Disclaimer: Diese Geschichte basiert auf Charakteren und Situationen, die das Geistige Eigentum von J.K.Rowling sowie von verschiedenen Verlegern, inklusive Bloomsbury Books, Raincost Books und Warner Bros. Inc.- jedoch nicht nur von diesen -sind. Ich verdiene hiermit Kein Geld, noch ist es meine Absicht, irgendwelche Copyrights oder Warenzeichen zu verletzen.


Kapitel XII - Post am Morgen bringt kummer und Sorgen

Als Katie am nächsten Morgen erwachte, war sie zuerst einmal orientierungslos. Sie spürte, dass unter ihr nicht wie sonst ihr Kopfkissen lag, sondern ein sich hebender und senkender Oberkörper, genauer gesagt eine männliche Brust. Sie brauchte ein paar Minuten bis sie wirklich realisiert hatte wo sie sich befand. Langsam kam die Erinnerung an die letzte Nacht wieder.

Sie befand sich nirgendwo anders als in Marcus Flints Schlafzimmer und zudem noch in seinem Bett. Ihr lebendiges Kopfkissen war dabei ohne zweifel eben diese Person, das konnte sie allein vom Geruch her feststellen.

Sie war zwar nicht mehr müde, aber aus dieser, ihre urgemütliche Position wollte sie momentan nicht wirklich aufstehen. Also kuschelte sie sich noch ein wenig mehr an seine Brust, was sofort eine Reaktion seinerseits hervorrief, im immer nach schlafendem Zustand legte er seinen Arm um sie, so dass sie sich nur umso wohler fühlte. Nun konnte sie doch noch einmal in die Welt der Träume hinabtauchen. So eilig hatte sie es heute definitiv nicht aus dem Bett zu kommen.

Etwa zwei Stunden später war es Marcus der aus dem Schlaf erwachte. Nicht etwa freiwillig, nein irgendetwas klopfte permanent gegen das Fenster, so dass ihm keine andere Wahl bleib als seine Augen zu öffnen.

Als das erste was er sah, war die junge Frau welche sich an seine Brust gekuschelt hatte er konnte nicht anders als zu lächeln. Es war für ihn ein wunder was sich in den letzten 24 Stunden abgespielt hatte, es fühlte sich alles wunderbar an. Sie hatten es endlich geschafft nach so vielem hin und her, noch so viele Hürden waren sie an diesem Punkt angekommen. Ihre zurzeit anstehenden Probleme die sie noch bewältigen mussten lasteten ihm nun nicht mehr all zu schwer an und er hoffte auch, dass es Katie so gehen würde.

Das hämmern am Fenster jedoch war immer noch da und störte Marcus in seinen Gedankengängen. Es war ja ein unerträglicher Krach, ein wunder das Katie noch nicht davon aufgewacht war.

Als er seine Augen endlich auf sein Fenster richtete wurde ihm sofort klar was los war. Sie hatten vergessen das Küchenfenster für die Morgenpost zu öffnen, so wie sie es jeden Abend machte, aber diesmal waren sie eben mit viel angenehmeren Dingen beschäftigt gewesen.
Da die Posteule nicht durch das Küchenfenster hineinkam versuchte sie nun hier ihr Glück.
Verdammt, dass hieß er müsste aufstehen, raus aus dem gemütlichem Bett und zudem müsste er es irgendwie bewerkstelligen aufzustehen ohne Katie dabei zu wecken. Ein unmögliches Unterfangen also.

Irgendwie hatte Marcus es dann aber doch geschafft sich aus dem Bett zu quälen ohne Katie dabei aufzuwecken. Er warf sich schnell seinen Morgenmantel über, der neben dem Bett über einen Stuhl gehängt war und schritt zum Fenster. Nachdem er die Posteule mit einer Kleinigkeit zu Essen beruhigt hatte, die er für solche Notfälle immer auf der Fensterbank stehen hatte, nahm er ihr die Post ab und schloss das Fenster wieder.

Alles unwichtige Dinge, Rechnungen wie üblich, der Tagesprophet und ein Brief, der Wohl doch nicht so unwichtig war. Ein Brief der Marcus ein wenig schlucken lies, denn er kam von einem der Weasley Zwillinge und das konnte nichts Gutes bedeuten.

