Disclaimer: Diese Geschichte basiert auf Charakteren und Situationen, die das Geistige Eigentum von J.K.Rowling sowie von verschiedenen Verlegern, inklusive Bloomsbury Books, Raincost Books und Warner Bros. Inc.- jedoch nicht nur von diesen -sind. Ich verdiene hiermit Kein Geld, noch ist es meine Absicht, irgendwelche Copyrights oder Warenzeichen zu verletzen.


Kapitel VII Frauenabend oder was uns auf die Hüften schlägt

Katie hatte sich über Marcus Vorschlag, den Frauenabend bei sich in der Wohnung zu veranstalten, noch einige Gedanken gemacht und kam zu dem Entschluss, dass es gar nicht mal so eine schlechte Idee war. Marcus selbst würde ja nicht anwesend sein, also warum auch nicht? Schnell hatte sie ihre zwei Freundinnen informiert und hatte sich dann noch schnell auf den Weg gemacht um noch einige Nervennahrung zu besorgen und dazu gehörte Unmengen an Schokolade.

Wieder Zuhause angekommen wechselte Katie noch schnell ihr Outfit in etwas viel gemütlicheres und wartete dann ungeduldig auf das Eintreffen ihrer zwei Freundinnen.

Marcus währenddessen, war gemeinsam mit Adrian unterwegs um ein wenig auf andere Gedanken zu kommen und nebenbei dem Geheimnis seines Freundes auf die Schliche zu kommen. Er wusste zwar, dass dieses Unterfangen fast an Unmöglichkeit grenzte, aber Hartnäckigkeit war nun mal eine seiner leichtesten Übungen, das hatte er im Umgang mit Katie bewiesen und so war er sich sicher, das wenn jemand das Unmögliche zustande brachte, dann er.

„Du scheinst in deiner Beziehung zu Katie ja schon Fortschritte zu machen. Ich hätte damals als du zu ihr gezogen bist ja niemals gedacht, dass du es so ernst meinst, wie es jetzt den Anschein hat!"

Marcus selbst hatte schon oft daran zurück gedacht, wie alles angefangen hatte und auch wenn er sein Ziel noch nicht ganz erreicht hatte, das was sich bisher zwischen ihm und der ehemaligen Gryffindor entwickelt hatte, wollte er auf keinen Fall mehr missen.

„Ich weiß was du meinst. Es ist schon merkwürdig, dass gerade ich einer Gryffindor verfallen bin, wo ich doch zuvor keine Minute verstreichen lassen konnte, ohne jedem von ihnen den Tag zur Hölle zu machen!"

Es war schon irgendwie surreal wie die beiden Slytherins in ihrer Lieblingskneipe saßen und über die Veränderungen in ihren Leben philosophierten. Auch wenn sie immer noch dieselben waren wie zuvor, hatte sich in der Zeit nach Hogwarts so einiges verändert.

„Ich kann mich mit dem Haus Gryffindor zwar immer noch nicht anfreunden, aber ich verstehe dich. Es ist ja nicht so als würdest du jetzt mit Oliver Wood auf eine neugewonnene Freundschaft anstoßen!"

Schon allein die Vorstellung gerade dieser Situation war das absurdeste, was dem Slytherin jemals in den Kopf kam. Er schüttelte nur lachend den Kopf und widmete sich wieder seinem Getränk.

„Adrian, wir wollen es ja nicht übertreiben. Allein diese Vorstellung, die fliegende Weichbirne und ich könnten jemals Freundschaft schließen, löst in mir ein Grauen aus." (B/N: Also, das will ich überhört haben. Nicht meinen Oliver beleidigen, sonst werde ich knatschig. A/N: Doch genauso und nicht anders, Oliver wird noch Gelegenheit haben, genauso nette Dinge zu äußern, keine Sorge….und vielleicht…schweig )

Da war er wieder, der gute, alte Slytherin in ihm. Vielleicht hatte sich einiges seid seiner Zeit in Hogwarts verändert, aber lange noch nicht alles. Besonders der Hass oder besser die Abneigung gegen gewissen Rivalen seiner Schulzeit war geblieben. Auch wenn er jetzt mit einer Löwin zusammen lebte und zwischen ihnen etwas bestand, so hieß das für ihn noch lange nicht, das er gleich mit gold-rotem Haufen Freundschaft schloss.

Dafür war er einfach zu sehr Slytherin. So sehr würde er sich niemals verbiegen lassen. Nicht mal für eine Frau, auch wenn es Katie war. Immerhin schien sie auch so auf ihn zu reagieren, mit dem vollen Bewusstsein, wer er war und wie er war. Warum sich also ändern, wenn es nicht von Nöten war?

Adrian und Marcus verbrachten noch einige Zeit bei ihren Männergesprächen bis sie an diesem Abend weiterzogen.

Bei Katie waren währenddessen ihre beiden Freundinnen Alicia und Angelina schon längst eingetroffen und hatten das gesamte Wohnzimmer in Beschlag genommen. Nicht das die Couch und der Sessel nicht gemütlich genug gewesen wären, aber die drei jungen Frauen hatten sie ein paar Decken vor dem Kamin ausgebreitet und es sich schlussendlich beim Feuer gemütlich gemacht. Eine Szene welche, die jungen Frauen an ähnliche Abende im Gryffindor-Gemeinschaftsraum erinnerte.

