Disclaimer: Diese Geschichte basiert auf Charakteren und Situationen, die das Geistige Eigentum von J.K.Rowling sowie von verschiedenen Verlegern, inklusive Bloomsbury Books, Raincost Books und Warner Bros. Inc.- jedoch nicht nur von diesen -sind. Ich verdiene hiermit Kein Geld, noch ist es meine Absicht, irgendwelche Copyrights oder Warenzeichen zu verletzen.

Kapitel II Jagd auf eine Löwin

Das Wasserrauschen aus dem Badezimmer konnte man schon länger als eine dreiviertel Stunde vernehmen und Katie Bell dachte nicht im Entferntesten daran, jemals wieder unter der Dusche hervor zu kommen. Solche peinlichen Situationen waren ihr wie immer auf den Leib geschrieben und gerade in der Gegenwart ihres Untermieters waren sie in letzter Zeit nicht vermeidbar, so sehr sie sich auch anstrengte.

Ihren Plan sich in der Dusche zu ertränken, hatte sie gleich zu Anfang wieder verworfen, schließlich war sie eine Gryffindor und müsste genug Mut aufbringen um mit ihren Macken zu leben, auch wenn dies bedeutete, das eine dieser Macken ihre Vorliebe für den Feind war.

Als Katie nach genau einer Stunde die Dusche ausstellte und nach einem Handtuch griff, fiel ihr eine kleine blaue Flasche ins Auge, die demonstrativ neben Marcus' Rasierer stand. Ohne auch nur daran zu denken sich abzutrocknen, stieg sie aus der Dusche und begutachtete das Fläschchen eingehend, während sie das gesamte Badezimmer voll tropfte.

Sie hatte es gewusst, sie war gar nicht verrückt, jedenfalls nicht so verrückt, dass sie sich sein Aftershave schon auf seiner Haut einbildete. Sie würde den Geruch auf tausend Meilen erkennen und er hatte es vorhin definitiv getragen. Von wegen er würde es nicht finden, es war die ganze Zeit da, er hatte mit ihr gespielt, sie absichtlich provoziert und sie in diese unmögliche Lage gebracht.

Sich einerseits über die Erkenntnis freuend, das sie keiner Halluzination ihrer Geruchsnerven erlegen war und zum anderen kochend vor Wut über die Dreistigkeit der Aktion des jungen Mannes, hüllte sich Katie in ihren Bademantel und begab sich ins Wohnzimmer, wo sie sich zu allererst einmal in ihren Lieblingssessel setzen wollte um nachzudenken. Aber dazu war sie viel zu wütend. Wie ein hungriger Löwe lief sie im Wohnzimmer auf und ab während ihre Gedanken Achterbahn fuhren.

Entweder hatte diese verquere Situation einen höheren Sinn oder ihr Mitbewohner war das dümmste, was ihr je im Leben untergekommen war. Dahin war ihr ruhiger Abend, den sie mit einem guten Buch und einem Glas Rotwein vor dem Kamin verbringen wollte. Er hatte es mal wieder wie so oft geschafft, dass ihre Gedanken nur noch von ihm beherrscht waren. Irgendwann weit nach Mitternacht und unzähligen Gläsern Wein fiel Katie in ihrem Lieblingssessel sitzend in einen unruhigen Schlaf.

Der nächste Morgen kam und damit auch ein verdammt übler Kater. Und als wenn das nicht alles schon genug wäre, stellten sich Katies Nackenhaare auf um ihr zu signalisieren, dass sie beobachtet wurde. Nicht das sie hätte lange raten müssen von wem, es war mehr als klar, wer mal wieder seine Augen unverhohlen über ihren Körper gleiten lies. Die junge Frau brauchte sich nicht einmal umzudrehen, um zu wissen, dass der Slytherin mal wieder lässig am Türrahmen lehnend dastand und sie betrachtete, als würde er sie mit seinen Blicken ausziehen. Er machte das mit voller Absicht um sie mal wieder auf die Palme zu bringen. Das war immer so und würde immer so sein. Was sollte es auch einen anderen Grund haben. Sie wartete noch genau ganze fünf Minuten ab und bewegte sich kein Stück, in der Hoffnung, er würde endlich aufhören sie anzustarren und verschwinden. Aber nichts dergleichen geschah.

