Disclaimer: Diese Geschichte basiert auf Charakteren und Situationen, die das Geistige Eigentum von J.K.Rowling sowie von verschiedenen Verlegern, inklusive Bloomsbury Books, Raincost Books und Warner Bros. Inc.- jedoch nicht nur von diesen -sind. Ich verdiene hiermit Kein Geld, noch ist es meine Absicht, irgendwelche Copyrights oder Warenzeichen zu verletzen.


Kapitel XIII - Enemys with Benefits

Marcus hatte schon seid beginn der Woche vergebens versucht Alicia telefonisch zu erreichen, aber diese schien genauso wie Adrian vom Erdboden verschluckt.

Frustriert knallte Marcus nun schon zum dritten Mal den Hörer geräuschvoll zurück auf die Ladestation. Sonst stolperte ständig ein Gryffindor und besonders, wenn man sie nicht brauchte, in die Wohnung. Aber wenn man einmal, nur ein einziges mal, als Slytherin darauf angewiesen war, einen Gryffindor zu finden und dann auch noch einen bestimmten, waren alle vom Erdboden verschwunden. Ein Phänomen das er niemals begreifen würde.

Katie hatte bisher noch nichts davon mitbekommen, dass ihr Freund vergebens versuchte eine ihrer besten Freundinnen zu erreichen. Zwar fand sie es äußerst komisch ihn des Öfteren am Telefonhörer zu sehen, aber nach dem allen was in den letzten Tagen zwischen ihnen beiden passiert war, hielt sie nichts mehr für unmöglich.

Schlussendlich hatte Marcus dann noch einige Anläufe gebraucht, bis er Katies Busenfreundin doch noch erreicht hatte. Und das war weiß Gott kein leichtes Unterfangen gewesen, besonders nicht wenn man mitbekommen hatte, wie sehr doch das Telefon unter den Wutausbrüchen des Slytherins zu leiden hatte.

Marcus hatte Katie nun mal versprochen, dass er ihr Helfen würde und wenn ein Slytherin etwas versprach, dann setzte er alles daran dieses auch einzuhalten. Slytherins waren zwar die schlimmsten Feinde, welche man sich überhaupt vorstellen konnte, aber wenn man sie auf seiner Seite wusste, konnte man sich auf sie verlassen.

Marcus hatte sich lange Zeit abgeschottet und Katie war die jenige die seine mühsam erstellten Mauern hatte zum Einsturz bringen lassen und das ohne das er hätte dagegen etwas unternehmen können. Er wusste, dass er manchmal ein unausstehlicher Mistkerl sein konnte, aber er würde Katie beweisen, dass sie sich richtig entschieden hatte und sie auf ihn zählen konnte.

Sein bester Freund und deren Freundin, etwas das immer noch nicht so ganz in das Bild des Slytherins passte, besonders nicht anhand der Tatsache, dass er davon nicht geahnt hatte, hatte sich ein paar Tage frei genommen und versuchten dem Alltag zu entfliehen. Marcus konnte sich eine Zweisamkeit der Beiden nicht wirklich vorstellen, aber das war nun mal auch nicht seine Angelegenheit, froh war er nur, dass er Alicia schlussendlich doch erreicht hatte.

Alicia jedoch war nicht sonderlich davon begeistert gewesen, dass Marcus sie aus ihrem „Urlaub" herausgerissen hatte und es hatte ihn eine Menge Überredungskunst gekostet, dass sie schließlich zustimmte sein Anliegen überhaupt anzuhören. Wahrscheinlich wurde Alicia letzten Endes vom dem Wort „Bitte" überzeugt, welches sie doch glaubte, dass es im Wortschatz eines Slytherins nicht vorhanden war. Und das trotz dessen sie selbst mit einer Schlange liiert war.

Als Alicia sich Marcus Schilderung dann angehört hatte, schnaubte sie nur empört und pflaumte ihn mit dem Satz „Warum hast du das nicht gleich gesagt, Flint!" an, während sie sich schon auf den Weg zu Katie machte.

Die junge Frau musste keine Minute darüber Nachdenken, sie würde Katie in dieser Situation beistehen. Wenn einer die Ausbrüche der Weasley Zwillinge kannte, dann sie. Darunter hatte sie schon immer schwer zu leiden gehabt, besonders während der Zeit als sie noch mit George zusammen war. Aber dazu musste man sagen, dass er doch noch der ruhigere der beiden war, auch wenn das Wort Ruhig auf keinen der beiden Zwillinge wirklich zutraf.