Vor ihnen ausgebreitet lagen unzählige Tafeln Schokolade, eine riesige Schale mit Popcorn und zusätzlich hatte Katie noch eine gute Flasche Rotwein ans Tageslicht gezaubert, die bei den dreien noch besser wirkte als jede Flasche Sekt es konnte und ihre Zungen ein wenig lockerte.

Auch wenn man meinen könnte, dass beim Konsum von Alkohol Teile des Gehirns nicht aktiv waren, so war doch der Teil den Katie hoffte mit dem Wein betäuben zu können, aufgeweckter denn je und konnte sich diverse spitze Kommentare ab und an nicht verkneifen.

„Wisst ihr, ich liebe solche Abende. Ich finde wir sollten das viel öfters machen. Es ist mal erfrischend, so wie Urlaub. Nicht das ich Fred nicht lieben würde, aber selbst jemand deren Nerven aus Drahtseilen bestehen, braucht ab und an eine Pause von ihm!"

Für diesen Kommentar erntete Angelina ein amüsiertes Lachen ihrer beiden Freundinnen. Die beiden wussten nur all zu gut, was sie meinte. Die Weasley Zwillinge waren ein Freizeitpark an sich und niemand konnte es Angelina verdanken, wenn sie von Zeit zu Zeit mal Pause von ihrem Verlobten brauchte.

„Ich verstehe was du meinst. Jeder der Fred kennt tut das. Aber du hast recht. Das sollten wir wirklich öfters machen. So eine Ablenkung kann ich momentan wirklich gut gebrauchen!"

Und wie Katie diese Ablenkung gebrauchen konnte. Sie war froh endlich mal für ein paar Stunden abschalten zu können und nicht ständig darüber nachdenken zu müssen, wie sie einen Ausweg aus diesem ganzen Schlammassel finden konnte.

„Wo wir gerade beim Thema sind, Süße, erzähl doch mal was da zwischen dir und Flint läuft oder nicht läuft. Ich steig da nämlich zur Zeit überhaupt nicht mehr durch!"

Alicia hatte die Gelegenheit wahrgenommen um jetzt endlich ihre Neugier zu stillen. Sie wusste natürlich oberflächlich was passiert war, aber sie hatte das unbestimmte Gefühl, dass ihre Freundin noch viel mehr dazu zu sagen hatte.

Jetzt schaute auch Angelina ihre Freundin fragend und zugleich auffordernd an, sodass diese nur noch seufzen konnte und sich ihrem Schicksal ergab.

„Das ist ja das Problem. Was da zwischen uns ist, kann ich nicht beschreiben, dazu fehlen mir einfach die richtigen Worte. Irgendetwas hat sich in unserer Freundschaft geändert. Es ist eben diese Spannung, dieses Knistern da…"

Nun kamen sie der Sache schon näher. Da war also ein Knistern wie es Katie selbst beschreiben hatte. Angelina war zwar immer noch der Ansicht das Katie nicht die Richtigen Worte fehlten, sie diese ganz einfach nur nicht aussprechen wollte.

„Dass da ein Knistern ist, dass haben wir alle ja mittlerweile mitbekommen und wie es zu eurer Verlobung kam auch, nur wie lange das ganze schon so geht interessiert mich. Ich meine, wann hat das Ganze angefangen sich in diese Richtung zu verändern?"

Katie schaute anhand der Frage ihrer Freundin zuerst etwas verwirrt an und begann dann, sich darüber Gedanken zu machen. Das war wirklich eine gute Frage. Wann hatte das Ganze begonnen? Hatte es etwa einen bestimmten Punkt gegeben an dem ihre Beziehung offensichtlich umgeschwungen ist oder hatte sich das Ganze schleichend entwickelt?

Während sie darüber nachdachte, fiel ihr plötzlich eine bestimmte Situation ein. Eigentlich war es die Situation in der sie zum ersten Mal dieses merkwürdige Gefühl in Marcus' Nähe verspürt hatte. Also begann sie ihren Freundinnen, die es sich auf ihren Decken gemütlich gemacht hatten, davon zu erzählen, während sie beim zuhören ein Stück Schokolade nach dem anderen verzerrten.

Katie und Marcus lebten nun schon einige Zeit zusammen in der Wohnung und je öfters Katie die Wände betrachtete, kamen sie ihr lieblos und trist vor. Das Weiß war schon lange einem gelblichem Ton gewichen und Bilder hatte sie seid ihrem Einzug nicht wirklich aufgehängt. Marcus, nun ja, von ihm wusste sie nicht einmal, ob er so etwas wie Bilder überhaupt besaß.

Um aber die Wohnsituation zu verändern und alles gleich viel freundlicher zu gestalten, überraschte die junge Frau ihren Mitbewohner mit dem Plan, die Wohnung nun endlich mal zu tapezieren

Marcus Reaktion konnte man entnehmen, dass er etwas Besseres mit seiner Zeit anfangen wollte, als mit Kleister und Farbe herumzukleckern. Zudem man doch alles viel einfacher mit einem Zauber umdekorieren konnte, allerdings Katie wollte es eben auf Muggelart versuchen. Aber da er auch ein Mitspracherecht an der Farbgebung haben wollte, ergab er sich seinem Schicksal. Nicht das nachher noch überall Gryffindorfarben zu sehen waren. Katies Deko für den Wohnzimmertisch reichte ihm da vollkommen.

