Auch diese Version ist noch nicht Beta gelesen, wird aber korrigiert nachgereicht. Da ich wahrscheinlich diese Woche keine Zeit mehr finde, weiterzumachen, bekommt ihr dieses Kapitel jetzt schon.
Kapitel 4 – Verwirrende Gespräche
Nachdem Draco, so wie alle anderen bisher das Büro betreten hatte, ließ sich Hermine mit einem frustrierten Seufzer in einen der Stühle sinken. Sie vergrub ihr Gesicht in den Händen. Tonks kniete sich vor sie hin und legte die Arme um Sie. „Wie geht es Dir?", fragte sie die Braunhaarige leise.
Hermine löste sich aus der Umarmung und hob ihren Kopf. „Wenn ich ehrlich sein soll, ich habe keine Ahnung. Es ist alles so verwirrend. Ich mag es nicht, wenn ich nicht durchblicke und keine Kontrolle darüber habe, was mit mir passiert. Im Moment habe ich das Gefühl, dass mir alles entgleitet. Das, was Draco da eben erzählt hat, passt nicht zu dem Mann, der da vorher auf dem Podium stand. Es passt auch nicht zu dem Mann, der mich so betrogen und verletzt hat. Hätte mir das ein anderer erzählt, würde ich ihm nicht glauben. Aber Malfoy..? "
„Hast Du vielleicht einmal darüber nachgedacht, dass alles ein Missverständnis war, damals?" mischte sich nun Remus in das Gespräch der beiden Frauen ein.
Hermine fuhr herum. „Was glaubst Du denn? Natürlich habe ich darüber nachgedacht. Und, egal, in welche Richtung ich eine mögliche Entschuldigung gesucht habe, es war eindeutig. Hinter das ‚Warum' bin ich nie gekommen, aber ich kann die Tatsache, was ich gesehen habe, nicht ignorieren. Ich habe Harry mehr geliebt alles auf der Welt. Und dann musste ich das mit ansehen. Ein für alle mal. Ich will und kann darüber nicht mehr nachdenken. Aber keine Angst. Ich werde Harry nachher gegenübertreten und versuchen zu ignorieren, was er mir angetan hat. Vielleicht hat er sich so verändert, dass es mir möglich ist, eine professionelle Einstellung ihm gegenüber einzuhalten."
Das war zwar nicht die Antwort, die Remus sich erhofft hatte, aber er sah ein, dass es zwecklos war. Drei lange Jahre Wut, Enttäuschung und Verzweiflung konnten nicht in Minuten weggewischt werden. Remus wurde ganz übel, wenn er daran dachte, dass Hermine vielleicht unrecht haben könnte. Er konnte sich in den düstersten Träumen nicht ausmalen, was das für Harry bedeutet haben musste. Remus wusste aus langen Gesprächen mit Harry, was ihm Hermine bedeutet hatte. Sie war seine erste und einzige Liebe. Harry hatte Hermine vergöttert und auf Händen getragen. Egal was Harry tat, immer war Hermine in seinen Gedanken. Remus hatte das Gefühl, dass alles was Harry tat, er es immer auch irgendwie für Hermine und ein Leben mit ihr tat. Als wäre jeder von ihnen beiden Teil eines Ganzen, das nicht ohne den anderen existieren konnte. Nie im Leben würde Harry Hermine so etwas antun, da war sich Remus völlig sicher. Daran zu denken, was Harry seelisch durchmachen musste, nachdem Hermine ihn so abrupt verlassen hatte...
Remus kamen die Worte von Draco Malfoy wieder in den Sinn. Welche Kraft hatte es ermöglicht, dass Harry aus diesem tiefen Loch, in das er gefallen sein musste, wieder herausgekommen war? Remus schüttelte die trüben Gedanken ab. Er musste sich darauf konzentrieren, Harry nach Jahren wieder gegenüberzutreten und das unter Umständen, die er niemals für möglich gehalten hatte.
Tonks schien ähnliche Gedanken zu haben, denn auch sie sah abwesend in die Ferne. Hermine hatte die Augen geschlossen und schien um Fassung zu ringen. Ihr Gesicht hatte immer noch die Farbe weißen Mehls. Remus sah sie beunruhigt an. Hoffentlich hielt sie durch.
In der Zwischenzeit war Draco der Agentin in das Büro gefolgt. Bevor er die Türe durchschritt straffte er die Schultern und machte sich bereit, seinem Erzfeind aus Jugendtagen gegenüberzutreten. Er trat durch die Türe, die hinter ihm von Amanda geschlossen wurde. Sie wies auf einen Stuhl gegenüber des Schreibtisches, hinter dem Potter gerade ein Pergament auf einen ziemlich großen Stapel legte. Draco nahm Platz, nahm eine aufrechte Sitzposition ein und sah erwartungsvoll sein Gegenüber an.