Aus der Puste klingelte die junge Frau bei ihrer Freundin, bereit dazu dieser endlich reinen Wein einzuschenken.

Katie brauchte einige Zeit bis sie die Tür öffnete und schaute dann verdutzt ihr gegenüber an.

„Bist du einen Marathon gelaufen oder warum bist du so außer Puste?"

Ohne zu antworten schob sich Alicia an ihrer Freundin vorbei, in dessen Wohnung und machte es ich erst einmal im Wohnzimmer bequem.

Katie die ihr langsam gefolgt war, schaute diese mit skeptisch hochgezogener Augenbraun an und wartete was nun kommen würde. Wobei ihr nicht mal bewusst war, wie sehr sie ihrem Mitbewohner schon ähnelte.

„Ok Katie, um es auf den Punkt zu bringen, dein Freund schickt mich…schau nicht so entsetzt, ja ich weiß bescheid, aber das ist nicht der springende Punkt ich bin deine seelische Unterstützung, du musst da nicht alleine durch. Wir beide werden und den anderen Stellen…na ja ich glaube du setzt dich erst einmal…denn ich glaube ich habe dir auch was zu beichten…"

Katie, deren Gesichtsausdruck innerhalb von Sekunden jegliche Farben durchlebt hatte, war nun einen kreideweiß gewichen, worauf hin diese dich auch auf anraten ihrer Freundin hinsetze und gespannt abwartete, welche Beichte nun folgen würde.

Adrian war entnervt von seinem besten Freund, dieser Schlawenselte schon seid mehr als einer halben Stunde durch die Wohnung und schien irgendetwas zu suchen.

Marcus, deine Gastfreundschaft in allen ehren, aber ich fühle mich zutiefst vernachlässigt!"

grummelte der Slytherin, als Marcus zum tausendsten Mal an ihm vorbei huschte.

Entschuldige, aber ich suche etwas!"

Als wenn er das nicht schon bemerkt hatte, aber was er suchte hatte er natürlich nicht erwähnt. Es war schon schlimm genug mit anzusehen, wie Marcus sich immer mehr das chaotische Verhalten seiner Mitbewohnerin aneignete, jetzt fing er auch schon an in Halbsätzen zu reden, die nichts aussagten.

Ich würde dir ja helfen, aber verdammt noch mal was suchst du da?" wurde Adrian jetzt doch einen Ton lauter.

Meine Gerichtsakte, ich muss sie hier irgendwo haben, Katie reißt mir den Kopf ab, wenn ich sie verlegt habe!" und schon war Marcus Kopf schon wieder im nächsten Schrank verschwunden.

Adrian konnte darüber nur den Kopf schütteln, egal was sein Freund auch sagte, er war dieser Gryffindor hoffnungslos verfallen.

Ohne dich in deiner Intelligenz beleidigen zu wollen, aber in einem Küchenschrank wirst du deine Akte nicht finden, außer du hast vielleicht vor damit deine Spaghetti zu würzen!"

Als Antwort bekam er jedoch nicht weiter als einen verärgerten Laut, der ihm jedoch keinerlei Angst einjagte, sondern eher das Gegenteil bewirkte und Adrian und lachend beobachtete wie sein bester Freund weiterhin jede Ecke absuchte.

Vielleicht hast du sie ..." doch weiter kam Adrian nicht mit seiner Idee, denn Marcus lies einen Triumphierenden laut vernehmen, drehte sich zu seinem Freund um und verließ nach den Worten „Ich bin bald wieder da!" die Wohnung und hinterließ einen sehr verwirrten Slytherin der nicht die leiseste Ahnung hatte wohin Flint verschwunden war.

Nun war er mal wieder allein in der Wohnung und er hoffte, das Marcus Mitbewohnerin nicht all zu bald nach Hause kommen würde, denn als sie ihn das letzte Mal Mutterseelenallein in ihrer Wohnung vorgefunden hatte, endete dies in einem riesen Gezeter und darauf hatte er beim besten Willen keine Lust.

Plötzlich hörte er ein bekanntes Geräusch aus dem Wohnzimmer. Es hörte sich ganz danach an als wäre Besuch durch den Kamin gekommen. Na wunderbar, hoffentlich war das keiner von Katies Gryffindorfreunden, es reichte ihm schon das sein bester Freund mit einer unter einem Dach zusammenleben musste.

Katie…bist du da?"