Und an was für eine Farbe hattest du für das Wohnzimmer gedacht?"

Marcus versuchte zumindest seiner Mitbewohnerin ein wenig entgegen zu kommen, auch wenn es ihm schwer fiel.

Ich dachte da so an Gelb, etwas fröhliches!"

Fröhlich! Das hätte er sich gleich denken können. Es war keine typische Mädchenfarbe, die ins Rosa überging, aber dennoch wollte er sich auch mit einem Gelb nicht so recht zufrieden geben. Immerhin sahen sich Gelb und Gold gar nicht so unähnlich. Jedenfalls nicht aus der Sicht eines Kunstbanausen wie Flint einer war, dessen farbliches Zusammenspiel er in seiner Umgebung immer noch meist auf seine Hausfarben beschränkte. Alte Gewohnheiten legte er nun mal sehr schlecht ab.

Die Farbfrage war bei Beiden fast ein unlösbares Problem. Irgendwie schienen sie nicht auf einen Nenner kommen zu können. Also beschlossen sie, das Los entscheiden zu lassen. Für erwachsene Menschen war es zwar ein sehr alberne Idee, aber eine andere Lösung war nicht in Sicht, wenn sie die Renovierung der Wohnung noch in diesem Jahr in Angriff nehmen wollten.

Mit Ausnahme ihrer eigenen Zimmer konnten dann dank dieses etwas albernen Losverfahrens neutrale Farben gewählt werden, die kaum etwas mit den ursprünglichen Häuserfarben der Beiden zu tun hatten. Das Wohnzimmer würde nun in einem Himmelblau erstrahlen und auch für die anderen Zimmer funktionierte das Losverfahren einwandfrei.

Ich bin überrascht das es auf diese Art und Weise geklappt hat und wir uns endlich über die Farben einig sind!"

Katie war wirklich überrascht. Ihr wäre natürlich ein einfacher Kompromiss lieber gewesen. Aber da Flint auf keinen ihrer Vorschläge einzugehen schien, gab es für sie keine andere Möglichkeit, als auf seinen Vorschlag einzugehen. Zwar kam ihr das Losziehen ziemlich kindisch vor, jedoch hatte sie genauso wenig Lust sich länger als nötig mit solchen Lappalien wie die Farbe der Wände auseinander zu setzen. Ihr tat jetzt schon die Frau leid, die später einmal mit ihm eine Ehe führen würde. Wenn er denn jemals eine Frau finden würde.

Schließlich war es ja auch meine Idee, also musste es funktionieren!"

Es war typisch Slytherin und ein anderes Verhalten war von ihm nicht zu erwarten und hätte wahrscheinlich auch störend in seinem Auftreten gewirkt. Katie hatte sie längst damit abgefunden oder versuchte zumindest die Tatsache zu verdrängen, dass sie mit einem Slytherin zusammen wohnte und auch irgendwie mit ihm befreundet war.

Für Marcus war seine Arroganz ein Teil seiner Persönlichkeit, sodass diese Aussage ihm nicht einmal negativ auffiel.

Wir hätten auf deine Idee gar nicht erst zurückgreifen müssen, wärst du bei der Farbwahl nicht so stur veranlagt und ein wenig kompromissfreudiger gewesen!"

Zwar war Katie sich seiner arroganten Art mehr als bewusst und sah auch keinen Weg solch eine eingefahrene Angewohnheit zu ändern, aber sie wäre wiederum nicht sie selbst wenn sie diese Arroganz spurlos an sich vorbei ziehen ließe. Kontra zu geben und sich gegen ihn zu stellen war schon eine ihrer Spezialitäten während der Schulzeit.

Und sie hatte sich nicht geirrt wenn sie der Annahme erlag, dass er ihren Widerstand und ihre Widerworte nicht so einfach hinnehmen würde. Es war so voraussehbar für sie, wie es schon immer gewesen war und nachdem sie beide zusammen wohnten intensivierte sich diese Voraussehbarkeit in fast allen Lebensbereichen.

Ich lasse mir nun mal nicht deinen Gryffindorwillen und schon gar nicht deine Hausfarben aufschwatzen!"

Schon wieder! Katie hatte ganz genau gewusst was er sagen wollte. Zwar konnte sie nicht seinen genauen Wortlaut voraussehen, aber dazu reichte ihr Wissen in Wahrsagen nun auch wieder nicht. Sie wusste ganz einfach wie er tickte, auch wenn es komisch war für sie dies zuzugeben, nicht mal ihr Verlobter war so leicht zu durchschauen wie Flint. Nicht dass sie ihren Verlobten nicht lieben würde, ganz im Gegenteil, aber trotz seiner undurchschaubaren Seite konnte sie noch eher Überraschende und höchst interessante Wendungen in Marcus Charakter feststellen als in denen ihres Verlobten.

Verwirrt schüttelte Katie den Kopf über ihre wirren Gedanken und kam zum eigentlichen Thema zurück. Die Renovierung der Wohnung.