Dieser hob den Kopf und musterte ihn regungslos. Draco begann sich unter dem Blick unwohl zu fühlen. Er dachte zurück an ihre Kindheitstage. Wie ein Film liefen Begebenheiten aus Hogwarts in ihm ab. Fast alle hatten damit zu tun, wie er Potter und seine beiden Freunde beleidigt und gedemütigt hatte. Dann kam ihm die Situation in den Sinn, als er eben diesem Harry Potter die Hand geboten hatte, damals an ihrem ersten Schultag und dieser die Hand ausgeschlagen hatte.
Über das Gesicht seines Gegenübers huschte ein Lächeln. Der Schwarzhaarige stand auf und bot dem ehemaligen Slytherin die Hand. Schmunzelnd sagte er: „Hallo, ich bin James Evans, und wer sind Sie?"
Völlig überrumpelt stand Draco ebenfalls auf und ergriff die dargebotene Hand. „Malfoy Sir, Draco Malfoy." Ein fester Händedruck folgte. Dann ließ sich Harry Potter wieder auf den Stuhl sinken und griff nach einem Stapel Pergament. Draco setzte sich ebenfalls wieder und konnte nicht glauben was eben passiert war. Er sah sich zu Amanda um, die schräg hinter ihm auf einem Stuhl saß. An ihrem überraschten Blick sah er, dass dieses Verhalten keineswegs zur Standardprozedur gehörte.
Harry hob den Kopf und hatte immer noch ein leises Lächeln im Gesicht.
„So, nachdem dies endlich geklärt ist, können wir ja zur Sache kommen. Wie ich sehe, sind Sie nach einer abgebrochenen IVZ-Ausbildung dem magischen Geheimdienst beigetreten. Eine gute Idee wie ich finde, denn ihre Stärken sind in diesem Sektor viel besser zu verwenden. Die Operationen, bei denen Sie bisher beteiligt waren, sowie die drei, die Sie geleitet haben, waren jeweils erfolgreich. Sollten Sie mit meinen Bedingungen einverstanden sein, erwäge ich, sie in leitender Position in unserem Gremium einzusetzen. Die Sparte, die ich mit Ihnen zu besetzten gedenke, ist die offensive Spionage, sprich die Maulwurfsarbeit. Dabei erwarte ich nicht, dass sie selbst vor Ort gehen, sondern die Maulwürfe koordinieren und für deren Effektivität und Sicherheit einstehen. Wie mir durchaus bekannt ist, bringen sie alle Eigenschaften eines Slytherin mit, die für diese Arbeit vonnöten sind Mr. Malfoy."
Zum zweiten Mal in diesem Raum wurde Draco überrumpelt. Da saß sein Ex-Erzfeind vor ihm, sprach in jovialem Ton wie ein fremder, väterlicher Vorgesetzter mit ihm und bot ihm eine der verantwortungsvollsten Posten an. Dabei wirkte er, als hätten sie sich heute zum ersten Mal gesehen. Draco riss sich zusammen, um sich seine Überraschung und Freude nicht anmerken zu lassen.
In der Hoffnung, seine gewohnt ausdruckslose Maske aufrecht zu erhalten, erwiderte er: „Es wäre mir eine Freude, diesen Job zu bekommen, Captain Evans. Allerdings nur, wenn ich Ihre Bedingungen erfüllen kann. Wie lauten diese?"
„Es sind keine weiteren Bedingungen hinzugekommen, seit ich diese im Saal angesprochen habe. Mit der einen kommen sie gut zurecht, wie ich bis jetzt feststellte, die andere ist die Unterwerfung unter das Kriegsrecht der IVZ, was ihre Arbeit hier angeht. Haben sie dazu Fragen?"
Draco dachte kurz nach. „Nein – ich habe die Seiten gelesen. Das einzige, was ich gerne wissen würde, weshalb unsere Operationen unter Kriegsrecht ablaufen."
„Diese Frage hatte ich erwartet und wäre enttäuscht gewesen, wenn sie diese nicht gestellt hätten. Alle jenen, die diese Frage nicht gestellt haben, befinden sich mittlerweile mit einem Gedächtniszauber versehen wieder zu Hause."
Draco schluckte bei dem Gedanken, wie dicht er an einem Rauswurf vorbeigeschrammt war. Allerdings hatte er sein Gegenüber im Verdacht, ihn auf subtile Weise dennoch dazu gebracht zu haben, diese Frage zu stellen. Ein Aufblitzen in den grünen Augen Harrys bestärkte ihn noch in seiner Ansicht. Er konzentriert sich aber wieder auf die Ausführungen, denn Harry hatte weitergesprochen:
„Mr. Malfoy, ich denke, sie kennen die jüngste dunkle Geschichte Englands zweifellos aus eigener Anschauung. Meines Erachtens war die größten Fehler der damaligen Regierung die laxe Einstellung gegenüber verdächtigen Personen, die Korruption und die Neigung, verdächtige Todesser einfach wegzusperren und den nächsten Ausbruch abzuwarten. Dies alles wird durch die Anwendung des Kriegsrechts in Verbindung mit dem magischen Eid verhindert. Mir kommt es vor allem darauf an, alle verfügbaren Mittel einsetzen zu können, ohne auf kleinliche Paragraphen Rücksicht nehmen zu müssen. Ein kleines Beispiel soll Ihnen verdeutlichen was ich meine. Dieser Fall ist nie offiziell bekannt geworden, wurde aber als der Simon-Reinfall im Ministerium zu den Akten genommen. Während Voldemorts Zeit wurde Auror Simon zu einem Einsatz gerufen. Er hatte zwei Auroren dabei und sollte einer Muggelfamilie helfen, die zwei Zaubererkinder hatte, die beide nach Hogwarts gingen. Sie wurden von Todessern angegriffen.