Katie würde das gerade jetzt wahrscheinlich wieder in eine innere Unruhe stürzen da war er sich sicher. Deshalb beschloss er ihr den Brief mit Vorsicht zu übergeben. Zuerst einmal wollte er ihr Frühstück ans Bett bringen, vielleicht war seine Besorgtheit um diesen Brief und Katies Reaktion darauf auch unbegründet wie so oft.

Leise ohne seine Freundin aufzuwecken begab sich Marcus in die Küche und zauberte dort ein Frühstück und das Wortwörtlich, denn der Kühlschrank gab nicht mehr sonderlich viel her und da musste er ein wenig improvisieren. Alles auf einem großen Tablett angerichtet machte er sich wieder auf den Weg in sein Zimmer um die schlafende Schönheit aus dem Land der Träume aufzuwecken.

Vorsichtig stellte er das Tablett neben ihr ab und strich ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht, bevor er daraufhin ihre Wange streichelte und sie mit flüsterndem Ton weckte.

„Sonnenschein, aufwachen, ich hab dir Frühstück gebracht!"

Katie brauchte einige Zeit bis sie ihre Augen öffnete, aufstehen wollte sie noch nicht, dazu war ihr Traum viel zu schön gewesen. Doch als sie Marcus Stimme immer deutlicher wahr nahm und auch seinen Duft von dem die Decke mit welcher sie zugedeckt war durchdrungen war, wurde ihr bewusst, dass dies alles kein Traum war.

Mit noch vom schlaf ziemlich rauer Stimme hauchte sie ihrem Gegenüber ein „Morgen" entgegen während sie sich den Schlaf aus den Augen rieb.

„Die auch einen wunderschönen Morgen, ich hoffe du hast Hunger!"

Kaum realisierte Katie ihre Umgebung sah sie das Tablett welches der junge Mann mit einem herrlichen Frühstück direkt neben ihr angerichtet hatte. Das war definitiv eine Methode an die sie sich gewöhnen könnte so geweckt zu werden.

Nachdem der Schlaf nun endlich gänzlich vertrieben war richtete sie sich auf um das Frühstück zu genießen, während Marcus neben ihr Platz nahm. Herzhaft biss sie in ihr in Marmelade getunktes Croissant und genoss den Moment.

Es wäre schön wenn es immer so sein könnte, aber leider wusste sie, dass da draußen unzählige Probleme auf sie warteten, mit denen sie sich leider befassen musste.

Marcs währenddessen beobachtete seine Geliebte aus den Augenwinkeln und war froh, ihr den Brief noch nicht übermittel zu haben. Es war ein wunderbarer Anblick sie so entspannt und fröhlich zu erleben, das er diesen Augenblick am liebsten für die Ewigkeit festgehalten hätte.

Nach einer Weile jedoch fiel Katie der Blick des jungen Mannes sehr wohl auf, jedoch fühlte sie sich bei dem Gedanken gerade von ihm beobachtet zu werden nicht unangenehm, es war eher ein vertrautes Gefühl, es fühlte sich genau richtig an, genauso wie die letzte Nacht.

Ohne auch nur ein Wort zu sagen beugte Katie sich zu Marcus und gab ich einen gehauchten Kuss auf den Mund, der bei ihm den Süßen Geschmack von Marmelade hinterließ und ihm ein Hauch ihres Duftes in die Nase Stieg.

„Womit habe ich denn das verdient?"

Nun war Marcus doch ein wenig verwundert, vielleicht aber auch nur weil diese Situation im Ganzen sehr ungewohnt für ihn war, ungewohnt neu, aber auf gar keinen Fall schlecht.

„Och nur so, vielleicht für dieses wunderbare Frühstück oder einfach weil du da bist!"

Marcus konnte sich darauf ein Grinsen nicht verkneifen, solch eine Anerkennung aus ihrem Munde zu hören, da konnte er sich wirklich dran gewöhnen und es tat seinem Ego verdammt gut.