Marcus selbst fand seine Position nicht gerade unbequem und dachte nicht daran, auch nur irgendwo anders hinzugehen, insbesondere nicht bei der Aussicht. Katie Bell nur im Bademantel auf dem Sessel schlafend, das fand man nicht jeden Tag vor. Besonders nicht wenn der Bademantel auch noch die Slytherinfarben trug. Ihm war bewusst das Katie bereits wach war, immerhin hatte sie sich zuvor kurz bewegt und ihr Atem ging nicht mehr allzu regelmäßig. Woher er das wusste? Er erkannte es an dem Heben und Senken ihrer Brust. Immerhin war er auch nur ein Mann und es gab nun mal so manche Körperregionen, denen er mehr Beachtung schenkte als anderen.

Warum sie sich nicht bewegte und keinen Mucks von sich gab, erschloss sich ihm aus keiner seiner logischen Überlegungen. Er könnte einfach warten und sehen wie lange sie das so aushielt, aber er war ein Slytherin und damit nicht gerade ein geduldiger Mensch.

Katie dachte zuerst er würde gar nicht mehr verschwinden und gerade als sie sich sicher fühlte und sich entspannt strecken wollte, spürte sie einen warmen Atem an ihrem Ohr und erschreckte sich furchtbar als sie plötzlich Marcus Stimme vernahm.

„Na Bell, spät geworden? Du hättest doch nicht extra auf mich warten brauchen!"

Noch bevor er zu Ende gesprochen hatte fuhr sie erschrocken aus dem Sessel hoch und ein für seine Ohren unangenehmer Schrei erklang durch die gesamte Wohnung.

„Was sind wir denn heute so schreckhaft, Schätzchen? Ich weiß ja das du dich immer freust mich zu sehen, aber deshalb musst du doch nicht gleich an die Decke gehen."

Katie suchte verzweifelt nach den richtigen Worten. Es konnte nicht wahr sein, dass dieser Macho sie schon am frühen Morgen auf die Palme brachte. Wenigstens war sie beruhigt, dass ihre verteufelte innere Stimme für diesen Morgen zu schweigen schien. Vielleicht schlief dieser Teil von ihr so früh am Morgen noch. Katie fragte sich in diesem Moment, wie früh es eigentlich genau war, als sie schon auf eher unangenehme Weise eine Antwort bekam.

Es ist noch viel zu früh am Tag um sich über Lappalien aufzuregen. Genieße lieber diesen wunderbaren Anblick von einem Bild von einem Mann, der sich dir zu solch früher Morgenstunde bietet!"

Zu früh gefreut sie war noch da. Scheibenkleister! Jetzt hatte sie zwei nervige Untermieter, einen in ihrer Wohnung und einen zweiten in ihrem Kopf. Als hätte sie nicht schon genug Probleme in ihrem Leben.

„Flint, was soll das so früh am Morgen? Ist dein einziger Lebenszweck mir auf den Zeiger zu gehen oder hat das eine tiefere Bedeutung das ich andauernd dazu gezwungen bin auf der Hut zu sein?"

Auch diesmal büßte Marcus nichts von seinem Lächeln ein, als Katie sich ihm kampfeslustig gegenüberstellte. Sein Lächeln war sogar noch anzüglicher als sonst.

„Da hat aber jemand schlecht geschlafen. Vielleicht wäre es in deinem Bett gemütlicher gewesen. Oder auch in meinem, wie man es nimmt!"

Katie hatte es satt sich das ganze anzuhören. Da verging einem schon gleich der Appetit. Zudem kam noch, dass sie einfach kein Morgenmensch war. Sie benötigte erst einmal einen Kaffee bevor sie überhaupt zu Nettigkeiten fähig war. Ihre nervige kleine Stimme geflissentlich ignorieren, die schon wieder irgendetwas sehr anzügliches von sich gab, griff die junge Frau nach einem Kissen und schmiss es in Richtung des selbstgefällig grinsenden Slytherin.

Dieser hatte seine Reflexe keinesfalls im Laufe der Jahre eingebüßt, wehrte das Kissen mit Leichtigkeit ab und musste noch breiter grinsen als er wieder zu Katie sah.

„Süße, nicht das es mich stören würde, aber dein Bademantel ist ein wenig verrutscht und bietet mir eine wunderbare Aussicht auf zwei sehr entzückende Teile deines Körpers!"

Noch während er sprach, wanderten seine Augen wieder intensiv über Katies Körper und blieben an ihrem Oberkörper hängen, wo ihr Bademantel tatsächlich etwas verrutscht war.