Als die Auroren am Tatort eintrafen, fanden sie die Eltern tot und gefoltert vor. Daneben lag ein sterbender Todesser, die anderen waren verschwunden und hatten die beiden Kinder mitgenommen. Die Befragung des Todessers, wohin die Kinder gebracht wurden, brachte keine Ergebnisse. Der Todesser verweigerte die Aussage. Simon, der selbst zwei Kinder im selben Alter hatte, flößte dem Todesser Veritaserum ein und erfuhr so, wohin die Kinder gebracht wurden. Der sowieso schon tödlich verletzte Todesser überlebte die Prozedur nicht. Schleunigst apparierten die drei Auroren zu dem Ort, der ihnen genannt wurden. Sie landeten inmitten eines Kreises von neun Todessern, die gerade grausam die Kinder folterten. Die drei Auroren schlugen sich tapfer, doch zwei davon fielen im Kampf durch den grünen Fluch. Simon konnte sich nicht anders helfen um sich und die Kinder zu retten und wandte den ‚Avada Kedavra' an. Schockiert darüber, dass sie ihr eigene Medizin zu spüren bekamen, disapparierten die Todesser, nachdem vier von ihnen zu Tode kamen. So rettete Auror Simon sein Leben und das der beiden unschuldigen Kinder. Sie kennen die Kinder Mr. Malfoy. Es waren die Brüder Creevey. Nun – wie ist Ihre Einschätzung zu diesem Vorgang, Mr. Malfoy?"
„Simon ist ein Held!", sagte Draco ohne zu überlegen.
„Das sehen wir auch so," erklang die Stimme von Amanda aus dem Hintergrund. Sie stand auf und trat neben Harry. „Tatsache ist aber, dass Simon wegen der illegalen Verwendung von Veritaserum mit Todesfolge, sowie dem Mord an vier Todessern in Askaban landete."
„Das ist doch nicht möglich!" rief Draco aus.
Harry jedoch nickte bestätigend. „Der saubere Minister Fudge leitete persönlich die Verhandlung. Es ist nicht der einzige Fall, aber der erschütterndste. Dies ist einer der Gründe, weshalb ich auf dem Kriegsrecht bestehe. Ich möchte meine Mitarbeiter vor solchen Übergriffen schützen. Im Gegenzug erwarte ich völlige Loyalität und das Vertrauen in meine Fähigkeiten und Befehle, Mr. Malfoy. Sind sie bereit, den magischen Eid zu schwören und unserer Gruppe beizutreten?"
Draco zögerte keine Sekunde. „Ja Sir, ich bin bereit."
Harry setzte eine zufriedene Miene auf und trat mit Amanda hinter dem Schreibtisch hervor. Alle Drei kreuzten ihre Zauberstäbe und sprachen die magische Formel. Nachdem die Prozedur beendet war, atmete Draco hörbar auf.
„Eine Frage noch, Captain Evans." sagte Draco, und konnte eine nervöse Spannung in der Stimme nicht ganz unterdrücken. Harry zog eine Braue hoch. „Was noch Mr. Malfoy?"
„Bei allem Respekt Sir, in Ihrer Begrüßungsrede war deutlich herauszuhören, dass sie das Land, das Ihnen so viel verdankt, nicht sehr schätzen und ihm den Rücken gekehrt haben. Während ich verstehe, dass es Ihnen nie leicht gemacht wurde, frage ich mich doch, weshalb sie alle Brücken abgebrochen haben. Schließlich gibt es doch zahlreiche Freunde, die hier zurückgeblieben sind." fragte Draco etwas unsicher, den schließlich hatte er vor wenigen Minuten Harry als seinen Vorgesetzten akzeptiert.
Harrys eben noch freundlicher Blick wurde abweisend und kalt. „Mr. Malfoy, das ist und bleibt meine Privatsache. Ich gedenke nicht, darüber zu reden und werde auch jetzt nicht damit beginnen. Während ich verstehe, dass diese alles ihre Neugierde weckt, so kann ich Ihnen versichern, dass ich nur hierher zurückgekehrt bin, um eine neuerliche Katastrophe wie im ersten und zweiten Zaubererkrieg zu verhindern. Und das nicht weil ich es auf Grund einer ominösen Prophezeiung muss, sondern weil ich es einfach durch meine Ausbildung kann. Sobald diese Krise bereinigt wurde, werde ich England wieder verlassen."