„Oh dieses Grinsen, bild dir ja nichts drauf ein sonst nehme ich es sofort wieder zurück!" mit diesen Worten schob Katie ich ein Croissant in den Mund, so dass er nicht einmal die Möglichkeit hatte ihr etwas zu entgegnen.

Beide alberten noch eine weile herum und fütterten sich gegenseitig mit dem reichhaltigen Frühstück, welches vor ihnen lag. Dabei legte Marcus den Arm um Katie und konnte gar nicht genau definieren was für ein Gefühl er dabei hatte, es fühlte sich endlich wie Zuhause an.

„Ich kann kein Stück mehr Essen, sonst platze ich!" damit meldete sich Katie nach einiger Zeit wieder zu Wort. Es hatte ihr zwar wunderbar geschmeckt, aber man sollte aufhören wenn es am schönsten war.

„Das wollen wir natürlich nicht, mit wem sollte ich dann de ganzen Tag im Bett verbringen!"
dabei schweifte Marcus Blick über Katie und en laszives Grinsen bildete sich auf seinem Gesicht.

„Ach daran denkt der Herr die ganze Zeit, na na na, da scheint dir letzte Nacht nicht gereicht zu haben!"

Darauf hin legte Marcus seine Hand behutsam auf ihre Wange und streichelte sie mit Behutsamkeit. „Natürlich habe ich nicht genug von dir, ich möchte nie wieder ohne dich sein!"

Katie war so gerührt von seinen Worten und wusste instinktiv, dass er die Wahrheit sagte so dass sie sich in seine Arme kuschelte und in seine Halsbeuge nuschelte „So schnell gebe ich dich auch nicht mehr her!"

Nach einiger Zeit in der sich die beiden einfach nur in den Armen lagen, fiel Katies Blick auf einen Umschlag der neben Marcus lag.

„Marcus, was ist das für ein Umschlag?"
Jetzt war es soweit, das was er eigentlich die ganze Zeit hatte aufschieben wollen, er wollte auf keinen Fall die wunderbare Stimmung zwischen ihnen zerstören, aber um diesen Brief würde er nun mal nicht drum herum kommen.

„Weißt du das wollte ich eigentlich später mit dir besprechen, ich wollte nicht die Stimmung ruinieren!" Er hatte sich dazu entschieden direkt mit der Wahrheit heraus zu rücken, er wollte die zerbrechliche Beziehung die er zu Katie gewonnen hatte nicht wieder zerstören.

„Stimmung ruinieren? Marcus, von wem ist der Brief?"

Ohne auch nur ein weiteres Wort zu verlieren, griff der junge Mann neben sich und hielt den Brief seiner Freundin entgegen. Kaum hatte diese den Absender entziffern können wollte sie ihren Kopf gleich zwischen den Kopfkissen begraben und nicht wieder herauskommen.

Das konnte einfach nicht wahr sein, jedes mal wenn sie Glück hatte und sie auch einmal das bekommen hatte was sich wollte, wenn sie sich absolut glücklich fühlte kam irgendwas oder hier irgendjemand dazwischen und dieses unangenehme Gefühl stieg in ihr hoch. Ihr war schon ganz mulmig bei dem Gedanken was sie wohl in dem, Brief erwarten würde.

„Na komm Sonnenschein, mach schon auf dann hast du es hinter dir oder besser dann haben wir es hinter uns!"

Sie wusste, dass er Recht hatte und unter seinen besorgten Augen öffnete sie den Brief ganz langsam mit ihren zittrigen Händen. Da sie keine Geheimnisse mehr vor Marcus haben wollte und als Beweis ihres Vertrauens las sie den Brief laut vor.