Die Angesprochene zog zuerst eine Augenbraue in die Höhe und schaute dann an sich herunter. Schnell bemerkend, dass der junge Mann Recht hatte, verdeckte sie ihre Blöße und hielt den Bademantel mit der rechten Hand zusammen, während sie ohne ein weites Wort an ihm vorbei stürmte, so dass er nur noch weniger Sekunden später ihre Zimmertür zuknallen hören konnte.

Oh Merlin, war ihr das vielleicht peinlich. Ihr Gesicht machte dem Hause Gryffindor durch seine rötliche Farbe alle Ehre. Sie stand praktisch halbnackt vor Marcus Flint und hatte es nicht einmal bemerkt. Ganz zu schweigen davon, dass dieser sie schon wieder mit seinen Augen verschlungen hatte.

Verzweifelt aufstöhnend vergrub sie ihr Gesicht in ihren Händen und setzte sich auf ihr Bett. Ganz ruhig durchatmen. Alles wird gut. Wenn sie sich nichts anmerken lassen und über diesen Vorfall hinwegsehen würde, würde Flint diesen Vorfall sicherlich auch bald vergessen haben.

Na das will ich aber nicht hoffen. Auf diese Art hat er doch schon eine Kostprobe von dir bekommen und ihm schien gefallen zu haben, was er gesehen hat."

Nein, nein und nochmals nein. Das konnte nicht wahr sein. Nicht einmal solch eine Schmach war ihr vergönnt alleine zu ertragen. Selbst da musste sich ihre besserwisserische Stimme einmischen, die leider ganz und gar nicht auf ihrer Seite war.

Katie musste hier raus. Wenn sie sich an einem Wochenende schon nicht in ihre Arbeit stürzen konnte, so war es doch wenigstens möglich, dass sie ganz in Ruhe ein paar Freunde besuchen konnte. Wenigstens ein paar Leute die nicht drauf und dran waren sie in die Hände des Feindes zu spielen. Schlimm genug, dass ein Teil von ihr selbst dies versuchte.

Kaum hatte sie den Gedanken zu Ende gedacht, war sie auch schon dabei ihren Kleiderschrank nach etwas passendem zu durchsuchen. Sie würden den Zwillingen einen kleinen Besuch abstatten und dabei gleich ein ernstes Frauengespräch mit Freds Verlobten Angelina führen können, die auch gleichzeitig eine ihrer besten Freundinnen war.

Wie Katie letztendlich aus der Wohnung gekommen war, ohne das es für sie in einer peinlichen Begegnung mit Marcus geendet hatte, würde sie nicht einmal in ihrem Tagebuch erwähnen. Das einzig wissenswerte und wirklich lehrreiche was Katie von dieser Aktion weiter geben konnte, war die Gewissheit, dass Feuertreppen lebensgefährlich sein können.

Eine weitere Stunde später saß sie zusammen mit Angelina bei einer heißen Tasse Schokolade in einer Wohnung oberhalb des Ladens der Zwillinge und überlegte zwanghaft, wie sie Angelina die Situation, die bei ihr in der Wohnung herrschte, klar machen sollte, wenn sie diese nicht einmal annähernd selbst verstand.

„Also Süße, komm schon. Was ist mit dir los? Du wirkst ziemlich unruhig, für jemanden der sonst so ein Kontrollfreak ist wie du. Hat etwa jemand anders die Zügel in die Hand genommen oder was ist passiert?"

Das sie damit genau ins Schwarze traf, konnte Angelina an dem Gesichtsausdruck ihrer Freundin erkennen. Katie war immer nervös wenn es nicht sie selbst war die, die gesamte Kontrolle über eine Situation hatte. Dies war damals im Quidditch so gewesen und auch später im Beruf als sie magisches Recht studiert hatte. Besonders schlimm, wie Angelina fand, wirkte sich diese Eigenschaft auch auf Katies Liebesleben aus.

Jedes Mal wenn sie genug Vertrauen aufbringen sollte um loszulassen und sie sich einmal in einer Beziehung völlig sollte treiben lassen, bekam sie kalte Füße und rannte davon. Der Gedanke, die Kontrolle an jemanden anderen zu übergeben, war für sie die Hölle.

„Was? Nein! Jemand hat es geschafft, das die große Katie Bell die Kontrolle verliert? Diese Person muss ich kennen lernen!"