Draco erkannte, dass weitere Fragen ihn nur in Schwierigkeiten bringen würden, nickte und schwieg.
Amanda nahm ein Pergament vom Schreibtisch und murmelte leise „portus". Sie drückte Draco das Pergament in die Hand. „Dieser Portschlüssel bringt sie in ein gemütliches Lokal in der Londoner Innenstadt. Alle, die das Büro hier mit einem positiven Bescheid verlassen haben, sind jetzt dort um etwas zu feiern und sich besser kennen zu lernen. Bitte bleiben Sie dort, bis auch wir da sind."
Draco nickte, noch immer fasziniert, dass Amanda den komplexen Portschlüsselzauber quais aus dem Handgelenk stablos ausgeführt hatte. „Wie viele haben denn bestanden?" fragte er neugierig. Ein flüchtiges Grinsen huschte über ihr Gesicht. „Sechs." sagte sie lakonisch. „WIE BITTE? Nur sechs von über zwanzig?" fragte er überrascht. „Nun, das ist prozentual gesehen mehr, als in anderen Fällen, in denen wir involviert waren. Vielleicht erfahren sie irgendwann einmal mehr. Ich sage ihnen nur, dass alleine acht dieses Büro nur als Durchgang benutzt haben, da sie schon in der Sitzungshalle durchgefallen sind." Verwirrt sagte Draco: „Danke Leutnant Mowian!", ehe er mit dem Portschlüssel verschwand.
Harry fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, ehe er sich seufzend hinter den Schreibtisch setzte und sich müde die Schläfen rieb. „Nun, das lief besser als ich dachte. Draco ist ein echter Slytherin, er weiß wann es Zeit ist, seine Prioritäten zu setzen. Er ist schlau und intelligent. Wenn er seine Fähigkeiten richtig einsetzt und ausreizt, kann er uns eine große Unterstützung sein."
Amanda trat hinter ihn und begann sanft, seine Schultern zu massieren. Nach kurzer Zeit entspannte sich Harry und ließ sich in die Massage fallen. Amanda war ein Naturtalent darin und konnte mit fünf Minuten Massage fünf Stunden Schlaf ersetzen.
„Nun, es ist Zeit für Tonks. Würdest Du bitte Nymphadora Tonks hereinrufen?" Während Amanda durch die Tür verschwand zog Harry die Akte „Tonks" zu sich heran und überflog sie kurz. Als die Türe sich öffnete, trat eine sichtlich nervöse Tonks in den Raum. Während Amanda die Türe schloss, setzte sich Tonks auf den Stuhl. Auch sie musterte Harry einen Augenblick, ehe er sie ansprach.
„Aurorin Tonks. Ich denke nicht, dass ich viele Worte brauche, um Ihnen klarzumachen, um was es hier geht. Das Ministerium hat sie mir aus mancherlei Gründen empfohlen, die ich allesamt unterstützen kann. Allerdings knüpfe ich bei Ihnen einen weitere Bedingung an unsere Zusammenarbeit. Sie sind eine natürlicher Metamorphmagus, und zwar der Einzige weltweit, ist das richtig?".
Hinter Tonks Stirne rasten ihre Gedanken. Sie hatte mit allem gerechnet. Mit einem freudigen „Harry"-Schrei ihrerseits, oder einer heftigen Umarmung, oder sogar Wiedersehenstränen, aber nicht, dass Harry sie wie eine Fremde behandelte. Sie musste erst ihre Gedanken zusammennehmen und noch einmal überdenken, was Harry eben gesagt hatte. Harry ließ ihr Zeit und musterte sie indessen intensiv.
„Das ist richtig! Mir, beziehungsweise dem Ministerium ist kein weiterer Metamorphmagus bekannt. ... Sir!", setzte sie noch hinzu. Selten hatte sie sich so hilflos gefühlt, wie jetzt vor dem Schreibtisch dieses Jungen, den sie schon so lange kannte. „Bitte Sir, was ist die weitere Bedingung?"
Harry sah sie aus seinen grünen Augen an. Keine Regung war in diesen Augen zu sehen. „Nun Ms. Tonks, ich möchte Ihnen eine Frage stellen. Wie haben Sie den Umgang mit dieser seltenen Fähigkeit erlernt?"
Verständnislos sah Tonks ihr Gegenüber an. „ Aber ... Captain Evans ... wieso gelernt? Die Fähigkeit war einfach da und ich nutze sie."
Harry nickte. „Ja, das habe ich befürchtet. Sie nutzen das, was sie kennen. Sie verändern Haare, die Nase, Augenfarbe, Hautfarbe usw. Sie können sich mit langer Konzentration Stück für Stück auch in einen komplett anderen Menschen verwandeln, so lange die Körpermasse der Ihrigen ähnlich ist, können aber diese Form nicht lange halten. Animagie ist Ihnen nicht möglich und auch nicht die metamorphische Verwandlung in ein komplettes Tier. Ist das soweit richtig?"