Wenn man vom Teufel sprach, diese Stimme hätte Adrian unter tausenden wieder erkannt, nicht das er sich sonderlich für Alicia Spinnet interessieren würde, aber er hatte sich schon zu Hogwartszeiten das eine oder andere Wortgefecht mit ihr geleistet, daher kannte er auch ihre Stimme, besonders in den Tonlagen von hysterisch bis hin zu wutentbrannt.

Schreihals ich muss dich leider enttäuschen, deine kleine Gryffindorfreundin ist leider nicht hier, also kannst du dich auch gleich wieder verdünnisieren!"

Auch Alicia musste nicht lange nachdenken um zu wissen, wessen Stimme soeben zu ihr gesprochen hatte. Es war ja klar, das diese Slytherinausgeburt nichts Besseres zu tun hatte als die Wohnung anderer Leute zu besetzten. Hatte er überhaupt keine Arbeit?

Adrian was für eine Überraschung, du hier, das kommt ja so selten vor, hast du überhaupt ein Zuhause? Keine Arbeit, bei der du deine Kollegen nerven kannst? Nein warte, eigentlich will ich darauf nicht wirklich eine Antwort, deine Lebensaufgabe ist es doch uns Gryffindors das Leben schwer zu machen!"

Seid er und Alicia ihr letztes Wortgefecht miteinander ausgetragen hatten, war ihre große Klappe um keinen Zentimeter geschrumpft. Er hatte zwar Heute eher etwas anderes vorgehabt, aber bevor er sich beim Warten auf seinen Freund langweilte konnte dies hier doch sehr unterhaltend werden.

Oh richtig intelligent die kleine Gryffindor, hundert Gummipunkte für die Richtige Antwort. Aber das gleiche könnte ich dich fragen, du scheinst ja auch nicht gerade selten hier zu sein!"

Oh, ihm war etwas aufgefallen, wie bewundernswert. Wieso war er auch ausgerechnet heute hier, eigentlich hatte sie doch nur zu Katie gewollt und jetzt musste sie sich ausgerechnet mit IHM herumschlagen. Als wenn sie nicht schon genug andere Sorgen hätte.

Toll das gleiche könnte ich von dir sagen, dir ist also aufgefallen das ich öfters hier bin, willst du jetzt einen Orden dafür? Nerv einfach nicht, ich will hier nur in Ruhe auf meine Freundin warten und werde mich von dir nicht stören lassen!"

Adrian wusste genau warum er die Diskussionen mit der Gryffindor doch recht gerne führte, die kleine war nicht auf den Mund gefallen und es konnte wirklich interessant werde, sich ein kleines Wortgefecht mit ihr zu liefern.

Vorsicht Gryffindor verschieße nicht gleich deine ganze Munition, du vergisst wer vor dir steht!"

Manchmal fragte sich Alicia wirklich ob Selbstüberheblichkeit eine Krankheit der Slytherins oder eine allgemeine Krankhafte psychische Störung der männlichen Bevölkerung war.

Kein Angst das vergesse ich nicht so viel Selbstüberschätzung wie du besitzt auch unter den Slytherins kein anderer, außerdem hab ich dir zwei verstauchte Handgelenke und einige blaue Flecken zu verdanken, so was vergisst man nicht!"

Arme kleine Gryffindor, vielleicht hätte dir vorher jemand sagen sollen, das Quidditch kein Sport für kleine zarte Geschöpfe ist!"

Wo kam denn das bitte her, kleine zarte Geschöpfe, war der Slytherin denn jetzt völlig auf den Kopf gefallen. Da war Alicia andere Gemeinheiten und Beleidigungen vom ihm gewohnt, aber das?!

Du enttäuscht mich Slytherin, was bitte war das für eine Beleidigung und außerdem glaube ich kaum, dass ich dich daran erinnern muss, dass du durch meine Rechte einige Zeit vom Gebiss her Ähnlichkeit mit deinem Busenfreund Flint hattest! Schade auch, dass weder er noch du heute weiterhin solch eine Entstellung aufweißt, es hat wunderbar euren Charakter widergespiegelt."

Oh ja, daran musste sie ihn nicht erinnern, er fühlte den Schmerz ihrer Faust in seinem Gesicht heute noch. Man konnte sagen was man wollte, Alicia war zwar nicht die größte und hatte eine eher zierliche Gestalt, aber durch das Quidditchtraining hatte sie enorme Kraft. Und das würde er kein zweites Mal unterschätzen.