Angelina war wirklich neugierig darauf, wer es geschafft hatte, Katie die völlige Kontrolle zu entreißen. Sie konnte ihrer Freundin ansehen, dass sie bereit war ihr alles zu erzählen. Dass sie es sogar bereitwillig tun wollte, aber anscheinend nicht wusste wie sie oder wo sie anfangen sollte.

„Na ja... also, versprich mir das du nicht lachst!"

Nun war es wieder an Angelina merkwürdig zu schauen. Was für ein merkwürdiges Versprechen sollte das nun schon wieder sein. Aber wenn es sein musste um endlich zu erfahren was ihrer Freundin auf dem Herzen lag, sollte es ihr Recht sein. Kaum war das Versprechen über Angelinas Lippen fuhr Katie mit ihren Ausführungen fort.

„Weißt du Angelina, ich glaube ich fange an zu spinnen. Nein, jetzt guck nicht so. Ich bin nicht verrückt. Oder nein, vielleicht bin ich das doch. Ich weiß nicht wie ich sagen soll, aber ich höre da diese Stimme!"

Bei Merlin das hörte sich sogar in ihren eigenen Ohren total bescheuert an. Sie konnte sich sicher sein, dass ihre Freundin gleich die netten Leute aus St. Mungos über das Flohnetzwerk informieren würde und sie konnte sich dann wahrscheinlich ein Zimmer mit Lockhart teilen. Angelina wusste nicht ob ihre Freundin einen Scherz machte oder ob das ihr absoluter Ernst war. Deshalb wollte sie lieber noch einmal nachfragen.

„Stimme?", fragte Angelina ungläubig. „Was für eine Stimme?"

Okay, wie sollte Katie ihr nun erklären was sie da hörte? Sie wusste es ja nicht mal selbst. Eine Ahnung hatte sie ja, aber warum zur Hölle hatte sich solch ein gestörtes Unterbewusstsein? Ohne diese nervige Stimme war sie schon verrückt genug.

„Na ja, eine Stimme halt. Und diese macht sich zu meinem Ärger ziemlich anzügliche Gedanken, was meine Beziehung zu Flint betrifft"

Hatte sie gerade wirklich das Wort Beziehung im Zusammenhang mit sich und ihrem unmöglichen Untermieter gebracht? Ihr ging es wirklich nicht gut. Sie hatte den Eindruck ihr geistiger Zustand verschlimmerte sich von Minute zu Minute. Vielleicht hatte sie in ihrer Schulzeit zu viele Klatscher auf dem Spielfeld abbekommen. Irgendwann rächt sich bekanntlich alles.

„Eine BEZIEHUNG?"

Angelina wusste das ihre Reaktion etwas hysterisch war, aber das Wort Beziehung in diesem Zusammenhang, war einfach... dafür gab es keine Worte. Es war so, als hätte ihr Verlobter ihr erzählt, er hätte sie mit ihrem ehemaligen Zaubertränkelehrer betrogen. Der Vergleich hinkte zwar, das musste auch Angelina zugeben, aber so kam es ihr nun mal vor.

„Seit wann haben du und Flint denn bitte eine Beziehung? Habe ich da was verpasst?", hakte Angelina nach und verdrängte das Bild von Katie und Marcus Flint, die hemmungslos knutschend auf Katies Sofa lagen aus ihrem Kopf, weil das einfach zuviel für sie war.

„Doch nicht so eine Beziehung. Es ist eher...na ja...ach, ich weiß auch nicht"

„Was ist es denn dann?"

„Na ja, also, das ist eher so, dass er und ich...Ach, ich glaube, ich sollte dir lieber alles ganz von Vorne erzählen. Auch wenn ich es selber nicht recht verstehe"

„Na, da bin ich aber mal gespannt, wie du mir das Wort Beziehung und Flint im Zusammenhang mit dir sinnvoll erklären willst"

Katie wusste das dies ein sehr langes Gespräch werden würde und sie müsste bei Angelina am besten ganz von Vorne anfangen, wenn sie die Hoffnung auf nur einen Funken Verständnis haben wollte.

Währenddessen hatte Katies Untermieter in ihrer Wohnung gerade entdeckt, dass Katie sich nicht mehr in der Wohnung aufhielt. Nicht das er neugierig gewesen wäre, warum sie so lange nicht aus ihrem Zimmer kam. Sein Bedürfnis die junge Frau zu sprechen war anderer Natur.