Wie auch immer du meinst. Bevor du dich noch weiter in deinem nicht vorhandenem Ruhm badest, könnten wir nun endlich zu einem Baumarkt aufbrechen? Ich wollte die Farbe für die Wände noch gerne in diesem Jahrhundert besorgen!"

Katies Ansage klang dann doch ein wenig angenervter als sie eigentlich rüberkommen sollte. Aber Katie wollte nicht Gefahr laufen noch mehr solcher konfusen Gedankengänge zu verfallen und endlich das leidige Thema hinter sich bringen. Und wenn sie als guten Nebeneffekt ihrem Mitbewohner dann auch noch Feuer unterm Hintern machen konnte, war ihr dies auch mehr als Recht.

Gemeinsam, jedoch mit unsagbaren lauten um langatmigen Protest seitens des männlichen Parts des Zweiergespanns, machten sich die Beiden dann auf den Weg in einen Muggelbaumarkt. Dass es dem eingefleischten Slytherin dort auf keinen Fall gefiel, machte er mit seiner Mimik mehr als deutlich. Katie, die dazu hätte am liebsten eine ihrer besten Standpauken zum Besten halten wollte, begnügte sich mit der Warnung, er solle doch „diese Art von Gesichtskirmes" unterlassen solange sie sich in der Öffentlichkeit befanden.

Marcus verkniff sich darauf jeden Kommentar und verschwand hinter irgendeinem Regal um sich einmal genauer in der für ihn fremden Umgebung umzusehen. Je länger er sich in diesem Geschäft aufhielt, desto merkwürdiger erschienen ihm die Muggel. Er bekam Dinge zu Gesicht, die er nicht wirklich einordnen konnte. Vielleicht hätte er früher doch Muggelkunde belegen sollen, denn vielleicht käme er sich dann jetzt nicht ganz so vor wie Alice im Wunderland.

Als er gerade in den nächsten Gang abbiegen wollte, zerrte ihn Katie an der Schulter in eine ganz andere Richtung, in der schon ein Verkäufer auf sie wartete, dessen freundliches Grinsen anscheinend auf seinem Gesicht festgewachsen war.

Nachdem Katie diesem ihre Besorgungsliste überreicht hatte, ging der Verkäufer gleich an die Arbeit und wuselte nach Marcus' Meinung wie ein aufgeschrecktes Frettchen durch den Baumarkt.

Nicht das Katie die Möglichkeit eines Einkaufswagen außer Acht gelassen hatte, jedoch hatte sie ja Marcus zum tragen dabei, der zwar nicht ganz begeistert schien, aber dennoch dazu bereit war alles dazu beizutragen dieses Geschäft so schnell wie möglich zu verlassen.

Langsam habe ich den dringenden Verdacht du hast mich nur mitgenommen, damit du einen Packesel hast!"

Marcus war vielleicht ein Slytherin und somit meistens nicht die Freundlichkeit in Person, was noch stark untertrieben war, dennoch war er nicht auf den Kopf gefallen und war sich bewusst das Katie diese Renovierung dazu nutze, ihm einige Kleinigkeiten aus ihrer Vergangenheit zurückzuzahlen.

Ich könnte jetzt zwar sagen, das du dir das nur einbildest und ich nie auf die Idee käme, dich derart zu missbrauchen, aber dann müsste ich Lügen!"

Unglaublich wie Katie ihm diesen Satz entgegenbrachte. Er musste zugeben, sein Einfluss war nicht gerade der beste dem sie tagtäglich ausgesetzt war. Irgendwie schienen seine sarkastischen Äußerungen und noch einige andere Eigenschaften seines zweifelhaften Charakters auf sie abzufärben. Ob dies nun vorteilhaft war oder nicht würde sich noch zeigen.

Wie slytherinhaft von dir. Manchmal erliege ich dem Glauben, du wurdest ins falsche Haus gesteckt!"

Auf diesen Kommentar hin streckte Katie ihrem Mitbewohner nur auf kindische Weise die Zunge heraus und machte sich dann auf den Weg.

Kaum waren sie wieder Zuhause angekommen, wurden zuerst einmal die Möbel abgedeckt bzw. Katie deckte die Möbel ab während Marcus erst einmal für einige Zeit in seinem Zimmer verschwand. Katie hätte sich deshalb wieder aufregen können, ließ es jedoch auf sich beruhen und versuchte das Beste aus der Sache zu machen. So würde ihr zumindest keiner beim Streichen hereinreden.

Aber wie so oft in letzter Zeit und besonders wenn es um ihren Mitbewohner ging, hatte sie sich zu früh gefreut. Kaum hatte sie die meiste Arbeit hinter sich gebracht und wollte gerade anfangen die Farbe im Wohnzimmer aufzutragen, stand der junge Mann selbstgefällig grinsend im Türrahmen und schaute Katie von oben bis unten an.

Wollte die Dame etwa ohne mich anfangen?"

Am liebsten hätte Katie ihm jetzt einen riesengroßen blauen Strich auf sein Gesicht gemalt. Es bedarf schon einer ziemlichen Dreistigkeit die Arbeit andere machen zu lassen und sich im Endeffekt zu beschweren, man wolle ohne einen anfangen. Um sich zu beruhigen dreht sie ihm den Rücken zu und atmete einmal tief durch.