Keine Sorge daran musst du mich nicht erinnern, ich verspüre nicht die geringste Lust, dir näher zu kommen, als es unbedingt nötig ist." Dabei schaute er sie von der Seite herab an, wie es nur einem Slytherin möglich war.

Wie schön, dass wir uns endlich mal einer Meinung sind!"

Mehr war seiner Aussage nicht mehr hinzuzufügen, bevor Alicia sich in die Küche begab, um ihre Wartezeit durch einen frischen Kaffee zu verkürzen.

Nachdem bereits einige Zeit vergangen war und Adrian ihr nicht hinterher gegangen war, dachte Alicia er hätte es aufgegeben und hätte sich klamm heimlich aus der Wohnung geschlichen, wie es für einen Slytherin üblich gewesen wäre. Aber sie sollte sich täuschen, denn gerade als sie sich genüsslich in den Küchenstuhl plumpsen lassen wollte, vernahm sie hinter sich ein leises aber dennoch unverkennbares Räuspern, welches sie total aus dem Konzept brachte, so dass sie statt auf dem Stuhl, auf dem Boden landete.

Mach ich dich irgendwie Nervös Spinnet?"

Toll jetzt hatte sie sich ungewollt schon wieder in eine Situation gebracht, die nichts Gutes zu bedeuten hatte, jedenfalls dann nicht, wenn es um diesen einen ganz bestimmten Slytherin ging.

Verdammt! Kannst du nicht wen anders erschrecken? Verdammt, was machst du überhaupt noch hier? ich dachte du wärst längst gegangen!"

Anhand seines Gesichtsausdrucks konnte Alicia erkennen, dass sie lieber gleich die Klappe gehalten hätte, denn so wie es Momentan aussah, würde er ihr gleich die Worte im Mund umdrehen, dafür würde sie ihre Gryffindorehre verwetten.

Du hast also über mich nachgedacht?!"

Sie hatte es gewusst, wieso nur war das Verhalten dieses Slytherins so vorhersehbar? Wieso musste sie unbedingt Recht haben und wieso hatte sie das Gefühl, dass die folgende Diskussion kein Gutes Ende nehmen würde. Jedenfalls nicht aus der Sicht einer Gryffindor.

Witzig, als wenn ich länger als nötig über dich nachdenken würde!", dabei rollte Alicia nur genervt mit ihren Augen und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass Adrian die Diskussion auf sich beruhen lassen würde.

Also gibst du zu das es ab und an nötig ist über mich nachzudenken, das entnehme ich jedenfalls deiner Aussage!"

Es war einfach zum verzweifeln, sogar fünfjährige führten weitaus sinnvollere und erwachsenere Diskussionen als sie beide. Das sie ihn nicht einfach ignorierte, war eine krankhafte Angewohnheit, die sie sich hätte schon zu Hogwartszeiten abgewöhnen hätte sollen.

Kann schon sein, aber wenn dann überlege ich nur, welche Methode am wirkungsvollsten ist, dich ein für alle Mal loszuwerden."

Sie war so ziemlich Stolz auf sich, zwar war dies eine mehr als abgedroschene Frase, aber immerhin nichts, dessen Worte man ihr um Mund herumdrehen konnte. Was jedoch ihren Triumph einen drastischen Rückschlag beschwerte, war die Tatsache, dass der Slytherin sie dermaßen hatte durcheinander bringen können, dass sie immer noch au dem Küchenboden ihrer besten Freundin saß.

Ich würde dich vollkommen ernst nehmen Spinnet, wirklich, aber das ist schwer, wenn ich so auf dich herabsehen kann, nicht das es sonst bei deiner Größe Probleme machen würde, aber diese Position zeichnet doch eine unterlegene Stellung deinerseits aus." dabei konnte der Slytherin ein süffisantes Grinsen nicht verbergen.

Mittlerweile war die junge Frau in Wut entflammt und machte sich daran vom Boden aufzustehen und daraufhin gleich auf den selbstgefälligen Slytherin loszugehen.

Wie kannst du es wagen…" dabei versuchte die doch etwas kleinere junge Frau mit ihren Fäusten auf den Slytherin einzuschlagen, was ihr aber durch seine Größe und seine abwehrenden Hände eher schwer fiel. Nach einem kurzen Gerangel, hatte Adrian die Hände der jungen Frau fest im Griff und Zwang sie so, sich erst einmal zu beruhigen.