Tonks nickte erstaunt. Dann erinnerte sie sich an ihre Aurorenausbildung und sagte schnell „Ja, Sir, das ist soweit völlig richtig!"
Harry nickte wiederum. „Ist ihnen bewusst, dass Ihre Fähigkeit, wenn sie ausgebildet wurde, weit mehr beinhaltet? Dass all die aufgezählten Einschränkungen wegfallen könnten?"
Tonks schluckte. „Davon war mir nichts bekannt Sir. Ich wusste nicht einmal, dass diese Fähigkeit ausgebildet werden kann."
„Das dachte ich mir. Sollten sie unserem exklusiven Club beitreten, werden ich oder Leutnant Mowian sie ausbilden." sagte Harry.
„Aber Sir, bei allem Respekt, ich weiß, dass Sie kein Metamorphmagus sind." rief Tonks.
Amanda, die diesen Einwand erwartet hatte, trat neben Harry. „Sehen Sie her Ms. Tonks."
Tonks richtete ihren Blick auf den Schwarzen Engel. Einen Augenblick später stand an ihre Stelle ein blühender Kirschbaum, dessen Zweige bis zur Decke reichten. Noch während Tonks den Baum verblüfft anstarrte, verwandelte sich Amanda zurück.
„Aber...aber...wie..." stotterte Tonks. Amanda lächelte eines ihrer seltenen Lächeln an diesem Tag. „Glauben Sie mir, Captain Evans kann das auch. Es ist Teil der Ausbildung in der Endphase und nur „Schwarze Engel" haben diese Fähigkeit, da sie eine enorme magische Kraft voraussetzt. Es ist eine etwas andere Magie als Sie sie kennen. Da sie allerdings ein natürlicher Gestaltwandler sind, könnten Sie mit dieser Ausbildung unerreichte Höhen erklimmen."
Nun leuchteten die Augen der jungen Aurorin. „Wo muss ich unterschreiben...", sagte sie leger, und wurde sofort rot, als sie ihre Respektlosigkeit erkannte. Amanda winkte ab, während sie von Harry intensiv gemustert wurde. „Captain Evans hat noch niemanden gefressen, der einen Scherz gemacht hat." sagte Amanda und fing einen kritischen Blick ihres Kollegen ein. „Danke, Leutnant Mowian, ich kann durchaus für mich selbst sprechen." sagte Harry kühl. „Ja Sir! Entschuldigung Sir!", Amandas Haltung straffte sich augenblicklich bei der Rüge ihres Vorgesetzten. Natürlich enthielt die Ausbildung exakte Vorgaben im Umgang mit Vorgesetzten, vergleichbar mit dem Drill der Muggelarmee, aber da James in der Vergangenheit nie darauf Wert legte, fiel es Amanda schwer, mit dieser Situation zurecht zu kommen. Der weicher werdende Blick von James signalisierte ihr, dass er Verständnis hatte,
„Aber Leutnant Mowian hat recht. Ich unterscheide sehr genau zwischen Scherz und Disziplinlosigkeit. Während ich nichts gegen einen Scherz habe, kann ich bei Disziplinlosigkeit sehr unangenehm werden."
In der Folge lenkte Harry das Gespräch in die gleichen Bahnen, die auch bei Draco zur Einstellung geführt hatten, nur dass Tonks der Fall „Simon" geläufig war. Der Hinweis darauf genügte, dass sie das Kriegsrecht akzeptierte. Auch sie bekam ihren Portschlüssel und verschwand. Nun waren nur noch Remus Lupin und Hermine Granger übrig.
Froh, die Konfrontation mit Hermine noch etwas hinauszögern zu können, ließ er Remus von Amanda hereinrufen. Den Vorschlag Amandas, Hermine draußen so lange Gesellschaft zu leisten, da sie jetzt ja alleine war, akzeptierte er. Mit Remus kam er auch alleine klar. Er kannte Remus als intelligenten, rationalen Menschen, der Argumenten zugänglich war. Außerdem hatte Harry wie bei Tonks ein As im Ärmel, das der Werwolf unmöglich ausschlagen konnte. Viel, viel härter würde es mit Hermine werden, weshalb er auch zum ersten Mal die Reihenfolge geändert hatte. Damit es nicht auffiel, schrieb er mehrere Namen auf die Liste, so dass er mit Hermine zum Schluss alleine war.
Wie konnte er auch erwarten, dass gerade sie für die Kommission vorgeschlagen wurde. Er schalt sich einen Narren. Natürlich musste eine solche Kapazität wie Hermine dabei sein und er hätte damit rechnen müssen.
Harry rieb sich zum wiederholten Male die Nasenwurzel, als sich die Türe öffnete und Amanda Remus zu seinem Stuhl begleitete. Harry nickte Amanda kurz zu und wartete bis sie den Raum verlassen hatte und sich zu Hermine gesellte.