Schön, dass der Herr sich auch mal bequemt hier aufzutauchen. Schnapp dir einfach einen Pinsel und fang an zu streichen, falls das nicht deine Fähigkeiten übersteigt."

Ehrlich gesagt war Katie zu diesem Zeitpunkt stinksauer. Irgendetwas an dem Verhalten des jungen Mannes machte ihr zu schaffen, obwohl sie nichts anderes von ihm gewohnt war.

Ohne jedoch einen weiteren Kommentar abzugeben, den Katie mehr als erwartet hatte, schnappte sich Marcus ebenfalls einen Pinsel und beide begannen damit dem Wohnzimmer ein wenig Farbe einzuhauchen.

Nach einiger Zeit war es Katie dann doch etwas zu still. Doch bevor sie sich wieder in ein unsinniges Streitgespräch mit ihrem Mitbewohner hineinmanövrieren würde, machte sie lieber Musik an, die ihre Laune verbesserte.

Verdammt Bell, mach den Lärm aus, reicht es nicht, dass du mich in dieses Muggelgeschäft gezerrt hast, muss es jetzt auch noch das gekrätze einer Muggelband sein?!"

Das Wort Muggel spuckte Marcus ihr dabei gerade zu vor die Füße. Es war schließlich kein Geheimnis wie seine Ansichten dazu aussahen.

Niemand hat dich gezwungen mitzugehen, außerdem schienst du den Laden doch ganz interessant zu finden, sonst hätte ich dich nicht erst suchen müssen!"

Katie konnte sich ein triumphierendes Lächeln nicht verkneifen, sie glaubte ihn endlich in die Ecke gedrängt zu haben, jedoch auch hier hatte die Löwin sich wie so oft getäuscht.

Ich hab mich nicht freiwillig in diesem Irrenhaus verlaufen, ich war etwas durch diese abstrusen Foltergeräte irritiert!"

Die Ernsthaftigkeit mit der Marcus von Foltergeräten geredet, brachte Katie nun endgültig zum lachen, sie hatte schon vieles in einem Baumarkt gesehen, aber Foltergeräte waren dort sicherlich nicht, außer vielleicht man hasste Handwerks- und Gartenarbeit.

Das ist gut, das muss ich mir merken, IDIOT das sind alles Werkzeuge, man sollte nicht immer gleich von sich auf andere schließen, wer weiß was ihr Slytherins alles für Folterwerkzeuge besitzt…du scheinst ja eine genaue Vorstellung zu haben!"

Was eigentlich eher als Scherz gedacht war, schien den stolzen Slytherin doch ein wenig gegen die Nieren zu gehen, so dass sein Gesichtsausdruck sich innerhalb von Sekunden verdunkelte, vergleichbar mit aufziehenden Gewitterwolken.

Sei nicht albern, genauso gut könnte ich behaupten ihr Gryffindors spielt heute noch mit Puppen, aber wenn ich mir Wood und sein Gefolge ansehen, könnte ich damit mal gar nicht so unrecht haben, bei Leuten mit Haferglocken statt Gehirnwindungen, sollte mich gar nichts mehr überraschen."

Jetzt war es an Katie sauer zu werden, er konnte es mal wieder nicht sein lassen und musste ihr ehemaliges Haus in den Dreck ziehen. Statt ihm einen gepfefferten Kommentar dazu zu geben, entschloss sie sich ihn lieber zuignorieren und widmete sich wieder der Wand und stellte dabei die Musik noch um einiges lauter als zuvor.

Gerade als sie weiter machen wollte, kam ihr die Idee mit der Decke zu beginnen, so müsste sie auch nicht all zu eng mit Marcus zusammenarbeiten und konnte ihm notgedrungen mit ihrer Streichverlängerung zurechtweisen. Sie wühlte einige Zeit in zwischen den neu gekauften Sachen, bis sie fündig wurde, ein etwas verlängerter Stiel, damit sie die Decke auch vom Boden aus erreichen konnte. So lief sie nicht Gefahr auf irgendeiner Leiter herum zu kraksel und womöglich noch herunterzufallen und dann dem Spott des ehemaligen Slytherins ausgesetzt zu sein.

Sie warf sich den Stiel kurzerhand über die Schulter, zwar ein wenig heftig, aber das lag wahrscheinlich noch an ihrer aufgestauten Wut gegenüber ihrem vorlauten Mitbewohner. Gerade in diesem Moment als sie sich zu dem Eimer weißer Farbe umdrehen wollte, vernahm sie einen schmerzlichen Laut, der ganz nach Marcus klang. Mit ihrer Tollpatschigkeit hatte sie nicht daran gedacht, dass Marcus beinah hinter ihr stand und knallte ihm somit den Stiel vor den Kopf.

Auch wenn sie sich manchmal wirklich über den jungen Mann aufregte, so war dies doch wirklich keine Absicht.

Autsch! Kannst du nicht ein bisschen aufpassen, wo du mit diesem Teil herumfuchtelst?"