Ich wüsste gerne, warum gerade ich dich immer so aus der Fassung bringe!" sagte der Slytherin doch eher zu sich selbst, als zu der jungen Frau vor sich, die ihn jedoch genau verstanden hatte. Eine Frage die sie sich ebenfalls stellte. Und als sie gerade wieder eine feurige Antwort entgegensetzen wollte, trafen sich ihre Augen für einen Moment und Alicia verlor für einige Nanosekunden den halt, es brachte sie völlig aus dem Konzept, so etwas hatte sie noch nie zuvor erlebt. Ein Gefühl das einem den Boden unter den Füßen davon zog, ein gewisses Schweben, bei dem man nicht weiß wo Oben oder Unten ist, aber das ist in diesem Moment völlig egal, alles ist egal bis auf diese Augen und diese elektrischen Impulse die wie verrückt durch ihren Körper schossen.

Eine Art Funkenregen zwischen den Beiden, der dieser eine unbedachte Blickkontakt zwischen ihnen ausgelöst hatte, blieb auch dem jungen Slytherin nicht verborgen, gerade als sich ihre Gesichter wie von Geisterhand aufeinander zu bewegten, hörte man die Tür ins Schloss fallen.

Da bin ich wieder…" Marcus hatte ein verdammt schlechtes Timing oder war es doch Schicksal? Die Gryffindor und der Slytherin jedenfalls, brachten schnellstmöglich Abstand zwischen sich um das eben geschehene zu verdauen.

Noch bevor Marcus die Küche betreten hatte, war Alicia in ihrer Verwirrung davon appariert und hinterließ einen nachdenklichen Slytherin…

ungefähr zwei Monate später…

Während der letzten zwei Monate hatte es Alicia mehr oder weniger vermieden ihre Freundin Katie zu besuchen, zu groß war die Gefahr noch einmal auf einen ganz bestimmten Slytherin zu treffen.

Was genau zwischen ihnen beiden vorgefallen war, konnte Alicia bis heute nicht wirklich in Worte fassen. Es war eine Art Trancezustand gewesen, als sie Adrian in die Augen gesehen hatte, sie musste sich zwar eingestehen, dass es kein unangenehmes Gefühl war, dennoch verbot es ihr der legendäre Gryffindorstolz auch nur annährend im positiven Zusammenhang über diesen Moment nachzudenken.

Heute hatte sie sich nach langer Zeit mal wieder vorgenommen auszugehen. Zurzeit hatte sie mehr Stress, als gut für sie sein konnte. Zwar war sie Vollausgebildete Heilerin, jedoch spezialisierte sie sich gerade auf Fluchschäden, eine der schwierigsten Gebiete überhaupt und sie war vollends im Prüfungsstress. Deshalb war sie auch mehr als froh an diesem Abend nicht arbeiten zu müssen und konnte somit auch gleich die neue Bar, welche gleich um die Ecke aufgemacht hatte, ausprobieren.

Vielleicht lockerte der Alkohol sie heute Abend ein wenig auf und lies sie nebenbei diese unangenehme Begegnung mit Adrian vergessen oder zumindest konnte ihr helfen nicht ständig daran denken zu müssen. Nicht daran denken zu müssen, dass ihr diese Begegnung gar nicht mal so unangenehm war.

Der Abend verlief eigentlich so wie sie es sch vorgestellt hatte, die Bar war es wirklich wert, sie zu besuchen. Alicia hatte schon nach kurzer Zeit das Gefühl, sie hätte die Cocktailkarte einmal quer ausprobiert, obwohl sie schwören könnte, dies sei erst ihr zweiter Cocktail. Der Barmixer musste also verdammt gute Arbeit leisten. Auch an Gesellschaft mangelte es dort nicht. Ab und an find sie ein Gespräch mit einem Mann in ihrem alter an, der teilweise sehr offensiv mit ihr flirtete. Aber dies störte sie gar nicht, auch wenn sie nicht wirklich großes Interesse hatte, tat es ihr doch gut. Als es immer später wurde, setzte sich plötzlich jemand neben ihr auf den Barhocker und schon bevor sie sich nach dieser Person umdrehte, hatte sie ein ungutes Gefühl.

Und dieses Gefühl sollte sie nicht täuschen.

Pucey, du hier…wie erfreulich!" aus ihrer Stimme konnte man genau heraus hören, dass sie das Gegenteil von dem Meinte was sie sagte. Sie machte schon Anstalten aufzustehen und zu gehen, als Adrian sie am Arm festhielt.