Diese saß frustriert auf ihrem Stuhl und sah überrascht auf, als sich Amanda zu ihr setzte. „Ich dachte, ich leiste Ihnen Gesellschaft. So alleine kann einem rasch langweilig werden und Captain Evans benötigt mich im Moment nicht."
Hermine fixierte Harrys Stellvertreterin und nickte dann. Dennoch sprach sie kein Wort. Über die ganzen Ereignisse hinweg hatte sie keine Zeit gefunden, ihre Gedanken zu sortieren. Zuerst wurde ihr größter Alptraum wahr indem sie völlig unvorbereitet mit Harry konfrontiert wurde, dann die Sache mir der neuen Aufgabe, das Kriegsrecht, unter dem sie Harry als ihren direkten Vorgesetzten akzeptieren sollte und nun noch das Bild, das Draco mit seiner Erzählung heraufbeschworen hatte. Ein Bild, das so gar nicht zu dem Potter passte, welches sie sich in den letzten Jahren von ihm gemacht hatte.
Sie musste sich in Erinnerung rufen, dass sie nicht alleine war und von Amanda beobachtet wurde. Sie setzte sich gerade hin und sah ihrem Gegenüber in die Augen.
Amanda hingegen hatte die junge Frau nicht aus den Augen gelassen. Irgend etwas stimmte nicht mit ihr. Aus der Akte wusste sie, das vor ihre eine extrem intelligente Hexe saß. Die Verwirrung dieser Frau musste mit dem Auftauchen von James zu tun haben und sie wollte so gerne wissen weshalb. Allerdings konnte sie nicht so recht einen Anfang finden, den immerhin gedachte sie etwas über ihren direkten Vorgesetzten herauszufinden und sie wusste, dass James darüber nicht sonderlich glücklich sein würde. Andererseits hatte er nichts dagegen gehabt, dass sie mit Ms. Granger sprach.
Hermine nahm ihr die Entscheidung ab. Trotz des vorigen Hinweises auf die geforderte Anrede fragte sie direkt: „Amanda, wie lange kennen Sie Harry schon?"
Amanda verzog das Gesicht, unterließ aber einen Hinweis auf die Respektlosigkeit. Damit würde sie nicht weiterkommen. „Drei Jahre. Ich habe zwei Jahre früher mit der Ausbildung angefangen. Captain Evans ist schon mit einem umfangreichen Grundwissen bei uns eingetreten und das völlig außerhalb der Einstellungsfristen. Das lag wahrscheinlich daran, dass die IVZ unbedingt Harry Potter in ihren Reihen haben wollte, wie mir jetzt erst klar geworden ist. Er lernte mit atemberaubender Geschwindigkeit und war schon nach wenigen Wochen in meiner Gruppe. Er hatte in wenigen Wochen den Stoff von zwei Jahren in sich aufgenommen. Wie das zuging habe ich keine Ahnung."
„Er hat mitten in der Ausbildungszeit angefangen? Wieso das?" Hermine konnte sich langsam für die Frau erwärmen. Sie merkte, dass dieser viel an Harry lag, wenn sie von ihm sprach. Amanda schien Harry sehr zu bewundern und zu mögen.
„Ja, das hat mich auch sehr gewundert. Die Einstellungskriterien sind – wie alles an der IVZ – sehr hart. Es wurde gemunkelt, dass James Evans alle Anwerbungsversuche abgelehnt hatte. Er begründete das damit, dass er das Kämpfen satt hatte, genug für England getan hätte und sich nun mit seiner Freundin niederlassen und sie heiraten wollte. Alle haben sich gewundert, als er mitten in der Ausbildung trotzdem auftauchte. Ein einziges Mal habe ich ihn darauf angesprochen, ganz am Anfang, als er in meine Gruppe kam. Ich werde den Ausdruck in seinen Augen niemals wieder vergessen." Versonnen starrte Amanda vor sich hin.
Hermine schluckte. Sie konnte sich gut vorstellen, was der Grund für Harrys plötzliches Auftauchen war. Trotzdem fragte sie weiter: „Und Sie haben den Grund dafür nie herausgefunden?"