Als er sich ins Badezimmer begeben wollte um sich frisch zu machen, landete er unglücklich auf dem Boden und stieß sich dabei den Kopf am Waschbecken. Irgendjemand hatte das gesamte Badezimmer mit Wasser voll getropft und da er Katie heute Morgen nur im Bademantel vorgefunden hatte und sie zudem die einzige Person war die außer ihm das Badezimmer benutze, war es nun mal logisch das sie die einzige Verdächtige war.

Leider fand er ihr Zimmer aber verlassen vor und als er das offene Fenster sah, wusste er nicht ob er immer noch wütend sein oder ob er einfach über ihre Verrücktheit lachen sollte. Das war mal wieder so typisch Katie. Statt sich wie eine Gryffindor mutig gegen ihn zu stellen machte sie lieber einen Umweg. Besonders in letzter Zeit lief sie immer mehr von den Konfrontationen mit ihm davon, wie ihm aufgefallen war. Doch er versucht sein bestes, dies gerade nicht zuzulassen.

Gerade als er das Zimmer wieder verlassen wollte, fiel ihm ein rotgoldenes Buch ins Auge, dass demonstrativ auf ihrem Bett lag. Er musste nicht einmal nachsehen, um zu wissen, dass es sich dabei um ihr Tagebuch handelte. Aber sollte er es wirklich wagen und darin lesen? Es würde ihm sicherlich zum Vorteil gereichen, zu wissen was sie dachte und wo ihre Schwachstellen lagen. Aber sollte er es wirklich riskieren für diese Tat von einer Löwin zerfleischt zu werden?

Langsam ging er zu ihrem Bett rüber und nahm das Buch in die Hände. Eine ganze Weile ließ er es von einer Hand in die andere wandern, während in seinem Inneren ein Kampf tobte. Er würde zu gerne wissen, was in Katie vor sich ging und wo anders würde sie vollkommen ehrlich sein, als in ihrem Tagebuch? Der Slytherin in ihm wollte dieses Tagebuch öffnen und lesen. Er wollte wissen, ob Katie in ihm mehr sah, als nur einen ehemaligen Mitschüler. Ihm selber war schon lange klar, dass zwischen ihnen beiden wesentlich mehr war als das und er wusste auch, dass ihr das klar war. Er sah es in ihren Augen, wenn es mal wieder zu einem ihrer kleinen Rededuelle kam. Aber war sie auch ehrlich sich selbst gegenüber?

Marcus ließ sich auf ihr Bett sinken und starrte das Buch an. Er ließ den Blick durch Katies Zimmer wandern, schweifte dabei über die Fotos an den Wänden, die ihre Freunde aus dem Gryffindor-Quidditchteam zeigten und verzog das Gesicht. Sein Blick wanderte zu ihrem Schreibtisch in der Ecke, der überquoll vor Büchern, Akten, Pergament, Zeitungen, Briefen, Federn und Tintenfässern. Scheinbar hatte sie eine ganze Menge Arbeit mit nach Hause gebracht. Er verdrehte die Augen und schüttelte den Kopf. Dann wanderte sein Blick weiter zu ihrem Kleiderschrank und der daneben stehenden Kommode und ein mehr als anzügliches Grinsen huschte über sein Gesicht. Frauen bewahrten doch ihre Unterwäsche in Kommoden auf, oder? Noch so eine Verlockung, von der er genau wusste, dass es nicht gut war, ihr nachzugeben. Er riss seinen Blick schließlich mit Zwang vom Anblick ihrer Kommode los und sah wieder auf das kleine rotgoldene Tagebuch in ihren Händen, mit dem er immer noch gedankenverloren spielte. Er runzelte kurz die Stirn – und legte es dann wieder zurück auf die Stelle, wo er es gefunden hatte, stand auf und verließ den Raum. Er hatte es nicht nötig, in ihrem Tagebuch zu lesen. Er würde Katie auch so kriegen.

A/N:

So endlich das nächste Kapitel freu also an der Länge verspreche ich noch zu arbeiten, sitze auch schon fleißig am nächsten Kapitel.

Ganz lieben dank an meine Betaleserin KitKat2006 die mir wirklich gut geholfen hat dem Kapitel den letzten schliff zu geben.

Und vielen vielen lieben dank für euren lieben kommentare.

So ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen und ihr seid so lieb und schreibt mir ein Review, als einen kleinen ansporn für mich, mich mit dem nächsten Kapitel noch mehr zu beeilen.

Bis zum nächsten Kapitel

Midnight