Hi Katie du Verrückte Nuss,

Ich weiß, ich bin ein Weasley Zwilling und ich und ein Brief das geht überhaupt nicht, da bin ich voll und ganz deiner Meinung, aber diese ernstzunehmende Situation ist so verrückt das ich zu solch drastischen Mitteln greifen muss. Du weißt ja wir bauen aus und ich musste ein paar Sachen transportieren die zerbrechlich sind, die Zeitungen die ich zum verpacken verwende bekomme ich ja vom Kiosk nebenan. Ach was erzähl ich dir das, nun ja ich hab dann etwas gefunden, eigentlich ist es mir ins Gesicht geflogen, ein bestimmter Artikel in der Hexenwoche. Du weißt bestimmt was ich meine oder? Ok hören wir mit dem förmlichen auf, das steht mir nicht und das wissen wir beide. Verdammt sag mir das ich durch die ganzen Scherzartikel einen Schaden an meinen Augen erlitten habe, damit könnte ich nämlich besser leben als mit dem Gedanken das du und „spuck" Flint ein Paar seid, nein das ihr sogar Verlobt seid. Katie ich bin der ruhige Pol von uns beiden, Fred dagegen wird nicht erst nachhaken er wird ihn gleich zu einem unserer Scherzartikel verarbeiten. Süße ich gebe dir die Chance bevor mein Bruderherz Wind davon bekommt. Klär mich um Himmels willen auf was bei euch, dir wie auch immer vor sich geht. Ach und bevor ich es vergesse, ich hab noch ein leeres Blatt dazugelegt, jubele' es irgendwem unter und sag mir was passiert, du weißt doch ich brauche immer wieder neue Versuchsobjekte, die nähere Verwandtschaft wird zu vorsichtig.

Grüße George

P.S. Verbrenn den Brief sobald du ihn gelesen hast, ich klinge ja teilweise wie Pursey.

Katie wusste nicht ob sie verzweifelt sein sollte das einer der Weasley Zwillinge doch an den Artikel in der Hexenwoche gekommen war oder ob sie aufgrund dieses absurden Briefen in lachen ausbrechen sollte.

Marcus konnte sich anhand dieses Briefes ein schmunzeln auch nicht verkneifen. Ihm war nicht bewusst, dass die Zwillinge überhaupt so etwas hatten wie einen „Ruhepol".

„Und nun?"
Marcus war doch ein wenig verwundert, dass sie ihm diese Frage stellte, aber doch innerlich zufrieden das sie ihn in ihre Entscheidungen mit einbezog.

„Vielleicht sollte wir uns mit ich treffen und zwar beide, damit er einen vernünftigen Eindruck bekommt und ausschließen kann das ich dich nicht verhext habe."

Katie zog gekonnt ihre Augenbraun in die Höhe, sie hatte es sich ja ft genug von dem Slytherin abgucken können und meinte dann mit herausfordernder Stimme
„Ach hast du das nicht, gut zu wissen!"

„Na warte du kleine Hexe…!"
damit ließ er das Tablett mit dem Essen mit einem Wink seines Zauberstabs verschwinden und attackierte die verblüffte junge Frau dann mit einem Kissen, welches genau in ihrem Gesicht landete.

„Du willst also Krieg? Den kannst du haben!" und schon hatte auch Katie sich mit einem Kissen bewaffnet und schlug damit auf ihren Freund ein, so das man nach kurzer Zeit ur noch Federn durch die Luft fliegen sah.

Doch nach kurzer Zeit hatte Marcus sich nach oben gekämpft und Katie lag nun wehrlos unter ihm.

„Gibst du nun auf?" dabei hielt er drohend ein Kissen über ihrem Kopf und wedelte damit hin und her.

„Ok ich gebe auf und was bekomme ich nun dafür?" dabei beäugte sie ihren Freund skeptisch.

„Bekommen? Sonnenschein, Verlierer bekommen keinen Gewinn, wenn dann bekomme ich etwas!"

Katie verdrehte kurz die Augen bevor sie Marcus zu sich herunter in einen zärtlichen Kuss zog.

„Hmm daran könnte ich mich gewöhnen, aber nun mal wieder zu etwas unangenehmeren, was hälst du von meiner Idee sich mit Weasley zutreffen?"

Kurz sah ihn Katie tadelnd an bevor sie zustimmend nickte, nicht ohne ihn darauf aufmerksam zu machen, das Weasley auch einen Vornamen hatte.

„Dann sollten wir es am besten so schnell wie möglich hinter uns bringen und uns heute mit ihm Treffen!"

Katie hatte schon befürchtet das er diesen Vorschlag machen würde, aber ebenso wusste sie ganz genau, das er Recht hatte und das wenn man unangenehme Dinge immer vor sich her schob, es nicht besser, sondern meistens noch schlimmer wurde.