Amanda nickte nachdenklich. „James ist für alle in der IVZ ein Mysterium. Er ist der mächtigste Magier, der je bei der IVZ ausgebildet wurde. Sein magischer Level ist bestenfalls mit Merlin vergleichbar. Zu Beginn trainierte er verbissen fast Tag und Nacht seine körperliche Fitness. Meines Wissens ist er der Einzige, der für seine Ausbildung einen Zeitumkehrer zur Verfügung gestellt bekam. Er war sehr verschlossen. In den zwangsverordneten Ruhephasen verschwand er einfach, oder man sah ihn auf dem Dach des Glockenturmes sitzend, wie er reglos in die Ferne blickte. Fast körperlich spürte man in ihm eine tiefe Trauer, wenn man ihn in diesen seltenen Momenten beobachtete. Ich vermutete, dass er entweder seinen Familie oder eine innig Geliebte verloren haben musste. Anders konnte ich mir seinen Gefühlszustand nicht erklären. Nach einigen Monaten begann er die Kontaktversuche nicht mehr abzublocken. Ich hatte das Glück, dass ich ihm zugeteilt wurde, als es um paarweises Training ging. Ich habe unendlich viel bei ihm gelernt und ich bin sicher, dass ich mein hohes Prüfungsergebnis alleine ihm zu verdanken habe. Das erstaunlichste dabei war jedoch, dass er trotz seiner Melancholie und den Schutzwällen die ihn umgaben, ein weiches und freundliches Wesen seinen Mitmenschen gegenüber zeigte. Niemals ging er auf einen Menschen zu, aber wenn er angesprochen oder um Hilfe angegangen wurde, sagte er niemals nein. Ich habe noch nie einen Menschen wie ihn kennen gelernt." Amanda blickte verträumt in die Ferne.
Hermine sah die Frau versonnen an. Dann fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. „Sie lieben ihn, nicht wahr?" Erschrocken sprang Amanda auf und schien erleichtert, als die Bürotüre noch verschlossen war. Dan sah sie zu Hermine hinunter und fragte sich, was sie bewogen hatte, dieser Frau ihr Herz auszuschütten. Resigniert setzte sie sich wieder hin.
„Vergessen Sie, was ich gesagt habe. Ja, ich denke, dass ich ihn liebe. Auf welche Weise kann ich nicht sagen. Seine scheinbar nie vergehende tiefe Traurigkeit weckt einen Beschützerinstinkt in mir, der ihn einfach in die Arme schließen und vor den Widrigkeiten dieser Welt beschützen möchte. Dabei kann sich James wohl selbst am Besten schützen. Ich glaube, dass James noch nie einen Mann bei einem Einsatz verloren hat. Lieber lässt er die Aktion scheitern, als dass er einen Mann, für den er die Verantwortung trägt zurücklässt."
„Menschenrettungstick!" murmelte Hermine, die an vergangene Zeiten zurückdachte.
„So könnte man es nennen" stimmte Amanda zu. „Aber alle seine Untergebenen fühlen sich unter seiner Führung völlig sicher. Sie vergöttern ihn regelrecht. Er ist zu bedauern. Eigentlich hätte gerade so ein selbstloser Mensch etwas persönliches Glück verdient."
Hermine horchte auf. „Warum probieren Sie es nicht?"
Amanda lachte freudlos auf. Sie konnte nicht glauben, welche Richtung dieses Gespräch nahm. Wenn James je erfahren sollte, was sie mit einer Außenstehenden gerade besprach, könnte sie bestimmt eine andere Einheit suchen. Irgend was jedoch schien sie mit der jungen Hexe gemeinsam zu haben.
„Das habe ich schon. Genauso wie unzählige andere junge Frauen. Merlin, er ist ein äußerst attraktiver Mann, der alles mitbringt wovon eine Frau nur träumen kann." Sie kicherte. „Unsere Ausbildung umfasst natürlich auch Überlebens-, Schwimm- und Tauchtraining. Seit ich als seine Partnerin beim Training eingeteilt wurde, haben wir jedes, aber auch jedes Training zusammen durchgestanden. Ich werde niemals vergessen, als ich ihn als vermeintlich Geschockten aus einem Seitenarm des Amazonas fischen sollte. Als ich ihn in meinen Armen hatte, vergaß ich fast die lebensgefährliche Bedrohung, welche die dortige Fauna bereithält. Ein solches Muskelpaket hatte ich noch nie in den Armen."
„Aber vergessen Sie das einfach. Bei James hat niemand eine Chance. Er ist die ganze Zeit niemals mit einem weiblichen Wesen ausgegangen. Ich sah ihn nie flirten oder auch nur eine Frau umarmen. Er weicht jeder Berührung aus, die den Anschein erwecken könnte, dass es zu mehr führen würde. Das einzige, was er zulässt, ist, dass ich ihn ab und zu massiere, wenn er zu verspannt und müde ist. Wenn er gut gelaunt ist kann nur ich manchmal eine Arm um ihn legen. Wahrscheinlich deshalb, weil wir fast Tag und Nacht zusammenarbeiten und uns doch eine gewisse Vertrauensbasis verbindet. Er hasst es, wenn ihm offensichtliche Avancen gemacht werden und er weiß, das ich es weiß. Schon allein deshalb habe ich alle Annäherungsversuche unterlassen. Wenn es sein soll, dann wird er auf mich zu kommen, denn ich denke er weiß, was ich für ihn empfinde. Wenn nicht, dann habe ich wenigstens die beste Freundschaft, die man haben kann. Ich habe mich längst damit abgefunden. Wenn meine Vermutung zutrifft, dann hat wohl nur eine einzige Frau eine Chance."
