcher mittlerweile neben Cuddy in der Tür stand, und beugte sich vor, um seine Mutter zu umarmen.
„Ja, mein Schatz... Der Flug landete früher als geplant, also haben wir uns ein Taxi zu dir genommen..." Lächelnd schloss Blythe ihren Sohn in die Arme. Er sah gut aus, fand sie. Die Ehe tat ihm anscheinend gut...
„Wir stören doch nicht etwa, oder?" Grinsend sah sein Vater von ihm zu Cuddy.
Sonntag, früh am Abend
„Danke schön." Cuddy lächelte dem Kellner, der soeben ihr Weinglas auffüllte, dankend an, bevor sie sich wieder House und seinen Eltern zuwandte. Alles in allem war der Tag sehr gut und ohne größere Zwischenfälle verlaufen... Nahezu unheimlich gut. Nachdem seine Eltern so plötzlich vor ihrer Tür gestanden hatten, hatten House und Cuddy sich schnell wieder vollständig angezogen und hatten dann seinen Eltern das Gästezimmer gezeigt... Ein Glück, für sie beide, das House gestern noch so sehr darauf gedrängt hatte, seine Sachen in ihr Schlafzimmer zu bringen... Seine Sachen im Gästezimmer zu lassen, hätte nur zu riskanten Fragen bezüglich ihrer Ehe geführt. Natürlich hatte er dies gerade in dem Moment tun müssen, als sie versucht hatte, sich für die Nacht umzuziehen und nur mit Unterwäsche bekleidet in ihrem Zimmer gestanden hatte... Dafür wusste House jetzt, dass er ein lila Badezimmer zwar nicht mochte, lila Spitzenunterwäsche an ihrem Körper jedoch sehr... Obwohl er sich dann noch erlaubt hatte, zu bemerken, wie viel besser ihre lila Unterwäsche auf dem Fußboden ihres lila Badezimmers aussehen würde... Vor Allem dann, wenn sie beide diesen Anblick nackt unter der Dusche genießen würden...
„Wie macht sich unser Sohn als Ehemann, Lisa?", unterbrach John House ihren Gedankengang und lächelte sie an. „Ist ja nicht so, als hätte er viel Erfahrung mit festen Bindungen... "
Cuddy konnte spüren, wie House neben ihr unter dieser Frage zusammenzuckte. Beruhigend legte sie ihre Hand auf seinen Arm, jeder seiner Muskeln war straf vor Anspannung. Sie lies ihre Hand zu seiner seiner gleiten und umschloss sie sanft, bevor sie seinem Vater ruhig antwortete: „Er macht sich ganz großartig, Mr. House." Sie verschränkte ihre Finger mit Houses. „Er ist ein guter Mann..." Lächelnd warf sie ihm einen Seitenblick zu. „Er ist kein einfacher Mann, aber ein guter Mann..."
Houses Gesichtsausdruck änderte sich zwar nicht, jedoch drehte er seine Hand, so dass nun ihre Handflächen aufeinander lagen, während er gleichzeitig ihren Handrücken sanft mit seinem Daumen streichelte. Ein schönes Gefühl, musste Cuddy zugeben. Opponierende Daumen waren wirklich ein Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit gewesen...
Zufrieden registrierte Blythe diese zärtliche Geste ihres Sohnes mit einem Lächeln. Genauso wie den sehnsüchtigen Ausdruck in Cuddys Augen.
Sonntag Nacht
Die leichte Beleuchtung der Nachttischlampen tauchte Cuddys Schlafzimmer in ein sanftes gelbliches Licht. Gut gelaunt lag House in Cuddys Bett und beobachtete seine Frau, wie sie aus dem angrenzenden Badezimmer kam ihren kurzen roten Kimono auszog, sodass der darunterliegende passende kurze Pyjama zum Vorschein kam und dann unschlüssig, die Hände in die Hüften gestemmt, vor ihrer Seite des Bettes stehen blieb. Grinsend verschränkte er seine Arme hinter seinem Kopf und sprach sie an. „Los, komm ins Bett, Cuddles..."