„Einverstanden auch wenn mir das nicht so lieb ist, aber dann lass es uns wenigstens auf heute Abend verschieben, ich habe nämlich noch gar keine Lust aufzustehen, ich würde viel lieber im Bett bleiben und zwar mit dir!"

Mit dem Kompromiss konnte Marcus sehr gut Leben, eigentlich hatte er selbst daran gedacht das Treffen auf den Abend zu legen, aber trotzdem musste noch immer einer Antwort in Briefform verfasst werden.

Doch bevor er seine Freundin darauf aufmerksam machen konnte hatte diese schon Feder und Pergament in der Hand und hatte schneller als er schauen konnte eine Antwort verfasst. Sekunden später gab er die Nachricht seiner Eule und die beiden hatten noch ein wenig Zeit für sich, bevor George bei ihnen auftauchen würde und sie einiges zu erklären hatten.

Etwa sieben Stunden später lief Katie nervös durchs Wohnzimmer und schaute immer wieder auf die Wanduhr, was den Slytherin schier Wahnsinnig machte.

„Sonnenschein so gern ich dich auch habe, wenn du nicht gleich stehen bleibst und zur Ruhe kommst beleg ich dich mit der Ganz Körper Klammer, dieses nervöse auf und ab ist ja nicht auszuhalten!"

Katie jedoch war nicht im Geringsten von seiner Drohung eingeschüchtert und dachte gar nicht daran sich zu beruhigen.

„Das ist dann aber kein guter Eindruck wenn George mich hier so vorfindet!"

Er war sich bewusst, dass sie damit sogar Recht haben könnte, jedoch traute er selbst einem Weasley Zwilling so viel Verständnis zu das er Einsicht hätte. Immerhin war er auch ein Männliches Wesen und wusste wie nervtötend nervöse Frauen sein konnten, so hoffte er jedenfalls.

Kaum schellte es an der Tür konnte man von Katie einen kurzen schrei vernehmen, welcher Marcus aufschrecken lies.

„Katie reiß dich zusammen das ist nur ein Weasley, nicht der Tod höchstpersönlich der da bei uns geklingelt hat."

Da Katie sich nun endlich nach dieser klaren Aussage seinerseits hingesetzt hatte, hielt Marcus es für Klüger selbst an die Tür zu gehen und den Gast hineinzulassen.

Die Begrüßung an der Tür fiel eher unterkühlt aus, was nicht gerade verwunderlich war bei zwei jahrelang verfeindeten jungen Männern.

„Weasley, komm doch rein, du wirst bereits erwartet!"

„Die auch einen schönen Abend, Flint!" dabei betonten die beiden den Nachnamen des anderen mit Abscheu, so dass die Feindschaft der beiden offensichtlich erkennbar gewesen wäre, wenn es weitere Zuschauer dieser Begrüßung gegeben hätte.

Marcus wartete nicht lange sondern machte sich wieder auf den Weg ins Wohnzimmer, noch eher George vollkommen in die Wohnung eingetreten war. Auch überlies er es diesem selbst die Tür hinter sich zu schließen. Nachdem George seine Jacke aufgehängt hatte beeilte er sich ebenfalls ins Wohnzimmer zu kommen, wo bereits eine Nägelkauende Katie und ein nicht gerade begeistert dreinschauender Flint auf ihn wartete.

Im Gegensatz zur Begrüßung an der Tür fiel die Zwischen der nervösen jungen Frau und dem Besuch um ein vielfaches freundlicher aus. Obwohl dem Weasley Zwilling die Nervosität der jungen Frau nicht entging.

„Ok kleines keine Sorge ich reiß dir nicht den Kopf ab, nur erklär mir das ganze, damit ich es verstehen kann und gegebenenfalls meinen Bruder schonend darauf vorbereiten kann."

Dass George so offen dem gegenüberstand überraschte nicht nur Flint sondern auch Katie, die den jungen Mann nun doch schon ziemlich lange kante. Solch eine ruhige und tolerante Ader hätte sie bei einem Weasley Zwilling überhaupt nicht erwartet.

Vielleicht wurden die Zwillinge ja auch mal Erwachsen, hoffen war ja schließlich erlaubt.