Er hatte ja Recht. Sie hätte besser aufpassen können, aber es schien als wenn ihre Tollpatschigkeit ihr ständig einen Strich durch die Rechnung machen würde. Doch immerhin war sie diesmal nicht ihr eigenes Opfer. Wenigstens hatte es zur Abwechslung jemand anderes getroffen, auch wenn es ihr jetzt furchtbar Leid tat.

Sorry Marcus, das wollte ich wirklich nicht. Zeig mal her."

Und wie Leid es Katie tat. Streiten mit ihm war eine Angelegenheit, aber ihm gleich wehtun, das wollte sie sicherlich nicht.

Fass mich bloß nicht an. Du hast mir beinahe den Schädel gespalten. Verdammt was sollte das? Eine absurde Rache an meiner Person?"

Egal was Katie sagte, Marcus glaubte ihr kein Wort. Für ihn sah dies sehr gewollt aus. Warum sonst hatte er diesen Holzstiel mit voller Wucht vor den Kopf bekommen?

Auch wenn sich der junge Mann stur weigerte sich von Katie begutachten und höchstwahrscheinlich noch verarzten zu lassen, so blieb die junge Frau hartnäckig.

Stell dich nicht an wie ein Hufflepuff. Schädel spalten! Manchmal neigst du wirklich zu Übertreibungen! Jetzt zeig schon her. Ich glaube du hast dort eine kleine Platzwunde!"

Nach Katies Meinung stellte der ach so große Slytherin sich wie ein kleines Kind an. Das machte er eigentlich immer wenn er sich verletzt hatte. Sie wusste nicht ob es nur bei ihm so war, oder ob dies eine Eigenart war, die dem männlichen Geschlecht grundsätzlich anhaftete.

Schnell holte sie aus dem Badezimmer ein wenig Watte und Desinfektionsmittel, während Marcus sich unter Protest auf dem noch immer von Folie abgedeckten Sessel niederließ.

So und jetzt stell dich nicht so an, es kann ein wenig brennen!"

Vorsichtig strich Katie ihm sein Haar aus dem Gesicht, so als wolle sie ihn auf keinen Fall zu intensiv berühren oder ihm gar damit wehtun. Während sich die Watte mit Desinfektionsmittel anreicherte und Katie voll und ganz darauf konzentriert war, beobachtete der junge Mann die stürmische Gryffindor genau. Zu Anfang war sein Blick noch eher misstrauisch, bevor er etwas sanftes bekam und wenn man genau hinsah, dann konnte man in seinen Augen ein Lächeln erkennen. Eines, dass seine Lippen nicht allzu oft zierte.

Und jetzt halt still!"

Ohne dass Marcus auch nur etwas erwiderte, tupfte Katie ihm vorsichtig über seine Platzwunde auf seiner Stirn und versuchte ihm nicht allzu große Schmerzen beizufügen. Marcus hingegen schien sich gar nicht mehr sonderlich gegen ihre Verarzung zu wehren und kniff nur einmal, als sie die Watte an seine Wunde setzte, die Augen zusammen.

Nachdem sie die Wunde mehr oder weniger gesäubert hatte, holte sie ein Pflaster hervor und blies noch einmal, kurz bevor sie dieses über der Wunde platzierte, ihren angenehmen warmen Atem darüber und streichelte danach ohne es wirklich zu merken über das Pflaster. Erst Marcus' Stimme holte sie zurück in die Wirklichkeit.

Es war zwar nur ein einfaches und sehr leises Danke, aber es lenkte Katie von ihrem Tun ab, sodass sie sich wieder ganz dessen bewusst war, was sie dort tat. Schnell wollte sie zurückweichen, aber schon hatte der junge Mann sie bei der Schulter gepackt und zwang sie somit, sich nicht von der Stelle zu rühren.

Von der ganzen Situation etwas verwirrt schaute sie nun genau in sein Gesicht, diesmal nicht völlig auf seine Wunde fixiert, sondern diesmal auf sein ganzes Gesicht, auch wenn dies nicht lange anhielt. Kaum blickte sie ihn ganz an, fiel ihr Blick auf seine Augen, die so einen völlig neuen Ausdruck angenommen hatten, der etwas so sanftes in sich trug, dass sie völlig aus der Bahn warf. Sie begann sich in seinen Augen zu verlieren und ganz plötzlich war es da, dieses Kribbeln.

Sie konnte es nicht wirklich definieren, aber es war kein schlechtes Gefühl, Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, war es ein wunderbares Gefühl. Etwas das sie ziemlich fröhlich stimmte…

Nachdem die junge Frau mit ihrer Erzählung geendet hatte, fand sie ihren beiden Freundinnen in zwei völlig verschiedenen Posen vor sich.

Die Ältere der beiden grinste seelig vor sich hin, was nur so viel bedeuten konnte, wie, dass sie sich in ihrer Vermutung durch Katies Geschichte nur noch mehr bestätigt fühlte. Jedenfalls machte Katie der Gesichtsausdruck ihrer Freundin Angst. Sie würde am heutigen Abend kein Stück Schokolade mehr bekommen. Das würde ihr sicherlich den Rest geben. Sie sah ja jetzt schon aus, als wenn sie unter einem Zuckerschock leiden würde.