Statt ihm zu antworten, warf Cuddy ihm nur einen bitterbösen Blick zu, krabbelte ins Bett und schaltete ihre Lampe aus. Sobald sie neben ihm lag, drehte er sich zu ihr und schlang einen Arm um ihren warmen Körper, was ihm einen weiteren noch finsteren Blick von Cuddy einbrachte, bevor sie sich geschickt seinem Griff entwand und sich aufsetzte. „Treib´s nicht zu weit, House.."
„Sei doch nicht so spröde... „, schmollte House und richtete sich ebenfalls auf, um sie anzusehen. „Betty würde sich nicht so zieren..."
„Wer ist Betty?"
House grinste. „So hab ich die Plastik-Puppe genannt... Wir verstehen uns mittlerweile echt gut, Betty und ich... Man wächst doch sehr zusammen, wenn man sich in einsamen Nächten ein Bett teilt." Er breitete grinsend seine Arme aus. „Komm ich zeig´s dir!"
„Wusstest du, das ich letzte Woche eine chirurgische Fortbildung zum Thema 'Wie verstümmel ich meinen zudringlichen Ehemann' gemacht habe?", fragte Cuddy spitz und verschränkte abwehrend ihre Arme vor ihrer Brust.
„Ehrlich?" Interessiert sah er sie an.
Warnend hob sie eine Braue. „Rück mir noch mehr auf die Pelle, und ich zeig´s dir." Cuddy rutschte zurück unter ihre Bettdecke und drehte sich auf ihre Seite, weg von House.
„Hmpf..." House lies sich zurück in seine Kissen fallen, murmelte etwas das sich verdammt stark nach 'Schneekönigin' anhörte und knipste seine Nachttischlampe aus.
Einige Minuten lagen sie in völliger Dunkelheit ruhig nebeneinander...
„Meintest du das ernst?", durchbrach Houses leise Stimme die Stille schließlich.
„Was?" Verwirrt drehte Cuddy sich wieder zu ihm um, versuchte im Dunkeln sein Gesicht zu erkennen.
Unruhig änderte House seine Haltung, legte seinen linken Arm über seine Brust, verschränkte seine Beine, nur um dann seinen Arm wieder neben seinen Körper zu legen. „Ob du es ernst meintest...", brummte er leise, seine Augen fest auf die pechschwarze Zimmerdecke gerichtet. „Was du beim Essen gesagt hast... Über mich..."
„Was ich zu deinem Vater gesagt hab?", frage sie genauso gedämpft zurück.
„Ich weiß, ich bin nicht..." Seine Stimme verstummte, bevor er den Satz beendete.
Sie wünschte wirklich, sie könnte seine Augen sehen... Vorsichtig rückte sie etwas näher an ihn, legte ihre linke Hand sachte auf seine Brust und spürte seinen stetigen Herzschlag gegen ihre Handfläche, sowie die leichte Drehung seines Oberkörpers, als er sich ihr zuwandte. „House?" Sie bettete ihren Kopf auf ihren rechten Unterarm, rückte noch ein wenig näher. So nah, das sein Atem ihre Haut streichelte. Näher, als sie ihm im hellen Licht des Tages je kommen würde, nicht nur körperlich... „Du bist ein guter Mann.", fügte sie schließlich flüsternd hinzu.
In der Dunkelheit fand seine Hand die ihre.
Soooo, das war Kapitel 6, hoffe es hat euch gefallen.... Vielen Dank an dieser stelle an Maja, die für mich rausgefunden hat, wie Houses Eltern heißen und an Sofia, die sich den Anfang schon einmal für mich durchgelesen hat und mir mit liebem Rat zur Seite stand. Wie immer auch ein FETTES Danke, an alle von euch, die sich Zeit genommen haben, mir ein Feedback zu schicken...
Bitte seid doch so lieb und schreibt mir auch diesmal ein paar Zeilen... Ich kann ein wenig Aufmunterung und positive Motivation jetzt echt gebrauchen ^.^
Weihnachten is nicht mehr weit und die Geschichte MUSS unbedingt fertig werden, daher muss ab heute jeden Tag ein neues Kapitel her... und die beste Art der Unterstützung war schon immer Feedback!