„In Ordnung, aber ich glaube es ist besser du setzt dich das ganze kann ein wenig dauern."

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren machte der Zwilling es sich bequem und sah dann wieder gespannt auf Katie, die nun endlich mit ihrem „Bericht" anfangen sollte.
„Zu erst einmal kann ich dich soweit beruhigen das wir nicht verlobt sind, das war alles ein riesiges Missverständnis, aber das wir ein Paar sind kann ich nicht dementieren jedenfalls nicht mehr seid Gestern!"

Nun war George doch ein wenig verwirrt, also war der Zeitungsartikel reine Erfindung oder doch eine neue Art des „in die Zukunft Blickens"?

„Ok Stopp! Ich verstehe kein einziges Wort, bitte von anfang an!"

Er hatte es ja so gewollt, das konnte dauern…

„Also eigentlich fing alles mit Alexander an…!"

Während Katie ihm wirklich jedes Detail, mit Ausnahme der letzten Nacht näher brachte, schaute Marcus immer wieder auf seine Uhr und langweilte sich zu Tode, wenn er nicht gerade dabei war Katies Erzählung um ein Paar Kommentare zu bereichern.

„Ich wusste, dass Alexander ein Widerling ist, aber dass er dich in seine Arme treibt!"
dabei schaute George mit einem nicht gerade freundlichen Blick zu Marcus.

„Bitte George, er ist wirklich nicht so schlimm wie ihr immer alle denkt, er macht mich Glücklich und ist das nicht die Hauptsache?"

George hasste den Slytherin zwar abgrundtief, jedoch konnte und wollte er Katie diese Beziehung nicht verbieten, anscheinend war die wirklich Glücklich. Er kannte die Gryffindor seid seiner Kindheit und wusste das sie sich nicht auf Marcus eingelassen hätte wenn er der Mann wäre für den er ihn selbst immer gehalten hatte.

„Du hast ja Recht, es ist das wichtigste das du Glücklich bist, aber dennoch es ist Flint Katie, ich hoffe du hast dir das gut überlegt!"

Ja das hatte sie, eigentlich hatte sie endlich aufgehört zu überlegen und hatte ihr Herz handeln lassen. Das einzig Richtige wie sich gezeigt hatte.

„Ja George keine Sorge das habe ich, aber ich hoffe du verstehst das unsere Situation nicht einfach ist, besonders wo die ganze Welt denkt, wir seien verlobt."

Oh ja das konnte er sich gut vorstellen, obwohl er das ganze doch noch amüsanter fand als Katie wohl selbst. Denn aus seiner Sicht war das ganze einfach nur komisch und nebenbei die absurdeste Liebesgeschichte die ihm je zu Ohren gekommen war.

„Oh ich verstehe dich, aber wann wollt ihr es den anderen sagen , ich gehe davon aus, das noch kaum einer davon weiß, ganz besonders mein Bruder nicht und Oliver solltet ihr vielleicht auch schonend auf die Nachricht vorbereiten, noch eine Prügelei wäre wohl nicht so angebracht!"

George hatte genau das auf den Punkt gebracht, was Katie die ganze Zeit beschäftigte und das mit sehr viel Vernunft das es Katie schon gar Angst machte das gerade aus seinem Mund zu hören.

„Was hast du mit George gemacht und wer bist du, so kenn ich dich ja gar nicht!"
George konnte darauf nur lachen.
„Ja das ist der schlechte Einfluss meiner Kleinen Schwester seid sie ab und an bei uns ihm Laden aushilft verpasst sie mir wohl eine Gehirnwäsche!"

„Die dir eigentlich ganz gut tut Weasley!"
endlich meldete sich auch Marcus wieder zu Wort, der die ganze Szene mit Argwohn beobachtet hatte.

Marcus jedoch vollkommen ignorierend sah er wieder ernst zu Katie.
Doch Marcus war an dieser ganzen Sache beteiligt, so dass er sich nicht ausschließen lassen wollte.

„Ich schlage vor, dass wir ein Treffen mit allen Freunden arrangieren und ihnen reinen Wein einschenken, mit Ausnahme von Wood, ich glaube das macht Katie alleine, ich habe nämlich die leise Ahnung, das es sonst nicht all zu glimpflich aus geht.