Hermine, die fasziniert Amandas Ausführungen gefolgt war, horchte auf. „Und wer soll diese Frau sein?"
Amanda zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. So reagiert ein Mann nur, wenn er seine große Liebe gefunden und erlebt hat. Entweder wurde sie ihm genommen und sie ist tot, oder sie hat sein Herz herausgerissen und ist darauf herumgetrampelt. Eine andere Idee habe ich nicht."
Hermine zuckte zusammen, als sie diese Worte hörte. Sie hatte heute mehr unterschiedliche Seiten über Harry gehört, als sie je wollte. Krampfhaft hielt sie an dem Bild fest, das sie seit drei Jahren von Harry zusammengebastelt hatte. Sie räusperte sich. „Na ja, irgendwie kam Potter heute aber auf dem Podium ganz anders rüber. Kalt, hart, und unnahbar."
Amanda runzelte über die Namensnennung die Stirn. „Ja, das ist die andere Seite von James. Worüber wir gerade sprachen, war die intime und private Seite, die kaum jemand kennt. Als „Schwarzer Engel" ist er das genaue Gegenteil. Sollten Sie Ihre Meinung ändern und doch bei uns mitmachen, werden Sie zweifellos diese Seite genau kennen lernen. Aber was auch geschieht. Ich habe James noch nie ungerecht erlebt."
Hermine blickte auf. „Warum erzählen Sie mir eigentlich so viel? Sie kennen mich doch gar nicht."
Amanda schwieg einen Augenblick. „Um James Willen. Ich wollte immer wissen, was ihn so sehr bedrückt. All die Jahre konnte er es verstecken. James hat die Gabe, über die magische Aura Kontakt zu anderen aufzunehmen. So kommuniziert er manchmal mit uns. Naturgemäß passiert das mit mir sehr häufig und ich habe gelernt, seine Emotionen einzuordnen. Diese Wesensänderung heute und Ihre Reaktion haben das Puzzle zusammengefügt, das ich so lange schon versuche zu vervollständigen. Ich denke, ich habe die Frau gefunden, die ihm das angetan hat, nicht wahr?"
Hermine nickte betroffen. Sie war nicht fähig einen Laut herauszubringen.
Amanda legte eine Hand auf ihre Schulter. „Warum? Warum haben sie einem solchen Menschen das Herz gebrochen?"
Hermine hatte Mühe ihre Fassung zu bewahren. „Ich ihm? Ich habe nicht ihm das Herz gebrochen, er hat es mir gebrochen. Er hat MEIN Herz herausgerissen und ist darauf herumgetrampelt, nicht umgekehrt. Er hat mich betrogen und ich bin gegangen. So einfach war das."
Amanda legte den Arm um die junge Frau. „Es tut mir leid." flüsterte sie. „Ich kann nicht glauben, dass James so etwas tun würde."
Hermine sprang auf. „Sehen Sie! Auch Sie glauben mir nicht. Niemand glaubt mir. Alle halten diesen Potter für einen gottverdammten Heiligen. Aber ICH - ICH habe es GESEHEN!"
Schweigen folgte diesem Ausbruch. Amanda nickte dann. „Gut. Vergessen wir dieses Thema. Aber denken Sie bitte daran, wie oft der äußere Schein trügen kann. James ist ein ehrlicher und wunderbarer Mensch. Ich werde niemals zulassen, dass er verletzt wird. Ich habe erst heute erfahren, wer er wirklich ist und da er nichts von seiner Vergangenheit erzählt, werde ich viel zu tun haben um alles über Harry Potter herauszufinden. Ich denke nicht, dass Sie Interesse daran haben, mir dabei zu helfen, oder?"
Hermine schüttelte gedankenverloren den Kopf.
„Dann bitte ich Sie nur noch um Eines. Dieses Gespräch sollte unter uns bleiben. Egal, was damals wirklich passiert ist, es würde Sie genauso wie ihn verletzen."
Wieder nickte Hermine stumm mit dem Kopf. Amanda strich ihr in einer plötzlichen Gefühlsaufwallung sanft über das Haar. Sie fand die junge Frau sehr sympathisch und wenn sie sich in sie hineinversetzte, konnte sie sich vorstellen was die junge Hexe durchgemacht hatte. Es war für sie bestimmt genauso schmerzvoll wie für James. Egal ob sie nun recht hatte oder nicht.
Irgendwie empfand sie Mitleid mit der jungen Hexe. Merlin, wenn herauskommen sollte, dass James an der Situation unschuldig war, und Amanda zweifelte keinen Augenblick daran, dann musste Hermine sehr stark sein. Spontan beschloss Amanda, dass sie ihr dabei zur Seite stehen würde.
TBC
So, diese Kapitel ist zu extra lang geworden. Eigentlich sollte die erste Begegnung von Harry und Hermine noch mit rein, aber es hat nicht mal für Remus gereicht. Das gibt es eben dann im nächsten Kapitel.
Ich hoffe ihr sagt mir gehörig die Meinung gelle!