Ja man kann dir die Freude förmlich im Geicht ablesen, du brauchst nicht zu gehen, nur weil ich hier bin, wir sind beide Erwachsen, jedenfalls kann ich das von mir behaupten, ich glaube wir müssen reden…!"

Toll! Reden! Mit Ihm! Über was denn? Über diesen merkwürdigen Augenblick von vor zwei Monaten? Nein danke darauf konnte und wollte sie verzichten.

Nein danke Pucey, meine Redebedarf ist gedeckt und um mit dir zu „reden" bin ich noch viel zu nüchtern!"

Oh ja, so ein Gespräch, wenn es denn jemals stattfinden würde, könnte sie niemals in nüchternem Zustand führen. Nicht mit ihm und schon gar nicht jetzt und überhaupt NIEMALS!

Wenn das so ist…" damit wandte er sich an den Barmann und Bestellte Alicia noch einen Cocktail, die ihn darauf ansah, als wenn er von allen guten Geistern verlassen wäre.

.nächster Morgen…

Alicia hatte mit 100 iger Sicherheit den Zustand der Nüchternheit schnell überwunden. Wie weit, dass konnte sie nicht mehr sagen, aber als sie am nächsten Morgen wach wurde, brummte ihr Schädel gewaltig. Aber dies war nicht der hauptsächliche Störfaktor an diesem Morgen, vielmehr war es der männliche Körper, der fest an ihren gepresst war. Sie musste sie auch dieses Mal nicht umdrehen um zu wissen, dass sich ihre schlimmsten Vorahnungen erfüllen würden. Sie lag doch tatsächlich, mit nichts außer einer Bettdecke zusammen mit Adrian Pucey in einem Bett und war sich verdammt sicher, dass sie in der gestrigen Nacht alles andere als anständige Dinge miteinander getan hatten.

Verdammt!"

Selbst ihre eigenen Worte, waren für ihren Kopf viel zu laut und auch ihr Bettgefährte schien die kleinste Dezibel Anzahl als Störung zu empfinden.

Mach nicht so einen Krach Spinnet, du schreckst noch meine ganzen Nachbarn auf!"

Sie beiden waren gemeinsam im Bett gelandet und er dachte an seine Nachbarn? Wenn Alicia nicht unter diesen verdammten Kater gelitten hätte und zudem auch nur den blassesten Schimmer gehabt hätte wo ihr Zauberstab ist, hätte Adrian lange Zeit nichts mehr zu lachen gehabt, da war sie sich sicher.

Mir sind deine Nachbarn so was von scheißegal…weißt du eigentlich was wir getan haben…wir…du und ich….wir haben…."

..wilden hemmungslosen Sex gehabt?" versuchte der Slytherin ihr auf die Sprünge zu helfen.

PUCEY!"

Was denn, ich nenne die Dinge nur mal beim Namen und glaub jetzt Jahr nicht das, das hier was ernstes ist, ich kann keine Frau gebrauchen die mir am Rockzipfel hängt und schon gar keine Gryffindor!"

Trotz der skurrilen Situation wusste Alicia nicht, ob ihr zum Lachen oder zum Weinen zumute war. Aber das letzt was sie wollte, war einem Slytherin am Rockzipfel zu hängen!

Keine Angst Schlange, ich habe keinerlei Interesse an dir, aber interessant zu wissen, du trägst Röcke?"

Ja auch ein blindes Huhn fand mal ein Korn, jetzt konnte auch sie ihm Mal die Worte im Mund herum drehen.

Witzig, Spinnet, wirklich Witzig, aber das du keinerlei Interesse an mir hast, kannst du dem Osterhasen erzählen, das sah gestern Nacht aber noch ganz anders aus.."

Ok dann noch mal für dich zum Mitschreiben, ich habe nur ein rein körperliches Interesse an dir, wenn du dich mit dir Aussage besser fühlst, das ändert aber nichts daran wer wir sind!"

Stimmt das tut es nicht, aber du kennst du sicher „Friends with Benefits" ich wäre doch stark dafür, wenn du schon dein rein körperliches Interesse an mir nicht leugnest und es umgekehrt nicht andres aussieht daraus ein „Enemys with Benefits" machen…"

Alicia zu allererst nicht ob er das wirklich ernste meinte, oder ob dies nur ein kranker Witz war, aber was noch viel schlimmer war, sie wusste nicht ob sie darauf eingehen sollte.