Nun war es an George überrascht von dem Slytherin zu sein, auch er hätte ihm nie eine vernünftige Ader zugetraut, vielleicht waren sie alle wirklich viel zu sehr in ihren Vorurteilen festgefahren das sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sahen.

„So ungern ich das jetzt auch zugebe Katie, aber ich muss deinem Freund Recht geben, die Idee ist nicht schlecht."

Katie die diesen unwirklichen Moment gar nicht mitbekam rang im inneren mit sich. Sie wusste ja selbst, das es nötig war allen reinen Wein einzuschenken, aber unangenehm war es ihr trotzdem und ihr wäre es am liebsten es gebe einen Weg dem zu entgehen.

„Ich weiß, ich stimme euch beiden ja auch zu, aber meint ihr nicht wir könne einfach Gras über die Sache wachsen lassen? diese Gespräche machen mich völlig fertig!"

Marcus stand nun auf und ging zu seiner Freundin um sie in den Arm zu nehmen.
„Sonnenschein, davon werden diese Gerüchte auch nicht aus der Welt geschafft und es ist besser wenn sie von uns Persönlich erfahren das wir ein Paar sind als von jemand anderem!"

Warum nur war alles was die beiden jungen Männer sagten so plausibel das Katie es auch nachvollziehen konnte und keine Argumente dagegen fand.

„In Ordnung ich bin ja auch dafür, aber nicht sofort. Ich muss mich erst mal darauf vorbereiten, die letzten Tagen waren ein wenig chaotisch und ich muss erst mal wieder runter kommen."

Das wiederum konnte die beiden Männer nur zu gut verstehen, besonders Marcus, dem es ja nicht wirklich anders ging, obwohl er nicht den selben Druck hatte wie Katie, immerhin standen ihm nicht so schwierige Gespräche mit seinen Freunden bevor. Adrian wusste bereits bescheid, mehr oder weniger und mehr Leuten gab es nicht denen dies zu interessieren hatte.
Das einzige was er sich stellen musste war dem Feind, bzw. den Freunden seiner Freundin, was nun mal der Feind war und das Jahrelang.

Es würde nicht ein großes „alle haben sich lieb" werden, das wusste r, es würde seine Zeit dauern die über Jahre bestehenden Vorurteile abzubauen und manche würden immer bleiben, aber er war zuversichtlich das es eine friedliche Basis zwischen ihnen geben könnte.
„So ungern ich das auch sage, aber ich muss dir eine Frist von einer Woche geben, das hört sich jetzt blöd an, aber ich kann meinen Bruder nicht Ewigkeiten vom Allerweltsklatsch fernhalten wenn du verstehst was ich meine. Eine Woche, reicht dir die Zeit?"

Katie hasste es ein Ultimatum gestellt zu bekommen, aber in Georges Lage wäre sie auch nicht gerne, sie wusste das die Zwillinge niemals Geheimnisse voreinander hatten und nun sollte George dicht halten. Da war dieses Ultimatum nur fair.

„Einverstanden!"
mehr brauchte Katie nicht zu sagen. Sie konnte George beruhigt Ausatmen hören, als wäre ihm ein Stein vom Herzen gefallen, was wahrscheinlich auch so war.

„Da wir das nun geklärt haben werde ich euch zwei mal wieder alleine lassen, du sagst mir dann rechtzeitig bescheid wann du uns alle hier versammeln willst oder?"

Katie nickte nur und nahm den jungen Mann zum Abschied in den Arm. Marcus hingegen gab ihm zögernder Weise und unter einem mehr als fragwürdigen Blick die Hand zum Abschied, die George wenn auch mit großer Skepsis entgegennahm.

Aus Katies sicht war dies gar nicht mal so schlecht gelaufen, vielleicht würde alles gar nicht so schlecht laufen und es war ein neuer Anfang. Aber dennoch war sie sich unsicher.

Sie hatte nun mehrfach demonstriert dass es für sie ein Einfaches war mit einer Person zu Recht zu kommen, aber dann gleich mehrere auf einmal. Auch wusste sie dass Marcus bei ihr war und das gab ihr gleich noch einmal ein stärkendes Gefühl. Dennoch wusste sie nicht sie sie den Anfang machen sollte.