Alicia dagegen ähnelte da eher einem Fisch auf dem Trockenem. Ihr Mund bewegte sich immer wieder auf und zu, sodass man befürchten musste, die junge Frau würde durch einen baldigen Krampf jeglicher Gesichtsmuskeln ein sehr entstelltes Gesicht zur Schau tragen.

Der bzw. die Einzige die nicht irgendwelche Grimassen zog, und das wahrscheinlich nur, weil sie keinen realen Körper hatte, war Katies zutiefst verabscheuungswürdige innere Stimme, die natürlich einen Kommentar ihrerseits nicht unterlassen konnte.

Hrrrr gerade an den besten Stellen hörst du auf….ich wette ich weiß was danach passiert ist…...hrrrr hrrrr….obwohl, wie ich dich kenne…wahrscheinlich dann doch nur eine Sache…nämlich NICHTS!"

Katie verdrehte wie so oft in letzter Zeit über diesen Kommentar nur die Augen und schaute dann fragend ihren beiden Freundinnen an, von denen sie doch eher den einen oder anderen Kommentar erwartete, auch wenn sie Angelinas sicherlich schon kannte.

„Hat es euch jetzt vollkommen die Sprache verschlagen oder überlegt ihr noch, was ihr mir dazu sagen wollt?"

Wie aus einer Starre zurückgeholt, verschwand plötzlich Angelinas Grinsen aus dem Gesicht und wich, einem überlegenen „Ich hab's gewusst"-Ausdruck. Warum hatte sie denn auch unbedingt einen Kommentar gewollt? Sie hatte ja selbst schuld an dem was nun folgen würde.

„Ich will ja nicht sagen, ich hab's gesagt, Süße, aber so wie du mir das Ganze beschrieben hast muss ich es doch sagen…ich hab's dir ja gesagt, das was euch verbindet fängt mit L an!"

Alicia die zurzeit noch etwas auf dem Schlauch stand warf nur fragend ein „Leidenschaft?" in die Runde und wartete neugierig wie sie war auf eine Antwort.

„Nein du Dummerchen, ich rede hier von Liebe!"

Alicias Augen weiteten sich in diesem Moment unglaublich und sie machte ihren Freundinnen damit schon ein wenig Angst.

„Aber das ist ja toll, dann können wir ja mal zu viert ausgehen!"

Über die Aussage ihrer Freundin jetzt mehr als irritiert, schauten Angelina und Katie sich nur skeptisch an, bevor sie sich synchron mit einem „Was?" an ihre gemeinsame Freundin richteten.

Diese schien jetzt die Situation ganz zu realisieren und meinte dann nach Katies Geschmack etwas zu schnell und viel zu hektisch „Na Angelina und ich ...mit euch beiden, so meinte ich das und nicht anders!"

Angelina, die zwar durch diese Aktion etwas aus der Bahn geworfen schien, freute sich jedoch zu sehr über ihren Triumph, sodass sie nicht weiter nachhakte, was es genau mit Alicias merkwürdigem Verhalten auf sich hatte.

„Na ja ist ja auch egal. Also hast du gemerkt das nicht alle Slytherins so schlecht sind, wie wir immer der Meinung waren?"

Katie wurden Alicias Aussagen immer suspekter. Bildete sie sich das nur ein oder ergriff ihre langjährige Freundin plötzlich Partei für die Gegenseite? Oder litt sie auch schon unter einem Zuckerschock?

„Habe ich irgendwas verpasst, oder seid wann bist du dem Slytherinfanclub beigetreten?"

Jetzt wurde auch Angelina hellhörig. Eben noch in ihrem Siegestriumph weit von der Wirklichkeit entfernt erwartete sie nun auch gespannt Alicias Antwort.

„Also, wenn ich ehrlich bin, ich fand schon während der Schudzeit den einen oder anderen Slytherin mehr als attraktiv!"

Normalerweise dürfte man jetzt zwei geschockte Gesichter erwarten, aber nichts dergleichen.

Stattdessen brachen die beiden anderen jungen Frauen in schallendes Gelächter aus und bewarfen die ahnungslose Alicia mit Kissen.

„Hey das ist unfair. Das sind zwei gegen einen. Da hab ich ja niemals eine Chance!"

Damit schnappte Alicia sich das nächstbeste Kissen und feuerte es auf Angelina ab, die genau im Gesicht getroffen wurde.

„Na warte, das bekommst du zurück!"

Und somit kam eine ziemlich wilde Kissenschlacht in Gange, bei der schon nach kürzester Zeit die Federn flogen. So viel Spaß hatten die drei Freundinnen lange nicht mehr miteinander gehabt. Die letzte Kissenschlacht bei der sich alle drei teilgenommen hatten, war schon viel zulange her und gehörte noch zu ihrer Hogwartszeit.

Nach einiger Zeit waren die drei Freundinnen dann doch etwas erschöpft und ließen sich kraftlos auf ihr Deckenlager fallen.

„Das sollten wir ruhig öfters machen, so einen Spaß hatte ich schon lange nicht mehr!"

Damit holte Katie mit ihrer letzten Kraft drei Gläser und eine Flasche Wein hervor um dem Abend noch eine Krönung aufzusetzen.