Katie hatte ihrer Freundin ja eine ganze Weile zuhören können, ohne etwas zu sagen, aber nun war es um sie geschehen, sie hatte ja schon vieles gehört, aber das übertraf wirklich das Maß aller Dinge.

Alicia konnte gar nicht so schnell schauen wie Katie sie halb vor Lachen auf dem Boden kugelte und war sich nicht sicher, ob Katie nun nicht doch einen endgültigen Nervenzusammenbruch erlitten hatte.

„Das ist nicht dein Ernst oder? Enemys with Benefits? Aber sonst geht's ihm noch gut oder…Moment du bist da doch nicht wirklich drauf eingestiegen? Alicia sag mir das ich falsch liege!"

„Ich könnte ja, aber dann müsste ich Lügen!" gab die Gryffindor mit geknickter Miene zu.

„Wow, ok ich hatte ja jetzt vieles erwartet was du mir beichtest, aber das, das …ich hab da irgendwie keine Worte für!"

„Na ja ein Grund warum ich bisher nichts gesagt habe, es ist nicht gerade die übliche Geschichte!"

„Nein das ist sie wirklich nicht, aber …also ihr habt sozusagen eine Affäre miteinander, war es das was du mir damit sagen wolltest…?"

Alicia schüttelte darauf nur vehement den Kopf…schließlich war hier ihre Geschichte noch nicht zu Ende.

Das Konzept „Enemys with Benefits" war zum erstaunen beider Seiten wunderbar aufgegangen. Keiner fühlte sich eingeengt und beide hatten ihren Spaß. Das ganze hielt nun schon knapp über secs Monate an und Alicia wurde das Gefühl nicht los, das sich irgendetwas in ihrem Umgang miteinander, in ihrem Liebesspiel miteinander verändert hatte.

Adrian selbst merkte diese Veränderung auch und er wäre der letzte, der sich darüber beschweren würde, er hatte sich schnell an die Gryffindor gewöhnt und es machte wirklich Spaß ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen, es wurde nie langweilig und das in vielerlei Hinsicht.

Beide jedoch waren viel zu Stolz, um auch nur ein Wort darüber zu verlieren. Über Gefühle Sprachen sie nicht, das war ihre Abmachung. Meistens blieb Alicia auch gar nicht über Nacht und machte sich schon noch kurzer Zeit nach ihrem Liebesspiel, auf den Weh in ihre eigene Wohnung. Das Adrian danach ihre Wärme und besonders ihre Gegenwart vermisste, dass würde er niemals freiwillig zugeben. Wahrscheinlich nicht mal unter Folter.

Es war mal wieder einer dieser Freitag Abende an denen sie sich wie üblich in ihrer Stamm Bar trafen, ein paar Drinks zu sich nahmen und dann gemeinsam in seine Wohnung gingen. Doch am heutigen Abend lag etwas Bestimmtes in der Luft. Etwas war definitiv anders. Keiner von ihnen konnte sagen, was es genau war. Vielleicht waren es die Blicke, welche sie sich immer wieder über den Rand ihrer Gläser zuwarfen. Sie hatten eine ihnen fremde Intensität angenommen, welche ihnen Abwechselnd Schauer über den Rücken jagte.

Auch blieben sie heute nicht lange in der Bar, kaum hatte Alicia ihren zweiten Cocktail ausgetrunken, machten sie sich auf den Weg in Adrian Wohnung. Doch auch der Weg dorthin verlief anders als gewöhnlich. Sie apparierten nicht wie üblich gemeinsam und vielen dann übereinander her. Diesmal spazierten sie zu ihm. Hielten immer wieder an einigen Ecken um leidenschaftliche Küssen miteinander zu teilen.

Du riechst so gut!"

Adrian vergrub sein Gesicht im Nacken der Gryffindor und sog ihren Duft ein, als könne er nicht genug davon bekommen als benötigte er ihn so dringen, wie die Luft zum Atmen.

Alicia hingegen war nur zu einem Seufzer fähig, denn der kitzelnde Atem in ihrem Nacken jagte ihr immer wieder wohlige Schauer über den Rücken. Sie nahm heute alles viel Bewusster war, seine Gegenwart, seine Berührungen, die viel sanfter waren als sonst.

Bei ihm in der Wohnung angekommen, half er Alicia zu erst einmal aus ihrem Mantel bevor er behutsam ihre Haare beiseite strich und federleichte Küssen auf ihrem Nacken verteilte bis hin zum Träger ihres Kleides, den er absichtlich leicht zur Seite schob.