Auch wenn dieses Gespräch mit George mehr als gut verlaufen war, das konnte man immerhin sagen nachdem die beiden Feinde sich die Hand zum Abschied gereicht hatten, aber sie wusste auch, dass es anders enden konnte. Dabei musste sie nur an die letzte Begegnung zwischen Marcus und Oliver denken, die ihr nicht gerade angenehm in Erinnerung geblieben war.

„Sonnenschein, was beschäftigt dich?"

Katie kuschelte sich wieder in die Arme ihres Freundes, denn dort hatte sie das Gefühl konnte sie zurzeit alle ihre Probleme vergessen, einfach nur weil er da war, da für sie.

„Ich habe Angst vor ihrer Reaktion, ich weiß sie sind meine Freunde und egal was sie tun es wird nichts an dem ändern was wir haben, ich will das du das weißt, aber ich habe trotzdem Angst!"

Marcus war über ihre Worte freudig überrascht, es war das erste Mal das sie über ihre Gefühle im Bezug auf ihn Sprach und es machte ihn Glücklich, Glücklich wie lange nicht mehr.

„Schau mal Katie, Weasley…ich meine George hat auch andres reagiert als erwartet, sogar sehr anders wenn ich das sagen kann. Ich bin auch wenn ich das in der Öffentlichkeit niemals zugeben würde positiv von ihm überrascht."

Hatte er das gerade wirklich laut gesagt. Da sah man mal wieder was die Liebe mit einem machte, sie vernebelte einem das Gehirn. Jetzt sagte er auch schon etwas Positives über einen Weasley. Es war soweit er wurde verrückt.

„Stimmt, dennoch lässt sich die Angst nicht einfach so verdrängen oder verscheuchen, sie ist da und sie wird wohl erst weggehen wenn ich mich dem ganzen gestellt hatte. Aber ich weiß nicht wie ich das machen soll!"

Marcus wollte ihr unbedingt helfen und versuchen ihr beizustehen, aber er wusste das es nicht das gleiche war, sie konnte hierdurch viele Freundschaften verlieren und das wollte er nicht.

„Ich verspreche dir ich überlege mir etwas!"

Und das tat er auch, er würde gleich am nächsten Morgen mit Alicia sprechen, wenn sie sich Katie anvertraute würde sie diese Bürde nicht mehr alleine tragen.

„Danke und jetzt lass uns erst mal nicht darüber nachdenken, viel besser finde ich es das ich dich jetzt vollkommen in der Hand habe!"

Jetzt war es wieder an dem Slytherin die Augenbraun in die Höhe zu ziehen, was konnte sie nur damit meinen.

„Na ja mit dem wissen das du etwas positives über einen Zwilling gesagt hast…"

Dabei grinste sie ihren Freund hinterlistig an bevor sie dann doch vorsorglich die Flucht ergriff.

„Na warte…!"

Aber auch Marcus hatte die Verfolgung schnell aufgenommen und man konnte kurze Zeit später an einem überraschten Aufquieken hören, dass der junge Mann die Gryffindor wohl eingeholt hatte.

Für den weiteren Abend widmeten sich die beiden ganz sich selbst und verschwendeten keinen weiteren Gedanken an die nächste Woche, immerhin hatte es lange genug gedauert bis sie sich gefunden hatten.


A/N:

So wie ich schon in meinem Profil versprochen hatte, hier nach unendlich langer Zeit wieder ein Update. Nur als Warnung, dieses Kapitel ist nicht Beta gelesen, also wer Rechtschreibfehler oder sonstiges findet darf sie behalten ;-) ich bin gerade dabei meine andere Kapitel wieder zu Rekonstruieren, ich hoffe es klappt. Ich versuche euch jetzt immer über mein Profil auf dem laufenden zu halten und hoffe das es jetzt mit den Updates häufiger klappt. Nochmals ein fettes "SORRY", dasfür dass es solange gedauert hat. Ich hoffe ich bekomme trotzdem einige Reviews. Bis hoffentlich ganz bald.

lg, Midnight