„Oh du bist ein Engel Katie. Wein ist genau das was ich jetzt brauche. Aber du hast recht. Kissenschlacht, das hab ich seid Ewigkeiten nicht mehr gemacht."

Angelina war die erste die Katie ein Glas aus der Hand nahm und begierig darauf wartete, dass diese ihr einschenkte. So erschöpft wie zuvor sah sie gar nichts mehr aus.

„Ewigkeiten sind gut. Wenn ich mich recht erinnere und du nicht an irgendwelchen heimlichen Kissenschlachten teilgenommen hast, dann endete deine letzte Kissenschlacht im Gryffindorgemeinschaftsraum und zwar mit deinem ersten Kuss mit Fred!"

Angelina musste bei dem Gedanken an diese Kissenschlacht einfach nur lachen. Ja das waren noch Zeiten. Besonders ihr erster Kuss mit Fred. Zwar ohne Zunge, aber dafür mit reichlich Federn in ihrem Mund. So konnte ein Kuss auch unvergesslich bleiben.

„Mädels, ich habe ja schon vorher gesagt das wir das öfters machen sollte. Was haltet ihr von einmal im Monat?"

Alicia nickte eifrig, während Angelina dann doch zu einer längeren Antwort ansetzte.

„Aber nur unter einer Bedingung. Irgendjemand von euch wird mit mir einen Fitnesskurs besuchen. Die Schokolade die wir hier vertilgen wird mir mit Sicherheit auf die Hüften schlagen!"

Alicia die gerade noch ein Stück Schokolade in den Mund stecken wollte, legte dieses jetzt beiseite und schaute ihre Freundin böse an.

„Toll Angelina, jetzt machst du mir schon meine Schokolade madig. Unglaublich! Dafür will ich jetzt eine Entschädigung und ein riesiges Stück Pizza!"

Angelina die damit ihren Zweck erreicht hatte und so mehr Schokolade für ihren Eigenbedarf hatte, fand die Idee nun auch noch eine Pizza zu essen gar nicht mal so schlecht, da Süßes zwar für den Genuss gut war, sie jedoch auch langsam etwas Hunger verspürte.

„Also ich hätte nichts gegen eine Pizza. Aber wer geht denn jetzt eine holen? Ich garantiert nicht. So verlasse ich diese Wohnung nicht, jetzt wo ich es mir gerade gemütlich gemacht habe. Außerdem habe ich überall Federn in den Haaren."

Da hatte sie Recht. So konnte weder sie noch eine ihrer beiden Freundinnen das Haus verlassen. Aber natürlich hatte die Gastgeberin schon eine Lösung für dieses Problem.

„Keine Sorge, Süße. Keiner von uns muss in diesem Zustand mehr das Haus verlassen. Wozu gibt es denn Lieferdienste?"

Damit grinste Katie triumphierend und holte ein kleines Prospekt aus der Schublade.

„So Mädels, was darfs denn nun sein?"

Schnell hatten sich die drei auf ein großes Blech geeinigt, dass sie nach Belieben belegen lassen konnten und dazu noch einen riesigen Becher Eis. Denn wenn sie schon sündigten, dann aber richtig.

„Das Essen müsste spätestens in einer halben Stunde hier sein, aber trotzdem muss einer von uns Hübschen an die Tür gehen!"

Und als wenn Katie es geahnt hätte, kam es synchron von den anderen beiden jungen Frauen wie aus einem Mund „Die Gastgeberin!"

Also schön, dann würde sie eben den Pizzaboten empfangen. Was sollte es schon ausmachen? Solange an der Tür kein Fotograf der Hexenwoche wartete war doch alles in Ordnung. Und schon nach einer Viertelstunde klingelte es an der Tür.

„Das ging jetzt aber ziemlich schnell. Sind die geflogen?"

Denn Kommentar ihrer Freundin ignorierend nahm sich Katie das Geld vom Tisch und machte sich auf den Weg, die Tür zu öffnen.

Doch kaum hatte sie die Tür mit einem freundlichen Lächeln geöffnet, erstarb selbiges noch in der gleichen Sekunde.

„Oliver…"


A/N: Ja ich lebe noch und habe direkt ein neues Kapitel im Gepäck. Leider hatte ich Zeitweise kein Internet und war ein wenig aufgeschmissen was das Updaten anging, aber ich verspreche ich werde euch nicht mehr so lange warten lassen. Was mich rießig gefreut hat war die hohe anzahl an Reviews die ich für das letzte Kapitek erhalten habe, ich hoffe ich bekomme euch auch dazu diesesmal viele schöne Kommentare da zu lassen.

Einen ganz lieben gruß an meine Betaleserin KitKat2006, wie du vielleicht bemerkt hast hab ich hier und da noch was abgeändert und versucht mehr text einzubauen, kam mir nämlich genau da auch so hölzern vor mal sehen wie du es findest..du deinen einen kommentar habe ich drin gelassen..das hat gerade so schön gepasst ;-)

Ja und ich muss sagen das klingt jezt fies, aber ich liebe meinen Cliffhanger, aber dafür geht es ja bald weiter...und diesmal dauert es wirklich nicht lange.

also ich hoffe ihr hattet spaß beim lesen und lasst es mich auch wissen wie ihr das ganze fandet

lg, Midnight