Sie hatten sich bisher noch nie so viel Zeit gelassen, seine Berührungen waren so viel vertrauter, intimer als sonst. Es kam ihr alles so surreal vor und dennoch wollte sie nicht, dass dieses Gefühl endete.

Auch der Slytherin konnte sich nicht wirklich einen Reim darauf machen, aber er hatte das dringende Bedürfnis verspürt die Gryffindor zu umgarnen, sie zu liebkosen und sie vorerst nicht wieder gehen zu lassen.

Es dauerte noch eine ziemlich lange Zeit, bis die zwei ins Schlafzimmer fanden und auch dort ließen sie sich so viel Zeit wie möglich um den kostbaren Augenblick auszukosten.

Als sie Stunden später eng beieinander lagen und es normalerweise Zeit gewesen wäre, für Alicia nach Hause zu gehen, wusste Adrian was anders war. Sie hatten sie heute zum ersten Mal wirklich geliebt und er wäre ein Idiot, wenn er sie jetzt gehen lassen würde.

Gerade als Alicia Anstalten machte sich aufzurichten schlang ihr Liebhaber, seinen Arm um ihre Hüfte und sagte nur ein Wort, welches sie auch in ihrer eigenen Erkenntnis bestärkte und welches sie dazu brachte mehr in ihnen zu sehen, als eine Bloße Affäre.

Bleib!"

und sie blieb….

Nun war Katie wirklich sprachlos. Sie war anscheinend nicht die einzige Gryffindor, die ihre Liebe zu den Schlangen entdeckt hatte. Sie fragte sich nur, wie Alicia das alles so lange hatte geheim halten können.

„Das ist…."

„Unfassbar, ich weiß! Ich kann es ja jetzt noch kaum glauben, aber es passt und es ist richtig, ich weiß das gerade du das verstehst….auch wenn der Anfang nicht das ist was man sich unter einer Liebesgeschichte vorstellt. Nun ja, aber worauf ich hinaus will, du musst dich den anderen nicht allein Stellen, ich glaube es ist an der Zeit, dass ich die Bombe platzen lassen!"

Katie war mehr als gerührt, das ihre Freundin ihr Wohlgehütetes Geheimnis lüften wollte, nur um ihr bei zu stehen, sie wusste gar nicht, was sie darauf hätte sagen sollen.

„Aber du musst nicht…"

„Doch muss ich, es wird Zeit und außerdem stehen wir das jetzt gemeinsam durch, dass nimmt uns beiden die Angst…hoffe ich zumindest!"

Dabei lächelte Alicia ihrer Freundin aufmunternd zu. Und diese Aufmunterung konnte sie gut gebrauchen, denn sie hatte immer noch Angst vor der Reaktion, sie mochte sich gar nicht erst ausmalen, wie das spätere Einzelgespräch mit Wood ablaufen solle.

„Ich hoffe es auch…wenn nicht, dann werden wir entweder zu Scherzartikeln verarbeitet oder schlimmeres…von Angelina werden wir auf jedenfalls ein „ich hab's gewusst" zu hören bekommen!"

„Da hast du Recht, wie ich es hasse…meist du nicht das ihr nicht furchtbar langweilig sein muss, auf die Dauer immer Recht zu haben?"

„Ich befürchte gerade darin wird ihr nie langweilig werden…"

Zur gleichen Zeit wurde auch endlich Marcus über die Annährungen zwischen Adrian und Alicia von seinem besten Freund aufgeklärt. Auch wenn nicht ganz so ausführlich. Doch selbst diese Ausführungen, waren für den Hartgesottenen Slytherin zu viel, so dass er sich erst einmal einen Feuerwhiskey gönnen musste.

Denn kopfschüttelnd und vor sich hinmurmelnd „Enemys with Benefits" setzte er das Glas an und spülte dessen Inhalt in einem Zug seine Kehle hinunter.


A/N:

So ich hoffe ich konnte mit den Rückblicken einigermaßen glaubhaft machen, wie es zu der Beziehung zwischen Alicia und Adrian gekommen ist. Es ist schwierig die Slytherins in solch eine Rolle zu schreiben ohne sie gleich zu OOC erscheinen zu lassen. Ich hoffe es ist mir einigeraßen gelungen. Ich habe mich extra beeilt um dieses Kapitel zu rekonstruieren, damit ich auch wirklich regelmäßig Updaten kann. Ich würde mich unglaublich über Reviews freuen. Bis ganz bald

Midnight